General-Anzeiger für Gberheffen
r, wenn er nicht in den Verein ein*
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul* stratze 7. Expedition und Verlag:
Redaktion: 112. Tel.-Lldru AnzeigerGießen.
Die „Sietzener LamiNenblätter- werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Krcisbkrtt ffir den Kreis Giehen" zrveimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Volunteerkorps, das am 31. März 1905 nach fünfzigjährigen treuen Diensten durch Parlamenlsakte getötet worden ist. Eine Polizei- abteilung griff schließlich die Temoustranlen an, bemächtigte sich des Sarges, verhaitete die Rädelsführer und zerstreute den Rest.
Anstatt wie ich und Sie das Mißtrauen zu löschen, bläst er dasselbe wieder an, und zwar am jl'amtn der Genttemen eines Lerems, der auch zuvor keinen Mangel an Migtranen erkennen bißt.
Ans SraSL und
Greß en, 2. April 1908.
•• Aus dem Finanzmini st erium. Se. Kgl. Hoh. der Grobherzog haben die Ministerialfckretäre im Ministerium der Finanzen Theodor Ulrich und Dr. Franz Mrchel unter Verleihung des Amtstitels Oberstnanzassessor zu ftän* digen HilsSarbeltern bei der Abteilung für Fmanzwirtschaft und Eisenbahnwesen deö AlinisteriumS der Finanzen, den Ministerialsekretär bei dem Ministerium der Finanzen Justus Reim Herr zu Darmstadt zum Steuerkommissarlatöassiitenten bei dem Steuerkommissarlat Darmstadt I und den Steuerkontrolleur Regierungsassessor Wilh. Geis zu Lauterbach zum SteuerkommissariatS-Assistenten bei dem Steuerkommissariat Offenbach I ernannt.
” Justizpersonalien. S. K. H. der Grobherzog
haben Len G-richlSagchor J°l. Schül aus Heppmhenn jum
Der Sietzener Knchjchrr-Pservemartt.
Gießen, 2. Aptil.
Trotz des für solche Veranstallungen überaus schlechten Wetters nahm der gestrige Pierdemarlt einen sehr guten Verlauf. Es waren gegen 400 Pferde aufgetrieben, also mehr wie bei den letzten Märkten, und der Handel entividelie sich recht flott. Auch das Publikum besuchte den Markt wieder in überraschend grober Zahl, um sich an dem herrlichen Pferdeuialerial und den sonstigen Veranstaltungen zu erfreuen. Es fand Konzert statt und in der Mittags- stiiiide begann nad) der Vorführung der prämiierten Pferde die der Pferde und Geschirre im Privatbesitz, bei der ganz prächtige Gespanne zu sehen waten. Dem Markte wohnten u. a. auch Land- siallmeister v. Wittich, Oberst v. Müller und als Vertreter der Leitung des Darmstadter Pferdcmarrtes Posthalter Walther von Darmstadt bei.
Nachstehend geben wir die P r ä m i i e r u n g s l i st e, die von der Pramüerungs - Kommission sOekonomierat Müller--Reuhoi, Oekonomferal Hoffmann-Hoigüll, Gutspächter Bene-Hof-Altenbcrg, Kreisveterinärarzt Dr. Rncll, Lchlachthoidirrltor Modde und Oberstleutnant Schmidt) in sorgsamer und mühevoller Arbeit sestgestellt wurde:
I. Reitpferde, unter dem Reiter gezeigt: Hrch. Scheuermann II., Echzell 2. Preis.
II. Wagenschläge, paarweise zu prämiieren: S. Michel- Gießen 1., Aug. Frensdorf-Gießen 2., üüieier Hechmg - Kirchhain 4. Preis.
Illa. Schwere Arbeitsschläge, paarweise zu prämiieren: S. Michel-Gießen 1. und 2., Ed. Kaufmann-Rieder- Weisel 3., Aug. FrenSdori-Gießen 4. Preis.
~ Illb. Leichte Arbeitsschläge, paarweise zu prämiieren: S. Michel-Gießen 1., Aug. Frensoori-Gießen L., Ed. Kaufmann- Nieder-Weisel 3., M. Bmg-Lich 4. Preis. i
IVa. Schivere A rd e i t s s ch l ä g e, einzeln zu prämiieren: Ed. Kaumiann-Nieder-Weijel 4., David Isenberg Witwe, Fron- hauseii 5. Pre>S.
l\b. Leichte Arbeitsschläge, einzeln zu prämiieren: S. Michel-Gießen 1., Ed. Kaufmann - Nieder-Weiset L., David Isenberg Wwe., Fronhausen 3., Ed. Kaunnann-Rieder-Weisrl 4, Al. Bing-Lich ö., Aug. Ficiisdocf-Gießen 6, Isidor Strauß-Obe» Alockstadt 7., Gustav Kätz-'Ridda 8., Aug. FienSboii-Giepen 9. Preis.
Amtsrichter bei dem Amtsgericht Offenbach, den Gerichtsassessor Hch. Reitz aus Echzell zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Lampertheim, den Gerichtsasseffor Gust. Weiß aus Darmstadt zum Amtsrichter bei dem AmlSgcrtcht -Alzey, den Gerichtsassessor Paul Schreiber aus Gießen zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Groß-Gerau und den GerichtZ- asseffor Dr. Wilh. Hetzel auS Mainz zum SiaatSan'.valt am Landgericht der Provinz Rheinhessen ernannt. Ernannt wurde der Gesangenwärler am LandeLzuchthauS Marienschloß Jak. Hambach zum Gesangenausseher.
** Steueramtspersonalien. S. K. H. der Groß- Herzog haben den F-inanzaspiranten Hch. Ewald aus Dornberg zum Hauptsteueramtsajsistenten bei dem Hauptsteueramt Mainz ernannt.
** E r l e d i g t ist die Stcuerkommissürstellc in Seligenstadt.
Ga st w ir t s g e w erb e - u n d F a ch a u s st e l lun g. Wie sehr die Ausstellung Zuspruch findet, beweist wohl am besten der rege Besuch. Schon am Montag war der Andrang gan^ enorm und wurden die ausgestellten Sachen mit gropem Interesse bewundert, insbesondere der Prunksaal, in ivelchem die Kochtünstler in recht reichhaltiger und hoch anzuerteniiender Weise uiis mit ihren Werten erfreuen; ebenso haben es die Konottoreien verstanden, allgemeine Bewunderung einem Jeden zu entlocken. Am bienen Tag der Ausstellung blickten Ausstellungsleitung und Aussteller recht enttäuscht gen Hirmuer und glaubten einen sehr minimalen Besuch befurchten zu müssen, doch da hatten nun die Wirre die Rechnung ohne das Publlkunl gemacht und ganz gegen Erwarten füllte sich schon in aller Frühe die Aus- sterlung. Dem Mittwoch war anscheinend ein ganz besonders gurer Besuch zugedachr, denn schon die ersten Züge brachten nicht nur Schamusrige zum Pserdemarkt, sonoerit auch zur Ausstellung. Wie wrr aus gewister Quelle lvisien, waren Per,ollen anwesend, auch zaytreiche Gastrorrrskorpora* tioneu hatten sich emgefunden, mrd die Aussteller machten dabei gunz gute Geichaste. Vielseitigen Wuttschen nachzu* kommen, har sich die Ausstelluttgstettung bereit erklärt, am Freitag, den ö. April, einen Volks tag zu veranstalten, um bei einem geringen Einrrittsprets (ä Person 3u Psg., minder die Harste- auch den weniger bemittelten Kreisen Gelegenheit zu geben, sich die interessante Veranstaltung in der Turnhalle zu beschauen. Wir sind der Ueberzeugung, daß dies entsprechend gewürdigt wird und yosfen auf einen recht regen Besuch.
Die Antwort des Lords Tweedmouth lautet: $ ' U|"1D'
Majestät!
ffo/Sn Olr- ^urchi das Allerhöchste Hand-
r getpoÄen ist, und für das mich auszeichnende EUluen spreche ich meinen ehrerbietigen Dank aus.
S, rfihVU ffj ctoal^' baÖ tw mich uno, was wichtiger ist, für Äft MW meiner Landsleute ein Verkennen der Ab- r ?1Ul9- ausgeschlossen ist: Die Acra Der iünE^ 1 eie .l,t abgeschlossen durch die
0^' .'^lche die Aovembertage hmterlassen haben.
uns »hh.3111 Iur ,ebc,t Engländer von gef untern Menschenverstand SmLSüLJ? nteinen, ehrenwerten Freund Lord Esher, der im ^wieder einmal daS Mißgeschick hatte, die Reinigun? bn wahrzunehmen, dle.stch uni ihn vollzogen hat.
-St inpn nrr 8 ^'Lr Je^e Entgleisung ist hier noch größer und ^weniger berechtigt, als bei Ew. Atajestät.
b|k üielleid)t von allen am wenigsten Grund, dem Abzugsrohren von Windsor, der berufsmäßig für Ätrat dÄ te? ?at' 0rant Ju stin, Denn ich verdanke feinem SSS- 6ad eines Handschreibens, das mir als Beweis wSa?Uift9en telU" ^^bstät für England und für meine Person toetfo^anrinr1^19611 ^Majestät werden düsseüs des Kanals v dankbar wie aufrichtig erwidert.
rindllÄ N°jlltät,wleJhre Majestät die Kaiserin, welche so 'Ster s Herbsttagen und dem Wald von Cranborne RS1 Erinnerung zu ve>vahren, darf ich die
itzriuna aebe,?Ä aufrichtige und zutreffende Ver-
vB-tt datz die Gefühle von Windsor und-London utwer-
Mle N zu^können ^0' Mn 9toc£lic°' kr Dolmetsch dieser dem Ausdruck (usw.-
’* ^ei ber gestrigenAufsührung von „Panne" im Stadtrhealer wurden, wie rnaii uns mtiiciü, Frau Bons, unserer vorirefsttchen „Kornischen Litten", ivieöer mehrere Geschenke aus dem Publikum uberrelchi als Zeichen der großen Beiteblheil, die sie hier m allen Streifen getneßt.
** Programmwechii ei im Kolosseum! Diese An* Aindch--ng hat ßunj) dieSmal roieder große .llcziehungsrinst aus- geübt und die zahlrenhen Besucher kamen bei dein reichhaltigen und dura^veg vornehmen Programm vollauf auf ihre Rechnung. Das Programm ist insofern etwas einseilig, als das loeiblut-e Element sehr vorherrM, ülcl das lassen sich Die Brettelinterefsenten sehr gern gefallen. Eine fesch: Wiener Soubrette Ännh Huber sang zur Lrössnung einige nette gut geschulte Lieder, worauf ein auf dem Programm nicht verzeichneter Künstler sehr hübsch an den Ringen Uriue. Der jtomifer Edmund Lindner verfugt zwar über eine sehr komische stimme, kann aber twizpem besser tanzen als fingen. Alki.rllebjt ist die ziernche Dauz-Souvrette Paula Tro* lau, die namentlich mit ihren^reizenden KinderliedäMi sehr gefallt. Eine bür ganz neue Spezialitätenvorfül-rung boten die beiden Larseiis, die als riroilfchuhlaufer geradezu großartiges leisteten. Dabei tuirtien sie durch den drastischen Gegensatz ihrer veioen Aiaslen und namentlich die dicke elastische Falsraffigur des Einen entfesselte ungeheuere yetierieü. Dann kam mit Müiny di Eerenotti-Lrlrauß ein ganz anderes Genre zur Geltung. Die bür bereits oetannte Künstlerin, die — nebenbei gesagt — ein entzuaenoes Kostüm rrug, vot eine Reihe von Bor- tvagen, wie sie sonst wohl aus der Barieteoühne nickst gehört zu werden pslegen uno wutzte damit dank ihrer-realisttschen Dekla- mationsweise und ausgezeichrieier Darsielmngskunst eine tiefe Wir- tung zu erzielen. Dem helleren Mewvram „ich vin nicht Deiruiil'en" folgte eine neaige Deklamarion „Das fü^e Gift", dann das tra- gisü>realistische Gedicht „4 Rächte aus dem Leben einer Frau" und schließlich. als hellerer Abschlutz einige nette Kinderge>chichtchen, die sämtlich mit leohaslem Beifall ausgeiwmmen ivuroen. Die heitere Wiener Gemütsart kam Dann in zwei würdigen Ber- iteiennnen, den Sckstvefiern Delmonts, zum Wort. ^ie sangen mit all der Anmut, Die man den Wienerinnen nickst mit Unrecht nachzuruhmen Pflegt, einige Der pruckeinden Wiener Bolksgesänge und iouroen levha,t beklatscht. Bom letzten Programm ist eine Rümmer auch für die erne Aprilhalite oerpfiickstel worden. Und ganz Mit otecht. Ist eS doch eine gute, schneidige Rümmer, die schon seither viel Bei,all gesunden hat: Else von Elvan, Die Darstellerin eines forschen Dragonerleutnaiits. 'Als Garn iso it- lö.ve, als verliebter, neckischer und auch als blasierter L-sfizier lvirtt sie thpisch. Der Künstlerin eignet aua- eine nuwUche Sing stimme, ivcit vorreilha'ier Figur verbindet fie Anmut und Weitz Die kleinen intimen Eigentum* lichkelleii des seuoaien Offiziere» gar humorvoll anzuvringen. Die Emanuels, ein .\xrr und eine Dame, boten Dann m einem hübschen Kvmoinationsatt alicnci fiode akwbattsche Kunststucke, toopLi nameiiiiich die ungewöhnliche Korperttast oes weiblichen Dells bemerienswert war. Eine Benvandiungsiänzerin, Anny Anorv, bot in ountev Reihe eine Anzahl charatterisrischerTanze, die iu ulit großem Temperament aus,ul-rle. Dann lam nod)* malö Der Vumvrist zum Worte und in Gemeinschaft mit einer Dame ein sehr gelungenes Ge,angsdtw zu bilden, das durch icuie unglaubliche Kvmik viel Bei,all erntete. Ten Lchlutz oes Aoends biloer Die Borstthrung ovn venry M o r t o n, der aiS Ausorecher- tönig alle vis jetzt hier geiveicneii Feifelkünnier well noertrirft fütiö gewöhnlichen Ketlenseffeln vesreir er sich sozusagen im Dand- umDrelstn und selbst die tettenumfchiiürie Bwangchane oietel kaum ein nennenswerres Hinoernis für lyn. — ^eoensallS ist das Programm, das letzte vor Ostern, einen Besuch wen
**Kasteler Polizei. S. K. H. der Großherzog haben den Polizeiiommifsär bei der Polizeiverwaltung der otaot Kastel Job. Beumer auf sein Rachsucheit, mit Wirkung vom Lage der Bereinigung der -Stadt Kastel mit Mainz, aus dem Staatsdienst entlassen.
„ßX lejeck 2. April. Tas 16 Jahre alte Dienst, rnadchen des Backers und Müllers Ernst Eyrist, Aiathilde Erb aus otiederohmen, wurde heule ,rüh m chiern Bett t o t aufae- i*nhhn\fpn nf5.mi?ier w?s ^""er Qualm, infolge einer anfchemcud ichadhasten Ofenanlage, so daß man annehmen muß, dan daö Diensimadchen erstickt ist.
sä? a0enrob, !• 2(prU. Ein neues Bahnprojekt, das einen weiteren Deil des BogelZberg exlcblienen soll, bDßtQien,H Kh Versammlung von Interessenten hier
JtlclShVQt ^olzliiger von Albfeld, Bürgermeister und Gemeuiderate der beteiligten Gemeinden nahmen an der Versammlung teil. Diese forderte einstimmig einen BerkehrLanfchluß
Ausland.
'.Atl7!b-rg 1. April. Zur Boykottierung des 'dg-ordnei! n n ? Vb C V,c r nt a rJ1 e 5 organisiert der galizische \ ^en ' Dev br* "cmdivirtschaftsverhällnisse
' "a lapone nniÄ' Depanements Saone und Loire studierte, Liißen aiimin dclbarbeiter nach Frankreich, die sonst nach tar-treid? ^t,Un 1UUU 9nl,ilül)e Arbeiter sind bereits nach l'w von 400 am-U,t 101 01 Alls, folgt ein zweiter Trans-
Son hn Salillschen yelöatbeUeri!.
ccifl cn ißo'f u1, x^pnl- te,ne große Anzahl der bis- h neue ^"Eeers veranstalte te in der Rächt eine gegen onftranten mim6 sn9.e 1 e ö .^richtete Kundgebung. Die 02-11 ton einen Pnr ^olu}lteer5 >» Uniform, trugen in feierlicher l|i|iznöß. Der r>urch die nächtlichen Straßen des Londoner
c ^3 Uug die Aufschrift: .Zum Andenken an das
Ich bin nicht mehr fremd genug in Der Gesellschaft von Bonbon und von Windsor, um den ehrenwerten Lord für den Wortführer derselben anzusehen. Der wenige Wochen nach meinem Besuch geschr5lebene Bries vom 6. Februar 1908, den der iehr ehrenwerte Gouverneur von Windsor an den englischen Flottenbcrein gerichtet und an die Oeffentlichkeit hat gelangen lassen, kam vorhin zu meiner Kenntnis.
Warum ziem Lord Esbe ff "... .... "..........
toten will, mich in den Kreis feiner Beweggründe, die so *in* LiSlret sind, daß sie veroient hätten, diskret zu bleiben ? Wie fann er sagen: „In Deutschland gibt es vom Kaiser abwärts niemand, der Sir John Fishers Sturz nicht begrüßen würde — und schwu aus diesem Grunde muß ich den Eintritt in Ihren Verein Mehnen." Lord Esher findet es für richtig, mir Geg- rerichaft gegen John Fisher zu intpuUeren, unb er unter» ftüßt den SeclorD eben wegen dieser meinet angeblichen Geg- rter,chaft!
Va. 2lr beitsschläge, einzeln zu prämiieren: Otto echmibt- Lanbach I.,KönradSchirnp I., Rieder-Weif et 2., Jak. ReuterV.,ötieder- Wetsel 3., Kail Hounann-Wetterield 4„ Jakob Klippel-Nieder- Weisel 6., Georg Bill I., Plieber-Weifel 6., Frhr. von Buchenröder- Butzbach 7., Will). Faber-Kirchgöns 8., Frhr. von Buchenröder- Bntzbach 9., Ehr. Häuser IV. Wlve.-Niedei-Weifel 10. Piels.
~ Vb. A r b e 11 s f ch l ä g e, paarivelje zu prämiieren: Fr. Lyncker- Schifsenberg 1., Konrad Weitz IV., Torigüll 2., Hrch. Konrad Schneider-Ulfa 3., Frhr. von ^lichenröder-Butzbach 4. Preis.
Via. Dreijährige Fohlen, geboren 190a, Wagen- schlä'ge : Anton Nein VII., Langgöns L, 5iarl Becker III., Atuschen- heim 2., Gotthard Lemmer-Hachborn 3., Jakob Bori-.-Fauerbach v. d. H. 4. Preis.
VI b. Dreijährige Fohlen, geboren 1905, Arbeits- schläge: Anton Volk III., Pohlgöns 1., Karl Vettei-Grund- Schwalhcim 2., Heinrich Schnuot-Münch-Leujel 3 , Christoph Häufet IV. Wwe.-Niedei-Weisel 4., Gg. Bill I., Nieder-Weifel ö., Ludwig Keßler V., Großen-Lmden 6., Frhr. von Buchenröder- Butzbach 7., derselbe 8. Preis.
Vila. Zweijährige Fohlen, geboren 1906, Wagen- schläge: Gg. Dietrich-Langd 1., Konrad Tilges II., Fauerbach v. d. H. 2., Hrch. Scheuerinann II., Echzell 4. Preis.
VII b. Zweijährige Fohlen, geboren 1906, Arbeitsschläge : Ludwig Keßler V., Großen-Luiden 1., Rudolf Fink- Leufel 2., Hemrick) Aiarx 1., Nieder-Weisel 3., A. Stiem, Hof- Albach 4., Lotus Christ-Griedel 5. Preis.
Villa. Zucht sl uten mit Fohlen oder nachweislich gedeckt, Wagenfchläge: Wilh. Weil-Langgöns ]., Konrad TillgeS II., Fauerbach v. d. H. 2., Konrad Anto.i Wagner-Langgöns 8., Joh. Gontrum-RöthgeS 4., Daniel Schäfer-Hestern 5., H. Wilh. Siras- heim-Griedel 6., Will). Faber-Kirchgöns 7., Wilh. Hetnr. Fenchel- Griedel 8., Lorenz Müller IV., Langenhain 9. Preis.
Vlllb. Zuchtftuten mit Fohlen oder nachweislich gedeckt, Arbeitsschläge: Otto Lchmidt-Laubach ]., Konrad Schimpf I., Rieder-Weisel 2., Konrad Alles I., Eberstadt 3., Karl Hoimann- Wetterfeld 4., Jakob Klippel - Rieoer-Weiiel Jakob Reuter V., Rieder-Weisel 6., Frhr. v. Luchenröder-Butzbach 7., Hemr. Schmidt- Münch -- Letisel 8., Frhr. v. Buchenioder - Butzbach 9., Christoph Häuser IV. Wwe.-Rieder-Weisel 10., Karl Vetter - Grund-Schioal- heim 11., Konrad Krausgrill-Ricder-Weisel 12. Preis.
IX. Pferde unb Gefchirre im Privaibesitz: Oberleutnant Poly, Major von Wunsch, Herr O. Graes, Dieferenbar Klein, Maurermeister Deibel-Lollar, Hoflohnlutscher Huhn je einen Ehrenpreis.
A uSstell n n g von Wagen, Geschirren, Stall* Utensilien unb landwirtschaftlichen Geräten: Ellenberger-Biedentöpf, Faber-Gießen, Th. Hizeler-Ockstadt, August Kilbinger-Gießen, Emil Pfafs-Kinzenberg, At. Rosenthat-Gießen je ein Ehren-Tiplom; Edgar Lorrmann-Gießen, Karl Buß-Wetzlar, I. Häuser (Happel viachf.) * Gießen, Schieserstein - Lich, Heinrich Schlemm-Gießen je eine lobende Anerkennung.
An den Ätarkt schloß sich das übliche F e st e s s e n im „Großherzog von Hessen" an, das bei recht guter Beteiligung eben'alls sehr gut verlief. Im Verlauf des Aiahles verbreitete sich der Vorsitzende der Pserdemarkt'Kommission, Brauereibesitzer Gg. B i ch l e r in sehr interessanten Ausführungen über daS Ergebnis des MarlteS. Späterhin gedachte er noch des Hoflohntutfchers Huhn, der feit Bestehen des Marktes ber Kommission als eifriges Atuglied angehört und auch als Aussteller seiner prächtigen Gefpanne und Geschirre stets zur . Hebung des Älarktes beigetragen habe. Schließlich übemeichte er Herrn Huhn als nachirägliches Angebinde zu der kürzlich gefeierten silbernen Hochzeit ein prächtiges Blumenarrangement.
Sie wissen am besten, lieber Lord, daß ich der letzte bin, btx Mi den Schwierigtellen des englischen Seelords Gefallen hlu, und Sre rotnen, wie ich über die deuten Lreioereien ge* an Tirpttz denke. Wenn diesen aber ein Herr dec Berliner vofgefellfchüft dadurch begönnern wollte, daß ec bene Deinschen Flvttenvcrcin fck-rieve: „König Eduard freue sich au, den Sturz 6ix>n xLirpib",— na dann, lieber Lweednwnth, Ivürde ihm die deutfa>e Prefse einen Denkzettel geben, auf den er schreiben Büintte: „iVlabe in Germany!"
Unsere Seemacht ist em Fünftel der eurigen. Ein Fünf- | tei — wissen Sie, was das heißt? Das l-eißt: Deutschland ^nn zur See nie offensiv sein wollen. Rur ist es nicht gewillt,, die Pflicht der Defensive und der Selbstbebauptuna i jrit vernachläfsigen. u
Die politische Lehre ist falsch, Paß sich die beiden Kreise L-eut'chland und GrotzLntannien schneiden müssen. Nirgends «litisch, immer nur wirtschaftlich! Die wirtfchastltche Tendenz Abfatzettveiterung darf zwischen inlelligenten Völkern nie Ers als in der r5orm frieblid;er Zwilkurrenz explodieren. M habe es in der Guidhall dieses Mal und schon vor 16 3ul)rc:i ai.sgesprockxn, daß ich eyrlich Friede und Freund- «ait mit England halten will. Uno die Wünsche der dentfchen Ltwn decken sich hierin mit den meinigen.
■. Während Der Londoner Woche hat ein Landsmann von jiynen an Den gesunden Menschenverstand appelliert. Gewiß, Ate ich ihm, wir können auch hier bei uns davon noch at> Äuf^Wanb.^6“11 heto“n,t roie i=6t
aobvechcn. Msr. Cambon von der französischen -irotschaft wartet auf mich, um mir ein Album über Die Grenz- resulierung zwiscl^n Deutsch-Lamerun und dem sranzoslschen ß "vngo zu überreichen.
17 vijiiüh in,r i)cm. Bewußtsein, daß zwischen uns beiden
'* Weritonbnifie nicht möglich sind, tvic sie dem Lord Esher uii- .möge, bevor er wieder in Flottenpolitik JWt und andere nicht vorhandene Absichten unterstellt, lieber auiber Nachdenken, tote die AvzugScöhren von Windsor zur Wieder- kvjeugung normaler Ventilation veranlaßt werden können.
Gesundheitlich geht es mir trotz des nassen Winters sehr gut.
■^ie Kaiserin gedenkt sehr lebhaft der schönen Tage ui Windsor Smu/nnc5 £lz herrliche Färbung des Waldes bet der Itemtfchen <yawn am Tag dep ergiebigen Fasanenjagd.
ver vrlefwechsel zwischen Hälfet Wilhelm und Lord Tweedmouth.
In der neuesten Nummer des „Mrz" wird der Wortlaut des vielbesprochenen Briefes veröffentlicht, den Kaiser Wilhelm an den Ersten Lord der englisckfen Admiralllät, Tweedmouth, gerichtet hat, und ebenso int Wortlaut die Antwort des Lords. D^r Brief des Kaisers lautet in deutscher Uebersetzung:
Berlin, 17. Febr. 1908.
Mein lieber Lord Tweedmouth!
Die Späthcrbfttage von Windsor, die uns zusammenführ- ten, und die Gastlichkeit von England sind mir in ebenso lebhafter wie sympathischer Erinnerung.
Ich werde die Annäherung unserer Länder, die sich wäh- vend meines Novemberbesuches anbahnte, nicht überschätzen, wenn ich ihre Wirkung für dauernd wertvoll halte.
Dariit macht mich auch Lord Csher nicht irre.
Nr. 78 Zweites Blatt 158. Jahrgang Donnerstag S. NprK 1SOS
Erscheint ISsM mit Ausnahme des Sonntags. A M X A. AA Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schsn
M UM A IzMZ äjp h’ K w i '¥ .'•? .y X. O Universitäts - Buch- und Steindruckerei.
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