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22/05/1908 Erstes Blatt
 
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falsch

gebaut werden müssen, denn

ob die Patienten, die

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Das

Klinik in einer bestimmten Stadt

ob eine

kleiner hätte gebaut werden müssen und

zu Gunsten

es

Verantw. für Feuilleton u. Vermischtes: I. V.: E. Anderson.

«I <1 81? 27 93

Hamburg-Ainerik. Paket! 112.25

15. Kiel

Obeisehles. Eisen-Industrie 100.30

62.50

88.75

Mterliner Börse, 22. Mai. Anfangskurse.

198.00

. 139.25

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.-a Drogerie und Mlneratwanerhandtung, weise aber jedwede pcachahmnng mit Entschiedenheit zurück. hv/»

Es ist bekannt, dass mit aller Energie Herr Vossius damals

Sdwlz- >iarKß.

Frage, nicht

in den könnte

allen deutschen H o ch - Behauptung, diese Augen- nicht mehr als Legende, und Professor Biermer in

Elektriz. Schlickert . . Eschweiler Bergwerk . Gelsenkirchen Bergwerk

Wo das

66.70

96.6V

. 156.70

. 124.50

. 232.50

Harpener Bergwerk Laurahütte . .

Lombarden E. B.

Nordd. Lloyd . . l'itrkenlose . . .

119.75

109.30

205.90

193,00

. 22 80

. 148.90

. 120.50,

d i e g r ö ß t c A u g e n k l i n i k v o n schulen besitzt, so wird die tlinik sei zu groß angelegt, wohl wie die Sperren Professor Vossius

95.30

88.95

96.00

3J/2°/o 3% . Wto 3% W/o 3>i7o

Berliner Haudelsges. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio-

Eiseulahn . . . . Gottbardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Uesterr. Staatsbahu . . Pnnce-Hemi-Eisenbahn

. 162.50 . 124.75 . 232.90

. 135.60

, 175.90 . 139.50 . 198.50

5.

6.

7.

8.

9.

10.

11.

12.

13.

14.

die für

Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .

Tendenz;: fest.

61 Betten,

48

65

39

68

72

85

62

73

100

40

100

75

75

75

Bett gehören, teilen.

Nein: die so groß und

M,

. 22.90

. 95.20

. 150.00

Göttingen Halle Heidelberg Jena Königsberg Leipzig Marburg München Rostock Würzburg

Die gibt mir abends beim Schlafengehen keine Bonbons, sondern 5iue£ Fays ächte Sodener Mineral-Pastillen- und geh' ick) zur Schule, dann bekomm tdj immer gleich sechs Sluck, damit ich mich nicht erkälte. Und ich bin und) nie krank und iVinma sagt, daran wären mir Fays ächte Sodener schuld. Man taust für 85 Pfg. die Schachtel in jeder Apotheke,

11 Ziehung

Zieboog Vu die Gewinn Na mir (Oboe Gew3l , ISO M3 131 7 Mol »19 (500] 5' I? ill 25 949 43! a SM [3000] 15 iXO) 7100 55 77! NGO 582 (1000

die üniversttät, wenn'" 5er Mgeordnete für Gießen darlegt, daß er einen schweren Stand habe in der Kammer, weil immer wieder auf die enormen Summen hingewiesen werde, die die Hochschule in Anspruch nehme, dann ist doch wahrlich der Stadtverordnete berechtigt, an die Verausgabung zu reichlicher Mittel zu erinnern zu Zwecken, denen man sparsamer hätte gerecht werden können.

Die Hinweise also auf die Wahl eines zu teueren Platzes, bei dem 1OOOOO bis 150 000 Mk. hätten erspart werden können, wie auf ein nicht bestehendes Bedürfnis für eine Direktorwohnung waren durchaus am Platze und können von mir noch viel ausführlicher und beweiskräftiger vertreten werden, als es im Vorstehenden geschehen ist.

So hat denn auch Herr Professor Biermer anerkannt, daß mehr hätte gespart werden können.

Und was die Größe der Augenklinik betrifft, so habe ich und das ist der dritte Punkt, in dem ich, um auf zu großen Geldaufwand hinzuweisen, Ausführungen machte erklärt, man halte in sachverständigen Kreisen die Augenklinik für zu groß.

Eigene Sachkenntnis zu besitzen, habe ich nicht prätendiert, das ist ja ganz selbstverständlich und der Hinweis des Herrn Vossius auf meinen Sachunverstand ist deplaciert.

Sachkenntnis mir anzueignen durch eine Besichtigung der Augenklinik erachte ich für ausgeschlossen, denn man kann nicht an der Klinik und ihren Einrichtungen erkennen, ob sie

Türkenlose.....

4% Griech. Monopol-Anl, 4% äussere Argentinier

3°/o Mexikaner . .

4>4 7a Chinesen . . .

Aktien:

Bochum Guss ....

Buderus E. W. . . .

Tenden?: fest.

der Verncyerungsträger erfahren. Er spreche zum

gewiesen ist.

Die Universität Gießen hat etwa 1200 Studenten, sie ist also eine der kleineren deutschen Hochschulen, die Bevöl­kerung, welche die Klinik aufzusuchen angewiesen ist, wird ge­bildet von den Einwohnern der Stadt, der Provinz so­weit nicht diejenigen der südlich gelegenen Teile sich nach Frankfurt wenden, ferner den Bewohnern der angrenzen­den preuß. Landesteile, der Wetzlarer und Dillenburger Ge­gend.

Weder der Umfang der auf die Gießener Augenklinik ange­wiesenen Distrikte noch die Beschäftigung und Lebensweise der Bevölkerung (die in anderen Gegenden für die Erkrankungen der Augen in besonderem Maße causal ist) deuten auf außer­ordentliche. die Existenz einer besonders großen Augen­klinik rechtfertigende Verhältnisse.

Man wird vielmehr sagen dürfen, daß eine kleinere Hochschule in mittelgroßer Stadt in Frage steht.

Und wenn ich nun demgegenüber konstatiere, daß Gießen

. 150.70

. 50.60

haben Augenkliniken die Universitäten:

1. Bonn eine solche mit

2. Breslau

3. Erlangen

4. Berlin

den verehrten Mannes lautete wörtlich:dort oben ist die Luft reiner und solche braucht der Kranke: man hat aus den Seltersberg die Kliniken gestellt in der Absicht, später auch die anderen Institute diesen anzugliedern, d. h. nach draußen zu verlegen, nach draußen wo das Baugelände billig und freies Gelände genügend zu haben ist").

Ich höre Herrn Professor Rehn noch, als wir droben standen, die Isolierbaracke sich befindet, äußern:Ja meine Herren ist ja überhaupt der Platz für die Kliniken."

82.80

91.90

82.80

90.75

91.50

99.00

99.00

93.80

9(11 in.: Die m Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle m der betreffenden Krankheit nut von auswärts nach Gtcßeu gebrachte Kranke kommen.

W. Grünewald, Rechtsanwalt.

Ansicht vertrat, nur der Platz, den das Staatsprojekl die Augenklinik vorsah, sei der richtige, kein anderer komme in Betracht, Staub, Rauch, Wind belästige die Kranken, wenn die Anstalt auf die Höhe komme, llndder verantwort­liche Leiter des Betriebs müsse in nächster Nähe der Klinik

von Ufademikern bewerben: cs würden sich Dutzende von Kandidaten finden, die vielleicht die Ministerstellen ebenso gut oder gar noch besser ausfüllen würden. lAllgl Heiterkeit im Hause und am Regi'rungStische.) In sachlicher Hinsicht be­tont der Redner zum Schluß, .s läge eine ganze Reihe von Miß- ständen auf dem zur Sprach stehenden Gebiete vor und die Regierung müsse so bald wie möglich, an eine Verbesserung der gesetzlichen Bestimmungen herantreten.

Nachdem sich Abg. Uevcl noch gegen seinen Fraktions- genofsen Molthan gewendet und erklärt hat, daß er sich dessen heutige Aeußcrungen für die Zukunft merken werde, wird die Besprechung geschlossen.

Auf die Anfrage des Abg. Joutz, was die Regierung zu tun gedenke, um die F e l d b e r e i n i g u n g im Lande zu be­schleunigen, gibt Minister Dr. Braun gleichfalls eine Regie- rungsertlärung ab: die Regierung hat danach das eifrige Be­streben, über die Nützlichkeit der Feldbereinigung möglichste Auf­klärung zu verbreiten, sowohl durch landwirtschaftliche Vorträge und durch Unterwetfungen in den landwirtschaftlichen Winter- fchulen. Der Herr Minister gibt dann einen kurzen Ueberblick über das bisher besonders in Oberhessen auf dem Gebiete der Feldbereinigung Geleistete: die Zahl der Beamten sei von 54 auf über 80 erhöht und damit auch eine Beschleunigung der Feldbereinigung gesichert worden.

Abg. Joutz erklärt, daß ihn die Regierungsantwort nicht befriedigen könne; cs werde vor allem noch zu wenig Personal Tür diese Arbeiten verwende,. Die Verstärkung des Personals hätte viele Jahre früher erfolgen müssen. In der Bevölkerung sei sehr wohl Verständnis dafür vorhanden, aber die Kosten seien zu hoch.

Damit ist die Interpellation erledigt.

Zur Beratung kommt nunmehr der Gesetzentwurf, betreffend die Fürsorgekasfe für die Beamte» der Landgemeinden und weiteren Kommunalverbände

sowie die zu dieser Materie cmgebrachten Vorstellungen und die verschiedenen Anträge des Abg. liebel. (Wir haben über den Inhalt und die wesentlichen Bestimmungen des Gesetzentwurss bereits ausführlich berichtet und können uns deshalb über den Verlauf der Beratung türzer fassen. D. Red.)

Abg. Dr. Osann gibt ais Ausschußreferent zunächst ein allgemeines Bild über die Ziele und Absichten des Füriorge- gesetzentwurfes und betont besonders die sozialpolitischen Gesichts­punkte bei dieser Vorlage. Dieselbe habe in den gründlichen Beratungen des Ausschusses eine sehr wesentliche Verbesserung

Klinitbaiiten.

Wenn ich erst heute auf die Darlegungen des Herrn Geh. Medizinalrat Dr. Vossius in Nr. 105 desGieß. Anz." nut einigen Zeilen erwidere, so hat dies seine Ursache in dem Um­stande, daß meine früheren Informationen beruhten auf den Mitteilungen von Personen, die ich, wie bereits gelegentlich in der Stadtverordnetenversammlung bemerkt, nicht als Gewährs­männer angeben will. Es war vielmehr nötig, statistisches Ma­terial aufzusuchen, mit dem ich jetzt hervortreten kann.

Zunächst darf ich indessen feststellen, was überhaupt von mir in der Stadtverordnetenversammlung gesagt worden ist.

Angesichts der von allen Rednern anerkannten Säumnis des Staates bezüglich Errichtung einer Ohren- und Hautklinik und des Begehrens, daß die Stadt in erheblichem Maße zu den Kosten der Erbauung dieser Anstalten tontribuieren möge, habe ich darauf hingewiescu, daß nicht nur rücksichtlich der Ohren- und Hautklinik der Staat mit Unrecht zögere, sondern daß er auch die bestehenden Kliniken ungenügend mit Mitteln bedenke, so z. B. herrsche vielfach Mangel an Pflegepersonal usw. Der Großh. Fiskus habe und hierin liege der Grund dieser üblen Spar­samkeit zu wenig sorgsam gewirtschaftet mit den seinerzeit für die chirurgische und Augenklinik sowie für die Veterinäranstalt zur Verfügung gestellten Mitteln. Der Großh. Fiskus habe die beiden erstgenannten Anstalten auf einen um mehr als das doppelte teureren Platz gestellt als er südöstlich der inneren Klinik zur Verfügung stand, er habe die Augenklinik zu groß bcmefien, so daß sie, wie man in medizinischen Kreisen behaupte, nicht voll belegt sei, und er habe Gelände für eine Direktorwohnuug enteignet, die nicht nötig sei.

Die letztere Bemerkung wurde durch den Zwischenruf des Herrn Professor Biermer erwidert, daß die Direktorwohnung ja gar nicht gebaut worden sei, worauf ich dem dies allerdings nicht gegenwärtig gewesen war bemerkte, jedenfalls fei Gelände enteignet worden für den im Expropriationsverfahren von Herrn Vossius als unumgänglich nötig bezeichneten Bau, dessen Not­wendigkeit von Herrn Geh. Justizrat Hirschhorn und mir lebhaft bekämpft worden sei. Daß sie nicht gebaut worden fei, erweise die Nichtigkeit unseres damals eingenommenen Standpunkts.

Ich will nun heute nicht behaupten, daß die beiden Kliniken nicht stattliche und schöne Gebäude, gut und modern eingerichtet und geeignet sind, den Kranken, den Lehrern und den Stu­dierenden alles zu bieten, was nach dem Stande der Wissenschaft gefordert werden kann: meine Ansicht indessen, daß sie aus der Höhe besser stünden, hat sich nicht geändert. Es ist bekannt, daß damals nahezu alle Sachverständige unter fast alleinigem Widerspruch des Herrn Vossius (dem Herr Psannensticl einigermaßen sekundierte) die Etablierung auf dem von mir vorgeschlagenen weniger kostspieligen Terrain vorzogen. So äußerten sich Rehn, Köhler, Muhlot, Sardemann, Riegel (bic gewichtige Aeußerung des leider nicht mehr unter uns weilen­

wohnen : hierfür könne Gewähr nur in der Einrichtung einer Dienstwohnung bei ober in ber Klinikgefchaffen werben".

Ich habe bemgegenüber ausgeführt,es liege im Interesse unserer Hochschule, wenn man spare. Würden bei dem Ge­ländeerwerb erhebliche Beträge erspart, so würden die Kammern eher geneigt sein, weitere Mittel zu bewilligen, z u m Ä us - bau unserer Universitätsinstitute". Das war am 18. März 1903.

Man hat damals die Gutachten Rehn, Riegel, Muhlot, Sardemann, Köhler bei Seite gesetzt und hat nach den Wünschen des Herrn Vossius gehandelt.

Und wenn nun jetzt es hapert mit den Geldmitteln, wenn die Regierung sagt, es sei schon soviel bewilligt worden für

Frankfurter BSörse, 22. Mai, 1.15 Uhr.

Reichsanleihe . . 91.851 Elektriz. Lahmeyer . . do.

Konsols do.

Hessen . .

Oberhessen

sich nur beantworten nach den Faktoren, aus

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(Straßburg konnte ich nicht ermitteln.),

Somit hat Gießen mit 123 Betten die größte Augenklinik von allen deulscheu Universitäten wahrscheinlich auch von allen der Welt.

Man wende nicht etwa ein, die anderen Universitäts­städte besäßen besonders gut und großartig eingerichtete Privat­heilanstalten für Augenkranke, denn diese, meist auf Stif­tungen beruhend, stehen überall im Einklänge mit dem Be­dürfnis und die Augenkliniken richten fich nicht nach den vorhandenen Privatanstalten, foudern eher diese nach jenen.

Göttingen, als Hochschule wohl mit Gießen in Paral­lele zu stellen, eine Stadt von 34 000 Einwohnern, besitzt keine Privataugenheilanstalt und doch, wie oben bemerkt, eine Universitäts-Augenklinik von nur 68 Betten.

Gießen besitzt übrigens eine Privatheilanstalt mit 30 Betten, die auch vergrößerungsfähig und mit Mitteln reich­lich versehen ist, so daß sie wohl schon vergrößert worden wäre, bestünde wirtlich ein Bedürfnis.

Ich habe mich übrigens auch mit der Größe der Privat­anstalten in Relation zu der Größe der Städte ober Reviere, in Denen sie sich besinden, befaßt und fand, daß Augen­kliniken von über 100 Betten anscheinend nicht existieren.

Der Regierungsbezirk Arnsberg i. B., ein Revier in­tensivster, industrieller Tätigkeit, in dem außerordentlich viele Augenkrankheiten vorkommen, besitzt in Hagen, einer Stadt von 80000 Einwohnern, eine Heil- und Pflegeanstalt für Augen- kranke des Regierungsbezirks mit 92 Betten.

Wiesbaden besitzt eine große Augenheilanstalt: eingc- teilt in eine poliklinische und eine stationäre Abteilung, eine öffentliche Wohltätigkeitsanstalt, die dem Zwecke dient, auch unbemittelten Augenkranken ohne Unterschieb der Staatsange­hörigkeit und Konfession Hilfe durch freie ärztliche Behand­lung und Pflege zu gewähren.

Diese Anstalt hat 90 Betten.

Ob ich mit dem Vorstehenden bewiesen habe, daß die Gießener Augenklinik nicht so groß hätte gebaut werden müssen, wie es geschehen ist, ob somit unter dieser zu reichlichen Bemessung die Errichtung und Versorgung der an­deren Institute leidet ober nicht, das muß ich dem Urteil der Sachkundigen überlassen für mich und für die Beur­teilung der Frage, ob ich als Stadtverordneter ver­anlaßt gewesen bin, die von Herrn Vossius angefochtenen Aeußeruligen zu tun, habe ich jedenfalls genug bewiesen: von Märchen und Legenden kann keine Rede sein und was die Fahrräder und Automobile, die Schreibmaschine und das Telephon mit dieser Frage zu tun haben, das ist mir von dem Vossius'schen Artikel überhaupt dunkel geblieben.

Es fällt mir nicht ein, die gute hygienische Einrichtung der Klinik zu bemängeln, ich freue mich, daß die Augen­kranken behaglich und gut untergebracht sind, ich möchte von Herzen allen Kranken ein Gleiches wünsckjen aber das hat mit dem Recht und der Pflicht des Stadtverordneten nichts zu tun, in dem angegebenen Zusammenhänge der Meinung Ausdruck zu verleihen, die Klinik sei zu groß angelegt er hat damit nur die communis opinio boctorum, ganz wörtlich genommen, wiedergegebeu.

Gießen, 20. Mai 1908.

TeSefoeiäs©^® Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fUr Handel und Industrie, Giessen.

. 219.70

. 112.50

zu groß ist oder nicht und in dieser Hinsicht spielt es auch gar keine Rolle, ob sie wenig ober ob sie bis unters Dach be­legt ist. Auch wenn ich die vollbelegte Klinik sähe, würde ich noch nicht überzeugt sein, daß die Augenklinik so groß habe ich vermag nicht zu beurteilen, 123 Betten liegen, auch alle ins

holder Harmonie sagen, erscheinen.

Denn -7- man gestatte mir die Angabe einiger Zahlen

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Harpener Bergwerk. . . 198.1)1)

Laurahütte......214.00

Eordd. Lloyd .... 96.00

dürfen, läßt , , .

denen sich bas Bedürfnis ergibt: dem Lehrzweck der sich bestimmt nach ber Größe ber Hochschule, ber Zahl ber Stubierenben und bem Heilzweck, ber sich bemißt nach ber Bevölkerung, bie auf bie Inanspruchnahme der Klinik an-

Ich habe eine tiuge, liebe Mama!

................

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Tre dcutichcn ^ebensversichcrungsaciellschaften im Iabrc 1907. Nach demNanonat-Oetonom" betrug der gesamte Lcbens- versicherungsbestand aller deutschen Gefellschästeu 11379, der Nein' znmachs 708 Millionen Mark. Es hatten an Gesamtbestand Die Victoria 1506 Millionen Mark, Gotha 952, Stuttgart 820, Leipzig 815, Germania 780, Karlsruhe 616 Millionen Mark. Von allen 50 Gesellschaften hatten 43 je mindestens 1 Millarde Mark wenigerGesamtverncherungsbestand als dieVictoria. DerBestandder Victoria war um 554 Millionen Mark hoher als der der nächslgrößtcn Gesellschaft. Der Relnzuwachs war mit 111 Millionen Mart am größten bei der Victoria. Bei der nächsten Gesellschaft tvar der 3u; wachs nur halb so groß. Volks- und Sterbetassenversicherung be­treiben ca. 30 Gesellschaften. Der gesamte Versicherungsbenalid hierin betrug 12o5 Millionen Mark, wovon die Halste mit 613 Millionen Mart auf die Victoria fommt; der Rcinzuwachs betrug 87,7 Millionen Ai art, bei Der Victoria allein 40,1, trotzdem diese Gejellschan im Voriahr an Versicherungssummen 30 Millionen Mark für Sterbefälle und Abläufe zur Auszahlung gebracht hat. Gn Der grd goren ^ebemv Versicherung allein hatte die Victoria einen ReinzuwachS von <1 Millionen Mark, der höchste Zuwachs, der bisher je in Deutschland erzielt ist. Im ganzen gingen bei der Victoria im Jahre 1907 616 066 Versicherungsanträge ein, d. s. pro Arbeitstag über 2000- Die Anträge in der Feuer- und Eitibruchdiebstahl-Versicherung (sehr wett über 100 000!) sind dabei natürlich nicht imtgeredjnet. fG

Schlüsse bie Erwartung aus, baß baS Gesetz in ber Kammer baldigst zur Annahme gelangen werbe und er hoffe auch, baß der Wunsch bes Ausschusses, das Gesetz möglichst auf alle Ge­meindebeamten ohne Ausnahme ausgebehnt zu sehen, baldigst in Erfüllung gehen werde. In ber jetzigen Bearbeitung der Vor­lage durch den Ausschuß fei dafür die beste Grundlage gegeben.

Minister Dr. Brann schließt sich den Wünschen beS Aus- schußrefercnten an und erklärt, er tonne bem Gesetzentwurf kein besseres Geleitwort mit auf den Weg geben, als bie Versicherung, daß die Regierung allen vorn Ausschuß beantragten Beschlüssen ihre Zustimmung erteile.

Nachdem bann noch Abg. Ulrich einige sozialpolitische Be- trachttlngen in bekannter Art angestellt iinb sich ebenso, wie bic Aba. Wolf und Korell, im allgemeinen zustimmend zu dem Entwurf ausgesprochen, ivird bie Debatte um J,i2 Uhr abge­brochen.

Nächste Sitzung: Freitag früh 9 Uhr.

4% Uesterr. Goldrente. . 476 % Uesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Bente . . . 3% Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen III 4%°(0 russ.Staatsanl. 190a 4X7o japan. Staatsanleihe 4% Conv. Türken von 1*JU3

VermkdchSes.

* Fr a n z ö s i s ch e E h e s ch c i d u n gs st a t i st i k. Laut rtner neuen Statistik, die berKorrespondent" veroffenllichl fft Zahl ber Scheidungen in Frankreich immer noch im' Gtcioen begriffen. Im Jahre 1885 würben nur 2950 Scheidunaen nua gesprochen, 1900 bereits 7157, und 1907 bat den Rekord mit 10 573 Schcibungserklärnngen. Tie Statistit sucht ferner einen Zusammenhang zwischen der Zunahme ber Scheidungen mit der stänbig wachsenden Ziffer ber unehelichen Geburten in ^ran^ reich zu erweisen. Die 87 sranzösischen Departements werden zu biesem Zweck in zwei Kategorien geteilt. Die erste umfaßt die 42 Departements, in benen die Scheidungen am häufigsten sind, b. h. es kommen 62 Scheidungen auf je 100 000 Ein­wohner, währenb in bcn anberen 45 Departements nur vier auf je 100 000 Einwohner zu rechnen find. In den ersten 42 Departements fallen nun auf 100 000 Einwohner durch­schnittlich 180 illegitime Geburten, in den zweiten 45 kaum mehr bie Hülste, nämlich 95. Das Seine-Departement, das die größte Zahl ber Scheibungen aufweist, hat auch die größte Ziffer der unehelichen Geburten, nämlich 454 auf je 100 000 Einwohner b. h. also fast 24 Proz. aller Geburten.

* Eine einzigartige Sammlung von Zeich* nungen, mehr als hunbert an der Zahl, hat eine junge engl Dame Helen Tongue nach ihrer Heimat gebracht, um ste hier auszustellen. Es find genaue Kopien nach Felszeichnungen und Bildern ber Buschmänner, die 15 Monate lang jn den verschiedenen Teilen der Kapkolonie gesammelt und abgezeichnet wurden. Die Zeichnungen sollen in einem größeren Werk ver­öffentlicht werden; sie geben über bic künstlerischen Anlagen ber Buschmänner einen überraschenben Ausschluß.

CK. £ a 5 Theater i m Harem. Abdul Hamid ist ein großer Theaterfreund und hat sich von einem italienischen Komiker Arturo Stravello seit etwa 10 Jahren ein Theater ganz nach seinem Geschmack einrichien lassen. Stravolo ist allmählich zum Intendanten der Vergnügungen von Pildiz - Kiosk nuigeftiegcii; seine ganze Familie unterstützt ihn bet diesem schwierigen Amte' und gegenwärtig ist ein junger Stravolo auf einer Reise durch die Hauptstädte Europas begriffen, um das Repertoire zu er­neuern. Die Schanspielertruppc des Sultans ist ganz militärisch indrei Kompagnien" eingeteilt: Oper, Operette, Lustspiel. Alle haben einen militärischen Grad : der Tenor ist General, der Bariton Major, ber erste Geiger Kapitän. Alle tragen Uniformen.

Möchentl. Uederiichl öerToveLsälle i. S. Stadt Gicheir

20. Woche. Vom 10. bis 16. Mai 1908.

Einwohnerzahl: angenommen zu 30 400 (infl. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeitszisfer: 18,81%0, nach Abzug von 6 Ortsfremden: 8,88 "/ao.

Kinder

Es starben an: Zusamnien: Erivachseite:

im ebensjahr:

vom

2.15. Jahr

1. L

Lebensschwäche

2

2

int Wochenbett

1

1

Tuberkulose

2(1)

2(1)

Gehirnabsceß

Kl)

1(1)

Krämpfen Gallenblasen-Ent-

1

1

zündung

KD

1 (1)

-

Blinddarmeiitzündung 1 (.1)

KD

Krebs

1 (1)

1 (1)

Selbstmord

1(1)

1 (1)

Summe

11(6)

8 (6)

3