Ausgabe 
21.2.1908 Erstes Blatt
 
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Für die wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen

überaus schmerzlichen Verlust sagt namens der Hinterbliebenen innigsten Dank

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Dank

Franz Bette u. Frau

Gießen, den 21. Februar 1908.

ar* Gäste find willkommen. "WX

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tot wird am tiorä diesen Bezeichnuvc

Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Verluste unseres geliebten Kindes sagen innigsten

Ureier Michel.

Dessert- u. Slärkungsweine Malaga. Sherry, Portwein, JIadeira usw untersucht und begutachtet in 3 Flaschengrössen bei: Georg Harnisch III., Kolonialw.. Steinberg, Stat. Gross-Linden b. Giessen.

Gießener Wetterdienst.

Voransfichtliche Witterung für Hessen am Samstag den 22. Februar 1908: Meist trüb. Regensätle. Fortdauernd mild. Stärkere westliche Winde.

Statt jeder besonderen Anzeige.

Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerz­liche Mitteilung, dass unser guter Vater, Schwiegersohn, Schwieger­vater und Grossvater

Heinrich Velten, Schneidermeister heute abend 9 Uhr nach kurzem Leiden im Alter von 62 Jahren sanft entschlafen ist.

Um stilles Beileid bitten

Die trauernden Hinterbliebenen.

Giessen (Dammstrasse 43), den 20. Februar 1908.

Die Beerdigung findet Sonntag, 23. d. Mts., nachm. 3Vi Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 1149

Origirral-DrahtmeldUngei».

Berlin, 21. Febr. Ueber die Vorverhandlungen mit dem neuen Schatzsekretär Sydow zur Ueber» nähme seines jetzigen Postens berichtet derLokal-Anz.": Verhandelt wurde während der ganzen Zeit mit höchstens drei Personen. Daß Exzellenz Sydow der Nachfolger werden würde, stand, soweit es sich um die Wahl des Fürsten Bülow handelte, schon in den Tagen fest, wo abends und morgens in einem Teile der Presse die angebliche Verlegenheit des Reichskanzlers um Beschaffung eines Reichsschatzsekretärs aus- gemalt wurde. Was aber noch fehlte, war die Genehmigung des Kaisers. Dehalb mußte auch unverbrüchliches Still­schweigen beobachtet werden. Die kaiserliche Genehmig - ung ist gestern erfolgt während eines Jmmediatvortrages des Reichskanzlers. Dieser Vortrag war der erste, den Fürs! Bülow seit seinem Influenza-Anfall hatte und der erste, seit­dem Freiherr von Stengel sein Rücktrittsgesuch eingereicht hat.

Todes-Anzeige.

. Gestern abend Vzll Uhr verschied nach langen, schweren, mit Geduld getragenen Leiden meine liebe Frau, unsere nute Mutter, Schwester, Schwägerin und Tochter Margarethe Glietsch geb. Creb im 35. Lebensjahre. , . ,

Die trauernden Hinterbliebenen.

Johannes Glietsch und Kinder Familie Johannes Greb

Gießen, Dierlamen, den 21. Februar 1908.

Die Beerdigung findet statt Montag, nachm. */82 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus. 1150

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^oLzversLeigernng

im Markwalde der Gemeinde Lützellinden, Mittwoch, den 26. d. Mts., Zusammenkunft vormittags 10 Uhr! am Börnchen (Ecke der Hangschneise):

1 Ktefern-Stamm, 4. Kl. ------ 0,42 Fm., 136 Fichten- Stämme, 5. Kl. 26,34 Fm., 301 Fichten-Derbstangen, 1. Kl., 195 Fichten - Derbstangen, 2. Kl., 27 rm Kiefern- Nutzholz, 2, 5 und 3 m lang, 16 rm Kiefern - Rundscheit, 39 rm Kiefern-Knüppel, 5 rm Fichten-Knüppel, 610 Kiefern- Wellen, 1300 Fichten-Wellen, 17 rm Kiefern-Stockholz und 23 rm Fichten-Stockholz. B11/,

Groß-Rechtenbach (Kr. Wetzlar), den 18. Februar 1908.

Das Bürgermeisteramt. ____________

Todes-Anzeige

(Statt besonderer Anzeige).

Hierdurch die traurige Mitteilung, daß unsere liebe

Tante _ ___

Fräulein Elrse Käs

nach längerem Leiden sanft entschlafen ist.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen.

Carl Schädel und Iran geb. Seeth

Hanau (Gartenstr. 9), Gießen, 20. Februar 1908.

Die Beerdigung findet Samstag, nachm. in Hanau um 4'/r Uhr von der Friedhofstapelle statt. 1154

Invkutirr-Ailsrmklms.

Habe einen großen Posten Knaben Anzüge und Schube, welche ich zu bedeutend ermäßigten Preisen absetze. Ebenso finden Sie zur Konfirmation, Anzüge, Hüte Schube und Uhren zu noch nie dageweienen Preisen. Verkaufe einen Herren-Boxealf-Stiefel zu 8.50 SOtf-, einen Jünglings-Stiesel zu 7 Mt., welche sonst unt. 10 Mk. nicht verlaust werden. Wer bei unr­einen Anzug für 20 Alt. kaust, bek. 1 Pserde-Loos gratis. [01214 Joh. Morneck, Löwengasse20.

HkMkVmmiWgs.Noikskllnht

Ortsgruppe Gießen.

Montag, den 24. Februar 1908, abends 8 Uhr

im unteren Same des Cafe Ebel

Fünftem NlstegliesSerabend

Vortrag des Herrn Pfarrers Korell-Königstädten:

Aus dem Gerauer Land.

Ziehungsliste Gewinnummer und Gewinngegenstände bei­gefügt gewesen, dann wären sicher eine Menge derartige Gewinne nicht abgeholt worden und den Gewinnern unnütze Ausgaben erspart oeblieben. Ob solche Vögel-Verlosungen zur Hebung oer Geflügelzucht beitragen sollen? Oder hat etwa der Vorstand desVerbandes Oberhessischer Geflügel­zuchtvereine" dahingehende Bestimmungen getroffen.

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ZieyellDAer-Pkrcil! Gießeit M llmgcgciib.

Versamminng

Sonntag, den 23. Februar, nachmittags 3 Uhr, im Hotel Schütz, Gießen, Bahnhofstraße.

Die Tagesordnung ist durch dieBiene" bekannt. Mittelwände können in Empfang genommen werden.

Um recht zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Auch Die Damen unseres Vereins sind freundlichst emgeladen.

1140 Buss, Leihgestern.

alfaetnetncr Bebauungsplan bringeitb nottut, wenn Sünden, wie fie ixe Vergangenheü begangen hat, vermieden werden sollen.

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Echzell. Wie allgemein bekannt, war mit der vom gio. Februar d. I. in Gießen abgehaltenen Verband s- ausstellung ,F)berhessischer Geflügelzucht- Vereine" eine Verlosung verbunden. Diese Ver­losungen sichern dem ausstellungsgebenden Verein eine nidit unbedeutende Einnahme und die Vereine sollten, die derartige Verlosungen veranstalten, auch darauf bedacht >em, daß jederzeit willige Abnehmer ihrer Lose zu finden sind. Das kann aber nur geschehen, wenn Gegenstände resp. Ziere verlost werden, welche jeder Gewinner brauchen kann, sei es letztere als Zucht- oder Schlachttiere. Durch die Ver­losung einer großen Anzahl ausländischer Vögel, wie es c.uf obiger Ausstellung geschehen ist, wird aber gerade das Gegenteil erreicht, denn die meisten Gewinner sind mit der Pflege derselben nicht im geringsten vertraut. Die Tiere llerben nach kurzer Lebensdauer (wie uns hiesige Beispiele leider bewiesen haben) und derartige Gemimte haben somit absolut gar reinen Wert. Dieselben sind eher dazu ge­eignet, Mißtrauen gegen solche Verlosungen zu erwecken. A-ünt hiesigen Gewinnern wurden von ihrem, mit der Ab­holung der Gewinne beauftragten Züchterkollegen, nach messen Rückkehr folgende Gewinne überreicht: 1. Ein Paar ^eisfinken. 2. Ein Paar Bandfrnken. 3. Ein Paar drei­farbige Nonnen. 4. Eine chinesische Nachtigall. 5. Eine chinesische Nachtigall. Bet Abholung der Gewinne traf unser Beauftragter in Gießen noch zirka 16 Leidensgefährten, ivelche teils aus ziemlich werter Entfernung gekommen waren, um ihre Gewinne abzuholen. Aber alle waren enttäuscht, denn es waren ja nur Vögel. Wäre der

Giessener Lesehalle-Verein.

Freitag, den 28. Februar 1908, abends 81/« Fhr

Srüitllch lilgliihr dtrniiliig

------ . j= im Hotel Schütz. -.....=

Tages Ordnung: 1. Geschäfts - Bericht über das abgelausene Vereinsjahr. D %

2. Neuwahl des Vorstandes.

3. Verschiedenes.

Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand.

Münster, 21. Februar. Der Rektor, der Senat und die Studentenschaft der hiesigen Universität bereiten eine Protestkundgebung gegen die Ausführungen des Staa tsanw alts im P roz Pagen stedt, in denen er über das sittliche Niveau der hiesigen Studenten­schaft abfällige Bemerkungen machte, vor.

Rom, 21. Febr. Int Vatikan hegt man die be­stimmte Erwartung, daß auch Prof. Schnitzer sich demnächft unterwerfen werde. Die Haltung der bayerischen Regierung wird hier sehr anerkannt. Bayern habe der Kirche das Maximum dessen gegeben, was sic er­warten konnte.

Petersburg, 21. Febr. Die hiesige Geheim­polizei hat 12 tzauptmitglieder der fliegenden Kampfes- Organisation verhaftet. Zwei davon wurden vor dem Palais des Großfürsten Ntkolai Nikolajewitsch festgenom­men und zwar ein Mann, der auf dem Leibe ein Blech - gefäß mit 5 Pfund Dynamit trug sowie eine Dame, die in einem Muff eine große Menge Dynamit ausbewabrtc. Beide hatten augenscheinlich ein Attentat au f den Großfürsten beabsichtigt. Im Nachbarhause des Palais wurde eine Haussuchung vorgenommcn, wobei man eine Liste hoher Würdenträger fand, über die das Todesurteil verhängt war. Aus der großen Morskäja wurde eine Dame verhaftet, die bei ihrer Festnahme auf den Schutzmann feuerte und ihn leicht verwundete. Sämtliche Verhaftete wurden in strengsten Gewahrsam gebracht.

93 er feit) (Cal.), 21. Februar. Im Park haus der Herkule Swerke explodierten 10 Tonnen Dynamit. 4 Weiße und 24 Chinesen wurden getötet.

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