Ausgabe 
22.7.1908 Zweites Blatt
 
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üäD .'DdtitcUtDÜfntf'dNiTtfn,Eror Tr. Stoma, Tireftflt be^ imtftn- bargiidirn Mu'eume, *tr- Hartmann vom Tbtrtfaludtea B inn, der Prandenl ber Handelskammer tSeh. Äorrrretitfnral ÄnLreoe- WafiuDom, llni»rriiiätdpr»fcii»r Cfefc. Medrunalrat Tr. iJutt- ftaht'Zt' rltn, Pro', Keßler-Siuttgatl. Pros Pansch-Br c«lau vnd 'Lroi. Nebelmg Tonmund, irnttr der Tirekiot der Turnlehrer- vildunqsanüalt in. fletlbi Prof, »ede Tr. v hr.dr Hamburg uberrc.chr? namens derAlken Herren" eine 2titung oon -50u Mark sür »deale Zwecke des Bundes.

Pon Fachleuten weilte auf dem Feüpla» dec Professor fLr Lerbe^udungen an der Harvard-Unlver '.rar ,n Ras achmett», Sut- gent, al -- '.f! der Teu:>d> n T urnen chast, der iitfj jchr aner kennend über d'd turnerischen Lertzungen ep sprach.

Tie Rettungswache aus dem Festplad trat in etwa 100 ?7 ällen in längten Rur zwei waren ernster Natur. Irin Turncr kam de» eener Hebung zu Fall und erlitt eine 0>e» dirncrichütterungl ein anderer verrenkte sich daS <jufj* fldenf Beide kamen ins Krankenhaus

Ter Turner Fran» Bolkmar aus Zeulenroda, tut GOjäbr. Herr, lief fcmte tnem nach Äicsbaden fahrenden Zuge nach, um noch mitjukommen. Hrerdct ftüiue er und brach ftd> Du inte Hand, (tr wurde in das städtische Krankenhaus gebracht.

V B Frankfurt, 22. Juli. Trahtnachricht Um 6 Uhr früh begänne» beute Bonübrungcn im hechten, Schwimmen und Ringen Western stürzte der amerikanische Türner Howard Henning- vom Turnveretn Vorwärts in Lleoeland und zog sich eine zehnenoerleyung zu Ter akademische Turnbund unternahm heute rinnt AuS'lug zum Niederwalddenkmal.

2lu» Stadt und Land.

Wietzen, 22. Juli 1908.

* Bom Grotzhcrzoglichen Hosc. Zn Jagd- skylotz LolfSgarten war am Montag (^oßfürft Dla- Dimtr von Rußland mit befolge, der zurzeit in Homburg ü. d. H. zur Kur weilt, cingctrcffcn und »lahm ebenso idic Öder st Freiherr v. Heyl unb Gemahlin aus Tarmstadt an der Familnntafel teil. Es waren 15 tHebecfc aufgelegt.

Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer Johs. Bo nm zu GmLheim eine Lehrerstelle on ber wememdrschule zu Groß-Rohrheim, und den Lehrer Ludw. Werner zu Trebur die Lehrerstelle an der Gemcmdeschule zu Grein.

* Gcdächtn lötag der RegiernngSrat May'schcu Stiftung. Am 25. Juli deS Zähre» 1808 verstarb in Darmstadt RegierungSrat Georg Ludwig 2)lai). Bei der hundertjährigen Wiederkehr seines Sterbetages fet in pietät­voller Weise aus eine hochherzige Stiftung hingcwiesen, die der humane Regiernngöbeamtc vornehmlich den PolkSschul- lehrern zugcwiesen hat. Laut Testament vermachte May sein Vermögen im Betrage von 160000 Marl nach heutiger Wahrung den AolkSschullchrern bei ehemaligen Diözesen Tarmstadt, Dornberg, Kelsterbach, Lichtenberg, Rüsselsheim, Zwingenberg und Schaafheim. Die Verteilung der Zinsen soll alljährlich am ZakobStage (25. Juli) erfolgen. Wenn auch in früheren Zeiten das zu uciteilenöc JahreSlcgat den Bezugsberechtigten eine erkleckliche Rebeneinnahme sicherte, so ist die Zuwendung durch die stetige Vermehrung der Schul- stellen der an der Stiftung partizipierenden Gemeinden so zusammengeschnimpft, datz auf die Einzelperson zurzeit etwa 6 Mark kommen. Immerhin wird aber bei den an dein Legat beteiligten Lehrern der hundertste ÄedächtniStag der hochherzigen Stiftung nicht ohne entsprechende Feierlichkeit oorübergehen.

* Stu r t über Familienforschung und Ber vrbungstehrü. Unserer vor kurzem über den Kurs ge brachten Notiz können wir noch zur Erläuterung folgendes mit den wichtigsten Tatsachen bei Vererbungslehre unter Berücksichtigung der Ergebnisse moderner Naturwissenschaft lichei Forschung sonne der genealogischen Untersuchungen vertraut zu machen. Ter Aufruf zur Teilnahme wendet sich an alle, welche die Bedeutung bei angeborenen Anlage, der Abstammung und der Familie kennen zu lernen ober ihre Kenntnisse aus diesem Gebiete zu erweitern wünschen. Dahn» sind also Aerzte, Lehrer, speziell solch, an Idioten- anftaltcn, Hilfsschulen, ferner Juristen, welci-e mit dem Strafrecht und den» Str isv oder Pädagogen, die in Erziehungsanstalten arbeiten, usw. zu rechnen. Auch Interessenten au> dem Kreise ber Stu bicrcnden können teilnehmen Außet Het o m mer, dem do

und der selbst vortragen wird über bic Themata: Tic an­geborene Anlage int icbictc der Norrnalpsuchologic, Tc- gencralion, Regeneration und natürlicher Adel, sprechen noch die Herren Professor M artin (Entwicklung und Züch- tung von Tierarten',» Hanse n Variation, Ber

erbllng und Arteubildung bei den Pflanzen, Professor Strahl (Bau der i!eschleck.t>.<.eilen, Befruchtung und erste Entwicklung und Proseiior Tann e m a n n ^erbliche Be­lastung, Betastung und Prophnlaxe, die angeborene An läge mib ihre Bedeutung für die Kriminalität Sodann

"cii Iv. meFüll von Bit

einige wichtige M'pitel b»r gcuc.Uogisck)cn Forschung behau deln. Der Kur verspricht nm so interessantcr zu tverden, da die Zen tral st e l lc s ü r d e u t s che $ a m i 11 e n « n n o Person enges chichtc m Leipzig bei Gelegenheit dieser eigenartigen Veranstaltung das bi reit» lange gehegte Bestreben, mit Vertretern der medizinisch und naturwissen schastltch-gen logischen Forschung ein L inocr nehmen über eine gemeinsame Lrgannation ber weiteren Arbeit zu finden, zur Ausführung zu bringen gedenkt. ES fehlte der gciica- logische:: Forschung bisher cm von einheitlichen Gesichts­punkten gesammelte Stammtafel- und Ahneniafelmalcrial, daö nicht weiter entbehrt werden kann, will man so manches Tunket ber genealo ischen Fvr-chung lichten Damit ver­liert der Kure- den Eharakter einer rein lokalen Veranstal- inng und wird zum .' r.-gan,,. punkt einer Verstaiidiaung über eine wünschenswerte Aeubelebung der genealogischen Wissenschaft. Tic Vorträge beginnen am V'ontag den -t. Aug., 0 Uhr früh, im Horsaal der psychiatrischen Klinik. Ain Donnerstag nachmittag findet eine Sch'.unbesprcchiing über die Organisation ber naturwissenschaftlich-genealogischen Forschung statt. Zahlreiche Anmeldungen liegen bereits vor. Nach dem uns zugegangenen Programm erteilt über alle Einzelheiten Herr Piosesior Daune m a n n als Schrift führcr des Kurses gern Auskunft.

Berufsjubiläum. Der Prokurist der Firma Gg. Hcmr. Schirmer, Herr Louis Wolff, feiert morgen das Znbiläum seiner 25|ät)ngcn Tätigkeit in diesem Hause.

.'t b onitein ent» - Konzert. Dir verweisen an diejer Stelle nochmal» auf da» heutige Konzert ui ©lern» Garten hm.

Verband bet landwirtschaftlichen Ge - nossenschaften. ©enem wurde in Frankfurt a. TL b< General oen'amrnlung deS Verbands der landwirt'chan» lichen Genofienschaftcn für den Regierungsbezirk Kastel, das Fürnentuni Waldeck und den Landger chtSdczirk Frankmrt unb bet ZentralgenostenschaftSkafie abgehalten. AuS bem ^ahre---- bericht ift zu entnehmen, baß der Verband 97 OenofKn- schäften umfaßt und emm Umsatz oon 32 Millionen erzic.te. Er hat em Vermögen von 1183000 D!k. Tie 6b Rrtbit* G.-noffcnschaften des Verbandes hatten S'/, Millwnen Ein­lagen, die Rückzahlungen betrugen 17 Proz. mehr als uu Bociahre. Die 20 Molkerei - Genostenfchaften deS Ver­bandes erzielten 119 000 Mk. Nettogewinn unb verarbeiteten 22 Millionen Liter Milch zu 775 OüO Kilo Butter.

Jet Alice* Frauenoetein für Äran- kenpflegc in dem G r o tz h e t z o g t u m Hessen zählt mit seinen drei Abteilungen (für Wagenpflege, für Pflegkinder» Nederwachung und .Fre.wlll'.ger Er- ziehnngSbeirat') in Tarmstadt und 18 Zweigvereinen 4100 Mitglieder unb verfugt zurzeit über 139 Kranken- Pflegerinnen, bie innerhalb des Großherzogtums zur AuS- Übung der Krankenpflege auf 25 Stationen (11 Anstalten und 14 Gemeinden) verteilt sind. Dem Hauptoerem <Mutter­hausAl.ce-Hofpital' in Tarmstadt) gehören 76 Schwellern an, von denen 50 znr Vetsehnng der 'AnstaltSkrankenpsiegc in 8 Krankenanstalten des GrotzherzogtumS und 26 zum HauSkrankenpflegedlenst auf 14 sogenannten Genieindepfleg - siationen verwendet werden. Ter Zwcigoerein besitzt 22 Schwestern, die in Mainz teils znr AnstaltSkrankenoflege (im Schwestern- und KrankenhausAlicc-Heun'), teil» zur Haue- kraukenpflege verwendet werden. Die 41 Krankenpflegennncu deS StadtkrankenhanseS Ostenbach, besten Schwesterschost eben­falls dem Alice Franenverem angehört, sind anSschlietzlich zum Krankenpflegedienst in diesem Krankenhaus bestimmt.

X Ter Forst verein für daS Gr otzherz ogtum Hessen hält in diesem Fahre seine 16. Versammlung rn bcr Zeit ooui 16.19. September zu Bad-Nauheim ab. Am 17. September findet ein größerer Waldausflug in die Ober- förflerci Butzbach statt, unter Führung bcS Gr. Forstmeisters Hoffmann zu Butzbach, am Vormittag des 18ten folgen die Beratungen im Konzertfaale dcS Kurhauses, eingeleitet durch einen Vortrag des Gr. Forstmeisters Hoffmann über Er­ziehung gut geformter Nutzhölzer auf den nordöstlichen Aus­läufern deS Taunus zur Wetterau. Am Nachmittage bcS 18tcn werden die Nenanlagen und paikartig bewirtschasteten Waldungen bei Bad-Nauheim unter Führung bcS Gr. Forst- affestorS Tr. Weber besichtigt, am Vormittage beS 19teu die Babehäuser, die Maschinenzentrale, Waschanstalt :c. und führt am Nachmittage deö 19ten noch ein 9iachauSsiug die Teil­nehmer mit ihren Damen nach Bad Homburg und ber Saalburg.

S t e n o a r a p h e n - F e i e r. Am Sainslaa den 18. Juli veranstaltete ber Verein Slolze-Schrei) am lstcsigen Realgyninajniin und der Cbencalfd)iile eine Stenographen-Feier. Zu Eingang be­grüßte der II. Vorsitzende Ballnrann die zahlreiche Feslvcrsaiirni- lnng. Tann hielt der Vorsitzende, Oberprimaner Gustav Schmidt, einen Vortrag über ,Tie Stenographie in» tlullurlcbcii, in ivelchcm er mit markigen Worten nachivies, datz die Stcnogravhie hcnt.ni- lagc sas» allen Bernsen unentbehrlich geworden ist. Ter Bczirl?- Iciicr ber Schülervereine, btud. phil. Karl Kreiling, entrollte den Zuhörern ein Bild von derStenographie in der Gegenwart und Zukunft'. Reicher Beifall brachte beiden Vorträgen die verdiente Anerlennnng, insbesondere da l eide Redner eS vermieden, von dein augenblicklich herrschenden Systemkampf zn sprechen, sondern viel­mehr dem ElnigungSgedankeu Platz gaben. Besonderen Beifall erntete die Aussührung von Gclethe's SchmcrspielTie Laune des Verliebten'. Tie schmucke Tracht der- Darsteller, die ihre sehr chweren Rolle,» auf» beste vornihrtcn, trug besonders gum Erfol,c bei. Für den nötigen Humor sorgte ein EinakterUnser Ziel , der die LachmuSkeln der Zuhörer m Anspruch nahm. Nachdem noch Herr btud. phil. ^enz 'ür Gäste gedanki halle, schritt die Fugend zu einem gemütlichen Tänzchen.

Tie FreiwilligeJenerwehrGrunberg feiert am 2. August ihr 35 jähriges Stiftungsfest und haben sich bereits viele auswärtige Wehren angemeldet. Sonntag morgen ist Empfang der ankommenden Kameraden, daran anschließend um 11 Vs Uhr eine Hebung. Mittags Festzug durch die Straßen der Stabt nach bev Turnhalle, ba selb st Ansprache, Konzert, auSgeführt von ber Fnlbaer Artillerie-Negnnentv- mufit und abends Ball.

" Eine intcrefiante Operation würbe, wie das Mainzer Tagebl. berichtet, dieser Tage im Mainzer Garnison- lazarctt an einem Sergeanten vollzogen. Der Tlann hatte eine stets wieder an'brechenbe Wunde am Hinlerkopf. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, daß ein Stück der Schädeldecke verletzt und ein Stück Knochen auSgcsprungen war. Tie verletzte Stelle würbe Irepamert unb bem Manne bie fehlende Stelle durch eine kleine Eilberplatte ergänzt. In derselben Narkose würbe bem Sergeanten auch ein Leisten- beuch operiert. Ter Mann sieht nun, nach ber sehr glücklich verlausenen Lperatlon, seiner gänzlichen l^enesung entgegen.

(?) Allertshausen, 21. Fuli. Nach Verlauf von über zwei Fahren hat bic Gemeinbe AllerlShansen wiebet einen Bürgermeister bekommen. Wie wn hören, ist Herr Hillgärlner als solcher gewählt unb bestätigt worben. EL beburfte zrir Erretchnng bieseS Zieles vier Wahlgänge.

>: Hörnsheim, 20. Fnli. iKnegerv erbanbS- s e st.) Am Sonntag feierte Inet ber KrtegerverbanbHütten­berg' sein biesjähriges BerbandSfest. Es nahmen baran bic Vereine an» bem VerbandHüttenberg', unb außerbem noch aus bemHassia - Verband' die Knegervcreme AUendorf a. d. Lahn, Großen-Llnbcn unb LanggönS teil. Um 2 Uhr bewegte sich ber stattliche Festzug buid) bie Straßen unseres Ortes. Hierauf hielt auf bem Festplatze VerbandSvorsitzenber Schmidt aus Groß-Rechtenbach eine kernige Ansprache, worin er besonders die Fugend ermahnte, da» m Ehren und An­sehen zu erhalten und zu fördern, »vaS bie Väter mit großer Mühe erworben. Tann trug ber hiesige Gesangverein ein kraftvolle» patriotische» Lieb vor, unb auch ber Turnverein verschönte bic Feier bnrch seine Vorführungen.

Bad-Nauheim, 21. Juli. Tic Mitteilung von dem Ableben des russischen Admirals Rösch- djestwenSky bestätigt sich nicht. Die unrichtige Meldung »st darauf zuruckzufuhren, oatz üt Bad-Naut)liiu ein russi- scher Kurgast mit einem ähnlich llrngeudeu Namen ge­worben ist. Einweisung der russischen Kirche. Heute wurde bie russische Kirche vom Bischof Wladimir von Eronstabt, Probst Malzew-Berlin. den obersten Geist­lichen der russischen Gemeinden in Deutschlano und Probst

Frankfurt« Wiesbaden und Tarmstadt cinge weiht.

Jad Salzhausen, 20. Fuli. Sestern nachmittag farambolierte eine Halbchaise in der bie Frau unb Ämbcr be5 Eroßh. BabckommisiärS nebst einer Vcnvandlcn lagen, bei der 'M- ßner schen W-M-haft in Nidda nut einem Holz, fuhrwerk. Ter Wagen ichlua um unb begrub bie Zusätzen unter sich. Sämtliche Zusätzen trugen leichte äußere Ver­letzungen davon. , . . ,,

S Rieder-Seemen. 2>'. ^ulr. Unglucksta 1 l. Gestern fiel ein 19 jähriger Bursche oon einem Kirschbaum und brach ba-5 Rückgrat. . , .

x Skibda, 21. Znlr. Infolge der feuchten Witterung stehen bie Feldgrwäch'e äußerst üppig; bie Karloffeln, für bie man schon sehr fürchtete, berechtigen zu ben schönsten Hoffnungen, bie Futiergewächfc haben sich von der Trocknung wieder erholt unb versprechen reiche Ernte. Ta- Obst nimmt zusehenb» zn, b:e Ernte der Halmfrüchte, welche 'chon begonnen hat, wirb bnrch ben Regen etwas verzögert.

Darmstadt, 20. Juli. Eine Krankenkasse für die Angestellten ber Mitglieber beß Gasiwirte- oereinö Darmstadt wurde gegründet und durch die vor­gesetzten Behörden genehmigt. Zn der heutigen General- Versammlung wurden der Vorstand und bic Revisoren gewählt. Den Vorsitz hat Stabtvcrord. K. Ph. Müller, ber Präsident de» Tarmstabter GastwirteveremS. Eine Fachgewerbe- Ausstellung für Hotel- unb Wirtfchaftswesen roirb >wch Befchlnß bc5 öaftwirtcDcremS Danustabt mit bem im Fahre 190J bahicr flatifinbenben Bundestag deutscher Gastwirte verbunben werden. Ter Ausstellung» - Haupt- oorstanb würbe heute gewählt und cm vorläufiger Garantie- fonbB gezeichnet.

vb. Tarmstadt, 21. Juli Ter Großhcrzog hat sein Erscheinen bei der am kommenden Tonncrstag statt- findenden scierlichen Uebergabc der envcitcrungdbautcn der Technischen Hochschule mit G.folge zugesagt. Zahl­reiche Rektoren unb Professoren auswärtiger Hockischuleu, sowie etne Reihe Industrieller werden zu der yticr erschci- neu. Am Vorabeud ist zwanglose Begrüßung im Äusstel- lungSrcstaurant, am Donnerstag 11 11 br Festakt im neuen Kunstsaale der Hochschule. Daran schließt sich ein Ruudgaug durch bie Gebäude und große Auffahrt dar Studierenden. Mittags 2 Uhr ist Festmahl im Saalbau und abends großer Festlornrners der Studentenschaft im Orpheum. Tie (jept seitens des Rcltorats aufgelöste?) Berliner Freie Stube ntenfchaft wird im September auf einer größe­ren F^rienreise Tarmstadt besuchen und die Ausstellung, da» neue Museum, das Schloß, die Keramische Landes-Manu- saktur, die Großh. Privatsammluugen uud die Merck/iche Arbeiterlolonie besichtigen. Ein frecher Raub-An- fall wurde gestern in der Täubchcshöhle, einem Wald- distrikt bei Aryeilgen, durch den 17 Jahre alten vorbestraf­ten Taglöhuer Vogel, einen richtigen Taugenichts, be­gangen. Er überfiel einen jungen Burschen namens Ruh- lanb aus Gräfenhauscn, der mit Himbeersuchen beschäftigt war, und nahm ihn unter Trohungcn den Rock ab unb zog ihm die Stiefel aus, mit denen er sich entfernte. Heute früh gelang es Den Bur scheu hier festzunehmen.

Frankfurt a. M., 20. Juli. Verhaftete Eisen­bahn d i e b i u. Auf dem Mainzer Bahnhof wurde eine gefährliche Eisenbahndicbiu, Die 22 jährige Zakobine von Bohr aus Sobcrnheim verhaftet. Sie befuhr täglich die Bahnstrecken zwischen Frankfurt Mainz Bingen MD- blenzRüdesheimWiesbaDen-^Tarmstadt und machte Da- bei Herren-Bekanntschaften, die sie bann It. Frks. Gcn.-Anz. im geeigneten Momeul ausraubte.

Frankfurt a. M, 21. Juli. In Bockenheim stürzte heute der Heizer Günther von ber Maschine eines it ad) Gießen sayrendeu Giitcrzuges und erlitt mehrere Verletzun gen. H

(f)cridUiiaal.

K. Wiesbaden. 21. Fnli. lRricg6flcrid)t ber 21. Tivision f Wc-icn Diebstahls und Unteijchl.aguna waren der Feldivebcl Buffe lind der Sergeant Schreiber von ber 6. Kompanie de» Fn- famene-SRcgin e ii-Z 9lr. 80 (Wiesbaden) angeklagt. Duffe hatte zu Weihnachten, ufictit und Pnngsten von den aui Urlaub gehenbei» 'Dlannschafien, welche die 2öhn»ing ivahrcnd de» Urlaubs zurück» erstatten, die Löhnung für sich vcrivandt und auf bem Rapport die Zahl der Urkauder statt 80 schrieb er 40 falsch angegeben. Aui diesen Rapporten muhte die Zahl der Urlauber der Zahl der Brotciniüänger eniforechcu. Temgeinaß »vor diese Zahl auch falsch angegeben. Tic uberichießcndeu Broie nahm der joutier der Kompanie, Sergeant Schreiber, an sich und ucitaufte sie. Den Erlös nahm er ad baceuni. Jahrelang trieben die beiden Unter­offiziere diese Schiebungen, bi8 der Unteroffizier Hucke die Sache denunzierte. Sic wurde untersucht, der Feldwebel, der im 12. Fahre diente und dieicn perlst eine Zivitanstcllunq annchmen wollte, ver- haffct. Die Untci'uchumi neftallctc sich schwierig, da jeder Füsilier an» den Jahren 190) und 19u7 gehör» und darüber befragt werden mußte, wie lange §r auf Urlaub gewesen, ivaS er an Löhnung jiiriickerhallen und an Brot cinpianqen hatte. Tie Vernehmung der zahlreichen Zeugen nahm drei Tage in Anspruch. 6ie ergab die Schuld der Angeklagten. Da» Gericht verurteilte Busse zu et ii c m Fahr 0> c f ä « g u t 6 und Degradation, den Sergeanten Schieber zn 7 Wochen Gefängnis. Degradiert war Schreiber be­reu* in einer anderen Strafsache.

Tressen, 21. Fuli. Das Landgericht verurteilte den Fabrik» direktor von Heyden wegen Herausforderung zu in Z w er- k a in p f zu diti BGnalen und feinen Karlcllträger, den Kan'inamm Dlocker zu einem Tag Festung. Heyden» Gegner war Vauphnamt Becker aus Korlsrubc. Ten Grund zu dem Duell bildeten Familien« angelegenhenen, die später mit der Ehescheidnng Henden» endeten.

Theaterleiter und *Jl r t i fi i n n e u. TerBerl. 2okal- Anz.' meldet aus PariS: Vor der Slrafkammer de» Polizei- gerichteS begannen die Verhaildlnngen gegen drei Theaterleiter und huif Artistinnen, die von dem Senator Beranger angezeigt worde» waren, weil letztere nach Schluß der Vorstellungen sich nack» zur Dchaii gestellt und getanzt hauen Tie Angeklagten machten den künstlerischen Charakter der Tarbietnngen geltend.

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Arbeiterbewegung.

Zu Bombay traten gestern früh 1000 Dockarbetter m den Ausstand. Es ranoen keine Ruhestörungen statt, außer daß einige Getreide'waggonS umgcworfen wurden. 2ic 'Polizei trieb die Menge auseinander.

Ter Au »stanD bei Der Firma Bro w n Boveri u. E o. tn Mannheim ist nach fechswöchentlicher Dauer be­endet.

l(ird?c«d Schule.

Bremer Fluafchrisicnaa» dem GeisteSkampf der Gegen war l. ^»erauSgegeorn von Fr. Slcubel unb Fr. X-'ictius. veil 2. Golt unc- die Hird)e von Tr Reinhard - »redet. Eoncord»a Ttusickc Benag»-.tnsiali, Hermann Eh- bock in Brrlin W. 30.) Preis geheftet U,UU Mk. Das Scytistche«

. welche ..Ite freie landeLkirchliche Bereinigung Hessens" am Anfang Dc» X ahre» in Frankfurt a. M. veranstaltete Au» philosophische» und bUtttruaxu Suchen betau» gibt dec Berfasfer eine tuize der Gründ,vetn der Kirche in bet Vergangenheit, cwen Ucperbltck über Du der Gcgcmvort bcrvortrciciwca rcUgwjtL