aber die Polizei hatte zu. arbeiten, um die gegen ihn an-
dringende Schar zu vertreiben.
wenn auch nur geringer Schnapsgenuß einen schwer schädigenden Einfluß auf die körperliche und geistige Entwicklung eines Kindes ausübte und daß ein derartiger Mißbrauch als Körperverletzung angesehen uitb bestraft werden müsse. Tie Strafkammer bestätigte unter diesen Umstünden das Urteil des Velberter Schöffengerichts, gegen das die Angeklagten Berufung eingelegt hatten, Wlb das gegen
Rcichsgerichtsbrief.
Nachdruck verboten. J. 8. Leipzig, September.
Gestörte Jagd.
Alt Hestifch-Homburgifcheu Forsten grenzt eine Jagdpacht, die %on den Forsten durch ein Gitter abgeschlofjen ist. Die dorlselbst
Musik.
Ernst Ehallier, Lexikon des Liedes, 1. Teil, zugleich zwölfter Nachtrag 51t E. Chaliers großem Lieder- Katalog, Gießen 1908, E. Ehalliers Verlag. — Dieses hervorragende ptachfchlagcbuch unjeres geschätzten unb ob seiner mufit* lexikalischen Arbeiten weithin befaimten Mitbürgers ist soeben er-
Hortz eilte Gefängnisstrafe von drei Monaten, gegen seine Tochter eine Gefängnisstrafe von einem Monat festgesetzt hatte.
* Jugendliche Lebensretterin. Mit bewundernswertem Mut rettete am Freitag nachmittag, wie loir in der All. Fl. Ztg. lesen, die 10 Jahre alte Tochter Gertrud des amtlichen. Fleischbeschauers Munter in Niro lacken den 4 Jahre allen Knaben des Prozeßagenten Bolz. Tie Kinder spielten int Garten, welcher in unmittelbarer Nähe des SpirdingseeS liegt. Ter Knabe begab sich auf den Wassersteg, verlor das Gleichgewicht und fiel in den See, der an der in Frage kommenden Stelle ziemlich lief ist. Schon ging der Knabe unter, als es dem Mädchen gelang, ihn bei den Kleidern zu fassen und ans Land zu ziehen. Zweifellos wäre der Knabe ohne das mutige Eingreifen des Mädchens den Fluten zum. Opfer gefallen.
* Im heiligen deußland waren die Werke Häckels beschlagnahmt. Tic Propaganda unter den Studenten für einen Universitätsstreik dauert fort, doch stehen definitive Beschlüsse noch aus. — Um diese Heiligkeit glaubwürdiger zu machen,' hat der A d c l S m a r s ch a l l des Kreises Nikolajew, Akinow 7 00 00 Rubel Verpflegungsgcldsr^u n t e r s ch l a - gen. Ter Gouverneur von Samara hat beim Senat das Ver- sahren gegen ihn eingeleitet.
*DieVerteuerungdesPariserLebe'ns. Aus Paris wird geschrieben: Daß das Leben in Paris unerträglich teuer wird, ist ein Klage aller Pariser Hausfrauen. Wann man aus einem sozusagen amtl. Bericht, nämlich aus einer vom Direktor der Assistance publique, das heißt dem öffentlichen Institut für Wohlfahrts- und Armenpflege, her- 1 ausgegebenen vergleichenden Tabelle ersieht, daß die Ausgaben für die Bedürfnisse des materiellen Lebens in den letzten vier Jahren von 1905 bis 1908 um beinahe ein Fünftel gestiegen sind, so hat das in der Tat etwas sehr Beunruhigendes. Tenn es gibt unter den zahllosen Men- - scheu, die von Gehalt und Honorar leben, niemanden, dessen Einkünfte sich in einer so kurzen Spanne Zeit um den gleichen Prozentsatz vermehren. Wir erfahren also, daß z. B. Pferdefleisch von 1,36 Fr. auf 1,52 Fr. das Kilo stieg, also um 11 v. H. zunahm, daß Milch von 0,23 auf 0,26 Fr. um 13 v. H., Rotwein um 15 und sonstige Lebensmittel um 12 v. H. stiegen. Tie Wurstwaren stiegen von 1,60 Fr. auf 2,22 Fr. um 38 v. H., Kartoffeln erfuhren einen Aufschlag von 10, Speiseöl einen solchen von 25, Reis sogar einen Ausschlag von 100 v. H. Daß Schweinefett um 36 v. H. aufschlug, ist für die kleinen Leute auch nicht erfreulich. Ein Kilo Pflaumen kostete im Jahre 1905 0,50, vier Jahre später 0,89 Fr., also 78 v. H. mehr, Brennmaterialien sind ebenfalls ganz erheblich aufgeschlagen, so Koks z. B. um 14, Brennöl um 33 und Holz um 50 v. H. Gewöhnliche Seife ist um 50, schwarze Seife um 31 und Soda um 10 v. H. in die Höhe geschnellt. Für einen kurzen Zeitraum von 4 Jahren eine wirklich ungeheure Verteuerung. In der bürgerlichen Presse wird deshalb auch eine große Klage erhoben und die Schuld an der Verteuerung mit Vorliebe auf die neuen Gesetze der Sonntagsruhe und der pflicht- mäßigen Armenversicherung geschoben.
* Die Zeitung der Diebe. Eine eigenartige Zei^ tung erscheint allwöchentlich in Moskau, die „Bosatskaja Gazeta", „Die Zeitung der barfüßigen Männer. Sie ist das Organ der Moskauer Diebe und Vagabunden und dient den Mitgliedermdes Berufes zum Austausch von Mitt teilungen und zur Bekanntgabe von Nachrichten, die die Diebeswelt interessieren. Tas „Bureau" liegt in der Mki> tinska, einer winkeligen engen Gasse gegenüber einem kleinen Vorstadttheater. Ein kleiner dunkler Raum, ein Tisch, ein Stuhl und ein Ofen, das ist alles. Auf dem Stuhl sitzt ein junger Mensch mit langen schwarzen Haaren, der einest Geruch auSströmt, in dem der Duft eines Schafstalles und Tabak um den Vorrang streiten. Ter Redakteur selbst ift, unfehlbar immer ausgegangen und allen Nachforschungen der Polizei ist es bisher nicht gelungen, den Herausgebers zu ermitteln oder auch nur die Stätte, wo dies eigenartige „Fachblatt" gedruckt wird. Es veröffentlicht allerlei Beiträge von Dieben und Einbrechern, Erzählungen und Schilderungen, in denen ein grimmer Humor leuchtet, und bisweilen verzieren bemerkenswert gute Zeichnungen die Beiträge. Auch Annoneen fehlen nicht; so inseriert z. B. ein junger Mann „voll Energie und Temperament und von liebevoller Gemütsart", der eine „Lebensgefährtin in Ge-j statt einer jungen Tarne mit geringen Mitteln" sucht. Der Bewerber beruft sich dabei darauf, daß er „von frühester Jugend auf bis zu seinem 25. Jahre als Einbrecher gearbeitet habe und in Diebessachen so erfahren sei wie irgenb- einer in. Moskau, weshalb er auch seiner Gattin ein bequemes und sogar luxuriöses Leben bieten kann".
- * Raffiniert. Bureaudiener: „Eben hat mich der Kanzlei-j
rat um zwei Zigarren fortgeschickt, eine zu zehn für ihn und eine zu fünf für mich." — Kollege: „Da hätte ich mir doch ’ lieber die fünf Pfennige behalten." — Bnreaudicner: „Hab ich ' auch, ich habe zwei zu fünf gebracht."
«leine Tageschronik. x
Zur H 0 chba h n - K a t a ft r 0 p h e wird gemeldet: Ter Zugführer Otto Klemm, der Führer des Zuges, der freie Fahrt hatte und dessen erster Wagen dann bei dem Zusammenstoß in die Stete geschleudert wurde, ift an seinen Verletzungen gestorben.
In einem .Hotel in K l a u s e n b u r g wurde derPiaristen- Geistliche Nckodem Szalal) und die 20 jährige Kassiererin Ruszak mit schweren Kopfwunden ausgefunden. Tn5 wkädchen ist tätlich verwundet. Tev Geistliche starb bei der Urberg führung nach dem Krankenhause.
Ucber den Brand, der vorgestern in den Lagerhallen der Speditionsfirma Geber u. Mader int Mannheimer Hafen ausbrach, wird gemeldet, daß 5 Lagerhallen ein Raub der Flammen wurden. Das Feuer wütete die ganze Nacht.
In Rendsburg brach gestern in einer Tüngerfabrif infolge einer Benzinexplosion Großfeuer au*, wöbet 14 Arbeiter schwer, mehrere leicht verletzt wurden.
In Genua wurde gestern der Erzprtestcr Ton Paoll) Canessa vock dem Lehrer Gerolamo Rizzi erschossen.
Tic Cho lerafta t istik verzeichnete gestern 225 neue. Erkrankungen und 98 Todesfälle. Tie; Zahl der! Kranken beträgt 1834.
Tic neue elektrische Eisenbahn zwischen Rotterdam und dem Haag, die e r st e elektrische Eisenbahn für Ferm verkehr in Europa wurde gestern dem Verkehr übergeben.
Verschiedene Abgeordnete und Senatoren Algerien s werden heute vom Handelsminister empfangen werben, um oiesem einen Plan zu unterbreiten, betr. die Veranstaltung einer Inter- national en Kolo nial-Aus stell ung in Algerien im Jahre 1912.
bezahlen. . ,
Kronberg, 1. Ott. Prinz Friedrich Kurl von iHessen ist heute abend mit seiner Familie nac^ Schloß Panker in Holstein, dem Besitztum seines'Bruders, des Landgrafen von Hessen, abgereist, woselbst er bis^zur Mitte dieses Monats verbleiben wird, um bann nach Berlin zu den Hochzeitsfeierlichkeitcn des Prinzen August Wilhelm sich zu begeben.
* Ein unglaub Licher Fall von Al k0 h 0lm iß- brauch wird aus den Rheinlandcn gemeldet: Ter Bergmann Friedrich Hortz unb besten Tochter Gertrud ans Heiligenhaus bei Velbert fbanben unter der Anklage, den jetzt vier Jahre alten Sohn der Gertrud durch fortgesetztes Verabreichen von Branntwein an seiner Gesundheit schwer geschädigt zu haben, vor der Elberfelder Strafkammer. Aus der Verhandlung ergab sich, daß dem Kleinen, als er kaum । IV2 Juhre alt war, schon Schnaps gereicht worden ist, und
** Kleine Mitteilungen ans Hessen und den kl ^wohl der Großvater als auch die blutter sich daran Nachbarstaaten. Kvnrad M 0 m b c r g c r IV. bon Unter- V . . FnnntP <rv-.« srinh
Scibertcnr 0 d ist zum Bürgermeister für die Gemeinde Unter- ergötzten, wie der kleine Kerl ttinten tonnt . K Seibertenrod wiedergewählt und bestätigt worden. — Am 1. Na- gewöhnte sich schließlich so sehr an den Branntwein, das; vember wird in Langen die Wertzuwachssteuer cinge» förmlich zitterte, wenn es ein Schnapsglas sah, gierig führt. danach griff und den Inhalt verschlang. Die Folge davon
: war, daß es geisttg und körperlich sehr zurückblieb und
es mftnSf 1 N old von abends nicht eher eilischlief, bis es ein Glas Schnaps als
her 3.' LmlÄe bes 3Ä1H V 1Ä'ta Manöver Schlaftrunk erhielt. Milch und Schokolade verschmähte es in seinem Quartier in Straßbesjenbach sein Gewehr stehen, ohne wenn ihm die Wahl zwischen diesen Jcaljrungshntteln unb xs entladen zu haben. Ein junger Mann machte sich damit zu ^em Schnaps gelassen wurde. Der Gerichtsarzt Medizinal- tnn, wobei sich vas Gewehr entlud und eine Frau am Kopf vcr- t $ $ bekundete als Sachverständiger, daß längerer, letzte. Wegen unvor,chriNsma.tziger Behandlung eines Dienstgegcn-'’ a
Standes wird per Angeklagte heute vom Kriegsgericht zu 7 Tagen Mittelarrest verurteilt.
Lie das allgemeine Ehrenzeichen, das goldene Kreuz, besitzt,! von dem^Pächter P. ausgeübte Jagd crivecrre jedoch das Aerger- ; " L .a J ö J ' ä nis der fiskalischen Behörden. Es wurde behauptet, baß P. an der -
tätig gewesen. Grenze des Forstgebietes Futterstellen angelegt habe, um das Aus-
fc. Assenheim, 1. Ott. Heute tritt der Gräflich treten des Wildes aus dem Forst zu veranlassen. Nach erfolgtem ! Solms-Rödelheirn'sche Baumeister Wolk, der über 34 Jahre Austritt lasse er die Türen des Gitters (das zum Schutze der der Gräflichen Bauverwaltuna hier vorstand, in Pension. Felder vor dein Waldmild angebracht worden ist) schließen und ( Ä. 9 --lieh dem i9n. L iKu^anbWen ba§ ÄÄ % ÄTÄ ;
Silberne Verdienstkrcuz des Philippsordens. Forsten nach Kräften zu verhindern, kam deshalb auf die gemale 1
? Ans der Wetterau, 1. Okt. Die Kartoffel- Idee, zu den Zeiten, wenn P. aus dem Anstand war, durch aller- ;
ernte hat begonnen unb bei der trockenen Witterung geht die Hand Geräusche zu wirken. Er schlug an das Grenzgitter, schrie, :
*J£rbeit rasch vonstatten. Mit dem Ergebnis' ist man in vielen schoß und jkandalicrte, was auch die Folge hatte, daß eines Tages 1 Gemarkungen sehr zufrieden. In anderen Gemarkungen ist der ein aus dem Anstand liegender, nichts von Jagdstörung ahnender ' Ertrag wieder geringer. Sowohl die Menge, als auch die Güte Jäger, ein Bekannter des Pächters, sich in der Meinung entfernte,
der Kartoffeln ist aber int allgemeinen gut. Tie Preise halten cin Irrsinniger Hause in der Nähe.
sich für Speisekartoffeln zwischen 3,80 bis' 4 Mk., für Futter-1 Infolge dieses Jagdtheaters halte der Pächter P. Klage gegen 1 kartofseln zwischen 3,— bis 3,50 Mk. , I den Förster W. erhoben und beantragt, den Beklagten zur Unter« .
R.-B Darmstadt, 1. Oktt. Die heutige Sitzung der lassung der die Jagd störenden Handlungen zu verurteilen. Dieser
Stadtverordneten war ausschließlich dem Gedächtnis des berief'sich jedoch darauf, daß er lediglich seinen Dienst wahr- .
k«. cy..f1;2rnf <sw n ? n n n ae- genommen und Befehle seines Vorgesetzten, des Forstmeisters -r.,
Seniors der Versammlung, Geh. Juflizrat -Jr. Uiann, ge Iau§ge^(fjVt habe. Ter §65 seiner Ticnstinslruktion gebiete und
widmet, der dem Stadtverordnetenkollegtum seit 34 Jahren verpflichte ihn, das Austreten des Wildes aus dem fiskalischen angehörte. Oberbürgermeister Morne weg hielt eine tief- Walde zu hindern.
empfundene Gedächtnisrede, in der er ein markantes Bild von Das Landgericht Fran k surt (S
d°m Leben unb W.rken des Verewigten gab. betonte
besonders die Unabhängigkeit und Lauterkeit seines Eharalters Besitzer im Besitze geschützt. Das V-rhalten des Försters ver- und seine lange erfolgreiche Tätigkeit zum Wohle der Stadt stoße aber gegen tue guten Sitten, indem es den Klager wider- und ihrer Bürgerschaft. Geh. Oberschulrat Nodnagel rechtlich zu schädigen bestimmt sei. Was das Verhalten des widm-t. ben. älteflcn Wirte der St-dt°e--rtneim «amen- Ä Ä bas L
aller Kollegen ebenfalls einen warm empfundenen vlachruf jcgen von Futterplätzen an der Grenze re., zuträfen, so hätte der und gedachte besonders seiner langjährigen großen Verdienste Beklagte alles aufbieten können, das Uebertreien des Wildes zu um das Wohl der Residenzstadt. Zum äußeren Ausdruck der verhindern jedoch habe er kein Recht, das Wild Über der Grenze Trauer wurde darauf die Sitzung nach Erledigung einiger der Grenze sei an^ siä^mchtHrbotetu Was^die
formellen Angelegenheiten geschlossen. Anweisung des Vorgesetzten anlange, so sei diese eine Anweisung
Darmstadt, 1. Ott. Sein 25jähriges Jubi-Izu widerrechtlichem Handeln, vor welcher der Kläger zu läum als Redakteur beging heute der Inhaber des hiesigen schützen sei . .
Redattionsbureaus unb Schriftführer des Landesvereins Auf die Berufung des Beklagten erkannte das Oberlandesgericht
QpitiirrrT^rpha’ftPurc -^riedr öanitcmann. H., ein ! Frankfurt a. M. tut nämlichen ^innc aut -3 er urteil ung des gebogner Nordd-utsch-r war schon währenb l»n°r Studien.
gert in Berlin lonrnattstifch tätig und ans der Reichstags- p^ch^ten Jagdrechts, die weder Gegenstand öffentlichen Interesses tribünc als '-Stenograph im Parlamentarischen Bureau bir - noeb ein Gemeimvohl in Betracht komme, sondern lediglich „Post" beschäftigt. Arn 1. Oktober 1883 wurde er als verant- grtec^t des Einzelnen nach dem B. G. B. in Frage stehe, 'wörtlicher Redakteur an dem früheren Bismarckschen „Deut- Sodann oertritt bas Oberlandesgericht auch ben Standpunkt des scheu Tageblatt" angestellt und nach fünfjähriger Tätigkeit Vorderrichters dahin, baß der Beklagte, nicht berechtigt sei, die übernahm er die politische Redaktion der nationalliberalen Ausübung der Jagd des Klägers zu stören, das habe er als ,Bad. Landeszeitung" in Karlsruhe, als Nachfolger des Königl. Förster wissen müssen und könne er sich deshalb nicht
iierirrfm9ifpr n Sobald die er bann nach breiein-1 mit den Befehlen seines Vorgesetzten entschuldigen, '^.as ^oer- Tntiotof mit oleiiien SteHmtaett in S iM- tonbeägeri* tarn nun Su einem nicht gut erfüllbarem Urteils-
Dussel I tenot( inbent c5 a„ssprach, daß der Beklagte alle Handlungen zu borf, Wte^babeu, Greiz unb .Icagbeburg vertauschte. ,^Sett I unterlassen habe, welche bezwecken, den Kläger in der Jcigdaus- 1901 T)t Hannernaml ui Hessen beruf!ia) tätig, zuerst als jüljrung zu stören. Diese Handlungen laufen aber mit jenen politischer Redakteur der „Worms. Ztg." unb seit 6 Jahren parallel, welche nur den Austritt des Wildes verhüten sollen, als Vertreter mehrerer hessischer Zeitungen, auch des „Gieß. Der Beklagte hatte beim Reichsgericht Revision gegen das ober- Anzeiger". kandesgerichtliche Urteil eingelegt, und der VI. Zivilsenat des
fc Darmstadt, 1. Okt. Heute sind 25 Jahre ver- höchsten Gerichtshofes kam zur Aufhebung des Vorder- ^'icu bem Tag. ha bet Twcktor .mb Begrüß
Genossenschaftsbank für das Grotzhcrzogtunl Hessen und bet Aufhebung des Urteils erfolgte infolge des schwer ersüll- Reichs-Genossenschaftsbank, Kommerzienrat I h r i g zii D a r m- baren Urteilstenors. Der erkennende Senat nimmt an, daß stadt, in den von dem dainaligen Polizeirat Haas in die Urteilsformel infolge ihrer schlechten Ausführbarkeit nicht Darmstadt b-grünb-.en Hessischen Verbanb der lanbwirtschast-M lichen Genofsenschafien als Genera l- Re vlfor ciutrat. fei Dieses näher festzustellen sei Sache des Berufungsgerichts, Wenn dereinst die Geschichte des landwirtschaftlichen Genossen- das vielleicht an Hand von Sachverständigeii die einzelnen Fragen schastswesens im deutschen Reiche geschrieben werden wird, über die Amtsbefugnis näher erörtern könne. Bei dieser Ge- dann wirb neben Geheimrat Haas in erster Lin.e des
Direktors Ihrig gedacht werden muhen. Weise von einem Verstoß gegen die guten Sitten zu reden sei.
[] Marburg, 1. Okt. Bei Tclephonarbeiten an einem — >_ ? -slj» ■■ i»---
Hause in der Bahnhofstraße stürzte heute der Leitungs- UneversitätS-Nnehriehten.
aufseh er Richter aus beträchtlicher Hohe ab und fiel i Okt. Im Lrochschulausschuß erklärte der Unter-
durch ein Glasdach in den Hos. Der Schwerverletzte wlirde richtsminister Aiarchet, er werde, falls im Wintersemefter neuerliche in die Klinik gebracht. — Hier ist heute eine öffentliche Ausschreitungen an den Universitäten erfolgen, sollten, ein all- ArbeitSvermlttclungsstclle eingerichtet: worden. wtttt ' ckl Wün ^unb ° konferiert^ nnt^Mirgliedern des Hochschul- = Kirchhain, 1. Okt. Unsere Stadt steht gegenwärtig
(int Zeichen toer ObftauSstellu ng des Obstbau Vereins für l an^cyniie-. .
i)en Regierungsbezirk Kassel, die in den Tagen vom 2.-5. Ok- .{.4a4,
lober hier abgehalten ivirb. lieber 150 Aussteller aus allen I
Teilen des Regierungsbezirks Kassel haben Erträge der dies- * HCßer eilt Abenteuer des Malers Max jährigen Obsternte ausgestellt und ilt nach dem Urteil von tfad)» . , f f .. . . . , s. P spr
Leuten selten eine so reichhaltig beschickte Ausstellung zu sehen. Lieber manu m t h 0 l l a n d r f ch en gilben. imiö ber Tic Eröffnung wird morgen 111, Uhr vormittags erfolgen und „VoU- Ztg." aus Arniterdarn berichtet: Max Liebermann wird der Protektor der Ausstellung, Seine Exzellenz der Herr Kat in Amsterdam einige recht unangenehme Stundeii er- Oberpräsident von Hcngfteuberg aus Kassel bei der Eröffnung ... $ . .. • St. Anthonv Breestaat, mitten im
feW’ÄÄ» kubenvicrtet, ein Zimm« gemietet, um von dort aus für
,1)0Iler Preise gestiftet. Tie Veranstaltung wird unserer Stadt I sein Gemälde das bunte Treiben der Bevolterung zu bcob-
■eiiien lebhaften Fremdenverkehr während der Ausstellungstage achten. Nach der „Dtsch. Wochenztg." scheinen nun verbringen., : , schiedene Leute entrüstet darüber gewesen zu sein, iveil sie
w.L «« rinS» Sette«« iO« Gesichtszüge auf einem am Fenster stehenden Gemälde
Zwischen der Stadt Hanau und dein Landkreise Hanau über den abgebildet sahen; nach der Tarstellung des Icreuws van
Bahnbau Hanau —Büdingen Mgestimmt. In dem Ver-Dag hatte der gegen Liebermann in Szene gesetzte jttmge heißt es: Tic Stadt öanau und der Landkreis Hanau Sturm den Grund, daß der Künstler einige Personen dafür verpflichten ,ich, um das Zustandekommen des Baues einer normal- s - V. <' ^h.nfcp Madels ffanhpn
-spurigen Kleinbahn von Hanau nach Büdingen zu sichern, gegen- bezahlt hatte, batf sie ihm auf der Straße ..cobell ftanben, über der für den Bau und Betrieb dieser Bahn zu gründenden und als nun auch andere ihr Bildnis auf dem Gemälde Aktiengesellschaft folgende Leistungen zu übernehmen: 1. Tie when, glaubten sie, ebenfalls Anspruch auf eine Belohnung Stadt Hanau >mrd der Gesellschaft das MM Bahnbau erforderliche I Ullb drangen, als diese nicht erfolgte, in das
^Ü^Ä^nb'augMeÄfto‘1%«) L Zimmer Liebermanns, .... ihr vermeintliches Recht geltend zahlen: 2. der Landkreis Hanau wird der Gcscllschast das zum I zu machen. Ein Leid wurde dem Künstler nicht zugesugt, Bcchnbau erforderliche Gelände, so weit es im Landkreise Hanau -
belegen ist, kostensrci zur Verstigung stellen und außerdem einen Zuschuß von 20 000 Mk. zahlen: 3. die Stadt Hanau verpflichtet sich, dem Landkreise Hanau zur Erfüllung der von ihnr über- iiomnicnen Lcisttlngcn eine sestc Beihilfe von 80 000 Mk. zu


