icberin heute aus btc
hat
der
'dn- dem
der Frankfurter Automobilllnb beschlossen, 25 000 Mk. teilscheine zu übernehmen und sich mit 3000 Mk. an Äarantiefonds zu beteiligen.
•• Zur Ausführung der Feldbereinig ung
w. Wiesbaden, 23. Juli. Das Eaisonkest der Kurverwaltung auS Anlatz des XL Deutschen Turnfestes nahm einen imposanten Verlaus. Eine nach tausenden zahlende Menschenmenge ersüllte den glänzend illuminierten Kurgarten; darunter viele Turner, welche heute nachmittag mit Extrazugen und auch schon vorher hier eingetrosieu waren. Ten Glanzpunkt deS Abends bildeten nach einem Dopvelkonzert die vom Tnrngau Wiesbaden vorzüglich dargestellten Alarinorgrnppeii, welche aus einem Podium über dem KurhaiiSiveiher gestellt und von einem Lcheinwerier efsektvoll beleuchtet wurden. Tie einzelnen Gruppen waren: „Amor*, .Olympische Spiele', »Aufruf zum Kauwi", .Ter Kamps", .Ter Friede" und »Huldigung an Jahn". TaS letzte Bild ivurde mit begeistertem Jubel begrüßt. Em tausendstimmiges .Gut peil" dnrchbrauste die Lust, als sich der Vorhang über dem Bilde schloß. An die Stellung der Viarmorgruppen chlotz sich ein glänzendes, aus zirka 60 Nununern bestehendes Biillaiiiicuerwcik, dessen Clou eine große TekorationSsront, die vier Turnzeichen darstellend, bildete. Ten Schluß deS großartigen Festes machte cm zahlreich besuchter Ball in dem prunkvollen großen Konzerlsaale des Kurhauses. — Tie fremden Turner besiichten außer anderen Sehenswürdigkeiten auch das Königliche Schloß, das vieles Sehenswertes bietet und von den Fremden sonst vielfach nicht die gebührende Beachtung findet.
ind die Anforderungen, bic man an die in Betracht kommenden Vereine stellt, recht minimaler Natur. Sv hat
pii erhalten und der damit auch die Aisscnscljasl einen unschäd baicn Dienst geleistet lyü." Die Rede flung in einem drei fachen poch ans Kaiser Wilhelm II. und Großherzog Ernst Ludwig aus. Rektor Walde gedachte dann nochmals der Gaste aus Nah und Fern und widmete ihnen fein Glas.
iagSabg. Tr. Osann gab der Freude des pestenlmrdeS und der Stadt Darmstadt über das Empvrblühen der pochschu^ Ausdruck und toastet' aut di feil . Bros. Wicko p dankte der Stadt Darmstadt und Geh. Baurat Koch den Bauleitern Pros. "Luger, WickoP und dem Baumspekwr Landmann. Das Festmahl dauerte über 3 Stunden.
Ter Festkommers, den die Darmstädter S t u d c >> tcnschast anläßlich der Einweihung der Erweiterungsbauten ■brr Lechnischen Pochschule heute abend im Orpheum veranstaltet chatte, bildete einen schöne» Abschluß der heutigen Feierlichkeiten. Wohl 800 Teilnehnirr vom jüngsten bis zum ältesten Semester be setzten den großen ZirkuSsaal bis zum letzten Platz, während die Valerie mit einem reichen Damenkranz geschmückt war. An der Ehrentafel hatte neben den auswärtigen Güsten und den zum rrftenninl seit langer Zeit wieder vollzählig erschienenen Pro feiioTcnfollcgüini der pochschule auch Minister Dr. Braun, itzeheimcrat Freiherr von Biegeleben und Ministerialrat Dr Weder Platz genommen. Ten Vorsitz führte dipl. cand. Rudolf Schäfer, der auch nad) einer schwungvollen Begrüßung brr Gäste daS erste poch auf Kaiser und Großherzog ausbrachte. Nach einer kurzen, mit pumor gewürzten Festrede kommandierte derselbe 9t ebn et einen urlräftigcn Salamander auf bic Technische Pochschule und ihren Lehrkörper, wofür Rektor Walde in ebenso launiger Weise einging und den vom Vorredner gebrauchten Vergleich vom Braukessel (Pochschule und dem Gebräu (Studenten) weiter ausspann und auf das gute Gelingen des „Gebraus", mit dem er übrigens als Braumeister im verflossenen Semester sehr zufrieden gewesen sei, einen Salamander kommandierte. Unter stürmischem Beifall wurde daraus ein pulbigungStele- gramm an den Großherzog abgefanbt Der erste Ehar- giertc beS „Wingolf" slud. math. Pfersdorfs kommandierte mit allen Kommilitonen einen Salamander auf die Gäste und die Stadl Darmstadt und später hielt Minister Tr. Braun eine köstliche Ansprache, in der er sich nach seiner heutigen Auszeichnung al? „Kommilitone" bekannte und als „jüngster Fuchs" feinen Kommilitonen ein dreifache» poch ausdrachte. Namens der Stadt danlie Beigeordneter Baurat Jäger und toastete auf bic Technik und ihre Jünger Ter Vertreter des Miltelrheinischen Architekten und Jngenieurvereins '.Hegienin-i-?baumeiftci Wagner toastete aut bic akademische Jugend und stud. MöbuS tiribclita^ auf bic Damen Damit hatte der offizielle Teil sein Ende erreicht. Das Präsidium der „Fidelitas" übernahm dann nach altem Komment der höchststehende akademisck» Burger, also Minister Tr. Brann, der nach kurzem Walten seines Amtes dasselbe dem Rektor Magnisikus übertrug, der e- wiederum an Pros Wickop abpab. Es war schon lange nach Mitternacht, al-3 derselbe dann „Lx ost" verkündete
im Zusammenwirken mit einer einsichtsvollen Landesvertretung feiner 'Jlrgienmg zur Pflicht gemacht hat, tatkräftig die Aus- gaben der Technifckjen pochschule m Lehre und Forschung zu fordern. — Mit Stolz kann unsere Festgeberin heute aus die Entwickelung »utiüfblidcn, die fie in wenigen Jahrzehnten gt» nommen. die fie dankt in erster Linie der eigenen geifügen Kraft. Sie würde ihre pohe gleichwohl nicht erreicht haben, bitten nicht ihre Errungenschaften Ausnahme in einer m fcgendTcübem Frieden erstarkten Industrie gesunden und hätte nicht Der wachsende materielle Wohlstand immer weiteren Kreisen btc Möglichkeit erschlossen, bic (rriolge der modernen Technik sich dienstbar zu machen.
Tanfbar blicken wir deshalb heute auch zu dem Oberhaupte des Reiches, dem Kaiser, enipor, der in 20 jähriger Regierung iij verstanden hat, ohne Schädigung unserer nationalen Ehre mit starker Pand unserem Valerlande die Segnungen deS Friedens
weit überbolt wertL.-irrstem daS RÄnd^Tnnr-
fd:. wie behauptet wird, einen Uebenchus von nnj WOOOWf beacht. (o bar heute 'chon gesagt roerbee, doch das L urntest in Frankfurt Das Nürnberger noch um ein Beträchtliches übertreffen wird. .
ysllron,milche?
Die Turner hatten nr-r. Durst und Punger."USedracht. der sich durch die packendste Sd-ucmmg nicht io drastisch schildern lätzt «I» t-jTd) Marnix Staiiiht: »ui Mn ZrHtoW mann Swa- brau freien ohne Ausnahme vertreten, ' enter gab es uns Pilsen er Uroudl. Jns?famt sind "^4 obmldtibMer ^e- rechnung 6000 Pektoliter Bi-r rerzapn worden. An '^ankmrier W-r -ben sind auf dem Festplatze während der ^vttage rund 250UO Würstchen konsuwi rt worden und 20O Zentner Rwpchen. Die Schinkenbrötchen erreichten die stattliche Zahl von nn"*lcrttI' milhon. Auf'al lend wenig ist m den ^erwtNsckaMn des ptaves Kaffee getrunken it*orC*n. dagegen bal daS iaurnrirt Maws- butb der Palle 35000 Tassen JCaf’.'t verzeichnet In der tfrit balle rutSru 9 3h . in den übrrn WiNschaüshallen t/) 3tr. ^oncr» freut r -rbrrjdx uftt> rund 12 OK) Stück Federvieh wurden ver^ ehrt. An Lchsensteifch, «albsteiich. Schweine,lei,ch. pammel'le,sch betrug der • on-um wert über 1000 3<ntna. derhalMiSmatzig gering war der Verbrauch an Käse, der nck» aut nur^ 20 ZenMer belief Eier 6000O, Butler 100 Zentner, Zucker 100 Zentner, Brot 50o Zentner, an denen bic Feithalle mit 64 Zentnern beteiligt ist Außerdem wurden noch ffiKbe, -Sorten, Makkaroni, 3a! i und 40000 Gurken verbraucht.
Die städtische Trambalm beförderte während der fünf Haupt- sesttage indgriamt 2 230000 Personen.
An ber Turnfahrt nach dem Niederwald beteiligten sich etwa 8000 Turner. An dem Denkmal wurden Kianzc nu'bcraclcgt. Tie Ccfterrctd-x-r veranstalteten eine eigene Feier und legten Kranze mit W'-dmungen und Schleifen am Tenkmal nieder. Nach der tretet zerstreuten sich die Turner. Ern Teil fuhr kn Rhein abwärts, ein anderer nach Paris. r
Gestern abend wurde der Turnlehrer Karl Breu- ning aus Zielenzig, der zum Turnfest hierher gekommen war, tn einem Logw von einem tödlichen Schlaganfall getroffen.
XL deutsches Lurnseft.
V. Fran kfurt a. M , 28. Juli. Ein finanzieller Erfolg.
TaS finanzielle Ergebnis des Turnfestes läßt sich nock) nicht endgültig >cfUcgat. Man Lofft aber, keinen Fehlbetrag m- zeichnen zu muhen. Tic Ausgaben von etwa 780000 Mk. dürften reichlich aedeckl sein, so daß bet Garantio-FondS von 1 Million Mk wohl nicht herange.zogen werben roirb.
Tic Dauerkarten haben rund 100000 Mk. einaebracht Etwa? mehr würbe aus den Karten für die Turner erlöst. man muß von der Gcfmn lei nn ahme für die I unter Tat kn noch die per- nellungSkosten für das Fest buch und das Festabzeichen abziehen. Als Rettocrlös aus Turnersestkarten darf man rund 2t>0000 Mk in Anrechnung bringen. Zu diesen 300 000 Mk. kommen die Tagrscinnadinen. die am Sonntaa ‘25000 Mk. am Montag 40000 Mk, am TienSkag 20 00O Mk., am Mittwoch rund 3000U betrugen Tic Nachfesttage dürften noch rund 5O OZ.1» Mk bringen. Tw (vciteivonpoibe darf man insgesamt mit ruiib 4000) Mk au Buch stellen Es steht alfo eine iye|amtcinnabmc von 505 OK) Mk so gut wie sicher. Tie Gesamtausgaben bclaftrteit den Finanzausschuß mit <80000 Mk. Es bliebe sonach noch em Tcfipt von 275 000 Mk zu decken Tiefe Summe ist aber hinreichend üuvmglculxn mit den Einnahmen au Den Wirtschans pachten, den Mieten nir die Verkauisstände usw Nach dem Umsätze der Brauerneli und Aepfetioeuiorodujenten kann man bestimpit rechnen, daß die 275 000 Mk. Nicht nur gedeckt, sondern
iKnbemie Brok. Tr. F r e u n d » Frankfurt. T ' Romme rrfrrrs: Dr. Louis Merck fceg'.ürfroürH ?e tte Lochsch.üe narr'-, ‘.ec ? - dustrielleu des Großhenogtrnns fcri^en und der benachbarter Ge- litte und teilte mit, daß dieselben der k le eine Stihunr von 51 000 Mk. zur Verfügung stellten, die besonders für Btabienteiien re. verwendet werden möchten. Ferner hat ein ungenannter Freund ber Hochschule den Betrag von 20 000 Mk. für Anichastung doii Instrumenten x . 'trL Btrftxn Walbe dankte nochmal- allen Rchm-rn für bte Trciinb- -suchen Glückwünsche uno bic Ehrem'penden unc» teilte fobc.tr. md, bombte pochschule krön der ihr vcrl -chr t Be-ugr s bttr^V...rthrr das Jmiern, Erz. Dr Braun, bte Würbe eines „r.r tng lehrenhalber verliehen Ixibe, ebenso dem Referenten für .voaHmul- wesc» im Ministerium, TZinifttriÄut Ti Weber und i>rm Borschenden trr Abie, anxi'<n. ' ' Nat trrbrn^ Don
Siegeleben. Tie gleiche W-roe erteilten stör und -eno: noch dem QkU Oberbaarat k 11 ler»Berlin, dem Professor für Maschinenbauwesen. Rickxrrd S t r i < be ck - Aeu-BabelAerg und dem Grh. Kommerzienrat Dr. Louis Merck- ^.armtrabt. Zum Schluß seiner Rede brachte Rekw: Salbe dem PrvttktorGrvk. Herzog Ernst Ludwig cm breunaUges poch auS. in nKlori alle Anwesenden begeisterungSvoll etnftimmten. Mit dem Mannerchor „Tie Stiftungsfeier" von Mendelssohn-Banholbn schlo» die erhebende Feierlichkeit, welcher unter Boraukritt des Grvkhervgs nach rin Ufngner Rundgang durch die neuen Räume wlgte. — Um 2 Uhr veriammrlten <ich bi' Festtclnchmer und tebrengaitr zu einem gerne infamen Festmahl im städtischen Saal bau. Am Abend ist Frstkommers im „Orpheum".
An dem oniziellen F e st m a d 1, da» zur jirtcr ber Vollendung •ber Erwriterungs!>autcn an ber Technischen Hochschule beute nach- -mittag im städtucheii Saalbau ftatnalrb, nahmen etwa 250 Personen teil, darunter als Ehrengäste Staat-minister Dr Ewald. Minister des Innern Tr. Braun, Geh. Staatsrat Krug von Nidda, Geh. Rat Frhr v B i e g e l e b e n, Ministerialrat xv Weber, Oberbürgermeister Morneweg u. a. Aen ersten Toast brachte Staat-minister Dr. Ewald mit folgenden Worten aus. „Die Frier, btc uns vereint, ist nicht em yreft allein des Prisenlandes Tenn bte deutschen Pochschulen sind Gemeingut brt gefomten deutschen Volkes T« Gesetze, bereu Erforschung und Lehre btc Aufgabe der technischen Pochschulen ist, und keine Landesgeictzc. Sic beherrschen die Welt. Darum ist auch dic Darmstädter Technische pochschule eine Sammelstätte, von der au- nicht nur Prisen- lernbegierige Jugend, sondern Söhne des deutschen Nordens, wie des Südens ind des Auslandes bic Errungenschaften der Technik weü über bte Grenzen der rot-weißen Pfchc in das praktische Leben hinauStragen. - Wir alle, welche die Freude an der Blute tc^iischer Wissenschaft l^-ute -usammen- aesiihrt hat, gleich viel, ob Pefsen oder nidxt, richten d.Shalb voll Dankbarkeit den Blick nach dem Fürsten deS vessenlandes, der
Das Iugendscst in Gießen
am Donnerstag den 23. Juli.
Gebet den Kleinen ein Fest, , bereitet ihnen Freude —
ein strahlender Blick awi i einem Kitzderauge ist taufeiidfachcr Tank.
So war er denn endlich herangekonimen, der Tag, der von vielen Kindern herbeigesehnt worben >var und von dein ie nicht minder viel erhofften und erwarteten als von dem WcihnachtSfcste. Auch der Himmel meinte cS gut an diesem Tage, lnd Frau Sonne lachte freundlich auf die festlich geputzte Kinberschar hernieder und half fo um vieles mit, daS Fest und bic Freude der Jugcnb zu erhöhen. Ganz planmäßig und in bester Ordnung bewegte sich der Festzug zwifchen 2 und 3 Uhr dem Philofophemvaldc zu. Schon lange vor der Zeit hatte sich eine schaulustige Menge auf den Straßen, durch die der Zug pasficren sollte, eingefunden. Mil drei Musikchoren, Fahnen und Fähnchen und reizenden Guirlandcu marschierten Tausende Kinder, Knaben imb Mäbchen, zum Festplatze. Tie kleinen Mäbchen in ihren weißen Kleidchen und bunten Schärpen, mit Epheukranzcn im .paar, sahen allerliebst auS. Ta konnte man manches Persönchen sehen: zierlich und nett wie ein Nippfigürchcn. Aus allen Kinder- gcsichtcrn leuchtete freudiges Erwarten. Tas äufjeilc sich auch in jedem ihrer Schritte. Vergnügt marschierten bic kleinen Beine nach den lustigen Klängen der Musik. Und wo diese den Ohren nicht laut genug war, wurde gejauchzt und munter gesungen.
Im Philosophenwald angekvmmen, gab-5 zuerst eine kleine ^eftrebc auf den Großherzog. Tas „.poch ' ertönte aus unzähligen Hellen Äinbcrfhmntcn voller Festjubel unb Bc- geislcrung. Tarauf sang man „Deutschland, Deutschland über alles" und ging bann zu den verschiedenen Spielplätzen. Es war alles trefflich eingerichtet: jeder Spielplatz durch Pfahle unb Stricke eingezäunt. Tie Knabcii belustigten sich beim Wurstschnappei', Dritlcnabschlagcti, Mausefaltjpiel u. a. Auch Turncrfpiclc, wie L'^lzenrutscheit und Seil- flcttcni dienten als Gaudium. Tie Mäbchen vergnügten sich an Kreisspielen, Korbschlagen und Ballwerscn "unb ungezählten aubcrcit hübsckwn Spielen. Tic Spielplätze tvurben von Erwachsenen umstellt, die ihrerseits tvicdcr eine Freude darin sanden, der vergnügten Jugend zuzuschauen. Tarunter fanden sich gewiß viele, bic einst vor Jahren an diesen Kinderbelusrigungen mit teil- genommen hatten. Tic üblichen Buden, unter deren Plaiien- dach mancherlei Leckereien parabieNcii, übten leichtbcgreif- Uchc Anziehungskraft aus. Auch für Getränke war in vollstem Maße gcioi . fernerhin ein Platz vor
handen für solche Kinder, die sich verlausen hatten. Zwischen den Plätzen unb Reihen wanderten Mitglieder der Sanitats- kolonne, um nötigensallS sofort Helsen zu können. Kürz, cö war alles vorhanden zum ^lohlc ber Kleinen. Und diese fühlten sich auch an diesem Tage als Hauptpersonen.
viegen 6 Uhr fand bte Verteilung von Gesärenken statt. Auf jedem Spiclvlatz scheine sich ein kichernder, schwatzender Pausen, unb zahlreiche Kinderhände streckten sich nach den sacke und Portemonnaies, Tasüienniesfer, Schrclbmappen und vieles andere mehr. Für bic Mädchen: Körbe, Bälle, Frül-- siucksdoien unb jo tvettcr unb so weiter. Und jedes war überrascht und^beglückt und ließ |tin Äeschenl bewundern.
'Juid) 7 Uhr leerte sich allmählich der Philosophenwald und nach 8 Uhr vgen fie alle im Zuge der Stadt und ihren Behausungen wieder zu. Zur das Gelingen des Jugendfeftco hatte in allercrjter Linie oie ciubt unb ihre Stadtvatcr sorge getragen. Aber auch bic Einwohner,chaft hat nach
Gemarkung Obenhauscn im Kreise Gießen ist der Geometer I. Klasie Karl Schmidt zum 1. August nach Qhftfen versetzt worben.
* • Silberne Hochzeit. Morgen, Samstag den 2d. b. M. begeht unser früherer Mitbürger Karl Stohr unb Frau, geb. Stohs, in Neuwied a. Rh. das Fest der silbernen Hochzeit.
• * Ä u s o e IN Bureau des StadtthcatcrS. Die allwöchentlichen Lperettengastspicle im Sommer finden derartigen Beifall und haben sich in folchem Aiaßc eingebürgert, daß sie bereits als ständige Einrichtung zu betrachten sind. Lluch für bad Gaitfpicl des nächsten Ticnfltag gibt sich lebhaftes Jntcresie kund, zumal .Gafpacone" all eine bei liebenswürdigsten und melodtenreichflen Operetten Atillöctcrs gilt.
** 25iährigcS Stiftungsfest der Pafjo-Rhe- nania Unter großer Beteiligung von ieiten der Alten Herren und auswärtiger KarteUverbindungen begann am ! i kath. deutsche Studentenverbindung Passo-Rhenanm ihr iilbtriul Jubelfest nut dem BegrüßungsabcnD im potcl Schütz Tcr iol* genbe Tag bot uns ein farbenprächtiges Bitb: Gegen 3 llhr land ein Umzug durch die Straßen der Stadt unter Boraiitiut von 5 Reitern mit der Standarte des Kartellvcrbanoes stau; der 116 er Regimentskapelle folgten die Wagen mit der Fahne der Verbindung und dem Semor nebst Vertreter des Vororts. Tatar, schloß 'ich PHUiftcrium und AtuvitaS, sowie eine große Anzahl von 5iartcllbrübcrn. Ein vielleicht noch schöneres Bild bot gegen Abend die Fahrt ber 35 Chargierten in Wichs ixnC Fahne vom potcl Schutz zum Kolosseum, wo ber Zestkommerß itattianb, bet einen imposanten Verlauf nahm Tie Galerien waten von einem ftatUid)tn Tamcnflor beicßt. Nach Erön- nung des Kommerses begrüßte der Senior Die Festteilmh.ner, worunter fick, beianben perr Tom Dekan und Prälat Proteste' Tr Seldß als Vertreter des Biscdoss von Mainz. Seine Mag- ninzenz der Rektor der Unwer-itat Herr Prof. Tr. Leist, tonne mehrere Unwcrsitätsproseuoren. Unter bcu viclsachen Reden, nie gehalten wurden, sei betondctS erwähnt die bedeutsame 'Jübe
>cr Weise im uamen btt alma malet die Vcrbmoung beglückwünschte. Sem Salamander galt ber Pasio-Rhenania. Am tolgentxn Tage janb cm Festakt tm potcl Schütz uatt, rote er l-erzlichcr unb rourbiget kaum hatte gefeiert werden tonnen. Tabu wurden der Vcrbmoung von vielen -ölen schöne und nützliche iveschenkc überreicht Taran schloß iiäi lls haftsvereins, an be*
1 Personen beteiligten. Von da ging! zum 1 'st aus bic Ltcbigshöhe. Tas Kvnzcrt, auSgetühtt von btt Ncgimentskapelle bts Int RegtS Nr. 116 unter persönlicher Leitung beS Perm Musikdirektors Krauße, dauerte bis gegen 10 Uhr Rach cmgetrctenct Tunkelheit sand cm Brillant-Feuef werk statt mit Beleuchtung des Phtlosophenroaldes. Ten ^diluB bildete trödlich.: Tanz, der bis zum trülxn Morgen fc- nrbmet vereinigte. Einen würdigen Abschluß des ganzen Fettes gab der Ausslug nach Wetzlar.
• • Männcr-Turn-Verein Gestern abend holte gezc» 10 Uhr der Männcr-Turn-Verein seine Sieger voni Teutjche» Turntest in Frankfurt mit Mufik an der Bahn ab. Ein galt* lichet Zug von Turnerinnen und Turnern gab den 3ieg:rn rill gleite, tiebttall auf »einem Wege wurde der Zug mit l^bhafteii x'Ubcl von der Bevölkerung begrüßt, an manchen Stellen sogar mit Blumen bedacht. Auf dem Liiroenplav zog der Zug an den beiden Siegern in nrammen -chritt vorüber, diese ,o nach Turner- art ehrend. Tie Räume des Tarmttäotcr Hauses tonnten alle
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irxitlncye mit einem jubelnd aufgenommenen Gut Heil auf den Protektor des XI. Deutschen Turnfestes S. K und K poheu den Kronprinzen des Teunchen Reichs und von Preußen und auf x .1 H. den i^rotzherzog In ferner Festrede nies er auf die bcnlroürDigen gejchick Kichen Merkpunkte des letzten ituvcfcn Ium* •feftcö bin, die Gedächtnisfeier m der Paulskirche mit Dem Gc-
RTäften das ihriae ;um Gelincicn deSFesteS be.gehragen. So hatte u a. bte Firma Jtrmann 3000 an "J
Jugend konenlos abgeneben. Und allen denen, die dieses SaAiige Juaendfest möglich gemacht haben - ihre Namen ‘tnb uns meist unbekannt — haben wohl alle bte Meinet F^stteilnehmer schönen Tank zu sagen.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 24. Juli 1908.
•• Vom Großherzoglichen Hofe. Ter Groß- Herzog empfing am 22. Juli den Riltmentcr d^r Reterve, F-ibrikdesitzer Brückner au- Ealbe a. d -aale, den Lber- bidliothekar Tr Heuser von Gießen, den ^andrar a.r. o. Marr von Homburg v. b H; -um Vortrag den Ltaats- Minister 1t. Ewald, den Minister beS Jnncrrr ^r. Braun. Den Vorstand des Kabinetts Gcheimerat Romhrlb. den Generaldirektor des Hoftheaters unb ber posmu,ik Werner
• • Eharaktcrvcrlcihung. Tcr ('Eroßherzog hat dem derzeitigen Rektor ber Tcchnliwcn Hochschule -u Tarm- 'rabt, orbcntlidien Professor ber Baukunst Heinrich Walde den Charakter als Geheimer Baurat erteilt.
• • Orbcnsverlcihungcn. T<r Grotzherzog hat bent ordentlichen Professor ber ^ngenicurwissentchasten Geh. Haurat Aleranbcr Koch bas Enrenkreu- bes Berdienit* orbens Philipps bes Großmütigen, sowie den orbentlichcn Professoren der Baukunst E-eorg Lickop und Fmebrich Putzer btc Krone zum Ritterkreuz 1 Klasse bes Verdienst- orbens Philipps des Großmütigen verliehen.
• • Uebertragen wurde cm 21. Jul» d. I. dem Lehrer Johannes Gebhardt zu Fürth i. £., Kreis Heppenheim, eine Lchrcrstelle an der Getncindeschule zu Lorjch, Kreis Bensheim: ber SchulamtsasviranUn Helene Seelgen aus Tarmstabt eine Lehrerinstelle an der G^meinbefchulc zu Eberstabt, Kreis Tarmstadt.
’* Ter Großh. Regierungsbaumeister Best in Offenbach a. M. wurde beauftragt, bic Stelle eines Minifte- nalfcfrctärd bei Großh. Ministerium der Finanzen, Abtei* lung für Bauwesen, bis auf weiteres zu versehen.
T ic kriegsmäßige Transportubung mir leichten Armcelastfahrzcugen behufs Erprobung von ver* schicbenen LasttTastwagcnlnpen auf Kriegsbr.'.uchbarkclt und Feststellung ihrer Subventionssähiglcit zwecks Einführung in bürgerliche Betriebe, bic von einer Versuchsabteilung ber Verkehrstruppen am 8. Juli von Berlin auS unternommen würbe, erreichte am 20. Iult Hersfelb. Tt üchsabteilung kam m Hersfelb mit 25 Automobilen und Motorlaslwagcn an. Sämtliche Lagen, bic mit je 10») bis 120 Zentner — Sanbsäckc unb Fas,er — beladen, sind in verhältnismäßig gutem Zustande angclangt unb haben bi- jetzt bic Prodc ihrer Leistungsfähigkeit, Dauerhaftigkeit und stricgdbrauchbarl'cit abgelegt. Tic Autos finb von den vcr- fchiebensten Fabriken, natürlich nur bcutidjcn, bet Heeres- leitung zur Ber ü worden. Die Uebung wurde
von Hersfelb aus über Bebra, Kassel fortgesetzt und endet am 25. Juli in Berlin.
* * Automobilklub unb T a u n u s r c n n b a h n. Während man der Stadt Frank,urt a. M. in Bezug auf bic Taunusrcnubahn ganz eihcdlichc Kosten aufcrlege» will.


