DabclSberger Gießen, Akademische Dereinigimg (Babelsberger Stenographen an der Ludoo ciana, Verein an der Augustiner- schule zu Friedberg, der Stenographenverein Stolze - Schrey ant Gymnasium und der Stenogrophenverein Gabelsberger am Realgymnasium und der Lbcrrealschule. TaS Lehrerkollegium der Anstalt war verirrten durch Professor Urstadt. Der Vorsitzende BergLr ergriff das Wort zu einem Vor- trage über den Verein in den 10 ersten Jahren seines Be- slehenS. Tie guten Beziehungen deS Vereins zu den übrigen Etenographenveremen kamen in den Ansprachen der oet> schiedenen Vertreter zum Ausdruck. Professor Urffadt versicherte, daß Direktion und Lehrerkollegium der Anstalt b:n Bestrebungen deS Vereins wärmstes Zntcressc cntgcgenbrächlen. Gemeinsame Lieder, Musik- und humoristische Vorträge hielten die Teilnehmer in fröhlicher Gesellschaft zusammen, bis man bei einbrechender Dunkelheit gemeinsam den Heimweg antrvk.
-Don der LandeSa u Sstellung. In Anbetracht des noch stetig zunehmenden Besuches der Ausstellung hat die AuSstellungSleitung beschloffen, die Ausstellung noch am 1. November geöffnet zu halten. Ferner ist für den Monat Oktober die Veranstaltung billiger VolkStage — Eintritt einschl. Konzert nur 50 Pf. — geplant. Und zwar sind hierfür je 2 Tage der Woche — Dienstag und Freitag — m Aussicht genommen. Sicher dürste diese Veranstaltung billiger Tage sehr begrüßt werden. — Die Ausstellung ist seither von rund 160 000 Personen mit Tageskarten besucht worden, wozu noch der Verkehr der mehr als 6000 Abonnenten kommt. Der in 20000 Eremplaren gedruckte Ausstellungskatalog ist völlig vergriffen, so daß sich d.e AuS- stellungSleitung durch eine leihweise Hcrgabe der wenigen noch vorhandenen Exemplare helfen muß. In diesen Tagen stattete auch dec ReichSkomnuffar für die Brüffelcr Ausstellung, Dr. Albert, der Ausstellung mehrere Besuche ab. Er sprach sich sehr anerkennend über daS auf der Ausstellung Dargebotene auS und gedenkt vieles davon auch für die Brüsseler AuSstelluug zu verwerten. — Tie von der AuS- stellungSleitung zur Ehrung Prof. Olbrichs' geplante große Totenfeier ist nunmehr für den 9. Oktober, abends 71/, Uhr angesetzt worden und wird auf und vor der großen Terrasse an der Hinterfront des Olbrichschen AuSstellungS- gebüudeS stattsinden. Die Karten für diese Feier werden von der AutzstellungSleitung unentgeltlich abgegeben. Vor- schrift ist für Damen und Herren schwarze Kleidung. Auch der Grob Herzog nimmt an der von Mitgliedern der Künsllerkolonie und Hofthealermaler Kempicn arrangierten Totenfeier teil. — Die Olbrich-AuSstellung wird am 1. Oktober eröffnet werden und bis 22. Oktober dauern.
** Dom Korps-Manöver. Die 25. Division, die am Akontag srich aus ihren Quartieren zwischen Lahn und Dill abmarfdjicrte, richtete ihren Vormarsch nach Mrd- westen, um der 21. Division entgegenzntrcten. Die Reiterbrigade unter Generalmajor v. Werder ging mit Spezial- austrag in Begleitung der reitenden Batterie auf dem rechten Flügel Vor und fticu zivischen Roth und Achenbach gegen Mittag auf die Vortruppeu der 21. Division Es entspann sich ein kurzes Gefecht. Der Vormarsch der 21. Division kam mehr aus südwestlicher Richtung, wie man es nicht erwartet halte. Die 25. Division sammelte sich gegen -Abend in einer festen Stellung vorwärts Hommertshausen, wo alles blloakierte. Am Dienstag begann' das (vefecht schotl um *) Uhr auf den drei Stunden nordn»estlich gelegenen Höhen von Steinperf und 9cieder-Eisenhausen. Nach dem Mlckzug der hessiickjen Division nahmen die Kämpfe am Mittag bei Runzyausen ihren Fortgang mid gegen 4 Uhr war der Kampf auf den pöhen von Gladcnbaa) zu Ende geführt. Nach dem Gefecht wurde es sehr lebhaft in Gladenbach. Etwa 1000 Mann berittene Truppen kehrten ein, um Mtquartier zu beziehen. Du.rchzicherck)e Soldaten und Bagagewagen belebten oas Bild bis zur hereindrrchen- den Nacht. Dazu wurden die beiden Proviantämter geräumt, so daß Gladenbach heute fast einem Kriegslager glich.
** Tie Maul- und Klauenseuche ist auSgebrochen ün )?lmtSbcz,rk Ä nSboch am 19. und im Amtsbezirk Erding. (Cbcrbtioam) am 20. September. Sie ist erloschen im Schlacht- Hose zu M c tz am 19. September.
O Klein-Linden, 21. Ceptbr. Großer Andrang herrschte gestern auf bem Schicßslande unseres Kri eger- vereinö, der sein letztes Preis-Scheibeuschießen für dieses Jahr abhielt. Gar mancher, der gerne noch einen Spiegel geschossen hatte, konnte nicht mehr zum Schießen kommen. Die Preise wurden von folgenden Schützen errungen: 1. Preis (Kaffeeservice) L. Bepler, 2. Preis (Küchcmvage) Biehmann- AUendorf, 3. Preis (Bierkrug) Wilh. Klein I., 4. Preis (Blumenvase) PH. Jung II., 6. Pr. (Messerbrett) G. Spengler, 6. Pr. Schriftführer Schaum und Slarl Jung. Der Vorsitzende schloß die PreiSverteilung mit einem kräftigen Hoch auf die Schützen. Das Interesse für den Schießstand und das Scheibenschießen ist im Verein, als auch in der Gemeinde recht rege. Die Veranstaltungen tragen sicher nicht wenig jur ferneren gedeihlichen Entwickelung unseres Krieger- vereinS bei.
-Grün berg, 22. Sept. Ter hiesige O rt«g ewerbc» verein beabsichtigt für seine Mitglieder einen Buchsüh- rnngS-Kursus nach dem Epstein des HauptlehrerL Traber abhalten zu lassen, um ihnen Gelegenheit zu geben, sich eine ordnungsmäßige einfache Buchführung, btc für jeden Gewerbetreibenden unentbehrlich ist, anzueignen. Falls sich ge- nügcnd Teilnehmer melden, wtib der Verein ihnen einen Zuschuß gewähren.
? Hungen, 23. Sept. Am vergangenen Sonntag nachmittag fand auf dem allen Tuniplatz beim .EchützenhauS" das Ad turn en des Turnvereins statt. Die Tiirner und Zöglinge entledigten sich in bester Werfe ihrer Aufgaben und alle Uebungen fanden den ungeteilten Beifall der zahlreichen Zuschauer. Sehr zu wünschen wäre cS, daß sich immer mehr junge Leute bem Verein anschließen und sich der Turnsache widmen möchten, die neben der Geselligkeit doch in erster Linie die Kräftigung ihres Körper« und Geiste« in sich bürgt. Gut Heil! — Die Synode de« Dekanats Hungen fand hente vormittag 91/, Uhr in der evangel. Kirche statt.
-m. Friedberg, 23. Sept (Tel.) Seit einiger Zeit machen jid) obeirds einige unbekannte Mutwillige das Vergnügen, in der Burg Passanten mit Sternen ju bewerfen, wobei icbon Ber1evun,rrn eurfianb- n sind. Da von den Tatern niemals e.waS zu entdecken ivar, glauben viele, daß es in der Burg spuke. (!) Ilm txmi Unfug und der Aufregung em Ende zu mactxn. bvivaduni gestern abend sämtliche Schutzlrule die Burr Die Ilederwachung war |ü l’ttaw. daß am Tore cuie genaue Uvntralle der Bo rüber-
gebenden stattsonb und ni &irg SSotmrnben der Zutritt
Dmv*igrrt mürbe. Droz : cifrifltn Bemühungen Hieben die Nachforschungen ohne Ei' , , , < -
-s- Bad Salzha en, 20. Sept. Heute abend ließ die Babedirektion em vo -•! n^eneS Feuerwerk im Park abbrennen, baS großen all and. Leiber war bie Be-
anntrnachung bazu de c * selbst Leute am Platze an ber Veranstaltung zwe ten. HoffenUich wird die« künftig
-L 2i§berg, 22. Sept. Gegen 2 Uhr heute nach- mittag entgleiste hier bie Maschine dc« von Gedern rommenben GüterzugeS. Ta bie obere Weiche (Hirzen- iain) stark beschäbigt war, so konnte bei ben nachmittags fahrenden Personenzügen (3 Uhr biS 5.15 Uhr) ber Verkehr nur durch Umfteigen an ber Unfallstelle bewerkstelligt werden. Der 3 Uhr-Zug erlitt fast 3 Stunden Verspätung, während die Abendzüge ebenfalls noch etwa */« Stunde Verspätung zeigten. Gegen 8 Uhr abends war bie Strecke wieder fahrbar.
□ Nibba, 19. Sept. Eine gemeinsame Konferenz für bie Lehrer b eS Kreise« Tübingen wurde heute im Gasthause,Zum GambrmuS* abgehalten. Auf ber Tages- orbnung stand zunächst die Fortbildungsschule. Es wurde dazu auSgeführt, sie müsse noch weiter vervollkommnet werden, insbesondere dadurch, daß die Zahl der wöchentlichen Stunden von 4 auf 6 erhöht werden. Erst dadurch sei e« möglich, die Heranwachsende männliche Jugend noch weiter aufzuklären. — Hierauf hielt Lehrer Wagner-Calbach einen Vortrag über Heimatpflege in der Schule. Der Lehrer soll seine Schüler auf die Schönheiten und Vorzüge ihrer Heimat Hinweisen, damit dadurch die echte Heimatliebe geweckt werde. Aber auch die heimatliche Kunst soll in der Schule gepflegt werden, damit die Heimat als ein ideelle« Glück erscheinen möge, in bem bie Einsamkeit keine Stätte sinbe. Rebner zeigte schließlich noch, wie ber Lehrer im geographischen, geschichtlichen unb Gesang-Unterricht bie Liebe zur Heimat zu erwecken habe. 'Herr Schulrat Scherer hob bei ber DlS- kussion besonder« hervor, baß eS Pflicht jedes Lehrer« sei, sich mit den bäuerlichen Verhältnissen ber Heimat bekannt zu machen zum Nutzen ber Schule. Auch empfahl er noch im Anschluß an bie FortbilbungSschule ben Lehrern da« Werk: „Die länbliche Wohlfahrtspflege* von Professor Sohnrey in Berlin.
0 Laubach, 21. Sept. Begreifliche Entrüstung herrscht hier barüber, baß bie Eisenbahndirektion am 1. Okt. den Abendzug um 9 Uhr, den sie auf besonderes Drängen im Sommer eingelegt, aber zu spät bekannt gegeben halte, wieder wegfallen lassen will. Infolge der späten Bekanntiuachung war der Zug in den meisten Sommer- fahrplänen nicht enthalten. Die geringe Frequenz deS Zuges wird zum Teil dadurch verursacht, daß in Hungen wegen einer Differenz von 8 Minuten kein Anschluß in der Richtung nach Gelnhausen erfolgt. 9.23 Uhr erfolgt bort die Abfahrt, während bie Ankunft des hiesigen ZugeS 9.31 Uhr geschieht. Sollten diese 8 Minuten nicht durch Abkürzung der Fahr- zeiten des ZugeS 1061 sich einholen oder durch Verminderung der Wartezeit in Laubach — daS Wassereinehmen für bie Maschine kann auch sonst geschehen — erreichen lassen? Die Vertretung der Handelskammer hat sofort Protest gegen die Schädigung erhoben.
Gau-AlgeSheim, 22. Sept. Gestern abend über- fuhr an dem Uebcrgang unterhalb der Station ein von Mainz kommender Persouenzug da« mit einem Ochsen bespannte Fuhrwerk des CchlossermeisterS Dickescheid von hier. DaS Ehepaar Dickescheid wurde verletzt, ebenso daS Tier, das sofort geschlachtet werden mußte. Der Wagen wurde zertrümmert und zi>r Seite geschleudert. Tie Schranke am Ucbergang war nicht geschlossen. (Kl. Pr.)
— AuS dem Kreise Wetzlar, 21. Sept. Die Kreis- (ommunalueiroaltung laßt in diesen Tagen in den Bürgermeistereien Schöffengrund und Atzbach, insgesamt in neun Gemeinden, MilchverwertungL- und Geflügelzucht- kurse abhalten. Ter Unterricht wird erteilt durch KreiS- HauShaltlehreriii Müller, Winterschuldirektor Eourtin und KreiSobsibaulehrcr Kilb. Für jede Gemeinde sind drei Abende vorgesehen, wovon die beiden ersten für Frauen und Mädchen und der dritte für erwachsene männliche Personen beflimmt sind.
w. Frankfurt a. M., 23. Sept. Aus der Treppe eines Laufes der Schleusenstraße hat sich heute früh ein 33jährige r Lehrer erschossen. Ein Nervenleiden soll den Mann, der brumäd)|l heiraten wollte, zu der Tat veranlaßt haben.
GHcfccner Strafkammer.
)( Gieße n , 22. Sept. Diebstahl unb Freiheitsberaubung.
In ber Wohnung des Schneiders A. O. B. au« Marlen in Baden fand kürzlich eine Haussuchung statt, weil er verd-ichtig war, seinem Arbeitgeber zu Bad-Nauheim Stoff und fertige Kleidungsstücke entwendet w baden. Tie Durchsuchung fand durch den Polizciwachttneister in (wgenroart des Zuschneiders und ber Hauswirtin statt. Nadidem das Gestohlene gesunden worden war und B..S Fesmohme bevorssand, sprung er zur Türe hinaus und schloß von außen Kn. Tie Ern geschlossen en konnten nur durch gewaltsame« Oeffncn ihre Freiheit wieder erlangen und schließlich sand uia.i B. im Weller versteckt vor. Tie ötrartamrner verurteilte ihn wegen Diebstahls im Ruckfall zu 3 Monaten und wegen ^rreihcitSbervubung »u 1 Monat Gefängnis und reduzierte die Strafen auf 5 Mvnate und 14 Tage.
Ter Pferbemufterunzstermin.
Die vorjährige Pferdemusterung hatte ihr Nachspiel, da eine Anzabl brn'igvr Pfervevesiver zu der auf dem Trieb statt- aefundenen Musterung ihre Pferde nicht rechtzeitig zu der von der Bürgermeisterei tni'jqc&tm Stunde vorgeführt hatten. Die MufterungSkommsssion hatte beit Termin aus 10* < Uhr festgesetzt: die Bürgermeisterei hatte aber den Besitzern zur Pflicht gemochr, mit ihren Pferden schon um 9*/> Uhr auf dem Platze zu sein, um inzwischen die Pferde mimtn zu tonnen. Die Säumigen erhielten StroiMandate von je 3 Mk.: sie erhoben aber Widerspruch mit der Begrtindung, sie seien zu der von der Kommission srstgefetzten Stunde rechtzeitig erschienen. Das 'Schöffengericht pilichiete den Ausführungen der Lcrterdi'Tung bei, btt bebauptete, daß ber Bürgermeisterei keine Befugnis zuüehe, tute frühere lerntinftunbe anzuberaumen. Das Gkscp taumt den tiur<Krmnfberricn diese BefugmS nicht ein: sie har nur bie Leute zum trbirtn des Pferde material« zu sollen und den Mustcrungskommis'ar bei Abwickel »mg d^S i'^eschsstS -u imtcifu'uyn. Wenn ,hrüAnordnung auch praktisch ift so hat sie doch keine verbindliche Wirkimg. Aus diesen Ostüiiden erging «Freispruch und bie Staatskasse sollte der Sckckvierigkeit >s ütiilc» ivegrn auch mit den notwendigen Auslagen der ‘.'litgrficgtai Glastet wer>-n. Aus Anregung der Bürgermeisterei v.rfolgte die Staatoanwattichaft Berufung: sie stellte aber selbst den Antrag auf Freisprechung und btt »traiTammcr schloß sich an. Ste war der Ansicht, daß sich die Maßnahme
der Bürgermeisterei gesetzlich nicht ^rcebtlertignt läßt und tef itreixnni Zukünftig einen wüberen Termin an evrn möge, basiy >:c _ •*r:: beim EmN en des »..rnrn.ssars geordnet sind
Zeppelin.
Die Sammlung dec Gießener AnzeigerSr BiSber gmuien: Äk. 2958.10, Pr<ssefsor Netto _ f. »0 —
Dr. L. Qolzav^el Mk 10.—, Pro*. Tr. Max 2. E Ira cf Mk. ro.— B. G. Dik. 1 50. Zusammen «k. 3009.60.
Univcrjität»-NacHrict»tcn.
Ter sckw, ; r.i veat genchangte e.n neue»
für das Bolrrechmkum Zürich, nach welchem Fngenrenren. mikern unb Mathematikern der Tohorntel erteili toeroen kann.
Kauft und Wiffciifcbaft
— T c: Deutsch« 8chil terbnne .
erbaltung jährlich« Naiional'esssoiele »ür bie demsche Jugend am Weimarijchcn p»o iheaier hält am 10. unb 11. Chober zu mat »eine Hauviversammlung ob .Ter 9laiionalaiijchuß teomragi, im nächsten Jahre die ersten Festspiele zu ueianüattcn und Schiller« „Teil", Hebbels „Agnes •j)eniauerJ', Eoeihe« „Oiötz- xm& KleMS „Pnnz von Hon,durq" vor. Tie zur Peranstattuiig btc Festspiele noch nötigen lOOuu 2?!k. (30 Pik. sind sicher Hatz, man auf einen neuen Ausruf hin zu erhallen.
Dertnikfrtes»
•Tie Zahl bet liooleruialle in Teterlbui« leigt noch immer. Gestern wurden 417 trrfroukungen un> 176 Todesfälle gemelbet. — Ter Cberbürgcrmeuter betonte m einer Unlentbuiifl mit bem Minssteroräsibenien Slotypm die 5b>;. wenbigkeit ber Beilorgimg ber Stadl mit gefunbem L. ass er ue* der Ranatifauon. — lieber die Eholerafälle in Berlin tay stch uortäuhfl noch (ein Urteil lallen, da die von Pro«. Laflty $t. leitete llnteriudiung noch uichi beendet ifL Gestern nachm tta^ wurden atS choleraoerdächlig em russisch-polnischkr Foblenarteua unb seine zwei Kinder in das Pirchow-krankeiihauS gebracht. Du Aerzle sind der Slnfidit, baß c-3 sich nicht um asiatische Cholera hanbell. — Auch m Stettin wurde em Mann unter life. (eraDcrbadjt in das Krankenhaus emgelielert.
• Das abgebrannte Tetephonamt in Paris h« mehr gelitten, aü> man zitersl annahtii. ES droht tinzuslürHen uns muß gestützt werden. Eine auch nur vorläufige Aufrechter da tvuu beö TiemieS in diesen Rumen ist ausgeschlossen. Man wird zur Errichluiig etties NokbatteS schreiten müssen. Tic Stönin^rn. die sich in der ganzen GcschässSwett bemerkbar machen, haben i .iri Teil recht unangenehme Folgen, da Parn- augenblicklich fass cs < jebe telephonische Peibindung mit dem AuSlande ist. Tie Veuun^ Pans—Berlin, die über Frankiurt geht, ist ederssalls voUftaubq gestört, lieber ben Umfang be« Brandes ifl man biS letzt noq nicht ganz im klaren, da von Pari« keinerlei amtliche Nachrichten vorliegeii. Auch von den Grenzstädten sind bi« jetzt noch feine Aufklärungen mitgeteilt worden. — Bon privater Lette wirb uat hierzu noch nntgeieilt, daß der Unter|'laat«|efreläc für P.i! uns Telegraph, Symian, eiflait habe, daß die Perbindungen mit Brr.', unb Frankfurt sofort wiederheigeslelll loerben, mit ben großem Gtäbien Frankreichs im Laufe der nächsten Tage. In Part« leib’! sind über 20 OOo Adonnenlen abgejchmtteii, und werben ern ira Lause von 6 bi« 8 Wochen wieder angcschlossen werden tömieu.
* „Hsher« Töchter" in Couleur kann man letzt in Dresden sehen. Die Schülerinnen ber höheren XödjteHdiüe haben mit Genehmigimg des Lehrerkollegiums jid) eine Schuler- mütze zugelegt. Sie ist von Farbe dunkelgrün, am unteren nib oberen Rande mit Goldstreifen versehen unb tragt an der Ix-rtn- [eite in dreieckiger Goldlitzenrahmung den Buchstaben stad ter Tock)tcr,chule . Ter Form nach ähnelt sie einer brr* deckeligen Dtoirosemnützc ohne BLndcr. Wie lange wird es bdM nod) dauern, bis auch unsere Studentitmen tn Couleur erschein».
* Die rka tze als D iph t h e r ie-U e b er träger. Es ift seit längerer Zeit bekannt, daß die Katze für die Tipt» theric empfänglich iss. Eine lürzlick) in Manchester zum Iti* druch gelangte Ttpljtheric-Epndemic wird nun auf Znftkkor durch eine diphtheriekranke rcape zurückgeführt, die alttüb vernichtet wurde. ES ist daher dringend zu en.pfehlen, gegrr über von Katzen, die an Husten leiden, größte Vorsicht zu beobachten. 0>erade der grvtzc jiult, der an mandjcn Crira mit Katzen getrieben wird, legt cs doppelt nahe, bad Publikum nach dieser Richtung recht energisch zu n-amen.
Äleinc Tageschrontk.
Der erste Frost ist m der vergangene» Nacht in der Umgegend von Halle sowie bex MMwfcld und Quedlinburg emacatttx.
Frau Tvsclli hat dem Bernehmcn nad) am Bochni« eine Billa gekauft und wird am 1. ')ä>t>ember mit ihrem eeu- geborcitcn Töchtcllhen dorthin übersiedeln.
Der Acroplan „Malecof, dessen Erfinder cui nr- tad)er Arbeiter ist, hat gestern eine erfolgreiche ssirhrr gemach: Er fuhr über Iss» und BauvreS, ivenbetc über Malakoff, passia: kn einer lööhc von 550 Meiern Ehalais-Meudon und kam bexs nach Fssh zurück. Er machte mehrsache Wendungen und kehr» nach dreioiertelstündiger Fahrt in die Halle zurück.
Markte.
ke. Frankfurt a. M., 23. Cept. Schweinemarkt. (Ct«.- Tel. des Gicß. Anz.) Zum Perkanse ftanben 1696 Schweine. Bezaük wurden: für Schweine 1. Qual. 72—GO Pfg^ Lebendgewicht b"A bi« 00 Psg.; 2. Qualität 70—71 Plg., Lebendgewicht 66,0-40 3. Qual. 62—6# Ptg. Geschäft gut, Uebcrftanb ni,bedeutend.
Gießener Wetterdienst.
voranssichtliche Wltterueg für Hessen am Tonneiüa; ben 24. September: Leichte Trübung. Messt trocken. lempcraM wie heute. Oeslliche Winbe.
Griginal-DrahtmelSuttgen.
Berlin, 23. Sept. Bor einiger Zeit wurde als autjuh» reichster Kandidat für ben Botjchafterposten in Washington Göschen genannt Fetzt scheint als Nachfolger be« per stör be» Barone Speck d o n Sternburg nur noch Baron MuxM von Schwartzcmletn in Frage zu kommen, der gleichfalls 14* früher genannt wurde, und der feil 1906 Da« T<ussche Sira in Tokio vertritt.
Paris, 23. Sept Pichon ist gestern abend zurückgekehr und tvird unverzüglich mit ber Prüfung bet deutschen Anttvortt» begunten. lieber den Inhalt der demschen ÄnnvorMote ber „Matin" mitteUen zu können, daß bie Note in Der J*** zwar sehr höflich gehalten sei, aber äußerst hart in ihren Tolgerungcn. Frankreich werde sich nicht weigern, zu Diskutieren aber unter ber Bedingung, daß sich die Diskussion im Rahme» ber MgecitaSakle halte. Frankreich fordere b<e Ableugnung ** heiligen llneae« durch Muley Hasid, unb biefer PunV ichenre r» Deutschland Mißbehagen bcroorgetuien zu haben. Spauikedenntt fei man bereit, diese Forderung fallen zu lassen unb jid) mit dem Versprechen Mickey HaiidS zu begnügen. Wa« d.c Räumung des Schauiagebiete« betreffe, so liege m dieser Hinsicht ein versprechen vor, da« die französische Regierung dem ‘33a rinn ent gegrbta heb' Dre beschleunigte .jurückziehung der französischen Truppen häo^ ausschließlich von der Haltung des Sultans ab Frankreich weit* in dieser Frage deine (hnmn'djung des Auslandes dulden, -ro» reich rodle sein Siecht behalten und genau so Vorgehen, rnie cd andere Mächte an seiner Stelle auch tun würden. ---
/Klndew
-totiefrÄi
magen-^ dann kranke
BestoewSxrte gesunde
Nahrung für: sowie
►k schwächliche.
In eer
Kinder.


