Ausgabe 
23.6.1908 Zweites Blatt
 
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Dienstag S3. Juni 1908;

Zweites Blatt

Nr. 145

Erscheint tägNch mit Ausnahme des Sonntags»

DieGießener ZamMenblätter- werden dem ^Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das Kretsblott für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die ..randwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

158. Jahrgang

haben. Die Kongo-Schutztruppen haben den Häuptling Motuna gefangen genommen; Motuna ist wegen Auf­ruhrs zum Tode verurteilt und sein Sohn zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden. In Neu-Antwerpen im Kongostaat sind sieben weiße Agenten der Mongala-Gesell- schaft verhaftet worden wegen Greueltaten gegen die Eingeborenen. Diese Greueltaten sind begangen worden gelegentlich einer Strafexpedition gegen die Budjas. Außerdem wird eine Strafexpedition organisiert gegen die Bughala- Neger. Von den Eingeborenen, die beim Untergang des DampfersVille de BrugeL" den Kapitän dieses Dampfers und zwei andere Schiffbrüchige, die ans Ufer geschwommen waren, erschlagen und aufgefressen hatten, sind drei verhaftet und ins Gefängnis von Lissala abgeführt worden. Soldaten und Eingeborene überwachen das Wrack und man sucht jeden Tag die noch im Innern des Schiffes vorhandenen Leichen zu bergen.

Rotationsdruck und Verlag der Drühl'scherr UniversitätS - Bncb- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Persien.

Die Lage des Schahs scheint sich in den letzten Tagen etwas gebessert zu haben. Seine energischen Maßnahmen für den Fall etwaiger Unruhen machten augenscheinlich auf die Bevölkerung Teherans .einen günstigen Eindruck. Personen, die zum Kampf gegen' den Schah wegen angeblicher 23er- letzung der Konstitution aufreizen, sind, wie es sich Hernus­zustellen beginnt, Parteigänger des Prinzen Sill es Sultan. Nachdem sie in Teheran Fiasko gemacht hatten, übertrugen sie ihre Tätigkeit auf die Provinz. Von dort laufen seitdem beunruhigende Meldungen über re­volutionäre Umtriebe ein, die offenbar den Interessen des Prinzen zu dienen bestimmt sind. Aus Furcht vor Be­strafung suchten einige Revolutionäre in der Moschee Hallar Zuflucht. In Aserbeidschan ist eine Gesellschaft zum Schutz der Konstitution und gegen die Angriffe der Revolutionäre, sowie sonstigen extremen Elemente in Bildung begriffen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul­straße 7. Expedition und Verlag.- 5L Redaktwnr^-OILA T-^-vidruAnzeigerGießen.

KoUtifche Tagesschau.

Die 3. Konferenz der Ober Postschaffner-Vereinigungen Deutschlands

hat vom 15. bis 18. Juni in Köln stattgefunden. Die haupt­sächlichsten Wünsche der gehobenen Unterbeamten dec Reichs- Postverwaltung hat die Konferenz in einer einstimmig ge­faßten Entschließung niedergelegt, aus der folgende Punkte mitgeteilt seien: Festsetzung des Gehaltes auf 15002200 Mk., in Stufen von je 3 Jahren in 15 Jahren erreichbar, Wohnungsgeldzuschuß in gleicher Höhe mit den mittleren Beamten, Beseitigung der durch die früheren Gehalts­regelungen entstandenen Ungleichheiten und Härten in den Gehaltsoerhältnissen, Sperrung der Laufbahn der weiblichen Beamten und allmähliche Ueberführung von gehobenen Unter­beamten in die den Beamtinnen vorbehaltenen Dienststellen, Besetzung der Postagenturen und der Bahnposten in Personen- zügen mit gehobenen Unterbeamten, Urlaubsgewährung bis zu einem Gesamtdienstalter von 25 Jahren 14 Tage und bei einem solchen über 25 Jtzchre 3 Wochen, Verleihung der Beamtenqualisikation und Einrichtung von Beamtenausschüssen unter Hinzuziehung der Organisationen. Neben den ge­nannten Standesfragen waren Organisationsfragen Gegen­stand der Verhandlungen; einheitlicher Ausbau der Einzel­organisationen, Schaffung eines gemeinsamen Organisations­fonds und Errichtung eines ständigen Konferenzausschusses waren die wichtigsten Beschlüsse auf diesem Gebiete. Im Anschluß an die Konferenz fand die Hauptversammlung der von den Vereinigungen im vorigen Jahre gegründetenPen- sionsprämien- und Sterbekasse * statt, deren Wirksamkeit durch die gefaßten Beschlüffe bedeutend erhöht wird. Die nächste -Konferenz wird in Dresden stattfinden.

Da» englisch-russische Abkommen über Mazedonien.

Im englischen Unterhaus« ist gestern das neue englisch- russische Abkommen über Mazedonien besprochen worden. Lynch (lib.) richtete folgende Anfrage an die Regierung: Ist ein Abkommen zwischen der englischen und der russischen Regierung betreffend die mazedonische Frage getroffen worden? Kann Staatssekretär Sir Edward Grey erklären, welches die Hauptpunkte des Uebereinkommens sind? Hat das Ueberein- kommen die Zustimmung der anderen Signatarmächte des Berliner Vertrages erhalten? An Stelle des Staatssekretärs Grey erwiderte Unterstaatssekretär Peape: Wir haben ein Abkommen mit der russischen Negierung ge­troffen, aber es war noch keineZeit, sich mit den anderen Mächten zu beraten. Bis dies geschehen sein wird, kann Sir Edward Grey nicht sagen, welche Vorschläge in Konstantinopel gemacht werden würden.

*

Vom Kongo.

Von den mit den: KongodampferAlbertville" heute in Antwerpen eingetroffenen Nachrichten sind folgende hervor­zuheben:

Die Abgrenzungskommission hat anerkannt, daß der 80. Meridian die Grenze des Kongostaates 24 Km. weiter nach Osten verschiebt, die Deutschen wollen aber, daß die Flüsse Semliki und Sutchurru als Grenzlinien anerkannt werden. Die Diplomatie wird diese Frage zu entscheiden

Deutsches Rerch.

Das deutsche Kaiserpaar wird nach einer Berliner Korrespondenz im ersten Drittel des August in Stockholm eintreffen, um den Berliner Besuch des Königs von Schweden zu erwidern.

. Die drahtlose Telegraphie wird am 1. Juli in die amtliche Telegraphie des Deutschen Reiches ausgenommen. Staatssekretär Krätkc hat jetzt eine entsprechende Aenderung der Telegraphenordnung auf Grund des internationalen Berliner Ver­trags vom 3. November 1906 erlassen.

Flottenverein. In der Hauptversammlung der Orts­gruppe München des Deutschen Flottenvereins am Sonntag be­tonte der Vorsitzende Generalkonsul v. Oldenburg nach kurzen einleitenden Worten, daß zwar die Danziger Tagung nicht alle Hoffnungen, die man auf sie gesetzt habe, erfüllt, doch habe, man anerkannt, daß in einem großen Vereine Frieden und Fortschritt nur durch Kompromisse erreichbar feien.

Rcalgymnas tasten und juristisches Studium in Bayern. -DerBerl. Lokalanz." meldet aus München: Der Reichs rat nahm mit 32 gegen 20 Stimmen die von seinem Ausschuß abgelehnte, von der Kammer der Abgeordneten beschlossene Berechtigung der R e a l g y m n a s i a st e n z u m juristischen Studium an.

Der Siehener Theaterverein im Jahre \90l-08.

Man schreibt uns:

Am 19. d. M. hielt der Theaterverein seine ordentliche General-Versammlung ab, die der Vorsitzende, Professor Fromme, mit folgendem Jahresbericht eröffnete. Mit Fer­tigstellung des neuen Stadttheaters hatte , sich der Verein neue Statuten gegeben, die den Zweck des Vereins, die ma­terielle und künstlerische Förderung des Stadttheaters, un­geändert ließen, in denen aber die Zahl der Sondervorstel­lungen des Vereins auf im allgemeinen nur drei festgesetzt wurde. Entsprechend diesem Programm verausgabte der Verein im letzten Jahre wieder über 3000 Mark für die Einrichtung des neuen Theaters, und bei der Eröffnung im Juli v. I. beteiligte er sich durch die Veranstaltung einer Opernoorstellung, in welcher Figaros 5z och zeit durch die ersten Solokräste des Frankfurter Opernhauses und durch deren Chor, Ballett und Orchester zur Aufführung gebracht wurde. Nachdem diese Vorstellung die Eignung des neuen Stadttheaters als Opernhaus in glänzender Weise erwiesen hatte, kam eine Vereinbarung mit Direktor Steingoetter zustande, dahingehend, daß der Verein in der bevorstehenden Spielzeit die Veranstaltung einiger Opernvorstellungen durch ein auswärtiges Ensemble übernehmen solle. Der Theater­pachtvertrag hatte die Frage offen gelassen, ob Opern-Aus- führungen in größerer Zahl in einer Nachsaison int Früh­jahr oder in kleinerer Zahl und durch ein auswärtiges Ensemble während der Spielzeit im Winter stattfinden soll­ten. Eine Frühjahrsoper ist in tadelloser Beschaffenheit nicht zu erhalten, das Ensemble ist eben nur für einige Wochen zusammengestellt, den wundesten Punkt aber bildet dabei das Orchester, das bei den Frühjahrsopern immer von einer am Orte ansässigen Kapelle gebildet wird. Eine solche ver­mag aber die Ansprüche, welche man an ein Theaterorchester zu stellen berechtigt ist, selten voll zu befriedigen.

Deshalb entschied man sich, dem Beispiele vieler an­derer Städte, welche ohne eigene Oper sind, folgend, dafür, das Ensemble einer benachbarten Großstadt für einige Opern- vorstellungen zu gewinnen. Bei den mit dem Hoftheater in Darmstadt gepflogenen Verhandlungen sand der Verein seitens der dortigen Generaldirektion ein so liebenswürdiges Entgegenkommen, daß, nachdem S. K. H. der Großherzog seine Genehmigung erteilt und auch dte Mitglieder des Hoftheaters ihre Bereitwilligkeit erklärt hatten, schon An­fang November die erste Vorstellung, der Barbier von Sevilla, stattfinden konnte. Es folgten später Fidelio, Fra Tiavolo und nach Schluß unserer Spielzeit, als Vorstellung außer Abonnement der Waffenschmied. Die Mrjkellungey waren, mit Ausnahme der letzten,, aus-

nicht gedeckt, sondern sind um 1906 Mark hinter diesen zurückgeblieben. Dabei leiht das Darmshädter Hostheater die Kostüme und Requisiten kostenlos, es zieht aus diesen Vorstellungen überhaupt keinen Gewinn, dagegen erhalten die Mitwirkenden, die zu Gastspielen außerhalb Darmstadts nicht verpflichtet sind, selbstverständlich ein erhöhtes Spiel­geld und freie Reise. Für die Rückreise nach Darmstadt muß der Verein wegen der höchst mangelhaften Verbin­dung mit Frankfurt jedesmal einen Sonderzug zur Verfügung stellen, der über 400 Mark kostet. Nimmt man dazu das Honorar der Hosmusik mit rund 1000 Mark, des Soloperso­nals mit rund 650 Mark, des Hofchorpersonals mit rund 750 Mark, sonstige Ausgaben mit 300 Mark, Vergütung an Direktor Steingoetter für Theatermiete, Licht, technisches Personal usw. 350 Mark usw. usw., so überzeugt man sich, daß z. B. die Fidelio-Ausführung insgesamt etwa 3600 Mk. Kosten verursachte. Da nun unser Theater 800 Plätze besitzt, so hätte jeder Platz im Durchschnitt 4.50 Mark kosten müssen, wenn die Ausgaben durch die Einnahmen Hütten gedeckt werden sollen. Infolge der den Mitgliedern des Vereins beim Abonnement gewährten Preisermäßigung und infolge der Aufrechnung der Mitgliedsbeiträge selbst wurde aber der Durchschnittspreis von 4.50 Mark nicht erreicht, und deshalb war das Defizit unausbleiblich. Nachdem inzwischen die Mitglieder des Hoftheaters in dankenswerter Weise ihre Honoraransprüche etwas ermäßigt haben, wird es in Zu­kunft hoffentlich gelingen, unter Beibehaltung der settherigen Eintrittspreise em Defizit bei den Opernaussührungen zu vermeiden. An eine wesentliche Herabsetzung der Eintritts­preise kann aber für alle Zeit nicht gedacht werden, denn die Kosten einer Oper mit ihrem riesigen Apparat von Solisten, Chor und Orchester sind naturgemäß immer sehr hoch und mit den Kosten eines Schauspiels gar nicht zu vergleichen. Eine Oper kann nur bei einem hohen Zuschuß bestehen, selbst kann sie sich niemals unterhalten. So ver­braucht das Frankfurter Opernhaus, trotzdem es immer gut besucht ist, nicht nur den ganzen Beitrag, welchen die Stadt leistet, sondern auch noch den großen Ueberschuß, welchen das dortige Schaujpielhaus erzielt. So kann auch bie Darmstädter Hofoper auf der Höhe, aus der sie sich von jeher befunden hat, nur erhalten werden mit Hilfe oes großen Zuschusses, welcheri der Landesherr dem Theater leistet. Die Stadt Gießen kann Jahrzehnte lang nicht daran denken, eine eigene Oper zu unterhalten; denn die für eine gute Oper (nicht Schmiere) notwendigen Zuschüsse wür­den die Finanzkrast der Stadt weit übersteigen.

Die Sonderfahrt der Schnelldampfers Uronprinzejjin Lecilie".

AuS Bremerhaven wird uns unterm 20. ds. Mts. geO schrieben.A unb stolzestes Schiff hat heute seinen Ehren- ,

tag. Die Kronvrinzessin hat sich zur Besichtigung ihres Palenkindeö angefagt. Seil zwei Tagen herrscht an Bord eme sieberhaile Tätigkeit; an allen Ecken und Enden imrb geputzt und gescheuert und durch die Milte des Salons, in dein man sonst an,' Heinen Tischen speist, wird eine große Ehrentafel gerichtet. Arn! Morgen setzt auch der Himmel mit einer großen Generali-einigungs ein und verschwendet dazu nicht endenwollende Wassermassen. Um i/ ll Uhr trifft der Ertrazug mit den geladenen Gästen eiii: Vize­präsident, Generaldirektor, Tircktoreii uni) AufsichlSräte des Lloyd, Bürgermeister und Senat, sowie die Spitzen der Behörden von, Bremen. Einbescheidener Lunch" stärkt die Versammlung ine die Anstrengungen, die der Tag noch bringen soll: Russisches Vorgericht Hühner - Consomms Seezuiigennlet, indische Art Kalbrücken ä la dauphiue Junge Ente Liplomalen-Salal Schwedische Apseltorte.

Der Regen halte inzwischen ausgehort, sicherlich nut Rücksicht j auf die Waschkleidchen der Bremerhavener Tanten, die m Hellen Scharen den Quai füllten, als püiikllich um 2 Uhr der Hofzug ein- lies. Von Vizepräsident Konsul Achelis, Generaldirektor Wiegand\ und Bürgermeister Marcus begrüßt, entstieg ihm die Kron»! Prinzessin, gefolgt von der Oberhojmeislerin Freifrau v. Thiele- Winkler, den Hofdamen v. Wedel und v. Trotha, dem Hofmarsctzflll

Ausland. \

GrafRoman Potocki, der Erbe des ermordeten Grasen Andreas Potocki, des Statthalters von Galizien, wurde vom) Kaiser F-vanz Josef in den Fürste n stand erhoben.

Im B i a l Y ft o k e r Pogrom Prozeß wurden von 29 An­geklagten 15 freige sprech en. Von den übrigen Angeklagten wurde Nowakowski wegen Totschlags zu drei'Jahren Arrestanten­kompagnie verurteilt, die Angeklagten Nowitzki, Skawronski unty Selinski erhielten je ein Jahr Gefängnis, die übrigen wurden zu kurzen Freiheitsstrafen von drei bis sechs Monaten ocnirtedt.

Zur Lage in Serbien. Infolge der kritischen Lage wird der König den ehemaligen Wiener Gesandten. Dr. Wuitsch mit der Kabinettsbildung betrauen. Dr. Wuitsch stellt die Be-, dingung, daß er keinerlei Rücksicht auf die Verschwörer zu nehmen! brauche. Ter König hat zahlreiche Drohbriefe erhalten. Iw diplomatischen Kreisen St. Petersburgs zirkulieren authentisch«! Nachrichten über eine Zuspitzung der serbischen unüf bulgarischen Angelegenheiten. '

Marokko. In Paris war gestern das Gerücht verbreitet, der, Sultan Abdul As iS sei ermordet worden. Minister-, Präsident Clemenceau hat keinerlei Meldung bezüglich des Ge-i rüchtes erhalten, das hier für vollkommen unbegründet ße*. halten wird. Nach Gerüchten, die in den Wandelgängen der Kämmer umliefen, soll ein Telegramm des Generals Liauthey von der Bildung einer großen Harka in Südoran sprechen. Irgend eine hierauf bezügliche amtliche Mitteilung ist nicht ergangen., Im spanischen Senat erwiderte der Minister des 'Aeußern, Allen de Salazar, auf eine Anfrage, Spanien werde, was für einen Ausgang auch immer der Kampf zwischen Abdul Asis unb' Mulch Hasid nehmen werde, genau die Innehaltung der Verträge fordern. J

Wir werden deshalb noch sehr lange auf das Entgegen-

Ans Stadt nird Land.

Gießen, 23. Juni 1908.

DaS Großherzogspaar in Oberhessen. II. KK. HH. der Großherzog und die Großherzogin mit der Prinzessin Marie zu Solms-Lich und dem Prinzen Alexander von Battenberg nebst Gefolge begaben sich gestern morgen 10 Uhr im Auto nach Ortenberg zum Besuch des Grafen und der Gräfin Kuno zu Stolberg-Roßla. Nach­mittags fuhren die Herrschaften nach Gedern weiter, wo fu von dem Fürsten und der Fürstin zu Stolberg-Wernigerode empfangen wurden. Die Herrschaften haben in Gedern über­nachtet und wollen sich von dort nach Jagdschloß Wolfs-^ garten begeben, um dort, nach dcr Darmst.Ztg., bis auf weiteres Aufenthalt zu nehmen.

L. ü. Landesuniversität. Herr Dr. phil. Kar^ Uller, der sich für das Fach der Physik an unserer Univer­sität zu habilitieren wünscht, hält am Mittwoch den 24.Juni,! 5 Uhr, in der kleinen Aula eine öffentliche Probevorlesung^ über das Thema: Wissenschaftliche Probleme der/ drahtlosen Tele grap hie.

* AuS dem Militär.Wochenblatt. Befördert:) Pier (IV Berlin), Vizcwachtm., zum Leutnant dec Reserve des 2. Großh. Hess. Fcld-Art.-Regts. Nr. 61. Der Abschied bewilligt: Alt (II Darmstadt), Oberlt. her; Res. des 2. Garde-Ulanen-Negts., Stammler (II Darm-> stadt), Oberlt. der Landw.-Jnf. 2. Aufgebots.

** Eine Sitzung des Provinzial-AusschusseS findet am Samstag, den 27. ds. Mts., vorm. 9 Uhr, mit ToU gender Tagesordnung statt: 1. Ablösung der fiskalischen' Jagdberechtigung in dem Pohlgönser Gemeinde-. WaldBodenhardt"; 2. Tei lung der gemeinschaftlichen (Sc* markung Ober- nnd Nieder-Rosback)._________

verkauft, di- Einnahmen Haven aber trotzdem die Kosten! wenn wir in unserem Stadtth-lltcr den Genuß erstklassiger scheint durchaus nicht teuer erläuft, wenn wir bedenken, daß die Eintrittspreise in Frankfurt, der für uns bei ge­legentlichem Opernbesuch allein in Betracht kommendes Stadt, auf den den unsrigen gleichwertigen Plätzen min­destens ebenso hoch, wie bei uns, sind, und daß wir weiter noch die Kosten der Reise, der Wegzehrung und den Zeiü Verlust tragen müssen.

Hiernach trug der Rechner, Herr Challier, die Rechnung des Jahres 1907/08 vor, die mit einem Vermögensbestand von fast 8000 Mk. in Bar abschließt. Die Vorstandswahl ergab die Wiederwahl des Vorstandes des letzten Jahres,

Ter Verein wird auch im nächste'.: Winter einige Opern­vorstellungen veranstalten und unter seinen Mitgliedern ein Abonnement zu ermäßigten Preisen und unter Anrecht nung des gezahlten Mitgliederbcitrags eröffnen. Die Zayl^ der Mitglieder hatte im letzten Jahre nut 32o ihren Höchst­stand während der 18 Jahre, die der Verein besteht, erreicht, und nach den jetzt schon vorliegenden Anmeldungen^ zu schließen, dürfte sie noch weiter in die Höhe gehen. Auch in unseren Nachbarstädten befinden sich jetzt zahlreiche Mit-; glfeder des Vereins. * '

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen '