Land erkennbar macht, wo er für den Verbrauch fertiggestellt worden ist. Die näheren Vorschriften trifft der Bundesrat.
Ter Weinproduzent oder Weinhandlcr ist verpflichte t, Bücher zu führen, aus denen zu ersehen ist, erstens, welche Mengen dieser Stoffe er aus eigenem Gewächse gewonnen oder von anderen bezogen, und welche Mengen er an andere abgegeben hat; 2. welche Mengen von Zucker oder von anderen für die Kellerbehandlung des Weines oder zur Herstellung von Haustrunk bestimmten Stoffe er bezogen, und welchen Gebrauch er von diesen Stossen zum Zuaern oder zur Herstellung von Haustrunk gemacht hat; 3. welche Mengen der dem Weine ähnlichen Getränke er aus eigenem Gewächse gewonnen oder von anderen bezogen, und welche 9JIengen er an andere abgegeben hat.
Tie Beamten der Polizei und die Sachverständigen find befugt, außerhalb der Nachtzeit und falls Tatsachen vorliegen, welche anirehmen lassen, daß zur 'Nachtzeit gearbeitet wird, auch während dieser Zeit in Räume, in denen Traubenmost, Wein, Schaumwein, weinhaltige oder dem Weine ähnliche Getränte hergestellt, verarbeitet, scilgehalten oder verpackt werden, und bei gewerbsmässigem Betritt) auch in die zugehörigen Lager- und Geschästsräume einzutreten, daselbst Besichtigungen vorzunehmen, geschäftliche Auszeichnungen, Frachl- briefe und Bücher einzusehen, auch nach ihrer Auswahl Proben zum Zloecke der Untersuchung zu fordern oder selbst zu entnehmen.
Ter Vollzug des Gesetzes liegt den Landesregierungen ob. Der Bundesrat i|t ermächtigt, Grundsätze für den Vollzug, insbesondere für die Bestellung von geeigneten Sachverständigen und die Gewährleistung ihrer Unabhängigkeit auszustellen foroie die Grenzen und die Bezeichnung der Wein- baugebiete zu bestimmen/
Teii Schluß bilden Strafbe st immun gen. Tie Höchststrafe ist Gefängnis bis zu fechs Bionaten und Geldstrafe bis zu 3000 Mk.
Heber das deutsch-französische ltamerun-ÄrenzMommen vom <8. April (908 wird uns von zuständiger Seite mitgeteilt: Die Grenzbeziehungen zwischen Kamerun und iranzosisch Kongo haben bereits durch das Abkommen vom 15. März 1894 ihre grundsätzliche Regelung erfahren, jedoch war schon m jenem Vertrage bestimmt worden, dag die damals festgesetzten, meist gradlinigen und künstlichen Grenzen nach der genaueren geographischen Erforschung der Grenzgebieie und ohne daß eine der beteiligten Mächte zu Ungunsten der anderen bet dieser Umgestaltung besondere Vorteile erlangen dürfte, möglichst durch natürliche Grenzen ersetzt werden sollten. Ferner war damals vereinbart worden, daß, falls Kunde und einige südlich davon gelegene Punkte an der Ostgrenze bei näherer Ermittelung ihrer geographischen Lage sich wesentlich nach Westen über den un allgemeinen als Grenze angenommenen 15. Meridian zu Ungunsten Deutschlands verschieben sollten, diese "Macht berechtigt sein würde, sür diesen Gebietverlust von Frankreich eine gleichweriige Kompensation zu verlangen. Daß dieser vertragsmäßig vorgesehene Fall tatsächlich uoilag, war durch die nut der Vermessung der Grenzgebiete in den Jahren 1905 bis 19u7 beauftragte gemischte Kommission feftgeftcllt worden. So- war der Rahmen für die Arbeiten der Kommission welche vom 2. März bis zum 9. April in Berlin getagt hat, um den beiderseitigen Regierungen Vorschläge wegen der Umgeftaltimg der Süd- und Ostgrenze von Kamerun zu unterbreiten, von vornherein gegeben. Die Verhandlungen waren von Aniang an aui die Erledigung von zwei Fragen beschränkt: Wie Deutschland für seinen Gebietsverlust bei Kunde entsprechend entschädigt werden könne und tvie die bisherigen vertragsmäßigen künstlichen Grenzen durch natürliche Grenzen zu ersetzen seien. Die m Südkamerun interessierten Hamburger Firmen hatten es als wünschenswert bezeichnet, bei den Verhandlungen mit Frankreich für den Südosten des Schutzgebietes die Gewinnung von Tfcha und einer möglichst jroßen Strecke von Sauga als Grenze anzustreben und den dortigen deutschen Besitz un Unualbgebiet zwischen den genannten beiden Flüssen nach Möglichkeit abzurunden. Der französischen Re- • gierung war die Bewilligung von Gebietserweiterungen an I Deutschland gerade an diesem Teil der Grenze dadurch erschwert, daß hier große und einflußreiche französische Koiizessious-s gcjellschauen tätig sind, denen die etärhmg der deutschen Kon- iurrenz unerwünscht sein mußte. Der wirtschaftliche Wert der für einen eventuellen Austausch in Betracht kommenden Gebiete ist durch verschiedene Umstände, ihre Bodenbedeckung, Bevölkerungsdichtigkeit und die Lage zu den schiffbaren, über dem Kongobecken mit dem Weltverkehr m Verbindung stehenden Flüssen, stark beeinflußt und schwierig abzuschätzen. Erst nachdem die Kommission in längeren Verhandlungen über die nach dieser Richtung anzu- nehmende Wenrelalion zwischen den wirtschaftlich so verschiedenartigen Geländen eine Basis für den Gebietsaustaujch geivonneu hatte, wurde vereinbart, daß Deutschland für seinen Gebietsverlust im Kundo-Gazagdbiet und nach Annahme des oberen Kampo, des Korn und Ama (oberer Jvtndo) als Begrenzung des weltlichen Südkameruns das ganze Imke untere Tacha-Ufer bis nach Wesso und das rechte Sanga - Ufer von der Dachamündung bis zur 'Mündung des Rjue, des rechten 9lebeitflufieS des Sanga, mit einem garantierten Gebietszuwachs von 2500 qkm Urwald erhalten solle, Während Deutschland bisher nur 30 Kilometer Usergebiet am
Sanga besaß, wird es künftig über 150 Kilometer Uferstrecke an diesem das ganze Jahr mit Tampsern befahrbaren Flusse verfügen. Die neue Grenze geht, von der spanischen - französischen Grenzecke aus, den Wtem, dann seinen rechten Nebenfluß Korn aufwärts, bis dieser unter parallel 2 Grad 15 dem Aina am nächsten kommt; sie führt dann auf diesem Fluß über, dem sie abwärts bis zu seinem Schnittpunkt mit dem Kanpo parallel folgt. Diesem parallel geht sie dann notgedrungen, da in diesem Gebiete keine geeigneten Grenzflüsse zu finden waren, nach Osten bis zum Grenzpfeiler 4 am Wege von Dongo nach Eta durch das Jua -- Tal, bann zu der Wasserscheide zwischen dem Masinlo und dem Jua, und bann den Jua abwärts bis zu seiner Mündung m ben Tacha, ber bann bis zu seiner Bereinigung mit bem Sanga die Grenze abgibt. Ist so die Süd- und Südostgrenze Kameruns unter ausgiebiger Benutzung natürlicher Grenzlinien und unter sorgfältiger Abwägung der beü)erledigen Jnllnesien nicht unwesentlich um» gestaltet worben, so hat ber nördlichere Teil der Ostgrenze ver- lstiltnismäßig nur geringe Abänderungen, aber immer unter möglichster Benutzung natürlicher Grenzlinien, erfahren. Auf den Ort Künde hatte Deutschland nach dem Wortlaut des Vertrages von 1894 keinen Anipruch,. Er ist bei Frankreich verblieben, weil sein Besitz für die deutsche Verwaltung nicht wichtig genug crichien, um für denselben große Opfer zu bringen. — Weiter im Norden hat das deutsche Gebiet östlich von Ngaum- dere eine Ausdehnung über den 15. Aieridian bis an ben westlichen Quellarm des Logone erfahren unb zwar gegen die Aufgabe des östlichen Teiles des deutichen Besitzes an dem westlichen Schari-User bis zu ber Väüiibung des Bar-Jli in den Schari. Hier schuldete Deutschland nach dem Wortlaute des § 3 des Anhanges zu dem Vertrage von 1894 Frankreich ohnehin eine Kompensation für den übet den Meridian 17 Grad 10 hinausgehenden Besitz am Schari. Das durch die Bagirmi-Einfälle entvölkerte Land liegt sehr weit vom Zentrum der ixutfafen Verwaltung in Kusferste entfernt und wäre nur nach Menschenaltern unter Aufwendung von sehr erheblichen und kostspieligen Riachtmitteln vielleicht wieder zu bevölkern gewesen.
Ueber Binder, das nach den Feststellungen dec Greilzexpedition unzweifelhaft aus sranzöiischem Gebiet liegt und auf das unter diesen Umständen 2eut,astand keine Rechtsansprüche geltend machen konnte, war eine Verständigung nicht zu erzielen. Frank- rem) legte den allergrößten Wert darauf, £>,e auf seinem Gebiet belegene Hanptftadt zu Debatten und wonroglich den deutschen Teil des Sultanates iwch hmzuzuer.veroen, um sein, an sich schon räumlich beschränktes Zugangsgeoier zum Niger-Benne bester ausgestalten zu können, während Teutschland aus ähnlichen Gründen nicht in die von sranzö,ischer Seite lebhaft gewünschte Ab- lvetung des deutschen Telles dieses Sultanates an Frankreich einwiliigen konnte. Die von beiden Parteien geforderten Entschädigungen für eventuelle Am gäbe der betreffenden Geb iets- anteile waren so weitgehend, daß sie schließlich von beiden Seiten als unannehmbar erachtet wurden. Deshalb mußte es an diesem Teile ber Grenze, abgesehen von einigen kleinen, durch bie Lage der Tvrfiömplexe gebotenen Abweichungen, bei der Grenze von 1894 verbleiben. — Das beutschchranzösischc Grenzabkommen wird demnächst in seinem Wortlaut veröffentlicht werden, sobald das zurzeit noch in Arbeit befindliche Ä'artenmaterial fertiggestellt ist.
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Universitäts-Nachrichter».
X Marburg, 17. April. Tie I m m a t r i f u I a t i o n c n zum Soinmerseinester beginnen unmittelbar nach den Feiertagen und zwar am 21. unb 27. April sowie 1. unb 7. Mai für bie Theologen; am 22. unb 28. April fowie 4. unb 8. Mai für bie Juristen; am 23. mib 29. April sowie 5. unb 9. Mai für bie 'Mediziner und am 24. und 30. April sowie 6. und 11. Mai sür die Philosophen.
Mannheim, 18. April. Ter F am i l i e n in ö r d e r R o n e l l e n f i t j ch, der am Fastnachtsdienslag seine Frau und seine Kinder ermordete urid vom hiesigen Schwurgerichte zu tebens- länglichein Zuchthaus verurteilt worden war, hat in der vergangenen Macht i>n Geiäugnis zu Brrichjat seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht.
zahlreicher erfasse, darauf war infolgedessen drittens Wicherns Absehen gerichtet, dem sollte eine möglichst umfassende Verkündigung des Evangeliums, eine wirkungsvolle, freudige Vertretung der christlichen Religion in Schrift unb Wort dienen. Gewiß ist diese Aufgabe zunächst geschichtlich der Kirche und ihrem verordneten Amte zugewlesen unb sie wirb heute rneit besser als vor 100 Jahren — bas bezeugen bie Berichte aus jenen Zeiten — erfüllt; aber bet bem Wachstum ber Öememben, bei ber lokalen Ausdehnung unb Zersplitterung derselben reichen bie pfarramtlichen geistlichen Kräfte nicht aus. Den Mächten bes Unglaubens unb bet nackten Selbstsucht, beten unausbleibliche Folgen bas ganze Volkstum schäbigen, gilt es mit bem Zeugnis von ber be* jeligenben Macht bes in Glaube unb Liebe, in Freub unb Leib unb treuer Arbeit sich bcwährenben Chtlfientnms entgegenzutreten. Unb wo sich Kreise finben, bie als Seeleute, als Answanberer ober in der Diaspora ber georbneten kirchlichen Versorgung entzogen sinb, muß ihnen freie Eoange- lijlentätiQfeit Ersatz bieten.
Auf biejem Felbe ist noch mehr als auf den oben bezeichneten Gebieten für unsere Generation anzufangen unb fortzufühcen übrig geblieben. Sollten wir btefe Aufgaben nicht aus Dankbarkeit m Angriff nehmen, wir, ine wir so viel Gutes empfangen haben unb uns tagtäglich unseres Besitzes erfreuen? Ober wollen wir uns unbaukdar unb bamit des Segens unwücblg etioeijen, ber für uiyer beulsches Voll bem Christentum entströmt ist, ber auch in einem Mann wie I. H. Wichern, m feinen Werken unb Anregungen zum Wohle unzähliger unserer beulschen Volksgenossen von neuem offenbar geworben ist. Die 1UO. Wicberkehr beS Geburtstages I. H. Wicherns sollte auch in unserer Mute, in Stabt und Land Talen zeitigen, bie baoon Kunde geben, was wir if)m unb dem, dessen Geist m ihm mächtig war, allezeit schuldig sind. p. g.
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Exlibris-Ausstellung im Frankfurter Kunstgewerve - Mus e uan. Aus Ftontsurt wirb uns geschrieben: Zwei Dezennien etwa ist es her, daß das Exlibris, dessen Ursprung im Xo. Jahrhundert zu fudjen ist, wtedor
jur Mode geworden ist. Persönliche Bucheigentumswerte suchte man durch Künstlcrhand aus dem vorderen Buckfdeckel eine individuelle Besttzanzeige zu verleihen. Ais Grundmotiv dienten der Warne, das Acoiwgramni, das Wappen, nickst selten auch das Bildnis des Bnacheiitzers. Kunstlerphantasie schuf dann durch Allegorien, Embleme und Devisen das sogenannte Exlibris, bei dem Kupfer stick), voi-jidjintt, Aetzung und Lithographie minoirken. Da hier eüi eigenartiges Äunstgeviet seinen Nährboden fand, mackfte sich auch balo die Sammelwut an diese Exiioris, wodurch der Kunst ein weiterer Dienst eriuiefen wurde. Sieht man von der größten Exl.orissanunlung ab, die 21 ooO Exemplare auswics und deni verstorbenen Grasen von Westerburg- Leluingen gehörte, so ist oer Franksurler Buchhändler Karl Fr. Euler als Be,itzer der beöeuteni>|ien modernen Exliorissanim- lung zu nennen. Im Interesse dieses Künstzweiges ist es zu begrüßen, da» die,e Saimuiung z. Z. m einer Ausstellung ücm Publikum zugänglich gemacht luiro. Im großen ganzen ist aber das Dargedvtene mehr eine ins kleine gehende große Kunst, als eine wirkliche jtieüminft, es find &ri)je in bie ^studienmappe, Getege i usproouicwuen du: mannigiaastten Art, bei, benen bie geboren Beziehungen au^-er Frage stehen. In dieser Richtung eine Auswahl zu treffen, verbietet bie große Menge d.s Dargedotenen, aoer trotzdem möchten wir einigen Mnnlern, wie ^of. oat.ter, Emu Orlu, Max Klinger, Otto Hupp, Julius Diez, Maximilian Daico ben Vorrang einiüuir.en. Stille kjeid/aulmjitit, cast deutsches Gemüt, jinDen roir in Elejnen Blättchen von Richter auf kleinem Raum bereinigt Max Ktinsc-r schuf 14 ibluttcr, von benen das eigene des Meisters, wwie das für die „Muiikbioliothek Peters'' mit dem Leethoocn- pc-rtvai oie fll-öujlen sind. Otco Greiner und Bruno yerour, von letzt.r.m, 40 Bucher, sind auygcjeiuMtcte Beherrscher der men)Ljliu,.n Gestalt. D>.r Prager Emu Orlik gibt nahezu ein 1)ülüv£> Hunden Proben «einer feinjügigen Hand und seines aus- gepvagtcn, feibit auf beschrankter Fluche sich entfaltenden Farven- liiuies. Heiurch Bogelev-Worpswede, Otw Uboewhe erkennt man aus Den criicn Blick, jener |einnervig und zierlich, dieser grost- z- gig-abövevierend. Fritz Erker nuanciert besonders jein, wäh- reno Albert Weiti in oen Spuren Böck!ins wandelt. Eduard Eevharoi, urauz Sasfeu, Aiois Kolb, Hermann Hirzel, Otto Blü- mel, Wuu) Geiger, Adolf Hiwebrand geoeii m il)cen lebens- >rohen Darftellungen interejjaule Beitrage. Auch die Frant- »urler Kunickecichau ist verlrsten. Hans -ehoma, den wir immer lwu) zu den Unirißcn zahlen, sei ettvuhnt mit prächtigen Holzschnitten, dann »rm Böhle mit einer Rittergestalt im T-ürer- stlk. B^rtlja, Bagge,, F. G. von Berirab, E. Evioniati, H. Duni- ür, Hu>»o Elian, bLoo. Foren, I. Happ, B. Mannfeld, Alfred Oppcrunum, W. 2teu;ljiiujcr, Franziska Redelsheimer haben jich ebenfalls in Der E .iffimg geschniacktwller Buchzeichen versucht
Zürich, 18. April. Der Zahntechniker unb angeblich, Schriftsteller Moderom au§ Stettin, bet au§ Züricher Bibliotheken über 150 Druckschriften des 15. und 16. Jahrhundert- im Werte von ungefähr 4500 Franks enlwendete und ver- kaufte, wurde vom Obergerichte zu anderthalb Jahren ArbeitShaui und fünf Jahrrn Landesverweisung verurteilt. Die Mehrzahl der entwendeten Stucke konnte von Berliner, Leipziger und Atünchcnei Antiquaren wieder beigebrachk werden.
Paris, 18. April. Das Schwurgericht in Bar-Le'Duc verurteilte den Metzger Levy wegen Lieferung verdorbenen Fleisches an die dortige Garnison zu einem Jahre Gefängnis, 500 Frank Geldbuse und 300 Frank Schadenersatz
Vermischtes.
* Feuer. Das ungarische Dorj Sztsia ist bis aus 20 Häuser vollständig nicbecgcbuannt. Viel Vieh, Getreide und Futteroorräte sind vernichtet.
• Geraldine Ferrar in Lebensgefahr. Aus New-Pork wird telegraphiert: 2115 Geraldine Ferrar nach dei Vorstellung un Theater zu Baltimore vor der Bühne erschien um sich für den Hervorruf zu bebauten, fiel ber schwere 23oc- hang, unter bem bie Künstlerin stanb, plötzlich herab. Ein Schauspieler stürzte auf sie zu unb riß sie im letzten Augenblick zurück, ehe sie der Vorhang, ber sie getötet haben würde, treffen konnte. Doch fiel dieser so dicht vor ihr nieder, da^' ec die Diamanten in ihrem Haar zerschmetterte.
* Schneelawine. Aus Calgary wirb gemeldet, daß am Montag im Albert Canyon in ben Rocky Mountains eine Schneelawine niebevgmg, welche ben Eisenbahnbamni unb bie Wohnräume ber Eisenbahnarbciter in eine Felsen- schlacht hmabriß. Dreißig Japaner würben dabei getötet
Kirchliche Nachrichten.
Gottesdienst in oer (©ubanlage).
Mittwoch ben 22. unb Donnerstag b en 23. April 1008: Paffahfest-Ende.
7. Tag. Vorabend 7.15 Uhr. 'Morgens 8.30 Uhr. Predigt.
Nachmittags 4.00 Uhr.
8. Tag. Vorabend 8.15 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. Nach- mittags 4 Uhr.
FeftcsausgtNtg: 8.25 Uhr.
.... ^.riiiLgefeüfchaft.
GottcLdienst.
Mittwoch b e u 22. und Donnerstag den 23. Ap ri l 1908: Paffahfest-Cnde.
1. Lag. Borabend: 7.15 Uhr. Morgenö: 8.00 Uhr. Nachmittags: 4.00 Uhr.
2. Tag. Vorabend: 8.20 Uhr. Morgens: 8.00 Uhr.
Nachmittags: 4.00 Uhr.
Fcstesausgang: 8.20 Uhr.
Meteorologische Beo^ucyruttgen
der Ltatiou CLießen.
Höchste -Lcmpcvatut am 19. bis 20. April = -4- 3,9" C.
Niedrigste , , 19. „ 20. „ -p U,9v U.
April 1908
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des Giessener Anzeigers, mitgeteilt ron der Bank tUr Handel und Indusirie, Giessen.
Frankfurter 3>i0/, Reichsanleihe . . do. . . ö^°/0 Konsols .... 3X do. .... Hessen 3>i °/e Oberuessen . . . Uesterr. üoldrente. 4';e % Uesterr. bilberrente 4?» Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . , 3>o Portugiesen Lorie 1 3% Portugiesen „ UI 4 >5 e/0 russ ätaatsanl. 190:> japan. Staatsanleihe 4% Lunv.Türken von Uä>3 1 ürkenlose
ßiör»e, 21. April, 1.15 Uhr.
91.25 | hJektm. Lahmeyer . . 121.50
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PhcDweiler Bergwerk . . 2U9.-0 Geiaeiikirchen Bergwerk . 194.00 Hauiourg - Amerik. PaketL 112.10 liurpener Bergwerk. . . 197.0t l.aurabütte .... 209.30 2\ordd. Lloyd . ... 97.40
Ubeischles. Eisen-Industrie 99 siO Berliner Jandelsgcs. . . 162.50 Darmstädter Bank . . . 125 75 Leutsuhe Bank .... 233.20 Deutsch-Asiat. Bank . . 13d-^’ Diskouto-Komuiaudit. . 176.3t Dresdner Dank . . . . 139 50 Kreditaküeu 199.00
Griech. Monopol-Anl. . 49,2o \% äussere Argentinier . 85.75 u°/0 Men Kauer . . . 66.40
4>av/e Chinesen .... 95.20
Aktien:
Bochum Guss 216.00
Buderus E. W 112.30
Tenden'.; rabig.
Berliner Börse, 21
Baltimore- und Ohio-
Eiseulahn 62.90
Gottnardbabn
Louiuard. Eisenbahn . . 23 90
Gesten, btoaisuuini . . . 146.50 1 nu'..e-Heuri-Ei8eubabn . 120.00
April. Anfangskurse.
Canada E. B 151.70 Darmstadter Bank . . . 126.0*J Deutsche Bank .... 233.50 Dortmunuer-Union C. . . 63.30 Dresdner Bank . . . 139.75
Tendenz still.
Llarpener Bergwerk. . . —•" i.auraiiütte ....."",—
uomuardeu E. B. ...
.Xordd. Lloyd 97 00 i uraenlose
Kindermehl
Krankenkost
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Ich muss luiieu w.rkiicii V.iWdüe tiiaGuea, ©Eine Künstlerin muß doch ihre Siimme schonen und denn eine einzige, ernfchasle Ertattung rann der und der ganzen Karriere geiahrlicn werden. Lodener Aiiueral^Panillen tuib doch auch ein so oeaue»^ O Mittel zur Pflege des.Halses, des Kehlropies und der ganjc Aunungsorgane, da» Sie wirtlich ichteumgü darnach greu" follien. Haben Sie erst einen Amiang gemadst, oanu nMu** Sie Fays echte Lodener auch immer und Sie werden habet laljrcn. Die Schachtel kostet 85 P,g. unb tu nt ouc
Ja Apochereu, Drogerien und Mineralwaiferhandiungen haben- lassen Sie pch aber keine Nachahmung auwangsn. in» ™
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