Handel
1 % äussere Argentinier
Berliner Börse, 22. Februar. Anfangskurae.
137.80
198.00
111.50
Harpeuer Bergwerk i.auraliütte . . uuinbardeu E. B. Nordd. Lloyd . . l urkeiüose . . .
Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .
Tendenz: fest.
119.76
103.78
206.50
185.00
117.25
197.00
212.60
105.30
96.20
168.70
126.00
237.50
137.20
174.7c 137 20 201.60
82.80
260.
143.70
118.00
197.3t
213.2«
26.00
146.2t
Elektnz. Lahmeyer . .
Elektnz. tichuckert . < Eschweiler Bergwerk . Gelsenkirchen Bergwerk Hamburg-Amenk. Paket!» Harpener Bergwerk. < Laurahütte.....
Nordd. Lloyd .... Ubeisehles. Eisen-Industri Berliner Haudelsges. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommaudit. . Dresdner Bank . . . Kreditaktien .... Baltimore- und Ohio-
Biseulahu ...» Gotthardbahn .... Lombard. Eisenbahn . bestem Staaisbalm . . I'nnce-Heun-Eisenbabn
92.80
82.90
92.80
82.70
91.50
91.50
98 85
99.50
94 10
104.00
61.80
62.20
9390 88.75
95.40
. 142.20
. 125.00
. 237.00
. 146.00
. 49.50
. 86.40 . 6540 . 96.30
3u/0 Sleukaner . . 4>i0/0 Chinesen . .
Aktien
Bochum Guss . . . Buderus E. W. . . lendens: fest.
der Flüchtlinge gesperrt findet, das war gewiß ein dank- Z^»/, bares NLotiv für einen Charakterdarsteller, dem vor allem
Berlin rühmende Erwähnung. Tüchtige Studienköpfe hat I. Lil lack-Berlin ausgestellt, die allerdings trotz ihrer Flottheit säst zahm erscheinen gegenüber den in der Art Trübners und Habermanns hingeworsenen „Kindern mit Hund" von P. Bayer- München. Das einzige eigentliche Porträt ist zugleich ein wunderschönes, abgeklärtes Kunstwerk: das Bildnis der zarten blonden Frau von O. Schol- derer, dem vor einigen Jahren verstorbenen Frankfurter
** Tageskalender für Samstag und Sonntag: Stadttheater: Samstag abend 8 Uhr: Ensemble-Gastspiel des Wedekind-Ensembles: Erdgeist von Frank Wedekind. Sonntag abend 8 Uhr: Fräulein Josette — meine Frau.
Konzertverein: VIII. Konzert, 2. Orchester-Abend im Stadttheater, Anfang 5 Uhr. Hauptprobe vormittags 11 Uhr.
Volkskonz ert (Eichendorff-Feier) in der Turnhalle am Oswalds Garten. Anfang 7 Uhr abends.
Karnevalistisches Konzert der Regirnentsmusik im Neuen Saalbau (Salvatorfest). Anfang 5 Uhr.
Anlagemusik (Volkskonzert) mittags 12 Uhr in der Südanlage).
Spielplan: 1. Krönungsmarsch von Meyerbeer; 2. Valse bleue von Marqis; 3. Fantasie über Kofchats „Verlassen" von Reindel; 4. Unser Kaiserl Marsch von Hüttenberger.
Kaiserpanorama: Programmwechsel: Reisen in der Riviera.
Der erste Akt fiel fast glatt durch. Der ziemlich | starke Erfolg des zweiten war zumteil als Reaktion auf die Oede des ersten zu erklären, zurntcil auch durch die merklich gewachsene Kraft des Komponisten. Tie Joee, einen deutschen Professor den Bulwerfchen Roman über die letzten Tage von Pompeji träumen zu lay. a, ist nicht übel. 9tur dürfte die Abge- schmacitheit der Knrilaiur wenig Behagen erwecken. — In Darmstadt soll ein „Deutsches Kammermusikfest" vom 25. bis 27. Mai veranstaltet werden. S. K. H. der Großherzog Ernst Ludwig hat das Pwtektorat übernommen. Das Programm widmet den ersten Abend Beethoven. Ter zweite Avend ist als Rovitäten-Äbend gedacht; zum Vortrag kommen: das Klaviersextett von Felix.Weingartner (unter Mitwirkung des Komponisten), Vokalquartette von Brahms und Arnold Mendelsohn, Quartett von Pfitzner: ferner wird Bernhard Seckles eine Serenade dirigieren. Ter dritte Abend wird Uraufführungen bringen: ein Streichquartett von Max Reger, eine Fantasie von Ludwig Heß, ein Klaoiertrio von Mükmar-Andreae, außerdem Lieder. Als Mitwirkende sind zu nennen: Frau Professor Quast, Ludwig Hetz (Vokaluartett), Max Reger, Bernhard Seckles, Vvlkmar- Andreae, Felix Weingartner und die Tarmstzädter Kammermufik- veremigung (Hofrat de Haan, Bornemann, Delp,Haremann wAndrä.)
und Industrie, Giessen.
Frankfurter Börse, 22. Februar, 1.15 Uhr.
•* Die Großherzogin in der Volksküche. I.K.H. die Groß Herzogin stattete am Donnerstag in Begleitung ihrer Hofdame, Freiin von Rotsmann und ihres Kammer- Herrn Freiherrn v. Leonhardi der Volksküche einen längeren Besuch ab, die dank der Opferfreudigkeit hiesiger Bürger vor einigen Monaten ihr eigenes Heim in der Waldstraße beziehen konnte. Die hohe Frau wurde am Eingänge von Finanzrat Eramer und Geh. Obermedizinalrat Dr. Neidhart, dem jetzigen und dem früheren Vorsitzenden des Vereins Volksküche, empfangen und durch die verschiedenen Räume geleitet. Besonderes Interesse zeigte die Großherzogin für die nach den neuesten Erfahrungen hergestellten Kücheneinrichtungen, wobei die Verwalterin, Frl. Becker, nähere Erläuterungen gab. Die hohe Frau sprach sich über die Anlage, die Einrichtung des Speisesaales :c. sehr befriedigt aus und verweilte über eine halbe Stunde in der Anstalt.
** Vo m Landeslehrerverein. Von der Providentia in Mainz haben Landeslehreroerein und Ludwig- und Alice- Stiftung nach den Bestimmungen des bestehenden Vertrags für das Jahr 1907 eine Bonifikation von 1182.81 Mark empfangen, von welchem Betrag jedem der beiden Vereine die Hälfte mit 591.40 Mark zugefallen ist. Tie Summe der seit 1878 gezahlten Zuschüsse steigt hiermit auf 36 584 Mark.
Reichsanleihe do.
Konsols . , do.
Hessen . .
Oberhessen
meternte der städtischen Wiesen brachte eine Einnahme von 23341 Mk., wählend für Düngung und Unterhaltung 8979.44 Mark aufgeweirdet wurden. Die Waldungen ergaben einen Ertrag von 94177.82 Mk. und erforderten für Unterhaltung, Holzhaucrlöhne usw. 39 990.61 Mk. Der Wert der städtischen Waldungen war seither mit 3120000 Mark angenommen, eine Nachprüfung durch Stadtv. Geh. Forstrat Dr. Wimmenaucr in Gemeinschaft mit der Großh. Oberförsterei Gießen ergab 3 900000 Mark Wert.
Das Gießener Volksbad gab zusammen 116 445 (117 930) Bäder ab, wodurch eine Einnahme von 37 792.70 Mark erzielt wurde. Tie Stadt ist im Besitz von 60 000 <Rark Aktien und hat außerdem 1OOOO Mark unverzinsliches Darlehen gegeben. Eine Verzinsung des Aktienkapitals hat nicht stattgefunden, wohl aber wurden 4096.89 Mark Abschreibungen vorgenommcn.
Das städtische Freibad an der Lahn war vom 14. Mai bis 22. Sept, geöffnet. Es wurden im Ganzen 29 930 (34 723) Bäder genommen. Für das Auf- und Abschlagen wurden 278.11 Mk. und für die Uebertvachung 437 Mark verausgabt.
Die städtische Desinfektionsan.stalt nahm tn Gießen 142 Desinfektionen vor gegen 223 im Vorjahr. In den Landgemeinden des Bezirks Gießen fanden 55 (24) Desinfektionen statt. Die entstandenen Kosten betrugen 3202.23 ML, die von der K'reiskasse ersetzt wurden.
ziunstvercin.
Gießeu, 22. Februar.
Die Stammgäste unserer Kunstausstellung sind es gewöhnt, in erster Linie Landschaften vorgesetzt zu bekommen. Sie wissen, daß solche Einseitigkeit in den Verhältnissen der deutschen Bilderproduttion und des deutschen Ausstellungsbetriebs begründet ist und sind um so dankbarer, wenn günstige Zufälle es gestatten, ihnen einmal anderes in größerer Auswahl vorzuführen. Auch für die nächsten Wochen müssen sie sich in der Hauptsache an Landschaften halten. Es sind aber recht tüchtige dabei, und es ist nur schade, daß die Wagner sch en Campagnabilder schon weitergewandert sind, die mit manchen der neugekommenen in einen interessanten Wettstreit hätten eintreten können. Ich habe dabei besonders die größere Sammluna von H. Herrmanns- Düsseldorf im Auge. Es sind mehr als ein Dutzend Bilder, die fast ausschließlich friesische und holländische Motive behandeln und die dunstig-neblige Welt der Heide wie das munter-geschäftige Treiben der kleinen Handelsstadt mit ihrem Hasen und ih^en Kanälen recht stimmungsvoll vor Augen führen, wobei mit Anerkennung zu vermerken ist, daß derselbe Maler in einer ebenfalls recht erfreulichen Serie von Gouachebildern uns ins Innere spanischer und italienischer Kirchen oder in den üppigen Kursaal von Baden-Baden versetzt. Nächst diesen Herr- mannsschen Bildern packen wohl am meisten die drei" von L. v. Senger-München, die freilich nur das eingeschränkte Lob verdienen, aus einfachen, energischen Farbenkontrasten wirksam entwickelt zu sein, und einen sicheren Schluß aus das Können des Malers nicht gestatten. Noch weniger sicher läßt sich über E. Proch - Worpswede urteilen, der mehrere ganz kleine, grellfarbige Landschaften ausstellt, die man jedenfalls — wie auch das derb impressionistische Bild „spiegelnde Häuser" von P. Bayer- München — als interessante Experimente wird gelten lassen. P. Raven- stein - Karlsruhe und P. Müller-Kaempf- Ahrenshoop bekunden sich als moderne Koloristen und Stimmungsmaler; auch die Marinebilder von H. Lindenberg-Düsseldorf, die Till-Landschaft und das anmutige „Amöneburg" von A. Engelhard- Karlsruhe darf man mit ihnen zugleich nennen, während die Fjordbilder von E. Kiekebusch-Grüttefien- Berlin und vollends die Kleinlandschaften von E. Lefebvre- Tölz und C. A. Hei- ni sch-München mehr im Geiste der alten Schule aufgefaßt sind.
Eine Anzahl hübscher Tierbildcr liefern A. Braun- Wangen und der schon genannte Engelharo. Das Figurenbild vertritt H. Hessing- Halensee mit Holländerinnen in der Art Paul Höckers, den er freilich an Feinheit nicht erreicht. Unter den Pslanzenstudien verdienen das Temperabild „Kastanicnbluten" von A. Hensei - B e n niL 2 kr * Schöneberg und die Einerarieu oon s?. Ragel-
gemindertm Zurechnungsfähigkeit des Angeklagten Rechnung tragend, erkannte das Gericht gegen G. auf ein Jahr drei M onate Gefängnis abzüglich sechs Wochen Untersuchungs
an dem Reiumenschlichen, also mehr an der Herausarbeitung 3^°/0 der kontrastierenden Gestalten und Stimmungen als an der historischen Echtheit lag. Grimm, ein Schüler E. v. Geb- ^°/<» Hardts und des soeben verstorbenen Janssen, ist im histo- /» tioldTAnfA rischen Detail stecken geblieben, er hat Atotiv aus Motiv I bilbeneute
gehäuft und sein Bild auch noch der Uebersrchtlrchkeit und ^'idrente . .
Klarheit beraubt, die ein elementares Erfordernis des Kunst- 4% Italien. Beute . Werkes ist. Das Bild ist 1897 gemalt; es lehrt recht deut- 3^ Portugiesen Serie 1 lich, wie weit und mit wie gutem Recht die Kunst unserer 3% Portugiesen „ 111 Tage sich vor solch studierter und konstruierter Geschichts-i 4^"/» russ.8taatsaul.iyuo Malerei entfernt hat. " B. S. 4^ °y0 japan. Staatsauleihe
• 4% Conv. Türken von lauö
— Kleine Kunftchronik. In Dresden hat die Erst- 'l'ärkenlose. . . . aufführung einer neuen Operette „Der Herr Professor" von unech. Mouopol-Aul. Viktor Leon, Musik von Bela von Uji stattgefunden.'
Februar. 8. Dem Ageiuen Heilirich Köth ein Sohn. 8. Dem Brauer Ältchael Freymuth eine Tochter, Anna Lydia. 10. Dem Schlosjermetsler Wit Helm Ziegler eine Tochter, Kätha. 12. Dem Kitter Gustav Sommerlad ein Sohn, Heinrich. 13. Dem Taglöhutt Karl Pitz em Sohn, Karl. 14. Dem Eisenbahn-Htlfsfchasfner Georg Valentin Faust em Sohn. 14. Dem Schlosser Wilhelm Noll em Sohn. 15. Dem Monteur Wilhelm Ran eine Tochter, Margarete. 16. Dem Hausburschen Karl Bornträger eine Tochter, Emma Marie. 17. Dem Schreiner Heinrich Frevel II. ein Sohn. 19. Dem Schlosser Emil Werlher eine Tochter, Luise Marie.
Gestorbene.
Februar. 14. Friedrich Wilhelm Arnold Handloser, 3 Jahre alt, Buddestraße 11. 14. Elpe Margarete Becker, geb. Eis, 67 Jahre alt, Wolsslrage 17. 14. Berta Uhl, 34 Jahre alt, Lahnslraße 10. 14. Otto Freiherr v. Bus eck, Ritlmelsler a. D., 78 Jahre all, Löberslraße 20. 15. Katharine Keßler, geb. Becker, 72 Jahre all, Aliceslraße 19. 15. Lina Marie Wilhelmine Henrietle Erb, 8 Monate alt, Teujelslustgärtchen 26. 15. Berta Freymulh, geb. Preßberger, 31 Jahre alt, Am Riegelpsad 33. 15. Roialie Alichel, geb. Schiss, 42 Jahre alt, Bleichpraße 24. 15. Karl Allhaus, 1 Jahr alt,
Schügenstraße 11. 16. Aiarie Hojnianii, 30 Jahre alt, Stellt- slraße 45. 17. Maria Belle, 2 Jahre alt, Viord-Anlage 12. 17. Jellchen Behr, geb. Katz, 77 Jahre alt, Aliceslraße 18. 18. Ernst ™ । - 1 Eng ert, 9 Atonale alt, Braudgaße 7. 19. Friedrich Kalesky, Eis en-
- Endlich »erbtent nicht mit Stillschweigen Überzügen 7b.
zu werden das emztge Hrstortenbrld der Ausstellung: „Be- ^^jch, geb. Greb, 34 Jahre alt, Wolfengasse 24. gegnung der Margareta von Parma mit fliehenden nieder-1 —......... ■■■'■ । — .......
ländischen Calvinisren" von H. Grimm-Düsseldorf. Aber Teäefomsche EtursäJeriCnt© reine ßreube erlebt man daran nicht. Der Grundgedanke Gie6»euei Anzeigers, ungeteilt von der Bank für tft gut: tote der prächtige Jagdzug der Regentrn aus dem' •
Wald heraustretend die Landstraße durch die Wagenreihe
\n per Entwicklung oder beim Lernen zurück bleibende Kinder, sowie blutarme, sich rnal^ fühlende und nervöse überarbeitete, leicht erregbare und jrühzelM erschöpfte Erwachsene gebrauchen als Kräfligungsmitlel uni groveo Erfolg Lr. Hommel's Haemalogen. D /»
Ter Appetit erwacht, die geistigen und körperliche« Kram werden rasch gehoben, daö (Sejalilt Rerverihstcul gestärkt.
Man verlange jedoch ausdruckMb das echte Dr. Hommel» Saemaiogen^uü) Iqik sich keine der vielen Nachahmungen aulleüe»
- A-b-ch.M. Februar, Kürzlich Ä
im hiesigen L-chulsaale emen mteressanten Bortrag uver oen <gogehung der Tat benutzten Gegenstände wurdeil eingezogen D eutsch-Südwest. Afrikanisch en Krleg. Es waren Viehtransport durch die Stadt.
viele gediente Soldaten und mehrere Ortsemwohner auS allen Viehhändler I. L. von hier erhielt einen Strafbefehl
Altersklassen erschienen. Groh redete ununterbrochen zirka 30 Mk. unter der Anschuldigung, bei einem Viehtransport 11/ Stunden Iona und die Zuhörer hörten ihm mit der durch die Stadt die erforderlichen Sichcrheitsnmßregeln ver- gröBtcn Aufmerksamkeit zu Die V-rs°mmlung schloß der AEi-t^u^Mk^Ter Ang^agte^hab
Vortragende mit einem Hoch auf das Valeclano. I mamiz ber die Anzeige erhob, gab an, der Angeklagte habe
§ Ruppertenrod, 21. Febr. Unsere Jagd hatte seither 30 Stück Rindvieh vom- Bahnhof nach dem .Hamm vereinen Pachtpreis von 278 Mk. eingebracht. Der jetzige Pacht- bracht. Wegen Strastenaufbruchs mußte dcr Transport durch die >t;OA m-)P -'in- Nerteiiernno nm säst Liebig- und Franksirrter Strotze über bie West-Anlage geleitet
erlös von 520 E bedeutet m.thm eme Lert-u-rung um ,u l ljcfm tofl. umI)Cr/ sprangen sortivahrmd
das Doppelte. Der 1. Teil, der seither 58 JJci. gekostet, QU^ Trotwirs und legten die Anlagen mit Beschlag. Mehrere
stieg auf 150 Mk. (Pächter Heßler von Ilsdorf), der 2. Teil, Damen, die in die Vorgärten bezw. Häuser flüchten mußten, feither 30 Mk kostete 170 Mk. (Pächter Geometer Bischoff) hätten sich über die Rücksichtslosigkeit beschwert. Ter Ange- J s o cf''s inn prrielte 200 Mk (Pächter klagte bestritt jedes Verschulden, da er für genügend Treiber
und der 3. Teil, seither 190 Mt., erzielte 2UU wcr. t-pacyler . habe; es habe sich um Weidevieh gehandelt, das nicht
Förster Eichenauer). I zusammengeLppelt werden darf, da dieses an die Freiheit ge
ll^. Kirchhain, 21. Februar. Das Bahnhofsh otel ^öhnt und ungefährlich ist; auch sei der Transport solchen wurde vom bisherigen Besitzer I. Herbener an den Ober- Viehes seit unvordenklichen Zeiten in der nämlichen Weise er- „ n oArrnf ' ^«>r ^nnfnrpiS betcäot folgt. Es fei Nicht zu vermeiden gewelen, datz ab und zu ein
kellner Sippel aus Kassel verkauft. Der Kaufpreis velragl ^twir betreten habe, zumal nur die Hälfte der
75000 Mark. Fahrbahn infolge des Erdaufwurss pasirerbar war. Tas Schöffen-
" . — "" - == gericht kam zum Freispruch. Ter Angeklagte habe alles getan,
Gießener Strafkammer. • um eine Gefährdung des Publikums zu verhüten. Es beklagte
V (Siefien 21 Febr die mißlichen Verhältnisse, die einer Stadt von Größe und Be«
‘ deutung wie Gießen unwürdig seien und bedauerte, daß die
Die gestohlenen Bienenkörbe. I Bitten um Verlegung der Viehausladestellen kein Gehör von der
Im letzten Herbst kam der vielfach bestrafte Schweiz^ Eisenbahnbehörde finden. Es spricht die Hoffnung aus, daß
I. W. F. aus Ober-Wtddersheim zu einem Sägewerk- Aiiststände, die unter Umstanden unheilvolle Folgen nach besitzer in Neuhaus, wo sich der 17 jährige H. M. von Hom- ziehen könnten, bald beseitigt würden. Ter Vertreter der berg befand. Er veranlaßte den 9)1., mit ihm nach dem nahe Staatsanwaltschaft betonte, daß ernersetts sich die Händler durch gelegenen Homberg zu gehen. Unterwegs stieg F. über emen ^ie Polizei belästigt fühlen, aber andererseits das Publikum . Gartenzaun, entwendete zwei Paar zum Trocknen aufgehangte ÜDn her Polizei den nötigen Schutz verlangt. Er war der An- Gamaschen und reichte dem M. einen Bienenkorb und verschre- sichL es sei Sache der Händler, solche Belaftigungen des Publi- denes Jmkerwerkzeug hinaus. M. machte den anderen baraut fumd zu vermelden; wie sie es machen sei ihre Sache und aufmerksam, daß in einem anderen Garten auch noch Bienen sie auch die Transporte unterlaßen müßten. Tas Gerickt seien. Sie holten dort ebenfalls ein Bienenvolk und verfchie- erkannte auch an, daß die Situation der Handelsleute recht
dene Werkzeuge. Sie trugen die Sachen in einen Kanal und M. schwierig sei. Im vorliegenden Falle hielt es aber für festholte am anderen Ddorgen einen der Bienenstöcke und brachte gestellt, daß der Angeklagte nicht alle zu Gebote stehenden Sicher-
ihn zu seinem Dienstherrn. Als einer der Bienenkörbe ut dem yeitsmaßregeln angewenoet har. Ta es sich um eine prinzipielle
Kanal gefunden woroen war und nach dem anderen gesucht wurde, ^ge handelt, kommt es auf das Strafmaß nicht an, weshalb teilte M. dem Bestohlenen mit, er habe einen Bienenkorb ge> nur auj eine Geldstrafe von fünf Mark erkannt wurde., funden und mitgenommen, um die Bienen zu füttern, damit sie « _?j . 1---- -
ntcht verhungerten. Bei der Verhandlung bestritt er, bet den
Diebstählen mitgewirkt zu haben, wahrend F. geständig war und r* < Pfitzenmeier
unWÄÄ Lin Zweifel der Schuld. > ^ben zu 3^ Jahren Zuchthaus verurteilt.
Pu einer^Gestuntstrafe von' 1 0 Mo n a t c n Gefängnis abzüg- Auszug a. ö. Standesamtrregistern der Stadt Sietzen. lich eines DLonats Untersuchungshaft verurteilt, wahrend der Ausgebvle.
lugendlickze M. sein Vergehen mit zwei Monaten und zwei! Februar. 14. Heinrich Tlessillbach, Feldwebel, mit Augustr Wochen Gefängn is zu sühnen hat. Kalbfleisch, berde dahrer. 14. Karl Römer, Schreiner m Atücke,
ftohen des Alkohols. mit sJJiaria Kloß dahier. 15. Johannes Hemrich Drescher, Hotel»
ofnn 9?piitnfrra+rtrtp 'pniipit t>'r > animier 6 G aus Wenaerz diener m Kassel, mit Karolme Elisabeth Köhler m Queckborn.
und Babno2ecker K^H aus ÄTvrf mit' einem TimL 20. Karl Geßner, HUssbre.njer, mit Aiarie Theiß, beiöe bat)iev. l in SÄn Wirtschaft^ zu W a l e r n h a u s e m 20. Heinrich Tho.ua, Former mit Maria llamer, beide in Lollar. Nachd'm sie dem Schnavs und dem Bier fleißig zugesprochen 20. Wilhelm Alfred Ludw.g Bolley, Hauptmann uu Jnfanlene. haltern kamen sie wegen Begleichung der Zeche in einen Wort- Regiment Mer 1llb0 V^rd'Albe^^erlsch^Jw mprMpf CTpr hieff G her sich als Bruder des G.. der I Estvetn in Ludwigshafen a. Rh. 20. cktichard 2llbert Ferlsch, IN mit Stafforst den Lichtenstein in Frankfurt ermordet hat, aus- qenieur dahier, mit Auguste Verlha Dorothea Maria Johanna
gab, vor, daß fein Bruder, mit dem er befreundet war, ein I Schmidt m Grün berg.
& Äfö Ä&nÄn WgL^war-n^L l Februar. 15. H-b.^Sschirmsabrik^ mit Th-kla dtr W.rt, daß alle drei ins Freie befördert wurden. Es ent- Sad, beibe hi er.lo. Heu^ck) Rockel,apyenai.^"" dachec,
stand draußen eine Schlägerei, da der Knecht einem anderen nut Margarete Eckhardt in Wolf. 15. Wilhelm Rum, Kernmacher,
den Hut mttgenommen hatte. Beide schlugen mit ihren Stöcken I m,t Aiarie Wehrtlnr, beide bahrer.
bezw. Sch.rmen auf den total betrunkenen Knecht ein und G. I Geborene,
bearbeitete ihn mit seinem Messer. Außer verschiedenen geringfügigen Stichen hatte der Verletzte schwere Wunden in der Nahe der Hauptschlagader und an der Bauchhöhle davon getragen, was seine Ueberführung in die hiesige Klinik nötig machte. Nach den Angaben des Sachverständigen mußte die Bauchhöhle ausgeschnitten und ein Teil des Bauchnetzes entfernt werden. Ter Verletzte, der längere Zeit in Lebensgefahr schwebte, ist saft vollständig hergestellt. Ter Anklagevertreter wies darauf hin, wie der Allo ho lmißbrauch einen Mensä-en an den Rand des Grabes und zwei andere in das Gefängnis gebracht hat. Ter


