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Hörer, 24. August, 1.15 Ihr.
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Itöree, 22. August. ÄufaugskurM.
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fjfllrt Zhr midj wirklich nichts vergcffru?
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J lullen. 1.’ ente . . . rortugieben Serie I .
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Loinuard. Eisenbahn . .
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Cauadn HB.. . . barmaiudter Bank . .
Deuucbe Lank . . . Durtiuunder-Uuiou C. . Dresdner Bank . . .
Tendenz: mässig fest.
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liaipener Bergwerk. . LaurauüUe . . . . i.uiubiuden E. 1k . . Nurdd. Lloyd . . . . iiuaenlosc.....
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Berliner ilandelsges. Daruutildlcr Bonk . Dcutscne Bank . . DeuUcb-Abiat. Bank Dibkouto-KommaudiL Prescncr Bank . . Kreditaktieu . . . Baltimore- und UUio-
Regen SonnciifcheM
Börsen-Wochenbericht.
Frankfurt a M-, 21. Aua.
Tic laygsame ?luiirIrtobcivroung, die »ich an der Börse bid hcr Bohn gebrochen hatte, ist in den lebten Tagen zum stilb
3°,'e licxikauer O»*7e Lhinescu . .
Aktion :
Bochum Gum . . .
Buderus KW. . .
Tendenz: iest.
Berliner
Httctcorologische Beobachtunge«
der Station Gienen.
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Telefonische Kursberichte
Giessener Anzeiger^, mitgeteilt von der Bank lür und Industrie, Giessen.
90/30 UMG3
99.20
13.45
104 40
G2.7U VbbO VOLL 93.80
145.70 öl 3 5 86.10 64.80 97.75
Llektriz. Labmeyer . . . hlektriz. Sebuckert .
1-ncLweiler Bergwerk . . (iclscnkirciieu Bergwerk . Hamburg-Amenk 1 nkoiL Barpcuer Bergwerk. . . Luu rat ulte.......
Burdd. IJojd . . . .
Ubeuchlea. Eisen-Indiuirie
ftanb gekommen und c9 ifr sogar eine nuiyge Rückstauung nn- »nreten Tic Spcfulaimn, die un Smrcuen auf eine baldige Besserung der Virn'chaftÄage nvd Ähifat oerbältniSmaßig frort dorqeganqcn war. finde: normt rnxh nicht die zweite laufet* 'chicht, die ihr die Bart rmt duften wieder abntmmt, und do durch das Näherrücken des Ultimos die Notwendigkeit rintritt, die Engagements zu versorgen, >'o wurde nuht nur die Svufnetgung gedämpft. eS rntfrnnö sogar oas Bedürfnis zur (rntlafrung. Tie rnrrndrlung der loirtxfattii'ben Verhältnisse kann mir dem raschen Borwärlsstreb^n der Börse natürlich nickt gleichen 5dmtt halten 3o lange das ÜLusbedürfnis der Unternehmung noch nickt befriedigt war. wurden alle ungünstigen Meldungen ignoriert, man schenkte mit günstigen Nachrichten Beachtung, nun aber, nachdem man mit (rngcictnentb o.-rsehen ifr, 'äugt man an. fri- tischer ,u werden- 3o hot ma.i die verschiedene» Meldungen vom Eisenmarkt mit etwas gemischten Oesühlen aufgenommen. Für oberschiesischeS Eisen wurde eine Preiserhöhung beschlossen, auch rnflhidtd Roheisen ifr geftieger. da aber gleichzeitig das öfter* rcickische Eisenkartell mtt Rücksicht auf das verstärkte deutsche Angebot tn seiner Interessenre eine Preisermäßigung ein* treten ließ, so entfranden Zweifel darüber, ob durch die deutschem stils beschlossenen Pte.serhöHungen der Absatz nicht leiden könnte- Ta;u kam, daß auch die stark gestiegenen Preise für Lupf er und Zinn s'ck eine Llc
D:S Rohrisenverbandes aus 3chwierigkeiten stößt TicS alles hat auf die Stimmung etwas dämp'end gewirkt, allein daraus darf nuin nidfr cttva folgern wollen, daß die nach oben gerichtete Strömung aogeschlosscn sei, die Schävierigkeiten, die fich ihr un Augenblick entgegcnstcllen, dursten bald überwunden sein, denn der Ausblick in Die Zukunft ist keineswegs trübe. Ter politische Horizont scheint geklart und Die Börse kann sich daher ganz den uianzielien und wirlsckraitlicken Einflüssen hinge den Tic Tatsache, daß im Lause dieses Wahres annähernd zwei Milliarden Anleihen der deutschen Bundesstaaten 3tadte und Jndustrlcgesell- it&aftcn unteric< i idjt n .
daß der Geldmarkt wesentlich besser geworden ist und wenn audi HypoihekcngelDer immer noch knapp und teuer sind, und dadurch die Bautätigkeit vorläufig noch beschränkt bleibt, so ist doch an der Börse Geld entschieden flüssiger geworden Report gelber stellen sich auf etwa 3>, Prozent, Privatdiskonto auf 3 Prozent. Tie Industrie zeigt aber bereits unocrfcmibarc spuren einer Besserung: auch das rl?einisck>.ivestsäl ische .uahien- syndikat konnte von einer .Einschränkung der bisherigen Förderung, mit der man vielfach schon gerechnet hatte, absehen, die Roheisenproduktion hat sich im Juli sogar gehoben, aus der chemlsckicn Industrie verlautet, daß seil einigen Wochen die Auftrage aus
Amerika Nieder zahlreicher eingehen. aller 2ln Zeichen dafür, daß Wir den wirtsdu'tiichen Niedergang ubcnvunDcn haben- Tie Hauprhon'nungen stutzen iüii aoer auf die Ernte, die den Uvn- fum heben uns Die Jndnstri- befruchten wird Aus diesem Grunde d i Ausolick in die Zukunft nach wie vor zuv
2Bod)c brachte nur auf einzelnen Berkehrsgebieten mäßige Abschwächungen Anlage w e r te blieben behauptet, Bankaktien gingen etwas zurüct, Wiener Bankverein auf die Beteiligung «am rincr großen Insolvenz 2 Prozent matter, auch Eisenbahnaktien leicht abgeschmackt- S ch i s s a h r t s a k - aber andere Jndustriepapierc vielfach höher, insbesondere Aknen chemischer Fabriken, z. B. Höchster etwa 20 Prozent, auch Zementaktien besser, weil günstige Abschlüsse erwartet werden-
Höchste Temperatur am 22.
Niedrigste , , 22.
Wenn wir dann in uniercin ftillcn Bergne i fitzen, bona füllt euch wieder allerlei cm. was man notig baue un» doch nicht haben kann — Wahrdattig. 3aoo achte Lodener iPhncial BnutUcn »edlen noch' Ra, dann aber tttnell obiic meine iVava achte Tobincr gebe ich nick! wieder in Die «eommcvrufWf. feit ich vor zwei Jabrcn die boieErtaltm a in dem turltfcrncn »teh Durßu. a. iu: oabe ttfenn ich ,rac» atb.v Sodener habe, wein >ck weuigiteno. Dop ich keine vi tahunfl zu 'urcuirn brauche ,>aoo acute -odener kottru hfitUcnnia die xdmdHd und Und in feder Soolhcle. Troger'e oder Miiieralwanerdandtuna zu baben. Achten 2ie aber daran' daß xic feine Nachahmung erhalten. hr"»
Die fern vom Baterlairde flcftorben feien, als auch den sieg- reich aus den Gefahren Heimgekehrten. Der itönig und die Königin zogen die Zurückgetehrten in ein längeres Ge- sprach.
-- Tic neue türkische Nationalhymne- Tie Hani idie Hiunne gilt heute den Türken alS veraltet, als Lied des Des iismuS und der Tyrannei, und in den ersten Tagen des Um* fchwungs hatte ihnen die Marseillaise als Ersah gedient Nunmehr befipen die Zungtürkcn jebixl) bereits ein ei.stncS Nationallied, das der ottomanischen Versassung gewidmet ist. Freilich stammt cd nicht von einem Türken, sondern ein Grieche. OKrikioponlo, Kapellmeister und MusiNehrer in Konstantinopel, ist der Urlader dieser BerfassungShumne. die jcBt allenthalben in der Türkei mit Begeisterung gesungen wird ('knuibmet ist dieses Lied der türkischen Freiheit „3- M. dem Sultan, dem großherzigen Herrscher, Dem Vater der Bersassung" - . . stürz daraus verüsfenHickste rin anderer Wiura'iiist in Konstantiiwpel, diesmal ein Ztalicner aus der Levante, 3clbelli, einen ..Berfasfungs-Marsck ", der gleichfalls allabendlich in den öffentlichen Garten abivechsclnd mit der Ver- 'assungShymne gespielt wird
— Kleine st u n st ch rontk. T-cr Direktor der königl. Zeichenakademie zu H aua u, Prof. P c t c r j c n , wird dem- nächs: von seinem Posten zurucktreten. — Ein Berliner stonsortium bot dem Tiicftor der Wiener Bolksopcr, Rainer Simon», die Direktion des Neuen Theaters in Ber- 11 n im Stile der Wiener BolkSoper an ES soll größer werden, als alle übrigen Theater Berlins und 3000 Per. sonen Platz gewähren. — Leo Tolstoi hat Den Entschluß gefaßt, an seinem .so. Geburtstage (ben 28. d. Mts. nicht auf (einem Schlosse Faßnaia-Poijana zu bleiben, um Die Zu seiner Beglückwünschung cüttreffenden Tcputationen nicht persönlich empfangen zu müssen Er begibt sich auf das O'ut seiner Tochter, Frau Dueustina. Seine Bc neu schwel- hing ist beinahe zuruckgegangen, obwohl er noch nicht gut stehen kann. — DieDelegierten-Bersammluna des „Zen- tral'Berbandes Deutscher Tonkünstler mid Tonkünstler-Ber eine" findet am 19. und 2o. September in Köln statt. — Das neue, von Professor D ü lfer erbaute Stadttheater in Lüdeck wird am 1. Lktober zum ersten Male feine Pforten öffnen. Direktor ist Zutendauzrat surtscholz ibis- her Direktor Des fürstlichen Theaters hi Gera. T Red — Die Deforest Radio Telephongesellschaft schloß einen ston trakt zur Errickliuig des drahtlosen Telcp Don betriebe» Zwiscken Dem 46 stockigen Metropolitangebaude m Rewyork und Dem Eiffelturm ab. T-as ,raiizo- sische striegsmiiiistcrinm stimmte zu. Tic Eröffnung findet m zwei Fahren statt .'m 22. o. M. wurde m Dresden der 1. internationale E s pcca n to i o n g r e i> geschlosscii Zm Fahre 1909 (ollen 3uci Kongresse, einer in oatauque bei Newyork, der andere m Barcelona abgehalten werden.
beschäftigt, aber der Dama? Bürgermeister Leun Hobe bie dafür erforderliche Summe von .3000 Gulden für zu groß erklärt, ihre Ausgabe werdck die Gemeftrde rumteren. Heute habe die Gemeinde 30000 Mk. für den gleichen Zweck aus gegeben, offne zu fürchten, daß Jie ruiniert werde Daß fre dies könne, verdanke fte dem wirtschaftlichen Aufschwung, der unter dem Schutze des Friedens eingetreten sei Dem Kaiser und seinem treuen Berbundeten, Dem Großherzog, als zwei Friedensfursten, galt (ein Hoch, in das die Ber^ Sammlung kräftig einstimmte.
£bcrtor.ftjto."’U ciii.c-. beglückwünschte die
'Gemeinde namens des Lberkonsistoriume, prach den Dan! der Gäste für den freundlichen Empfang aus und trank auf das Bohl der Gemeinde Großen-Linden
Bürgermeister Landtagsabg. Leun dankte namens der Gemeinde für die anerkennenden Borte u. begrüßte feiner seits die Gäste, insbesondere auch den früheren langjährigen Lrtsgeistlichen, Pfarrer Hepding - Haufen. Pfarrer Schulte sprach dem Baumeister, tegierungsbaumeister fruylmann und dem Bauleiter. Negierungsbauführer Scherer Anerkennung und Dank aus. ferner den Handwer- kern, die am Bau tätig waren. Zn humorvoller Rede sprach nochmals Pfarrer t. P. Hofmann für die Gaste, den Großen-Lindener Geistlichen fein <slas widmend, worauf hen, Wachsen und Ge dethen von Großen Luiden trank. Bürgermeister Leun teilte noch mit, daß der Bevollmächtigte des Herrn Fernie, Herr PaScoe, in dessen Auftrag 1000 Mk. für den zbirchen bau gestiftet habe.
Am Nachmittag fand ein weiterer Gottesdienst statt, bei dem Pfarrer .y a i n l u a a> eine Ansprache hielt, und die Gesangvereine „Germania' und „Harmonie' entsprechende Lieder fangen.
Auf dem Festplatz an der Turnhalle sand rlonzert sta11.
Gießener Strafkammer.
)( Gießen, 21. August. Eine gefälschte Quittung.
Der Landwirt F. D. III. von Angersbach hatte von incm Lauterbacher Handelsmann ein Pferv auf Ziclzahlungcn zckauft. Da die Raten nicht cingchalteu wurden, ging Die Frau äcs Bcrköufcrs zu dem Landwirt, um sich über die Restzahlung zu er kundigen Bei dieser Gelegenheit erhielt sie eine Rate. Die sie quittierte. Als die folgenden Raten nicht eingehalten wurden, tarn es zur Klage. D. bel)auptetc, schon übet "Gebühr bezahlt zu haben, indem er eine Quittung vorlegte, nach der er 100 Mk. mehr bezahlt Hal, als der Handelsmann eingenommen haben will. Die Urkunde wurde beschlagnahmt, und da T. bestritt, eine Aen- Dcrung daran vorgenommen zu haben, wurde sie an Gerichts- chcmiker Dr. Popp in Frankfurt geschickt, der aui Grund photo graphischer Abbildungen feststellte, daß vor die aus Die Quittung gesetzte Zahl Die Ziffer 1 gesetzt worden ist, so dasz die Quittung inj 100 Mk. mehr lautete, als die Frau quittiert hatte Tee Sachverständige brachte eine Reihe von Tatsachen vor, die der Schreibweise der Frau widersprechen, so daß kein Zweifel bestand, daß die Ziffer nachträglich zugefügt worden ist. Benn auch nicht feststand, daß D. die Urkunde selbst verfälscht hat, so hat er doch, wissend daß sie verfälscht ist, davon Gebrauch gemacht. Er wurde wegen Betrngsversuchs und Urkundenfälschung zu vier Monaten Gefängnis verurteilt.
Diebstahl.
Der Dicnstknecht H. O. aus Bolkartshain hat feinem Dienstherrn in Bcitshain unter Anwendung eines Dietrichs 120 Mark aus einer Tischschublade gestohlen. Ec ist ein geistig zurückgebliebener Mensch, der vom Kreisarzt auf seine Verantwortlichkeit für die Tat geprüft werden mußte. Wenn er auch sehr beschrankt ist, so konnte doch Schwachsinn, der seine Verantwortlichkeit auszufchließen geeignet wäre, nicht für vorliegend erachtet werden. Das Urteil lautete auf drei Monate Gefängnis.
Urkundenfälschung.
Der in Vilbel bedienstete 21jährige Fahrb ursche A. H. von Hilpoltstein wollte sich in einem Geschäft einen Anzug auj Abzahlung kaufen Er sollte einen Bürgschein feines Dienst- Herrn vorlegen, fertigte ohne weiteres einen solchen an, und un» teizcichncte ihn mit dem Namen des Dienstherrn Er wurde wegen UrlunDcnfäIfd)ung im einheitlichen Zusammentreffen mit Betrugs versuch zu e i n e m M o n a t Gc f ä n g n i S verurteilt.
fe NESTLE5 WMP7 KINDERMEHI
•* allbewährl.sfois zuverlässid
stritt dies Ich saate tbm. er ist cm 8 April in Berlin untrr» zeichnet worden Zck wußte dies genau. Die CftnfeneÄ von 1866 brachte ick in Berlin zu, wo ick im Britisch >?otd logirrte und den italienischen iseneral Govvne bei der Table s »'.te c(« Nachbarn bette, neben dem auf der andern Seite dessen Ad,utLr.> saß. Am 8. April kam Govone sehr spät, unterhielt sich mit seinem Adtulanten über den BeNrag und sagte, ho aiicvcritb Nun wußte ich genug, mocktc aber nicht mehr hören und >2«? alS der Kellner ein Scküiiri bei mir stehen Ueß. sie i-kicmtt reichent iavorisca Signore Sofort Verwunderung und ein nerk» Gespräch zwischen beiden, dessen Inhalt war. daß er.
von Spandau komme und dort die Sachen besichtigt habe. crcbi: „Senn das der Fall wäre, wüßten wir davon" 34 ..Man hängt das nickt an Die große Glocke." Im Oktober In* kam Belcredi nm dem Hauer nach Prag, ick hatte mit ihm Unterredung, in Der ick wörtl emgetrofien. was ick Ihnen am 2d. Mai jagte? Und ist Vertrag nickt geschlossen worden?" Belcredi. .Leider haben Gw recht gehabt. Sir haben uns bitter getäuscht Es wäre befstr gewesen, wir hätten Venedig verkauft vor dem Stiege." reifa^ habe ick Belcredi nickt m 1 der oerbietß^M
Der Raum, an dieser Stelle auch noch auf daS Dem FüM, Bismarck gewidmete Äüpitei näher einzugehen. Surz erwW, sei nur noch folgendes: ..Nie ist mir — so schreibt a nach ciM langen Unterredung mit Bismarck — ein hoher Herr mit größer« Cirenbcit und Liebenswürdigkeit entgegengetreten. Er ist geistig bedeutendste Person, welche ick gesehen Er bat ibn drei Viertelstunden gesprochen, mit einer Natürlichkeit und btc zugleich ohne gesuchte Form, mit einer spontanen Turckdachchch in Bort, Gedankenverbindung und Folgerichtigkeit, die rstamy. Mir ist übrigens deutlich geworden, daß er Die 3ituai®e beherrscht." Schon aus diesen wenigen Proben wird man ln4t erkennen können, mit welcher hochinteressanten Publikation » , cs hier zu tun hat Ber die politisck>e Okftahung der Tmy in der zweiten Hälfte deS vorigen Fahrhunderts richtig ver- stehen will, für den sind Schultes Lebenserinnerungen eine wutz ttge Ergänzung zu der bisherigen Literatur.
— Beobachtungen über bie Psyche der M ensch. affen. Von Dr. Alcrander Sokolowsky. Mit einem Verwert von Ernst Hackel, 9 Tafeln und mehreren Tertillustration«. Frankfurt a. M. Neücr Frankfurter Verlag. 1908. 2re^ 1.50 Mk. — Tie morphologischen Verhältnisse der MewiNev- assen wurden von einer Reihe namhafter ZN lehrten grunNi^ erforscht, während man die Erforschung Der psychologischen (rigak schäften dieser Tiere bisher nur wenig förderte. Der Autor, welcher durch seinen Berus Gelegenheit fand, eine größere te. zahl lebender Gorillas, Schimpansen und Lrangs in Der tik- langenschaft zu beobachten, schildert in ber vorliegenden Sckr^t eine Erfahrungen über Die Psyche dieser Asien. Er bestrebt ich dabei den unterschiedlichen psychologischen Eharakter der ver- (bicbcnen Antropomorphcn auf Die voneinander abweichend !'<• bknswcii'e der Tiere zurückzusühren und die psychologischen schiedenheiten biologisch zu begründen Tic Arbeit schließt mit Dem Ergebnis, daß Asse und Mensch in morphologischer wie n psychologischer Hinsicht nur graduell voneinander entfernt iinö, ie find die divergierenden Glieder eines Entwicklungsganges a..i einheitlicher Basis. — Der Verlag hat die Broschüre mit nebrafi Textabbildungen, sowie mü neun Tafeln nach photographnch 1, Ausnahmen und der faksimilierten Wiedergabe des Vorworts vv, Ernst Häckel geschmückt, was den Bert der Arbeit wesentlich erhöht.
— Lebenserinnerungen Mein Wirken als Rechts- lehrcr, mein Anteil an Der Politik in ZUrchc und Staat. Von Tr. Zoh. (Zriedrick Ritter von Schulte, Geh. Justiz rat, Universitäts-Professor. Band 1. Lebenserinnerungen. Preis: Brosch. 8 Mk., geb. tn Originalband 10 Mk. Verlag von Emil Noth in Gießen. — Johann Friedrich von Schulte ist Der weiteren Oeffentlichkeit als einer der hervorragendsten Leiter Der altkathol. Bewegung bekannt. Von 1874—79 gehörte er auch als Ab geordneter des Wahlkreises Duisburg Dem Deutschen Reichstage an, und zwar als Mitglied Der nationallibcralcn Partei. Aus Dem Gebiete des Üirchenrechts ist er eine Autorität. Er war lange Jahre Professor der Rechte in Prag und Bonn. Es hat natürlich ein ganz besonderes Interesse für Fachgelehrte und Politiker, Die LebenScrinncrungen dieses hcrvorragenDen Mannes kennen zu lernen, Der Gelegenheit gehabt hat, viele politisch und geistig hochbedeutsamc Uliänner perfönlich kennen zu lernen und manche geschichtliche Entwickelung aus nächster Nahe zu betrachten. Interessant und lesenswert find vor allem Schultes Schilde, rungen feiner Begegnungen mit Bismarck, Bennigsen, Miquel, Pius IX. lieber Bennigsen schreibt er beispielsweise: „Ter
1 schwerwiegende Fehler, welchen Bennigsen als Po liitfcr hatte, war eine zu große Weichheit, zu grobe Gutmütig- [eit unD Feinheit Der Sitten. Wie es ihm nicht möglich war, jemanden zu verletzen, auch nur grob zu werden, in öffentlidKn Reden wie un Privatgespräche nie anders als sein, liebenswürdig und höchstens geistreich zart sarkastisch zu werden, so fehlte ihm als Parte,sührer gegenüber Den alten Streitgenossen Die rücT sichtslose rein sachliche Schneidigkeit und Entschiedenheit. Ich tue Bennigsen kein Unrecht, wenn ich offen sage, daß er an dem Sturze der nationalliberalen Partei von Der Höhe des Jahres 1874 (150 Mitglieder) bis zur Tiefe des Jahres 1881 ,47 Mitglieder, neben Miquel und anderen zu einem guten Teil schuldig ist." Nicht minder interessant ist das, was er über den späteren Finanzminister Miquel und über Bismarck sagt. In allem verrät er eine scharse Beobackstungsgabe und eine unerbittliche Folgerichtigkeit im Urteilen. Nicht ohne Teilnahme wird man seine schlichte,: Worte ber Absage von :Rom lesen, dem er lange Jahre mit Feuereifer gedient, unD dem er seine besten Kräfte gewidmet hatte: „Mein Enthusiasmus", so schrebt er, „war 1863 längst abgekühlt. Tic Erfolge der Jesuiten, die Bestrebungen der Mainzer, welche aus Der katholischen Generalversammlung zu Aachen '5ebt. 1862) mich zum öffentlichen Entgegentreten veranlaßten, hatten mir den Beweis geliefert, daß Rom nur darauf ausgmg, zu herrschen und den Geist zu knechten. Ich hatte eine bütcrc Täuschung erlebt, der Vorbote von 1870. Es war für mich eine entsetzliche Täuschung, zu sehen, daß man in Rom schließlich mit Wonne auf die dem Michaelsverein von Wien aus gegebene Bahn ging, daß unser Plan ausgebeutet wurde, um dem Papst Gelder zuzuführen. Es hat sich gezeigt, daß Rom jedes Mittel recht war und ist, um C4eÜ> zu machen. Man wird begreifen, daß ich von Pius IX. geliebt wurde, unD in 9lom Diel galt: man wird aber auch verstehen, daß nach diesen Erfahrungen und nach Roms Verhalten unmittelbar vor und auf Dem vatikanischen .üvnzil ,ch cit dem 18. Juli 1870 nur noch der entfchiedenste Gegner de- Papsttum- sein konnte, das sich am 18. Jul, 1870 an Die -stelle der Mirdje gesetzt hatte" Bon hohem Interesse finb auch >-chulteS Erinnerungen ai: 1866. Hören mir Die Mitteilungen aus fernem Werke: „Als Graf Belcredi, damals Ztatt- haltet in Böhmen, im Begriffe stand, als Staats::nnister nach W'kN zu überiicbeln, sagte ich ihm bet meinem Abschiedsbesuche wörtlich: „Mir scheint kein Zwenel darüber zu sein, daß es zum Kriege jmifdjen Oesterreich und Preußen kommt, wenn Oesterreich Die Herzogtümer Schleswig Holstein nuht an Preußen abtrut und ich mit Preußen nicht bezüglich des Vorsitzes in dem Bundes- tage einigt. Es märe für Oesterreich am besten, Venedig mit einem (Gebiete an Italien abiutretcn gegen eine Summe von 400 Millionen Gulden, welche Italien sicher gerne zahlt Damit roärc Oesterreich geholfen, un Falle eines rkriegeS mit Preußen Oesterreich ganz anbers gestellt, seine ganze Armee verfügbar, Frankreich befriedigt Denn dies ifr moralisch infolge Der Er Hütungen DeS Jiaiferd Napoleon gebunden, für Den Erwerb Vene- Diad durch Italien einzutreten." Belcredi meinte: „DaS ist nicht möglich. Wir können auch untere Stellung in Deutschland nicht auig den, fürchten den krieg ntdu und halt g bezüglich Schleswig- Holsteins fest an unserem Recht und übertragen es nicht an Preutien." Am 25. Mai 1866 — ich war in Wien zu Sitzungen des Unternchtsrates vom 22. bis zum 26. Mai — war ich beim nunm bngen Staa:»minister Graf n Belcredi Vir sprachen über den Ürieg, ich drückte meine Beiürcktungen aus wegen Der Zukunit, zumal außer Zweifel sei, daß zwischen Preußen und Italien ein Bündnisvertrag geschlossen sei Er lackte unB be-
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