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Kez. Kaufmann, 1. Vorsitzender.
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gez. Krausmüller, 1. Schriftführer.
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Hochwohlgcbvren Herrn Geh.
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Abänderung der Verfassung angenommen werden soll oder ans prinzipiellen Gründen ein Eintreten für Anhänger Gesetzesvorlage nicht empfehlen.
Wir dürfen Sie deshalb wohl ersuchen, uns — und mit Rücksicht auf die schon ganz nahe bevorstehende Wahl
(Folgt Abschrift unseres Briefes vom 21. September.)
Am 3. Oktober fragte Herr Eichenauer telephonisch bei serem 1. Vorsitzenden an, was dieser in seinem Brief mit
gez. Kaufmann, 1. Vorsitzender.
gez. Dr. Krausmüller, 1. Schriftführer.
Vorkommnissen usw. gemeint habe, worauf ihm zur Antwort wurde, gemeint sei die Gehaltserhöhung des Oberbürgermeisters.
Am 8. Oktober erhielten wir vom freis. Verein ein Schreiben vom gleichen Tage folgenden Inhalts:
Gießen, den 8. Oktober 1908.
An verchrl. Vorstand des Nationalliberalen Vereins, zu Händen des Herrn Rechtsanwalts Kaufmann in Gießen.
Auf Ihre geehrte Zuschrift vom 30. v. Mts. erwidern wir ergebens!, daß roir bezüglich der Landtagswahl nach wie vor damit einverstanden sind, daß die Hälfte der Wahlmänner von Ihrem, die andere von dem diesseitigen Verein aufgestellt, und dann in eine gemeinschaftliche Agitation eingetreten wird, wobei an Stelle des nichtwählbaren Herrn Kommerzienrat Gail eine neutrale Persönlichkeit als Wahlmann auszustcllen wäre.
Dagegen müssen wir Sie ersuchen, von dem Wunsche, daß wir auf unsere Parteigenossen in Mainz einwirken möchten, für die Kandidatur Pagenstecher einzutretcn, absehen zu wollen.
In dieser Beziehung hat wohl unser Vorstandsmitglied, Herr Eichenauer, persönlich in Worms gelegentlich unseres Parteitags mit einem Mainzer Freund gesprochen, erfuhr von demselben aber eine direkte Absage bezüglich einer offiziellen Erklärung. Da er ohne jeden offiziellen Auftrag seitens unseres Vorstandes handelte, so unterließ er nach dieser Abweisung selbstredend weitere Schritte.
Zur Sache selbst aber ist ein Eintreten der Freisinnigen für die Kandidatur Pagenstecher schon um deswillen ausgeschlossen, weil eine nationalliberale Kandidatur in Mainz gar nicht existiert, sondern nur eine gemeinschaftliche Kandidatur der Nationalliberalen und der Zentrumspartei, für welche bei der gegenwärtigen Parteikonstcllation in Hessen ein Eintreten der Freisinnigen absolut unmöglich ist.
Aber auch ganz abgesehen hiervon können wir, da es sich bei dem diesmaligen Wahlkampf wesentlich darum handelt, ob die von der Regierung in Aussicht genommene Vorlage betr. die
Mit Rücksicht darauf, daß Herr Dr. Gutfleisch laut ziellem Bericht der frech Partei in Worms geiagt hatte:
„In Gießen besteht entgegen den BIÄttermeldungen doch keine völlige Einigkeit mit den Nationalliberalen. Wie ich höre,
wollen mir die Nationalliberalen Bedingungen stellen, von denen sie meine Wahl abhängig madren. Ich werde aber keine Bedingungen erfüllen, die meinem Gewissen zuwider sind. Ich will mein Mandat nicht kaufen. Ich habe jahrzehntelang versucht, meine Schuldigkeit ;u tun. Da darf ich wohl erwarten, daß, wem cs auf die Sache ankommt, weiß, wen er erwählt, auch ohne Kuhhande l"
richteten wir an ihn am gleichen Tage den nachfolgenden Brief:
Gießen, 30. September 1908.
dem Parteitag des Freis innigen Landesvereins entnehmen wir, daß Sie in Ihrer Rede in Worms die Auffassung vertreten haben, als hätten wir Ihnen für Ihre demnächstige Tätigkeit im Landtag irgendwelche Bedingungen auserlegen wollen. Wie Sie auS der angefügten Abschrift ersehen, waren Sie irrig belehrt, und wir dürfen deshalb wohl die Bitte aussprechen, bei erster sich bietender Gelegenheit diesen Punkt öffentlich richtig zu stellen. Mit vorzüglichster Hochachtung!
Der Vorstand des Nationalliberalen Vereins.
gehend — mitteilen zu wollen, ob Sie bereit sind, bedingungslos gemeinschaftlich mit uns für die Wiederwahl unseres seitherigen bewährten Abgeordneten cinzutreten.
Hochachtungsvoll und ergebens!
Der Vorstand der Freisinnigen Partei.
2. V. des Vorsitzenden: gez. Eichenauer,
gez. Leib. Schriftführer.
Nachdem am 14. Oktober nachmittags im Gießener Anzeiger frt einem Referat des Herrn Alling,por darauf hingewiesen worden war, daß nach dem Verhalten der Freisinnigen in Worms die Unterstützung der Kandidatur Gutfleisch in Frage gestellt sei, wurde um 5 Uhr durch Boten folgendes Schreiben des Herrn Dr. Gut- fleisch unserem 1. Schriftführer überbracht:
An den Vorstand des Nationalliberalen Vereins Gießen.
Ihre gesl. Mitteilung vom 30. v. Mts. beantworte ich erst jetzt, weit ich geglaubt hatte, daß die Antwort bereits durch den Freisinnigen Verein erteilt sei. Da ich heute das Gegenteil erfahre, will ich nicht unterlassen, Ihnen Nachricht zu geben, daß die Aeußerung, die ich in Worms getan habe, dahin ging, es sei mir jetzt mitgeteilt worden, daß mich in Gießen die Nationalliberalen nur gegen gewisse Bedingungen wählen wollten. Aus dem Schreiben Ihres verehrlichen Vorstandes vom 21. September gebt ober die Richtigkeit dieser Mitteilung hervor: denn Ihr Beschluß genehmigt die Kandidatur Gut,leisch mit der Bedingung, „daß der Freisinnige Verein Gießen auf ein Eintreten der Freisinnigen in Mainz für die Kandidatur Pagenstecher hinwirkt". Diese Bedingung ist, wie man auch im Freisinnigen Verein darlegte, kaum annehmbar. Ich selbst kenne die politischen Ansichten des Herrn Pagenstecher in bezug auf die derzeit schwebenden Fragen nicht, habe aber auch seit Jahren keinerlei Einfluß aus die Mainzer Freisinnigen, die schon in der langen Zeit, in der ich Vorsitzender des Freisinnigen Landesausschusses war, ihre eigene Politik trieben, was mit der Grund war, daß ich schließlich seit Jahren den Vorsitz int Landesausschuß niedcrlcgte. Hierzu kommt, daß die Wahl Pageustcchers verquickt ist mit der Wahl eines Zentrumsmannes, für die ick) mit meinen Gießener Parteigenossen nicht wirken könnte.
Ihr Schreiben vom 21. September war mir int Wortlaut in bet Wormser Versammlung nicht bekannt: sein Inhalt wurde mir aber in unliebsamer Form bestätigt durch ein Schreiben Ihres Vorsitzenden an unseren Schriftführer, bad man mir kurz vor meiner Wormser Ansprache überreichte, und in dem in einer mir damals nicht vcritändlichen Art auf gewisse Verhandlungen im Stadtvorstande hingewie,en wurde, die meine Wiederwahl in Gießen erschweren könnten! Ich glaube wohl kaum betonen zu müssen, rote peinlich dieser Hinweis mich berührte, der ich jetzt seit einem Vierteliahrhundert, wie ich meinte, pflichtgemäß dem Wohle von Gießen gelebt hatte. Erst einige Tage nach der Wormser Versammlung erfuhr ich den Sinn der brieflichen Mitteilung an unseren Schriftführer. Ich würde sonst vielleicht Bedenken getragen haben, gemäß meiner bereits im Freisinnigen Verein abgegebenen Erklärung eine Wiederwahl auzunchmen, die mich einer kritisck>en Erörterung darüber aussetzte, ob ich es überhaupt mit dem Wohle der Stadt gut meine. Ich glaube ernst versichern zu können, daß laum ein Abgeordneter uiid Kandidat zur Zweiten Kammer in Hessen so schwer wie ich durch d.c Ausübung beS öffentlichen Mandates belastet ist. Nur das Pflicht gefühl und der Wunsch, einer treuen Anlstingerschast, zu der ich auch Ihren Verein rechnete, durch unverdrossene Fortarbeii mich tut meinen alten Tagen meinen Dank abzustatten, ixit in d zm Wiederannahme meiner Kandidatur beroo i?u, deren Sorgen uu al tztr viele unserer Mitbürger weit leichter n tragen feil' würd >
Justizrat Dr. Gutfleisch
Hier.
„Gießener Anzeigers" (Nr. 229) über
Im Interesse der bevorstehenden Wahlarbeiten bitten wir Sie um Ihre baldgesl. Entschließung, damit wir die Angelegenheit unserer Mitgliederversammlung rechtzeitig vorlegen können.
Mit vorzüglichster Hochachtung!
Der Vorstand des Nationalliberalen Vereins.
als für mich. In der Hoffnung, daß Sie mir dies glauben, begrüße ich Sie mit aufrichtiger Hocksachtung und Ergebenheit.
Gießen, den 14. Oktober 1908.
gez. Dr. Gutfleisch.
An demselben Abend fand unsere Mitgliederversammlung statt, die, wie gesagt, mit großer Einmütigkeit sich auf den Standpunkt stellte, daß ein Zusammengehen mit den Freisinnigen in Gießen nicht möglich sei, weil die maßlosen, verletzenden und durchaus unbegründeten Angriffe, die auf dem Wormser Parteitag im allgemeinen und insbesondere von Herrn Pfarrer Korell in Worms, in der „Hilfe", der „Hess. Lib. Wochenschrift", der „Franks. Ztg." gerichtet worden waren, unsere Parteiehre aufs gröblichste verletzen mußten. Dazu kam, daß auch die freijinnigcn Vertreter Gießens in Worms einer Resolution ohne jedwede einschränkende Erklärung zustimmten, die eine Bekämpfung unserer Partei im ganzen Lande verlangte.
Ter Vorstand des Nationalliberalen Vereins Gießen.
C. Kaufmann, Dr. Krausmüller,
1. Vorsitzender. 1. Schriftführer.
♦
Wahlbezirk Grünberg-Gießen.
Das in u-iuduurg jeroriueic ^urgurnieiftcr Sann
sei von seiner Kandidatur zurückgetreten, ist grundlos. Herr Sann hält ebenso wie seine Freunde, seine Kandidatur unbebingt aufrecht.
Wahlkreis Schotten-Laubach.
Von den Anhängern des antisemitischen Kanoidaten Lehrer Link-Rudingshain und denen des seitherigen Abgeordneten werden in den Orten dos Vogelsoergs Wulnerversammlungen ^gehalten. Forstmeister Dr. Weöer ist van den Nationalliberalen und dem Bund der Landwirte aufgestellt. Infolge seiner regen Tätigkeit im Landtag um» feines groüiügigcn Lißoerger Projekts hat er große Sympaihien im Wahlkreis. Für Link kommt seine langjährige Tätigkeit int landlia>en Genossenschaftswesen in Betraust. Tie Anhänger der Kanoioatur Link fua-en die Wiederwahl oes Dr. Webev-konradsdorf dadurch zu erschweren, daß sie ihn als den „Vater" des General-zkulturplans für den Vogcisberg bezeichnen. Es herrscht infolge davon in manchen Orten eine Erregung und Erbitterung, wie xur Zeit der Greoenhainer Volksversammlung, in der seinerzeit Dr. Wcöer nieoergeiujrien wurde. Nun ist aber Dr. Weoer an der Ausstellung des Generalkultnr- Plans gar nicht beteiligt gewesen, wohl ajcr hat er für die energische Förderung der Bodenkultur irn Vogelsberg viel getan.
Nllivcrjitäts-Nttehrichten.
— Austausch - Professoren. Im Wintersemester werden nach den „Beil. Atadem. Rachr." wieder zwei ameManische Pro'esforen an der Berliner Universität Vorlesungen hatten und zwar der Professor au der Harward - Unversitat zu Cambridge, Mass., William Morus Tavis aus dem Gebieie der Geographie imO Geologie, und der Professor an der Columbia- Umversttäl zu New-Hort Felix Adler, der von den Trustees dieser Universität als driner Roojevett - Professor abgeorduet ist, über Probleme m Amerika (Regentage, Einwanderung usw.).
„Zeppelin I".
Aus Friedrichshafen wird uns unterm 20. gemeldet:
In der großen Halle in Manzell ist man seit heute früh mit der Füllung des Zeppelinfcheu Ballons beschädigt, um von morgen ,ruh an zum Aufstieg bereit zu jein. Der König und die Königin von Württemberg werden bem Aufstieg beiwohnen. Ziel und Dauer der Fahrt werden noch geheim gehalten. — Den Aufstiegen des Luitschisses darf man mit besonderem I ttcres,e entgegensehen, weil eine ganz neue Art der Seitensteuerung dabei erp.obi werden soll. Das große Hea- ,teuer soll ganz fört,allen, cte Seitensteuerung lediglich mit Hilfe der Unis uno rechts zwischen den Stabilitats- slo,sen angebrachten Steuersiächen bewirkt werden, die un- gekuppelt lausen, d. h. jedes für sich bewegbar sein werden. Die Höhenjieuerung ist die gleiche, auch die Länge des Luftschiffes (136 Meter), dagegen wiro der Durchmesser nur 11.7 Meier betragen. J..,oige die,er schlankeren Form und seiner größeren Lange erwartet man eine weit g r ö- ßere Ge s ch w i n d i g t e 11 als bei den früheren Au,stiegen.
Vermischte».
* DieFahrtdurchdiebreunen den Wälder Nordamerikas, über die wir in den letzten Tagen venchieventlich berichteten, wird aus Newhork mit allen ihren Schrecken ge- fchiloert. Seit Wochen schon dauern diese furchterlwstn Brände nut unverminderter Heftigkeit und die meist deutschen Bewohner können kaum das Leben retten. Der Eisenbahnzug sollte den vier Städten, tue vom Feuer fast vollständig zerstört waren, Rettung bringen. Bereits zwei Tage lang währte die Feuersbrunst in den Städten Metz, Pulaski, Millersburg und Po, en, und trotz der heldenhaften Anstrengungen der Einwohner, die Flammen zu ersticken, brach das feurige Element mit wilder Kraft los und zerstörte alle Häuser. Als der Hilfszug, der die von allen Mitteln entblößten Geretteten aufnehmen sollte, in Metz eintraf, fand er taum vierzig Einwohner vor, die in nasfe Tücl>er eingehüllt, dem brennenden Atem des sie umringenden Feuers noch widerstanden hatten. Als der Zug weiterfahren wollte, ergriffen die Feuer massen auch den Bahuoamm und es war unmöglich, weiter vorzudringen. Der Zug fuhr in rasender Hast nach der zerstörten Stadt zurück. Die Fahrt hat der Lolomotw- sührer Foster selbst beschrieben: „Mit Volldampf ging es rückwärts, und ich hörte die Todesfchreie der fast erstickten Passagiere, die in den glühend heißen Wagen waren. Nahe bei dem Tors Nowincli erreichte die Schreckens! ahrt ihr gewaltsames Ende. Die Maschine brach durch eine brennende Brüne durch und Der schwer beschädigte Zug war in große Flammenmassen gehüllt. Die Wagen konnten nicht mehr von der Stelle bewegt werden und es war unmöglich, etwas für die Passagiere zu tun. Der Heizer, der Schaf fuer und ich selbst suchten im Wasserkasten der Lokomotive Zuflucht, bis das Wasser schließlich zu heiß wurde und wir uns nicht mehr dort halten konnten. Nun suchten der Schaffner und ich einen vcrzwei selten Ausweg zur Rettung. Mit zwei Passagieren, von denen wir später einen verloren, frodien wir hinweg über den glühenden Boden, der ganz mit Rauch und Asche bedeckt war und von dem immerfort Flammen emporzungclten. Es war eine furchtbare Zeit, die wir überstanden, ehe wir Posen erreichten." Die drei Geretteten haben entsetzliche Brandwunden davongetragen, die anderen scheinen alle in der furchtbaren Glut ihren Untergang gefunden zu haben. Die Leiche des Heizers wurde nahe bet der Maschine gefunden, außerdem 16 andere verbrannte und verkohlte Skelette.
CK. 21 nt e v 11 a n i j dj e v o t n b e n 11 n n c n - UI f. Die Silagen über bas „hazing", bie verschiebenen unb oh recht »inangenehmen Prozeduren, Denen die .Fuchst" an den amerlkanljcheu Uiuvei- fitäien unterworfen werden, find schon recht all, ohne daß sie Den Unfug bisher hätten beseitigen können. Unb nun werben Beschwerden laut — bie sich gegen dieselbe Unsitte bei den Studentinnen wenden — die erstaun le Well erfährt daraus überhaupt erst, daß unb worin sie besieht. Sie ist freilich, verglichen mit den Martern, Denen die etubeuien Öfter ausgesetzt werben, recht harm- loö. machen sich bie älteren Slubenimneii in manchen Colleges 5« B. den Spaß, die Neulinge, wenn bie Glocke 311m Frühstück ei- tont, 311 zwingen, nach Schnciderart auf bem «oben zu sitzen, unnono „Home, Sweet Home' 311 singen, euianber nut winzigen ■teeloffcln zu lütieut, ronlnenb ihnen bie Augen verbunöen tvciben unb Woher aus Bronze-Teekesseln zu schlürfen. Ten Slubentmnen machte Dieser Uli viel Spaß, aber bie Präsibentin eines Colleges ui Philadelphia, AI iß Caich Thomas, erklärte ihnen in einer An- prad c >!'it itvengem Vorwurf, baß solches Beginnen „unschön, imvoniehm, fmb; ch unb gemein'1 sei und „geradezu als gesell- laja'iiiu Verbrechen für loeibliche Studenten' gellen und aiisge- roitet werden muffe. a
* Ein Zeppelin-Verslein ist im Fremdeubuchc aus dem Ritzlicheler .Horn zu lesen: „Das Lcnkproblem, es war nicht leicht. Tu Zeppelin hast's ja erreicht. Nun lehre Mich, gescheiter Mann, Wie man die Frauen lenken kann."
* Landschullehrer (beim Gleichnis vom guten Hirten): „Wenn ihr meine kleinen Schafe seid, was bin ich dann?" — Antwort: „Ein großes Sck)af."
Tic Marktpreise für Vieh und Frucht uud die Gießener Fleisch- und Brotprcise am 19 Oktober 1908.
Brotprelse m Gießen
©etreibepreife in Mannhei nt
Höchste Schlachlviehprcise ui Frankfurt a. 9)L
Fleischpreise in Gießen
Ochsen
Kalber Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 79—81 Pik.
Kg.Schlachtgeiv. 92—95 Pf.
V, , „ 71-73 ,
*/, Kg. 78-86 Pfg.
V, , 70-80 , ’/. „ 68 - 84 ,_____
Weizeii 1UU Mg. 21.7d — 22.00 Hit.
Roggen 100 Kg. 17.o0-17.57 Mk.
Lveitzviot 2 Mg. 62 P,g.
Dchivarzvrot 2 Kg. ü8 P'g.
£engefanOt,
Großen-Linderi, „1. >.u. .u Sinter naht mit braufcn, zum Schrecken aller armen Leute uno des reisenden Puvlikarns, besonders aver den Aroeitern und solchen, die Aiaeiterzuge benutzen mühen. Wie uverm^ßig in Den|duen da geheizt wird, ist wohl jedem zur Genüge üctaimt, so, daß einem jeden Die Zuhue klappern. Um 5,43 lu>r gJ}t in ^rieiwerg i. H. eilt Aroellerzug ab, fällig in Gießen um 6,40 Uhr, also ,ast eine Stunoe Fcchr- zell, ich meine. Da könnte Doch Der DCir. Zug, nach jedes Laien Ansicht, etnigtrmauen geheizt fein. Tics ist jcooch nicht der Fall, fonderii derselbe tumnit in Gießen, in vollständig ungeheiztem Zustande mit feinem frierenden Puviikum an. Als ich in Gießen nach der llr,ache fragte, erhielt ich zur Antwort, daß die Heizung des Zuges eingefroren feu In- kann es nicht verstehen, wie bei etne.it Per,ouenzuge der Main-Wefer-Bahn die Heizung einfricren kann, da die Kälte doch gestern und heute erst 3 bezw. 6 Gvad betrug. Was soll Denn dies im Winter geucn, wenn die Kalte mitunter 18—2U Grad beträgt. Da würde ich der Bahnverwauung ten Vorfch^g machen, jeoer einzelnen Person Pelzmanlel, Kragen und Mü.ze zur Verfügung zu stellen. Damit man sich Dock) nur ein wenig erwärmt uno sick) vor erfrieren schützen kann. — Hoffentlich genügen diese Zellen, die ^ahnverwallung auf diese iieve.stunoe aujmerliam zu machen unD für baloige Avhllfe Sorge zu tragen.
jiuniheihUau/ndüen.
Geboren: Herrn Pfarrer yv. Beruocn und Fran Sophie geb. A.ahl m Bübeshcun (Oderhesien) em Sohn. — Herrn Piarrer Jaeger unb Frau Etsveth geb. Leisler m Romrob eine Tochter. — Herrn Rektor St. Hentze unb ^rau m 'Diarüiug em Sohn.
Verlobt: ^tl. pelenc von Ktetzel nut Herrn Pfarier Lubivig Wahl in Queck. — Frl. Tina Storr mit Herrn Stau Schneider li: BaD-Nauhetm. — Frl. Irma Zach mit Herrn Al Verl Flörsheim in Zranliurt a. Ai. — Zrl. Katharina Bellmg in Geilshausen mü Herrn Slomab Engel in Bnßielb.
Vermählt: Herr Heinz Fey unb Frau Rest Fey, geb. Pietz, Lauterbach unb Sonchosen (Allgau).
Gest 0 rben: Herr Grubeii-Aufseher a. D. Friedrich Freitag nt Ehringshausen. — Herr Architekt Fritz Nick in Tarmstadt. — Frau Anna Strack, geb. Kares, Wilive Des Großh. Forstmeisters vubiuig Strack, m Nidda. — Frau iDkirie Dtununel Wwe., geb. Freuiib, in Tarmitabt.
Airchliche nad^ridyten»
iLvangetifche ue-ii^iiiuc.
Donnerstag, den 22. Ollober, abends 8 Uhr, im MarknS- jaal: Bibelstunde. (1. Johann.-Brlet, Kap. 2.)
Piarrer Schwabe.
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