Ausgabe 
22.1.1908 Erstes Blatt
 
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Dorfeld.

Es ladet freundlichst ein

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Programm:

Geistliche Mnsikauiiührmig des Leipzig. Soloquartetts für Kirchen-31usik unter Mitwirkung des HerrnOrganisten 0. Görlach zu Giessen, zum 8esieu lies Mlgemsiuen Vereins liir Armen- und Krankenpilege, am 29. Januar 1908, abends 8 Unr, - in der Stadtkirche zu Giessen

OrigLnai-DrahtnreldungeA.

Bochu in, 22. Jan. Wie derBergknappe"", das Organ der christlichen Gewcrtvereine, mitteilt, hat der Bochumer Verein eine lOproz. Lohnherabsctzu ng angekündigt. Gleichzeitig sind auch auf den Zechen des Bochumer Bezirks die Schicht- löhne um 40 Pfg. gekürzt worden.

M a g d e b u r g , 22. Jan. Hier fand eine von der freisinnigen Vereinigung cinberufene Volksversammlung statt, in welcher Theodor Barth unter dem stürmischen Beifall einer mehr als 2OOOköpfigcn Zuhörerschaft über die Wahlrechts fra ge sprach ES wurde eine Resolution angenommen, in welcher jebe weitere U n t e r st ü 1) u n g der Bülowscken Blockpolitik durch freisinnige Parteien als eine charakterlose Verleug­nung der demokratischen Grundsätze bezeichnet und ein Zusammenwirken aller demokratischen Elemente verlangt wird, um die r e a k t i o n ä r e n W i d e r st ä n de g e g e n e l n e g r u n d- liche Wahlreform in Preußen zu durchbrech em Zwei sozialdemokratische Redner erklärten sich für em Zusammengehen mit dem Liberalismus un Kamps um das Wahlrecht aus.

Paris 22 Jan. Ter Disziplinarrat der Advokatenkammer beschloß, den A'n t i m i l i t a r i ft e n Herve, der kürzlich zu einem Jahr Gefängnis verurteilt wurde, aus der Liste der Ad­vokaten zu streichen. .

Toulon, 22. Jan. An Bord des Panzerschiffes Victor Cxi. faiiden gestern nachmittag Schieß versuche mit dem n 4 7-Millimetergeschütz statt.Eines der Ge­er plodi er te, nachdem wenige Schüße daraus abge- waren. Verletzt wurde niemand, trotzdem die trümmer weithin flogen.

Monaten seines Lebens schwer leiden muffen, so daß man ifyn die ewige Ruhe von Herzen wünschen kann. Seine Binder, 2 Söhne und 2 Töchter, beweinen einen um sie reu sorgenden Vater.

Vortrag. Wir machen nochmals aufmerksam auf dm heute abend 81/t Uhr im Cafö Ebel stattfindenden Vor- ircag des Bodenreformers A. Pohlman-Hohenaspe.

Das Gießener Kolosseum, dessen gegenwär- lazes Programm übrigens recht gut ist und einen Besuch d urchaus verdient, veranstaltet am nächsten Mittwoch, 29. Jan., im seinen sämtlichen Räumen einen großen Subskription Maskenball, 311 dem, wie uns von der Direktion mit- gjüeilt wird, ein besonderes Komitee schon seit längerer Zeit : größere Vorbereitungen trifft. Der Saal wird eine der Grundidee des BallesEm Hof-Maskenball beim Kaiser von £apaiifl entsprechende Dekoration erhalten, zwei Ballorchester

Haffe® (coffeinhaltig) wöchentlich frisch gebrannt, von hervorragender Güte unb| Wohlgeschmack empfiehlt das Pfund zu 100, 120, 140, 160, 180, 200 Pfg. I355

Kooert Stuhl, Neustadt 23.

Kindes hatten nichts bemerkt, da der "junge Mensch bei ihnen zur Miete wohnte.

Selbstbezichtigung. Ein hiesiger Vereinsdiener meldete sich gestern bei der Kriminalpolizei und verlangte verhaftet zu werden, weil er die erhobenen Mitglieder­beiträge von 4050 Mk. unt erschlagen und für sich verbraucht habe. Seinem Wunsche wurde der Geringfügigkeit des Objektes wegen nicht entsprochen, wohl aber wurde An­zeige gegen ihn erhoben.

r Schotten, 20. Jan. Auf Veranlassung des Proseffors Bender in Frankfurt a. M. hat sich dort ein Zweigverein des Vogelsberger Höhenklubs gebildet, der heule bereits 170 Mitglieder zählt. Diese Sektion unternahm heute einen Ausf luq auf den Hoherodskopl, den 45 Herren aus Frankfurt schlossen sich noch einige aus Scholten, Nldda 20. an. Bei prachtvollem Winter- metler err-ichte man kurz nach 12 Uhr das Klubhaus, woselbst einige Skier aus Gießen bereits anwesend waren. Während des Mittagessens begrüßte Forstmeister Diesenbach, der Vorsitzende des Gesanuvereins, die Sektion Franksurt auss herzlichste, worauf Prol. Bender erwiderte, daß die Liebe zur Heimat es fertig gebracht habe, eine so stattliche Anzahl Oberhesjen m Frankfurt zu einer Sektion des V.H.K. zu vereinigen. Und dieses neue Glied des Vereins wolle es sich angelegen sein lassen, die schöne Heimat recht 01t in großer Anzahl zu besuchen.Vater Bender" ist em Genie, empfänglich für alle E.«drucke, weiß er immer neue Freude zu bereiten. DieSektion birgt innerhalb ihrer Mitglieder Kräile, die sofort ein abwechslungsreiches Programm leiten können. Von besonderem Interesse war ein neues Hejsenlied, das ein Mu- glied dieser Sektion gestiftet hat. Um 5 Uhr langte man wieder m Schonen an, wo int Gaslhause zurTraube" ein zwangloses gemütliches Zusammensein ualuand, woran auch Schollener teil-- nahmeii. Sier begrüßte noch der Vorsitzende der Sektion Schotten Dr. Scheibel die neue Sektion Franksurt; Proiessor Bender wendete sich, die Gelegenheit benutzend, an Landiagsabg. Dr. Weber, er möge doch anregen, daß Schotten von Frankfurt aus besser, d. h. rascher zu erreichen wäre. Em Mitbegründer des V.P.K., Rendant Wolsschmidi zu Schollen, begrüßte die neue Sektion herzlich und erörterte die eigentliche Gründung des Vereins, wobei pch heraus stellte, daß er selbst un Jahre 1882 die erste Tneb-

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W. dielt sich übcv das' Benchänen auf und bezeichnete dieses als flegel- und schlotenhaft und zwar so, daß es G. hören mußte. G. sprang sofort auf W. zu und dieser erhob sich in der An­nahme, er werde vor die Türe gebeten. In diesem Moment er. hielt er von G. einen Schlag ins Gesicht, der von W. nicht erwiedert wurde, da er eine allgemeine Prügelei verhüten wollte. Am andern Morgen ließ W. seinem Gegner eine schwere Pistolen- forderung überbringen, die aber vom Ehrengericht nicht ge­nehmigt wurde. Dieses chielt einen Zweikampf mit Säbeln ohne Binden umd Bandagen für angezeigt, welchem Spruch sich W. fügte. W. focht mit den Waffen des Korps Hassia und G. auf solche der Resormburschenschaft Arminia hier. W. trug meh­rere leichte Verletzungen davon, während G. unverletzt blieb. W., der Reserveoffizier ist, hat das Kriegsgericht in Düssel­dorf zu einer Festungshaftftrase von vier ALonaten verurteilt, während G. sich vor der Strafkammer verantworten mußte. Ta er durch sein Verhalten den ganzen Vorfall hervorgerufen hat, hielt das Gericht für ihn eine Festungshaftstrafe von f ü n f M 0 n a t e n f ür angezeigt.

Die Stenographen - Gesellschaft Gabelsberger

Mittwoch, den 23. d. Mts., abends '/-» Uhr,

i> ihrem V-reinSlekaiHotel Einhor»" für Domen und Herren

Lehrgänge für

Stenographie u. Schreibmaschine.

Gefl. Anmeldungen an den 1. Vorsitzenden, Wolfftr. 4, oder

H Beginn des Unterrichts erbeten. K.

ließen, 18. Iammr 1U08- Vorstand. h

ItirpäTIiisÄi.

(Medizinische Klinik, Klinikstratze)

Sprechstunde: Jeden Donnerstag abend 67 Uhr.

Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Atme- iirigen von Lungenkranken. .

Ausgabe von Atleilen für Mutua6uic m ^euitattei.

Ratschläge für Kranke und ihre Angehörigen »ur-bermeiouug Don Ansteckung.

eiorbneten« naLm. 4 Ul)r, ir W von Schuld slll bin Selters» für bie Bllhnhoj» tigung zur Gin- ichgelänbe. 5. & liberbrüclung bti ^Mg eines Lchutzstteisen fy ckilhofes. 9. !&, bes Georg BiÄa ur Mung feinet tischule. 12. Un- von Rechnung.

r. 15. Tie W> c Gewerbeorbnuiu er slübtischen ät- titcilen Müdcher, r 1908. 19. S» ! ber Murburgll n Grliuibnis zur . Tcsgleichen bd

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64. 23. Tcsgl 21 Desgl. M llubioigsdüch. Wivv-M 11 ritz-Gewcrbt sind aus ®ießn ismätzig spärlich spricht eine gtm| licht weniger als er von Gießenci i von ben beide' ig in fionfunen: sich vereinigt, un Metzgerlaben riil en für ben Hand« tu würbe es fein, ; Ausschusses ent» -n bet Kochschul- fassen der Koch- iussiellung zu b-' nien hat befonber= Zag jugenommen, iderheßen, die w ir5n Anmelbunge» wer Platze immer , ber Reihe n°4 ber Wensorbela slraiieur Pai'el^ X m 8*

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I am Altar, vorderes Schiff, vordere Empore . . H. mittleres Schiff, zweite^Empore^......

LLI. hinteres Schiff und hintere Empore ....

Die MltsMeder

2nSätee'der etcn Ättoe zu je 1 Mark beziehen, so lange noch welche zur Verfügung stehen.

Karten sind nur in der Musikahen-Handlung von

E. Challier zu haben. LV Z1

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Morgen Donnerstag abend: 0427 MrelzvM. Morgens: Wellfleisch mit Kraut.

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3^. Ressler, Boss-Schlächter.

ieder war.

Zur Dirtüssion in der Versammlung der veutjchsozialen.

Bei der am Sonntag in der deutschsozialen Versammlung herrschenden Unruhe sind manche Ausstihrungen der einzelnen Dlskussionsrediier unverständlich geblieben. Wir werden nun un Hinblick hierauf um Veröffentlichung nachstehender Zuschriften O^^^He'rr Oberlehrer Dr. Werner schreibt:In Ihrem Tis- kusüonsbericht findet sich die Behanplung des Herrn Kanfmann, ich habe gesagt, in einer Stichwahl zwischen Natlib. und Soz. gäbe untere Parteileitung die Weisung aus, nie diese zu stimmen. Ich lege Wert darauf daß seslgeslelll wird, daß ich in der Verjammlnna eine derartige Aeutzernng heftig b e st r i 11 e n und niemals etwas derartiges gedacht, gejchiveige denn gesagt habe."

Herr Lehrer Kling schreibt: Auf die Aenßerungen des Herrn Rechtsamvalts Kaufmann über unsere Stichwahlparole von 1903 führte ich etwa iolgenves aus: Ich habe s.Zt. in emer Ver­sammlung in Henchelhenn Herrn R -A. Kaufmaiin gegenüber schon emmal erklärt, daß wir bei der Stichwahl 1903 unsere Anhänger nicht aiügeiordert hätten, für Herrn Krumm zu stimmen. Tic Sache verhält sich vielmehr so: Der Wahlausschuß für die Kan­didatur Köhler hatte im Hinblick auf die gehässige Kamp'esiveise der Liberalen W a h l e n 1 h a l t u n g proklamiert. Nun erhielten wir aber kurz vor dem Snchivahltage von unserer Parteileitung wir gehörten damals noch zur Deutschen Reformparlei (Zimmer- mann'jche Richlungj eine Depesche, worin wir aii'gewrdeit wilrdeii, für den nationalen Kandidaten einzutreten, -ter Inhalt bieser Depesche wurde am nächsten Tage int Gießener Anzeiger bekannt gegeben. Vorstehende Darstellung kann ich auch nhen» mäßig belegen.

Gießener Strafkammer.

)( Gießen, 21. Januar.

Ein Duell.

Zwischen dem Ingenieur Pb G unÄ dem Berg- assefsorR W aus Essen fand am 31. Oktober vorigen Jahres auf dem Winphof ein Zwei kämpf statt, der folgende Vor ge- (V. fnnr. i'.ti V#* '»Dnrftf limt 90 V.Z.A

werden konzertieren usw.

* Verein Kanaria. Auf der 3. allg. AnssteNung erhielten kreise: in der allgemeinen Klasse: 1. Preis mit 305 Punkte W. Müller in Siegberg nut vergold. Medaille, 2. Preis mit 292 Punkte Rob. Guschel in Elnishor.i Holstein) nut vergold. Medaille, 3; Preis mit 267 Punkte F. H. Veil tn Seifhennersdorf (wachsen mit silb. Atcdaille, 4. Preis mit 250 Puiikte Joh. Amsbutz m Höchst ci. M. mit sitb. Medaille, 5. Preis mit 249 Punkte Karl Gn mb et ir. Gienen mit sitb. Medaille, 6. Preis mit 244 Piuikte H. Birkholz in Berlin mit silb. Atedailie, 7. Preis mit 242 Punkte Karl Schneider in Gießen nut silb. Medaille, 8. Preis nut 242 Punkte C u|t. Schlick tn Lüdenscheid mit silb. Medaille, sowie 9. Preis mit 242 Pnnkte Ed. Bergfeld m Berkesetd tWests.), 10. Preis mit W8 Punkle Wilh. Müller in Gießen und 11.Preis mit 237 Punkte L Petri in Gießen. In der Sei bst znchlt lasse: 1. Karl Gumbel j7a Gießen 271 Punkte, 2. Wilh. Atüller in Gießen 249 Punkte, " A Wilh. Leichtweis in Gießen 248 Punkte, 4. Earl Schneider tu I Niesten 234 Punkte, 5. Jak. Koch in Gießen 218 Punkte und 6.

jjd) Heß ui Gießen 209 Punkte. Außerdem erhielten die fuberne »lebaille für bestes Hohl Karl Gümbet in Gießen, für beste Knorre

I ^ecm Rohrbach in Gießen. Vereinsehrenpreise erhielten: 1. Wilhelm -eichtweis in Gießen, 2. H. Kröch in Gießen. Außerdem erhielten

kur hervorragende Leistungen die lilbcrue Medaille Aug. Felstng und I AZilh. Atayer in Gießen, H. Rau in Trohe für ansgeslop'te Vogel c-me höchst lobende Anerkennuiig sowie Ehren: iplom.

** Ländliche Heimatpflege. Von dem Vorsitzenden i t«s Kreisailsschusses zu Friedberg Geh. Rcgierungsrat Feh ist

s ir 1908 folgender Wettbewerb für B l u m en, chmua non Häusern an den Ortsdurchfahrten der Krets- snr a ß e n i n d e n L a n d g e m e i n d e n d e s Kr e i s e s oc r i e d- lvcr g ausgeschriebert worden: Diejenigen 3 Lamwrte, die int Verhältnis zur Zahl aller an der Ortsdurchfahrt der Krets- s icaße gelegenen Häuser die meisten Häuser und die meisten Fenster rnt Blumenschmuck versehen haben, sollen in einen engeren Wett- b?roerb eintreten. In jedem dieser 3, in den engeren Wettbewerb q-lrtugtcn Orte werden für den schönsten Blumenschmuck her an den Ortsdurchfahrten der Kreis st ra ßew » aielegenen Häuser je fünf Preise ausgese tz t. Anßer- hxnt ist ein weiterer Wettbewerb für die fünf am besten und I hönften eingefriedigten, aiigelegten und gepflegten Haus- oder ?! o r g ä r t e n , die an den Ortsdurchfahrten gelegen find, v o n i e fünf Preisen ausgeschrieben worben. Die Preise kftcheii in Gegenständen für Blumenzucht und Aufbewahrung, i owie in heimatlichen Bildwerken im Gesamtwerte von 2Ö0 Mk. Sie Einteilung und Zuteilung der Preise erfolgt durch em Preisgericht, das von dem Vorstände des Vereins sur ländliche Heimat-, Wohlfahrt- und Kunstpslege bezeichnet wird Die Be- s icLtiaung der in engeren Wettbewerb kommenden Ortschaften, Häuser und Gartenanlagen und die Preisverteilung durch das Preisgericht findet in der Zeit vom 15. Jutt bis Ende August 1908 statt. Anmeldungen zum Wettbewerb sind bu- 1. Infi l. Js. an Geh. Regierungsrat Fey zu Friedberg zu richten. Hofsentlich smden diese Bestrebungen, die darauf hmzielen, den ^mn für Gartenbau und Blumenzucht, sowie für Verschönerung der Land- ortc immer mehr zu entwickeln und zu fördern, über all Be^ sündnis und recht viele Beteiligung. Erwähnt sei noch, datz auch w Förderung von Bygelschutzhecken MM-i vorg^-h-n sind. ljiiö daß in einer Anzahl von Orten des Kreises bereits Ver­eine bestehen, die nicht nur den Vogelschutz betreiben, wudern i ich auch den Blumenschmuck der Häuser und die Verbesserung ber Gartenbauanlagen zur Aufgabe gestellt hcwen.

** Sitliichteitsverbreche n.. (Seltern wurde em

PMos@|phenwald.

Morgen Donnerstag:

Schlachtfest.

MoraenL: Wellfleisch mit Kraut, abends: Metrcliuvve. 0424

ES labet freundlichst ein F. Harnickel.

Restaurant Karlsruh.

Morgen Donnerstag: 517

Metzelsuppe.

Kleine Tageschronik.

In Berlin wurde der Graf Arz-Vasegg verhaf­tet, der wegen Betruges in der Affäre der Frau Lewandowski und des erschosseneii Offiziers Schmidt verwickelt ist. Graf Johann Arz-Vasegg hatte, ehe er vor drei Jahren Wien wegen zahlreicher Schulden verließ, einige unangenehme Affären. Im Jahre 1902 war er angeklagt, im Wartezimmer eines Arztes einer Patientin einen Vrillantring gestohlen zu haben. Er leug­nete die Tat, wurde jedoch zu zwei Monaten Gefängnis und zum Verlust des Adels verurteilt. Später setzte er die Aufhebung des Urteils und die gänzliche Einstellung des Verfahrens durch. Trotzdeni ging damals seine Verlobung mit einer Millionenbraut zurück. 1904 versuchten zwei Burschen unter Beschuldigung eines Sittlichkeitsverbrechens Geld vom Grafen zu erpressen. Er wußte sie so lange hinzuhalten, bis sie verhaftet wurden. Bald nachher verließ der Graf Wien, worauf zahlreiche Gläubiger Straf-An- zeigen gegen ibn erstatteten. ,

T(erehlrehe Nachrichten,

tevaiißeüiche emetnoe.

Donnerstag den 23. Januar, abends 8 Uhr, im Matthäus- saal: Bibel stunde. (Offenb. Johs. Kap. 20.)

Plärrer D. Schlosser.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 22 Jan. Schweinemarkt. (Org.- Tel. des Gieß. Anz.) Zum Verkanie standen 1585 Schweine. Bezahlt wurden: für Schweine 1. Qual. 6061 Pfg., Lebendgewicht 48,5 bis 00,0 Pfg.; ^Qualität 5859 Pig., Lebendgewicht 47,548Pfg.; 3. Qual. 50-53 P'q. Markt lebha't, Ueberstand unbedeutend.

Gießener Wetterdienst.

BorauSsichtliche Witterung für Hessen am DonerStag den 23. Januar 1908: Meist trüb. Trocken. Frost. Schwache west­liche Windc. _____ -