'„Tyirmen" unter ixe Bekirnmungen dcS DandelSgesetzbircheZ ent- «eherr zu wollen, cntschnden zurück. Er beauftragt seinen gt» schäslSsühr^ocn Ausschuß» baj 'liecht der ixmbrocrte zur Trübrung firme nähnlicher Bezeichnungen durch Aufstellung bestimmter l^rundsätze fest zu umgrenzet; und dadurch in Zukunft sicher zu stellen."
Zum nächsten Punkte der Tagesordnung: Einschränkung der Vergünstigungen für die Ausfuhr von Getreide, liegt nn Antrag der Gewerbekammer Tresden vor. Durch b<n Antrag sollen Lund .‘rat und Reichstag enudrt werden, die prllsreien Einsuhrscheine in ihrer Derwonddarkeit Dahin zu beschränken, daß sic nur bei der Einfuhr der OktriiDtort, bei deren Ausfuhr in gemahlenem oder unfern ab lenem iuslonde sie erteilt worden sind, zur Anrechnung gebracht rvereen dürfen, und daß die Zeit ihrer Ohttigfeit von 6 cur 3 Monate hcrabgriest nz;rt>. Tyctner sollen die Au:i ahmetacife, die auf de. :'ct;.n cifcntxibnrn für ausiusührcndiS Getreide bestehen, aufgehoben irervcn, D a - mit oic Getreide- und Brotpre ise aus c t n erträgliches Maß herabgemindert werden bezw. ein weiteres Steigen derselben verhütet wird.
Reichstags- und LanCtagSabg. Maike Witz Stettin- stellt hierzu folgenden Antrag: „zer geschäftsführende Ausschuß wird beauftragt, mit dem Deutschen Lanowirtichailsrat in Verbindung zu treten, um die Stage der Bejchrankun i oer Einfuhrscheine und der Ausnahmetari'c für auszuführendes Getreide einer alle Teile befriedigenden 2dfung entgegenzuführen. Im yalle der Ablehnung des Antrags soll der Handwerks- und löcwerbekarnmer. tag beschließen, den Antrag Iresten dahin ad zuandern, daß Ein- suhrjcheinc aur Brotgetreide nur für emzuführenbes Brotgetreide und Emfuhrscheinc auf Suttergetreibe nur für einzusülnendeS 7ruitetgetreue angerechnet iverdln dürfen, und daß ziveiums die Aufhebung der Ausnahmerarife für auszusuhrendes Getreide nur insoweit erfolgt, als dadurch deutsches Getreide nicht ungünstiger behandelt wird als ausländisches Getreide."
Die Abstimmung über den Antrag ist eine namentliche. Ter Antrag Tresden wird nut 45 gegen 22 Stimmen bei 3 Stimmenthaltungen abgclchnt. — Für den Antrag stimmten u. a. Berlin, Magdeburg, Tresden, i'ruv.ig, Üicöboben; vamourg enthalt sich oct Stimme. — Der erste Teck des Antrags Malkewid wird darauf gegen 1 Stimme angenommen.
Au» Stadt und Land.
Gießen, 27. August 1908.
vom Arbcitsmarttc in Hessen und Hessen-Nassau.
Ter verflossene Monat Zlin lafet mit seinen Ergebnissen auf dem Arbeusmarkte auf eine weitere Besserung der ,o i r t s ch a s 11 i ch e n Verhältnisse n i ch t s ch 1 i e ß e n. Siir die Metallindustrie blieb die ivesctzuuslage weiter ungünstig: der int vorigen Monat in der vdizbranch: und im Bauhanowerk scstzustellendc leichte AuffdMUng h.it bollitänoig nachgelassen. Auch ui den Bekleidungsgcwerben ist der Beschäftigungsgrad nur gering, besonders kann die ztonfekuonSbranche ihre Arbeiter nicht voll bqd)ajtigen, da infolge der allgemeinen ZfrisiS der Umsatz bei den Nleiderhoiwlern gering war und diese ihre ohnehin iwch umfang reichen X'agcrbcftanbe nicht noch bereichern wollen. ’Jiun mag zugegeben iverben, daß die montane 2age bei einzelnen Gewerbe- zweigen cm ÄuSsluß der ständig wieoerkehrenden fhllen Saison ist, uit Ganzen jedoch ist die X'agc diS gewerblichen Arbeusniarttes nicht ungünstig, besonders in den Grotzstroten ist ein zahlreiches Angebot von ArbcckSkrastcn Vorhände», )o daß es besonder» oen minder tüchtigen uuo in den örtlichen Verhältnissen unbekannten Arbeitern schwer fallt, passende Arbeitsgelegenheit zu finden. Trotzdem l)dlt aber der Zuzug vom ÄJano uuo von den kleineren Stabten m u»geschwächter iiraft an, obgleich speziell ui den Heineren Gemeinden der Arden Sinan t relativ viel günstiger ist uno zurzeit eher und rascher Befchrftigilng zu angemessenen lohnen zu finden ist, alS in der Grvmcadi. Leider sind.-t auc« tjvfe Tatsache bei beu Arbeitsuchenden selbst nxmig Beachtung, für sie ist und bleibt die Großstadt das Torado, wo Arbeit uno stoher Verdienst iwch immer zu unden ist. Wie ungünstig im einzelnen der Beschäftigungsgrad in den Giohsiaotcri war, mögen nad> folgende Zahlen illustrieren. ES kamen nach den Monaisberichten der öffentlichen, bem Mirteldeuiidzcn ArbCitenadfnxisv.'rbandc an- gehörenden ArbciisremntielmigSstcllen aus je 1U0 offene Stellen Arbeitsuchende in Kassel 2 i, Frankfurt 236,
loanau 248, Mainz 223, Wiesbaden löl, WvrmS 191, Essenbach 218, Gießen 136. Durch Einstellung zahlreicher ausländischer Arbeiter ist der Bedar, der L a n dw i r t s d) a f t an l-eimischen Arbeitern in diesem Sommer geringer geivorben, aud) gewerb- liche Arbeiter stehen zahlrcid) für landioirtsd-astlid-c Arbeiten, bic keine besonderen Fachkenntnifje erfordern, zur Verfügung. Wenn aud) an tüchtigem, wirklich geschultem lanDimitfdraiilid^ni Personal nod) immer kein Ucberjiuu vorhanden ist, so sind doch ui diesem Zahre die Berhallinssc aus dem lanowirtsd-aftlid-en Arbeitsmarkte alS günstig zu bezeichnen. Besonders die stabt. Arbeiisoermittlung-stellen, Du zum -teil eigene lanbiv.rtf d)afiiid)c Abteilungen eingerichtet ljaben, lassen jid) bic Vermittlung lanb- wirtschaftlichen Personals, die roiieitfrti zu geschehen hat, sehr angelegen fein. So wurden beispielsweise im BerichtSnwnat durch bic lanou iriidxiftlidK Abteilung der stadtisdfeu '.'GbeitSvermitt- lungsstelle m Frankfurt a. M. 330 Stellen bc fitzt bei 628 Ar- bensgefud'en uno 45a offenen Stellen. Wurden auch bic stellenweise wenig günstigen Lohnverholtnissc in c>.r Lanowirtschaft, über die oft nicht ohne Grund geklagt wird, beseitigt, so dürfte bei der ledigen Artcusniarltlage den '.nisprucyen Otr Landwirtschaft nod) uiehr als bisher seitens der öffentlichen Aroeitsnachweiie Rech- innig getragen werden.
•
•• Die Jagd auf Feldhühner findet in diesem Itchrc überall, nicht nur bei uns, erbärmlich aus. Zunge yül)ncr gibt es nur ganz wenig, weil die Gelege während
vor. Man nahm bei einer vorläufigen Uiucrfuchung infolgedessen an, bag auch die andern Sarge die Reichen von Hierilern ent- dielten. Nun ist aus Urkullben bekannt, daß i<it Dom in einer Gruft die Ahnen d c ö M a i f c r i llonraö 11. begraben liegen sollen, deren Lage man aber bis icfjt nicht bestimmen konnte. VluS einer Urkunde des lUifcrS Jtonraö II., der selbst in Speyer le graben liegt, geht hervor, baß unter bem heiligen rlreuzaltar im hiesigen Tom sich die Graber seines Urgroßvaters, feiner Großmutter, seines Vaters, seiner Mutter, Tante und Sdjroencr bifiiiöcn, zu bereit Andenken er laut Urkunde vom 30. Zanuar 1034 befummle, o.ib an dieser Stelle ein alljährliches
Haitin werden sollte. Diese 'Ahnen ttvnrads bewohnten die ii» mal-S an Stelle der jebigen Pauluskirche gestandene Hcrzogsburg ouebtr der Warne Herzogenstraße Ferner ut bekannt, daß ziaiscr Moniab ein Sohn im jugendlichen Alter von etwa 13 Zähren hatiuno Wolfram gestorben ist, den er ebenfalls in der Grust seiner Ahnen belieben ließ. Als man nun ut der lebten Woche bet den fortgejebten Ausgrabungen an der obengenannten Stelle euicit weiteren Sarg antraf, der sich von außen schon alS Hin- dcrsarg zu erkennen gab uno bet dessen Ceifnung bic nut Stoffresten bedeckte Deiche eures etwa 1 21 ä 1) r i g e n Uindes rano, so Wird durch diesen neuen Fund jeher Zrveuel darüber beseitigt, daß man Kbt endlich die langg.inchte Gruft der Salier gefunden h<u Dies wird auch bestätigt durch die Anzahl her miigefunbenen Sarge ^6 Envachsene, 1 Muib . Ter an cvridbcn Stelle bestattete Bischof (8 Grab muß einer wesentlich spateren Zeit angeboren, weil die Gewänder in diesem Grabe gegenüber den anderen eine viel bessere Urbaltung zeigen, doch steht die nähere Untersuchung, welcher Zeit das Grad entstammt, noch aus. — Racyst bi. vor mehreren Zähren erfolgten Au'deckung der Maifciguiber in Speyer Dürfte bic Auffindung der 21 li n euer u f l des fränkisch-sali schen Kaiserhauses im Tarne zu Worms das bedeutendste Forschungsergebnis auf diesem Gebiete darstcllcu.
- - Kleine M u n st to t jiii k. V örnfticrnc Björnson bat für einem Tonnage nutj.: ut. daf; er einen Zcu seines Vermo sgenS den Lehrern linuikmcn werde, ran etanbe, den er vis den idealsten boonderS liebe. - Rach Drwatmcldungen soll Äiico Tolstoi ernstlich erkrankt sein.
der Brutzeit zum" größten Teil'durch die starken, sich oft wiederholenden Regengüsse nn Juni vernichtet wurden. Auch haben etwaige zwecke Gelege spater ebenfalls sehr durch den Regen gelitten. Soll die Hühnerjagd nun nicht auf Jahre hinaus geschädigt werden, so sollten die Jäger in diesem Jahre die Hühneriagd überhaupt nicht auSüben, damit die im vorigen Jahre übrig gebliebenen alten Hühner, deren Zahl ja ohnedies durch Raubvögel :c. noch verringert worden ist, für das nächste Jahr erhalten bleiben. Sollten diese in diesem Jahre geschossen werden, so wüßten wir nicht, woher die Paarhuhner im nächsten Jahre kommen sollten. Also Hahn in Ruh auf Hühner im Jahre 1908.
•• Hessische Landesausstellung. Tie Handwerkskammer hat em Rundschreiben an dre gewerblichen Korporationen in Hessen zum gemeinsamen Besuch Der Ausstellung Anregung gegeben. ES haben mfoIgeDeffen bisher bereits 71 gewerbliche Korporationen mit mehreren tausend Mitgliedern die Ausstellung besucht. Rach den zurzeit vorliegenden Anmeldungen steht abermals der Besuch von weiteren 60 Korporationen zu erwarten. Tie Besuche finben vorzugsweise an Sonntagen statt.
- Wandervogel. Tie hiesige Ortsgruppe des »Wandervogel*, deutschen Bundes für Jugend,vandenmgen, hat sich zu einer der leistungsfähigsten des gcfainten Bundes herauSgebildet. Besonders jetzt m den großen Ferien ist reichlich Gelegenheit z»i längeren und kürzeren Wanderfahrten geboten, was auch reichlich auSgenutzt wird. BiS jetzt haben außer kleineren folgende ftattgefimben: Eine Wanderfahrt inS Schwalmgebiet, eine 8tägige Rhcinfahrt und eine Gifelfatjrt, bic die größten Leistungen aufweist. Für den letzten Teil der Ferien ist folgendes geplant: Nächsten SamStag und Sonntag eine Fahrt auf den Feldberg, verbunden »mit einet Heimfuchung in Bezug auf Bett- und Magenangelegenheiten^ der Limburger Ortsgruppe. Außer diejen kommen noch Wiesbadener und Tarmstädler Wandervogel auf den Feldberg. Ferner eine mehrtägige, interessante Fahrt ins Gebiet der zukünftigen großen Talsperre, md Tal der Eder und ihre Seitentäler. 'Alles Nähere wird nächsten TonnerStag auf einem Spaziergang in die Umgegend befprochen. Zufammenkunft: 9 Uhr auf dem Ludwigsplatz.
= Klein» Linden, 26. Aug. Sonntag und Montag, 30. und 31. August, findet bic hiesige Hitm eS statt. Am zweiten Festtag bezieht eine Eskadron Dragoner hier Quartier, Die im AufklärungSdienst Hebung machen.
△ Großen-LinDen, 26. Aug. Der von 1768 bis 1783 hier lebende Diakonus (zweiter Pfarrer) Ioh. Lubiv. Fcrbinand Arnolbi hatte umS Jahr 1770 in Großen-Lmben ein Privatinstttut für Taubstuntme ins Leben gerufen. Eine von ihm herausgegebene Schrift trägt den Titel: .Praktische Unterweisung, taubllumine Personen reden und schreiben zu lehren.^ AuS dem Jahre 1774 findet sich im Sterbeprotokoll folgender Eintrag: Samstag den 19. XI. starb H. Kaspar Wilhelm, weiland Herrn Ioh. Peter von Hofen gewesenen berühmten Kauf- und Handelsmanns hinterlassenes Söhnlein von Frankfurt a. 2)1, welches sich seit einem halben Jahre bei Herrn Pfarrer Arnolbi aufhiclt unb taubstumm geboren war.*
— Schotten, 26. Aug. Die in weiteren Kreisen mit Recht beliebt geworbene .Familien-Konferenz" auf bem Lehrcrheim konnte mit Rücksicht auf die Vertreter- Versammlung des Hess. Landes-LehrervereinS Heuer nicht am LudwigStag abgehalten iverden. Sie soll indessen nicht auS- fallen, sondern wird Mittwoch, 2. September, also am diesjährigen Sedansest, slattfinden. Ter Beginn der Konferenz ist auf 2 Uhr nachm. festgesetzt; doch ist Vorsorge getroffen, daß Besucher, bic mit dem Zuge 2.55 Uhr tn Schotten eintreffen, auch noch auf ihre Kosten kommen. Zahlreiche Anfragen lasfen heute schon auf einen regen Besuch schließen.
X Hanau, 25. Aug. Der Kreistag des Landkreises Hanau beschäftigte sich tn seiner heutigen Sitzung wiederum mit einer das Kle inbahnproj e kt Hanau — Büdingen betreffenden Vorlage. Am 15. Oktober v. I. beschloß der Kreistag: Im Falle des Baues einer Kleinbahn von Hanau nach Büdingen übernimmt der Landkreis Hanau die Verpflichtung, 1. den zinn Ban der Kleinbahn und ihrer 2teden- anlagen erforderlichen Grund und Boden, soweit er im Land- kreise Hanau belegen ist, unentgeltlich an öie für den Bau und Betrieb bet Kleinbahn zu bilbenbe Aktiengesellschaft zu stellen, 2. an bic Altiengefellfchaft bie Summe von 20 000 Mark gegen Hergabe von 'Aktien zwecken 'Ranges zu zahlen. Tie Erfüllung dieser Verpslichtungen wurde an die Voraussetzung geknüpft, daß die Gemeinde 2)larföbcl, der Kgl. Tomäncnfiökus und bic Eigentümer des Tonwerks Fechen- mühle bic Hergabe der ihnen gehörigen, zum Bau der Bahn erforderlichen Grundstücke sicher stellen, bie nächstbctelligten Gemeinden deö Landkreises Hanau sich verpflichten, dem Kreise Beitrage von inSgefanck mindestens 30 000 Mk. zu zahlen, die Stadt Hanau sich verpflichtet, dem Landkreife Hanau für die GrunderwcrbSkosten einen Zuschuß von 100 000 Mark zu zahlen. 'Ans Grund dieses Beschlusses hat der KrciSauSfchuß Verhandlungen cmgclcilct mit dem Resultate, daß die Ge» ineinde 2)lartöbe(, der DomänenfiSknS unb das Tonwerk Fcchenniühle bic Hergabe befl Grund unb BobenS zufagten, die Gemeinden 9iübigheim unb Oberissigheim je 10000 Mk., die ©emeinbe Bruchköbel 7000 Mk., bic Gemcinbe Marköbel 3000 Mk. bewilligten. Tie Stabt Hanau beschloß, zu den im Landkreise Hanau erforderlichen GrunbcriverbSkosten einen Zuschuß von 80 000 Mk. (anstatt 100 000 Mk.) zu zahlen. Obwohl diese Bewilligung der Stabt Hanau um 20000 Mk. hinter bec Forderung bcs Kreistages zurück blieb, empfahl der KrciSauSfchuß im Interesse DcS balDigcn ZustanDe- kommens DcS Bahnprojckts Dem Kreistage Die 'Annahme Dieser Offerte. Ter Kreistag trat bem Vorschläge bcS Sireiß- auSschuffcs bei unb beschloß, den zum Bau der Kleinbahn Hanau—Büdingen und ihrer 9lebenanlagen erforderlichen Grund und Boden, soweit er im Landkreise Hanau belegen ist. unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, sowie einen Beitrag von 20 000 Mark an die die Bahn bauende Slfticn» gesellschafi gegen Hergabe von Aktien zweiten RangcS zu zahlen.
Ihn vcrjitätstlladir ich U*n.
he. Marburg, 26. August. Ten, a. o. Prolefsor 1ür phy- sivlagnche EHeniie an Der Universität Wurzdurg, Ur. weck, et phil. Aiigult ©urber rourDe Die erbetene Enihedung von ferner Stellung vom L Lktodcr 1908 ab bewilligt. Tr. öüxbcc war zu
gleich Assistent für medizinische Ebemie am Durchurtzer vhykwl^ gifd-m Znsntut unter Proi. v. Frey. Zmn 1. Oktober folgt et einem Rufe alS Professor Der Pharmakologie hierher als Rach, folger von Professor Heffier.
— PtivatD-rent Tr. W. Ohr ron Der Universität Tübingen. Der fett Gründung des Rationa 1 vereiuS für Das liberale Teuifchland in Rtünchen als Dessen _®cncrolftfrttSt tätig ist unb teurloubt war. bat mit Dein Schluß Dek cornmer* femesterS auf ferne rocticie Zugehörigkeit zue Universität Tübingen verzichtet.
— An Den Salzburger Hochfchnlkuefen, Die vom 1. bis 15. September fiaiifinDen, nimmt u. a. auch Dee Privat- Dozent Tr. W. Küchlet Gießen) leck. Er wird über Die Iran- lön’d'e Roniantik 6 Vorlesungen ballen. Ferner werde« u. a. leien: Pio«. Tr. F. o. b. Leven (Müncheni: Ta- Märchen. inSde- ionbctc das brunche, fein Ursprung, feine iJanberungen. sei, Mfint «6 Vottesi'i.gen» Vro*. Tr. E. eieper (München^: RuStrn ? unb bic anbei fLe Kultur 16 Vorteiuugenj. Prof. Tr. Lvante Aerhemüuo iSiodholm): sioSniogouifche Fragen <6 Borlefungeuf mit 2icbtbilDeni . Pro' Te. H. ErDmann iBertins: Ehemie des Rabiuins unb feiner Beewandten (ö Vorlesungen mit Erven» meinen). ObeA.nutätSrat Prof. Tr. Ferb. Hneppe «Prag): liebte Stabte- unb WohniiugSdygiene |6 Loriefungen mu X'uttbilheni). Prof. Tr. Zager iWienj: Tie Lustschifiahn (3 Vorlesungen mit Temonsteauonen).
— Zwei bervorragende Physiker innerhalb -iveiee Tage Hal Pari« verloren. Am 25. Sluguft starb penn *3 e c a u e t e 1, fläuDiger Sekretär Dee Äkadrniie Dee Wissenschaften zu Paris, im tlltee von 36 Zähren, Dessen Vater unb Großvater auch hervorragende Phnnker waren, unb am 26. Pros. Maocari, ein Mitglied Der AkaDemie frantaije, Tn cf tot des nirtearologischen Bureaus.
Vcnnijcbtcs.
• Tie Liebe-probe. Von b.*m ,'Atsamcn Einsatt äncl Gatten, sich von Der Zuneigung seiner Frau zu überzeugen, erzählt ein 'ran^'önsche- 'clalt eine aimn'anle kleine Geschichte. Eines Tage» schloß Der Gack: sich m ein emnw.eS Zimmer. Schließlich sucht: ihn Die Frau, Dir Tür ist verschlossen, endlich erbatet sie sich durch das Fenster in DaS Zimmer: ein gruseliger Anblick ermattet sie. Auf einem Bette liegt Der arm: Mann, Die vände irieDltd) gefaltet, zu innen Fußen brennen jrvci Lachskerzen unb wersen chr Licht auf ein etruzifis unb an Gebetbuch. Bleich uno still liegt Der Mann Da, Der Atem scheint erloschen: gewiß, er ist lot. Ter braven Gattin demachngte ftd) eine urtDanDigt Freude: unwillkürlich beginnt sie Die ersten Schritte einer fröhlichen Gavotte zu tanjen, was zwar gewiß nicht pietätvoll, aber immerhin der wahre AusDruck icnr <reclcnstilnmiing war. Äoer sie tanzte nicht lange. Denn schon erwachte Der Tote und mU einem kräftige» Fluche begann er alles zu zertrümmern, was ihm in bat Bereich seiner VanDc kam. Gr wulste BescheiD. Cd Die Frau sich ober nun enifdloH'it bat, ihren Gatten pilidstgemäß zu lieben. Darüber gibt Die Geschichte keinen Auifchluß.
• Ter Deutsche Student in französischer Bele u d; t u n g. „Auf Der Deutschen Dodst'chule ist Das lieben mcki- täri’d) geregelt: eine schwere Strenge beherrscht alle Einrichtungen, Die Strafen finD strenge" — so stellt sich Dem Berichterstatter Des „Gaulois" Das Leben an deutschen Unibcriudtnt oar. Rod) weitere ergötzliche Beobachtungen hak er gemacht. Ganz richtig heißt es, daß Die Deutschen Universitäten, unter Denen einige recht all sind, in gutem Rus stehen. Dann aber erfahren wir. Daß an einigen von ihnen Die Sitten Der StuDcntt» charattcristisch iinD. „Sic leben in Quartieren. Die Dem gewöhn lid)eit Sterblichen fo gut wie verschlossen sind: einige trage» vollständig^ Uniform und einen Sabel; Diese Sitte icDoch füheiir Dem BerschwinDen nal-e zu fein, ebenso wie Die, Daß Die Sti- Dcntcn fid) aus Den geringfügigsten Urfachen Duellieren. Die aber, die nod) Dieser Sitte gehorchen. iudKn sie ungescihrlich z» machen. So gut wie cd irgenD niöghd) ist, loerDen Kör« und Glieder eingcroidclt, uno nur Der ztopf bleibt nackt. 5, setzen sie nur diesen Körperteil Verletzungen aud.
Lainitten-Nachrrehten.
Verlobt: Frl. Selma Stern in Schotten mit Herrn Rath«, Katz tn Einartshausem — Frl. Dtathckde Stern m HersselD mu Herrn Salti Katz in Schotten.
G e st o r v e n : Herr Gastwirt Johann Volk tn Hörnsheim. — Herr SparkafsenDtreltor Peter Schlabach tn Wetzlar. — Frau Apollonia Richter, geb. Schaler, tn Albshaufen. — Herr Rupf«- fchniicbcnteister Gcoig Hardt in Lauterbach.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
August
1908
,«t$itq>.x .0 i«0
Temperalnr der Lust
S c co
9 f lotivc sienchltgkeit
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Wetter
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Bew. Himmel
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16,1
10,'
80
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BeD. Himmel
27.
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10,8
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Höchste Temperatur a Niedrigste
n 25. 25.
bis 2
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1. Augi
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19,6 e C.
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T elef onische de» Giessener Auielgers, mitge und ludusir
Frank liirtcr 16ör*< 3 xa */e Beichsauleihe . . 91.9u 3% do. . . 83.75 3S‘/, KomoI» . . . . 91.95 3S do.....83.65
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3?« Portugiesen Serie I 60.90 3N Purtugieseu , 111 —
russ.SUatsauJ. lUUu 97 00
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4 *e Cour. Türken tou IUUö 04 4u Türkt ul wse......145 90
4-z Gricch. Monopol-Anl.. 51.00
äussere Argcuüuicr . — oe/e MeiiKauer . . . 64.90 4>i7e Uhiueeen .... 97.80
Aktien:
Bochum Gu» ....
Buderus K W.....11LBO
Tendenz: lest.
Berliner Börse, 2
Cauada L B.....17130
bannsudter bank . . . 127.50 Deaucbe Bank .... 236.70 Dortmunder-Union C. . . 57.40 Dresdner Bank .... 143.10
Tendenz: sehr fest.
Kursberichte
.eile von der Bank für Haet#l le,
, 27. August, 1.15 Uhr.
Elektnz. l^uimeyer . . . 11MÜ Elektriz. öehuckert . . . luM*' Esch weder Bergwerk . . Ä0J«< Gelsenkirchen Bergwerk . 19t> Hamburg-Amenk. PaketL HL* Harz euer Bergwerk. . . 2”1> Laurahutte......21t>
.Xordd. Lloyd.....
Obeiscblcs. Eisen-IudosUie 131 ® Berliner ilaudclsgea. . . 165*' Darnutldter Bank . , .
Deutsche Bauk .... Ä-J® Deutsch-Asiat Bank . . 1A5-' Diskouto-Kommandit . . 177J^* Dresdner Bauz .... 141W Kreditaktien.....1W.79
Baiümure- und Oldo-
Ijscnlahu . ., 96.10
GoUtiardbaho.....
Lombard. Eisenbahn . . 22 Uestcn. ttaauoann . . . 167J® Pnoce-Heun-Eucnbabn . Kt-*0
. August Anfangskum.
llarpcuer Bergwerk. . • Laurahutte .....912-M
Lombürden E. B. . .
Nordd. Lloyd . . . • • ................145.10
Geschäfts-Lmpsehlungeii
üeten dilliglf vrühl'lchc Unioersitäts-vruckettt. Sieb».


