Viele frühere Smtbelslamincri errewrc jetzt Profefforeu. W ist «rber falsch, Ku meinen, daß diese jetzt nur Handels iuteressen vw- treten. Ebenso wäre zu wünschen, daß auch die Landwirtschafts- Lrmmersekretäre mehr Professoren würÄn. Es kommt nur darauf tat, wie der Betreffende seine Anschauungen vertritt. — Es,ent- f trinnt sich hierauf eine Längere wissenschaftliche Debatte zwischen den Parteien über Zoll- und Handelsfragen, die her Vorsitzende aber immer wieder abschneidtt. In ihrem Verlauf erklärt Pi^f. B i e r m e r, daß et die letzten Schriften RrchlandS nicht gelesen habe und auch nicht zu lesen gebentc. Prof. Rubland stellt fest, daß Prof. Brentano aus seinen, des Klägers, Schriften verschiedene Sätze aus dem Zusammenhänge herausgegriffen habe. Er fragt den Sachverständigen: Kann man nicht ;u verschiedenen Zeiten auch eine verschiedene Ansicht über die Höhe der Zölle haben? — Sachverst.: Gewiß, aber ich habe aus den Schriften des Klägers die lleberzeugung gewonnen, daß es sich bei ihm um prinzipielle Aendcrungen handelte, Allerdings kommt bei dem Kläger auch eine gewisse Flüchtigkeit des Ausdrucks hinzu, so daß man ihm vielleicht hier und da unrecht tut
Der zweite Sachverständige Geheimrat Prof. Dr. Lexis Sittingen) äußerte, daß man Ruhlaird nicht als orthodoxen Anger der einen oder anderen Richtung bezeichnen könne. Man tt wohl Zusammenstellungen machen, aus denen hervorgehe, daß er sich frier der öofbwafrrung, hier dem Bimetallismus Mneige, aber was er dazwischen sage, gehe aus einer solchen Zusammenstellung nicht hervor. Die Annahme des Antrages Ka- nitz durch den Privatkläger bedeutet gewiß eine System Wandlung, aber mit den eigenen, urfprünglitfren Ideen des Privatklägers steht der Antrag garnicht so sehr in Widerspruch. Es war eine zulässige Konsequenz, daß er sogar bis zum Anträge Kanitz ging. An die Gutgläubigkeit des Klägers ist zu glauben. Wenn Professor Biermer scharfe Ausdrücke über sich ergehen lassen mußte, so ist zu berücksichtigen, daß der Kläger zuerst scharf angegriffen worden ist. — Prof. Ruhland: In der kritischen Zeit hat die Argentinische Valuta solche Umänderungen erfahren, daß wir wohl alle unsere Auffassungen geändert haben. — Ter Sachverständige bestätigt dies. Subjektiv sei Ruhland von der Richtigkeit seiner Ansichten überzeugt gewesen.
92ad> einer Pause begannen die Plaidoyers. — Rechtsanwalt Dr. Meyer, der Vertreter des Privatklägers, beantragt, diesem eine Buße zuzusprechen, da er materielle Aufwendungen gehabt habe, um den Angriffen auf sich selbst entgc- genzutreteu. Von einer ruhigen und sachlichen Darstellung des Sachverhalts durch die inkriminierte Broschüre könne nicht die Rede sein. Diese sei auch gar nicht gewollt gewesen. Die Ausführungen Brentanos seien zu beanstanden, weil er nur als Zeuge vereidigt und seine Ausführungen als Sachverständiger gemacht habe. Ter Sachverständige Conrad sei auch nicht maßgebend, er gehöre zu den eitlen Professoren, die cd nicht öertragen können, daß man ihnen widerspricht, weil sie gewöhnlich nur eine Anzahl junger Hörer um 'sich haben. 'M wäre ein maßlos liederliches Arbeiten, wenn Prof. Biermer ein Urteil ausgesprochen, bevor er nicht alle Bücher Rnhlands. gelesen hat. Ich glaube ihm das auch nicht. Ueber die Erreichbarkeit der öbecn des Privatklägers haben wir hier nicht zu streiten. Und daß bei" Kläger sich in einem Werke, bad seine Prinzipien enthält, ganz anders äußert, als in einer Broschüre zu den Tagesfragen, ist ganz selbstverständlich. Tie Angaben Schmidtmanns bezeichnet bet Angeklagte als Lüge. Ich kenne keinen parlamen- tarifdjen Ausdruck für dieses Vorgehen. Damit beweist man gar nichts, wenn man etwas einfach als Lüge anspricht. Das entspricht auch nicht den Lebensgewohnheiten der Kreise, in denen Prof. Biermer verkehrt. Der Ausdruck Güterschlächter ist nur gefallen, um dem Kläger etwas anzuhängen, denn der Kläger hat gar nicht als Güterschlächter gehandelt. Tann wird dem Kläger eine gewisse Zuneigung zum Zentrum vorgeworsen. Warum soll nicht auch ein evangelischer Mann, der übrigens in katholischer Umgebung erzogen wurde, sich zum Zentrum hingezogen fühlen.- Das rechtfertigte durchaus nicht den Vorwurf, daß er sich mit seinen Schriften beim Zentrum einschmeicheln wollte. Der Schutz des § 193 (Wahrnehmung berechtigter Interessen) kann dem Angeklagten nicht zngebilligt werden. Es machte ihm im Gegenteil Freude, über seine Gegner herzufallen. Der Angeklagte hat nicht der Lehrfreiheit genutzt, sondern nur ein Pamphlet geschrieben. Ich beantrage den Angeklagten aus 8 187 mit Gefängnis zu bestrafen, ihm eine Buße zu Gunsten des Klägers auszuerlegen und den Urteilstenor in allen Zeitungen öffentlich bekannt zu modern, die den Kläger zum Gegenstand einer Besprechung gemacht haben. Wenn das Gericht nicht zu einer Buße kommen sollte, so möge es wenigstens aussprechen, baß der Be- klagte alle Auslagen des Klägers zu tragen hat.
Der zweite Redstsbeistand des Privalklugers, Rechtsanwalt Ulrich erklärt, daß cr vorläufig nichts ?u sagen habe.
Verteidiger des Privatbellagten R.-A. Dr. Gottschalk (Berlin): Der Privatbeklagte steht zum erstenmal vor einem Gerichtshöfe, während der Privatkläger schon seit 14 Jahren die Oeffent- lichkeit und namentlich die politische Tagespresse beschäftigt und Zwar abgesehen von der rein agrarischen Presse in einer Art und Weise, die nicht angenehm und ehrenvoll für den Privatkläger bezeichnet werden kann. Die Partei des Privatklägers hat es uns außerordentlich schwer gemacht, Beweisanträge zu stellen. Immer wenn dies der Fall war, ist dem Betreffenden ein Privat- beleidigungsverfahren zugeschoben worden. Die Angaben der Sack)- verständigen geben fein richtiges Bild von dem Kläger, ihre Angaben hätten ergänzt werden müssen burdt Parlamentarier, benn der Privatkläger ist ebenjo sehr ein Agitator wie ein Wissenschaftler. Der Berteibiger geht bann auf die einzelnen Punkte ber Broschüre ein und betont, das Interesse des Angeklagten an der Lex Köhler, die ihn als Mensch und Professor unmöglich machen sollte. (Tie Verhandlungen dauern bei Abgang der Abendzüge itod) fort. Das Urteil ist erst in später Stunde zu erwarten.)
*
Berlin, 20. Nov. In dem sehr spät verkündigten Urteil wurde der Angeklagte zwar für schuldig befunden, aber für ftra f- los erklärt, da es sich um eine auf der Stelle erwiderte Beleidigung handele. Das Gericht nahm an, daß der Wahrste its bew e iS dem Angeklagten gelungen und cr auch in der 290^^ berechtigter Interessen sich bemühen habe. Die Kosten werden geteilt.
Vermischtes.
* D i e Abkürzung „c r". Der Betriebsleiter eines Aachener Unternehmens luar nach der „Allg. Fl.-Zta." angeklagt, weil er mehr als 40 Arbeiterinnen beschäftigt Hatte, obwohl er von der Polizei nur die Erlaubnis für 40 Jßerjonen hatte. Auf dem Erlaubnisschein heißt es: ,,Dre Firma hat die Erlaubnis, vom 15. Mai bis zum 26. Juni er. 40 Arbeiterinnen" zu beschäftigen. Ter An- geUagte erklärte, er habe geglaubt, daß cr. heiße zirka und nicht, was bte Polizeibehörde damit ausdrücken wollte, currentts. Das Gericht sprach den Angeklagten frei, da ferne Einlassung nicht widerlegt werden konnte.
.. * Don einem morgendlichen Idyll erzählen dre „Munchn. Neuest. Nachr.": Vor einem Hause an der Augustenstraße lagen auf dem Trottoir am frühen Morgen folgende Gegenstände: ein Rock, eine Weste, ein Schuh Socken, eine Hose, ein Kragen, eine Krawatte. ,3u dem jeug g'hort Caner" - sagte der Dienstmann, der diese 'Lachen fand und sinnend davor stehen blieb. Nack, einem forschenden Blick nach oben bemerkte er ein zerbrochenes Fenster: „Aha, do i's rausg'flog'n!" Schon wollte er in den ersten Stock liefen, als ihm ein Milchmädchen ein Portemonnaie überreichte mit den Worten- Dös g'hört a dazua!" Nun hielt es unser Dienstmann doch für qe- raten, einen Schutzmann herbeizurufen, um in dessen Gegenwart die Börse zu öffnen und den „Tatbestand" -wegen des Finderlohnes) feststcllen zu lassen. Ganze 37 Pfennig enthielt die Börse. Und Bruder Studio, dem die Sachen gehörten, träumte noch süß. ö
Literarischer.
— DeuLscheZLesebuchfürdiehöherenSchu- ten des Großherzogtums Hessen. 2. Bd. Quinta. Verlag von Emil Roth-Gießen. 2.60 Mark. — Nach Jahresfrist ist dem ersten Bande des deutschen, von hessischen Oberlehrern herausgegebenen Lesebuchs nunmehr auch der zweite Band gefolgt und wir freuen uns, ihm dieselben freundlichen Geleitworte mit auf den Weg geben zu können, mit dem wir den ersten Band unseren Amtsgenossen empfohlen haben. Tie Anlage des Buchs, das dem gemeinsamen Fleiß und der gemeinsamen Sorgfalt seiner Herausgeber wiederum das beste Zeugnis ausstellt, ist ähnlich der für die Unterstufe gewählten. Zunächst ein paar Märchen, dann Fabeln, dann eine sorgfältige Auswahl hessischer und deutscher Sagen und solcher aus dem griechischen und römischen Altertum. Dann folgt eine stattliche Anzahl von Bildern aus der deutschen Geschichte, die in elementarer Weise und biographischer Form die Schüler in die mittelalterliche und neue Geschichte einführen sollen. Ausführlicher verweilen die Herausgeber, den Lehrplänen der höheren Schulen Rechnung tragend, bei der Zeit Kaiser Wilhelms L und führen die Jagend durch die Zeit tiefster Schmach Preußens und Deutschlands in die Glanzzeit des neuerstandenen Deutschen Reichs und bis zu den Friedensverhandlungen Bismarcks in Versailles; Anton von Werners etwas figurenreiche Kaiserproklamation und Wagners Bild „Bismarck in Versailles" sind zur Jllusttation oer unvergeßlich großen Zeit herangezogen. Damit auch der Humor zu seinem Rechte kommt, sind wieder eine Anzahl lustiger Erzählungen und Schwänke ausgenommen. Mit großem Interesse habe ich die Aufsätze „Aus der Natur" gelesen, weil einige davon Ori- ginalbeirräge des Herrn Herausgebers sind. Der Aufsatz von Anthes „Am Altrhein" und Lauteschlägers „Spiel und Sport im Winter sind wahre Kabinettsstückchen in ihrer Art, die Natur zu belauschen und ihre Reize zu schildern. Auch die übrigen Aufsätze, z. B. von Ihne über Gartenrosen, von Buxbaum Flachsbereitung im Odenwald, sind anschaulich geschrieben und werden den Gesichtskreis der Schüler in ansprechender Weise erweitern und ihre Gedankenwelt oertiefen. Auch der zweite Teil, der der Poesie gewidmet ist, enthält wiederum für Herz und Gemüt eines Quintaners gesunde Nahrung; die Auswahl ist auch hier mit geschickter Hand getroffen worden. Ein Abriß der deutschen Grammatik, der das Pensum der Quinta behandelt, ist in knapper, aber verständlicher Fassung beigegeben. Was die Illustrationen anlangt, so sind mir neben vorzüglich gelungenen auch einigp begegnet, die weniger meinen Beifall gefunden haben. Ich bin aber überzeugt, daß der Verleger, der keine Mühen und keine Kosten seither gescheut hat, immer weiter daran arbeitet, daß das Lesebuch auch künstlerisch auf derselben Höhe stehen wird, auf der es inhaltlich steht. Die Ausstattung und der Druck des Buches ist gut. Wir wünschen, daß auch diesem neuen Bande des hessischen Lesebuchs, das sich die schöne Aufgabe stellt, Heimatsinn und Heimatliebe zu erwecken, dieselbe günstige Aufnahme beschieden sei, die dem ersten zuteil wurde und wir glauben bestimmt, daß es sich zu seinen alten Freunden viele neue hinzu erwerben wird.
E. Dr. Gl.
handel.
— Neue Reichsbank ft olle. Am 22. Februar k. Is. wird in Schönberg bei Berlin eine von der Reichsbank« stelle in Charlottenburg abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kasseneinrichtung und beschranktem Giroverkehr eröffnet worden.
Zahlungseinstellungen. Die Aktiengesellschaft des Tonwerkes in Friedrichssegen an der Lahn ist in ZahlnngS- schivierigkeiten geraten und sucht um ein Moratorium nach. — Ueber das Vermögen der Firma Marburger Papier-Manufaktur Ang. Niewald & Eo. in Marburg a. b. Lahn ist ber Konkurs eröffnet.
Märkte.
Gieße», 21. Akovembcr. Marktbericht. Aus heutigem Wochen» mairte kostete: Butter pr. Pfb. 0.95—1.00 Mk., Hühnereier 1 St. 8—9 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Kasematte 2" St. 5—6 Pfg., Erbsen p. Pfd. 18—24 Pfg., Linsen p. Pfb. 25—40 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 9)1 L, Hühner pr. St. 1,00—1,60 Alk., Hahne pr. Stück 0,80-1,80 Alk., ©chiie vr. Pfd. 60—70 Pf., Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Alk., Ochsenfleiscb pr. Pfb. 78—86 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 74—76 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 68—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psd. 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Pid. 60—80 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.00—5.50 Alk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—8,00 Alk., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per Stuck 10—15 Pfg., per Zentner Alk. 2.50—3.00. —-Aepsel per Ztr. 5—8 All., Birnen per Ztr. 5—10 Mk. Stösse 100 Stuck 40—00 Pfg., per Ztr. 0—00 Alk. Marktzeit von 8—2 Uhr.
Die nach- A p p 7 { a sind Sonntag, 28. Novbr., nur von stehenden ü v 1 L l v 12 Uhr mittags bis 12 Lhr nachts für dringende Fälle sicher anzutreffen : [D:i/n
Dr. Ploch, Asterweg 34. — Dr. Schliephake, Goethestr'.44.
Dr Wagner, West-Anlage 49,
Sonntag;. 22. Xov.. von nachm.
4 Uhr bis 9 Uhr abends nur geöffnet: I v I i Kalla D Oll) 6K6 Giessen, den 21. Okt. 1908. ,
GrosNh. Polizeiumt. Reinhart B"/x
Auszug o. ö. Stauöesamtstegiftern öer Stadt Sieben.
Aufgebote.
Nov. 14. Konrad Rockel, Laglöhner, mit Helene Pfeiffer, beide in Gießen. — 17. Ludwig Rohrbach, Bahnschreiner i. P., mit Elisabetye Ebel. getz. Loos, beide tu Gießen. — Johann Alaxian, Bergarbeiter, mit Bozena Brezina, beide in Gießen, — 18. Friedrich Hermann Grömnger, Telegraphen-Assistent in Gießen, mit Klara Bnschbell in Essen. — Lorenz Eifert, Sergeant in Gießen, mit Maria Habermehl in Willois. — 20. Heinrich Schmibt, Schmied, mit Margareta Nau, beide in Gießen.
Eheschlietzungen.
Nov. 14. Friedrich Klinket, Eljendreher, mit Luise Kinzenbach, beide tu Gießen. — Franz Tettmann, Tabakspinner, mit Marie Hilgartner, beide tu Gießen. — Einil Riße, Taglohner, mit «ujanna Schmidt, beide in Gießen.
Geborene.
Nov. 13. Dem Hausverwalter und Studentenbiener Friebrich SEcncr ein Sohn, Hans. — Dem Kutscher August Aßmann ein -Loyn, Heinrich Labung. — 14. Tem Metzgertneisler Fritz Schlörb eine -achter. — 15. Tem Lokomotivheizer Ernst Karl eine Tochter, Zohainw. — 16. Teilt ftmümami Hermann Welcker eine Tochter. — 17. ^em Eisenbahn-Slationsaspiranlen Heinrich Eichenauer eine
„ Gestorbene.
9(00.14. Auguste Klingetmeier, geb. Seeland, 62 Jahre alt, Weidengasse 5. — 16. Franz Senner, Rentner, 67 Jahre alt, Bergstraße 7 — Anna Ransch, 7 Alte, all, Große Aluyl- gafie 3 - 17. Wilhelm Römer, 3 Jahre alt, Wetzsleingasse 4. — 'N'ieba Margolf, 3 Jahre alt, Wotistr. 14. — 19. Friedrich Roll Backei meiner, 50 Jahre alt, Mausburg 12. Sophia Sckrnlch geb. Alans, 24 Jahre alt, Frankfurter Straße 134 — Etisabcihc ^Hepp, geb. Grün, 66 Jahre alt, Schollstr. 19. — Kaspar Adam, schreuier, 64 Jahre alt, Sonnenstraße 1L
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
November
«<3
Wetter
•S
1008
eo
bi
5,4 0 C.
Niedrigste
19.-20. Nov.
4
4
Sonnenschein Bed. Himinel
51 0 eo
l w
1 w
I SSW
Höchste Temperatur am 19.—20. Nov
1 i s
20.
2”
7488
4,8
5.3
82
20.
9,s
746,9
3,2
5,0
87
21.
7»
740,4
2,0
V
94
Telefonische Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitaeteilt von der ßank für Handel nnd Industrie. Giessen.
Frankfurter Börse» 3^’/0 Reichsanleihe . . 94.80 3% do. . . 85.35 3^7. Konsols .... 94.75 3% do. .... 85.25 3&7o Hessen 93.00 3Ji°/a Oberhessen . . . 92 00 4% Gesten Goldrente. 98.40 4*/6 % Gesten. Silbeneute 9790 4% Ungar Goldrente . . 93.00 4% Italien. Reute . . . —.— 3$b Portugiesen Serie I . 56 20 3% Portugiesen „ III 58.00 4/4°/o russ.Staatsanl. 1905 97 20 4^°/0 japan. Staatsanleihe 91.45 4% Conv. Türken von 1903 92.90 Türkenlose 143 40 1 % Griech. Monopol-Anl. . 49 30 4% äussere Argentinier . 85.50 3°/e Mexikaner . . . 63.60 1/*°/» Chinesen .... 96.80
Aktien:
Bochum Guss 218 80 Buderus E. W 112.50
Tendenz: ziemlich fest
21. November, 1.15- Uhr.
Elektriz. Lahmeyer . . . 11690! Elektriz. Scbuckert . . . 118.00 Eschweiler Bercrwerk . . 190 00 Gelsenkirchen Bergwerk . 188 50 Hamburg-Amerik. Paket! 112 00 Harpener Bergwerk. . . 195.20 Laurabütte 195.25 Nordd. Lloyd 90.00 Obeischles. Eisen-Industrie 97 50 Berliner Haudelsges. . . 16800 Darmstädter Bank . . . 127.90 Deutsche Bank .... 240.30 Deutsch-Asiat Bank . . 138 30 Diskonto-Kommandit . . 180.20 Dresdner Bank .... 148.00 Kreditaktien 198.10 Baltimore- und Ohio-
Eiseulahu 107^0, Gottbardbahu —.—
Lombard. Eisenbahn . . 20.90
Uesterr. Staatsbahn . . . 145 80
Prince-HeurLEisenbahu . 123,50
Berliner Börse, 21.
Canada E. B 178.70 Darmstädter Bank . . . 128.00
Deutsche Bank .... 240.25 Dortmunder-Union C. . . 60.50
Dresdner Bank . . . 147.90
Tendenz: abwartend.
November. Anfangskurse.
Harpener Bergwerk. . .
Laurabütte
Lombarden E. B. . . .
Nordd. Lloyd
Türkenlose
196.00
20.90
90 00
143.00
Der
Gipfel der
Reinlichkeit
auf
(“o < Das neue
hygienische Rasiermittel ersetzt
Pinsel, Wasser, Seife, Schaum und Navs
3etit nut nötig
1 Tube „Wach aur„ — Messer — und Handtuch, nichts weiter zum Rasieren.
Laut Kgl. Polireivcrordnung v. 1. Qktobcr d. I. darf kein Rasicrpinicl mehr zum geiucmschasllichen Gebrauch in den Friseur- und Barbiergeschästcn, ,'ondcrn nut die gereinigte tyand — wie es seit langem schon bei Benutzung »des Wach aui“ cmpfolrlcn wurde — zum Gütfeifen in Anwendung genommen werben. Da infolge des voriiandencn stark ätzenden Alkalien- gcbaltcs alle Rasiersciscn für die (^esickitetziaut uachteitig find, so ist gerade das neue milde Rasieren mit „Wach aus" — immer frisch und sauber auc der Tube gebraucht, das Jdcal-Rasiermittel nach ,'anitäts volizcilichcu Bvrichristen.
In allen Gesellschaftskreisen find die eminenten Vorzüge des „Wach aui" — vor allen existierenden Rasicrmitteln aus- schtietztich anerkannt worben, und unausbaltsam hält „Wach ans" seinen Sicgeszug durch aller Herren Länder.
„Wach auf" befindet sich im tägl. Gebrauch Sr. Majestät des Kaisers und Königs, der königlichen Priilzeu, vieler in und ausländischer Fürstlichkeiten, der Herren Qssizicre der Landarmcc und Kaiserlichen Marine, in ärztl. Kreisen und der Gesellschaft. Auf allen Kriegs- und Handelsschiffen eingeführt. Zahllose Anerkennungen aus ärztlichen und den höchsten Kreisen.
Weitere Vorzüge beS „Wach auf". — Keine Schmerzen und kein brennendes Gefühl mehr nach dein daueren, ebenso auch nicht nach dem Selbstrasiercn mit Rasicrhobcl.
Kein Wasser, kein ^chaunifchlagen nötig, in jeder Sekunde und Situation —wo es auch sei —stets gebrauchsfertig. Jede Unsauberkeit ober Ansteckungsgefahr — denen mau früher aus gesetzt war, wirb durch „Wach auf" emmch unmöglich. Biel intensiveres Erweichen harter spröter Bärte, viel längeres Scharibkeiben der Messer unb Rasierhobel, wodurch große Er- sparnis erzielt wird.
Trockenes Reinigen der Rasierhobel, nur durch Ansbursten, wodurch das Rosten der Apparate vermieden wird. Sellnt bei rauhester Witterung bleibt die Gesichtshaut nach dein Rasieren weid) und geschmeidig, da das jortrafierte 9iaiurfctt der Haut wieder ersetzt wirb.
„Wach aui“ wird nur in Zinntubcu geliefert.
Preis per Tube Mk. 150 Str. 2 — in nicht als doppel- großen Tuben bedeutend vorteilhafter, daher zu empfedlcu, Atk. 250 — Är. 3 — im In- und Auslände ÜbttdU CC1 hälttich. Direkt nut gegenVotciuscuduug dcSVcttageö. und det Portis. Nachuahmcsenduugeu werden nicht gemacht. Francois Baby, Königl. Hoflieferant u. Hossrlseur Sr. Mate- ftät b. Kaisers u. Königs, Berlin NW.7—8, Büros tüt Engros u. Export. Unter den Linden 60. (-‘/J
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