Wahlbezirk Groß-Umstadt-Dieburg. Dem feit- herigen Abgeordneten Hauck chenischsoz.) wird noch ein national- liberaler und ein klerikaler Kandidat enlgegentreten.
Wahlbezirk Lorsch-Gernsheim - Zwingen berg. Der seitherige nationalliberale Abgeordnete Se e li ng er kandidiert, diesmal vom Zentrum ausgestellt, wieder. Die National- liberalen und der Bund der Landwirte stellten den Gutsbesitzer Göbel von Groß-Nohrheim als Kandidat aus und die Sozialdemokraten Schweiger von Bobstadt. .
Wahlbezirk Groß-Gerau-Darmstadt. ©iec bewerben sich um da? Mandat der seitherige Abgeordnete Sens- selder (Bund d. Landw., unterstützt von den Dlattonalliberalen) Amtsrichter Tr. Mahr von Darmstadt (deulschsozial), Fabrikant Rink von Tornheim (freisinnig) und Maurerpolier Müller von Griesheim (sozialdenr.) ar t ..
Wahlbezirk S e l i gen st a d t - Offen b a ch. Aufgestellt sind der seitherige Abgeordnete Orb (sozialdem.) und Scl)tleider- meister Nessel von Offenbach (Zentrinn, unterstützt von den Ratio- nalliberalen.
Provinz Rheinheffen.
Wahlbezirk Mainz-Stadt. Wieder bewerben sich Um das Mandat die bisherigen Abgeordneten Tr. David rind Adelung (Sozialdem., unterstützt von Freisinnigen imb Demokraten). Als Gegenkandidaten sind von Nalionattlberalen und Zentrum gemeinsam ausgestellt Dr. Pagenstecher (natlib.) und Iustizrat Dr. Schmidt (Zentrum).
Wahlbezirk W o r m s - T t a d t. Ter bisherige Abgeordnete Reinhart (natlib.) kandidiert wieder und findet dabei die Unterstützung des Zentrums. Tie Linksliberalen stellten Justizrat SUem au>, den auch die Sozialdemokraten wählen.
Wahlbezirk Bingen-Stadt. Ter ZentrumSmann Pennrich kandidiert ohne Gegenkandidat wieder.
Wahlbezirk Pfeddersheim. Auch in diesem Wahlkreis ist dem bisherigen 'Abgeordneten Finger (natlib. u. Bund d. Landw.) bis jetzt kein Gegner aegennbergeslellt worden.
Wahlbezirk Oppenheim-O st Hofen - Wörrstadt. Bürgermeister B r a n n, der seitherige natlib. Abgeordnete, kan- didiert wieder. Offizieller Kandidat der Nationalliberalen und des Bundes d. Laiidw. ist Rechtsaiiwalt Tr. Winkler von Oppenheim, srelsinniger Kandidat Pfarrer Korell von Königstädten.
Wahlbezirk I n g e l h e i m - N i e d e r-O l m. Ter seitherige Zenlriimsabgeordnele Dr. Irena p ist mit natlib. Hilie wieder aufgestellt, während sich weiter nm das Mandat bewerben Dr. med. Woli von Gonsenheim (sreij.) und Tüncher Reichert von Mornbach (sozdem.).
Aus Stadt und Land.
Gießen, 24. Oktober 1908.
**JneigenerSache. In einer auswärtigen Tageszeitung beschäftigt sich Herr Oswald Riedel mit der Stellungnahme des Gießener Anzeigers zur bevorstehenden Landtagswahl. Wir haben keine Veranlassung auf das aus Lügen und Verdrehungen bestehende Elaborat näher einzugehen, da wir diesen jungen Herrn, der die politischen Verhältnisse offenbar nicht überschauen kann, nach diesem phantastischen Produkt seiner Feder auch beim besten Willen politisch nicht mehr ernst nehmen können. Uebrigens bedauern wir im Interesse der nationalliberalen Partei, daß der augenblickliche Vorstand des nationalliberalen Vereins das politisch unreife Auftreten seines Parteisekretärs Riedel nicht schärfer kontrolliert.
Der Gießener Anzeiger hat sich jederzeit bemüht, einen unparteiischen Standpunkt einzunehmen, ohne sich dadurch das Recht der Kritik nach irgend einer Seite hin nehmen zu lassen.
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L. U. Landesuniver jität. Dem Assistenzarzt an der hiesigen Universitätsfraucnklinik Dr. Anton Sitzen - freh aus Hruschau (öfterr. Schlesien) wurde die venia legendi für die Fächer der Geburtshilfe und Gynäkologie erteilt. Seine Habilitationsschrift behandelt die Lehre von der kongenitalen Tuberkulose mit besonderer Berücksichtigung der Placentartuberkul.'se.
** Vom Großh. Hofe. Prinz Heinrich von Preußen, der jüngst schon einige Tage zum Besuch im Jagdschloß Wolssgarten weilte und sich dann zur Teilnahme an den Vermählungsfeierlichkeiten nach Vertin begab, wird heute wieder von dort zurückkehren und noch einige Zeit bei der Großherzoglichen Familie verbleiben. Auch Prinzessin .Heinrich trifft mit ihren Kindern im Laufe des Tages in Schloß Wolssgarten ein. Ta man für die nächste Zeit noch andauernd schönes Herbstwetter erwartet, wird das Hoflager vorläufig noch in Wolfsgarten verbleiben.
** Ko nzert-Verein- Tcm Ersuchen des Vorstandes entsprechend, machen wir unsere Leser auf das Inserat in unserer heutigen Nummer bcso.'ders aufmerksam. Es enthält das ausführliche Programm des ersten Konzertes am 1. November, zu dem der berühmte Lauten-Sänger Robert Kothe verpflichtet ist und benachrichtigt die Mitglieder, daß die Abonnementskarten bei Ernst CH al li er zur Abholung bereit liegen.
** Kunstverein. Heute sind wieder eine Anzahl neuer Gemälde der Ausstellung eingereiht worden, so daß sie nun 120 Bilder enthält. Nächste Woche wird wieder ein kleiner Wechsel der Gemälde vorgenommen.
** F r a ue n st i m mr e ch!. Man schreibt uns: Wie kommen Frauen und Männer zu dieser Forderung? Was erhoffen fie von ihrer Verwirklichung? Im Programm des „Bundes deutscher Frauenvereine", der außer den konfessionellen alle Fraucnvereine Deutschlands umschließt, lesen wir die Antwort: „Durch die Einschränkung ihrer Rechte und Pflichten in der heutigen Gesellschaftsordnung ist die Frau von dec Mitarbeit an großen, bedeutsamen Lebensgebieten ausgeschlossen . . . Ein stärkerer Einfluß der Frau auch im öffentlichen Leben ist für die ge,unoe Weiterentwicklung unserer Kultur unbedingt notwendig... In so hohem Grade auch die Frauenbewegung eine Bewegung der Geister ist, so viel anderseits darauf ankommt, daß jede einzelne Frau in ihrer Persönlichkeit und in ihrem Wir- kungskreiie die Joeale der Bewegung zu erfüllen sucht, so unzweifelhaft Die wirtschaftlichen B-rhältNis.e ganz von selbst erwerbsmäßige Frauenarbeit steigern und dem Frauen- einfluß im öffentlichen Leben Nachdruck geben — jo werden die Frauen doch niemals ihre Anschauungen voll zur Geltung bringen, wenn sie nicht durch Ausübung des politischen Wahlrechts auch eine reale Macht im nationalen Leben darstellen." Deshalb muß der Frau eine Mitwirkung ermöglicht werden bei allen staatlichen, kommunalen und nrchlichen Körperschaften, wo doch überall Fragen entschieden, Verfügungen gegeben werden, die sie ebenso gut angeh. n wie die Männer, zu benen sie Stellung nehmen muß als Weib, als Staatsbürger, als Mensch. In allen üorigen Kulturländern ist die StimmungSbewegung >chon weiter gediehen als gerade in unserem Vaterland, der Ausblick in andere Länder kann uns Deutsche nur beschämen und muß uns anspornen, das Versäumte nachzuholen, soll Deutschland s ine Steilung unter den führenden Kulturmächien bewahren. J,i Den V - inigten Staaten das volle poiiti.che Stimmreä v .-gleich, n in samt liehen australiichen Kolonien außer V!ior.. 3.1 Nvrweg n erhielten die Frauen 1901 das kommunale, 1807 das politi-ije
Wahlrecht. In Finnland, das 1906 die vollkommene politische Gleichberechtigung durchgeführt hat, sitzen 21 Frauen im Parlament. In ^weden erhielten die Frauen schon 1862 das kommunale Wahlrecht, und sie hoffen vom kommenden Reichstag auch die Gewährung des vollen politischen Stimmrechts. Wie in Schweden verhält es sich auch in England. In Holland, Dänemark, Belgien, jüngst auch m Italien, Spanien, überall setzt in den letzten Jahren die Bewegung mächtig ein und zeitigt überraschende Erfolge. Sogar in dem als rückschrittlich verschrieenen Spanien hat in diesem Jahre in Madrid der Ausschuß einen Gesetzes- Vorschlag angenommen, worin den Frauen das Gemeinderatswahlrecht zugestanden wird. Wie steht es in Deutschland? Im Jahre 1902 wurde in Hamburg der deutsche Verein für Frauenstimmrecht gegründet unter Führung von Dr. jur. Anita Augspurg, Lida Gustava Heymann, Minna Sauer, Martha Zick. Sein satzungsgemäß festgelegter Zweck ist, „für die deutschen Frauen die politische Gleichberechtigung zu erkämpfen und den Frauen die Ausübung der politischen Rechte zu sichern . . . die Frauen, die im Besitz politischer oder sonstiger Stimmrechte sind, zur Aalsübung derselben zu veranlassen." „Ter Verein steht nicht auf dem Boden einer bestimmten politischen Partei, ebensowenig einer Partei oder Richtung innerhalb der Frauenbewegung." Auch in Hessen, das von seiner seit langem existierenden Vereins- und Versammlungsfreiheit nicht viel Gebrauch gemacht hat, beginnt die Bewegung Anhänger zu gewinnen. In Mainz, Worms, Darmstadt, Nauheim bestehen schon Ortsgruppen, und man hofft, auch die hiesigen Kreise durch Veranstaltung eines öffentlichen Vortrags für diese hochaktuelle Frage zu interessieren, zumal man eine vorzügliche Rednerin und bekannte Führerin in der Bewegung für den Vortrag gewonnen hat. (Siehe 5. qerat)
Die Revierschutzleute haben gestern mit der Einholung der Hauslisten begonnen. Die Herren Hausbesitzer oder deren Stellvertreter werden dringend gebeten, die ausgesüllten Listen bereit zu halten und den Schutzleuten zu übergeben.
Geld an. Er versah sich dann Noch mit Zigarren, Eßwaren unti Getränken und nahm ein Paar Schube mit, die im Wirtslokal standen, um dann seine Wanderung fortzusetzen. Seine Eltern wollen wegen seines schlechten Lebenswandels nichts mehr von ihm wissen. Seine Vorstrafe berücksichtigend, wurde auf vier Monate Gefängnis erkannt.
Sehn Sie, das ist ein Geschäft.
Gegen den Bankier A. ö. aus Braunschweig war wegen Vergehens gegen das Gesetz betreffend den Handel mit Anteilen und Abschnitten von Losen Anklage erhoben worden. Er hatte dem Lanterb. Anz. einen Prospekt beilegen lassen, in dem er als Geschäftsführer der Serienlosgesellschafi „Brunonia" zum Beitritt auffordertc. Es war ihm auch Betrugsversuch zur Last gelegt, da er behauptete, die Gewinnchancen seien kolossal, es gebe jeden Monat einen Gewinn, Rieten gäbe es nicht nsw. Unter Anführung der Höchsttreffer aus den monatlich slattfinden- den Ziehungen preist er die soliden Grundsätze der „Brunonia" und ihre zuverlässige Geschästsführung. Ein Notar kontrolliere auch die Gewinnliste und habe die Lose in Verwahr und sorge dafür, daß alle Ueberschüsse und Gewinne den Mitgliedern zugute kämen. Dabei warnte er vor den Lübecker und Hamburger Serienlosgesellschaften, die auf Ausbeutung des Publikums berechnet seien. Der Angellagte behauptete, sein Verhalten entspräche den Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches. Das Schöffengericht nahm an, der Angeklagte habe nur eine Umgehung des Gesetzes beabsichtigt und erkannte auf eine Geldstrafe von 500 Mk. unter Freisprechung der Anklage wegen Vetrugsversuchs. Infolge Berufung des Angeklagten hatte sich die Strafkainmer mit der Angelegenheit zu befassen. Diese hiell den vorn Schöffengericht angenommenen Beweis nicht für geführt und sprach den Angeklagten auch wegen des Vergehens gegen das Lotteriegesetz frei. Infolge Revision der Staatsanwaltfchaft hob das Oberlandesgericht das Urteil auf und verwies die Sache an die Strastammer zurück Es wurden Ermittelungen über das Geschäftsaebahren des Angeklagten angestcllt, wobei es sich heraussteÜte, daß der Angeklagte in mancher Beziehung die Unwahrheit gesagt hat. Das ganze Gefchäftsgebahrsn ist nicht einwandfrei. Während bei Zusendung des ersten Monatsbeitrags, nach dem einen Paragraphen, die Mitgliedschaft für das ganze Jahr erworben sein soll, besagt der andere, das nicht weiter zahlende Mitglied habe keinen Anspruch auf die gezogenen Gewinne und wieder andere Paragraphen widersprechen sich inbezug auf das Eigentum der Lose. Interessant waren die Bekundungen eines als Zeugen vernommenen Bankiers, der Mitglied der Brunonia wurde, um ihr Geschästsgcbahren kennen zu lernen. Die Gesellschaft ist in Gruppen von je 100 Personen eingeteilt, die zusammen je 12 000 Mk. einzahlen; von feder Gruppe hatte der Angeklagte ein Jahreseinkommen von 1200 Mk.: von den 12 000 Mk. seilte er für den Ankauf der Lose 9000 Mk, verwenden, er vcrw.ndete aber durchschnittlich nur 4—6000 Mk. Das Gericht rechnete ihm bei 19 Gruppen ein Jahreseinkommen von 100 000 bis 200 000 Mark heraus: es dürfte aber noch bedeutend höher gewesen sein, da die Rede von 48 Gruppen war. Sämtliche gegen ihn! erkannten Geldstrafen und Kosten, die Bureaukosten und die Auslagen und Tagegelder des Angeklagten wurden der Gesellschaft zur Last gelegt. Somit war die frühere Behauptung des Angeklagten, er beziehe für seine ganze Tätigkeit jährlich 1200 Mk., zurückgewicsen. Daß unter diesen Umstanden die Spieler im günstigsten Fall nur s/i ihres Einsatzes erhielten, war nicht zu verwundern. Das Gericht kam dem Antrag der Staatsanwaltschaft nach und verurteilte den Angeklagten zu der Maximalstrafe von 1500 Mark.
Adretzbuch-Verlag.
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** Anlagcmusik findet am Sonntag morgen um H1/2 Uhr in der Süd-Anlage mit folgendem Spielplan statt: 1. Ouvertüre z. Oplle. Frau Luna von Lincke. 2. Maritana- Wcftzer von Dellinger. 3. Introduktion a. d. Op. Carmen von Bizet 4. Kösener S. C.-Marsch von Metz.
z. Aus dem Scheid et al, 23. Oft. Der Hessen- Nassauische Hüttenverein, der 1905 unterhalb Oberscheld den ersten Hochofen in Betrieb setzte, hat nunmehr den zweiten Hochofen erbaut und damit eine elektrische Zentrale verbunden. Letztere wird einesteils als elektrische Energie nach den Grubenfeldem des Schelderwaldes geleitet, um bei der Erzgewinnung und -Aufbereitung Verwendung zu finden, andererseits nimmt die Gemeinde Niederscheld Anschluß. Die Bewohner erljatten elektrisches Licht zu 35 Psg. die Kilowattstunde. Die Gemeinde zahlt nur 20 Psg. Zur Beleuchtung der Ortsstraßen werden 39 Lampen aufgestellt, noch vor Winter wird die Anlage in Betrieb genommen. Voraussichtlich werden demnächst Oberscheld, Dillenburg, Eibach usw. an die Elektriz itätsanlage angeschlossen. Wer vor etwa 15 Jahren die Dörfer Ober- und Niederscheld gekannt hat und sie jetzt wieder besucht, kann sich nicht genug darüber wundern, welche großartigen Berriebserwellerungen das Berg- und Hüttenwesen hier erfahren hat.
Gietzcner etraitanimer.
) ( Gießen, 23. Oktober.
Die verschwundene Uhr.
Im letzten Sommer wollte ein hiesiges Dienstmädchen fein in der Mansarde befindliches Zimmer aufschließen, was ihm trotz aller Bemühungen nicht gelang. Es vermutete, cs habe sich jemand in dem Zimmer eingeschlossen und benachrichtigte die Wach- und Schließgeiellschast, die ihr das Zimmer öffnete. An den durchwühlten Sachen des Mädchens war zu erkennen, daß sich jemand dort zu schaffen gemacht hatte. Nach einigen Wochen vermißte das Mädchen seine Uhr und es sprach Verdacht gegen den int nämlichen Hause beschäftigten Schreinerlehrling Fr. Oe. aus Hanau, der neben ihr sein Zimmer hatte, öffentlich aus und stellte ihn zur Rede. Dieser bestritt alles. Als infolge Ablebens des Meisters die Werkstätte ausgeräumt wurde, fand man die Uhr versteckt vor. Der Junge yab nunmehr den Diebstahl zu, er will aber nur e i n m a l das Ztmmer geöffnet haben. Nach leinen Angaben wollte er die Uhr dauernd behallen, trotzdem er angab, er habe sie nur benötigt, um Sonntags rechtzeitig zu Hause sein zu können. Unter Berücksichtigung der mangelhaften Erziehung des Jungen, der Waise ist, und seine geringe Begabung war eine Gefängnisstrafe von einer Woche angezeigt, die aber auf dem Gnadenwege bedingungsweise erlassen werden dürfte.
Ein Hoffnungsvoller.
Einem Wirt zu Groß-Karben wurden im letzten Herbst durch Einschlagen einer Fensterscheibe nachts zwei Kistchen Zigarren und mehrere Flaschen Spirituosen, Eßwaren und 8—10 Mark GKd, das sich in einem Automaten befand, gestohlen. Man hatte von dem Täter keine Spur, bis der aus der Erziehungsanstalt Aumühle bei Darmstadt entwichene Zögling H. F. aus Kassel wieder ergriffen und nach der Anstalt zurückgebracht wurde. '21111, dem Transport erzählte er seinem Begleiter, als sie bei Groß-Karben vorbeifuhren, er habe den Einbruch mit einem anderen Zwangszogling verübt. Bei seiner Vernehmung behauptete F., er habe den Transporteur belogen: auf Vorhalt gcstand er aber den Diebstahl ein. Er kam auf der Wanderschaft nach Frankfurt a. M. durch Groß-Karben und er versteckte sich in der Sch uer des Wirtes. Um Mitternacht zertrümmerie er die Fenftcrscheibe und stieg ein; er zwängte die zum Keller führende Ture aui, verschaffte sich einen Schraubenschlüssel, mit dem er das Geldkästchen des Automaten aufbrach und eignete sich das
Brauerei Binding, Aktien-Gesellschaft, Frankfurt am Main. Wie empfindlich das Braucreigewerbc von einer ganzen Reihe Widrigkeiten, wie schlechte Ernte, hohe Preise für Rohmaterialien, teure Löhne und nicht zum mindesten auch Rückgang des Konsums betroffen worden ist, geht nun mich aus dem Abschluß dieser Brauerei hervor, die durch eine Reihe von Jahren eine Dividende von 13 Proz. verteilen Tonnte, nun eine Dividende von 10 Pro;, in Vorschlag bringt. Ter Gewinn' für 1907/08 einschl. 35 177 Mk. Vortrag stellt sich auf 846 432 Mark, im Vorjahr 1005 406 Mk. Zu Abschreibungen werden 380 671 Mk. (365 951 Mk.) verwandt. Tantiemen und Gratifikationen erfordern 105 536 Mk. gegen 149 270 Mk. Vorgetragen werden 10 223 Mk. gegen 35 177 Mk.
4 V2 vr 0 z. steuerfreie Gold- Obligationen der Darlehnskasse für Bewässerungsanlagen und allgemeine landwirtschaftliche Zwecke mit dem Sitze in der Stadt Mexiko. Tic am Mittwoch, den 28. er. zur, Zeichnung anfliegenben Pesos 50 000 000 Obligationen, in Gießen bei der Banksirma Baruch Strauß, werden hinsichtlich des Kapitals und der Zinsen auf Grund eines mexikanischen Gesetzes vom 17. Juni 1908 von der Regierung der Vereinigten Staaten von Mexiko unbedingt garantiert und tragen einen dies- bczüglichcn Ausdruck Der Zeichnungspreis beträgt 92V? Proz.
Te!efonisc8ie Kursberichte
des Glesseuer Anzeigers, mitgetcilt von der Bank für Handel und Industrie. Giessen
Frankfurter Börse 3^®/6 Reichsanleihe . . 92.60 3% do. . . 83 60 3>3 Konsols .... 92.70 3% do. .... 83.60 »Klo Hessen 91.10 3>a °l0 Ober Dessen . . . 9U.10 1 ns Uesterr Goidreute. . 98.10 4*/e % Uesterr. bilberrente--
4% Ungar Goldreute . . 92.70 4% Italien. Reute . . . — 31’6 Portugiesen Serie I 59 50 3% Portugiesen „ III 60.20 4b°/0 russ.btaatsanl. 1905 96 95 4/a u/0 ’apau. Staatsanleihe 90.60 1H-6 Couv. Türken vou 1903 90.70 l'ürkeuluse 139 40 i?6 Griech. jMonopol-Aul. . 49 90 4% äussere Argentinier . 86.0O d°/e Mexikaner . . . 63.80 i>»7o Chinesen .... 96.70
Aktien:
Bochum Guss 219 00 Buderus E. W 111.50
Tendenz: schwächer.
Berliner Börse. 24
Canada E. B. . . . . . 173.70 Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank .... 237.50 Dortmunder-Union C. . . —. Dresdner Bank . . . 145.00
Tendenz: schwach.
, 24. Oktober, 1.15 Uhr.
Elektriz. Lahmeyer . . 118 60
Elektriz. Schlickert . . . 119.00 Eschweiler Bergwerk . . 191 00 Gelsenkirchen Bergwerk 186 50 Hamburg - Amerik Pakell 104.50 Harpener Bergwerk. . . 199.00 Laurahütte 199,00 Nordd. Lloyd . . ... 8300 Ubeischles. Eisen-Industrie 97.00 Berliner dandelsges. . . —.— Darmstädter Bank . . . 125 90 Deutsche Bank . . . . —.— Deutsch-Asiat Bank . . 137 00 Dibkontu-KommandiL . . 176.50 Dresdner Bank .... 144.90 Kredit ktien IsS.lO Baltimore- und Ohio-
Eisenlahn 98.70
Gotthard bahn —
Lombard. Eisenbahn . . 23 40 Uesterr. Staaisouhn . . . 14 30 I Trnce-Heiin-hisenbahn . 123.00
Oktober. Anfangskurse.
Harpener Bergwerk. . . —.— Laurauütte 199.10 ..uiubarden E. B. ... 22.40 Nordd. Lloyd 83.10 i ürkenlose 138.50
8
Cli au Heu rk n rse.
Werkstätten lür Handwerkskunst
Georg Ehrhardt & Söhne
MpJ,a;Fab.rik„ Carmstadt
_. Feldbergstraße 36 (hinter dem HauptbahnboO Etablissement für gediegene vornehme Wohnungseinrichtungen ! ! . == Besichtigung der ---------- -
«r mUuS.Stteer,^rt^.'rtibCrrlk”,“s,erra1ume u"d U M Ul®en rabrikatlonsanlage erbeten.
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