tectcn auch Das engere Gebiet, aus dem es sich erhebt; ebenso steht
unserer schönen Literatur unmogliü), sondern es gehl auch.manches!! -. ,® ’ t ubirete XuU jaulen ternertne tage-btt Werk zugrunde, das vielleicht anfangs wenig wertvoll schien, sich Ä au£. anqei&loifen 9 % ° ,d)
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1 265 000
1 125 323
1 688 169
800 000
510 000
104 000
800 000
960 000
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250 000
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Die „Siebener ZamillenblStter" werden dem „Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Krtisblatt für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
■jeiioen Kessel- jeus liegende jnrd) Röhren, liuft durch an
Der Mangel an landwirtschaftlichen Arbeitskräften.
Bei dem vorgestrigen Empfangsabend der 45. Wander- Versammlung der bayrischen Landwirte in Bamberg, dem u. a. auch Prinz Ludwig von Bayern, Minister v. Brettreich u. a. m. beiwohnten, sowie Herzog von Bayern, hielt der Prinz Ludwig eine längere Rede, in der er u. a. ausführte: Stets habe ich mich am Guten festgehalten und bin abgegangen von Maßnahmen, die ich als irrig erkannt habe. Es ist selbstverständlich, daß bei der großen Konkurrenz der anderen Stände für die L a n d w i r t s ch a f t schwer Arbeitskräfte zu erhalten sind. Wenn aber den letzteren das geboten wird, lvorauf sie mit Recht Anspruch machen, so fehlt es auch gar nicht an Arbeitern. — Gras Feilitsch bezeichnete die Landloirte als den ersten Faktor im Staate.
Echo" Klage. Wenn schon die Mittel für Anschaffung aller nötigen missenschaftl. Werke eil knapp genug sind und fortwährend die wertvollsten Privatbibliotheken verstorbener deutscher Gelehrten und Sammler ins zahlungsfähigere Ausland wandern, so ist es auf dem Gebiete der neueren schönwissenschaftlichen deutschen Literatur viel
fach geradezu kläglich bestellt. Alles was auf diesem Gebiete aus der Zeit nach Goethes Tod staiiimr, wird in der stiefmütterlichsten Weise vernachlässigt, ja sogar von dem Rechte der staatlichen Biblio- lheken, voii jeden: im Buchhandel erscheinenden neuen Werke ein sogenanntes Pflichtexemplar kostenlos zu verlangen (em Recht, das allerdings zur Zeit nur, außer bei uns in Hessen, in Preußen, lYl _ . . . .... i\Y k1'. i - V • It« \ «II A » M «I A A «■ V l A I II AVA I « I I A Al“ t A A< Alt
noch nach dem Kriege 1870/71 irgend eine finanzielleUnterstützung seitens des Kronfideikommisses oder sonst aus königlichen Privatfonds zuteil geworden ist, und daß diese Fonds niemals mit irgendeinem Kapitalbetrage an dem Kruppschen Werke beteiligt gewesen sind.
38 192 488
In diesen Summen sind die Apanagen, die den Prinzen und Prinzessinnen der fürstlichen Familien gewährt werden, mit einbegriffen. Jeder Deutsche steuerte also ungefähr 64 Pfennig zu den Zivillisten seiner Fürsten bei.
politifdte Tagesschar-.
Was zahlt das deutsche Volk seinen Fürsten für Zivillisten?
Anläßlich der Frage, die soeben aufgeworfen wurde, ob es nötig, ob es nicht nötig sei, die Zivilliste des Königs von Preußen zu erhöhen, respektive dem deutschen Kaiser aus Reichsmitteln Zuschüsse zu gewähren, ist e8 interessant, festzustellen, wieviel das deutsche Volk insgesamt seinen Fürsten an Zioillisten zahlen muß. Manche Staatsoberhäupter der kleineren deutschen Bundesstaaten erhalten offiziell überhaupt keine Zivilliste, doch wird hier nur der Form nach ein Unterschied gemacht, da ihnen als Entschädigung ein großer Teil des Dominialvermögens und der Domäneneinkünfte über- laffen wurde. Es erhalten die Staatsoberhäupter von:
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 5L
Redaktion:e^H2. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen»
Das Ureiskrankelchaus m Alsfeld.
Alsfeld, 1. Juni.
A:n heutigen Montag sand die Weihe beS Kreiskrankenhauses statt. Damit wurde ein Werk seiner Bestimmung übergeben, teilen Vollendung einen Markstein bildet in Der Entwickelung unseres Kreises und dessen Zustandekommen als ein erfreuliches Zeugnis sozialer Gesinnung gelten darf. Ten Segen, der künftig von ihm ausgeht, wird ter Einz-elne >vie die Gesamtheit empfinden.
Tas Krankenhaus liegt un Nordoften an ter Peripherie der Stadt und ist in kürzester Zeit erreichbar. Seine Lage ist geschützt gegen Nörten und Westen und biclet freien Ausblick gegen Osten. In weitem Bogen umsäumen es Gärten mit reichem Baumbestand, im Werten begrmene, ziergärtnerische Anlagen be
sitzt elektrisches Licht und Kaltwasserleitung, ferner Warmwasser- leituns, die alle Auienthaltsräume mit warmem Wasser versieht, und Riederbruck-TampfHeizung, die alle Räume erwärmt, u. a. auch die sogenannten Tag.rfi.ume, viele Meter lange Korridore, in denen die Rekonvaleszenten fich aushallen, ivcnn die Witterung! ten Aufenthalt im Freien nicht erlaubt. Tie Zentralheizung,
Tie Anstalt bestehe aus einem Hauplg ebäude und drei Nebengebäuden. Ersteres ist ein langgestreckter rnafsiver Bau mit vorstoßenden Seitenflügeln, mit hellgrauem Verputz, Sockel, Gurten und Fenstergewandung aus rotem Randstein, das Tach nach deutscher Art geschiefert. Tementsprechend ist auch das Aeußere der Nebengebäude gehalten. Tas ganze inachr mit feinen einfachen, aufs Zweckmäßige gerichteten und tech gefälligen, modernen Formen einen anziehenden und zugleich iinpofanten Eindruck.
Ten Charakter der Emfachheit, Zweckmäßigkeit und Gediegenheit trägt auch die innere Einrichtung und Ausstattung. Ueberall hohe luftige, infolge ihres hellfarbigen Anstriches lichte Raume, die seicht von Staub und Krankheitskeimen jeher Art freizuhalten. sind. Sie sind ausgestattet mit allen für eine sachgemäße Pflege der Kranken geeigneten Möbeln und Gebrauchsgegenstänten, die Mume für die chirurgische Behandlung der ^ranken bergen die neuesten technischen Apparate und Hilfsmittel. Tie Anstalt be-
aber im Laufe der Zeit durchringt oder wenigstens als Glied einer Eittwicktnngsreihe Bedeutung beanspruchen kann. Lange führt eine» Reihe von Fällen zuin Beweise dafür an und tomuu schließlich zu der Forderung einer Reichsbibliothek für die deutsche Lchön- lileralur, die außer den Werken aller zeitgenössischen deutschen Dichter und Schriftsteller auch die reiche Literatur über diese nebst den einschlägigen Zeitschriften zu sammeln hätte. Diese Naiional-- bibliothek brauchte nicht in Berlin ihren Sitz zu haben, sondern ebensowohl in Leipzig, oder etwa m FrankUlrt a. M. Am Schlüsse seiner Ausführungen fordert Lange die urteilsfähigen Kreise auf, zu seiner Anregung Stellung zu nehmen.
— Kleine Kun st chronik. Von Schalom Asch, dem Verfasser des Dramas -Ter Gott der Rache", ist bet S. Fischer in Berlin eine neue Tragödie unter dem Titel .Sabbatm Zewi" erschienen.
Preußen
Bayern
Württemberg
Sachsen . ’
Baden Hessen Braunschweig Anhalt Sachsen-Altenburg Oldenburg Sachsen-Eoburg-Gotha .
Sachsen-Meiningen Sachsen-Weimar-Eisenach . . . .
Mecklenburg-Schwerin und Strelitzer Reuß ältere und jüngere Linie Schaumburg-Lippe Lippe-Detmold Schwarzburg-Rudolstadt u. Sondershausen Waldeck
AleLnes Feuilleton.
— EinGeschenk des Kaisers, ein K i r ch e n f e n st e r für die Johanniskirche i n iiü ne bürg, verdient in weiteren Kreisen bekannt zu werden. Tas Fenster ist 11,50 'Dieter hoch und 1,40 Meter breit. Tas Hauplbild ist eine sarbenvolle Darstellung der Kreuzigung. Darunter befindet sich die Taufe tzhristi und dann kommt das Sockelbild mit dem Kaiserlichen (Stifter. Hofglasmaler Karl de Bauchs in München hat nut fernem Vorschlag, den Geber auf seinem Geschenk zu verewigen, emo alte lbepflogenheit erneuert, die bei bildlichen Dekorationen an Kirchen vor Jahrhuiidcrten üblich war. Auf Bildern der Niederländer, der Kölnischen Schule, der Holbeine nsw. finden sich die Stifter m verschiedenen Größen auf den Bildern je nach dem Zeitgeschmack, in winzig kleinen Liliputaner-Figürchen oder größeren dominieren- den Formaten, oder eine der Figuren tragt die Zuge des Gebers. Ter Münchener Hofglasmaler hat diese alte Idee wieder ani- gegriffen und in neuer Form zur Geltung gebracht, und der Kaiser stimmte dem Vorschlag bei. Es zeigt den Monarchen in knie end er Stellung, und auf besonderen Wunsch des Kaiiers tragt er auf dem Bilde R i 11 e r - R Ü stu n g und den schwarz- »ioletten Dlaiitel Staife r He in nchs II. cms dem^om- schätz von Bamberg. Rechts und links flankieren Engel mit «pruch- bänbern und Wappen das Mittelslück.
— Gießener Ko n z er t v er ein. Neben ben Choren loirfen bei dem Konzerte morgen treffliche Solisten mit. Es find gute Bekannte, die jeher gern mal wieder Horen wird, krau Kämpfen und Herr Kohmann fingen zudem einige eilte Mente Lieder die ganz in den Rahmen des Abends passen, terr Vaterhaus hat die Haupt-Baß-Bufso-Partien m ten Kan- taten von Bach. Das ist sein Gebiet, da ist er Mister. Erst lüt-ckick bericküeten Leitungen von glanzenden Erfolgen te» Sänaeis - bat er dock L B- in Köln in der Matthauspan wn Kelle eine/Meisters wie Johannes Messchaert die vaupt- o le gesungen als dieser erkrankte, und höchstes Lob erhalten.
" schrieben über ihn: Der wunderbar me- Miitbe aana1 in bet Stimme, der herrliche Wohllaut lerne» Manges und"besonders der lebendige icidjütterte die Zuhörer und jnbelnbe vcroorruie loste die se 'e’nberunß d°n b°gn°d°t--i Sang-r ,, - „ b ■
ji, a “(i eu «idlioihetweseno suhlt der Gieisawaldeo llniversitälsdibliolhetar Dr. Edmund Hange ini Literarischen
die als Fernheizwerk von dem i.: S?::. Cüuiu uns bewirkt luirb, eijtredi sich ... Jsoliergebäude, ihr te.'thi:. i;-... Die Lüftung geschieh, oerrui, oaß v.c
Der Herr Bürgernreister.
Den Nikolaus Rapp hab'n j' Zum Bürgermoasta gemacht; Er hat Geld als wia Heu Und is dumm wia die Nacht! Warum hab'» sie denn g'wählt So on teppeten G'föll'n? . . . Mit an G'scheutern, da lomiten's Halt nit Wan, was sie wöll'n!
Rudolf Greinz (in der Münch. „Jugend").
Kronfideikommisse und Firma Krupp.
Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Seitens der Reicks- tagsabgcordneten Erzberger und ©übemm ist in der Reicys- Mgssitzung am 30. März und später eines Gerüchtes Erwähnung getan worden, wonach die Firma Krupp nach 1870/71 von der preußischen Kronfideikommißverwaltung einen Vorschuß zur Betriebserweiterung erhalten habe, daß er noch nicht zurückgezahlt sei und noch die Unterlage für eine relativ hohe Gewinnbeteiligung der Krone an dem Kruppschen Unternehmen bilde, daß es hieraus zurückzuführen sei, wenn die Mitglieder der Artillerieprüfungskommission sich zu einer Art Begünstigung von Krupp für verpflichtet erachten. Letztere Behauptung wies der Vertreter des Kriegsminifters alsbald in derselben Sitzung als eine unbewiesene und unbeweisbare Behauptung zurück. Nachdem verschiedene Zeitungen aber bis in die letzte Zeit auf die Angelegenheit zurückgekommen find, erscheint es geboten, auch hinsichtlich des ersten Teiles des Gerüchtes hiermit festzustellen, daß der Firma Krupp niemals, weder vor
Die deutschen Geistlichen in London.
Zu Ehren der deutschen Geistlichen sand am 1. Juni in der Alberthall unter dem Vorsitze des Marquis von Northampton eine Versammlung von kirchlichen Würdenträgern statt. Premierminister Asquith hatte ein herzliches Schreiben gesandt, in dem er die Geistlichen willkommen hieß und folgende Worte an sie richtete: „lieber- bringen Sie auf Ihrer Rückkehr Ihren Landsleuten in Ihrer Heimat die Versicherung, daß die Bevölkerung dieses Landes herzlich die Botschaft des guten Willens erwidert, deren Träger Sie gewesen sind, und die iveiterc Versicherung, daß wir fest entschlossen sind, mitzuarbeiten an der edlen Aufgabe, die herzlichen Beziehungen und die gute Kameradschaft zwischen Deutschland und England ausrecht zu erhalten." Der deutsche Botschafter hatte ein in warmen Worten gehaltenes Begrüßungsschreiben an die Versammlung gerichtet, in dem er den Zielen der Veranstaltung seine Anerkennung aussprach. Der Bischof von London schlug eine Resolution vor, wobei er ausführte: Wir als die Vertreter der christlichen Kirchen von Deutschland und England richten an alle Klassen beider Völker die Aufforderung, gegenseitig guten Willen und Freundschaft zu fördern. Wir sind eng verbündet durch unsere Rasse, durch die Verwandtschaft unserer Herrscher und durch die wechselseitigen Beziehungen unserer Literatur. Generalsuperinten- dent Faber unterstützte diese Resolution, indem er sagte: Wir sind eine Rasse durch die Bande der Blutsverwandte schast; die deutsche und die englische Gedankenwelt flämmt in den höchsten und tiefsten Dingen überein. Hos- und Domprediger v. Dry and er, der gleichsalls die vorgeschlagene Resolution unterstützte, führte aus, es sei der Himmelskönig gewesen, der den Völkern die Einigkeit gebracht habe; er hoffe, es werde die Zeit kommen, wo der einzige Wettbewerb zwischen den Nationen der Wettbewerb der Liebe sein wGde.
Lage waren, die Kosten tes Anschlusses allein aufsubringcii, wurden Beihülfcn aus ter Kreistasse bewilligt. Ter Arbeitsnachweis bat sich seither nicht in dem Maße entwickelt, wie es wünschenswert ist. Es ist dies in ter Hauptsache darauf zurückzuführcn, daß die Befürchtung herrscht, durch den Arbeitsnackpveis würden die Arbeitskräfte in die Stadt gezogen, weshalb die Landbevölkerung dem Unternehmen nicht sympathisch gegenüber steht. Eine Besserung wird erhofft durch den Anschluß an den neugegrrünteten mitteldeutschen Arbeilsnachwcisvcrband, ter hauptsächlich die Interessen der Landwirtschaft treibenden Bevölkerung wahren soll.
Ter landwirtschaftliche Unterricht hat sich in (erfreulicher Weise weiter entwickelt. Tie landwirtschaftliche Win- terichule in Lieh hat ein eigenes Gebäude erhalten. In beiten Klassen der Schule wird mit gutem Erfolg gearbeitet. Für den naturkundlichen Unterricht in ten Fortbildungsschulen unter Berücksichtigung ter Landwirtschaft ist bereits der dritte Kursus eröffnet worden. Die Wauter-Kvch- und Haushaltungsfchule er- freut fidj großer Beliebtheit. Um möglichst viele Gemeinden ihre Vorteile genießen zu lassen, ist die Errichtung einer zweiten Klasse vorgesehen. Ter Unterricht soll nicht allein in ten Landgemeinden, sondern auch in der Stadt Gießen stattfinden und zwar soll hier ein Kursus im Herbst d. I. eröffnet loerbcn. Es steht zu hoffen, daß es auch gelingen werde, einen Kursus für die Fabrikarbeiterinnen ins Leben zu rufen, ter zwar nicht den ganzen Tag, wohl aber vielleicht zwei Stunden an jedem Tage stattsinden könne. \
. Tie Wasserversorgung der Gemeinden ist soweit gediehen, daß nach wenigen Jahren kaum mehr eine Gemeinde un Kreise Gießen vorhanden sein wird, die ohne Hochdruckwasserleitung ist. Fertiggestellt sind bis jetzt 30, projektiert 9 und in Ausführung begriffen 11. Bei 12 Gemeinten ist ter Anschluß an das Wasserwerk Inheiden vorgesehen. Tie S tr a ßen v er h äl tnisse sind überall gute, mit Ausnahme der Straße Gießen—Steinbach. Trotzdem diese neuerdings mit einem frischen Unterbau versehen worden ist, läßt ihr Zustand immer noch zu wünschen übrig. Von sachverständiger Seile ist vorgeschlagen worden, einen Schutzstreifen zu beiden Seiten der Straße freizumachen und sie aus diese Weise auszutrocknen. Bauunternehmer Winn bezeichnete es als sehr erfreulich, daß ein Schutzstreisen angelegt werte. Er bitte, bei dieser Gelegenheit auch die Bankette zu befestigen und dafür zu sorgen, daß das Lagern der Steine auf dem einen Bankett unterlassen werde. Kvmmerzienrat Emmelius schlägt vor, auf dem Unterbau ter Straße nochmals neu zu bauen und weist darauf hin, daß dieses Verfahren auf der preußijck-en Strecke ter Straße Gießen—Rod- teun seinerzeit Erfolg gehabt habe. £6eringenieur Müller bemerkt, statt des zwecken Banketts könne ja ter eine Schutzstreifen Verwendung finden. Ties sei für den Fußverkehr viel dienlicher, wie die Benutzung des '.'Raterialbanketts, das nicht entbehrt werden könne. Bauunternehmer Winn macht daran, aufmerlfam, daß in verschiedenen Orten sich noch tiefe Mulden befänden, die störend auf den Verkehr wirkten. Dem Uebelstand sei sehr leicht abzuhelfen, wenn man statt der Viulten hiohr- kauäle lege. Ter Vorfitzende erwidert, daß es das Bestreben bet Kreisverwaltung sei, diese Mulden zu beseitigen. Ties ser aber nur nach und nach möalich. Im diesjährigen Voranschlag sei wieder ein Betrag für dies en Zweck vorgesehen. Bei Beratung tes KreiskasseVoranschlags für 1908 bemerkt Kommerzienrat Emmelius, in dem Bericht tes Schularztes sei ihm die Menge der zahnkranken Kinder ausgefallen (ca. 38—39tu;. Er bitte, in dieser Richtung Schritte zu tun, durch Belehrung ter Kinder und der Eltern, für welchen Zweck er eine kleine Broschüre empfehle. Ter Vorsitzende entgegnet, daß, so viel ihm bekannt, schon durch den Schularzt das Ersorderliche veranlaßt werde. Im übrigen sollen weitere Ermittelungen ftattrinten, hierauf fand die Vorlage des generellen Projektes sür das Wasserwerk Inheiden statt, ilter die bereits besonders berichtet ist. Zu M i t g l i e b e r n der Kreiskörkom Missionen wurden gewählt: im Bezirk Gießen: Mrgermeist. Boller zu Ober- hörgern und Bürgermeister Krämer zu Steinbach als Alitglieter, Bürgermeister Kuhl zu Torf-Gill und öeinr. Gilbert II. zu Heuchelheim als Stellvertreter: ini ^firt (Grimberg : Gutsbesitzer Hahn zu Bellersheim und Mirgermeister Stein zu Kefsel- bach als Mitglieder, Will). Weil zu Lang-Göus und Herrn. Velten zu Göbelnrod als Stellvertreter. Als Sachverständige sür die Flurschadensabschätzungen wurden gewählt: Rentner Helfrich zu Gießen, Pachter Klingelhöfer zu Hof-Gratz, Bürgermeister Stein zu Kesselbach, Bürgermeister Zimmer zu Grünberg, Rentner Lahr zu Gießen, Pachter Kammei. zu Beltcrsheim uno Bürgermeister Holler zu Ober-Hörgern (die beiden letzteren als Stellvertreter).
Sitzung des Kreistags des Kreises Gießen.
Z Gießen, 27. Mai.
Nachdem der Vorsitzende des Kreistages, Geheimerat Dr. Breidert, die heutige Sitzung eröffnet und die Erschienenen begrüßt hatte, wurden zunächst die Ergänzungswahlen zum Kreistage geprüft. Sie hatten folgendes Ergebnis: Wieder gewählt sind: Oberbürgermeister Mecum, Beigeordneter Georgi, Geh. Zustizrat Tr. Schäfer zu Gießen, Beigeordneter Welcker zu Allendorf ä. d. Lda., Bürgermeister Gilbert zu Grüningen, ztzomm.-Rat Emmelius, Kömutt-Rat Gail zu Gießen u. Brauereibes. Jhring zu Lich: neugewählt sind: Iohs. HirzIX. zu Watzenborn, Vürgermeist. Schwalb zu Großen-Buseck, Bürgermeister Benner zu Treis a. b. Lda., Bürgermeister Türmer zu Lich unb Landgerichtsrat Neuenhagen zu Gießen. Ter Kreistag erteilte zu diesen Wahlen feine Zustimmung. Zu Mitgliedern der E i n s ch ä tz u n g s r o m m i s s i o n I. Abteilung ter Einkommensteuer wurden gewählt: im Steuerkommill'ariats- bezirk Gießen: Heinrich Lang zu Wieieck, Bürgermeister Leun zu Grvßen-Linben, Direktor Nies zu Lollar und Iohs. Weber V. zu Lang-Göns als Mckglieder, Ludwig Frey II. zu Lollar und Zvhs. 'Faber II. zu Lang-Göns als Stellvertreter; im Bezirk Grün berg: H. M. Jöckel, Herm. Aug. Christ zu Grünberg, Apotheker Welcker zu Allendorf a. d. Lda.. als Mitglieder, Karl Schott, Bürgvrmeister Zimmer zu Grünberg als Stellvertreter; im Bezirk Hungen: Bürgermeister Bormann zu Trais-Horloff, Beigeordneter Jockel zu Hungen, Adam Köhler zu Lich als Mitglieder, Bürgermeister Fendt zu Hungen, Drauereibesitzer C. H. Ehr. Jhring zu Lich als Stellvertreter; im Bezirk Butzbach: Bürgermeister Holler zu Ober-Hörgern als Mitglied.
Aus den zum Verwaltungsbericht gegebenen Erläuterungen des Vorsitzenden ist zu erwähnen, daß bas Bestreben der Krelsverwaltung darauf gerichtet war, alle Gemeinden mit öffentlichen Fern sprech stell en zu versehen, was schon mit Rücksicht auf die Sammelwasenmeisterei eine 'Notwen- bigfeit ist. Es ist jetzt nur noch ein kleiner Teil von Gemeinden anzuschließen. Bei zwei Gemeinten, die nicht in ter
gir. 128 Zweites Blatt 158. Jahrgang Dienstag L. Juni 184)8
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