Ausgabe 
18.4.1908 Zweites Blatt
 
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Hochwasser seinen Höhepunkt bereits überschritten hat.

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o wacht neue Lebenslust, sich aber seines Lebens will, muß gesund sein.

Sie täglich Kathreiners

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Berlin, 16. April. Im Wahlrecht sdemon st rau- Len-Prozeß wurden oenir teilt: die Angeklagtecn Pafchke und Wermuth lucgcn Aufruhrs zu je sechs Monaten Gefängnis, elf Angeklagte wegen Widcrstanbes gegen die Staatsgeivatt vczw. Beleidigung von vier bis einem 'JJtinurt Gefängnis, ein Ange-

Gießen, den 10. April 1908. Grobherzogliches Amtsgericht.

befugnis zugesprvchcir.

M ü n d) e n, 16. April. Justizrat Bernstein ist die Anklage­schrift der königlichen Staatsanwaltschaft am Landgericht I wegen Beleidigung des Fürsten (£ u l e n b u r g zugeslellt ivorden. Die Beleidiguiig wird in einigen Aeuberungen gesunden, weld)e - Justizrai Bernstein als Verteidiger Hardens m der Verhandlung ün ersten Harden-Prozeß getan hat.

Vergebung bon Bauardeiten.

Die für die Erbauung eines Schulhauses nebst Abort- gebäude und Cinsricdsgnttg in Heuchelheim erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen stn Wege öffentlichen Angebots vergeben werden.

Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Büro des Unter­zeichneten Zimmer 9lr. 18 während den Dienststunden zur Einsicht der Interessenten offen.

Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen sind ver­schlossen und portofrei bis spätestens Samstag, den 25. April lsd. Js., nachmittags 3 Uhr auf Großh. Bürgermeisterei Heuchelheim einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegen­wart eliva erschienener Bewerber erfolgt.

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Osterglocken

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Der Grotzh. Kreisbauinspektor deS Kreises Gießen I. B. K a l b f l e i s ch.

L)er'3Nkheytes.

* Der Berliner Knabenmord. Das Netz zieht sich immer mehr um den Kopf des Knabenmördcrs zusammen. Die Ermittelungen der Kriminalpolizei haben überraschende Resultate gezeitigt. So ist es zunächst den Gerichtsärzten gelungen, aus den verbrannten Knochenresten festzustellen, daß cs sich tatsächlich um den Finger eines Knaben im Alter bes ermordeten Blecher handelt. Eine weitere bedeutsame Entdeckung ist den Miminaltommissaren Wannowski und Peters dadurch geglückt, daß sie den dritten Mann, auf den sich der Mörder berief, und den er als möglichen Täter angab, im Gefängnis der Stadtvogtei als den obdachlosen Fritz Knopf sestgestellt haben. Knops machte Wort für Wort genau dieselben Angaben, wie der Aushilfskellner Gustav und die Prostituierte Eckhardt, obwohl er von den Aussagen dieser beiden keine Kenntnis haben konnte. Die Kriminalpolizei hat in ihrem Bericht der Ueberzcugung Ausdruck gegeben, daß es sich in dem vorliegenden Falle um einen Totschlag nicht handeln lönne. Es liege zweifellos ein sadistischer Mord vor. Das ginge schon aus der Art und Weise der Verstümmelung hervor. Bedeutungsvoll für diese Beurteilung der Bluttat ist die Rach- richt, daß Heider schon vor 10 Jahren bereits angeklagt Ivar, in der Nähe von Osnabrück ein kleines Mädchen ermordet und ganz in derselben Weise zerstückelt zu haben wie den Knaben Blecher. Er würbe damals aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Herder ist catch schon in der Anstalt Heinersdorf, wo er sich in Behandlung befand, total pervers gewesen, so daß er Hühnern und Tauben bei lebendigem Leibe die Kopfe abriß und ihr Blut trank. Die Kriminalpolizei hält es daher für durchaus wahr­scheinlich, daß Hcider sogar von dem Fleisch des Kiraben Blecher gegessen habe. Die Angelegenheit wird nunmehr dem Unter fuchungsrichter übergeben.

- Prämtierungen. DerReichsanzeiger" meldet: Im Wettbewerb zur Erlangung von Modellsktzzen für eine Medaille der königlichen Akademie des Bauwesens zu Berlin erhielten der Btldhauer Professor Adolph Sa ntter in Pforz­heim, der Bildhauer A. Kranmann in Frankfurt a. 9)L und der Bildhauer Gustav Adolf Bredow in Stuttgart einen Preis von je 600 Mark.

kaffee trinken, Sw auch täglich Ihre Gesundheit, der große Wert reiners Malzkaffec,

Feidbrandsteine

nahe Abfahrt von der Schützen­

flraße emphcOU 1387

Louis Tross.

Geröcht-saal.

sd. Dar m stadt, 16. April. Kriegsgericht der B5. Division. Der Gardist Wilhelm Reis von der 9. Komp- Ja f. 115 aus Nieder - Florstadt hat schon lange Zeit durch seinen Ungehorsam und seine Verlogenheit den Unwillen seiner Vorge­setzten erregt und mußten darunter auch seine Kameraden leiden. Eine Anzahl derselben beschloß daher, dies den Missetäter fühlen zu lassen, sie begaben sich in der Nacht auf sein Zimmer und schlugen ihn mit Klopspeitschen :c. wie das sonst üblich ist, gehörig durch. Tie ganze Gesellschaft steht dahex heule vor dem Kriegsgericht. Reis wird wegen Ungehorsams, Belügen von Vorgesetzten in mehreren Fälleii Gehorsamsverweigerung vor versammelter Mannschaft unter dem Gewehr zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt Die übrigen Gardisten, welche selbst den Richter gespielt und auch die Strafe gleich vollzogen hatten, wurden sämtlich wegen ge­meinsame r Mißhandlung verurteilt und erhielten: Liese 1 Woche, Schmidt 5 Tage, Ruths, Schäfer, und Sauerhöser je 3 Tage Gefängnis.

Wegen falscher Anschuldigung und Beleidigung war der Dragoner Georg H e r r »n ö n n aus Wetzlar, von der 3. Esk. Trag.- Regts. Nr. 23 zu 7 Tagen streng verurteilt worden, da er einem Nachtposten zuries, daß er geschlafen habe und auch hierüber auf der Wache.eme Meldung machte, obwohl er wußte, daß dies unwahr sei. Die Äiizeige war nur ein Racheakt, was den Gerichtsherrn veranlaßte, gegen diese von dem Standgericht festgesetzte Strafe Berufung einzulegeii. Der heutige Gerichtshof gab dieser Berufung statt, und erhöhte die Strafe aus 3 Wochen ft reng en A r r e st.

R. B. Darmstadt, 16. April. Ter Tölung eines Menschen und Gefährdung eines Eisenbahntransports mine- klagt, stand am DomierSlag der 30 Jahre alle Weichenslellergehilfe Heinrich Löw aus Würzburg, statiomerl in Zell i. O. vor bei hiesigen Strafkamm e r. Er hatte seit Anfang Januar den Dienst am nördlichen Straßenübergang unmittelbar vor der Station zu versehen; er hatte aber vorher einer Probe zu Kaisers Geburts­tag beigewohnt und des Guten dabei zuviel getan. Er setzte sich in die Bahnwärterbude und schlief em, ohne die Schranken für den nächsten Zug zu schließen. Als der Nachtzug die Strecke passierte, kam gerade der Bierwagen bet Brauerei Werner m Erbach über die verhängnisvolle Stelle. Ter Zug z e r t r ii m m e r t e das Ge­ährt und tötete den Fuhrkuechi Walter auf der Stelle, wahrend die Pferde unverletzt blieben. Der Angeklagte erhielt »Monate Gefängnis.

L-o'rc.tflfj, ^iincu: 2| Wi fern 'JU^töde, .'.Willi i AriWrotz ranitogo im!

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Schiffsunfälle. Der transatlantische Dainpfer United States" mit 600 Passagieren an Bord mußte am Eingänge des Hafens von New°Pork aus Grund gesetzt werden, um das Sinken zu verhüten. Er war mit dem DampferMonterey" zusammengestoßen und hatte ernste Be­schädigungen erlitten. Auch der andere Dampfer hatte Havarien erlitten und mußte von mehreren Schleppdampfern in den Hafen gebracht ivcrden. In Glasgow ist man seit längerem ohne Nachricht über den Verbleib des Dampfers Chateau Nock". - Man vermutet, daß das Schiff mit feiner ganzen Besatzung in Stärke von 28 Mann unter­gegangen ist. In Biarritz wurde eine Möwe ein­gefangen, welche am Fuße in einer Hülse einen Zettel trug, auf welchem verzeichnet war, daß sechs Matrosen des Schiffes Lactour" nach einem Schiffbrnch sich auf einer auf der Karte nicht verzeichneten Insel unter dem 32. Grad nördlicher Breite und dem 46. Längegrad sich befänden und verloren wären, wenn sie auch noch Lebensrnittel für Mo­nate hätten. Die Schiffbrüchigen ersuchen dringend um Hilf e.

* Dip Schiffs-Katastrophe im Gotenburger Hafen hat unter den an Bord des Auswandererschiffes Göta II befindlichen Passagieren zahlreiche Opfer gefordert. Wie aus Gotenburg gemeldet wird, kenterte der Dampfer, weil er aus einen Pfahl stieß. Hierbei wurde die Deckladung verschoben. Der Kapitän und die Besatzung sind gerettet, dagegen sind, wie bisher sestgestellt ist, 20 Passagiere ums Leben ge - lonimen. Ihre Rettung war nicht möglich, obwohl sofort von allen Sellen Hilfe kam. Fortgesetzt ist da-s Quai von Men­schen belagert und die schrecklichsten Szenen spielen sich ab, wenn Toto an Land gebracht werden. Das verunglückte Schiss war ein kleiner Flußdampfer, der infolge des in Gotenburg abgehaltenen großen Marktes mit Passagieren jjnb Ladung über­füllt war.

* Ue berschwemmungen. Aus Perpignan wird berichtet, daß infolge starker Regengüsse die Flüsse aus den Ufern getreten sind und dadurch große Uebcrschwem- mungen verursacht haben. In Helena (M ont ona) sind Nachrichten aus dem oberen Stromlaufe des Miffouri einge­troffen, wonach bei den jüngsten U e be rsch w e m m nng en

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Bekanntmachung.

In das Geuossenschaftsregister wurde eingetragen: Ve- stattungsgenossenschast der freien Schrelneroereinigung zu Gießen e. G. m. b. H. Sitz: Gießen. Gegenstand des Unternehmens ist: Anfertigung und Verkauf von Särgen, Einkauf von Rohmaterialien und sonstigen zur Herstellung von Särgen und anderen Erzeugnissen des Schreinergewerbes notwendigen Gegenständen und Ueberlaffung derselben an die Genoffen. Ferner Uebernahme größerer Schrcinerarbeiten uni Verteilung an die einzelnen Genossen.

Vorstand besteht aus: 1. Louis Beil, 1. Vorsitzender, 2. Carl Beil, 2. Vorsitzender, 3. Heinrich Haas III., Maga­zinverwalter, sämtlich in Gießen. Statut ist crnchtet am 15. Januar 1908. Zeitdauer: Unbestimmt. Geschäftsjahr: Kalenderjahr. Bekanntmachungen erfolgen durch den Vor» stand unter der Firma der Genossenschaft imGießener An­zeiger^. Willenserklärungen des Vorstandes mit rechtsoer- bindlicher Wirkung werden abgegeben durch mindestens 2 Vor­standsmitglieder. Zeichnung erfolgt durch Beifügung der NamenSunterschrift zur Firma. Haftsumme: 300 Mark. Höchstzahl der Beteiligung: Jeder Genosse kann sich nur mit 1 Geschäftsanteil beteiligen. Die Einsicht der Liste der Ge­nossen ist während der Dienststunden deS Gerichts J.-oermanp gestattet.

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Kleine Tagcschronik.

Der frühere Postbeamte Bernhard Imhof, zuletzt Straßen­arbeiter, wird wegen schwerer Erpressung gegen den K o m - mersienrat Ludowici in München und eines Schwefel­säure-Attentats verfolgt. Er entfloh gestern von München, uni) hat sich wahrscheinlich nach Berlin begeben. Ans seine Er­greifung wurde eine hohe Belohnung ausgefetzt.

In ChLteandun bei Verdes ging Donnerstag abend nach 40stündiger Fahrt ein in Göppingen in Württemberg aufge­stiegener Luftballon nieder. Von den drei Insassen erlitt einer bei der Landung einen Knöchelbruch.

In Gerresheim sind drei Kinder an Genickstarre erkrankt, von denen eins gestorben ist. Die Erkrankten wurden in das Düsseldorfer Krankenhaus gebracht. Auch in Essen ist gestern ein zweijähriger Knabe im Epideniienhaus unterge­bracht worden, da er an Genickstarre erkrankt ist.

In R ö rn e r s w y l hat eine plötzlich irrsinnig gewordene Frau gestern ihre fünf Kinder getötet, indem sie ihnen mit einer Axt den Schädel einschlug.

In der Nähe von Düsseldorf wurden zwei vier­jährige Kinder vom Automobil des Ingenieurs Wolff er ts aus Düsseldorf überfahren. Das eine Kind geriet unter die Räder und war sofort tot, das andere wurde von der Laterne des Aillomobils gegen einen Laternenpfahl ge­schleudert und schwer verletzt.

Der seit 25 Jahren im Amte befindliche Bürg ermeister Melcher in Zehdvn an der Müglitz ist wegen Unter­schlagung amtlicher Gelder verhaftet worden.

Im Riesengebirge wurde am Kuhberg bei Marschendors eine p r ach tvolle Tropfsteinhöhle aufgedeckt und zahl­reiche versteinerte Tierskelette aufgefunden. Es ist der erste der­artige Fund im Riesengebirge.

GrrgöttcrL-Vrahtmelöungen.

R. B. Darmstadt, 18. W briL Ter Raubmörder Martin war zur Beobachtung seines Geisteszustandes üi die psychiatrische Klinik nach Gießen gebracht wurden, um ein Gut­achten der Obcrmedizinalbehöide .über seinen Geisteszustand zu erlangen. Dieses Gutachten liegt nunmehr vor. Es besagt, bay Martin erblich belastet und auf alkoholischer Grundlage unzu­rechnungsfähig ist. Er loirb als gemeingefährlicher Geistes­kranker nunmehr in der Landesirrenanstalt Hosheim umergebracht werden. Fran Mnro 1 h, die bei dem Martin'schen Ver­brechen in der Schnakenmühle schwer verletzt routoc und sich in­folgedessen einer glücklich verlaufenen Schädeloperation im Tarm- stxrdttr Krankenhaus unterziehen mußte, ist am Donnerstag infolge einer Lungenlähmung gestorben. Ob der Todesfall mit der seinerzeit erlittenen Verletzung zusammenhängt, und Frau M. dadurch das dritte Opfer der Katastrophe gewvroeu ist, ist unbe­stimmt. An her Straße nach Spachbrücken, südlich des Forst- Hauses Einsiedel entstand gestern ein großer Waldbranb. Es bedurfte der mehrsttmdigen angc(beengten Arbeit der Darm­städter Feuerwehr, um oes Brandes Herr zu werden. 4 Blorgen Jungwald, u. a. 40ü0 junge Kiefern, sind vernichtet.

Heiligen st ädt (Eichsfeld), 18. April. Im hiesigen Johanniter-Hospital wurde bei einem Kranken ncw ens Hch. Birkenfeld, der vorgestern unter großen Qualen gestorben ist, Tollwut festgestellt.

Mailand, 18. April. Bei der Belastungsprobe stürzte ein neu gebauter dreistöckiger Flügel des Hauses des Konsumvereins U n i o n e C o o p e r a t i v a ein. 10 Ar­beiter wurden unter den Trümmern begraben, der baufühceube Ingenieur erlitt vor Aufregung einen Schlaganfall und starb kurz darauf. Die verschütteten Arbeiter dürsten gleichfalls tot sein.

Petersburg, 17. April. Den Blättern zufolge fleht die Ernenniing eines Generalissimus aller Lanb- und Seestreitkräfte Rußlands bevor, dem auch der Kriegs- und Marrneminister unterstellt werden sollen. Als Kandidat für diesen Posten wird allgemein Großfürst Nikolai N^olajewitsch bezeichnet.

Petersburg, 17. April. (Reichsduma.) Nach bent Minister des Aeußcren Iswolski, der in seiner Rede die russische Balkanpolitik behänd?lte, sprach der Kadcttensührer Miljukow, der daraus hinwies, daß die russische Diplomatie cs nicht ver­standen habe, dem glänzenden diplomatischen Erfolg des Frei Herrn von Aehrcnthal vorzubeugen. Nachdem man diesen Moment verpaßt habe, habe der Minister des Aeußcrcq Iswolski tatsächlich den einzig richttgen Weg ztvecks Deckung bei Mißerfolges eingeschlagen. Nachdem eine Reihe weiterer Red no­dos Budget gebilligt hatten, wurde dieses angenommen uni die Sitzung geschlossen.

Bebuß « Ravlaiki( Mcnrniic, Mulnvai Win und d, k anliegend dienen,

Börsen Wochenbericht.

Frankfurt a. M., 18. April.

Nach dem vorülu-rgihenden Ausflackern des Geschäfts ist wieder Ruhe an der Börse eingekehrt. Dies mag zum Teil mit den Fcüwtagen und der dadurch bedingten Gcschäftsnnterbrschung Zusammenhängen, die die Spekulation in der Regel bestimmt, neue Engagements nicht einzugehen, zum Teil ist cs aber jeden­falls auch daraus zuvückzuführen, daß die Spekulation, die nach der Annahme bir VLichngcsetznovelle sich zu regerer Tätigkeit ausrafstc, den, nötigen Sukturs im Publikum nicht gesunden hat und ilisolgedessen wieder cvlahmt. Daß aus eine starke Beteiligung des großen Publiiums am Börsengeschäft vorläufig noch nicht zu rechnen ist, haben mir ick-on wiederholt ollsgeführt. Dazu erscheint weder die allgemeine Wirtschaftslage, noch die

ksthirr, 16oti e. t

Die Arbeiten nnö 2iefernngen sind wie folgt veranschlagt: Erd- und Maiirerarbeiten . . . . X

4o ujcenicnen ums iseüen nctonunen nno. 12 Wörter XZÄT/ÄFÄEb durch bi. F.u.rn hi..w°gg.ch.n..Nb über 1000 Farmer Die Angctlagten Priebe und Otw Ludwig wurden ireigeipro^n. nuniert jüorben. Es scheint übrigens festzustehen, daß das

Steinmetzarbelten . . . .

Zimmerarbeiten . . . .

Dachbeelerarbeiten. . . . Spengterarbeiten . . . .

Schlofferarbeiten . . . .

Glaierarbeiten .... Schreinerarbeiten . . .

Welßbinderarbeiten . . . Tapezierarbeiten . . . .

Eisen- und Röhrenlieferung Eisenbetonarbelten. . . <

Gießen, am 16. April 1908.

Millionen Anhänger gewonnen hat. Ein Versuch überzeugt!

Situation des Geldmarktes geeignet. Wie aus fr?r Statistik über den deutschen Arboitsmarkt hervorgeht, ist im März dos An­gebot von Arbeitskräften gegen den Februar zwar znruckgegangcn, auf 100 offene Stellen Famen nur 130,5 Angebote gegen lo 1,7 im Februar d. I., dies ist aber eine Erscheinung, die das Frü!^ jahr mit sich bringt; jedenfalls liegen die Verhältnisse jetzt erheb­lich ungünstiger als im Vorjahr, in welchem int März auf 100 offene Stellen nur 95,5 Arbeitsuchende entfielen. War in ben Jahren 1901 und 1902 das Angebot von Arbeitskräften auch nach größer als heute, so hilft dies doch nicht darüber hinweg, daß gegenwärtig die Lage wenig befriedigend ist. Auch die An- spann ung a in Geldmarkt mildert sich nur ganz allmäh­lich, bei der Reichsbank vollzogen sich die Mickflüssc diese Woche langsamer als im Vorjahr, so daß die Vaitk ihre. hol)e Rate von 5Vs °;o immer ltoch nickt l>erabsetzen konnte, obwohl die Leitung mit Rücksicht auf die Emission .der 4 % igen Reichsanleilw imb Pveußischeit Konsols dcnt Konsortium gern in die Hände ge­arbeitet haben würde. Wie jetzt bekannt wird, sind von den 650 Millionen Marc in der Subskription etwa 120 Millionen Mark unplaziert geblieben, das ist noch ein verhältnismäßig gün­stiges Resultat und d-r Rest dürfte wohl in nicht sehr langer Zeit untergebracht werden. Zu berücksichtigen ist allerdings, daß bas Konsortlum auch noch 200 Millionen Schatzscheine im Portefeuille hat. Indessen allmählich wird die Plazierung sich vollziehen lassen, mir muß die Großfinanz ben Geldmarkt nach sMglichlell zu schonen suchen und sich in der (Sntrierung neuer Anleihegeschäste Zurückhaltung auserlegen. AuS Amerika hat der Gvldexport nach Europa emgesctzt und dies tonnte zu einer weiteren Erleichterung des europäischen Geldmarktes führen, nur ist nicht anzunehincn, daß die Wanderung des gelben Metalls über den Ozean größere Dimensionen annehmen wird, man wird ihn jenseits des Ozcans nach Dcöglichleit zu verhindern suchen und dies wird um so leichter gelingen, als der Export von Waren rnch den Bereinigten (Staaten stark zusammengescurumpst. ist. Umgekehrt ist, wenn auch der ameri­kanische Export gleichfalls geringer, doch die amerikanifche zivu- kurrenz auf dem Weltmarkt jetzt mehr zu verspüren; so würbe biefcr Tage von einem Roheisen ab stistuß nach Italien berichtet, was eine gcioisse Verstimmung in ber deutschen Eiseninbustrie heroorrief unb bic Austoärtsbcwegung auf dem Markt für M o n - tanPapiere aufhielt. Indessen lam sie auch aus ben übriacn Mar'tgebieten zum Stillstcmb. Bankaktien schwächten sich sogar ettvas ab. Fonbs unb Transportwcrte sind ohne nennenswerte Veränderung. Jnbustriepapiere oorioiegenr mattcr. Prtoatdto^uto 4Vg °,'o. f

Boianssichtliche Witterung für Hefjeu am Sonntag ben 19. April: Siach geringem Regen abnehmende Bewölkung. Zeit- weise heiter. Weiiliche bis östlich^ Winbe.

Ktlilnuitiiiachung.

Die Kreisstraßc von Wicseck nach Trohe ist wegen Vor­nahme von Walzarbeiten für die Zeit vom 23. April bis 9. Mai l. IS. für den FiihrwerkSvcrkehc gesperrt.

Gießen, ben 16. April 1908.

GroHhe.zogii.y.>. >,.? Tat Gießen.

I. V.: Froelich.

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