«m 1. April d. 3. an, hat also volle sieben Wochen daselbst - nutp -^L^Von Bechthold
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verlebt.
L°NY zu Mainz zumMmist.-ialsekretar bei de... Ministcrmm äbfW
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der Finanzen ernannt.
der zum Frieden führenden Verhandlung noch etwaZ ver
Se. Kgl. Hoh. der Groß- 8u,n »LUU rl SLeunemann ,.. Baben- 3°9crt ro°cben'
fc. Aus Wett crau und Taunus, 21. Mai.
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Einen Teil der Leute hatten die Räuber in Frank-
geftohlen.
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gelungen, eine Verständigung zwischen den Parteien herbeizuführen. Der Graf soll eingesehen haben, daß er in seinem Briefe an die Stadt Schlitz doch zu weit gegangen sei. Durch
Soiiiiittng Zugleich
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T u r t versetzt, ein anderer Teil fand sich noch in ihrem Besitz vor. In Rücksicht auf die Gerne ingesährlrchkeit der beiden wurde der schon mit 2 Jahren Zuchthaus vorbestrafte Amann zu drei Jahren Zuchthaus und Wagner &u 1 Jahsr un>d 5 Monaten Zuchthaus verurteilt.
— Der Musketier Wolfgang S a n d n e r aus Erlangen vom Infanterie-Regiment Nr. 117 (Mainz) hatte am 12. Mai d. I. bei einer Felddienstübung in der Schützenkette liegend, die Auf-
Pfarrpersonalien. (
herzog haben dem Pfarrer Karl Scheunemann zu Babenhausen die 1. evang. Pfarrstelle daselbst und dein Pfarrverwalter Otto Horst zu Horchheim die evang. Pfarrstelle
*• Neuer Ministerialsekretär. Se. Kgl.Hoh. der Großherzog haben den Steuerkommissariatsassistenten Karl
Gerschts?cral.
R.B. Darmstadt, 21. Mai. Mit schweren Zuchthausstrafen hat heule die hiesige Strafkammer Mei Schaukästen marder bestraft. Die schon vielfach vorbestrafte Taglöhner Christoph Amann (24 Jahre alt) von Gundernbausen und der 26 jährige Ludwig Wagner von hier, hatten in der Nacht zum 21. Z-ebruar d. I. einen Schaukasten der Firma Karg
ÄairdeL.
— Admiralsgartenbad. In der am 20. ds. Mts. stattgehabten Aufsichtsratssitzung dieser Gesellschaft gelangte die Bilanz nebst Gewinn- unb Verlustrechnung zur Vorlage. Nach Abzug des gesetzlichen Reservefonds von 273 734 Mk. zeigt sich ein buchmäßiger Verlust von 2 592 116 Mk. Hierdurch ist zwar zissernmäßig die Hälfte des Aktienkapitals von 5100 000 Mk. verloren und die Verwaltung hat daher den gesetzlichen Vorschriften entsprechend den Aktionären eine bezügliche Mitteilung gemacht, aber die Gesellschaft verfügt in dem tatsächlichen Mehrwert ihres Grundbesitzes gegenüber dem Buchwert über bedeutende, in der Bilanz nicht in die Erscheinung tretende Reserven. Außerdem hat die Gesellschaft noch Regreßansprüche an die frühere Verwaltung. Diese Regreßforderungen sind per 1. Dezember 1907 auf 3 700 000 Mk. beziffert, aber nur mit cg. 600 000 Mk. in die Aktiven der Bilanz per 31. Dezember 1907 eingetragen, also nur in der Höhe, in l'-elcher es der Verwaltung im neuen Geschäftsjahr bereits gelungen ist, den der Gesellschaft in der Aera Eberbach zugefügten Schaden zu vermindern.
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datenstanoes verurteilt.
Frankfurta. M., 21. Mai. Justizminister Beseler wohnte heute ii. a. einer Sitzung des Jugendgerichtshofes bei. Es stand ein interessanter Fall an: ein 15 Vs jährig er Fortbildung s s ch ü l c r hatte sich wegen Hausfriedensbruchs zu oeranlworUn; er hatte sich trotz mehrfacher Aufforderung des Lehrers, nicht .aus der Klasse entfernt, wo er groben Unfug ver-
in der Ludwigstraße mittelst schwerer Werkzeuge erbrochen und daraus Uhren, Schmuckgegenstände usw. int Werte von 250 Mk.
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ArbeiterbewegrLLsg.
fc. Frankfu rt a. M., 2l. Mai. Die Malergehilfen haben gestern hier, sowie in Wiesbaden, Homberg, Hanau, Darmstadt und Offenbach die Arbeit wieder ausgenommen, trotzdem der Schiedsspruch über die Lohndisserenzcn noch aussteht. Die Aussperrung hat fünf Wochen gedauert.
Forderung seines Gruppenführers, ein Schützenfeuer zu markieren, mit beleidigenden Aeußerungen, Fluchungen und Beschimpfungen beantwortet. Er wurde deshalb heute vom Kriegsgericht wegen Achtungsverletzung vor versammelter Mannschaft, Gehorsamsver- Vorgesetzten zu zwei Monaten
Weigerung usw. gegenüber einer. . „ . _ , . „
Gefängnis und Versetzung in o.e zweite Klasse des So l-
Vermischtes.
• Unwettermeldungen. Ein schweres Unwetter ging gestern gegen 2 Uhr nachmittags über Köln nieder. Der Verkehr der Straßenbahn war zum größten Teil unterbrochen. Gegen 3 Uhr schlug der Blitz in das Oel- und Fettlager der Kölnischen Maschinenöl-Aktiengesellschaft und verursachte eine gewaltige Feuersbrunst. — Um 12 Uhr mittags ging in Viersen ein schweres Gewitter mit Wolkenbruch und Hagelschlag mit taubeneigroßen Körnern nieder, das große Verwüstungen an Feldern und Gärten anrichtcte. Viele Keller sind überschwemmt. — In München-Gladbach erhob sich nachmittags ein Wirbelsturm, der haushohe Staubwolken aufführte, so daß der Verkehr auf den Straßen stockte. — In Trossingen beschädigte eine Windhose 20 Gebäude. Ein vollständiges Dach wurde in die Luft gehoben und in rotierender Bewegung weit fortgetragen. Menschen und Tiere wurden umgeworfen. Der Windhose folgte ein schwerer Wolkenbruch.
* Tou riste nunfall. Der 26 jährige Deutsche D. jur. Hahn bestieg den Walliser Berg Glpder-Fawr ohne Führer am Sonntag Nachmittag. Er gelangte in dichten Nebel und stürzte am Gipfel mit einem Felsblocke ab, der ihm das rechte Bein unter dein Knie zerschmetterte. Nach einem Fall von 60 Fuß blieb er mit vielen leichteren Verletzungen liegen und verbrachte unter einem schützenden Fclsblock die Nacht. Am nächsten Morgen improvisierte er einen Verband au3 Spazierstock und Tüchern und schleppte sich 5 km weit, mußte aber noch eine Nacht auf dem Berge zubringen. Außer vier Stück Chokolade hatte ec keinerlei Nahrung. Am Morgen des dritten Tages wurde er aufgefunden. Er liegt in Llan- beris in sehr erschöpftem Zustand darnieder.
* Eine furchtbare Eis en ba h n - Ka tastrophe wird auS Contich gemeldet: Ein Pilgerzug, der aus Turnhout kam, stieß mit einest: anderen Zuge zusammen. Man nimmt an, daß 40 bis 80 Personen getötet und über 100 verletzt worden sind. Die Eisenbahnkatastcophe erfolgte kurz vor 9 Uhr morgens. Der aus Turnhout fommenbe Zug war auf ein Nebengleis gebracht worden, um den. Eilzug Antwerpen-Brüssel durchzulassen. Als der Eilzug herannahte, versagte die Weiche und der Zug rannte mit furchtbarer Geschwindigkeit auf den im Gleise stillstehenden Zug. Die vier letzten Wagen dieses Zuges ivurden vollständig zertrümmert und die Mehrzahl dec Insassen getötet. Unter den verschont gebliebenen Passagieren entstand eine furchtbare Panik, sie beteiligten sich jedoch nach Ueberwindung des ersten Schrecks an den Rettungsarbeiten; es ivurden Kissen auS den Wagen zweiter Klasse herbeigeschasft und die Verletzten daraus gebettet. Um 11 Uhr waren 3 0 Tote und 58 Verletzte geborgen. Viele der Gelöteten sind Soldaten, die sich nach dem Militärlager in Peverloo begaben, andere sind Hafenarbeiter oder Pilger. Um lP/2 Uhr trafen aus Antwerpen 30 Aerzte ein, die den Verletzten die erste Hilfe angedeihen ließen; auch zwei Hilfszüge und Verbandsmaterial waren aus Brüssel und Antwerpen eingetroffen. Nach Anlegung des ersten Verbandes wiirden die Verletzten nach Brüssel transportiert; unter ihnen befindet sich auch der Deutsche Hugo Neumann aus Main z. Unter den Trümmern des Zug» befinben sich noch Leichen und Verwundete. In der Nahe des Ortes der Katastrophe ivurden Köpfe, Beine und Arim aufgesiindeii, die von den Opfern herrühren. Es spielen stcy furchtbare Szenen ab, da Familienangehörige der Opfer ein* getroffen sind. Der Lokomotivführer und der Heizer dcS EU* ziiaes befinden sich unter den Toten. Die Mehrzahl del
England und Japan. Sir Eduard Grey hielt gestern fammen. Der 1. Vorsitzende, Th. Vtehrnann-Kmzenbach, anläßlich eines Essens der javanischen Gesellschaft in London eine lDurbe einstimmig wiedergewählt, außerdem Bauschreiber Ansprache, in der er erklärte, der Bundesvertrag, welcher vor n Weinand-Gießen als Verbands-Schriftführer, Maurermeister ÄÄwE Fwnz-LuMmden als Berbands.Ka^; als d-ren Stell,
trage immer mehr dazu bei, den Frieden zu beseitigen. Der Redner Vertreter: Eckhardt-Lennbach, Docingec-Wleseck, Hahn-Wetzlar- sprach die Hoffnung auS, daß der Vertrag noch lange zur völligen Niedergirmes, und als Beisitzer: Sommerlad-Großen-Linden, Zufriedenheit für beide Völker fortdauern möge. Vfeffer-Leibqestern und Dechert-Alten-Buseck. Nachdem noch
iütw?rök‘u"-titf5ieein Antrag uon Kinzenbach einstimmig angenommen war der internationalen Truppen und eg rund et. Die schloß dec 1. Vorsitzende mit einem Hoch auf den Verband Sicherheit wird durch das Zusammenwirken der Miliz und der Generalversammlung.
Gendarmerie gewährleistet._______________ n. Stockheim, 21. Mai. Auf mehreren vorbereiten-
M den Versammlungen, die in verschiedenen Teilen der Provinz
Aus staor rrns Lano. abgehalten wurden, hatten die Dreschmaschinen besitze r
c, r ■ 1 m C rt 1 „aA Ob er Hessens bereits im vorigen Jahre beschlossen, zwecks
_ " Das Gr oß herzogllche ^ gestern n ch- Ehrung gemeinsamer Interessen einen engeren Zusammen- mittag 4 Uhr 16 Mm. mit einem Sonderzug auS .Frankfurt > herbeizuführen. Auf einer Sonntag 24. Mai, 2^ Uhr von seiner Reise nach Rußland wtedec hierher vuruckgekeyrt. nQd ^ec ^attfinbenben Versammlung soll die Gründung Am Bahnhof war zur größten tfmibc der Herrschaften der Verbandes oberhessischer Dreschmaschinen- kleine Ecbgroßherzog Georg erschienen, bet beim Anblick fa Tatsache werden, nachdem dec größte Teil der
seiner fürstlichen Eltern laut aufjubelte; au$Borufsgenossen sich zum Beitritt bereit erklärt hat. Ober- Freiin v. Senarclens-Grancy^ und Oberststallmelstec ü* äd()(t ^ber 200 Dreschmaschinenbesitzer. Der Verein Riedesel zu Elsenbach waren zur Begrüßung zugegen. D rocnn möglich auf ganz Hessen ausgedehnt werden,
am Bahnhof versammelte Publikum begrüßte die Großherzog. Schlitz, 21. Mai. ^Dcr Streit zwischen ber
lichen Herrschaften mit Hochrufen DaS ^hcrzogspaar das Gemeinde Schlitz und dem Grafen Görtz scheint in sehr wohl und gesund auS ah trat seine Netse nach Rußland cmc friedliche Beilegung zu finden. Wie man
nm 1. Nur d. an. hat al o volle sieben Wochen da elbst "7 ,,0 „ .... ...„.J______
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Kirschen. Pflaumen und Zwei sch en haben vorzüglich abgeblüht. Sie tragen reichen Fruchtansatz. Auch das Kernobst verspricht eine gute Ernte, da vor allem infolge der anhaltenden kühlen Witterung dieses Frühjahr Schädlinge von ihm ferngchalten wurden. Eine Ausnahme machen die Spätäpfel. An ihnen hat der Blütenstecher Schaden verursacht. Aus der Wetterau und vom Südabhang des Taunus kommen bic günstigsten Nachrichten über ben Stand der Obstkulturen.
R.-B. Dar m stabt, 21. Mai. In ber heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurden bic von der Bürger- meifterci aus Anlaß dec am SamStag zu eröffnenden Hes- sischen Lanbeskunstausstellung notwendig werdenden Mittel für einen verstärkten Sicherheitsdienst während der Ausstellung bewilligt. Zu Pfingsten 1908 findet hier ein allgemeiner Kongreß für Schill Hygiene statt, mit der die Veranstaltung einer s chulhy gicnifchen Ausstellung geplant ist. Die Stadtverordnetenversammlung beschloß zur Unterstützung dieser Ausstellung einen Gesamtbetrag von 300 Mk. zu bewilligen.
XOffenbachs. M., 21. Mai. Der Stadtverordneten- Versammlung ist nunmehr eine Ordnung über Erhebung einer Wertzuwachs st euer in Offenbach zugegangen. Die Steuer soll am 1. Juli in Kraft treten.
8. Marburg, 21. Mai. Ein gestern abend von-der Polizei wegen Straßenlärm festgenommener Bursche trug einen mit sechs Kugeln geladenen Revolver bei sich. — In der Eisenbahn erkrankte heute aus Schrecken über einen vorbei sau senden Schnellzug ein Junge aus Hassenhausen, der mit seinem Vater zum Viehmarkt wollte.
fc. Frankfurt a. M., 21. Mai. Ueber ben unterbliebenen Besuch beS Kaisers bei den deutschen Standesh erren in Frankfurt a. M. wird von informierter Seite mitgeteilt: Die Teilnahme des Kaisers an dem Mahle der Standesherren im „Englischen Hof" in Frankfurt a. M. ist aufgegeben worden, nachdem man am Kaiserlichen Hoflager in Wiesbaden in Erfahrung gebracht, daß zu dem Festdiner nicht allein die Standesherren, sondern auch die Gemahlinnen, Töchter und Schwestern der Mediatisierten teilnehmen würden. Da man^von Seiten dec ehemals Reichsunmittelbaren verabsäumt hatte, die in Wiesbaden weilende Kaiserin zu bitten, erschien in Frankfurt dec Königliche Generaladjutant mit dec bekannten Absage.
X Hanau, 21. Mai. Für Kasernenneubauten, Errichtung eines Justizgebäudes, Kanalisationsanlagen :c. hat die Stadt Hanau größere Geldmittel nötig, die durch bic A ufnah m e einer Llnleihe von acht Ai il l i o n e n Mark gebeeft werden sollen. Im Jahre 1908 sind zunächst etwa 2l/3 Millionen Mark erforderlich. In Berücksichtigung der Lage des Geldmarktes beschloß die Stadtverordneten - Versammlung in ihrer letzten Sitzung, zunächst 1 Million auf- zunehmen und die Offerte der Preußischen Pfandbriefbank in Berlin anzunehmen. Neben Tragung der Abschluß- und Vermittlungsprovision hat bic Stadt Hanau die Anleihe mit 4j/4 Prozent zu verzinsen und mit 1,9 Prozent zu amortisieren.
daselbst übertragen.
Erledigt ist eine Steuerkommissariats- Assistentenstelle bei dem Steuerkommissariat Mainz I.
** Ruhestands.Versetzung. Se. Königs. Hoh. der Groß Herzog haben den Oberlehrer an der höh. Bürgerschule zu Dieburg Professor Wilh. Engelhardt auf fein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner treuen Dienste, in ben Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß das Ritterkreuz 1. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
•* Zur Heimarbeits-Ausstellung. Morgen wird Profeffor Dr. Biermer mit 53 seiner Zuhörer die Frankfurter HcimarbeitS * Ausstellung besichtigen. In Frankfurt stoßen zu der Studiengesellschaft noch eine Reihe ehemaliger Mitglieder des Gießener Staatswissenschaftlich- Statistischen Seminars, namentlich Referendare aus Mainz. Profeffor Dr. Arndt, der Vorsitzende beS wissenschaftlichen Ausschusses der Ausstellung, an deren Arbeiten auch Gießener Herren ieUgenommcn haben, wird die Führung übernehmen.
•• Heftige Gewitter, verbunden mit starkem Regen, entluden sich gestern nachmittag gegen 6 Uhr und heute nacht 2 Uhr über unsere Gegend, die nach der herrschenden Schwüle die ersehnte Abkühlung brachten.
** Hagelstatistik. Die Hagelschläche verursachten im Grvßherzogtum Hessen nach der Darmst. Ztg. int Jahre 1907 wiederum bedeutenden Schaden. Betroffen wurden 126 Gemarkungen ; bas beschädigte Acker- und Gartenland betrug 20 000 Hektar. Nur Vs dieser Schadenfläche war versichert. Der Geldwert des Schadens wuroe auf rund 1700 000 Mk. geschätzt, und zwar kommt eine halbe Million Mark aus die versicherte Schadenfläche, während der größte Teil, nämlich 1200 000 Mk., auf die nicht versicherte Fläche entfällt. In der Dezembersitzung der Zweiten Kämmer der Landstände wurde von verschiedenen Seiten hervorgehoben, daß hauptsächlich die Landwirte versicherten, deren Gebiete der Hagelgesahr ausgesetzt seien. Die Tatsache nun, daß der größte Teil des durch Hagelschläge verursachten Schadens nicht versicherte Flächen getroffen hat, wird doch manchen Lanndwirt überzeugen müssen, daß eine Voraussicht hinsichtlich der Hagelgefahr sehr zweifelhast ist und daß unter allen Umständen Versicherung geraten erscheint. — Am meisten hat Oberhessen unter Hagelschlägen zu leiden. Von dem Gesamtschadcn des Großherzogtums in der Höhe von 1700 000 Mk. kommt allein auf Lberhessen rund 1V- Millionen Mark und hiervon wieder auf den Kreis Büdingen allein mehr als Vs Mill. Mk. — Die Nachweisungen über die Hagelschläge werden von den Großh. Bürgermeistereien an die Großh. Zentralstelle für die Landesstatistit eingesandt. Leider mußte die Erfahrung gemacht werden, daß diese Einsendungen, die doch im Interesse der Landwirtschaft Verwertung finden sollen, nicht immer mit der gewünschten Zuverlässigkeit erfolgten. Für die Provinz Ober- Hessen z. B. mußten durch die Zenttalstelle für die Landesstatistik 56 Nachweisungen über Hagelschläge nachträglich eingefordert werden.
** Zur Aufklärung. Wir brachten in der Dienstags- Nummer eine Korrespondenz aus Linden st ruth, wonach in einer dortigen nationallib. Versammlung Redakteur Vetters so lange gesprochen habe, daß Herr Rieder (der Referent^ kaum noch Zeit gehabt hätte zu erwidern. In der „Oberh. Volksztg." lesen wir nun: „Herr Riedel begann gegen 8 Uhr mit seinem Vortrage und sprach bis nach 3/i9 Uhr. Vetters sprach höchstens 10 bis 12 Minuten, da er sowohl, wie Riedel, den Zug 9.27 Uhr ab Reiskirchen benutzen wollte. Es war ihm also gar nicht möglich, auf alles einzugehen, was der Referent ausgesührt hatte. Trotzdem schloß V. so früh, daß Riedel noch antworten konnte." — Danach ist Herrn Vetters irgend ein Vorwurf überfeine Handlungsweise nicht zu machen. Herr Riedel ist übrigens nicht, wie die „Oberh. Volksztg." annimmt, ber Verfasser ber fraglichen stotiz.
— Wieseck, 21. Mai. Vorn herrlichsten Wetter begünstigt, fand am 16., 17. und 18. d. M. hier die 3. große Bundesausstellung des Verbandes rnitteldeutschser Kaninchenzüchter statt. Schon am SamStag herrschte lebhaftes Treiben, das am Sonntag nachmittag seinen Höhepunkt erreichte. Die Ausstellung zeigte, wie das rmscheinbare Kaninchen dem Menschen nutzbar gemacht werden kann. Da sah man Belgische Riesenkaninchen mit dem respektablen Gewicht von 14 Pfund und über 70 Zentimeter Länge. Auch Farbenkaninchen, wie Silber, Holländer, Japaner, Russen, Black-an-den und Angorakaninchen, waren zahlreich vertreten. Liefert un.8 das Belgische Riesenkaninchen ein schmackhaftes Fleisch, so werden die Felle der Farbenkaninchen zu allen denkbaren Pelzsachen verarbeitet. Von letzteren war eine ^roße Kollektion, sowie ein Paar Damenstiefel ausgestellt, die fanj besonders die Ausmccksamkeit der Besucher auf sich lenkten. J für beste Gesamtleistung erhielt der Kaninchenzuchtvcrein Li es eck das Vecbandsdiplom, sowie Herr Karl Lotz zu V cf nebst vielen Ehrenpreisen die goldene Verbands-
■ iüc. Während sich die Jugend beim Tanzen, Preis- m'ßen und Ntaulaffenwerfen vergnügte, traten die Dclc- perlen des Verbandes zur Generalversammlung zu
übte und sich unbotmäßig benahm. Der Lehrer entrollte em Bild von ber Widersetzlichkeit ber Rödelheimer Fortbildungsschüler, wie es sich nicht greller denken läßt. Während der Beratung des Gerichtshofes erkundigte sich der Justizminister eingehend bei dem Lehrer nach ber Schule und ben Anstellungsverhältnissen und bemerkte zu ihm: „Ich glaube, daß Sie sich sauer ihr Brot verdienen müssen." Der Justizminister hat sich sehr befriedigt über die Einrichtungsart ber Verhandlungen am Jugendgerichtshof aus- gesprochen.
Berlin, 21.. Mai. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft am Landgericht II, der in ber vorigen Woche in dem Strafverfahren gegen ben Schriftsteller Kurt Münzer wegen Verbreitung angeblich unzüchtiger Schriften neben einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten, die Aberkennung ber bürgerlichen Ehrenrechte auf drei Jahre und Stellung unter Polizeiaufsicht beantragte, ist von feiner vorgesetzten Behörde aus feiner Stellung versetzt worden. Es handelt sich um einen jüngeren Staatsanwalts-Assessor._______________________________________
Sport.
Fußball! Zum ersten Male werden in Frankfurt a. M. die Fußball-Anhänger ein Spiel um die Meisterschaft von Deutschland zu sehen bekommen und zwar treffen sich in der Zwischenrunde am kommenden Sonntag nachmittag im Sportvark Frankfurt am Röderberg der Fußballklub: Stuttgarter Kickers, Aieisterschaftsklub des süddeutschen Fußballoerbandes und der Duisburger Spielverein, ebenfalls Inhaber der Meisterschaft des Rheinisch-Westfälischen Schuloerbandes. Beide Klubs konnten im Vorspiel ihre Gegner bezwingen uni) siegte Stuttgart gegen den Freiburger Fußballklub, den McisterschaUsklub von Teuischland mit 5 :2 Toren und Duisburg gegen Braunschweiger Eintracht mit 1:0 Toren. Im Umkreis von 30 km darf am kommenden Sonnlag fein weiteres Fußballspiel statlfinden, worauf wir noch besonders Hinweisen möchten.


