Dienstag 21. Juli 1908
Nr. 169
Zweites Blatt
Erscheint täglich mti Ausnahme des Sonntag».
kleines Feuilleton.
158. Jahrgang
A-: libecher
Seit einigen Tagen bringt das Theater lebender Bilder am Seltersweg, abgesehen von einem neuen überaus interessanten Programm, auch mehrere Nummern an§ Gießen. Da ist zuerst unser Wochenmarkt. Vom Brandplatz zieht an uns der ganze Markttrubcl im Einzelnen vorüber. Viele der Personen sind unS bekannt. Aber ganz kostbar sind die
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Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'schen UniversitätS - Buch- und Sleindruckerei. R. Lange, Gießen.
— Kleine Kunstchronik. Als eine Bayreuth- Nummer präsentierte sich das jüngste Heft der Leipziger „Jlln- strierten Zeitung". Es bringt unter dein Titel „Tie Mitwirkenden bei den Bichneniestspielen in Bayreuth 1908" die Bilder sämtlicher Künstler und Künstlerinnen, Orchester- und Bühnenleiter, Regisseure w. nut Text voll Cito Sonne, der als ein orientierendes SBabemecum durch die Aussührungen des diesjährigen Bayreuth zu gellen hat und nicht versehlen wird, das Interesse aller Wagnerfreunde und Feslspietbesucher zu erlvecten. — „D i e geschiedene F r a u" ist der Tuet einer neuen, dreiaktigen Operette von Leo Fall, dem Korn- ponisleii der „Totlarpruizejsin" und des „Fidelen Bauern". — Zum ersten Male bringt jetzt Professor At. Olbrich, in Berlin einen ganzen Raum zur Ausstelluiig Es ist ein kleiner, intimer Tameu-Saton, der in der Werkstatt für künstlerische Jnnen-Aus- slallung von Franz Holzamer, Nachodstraße 35—37, zu sehen ist.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: es© 5L Redaktion: 1U Tel.-Adr.:AnzeigerGießen.
Die „Eietzener Familienblätter" werden dem „Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kretsblati für den Kreis Sichen" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
c'geben. Bewerber M- !nöen an
das Sommasii
Das Palentgesetz in England.
In der gestrigen Sitzung des englischen Unterhauses , f-rugle Lomdsoale, welches der genaue Inhalt der Erklärung sei, die hinsichtlich des Abschnittes 21 des Patentgesetzes | Don der englischen Regierung abgegeben worden sei, von der der deutsche Staatssekretär des Innern gesagt habe, daß sie bte Lage für die deutschen Patentinhaber in ein besseres | ijidjt gerückt habe. Hieraus erwiderte der Unttrstaatssetretär 1 des Reichsschatzamtes Pease namens des Staatssekretärs s Grey, der Inhalt ist folgender: Ter Abschnitt 27 fordert | nicht, daß jede patentierte Sache in England angefertigt L miet). Der Abschnitt sieht nur vor, daß, wenn bewiesen i merden kann, daß ein englisches Patent nach einer reich- I l ichen, durch das Gesetz gewährten Frist vornehmlich oder & ausschließlich im Auslande ausgesührt ist, daß dann jeder- ■ uiamt von dem Patentinhaber den Nachweis fordern kann, I warum sein Patent nicht in angemessener Welse in Eng- ■ l and in Ausführung gebracht ist. Falls der Patentinhaber | dem Patentkontrolleur und den Gerichten eine zusrieden- ■ stellende Erklärung geben kann, soll fein Patent nicht wider-
Städten vorgeführt zu werden.
•• Geldlotterie zur Wiederherstellung des Wormser Domes. Dem Propstei - Kirchenvorstande zu St. Peter in Worms ist die Erlaubnis erteilt worden, Lose der mit Genehmigung der Großh. Hess. Regierung in zwei Serien zu veranstaltenden Geldlotterie für die Wiederherstellung des Wormser Domes auch in den Provinzen Rheinland, Westfalen und Hessen-Nassau zu vertreiben.
•• In Amerika oerstorbene Hessen. Frau Catharina Neumann, geb. Kloes, Witwe von Chas. F. A.
den Zug und die Spielplätze hinemzudrängen und besonders auch beim Passieren des Zuges durch die Eingänge zum Philosophenwald diese freizulassen.
•* Gießener Straßenleben im Kincmatograph.
sen 23.31
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gbrrhegen
terjertigter C. CJj dje noch ausich- luiiocn bis Lum 5.v “ns, GbchW M den zu wollen,, da diru i Lage einlaurettbcn - , MdieiesSeE LüiMugt werdens C. c der Starkenbir»
armen der niederen Lebewesen. Im Erdgeschoß, das die beiden Hanpisäle (den Wirbeltiersaat und den Saal der wirbellosen Tiere) ..... . , .
enthält, zieren Aiedusen und Korallen, die Decken. Im Oberge- einzelnen Situationen auf dem Gemüsemarkt. Das ziveite choß wird cm Protislensaal und das „Phyletische Archiv" einge* j^en Moment dar, wo im Gymnasium die Schule
Ä bic | auä .st. Ta >°hcn wir unser- Buben sau.tt.ch porträ,ähnlich Haeckel selbst gesammelt hat, oder die ihm geschenkt worden sind, anfänglich fein fittig vorubergehen, nachdem die jungen Jin städtischen Museum für Ortsgeschichle, das unter Leitung des $eiL-cn aber spitz gekriegt, daß sie photographiert werben, da Professors Paul Weber steht, ivird euie Jubiläilinsausstellnng: entivicfe(t sich ejn Bild wie bei dec babylonischen Sprachen- »mmrrung, fo dab zu... Schluß Herr .der Besitzer länden, die bisher in den Aiappen und Schränken des Museums des Kinematographen, dazivychen geht, um die fugend zum verborgen lagen, werden bei dieser Gelegenheit vorgesührt werden. I Weitergehen zu bringen. Aber gerade hierdurch erreicht er — Lauterbach uni Umgebung" nennt sich eine I baS Gegenteil. Das dritte Gießener Bild ist unsere Lahn kleine, soeben vom Verkehrsverein Lauterbach herausgegebene nut ihren herrlichen Ufern, rechts und links oberhalb des Broschüre. Ter ungenannte Verjasser ist, wie wir unseren Lesern , s>ie Wooa belebt durch die Ruder-Regatta des
SÄÄ&5 ruüu“ »«Benet Ruderklub«. Soeben neuen Bildern nennen wir historischer Bildung uiid modernem Kimstgeschmack. Temgemäß ist nur das Pferderennen zu Frankfurt a. M. am Ostermontag der praktische und ideelle Wert des Bücheichens, dem eine stattliche 1908. Raubtier- re. Aufnahmen nach der Statur. Der Anzahl technisch wohlgelnngener Abbildungen beigesügt ist, auch für Alt und Jung interessanten und belehrenden
und Sch,.tz7"'Geaend?^B-. °in°°AusLg?' die" N>°°hl Kine.natagraphen war an. Sa.nstag nachmittag, als wir dort nicht lauge aui fiel) warten lassen ivird, wäre aber mehr Sorg- iveilten, sehr gut. Es war kaum em Platz frei. Das Unter» samkeil aui die sonstige, die drucktechnische Ausstattung der Broschüre ist aber auch des Besuches wert, da es in seinen
zu verwenden. Einrichtungen hinter den Unternehmen in den Großstädten
Als eine B a yreut h-,nicht zurück steht. Wir hören, daß der Zug unserer gesamten Schuljiigend am Jugendfest ebenfalls für den Kinematographen photographiert werden soll, um auch in andern
DaS AlterSpensionsgeseh vor dem englischen Oberhause.
Bei den Verhandlungen über das Atterspensionsgesetz übte Lord Erorner Kritik an dieser Vorlage vom finanziellen Standpunkte aus und erklärte, cs würde eine Zuschlags- üefteucrung direkt oder indirekt eingeführt werden müssen, um den Aufwand zu decken, den dies Gesetz erfordern würde. Zn den gegenwärtigen Zeitläuften fei es die vornehmste üslicht der Regierung, mit ihren Hilfsquellen Haus zu halten und sich aus jede mögliche Weise auf einen europäischen Konflikt voczuberciten, der herein- t.rechcn könnte, bevor viele Jahre vergangen seien. Wir Hüben in einer Zeit, wo der Einfluß des Individuums be- .renzt ist. Wenn nationale Interessen auf dem Spiele stehen tnb Die Leidenschaften entflammt sind, ist die Gefahr vor- landcn, daß ein Zusammenstoß sich ereignet, so friedlich auch Tic Absichten der Regierenden sein mögen. Nach seiner : nsicht würde, wenn das Gesetz angenommen werde, die üäche des Freihandels gefährdet sein, und dies würde die : Krtschaslliche Kluft zwischen England und den auswärtigen Nationen erweitern und die Möglichkeit eines Zusammen- sioßes erhöhen. Lord Roseberry und mehrere konservative .ebner kritisierten gleichfalls das Gesetz, doch ist kaum ein Zweifel, daß die Vorlage angenommen werden wird.
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ÄeleibiguiWn, die: Wilhelm Rn 1 Mrofbori ausgesvm nehmen mir zurilL : :n, -vciirf Krombach t isenüeLerbächligunge: u haben. [ borst im M1906. lart Ho/mauu, Wii >.arl Euter, Müne rzeuznaben tonnen l :üuöüd) erlernen.
Lteinitrahe 50,1
>em am 2. Äugusl flat 1 LjäHrigen Stiilungir eiw. Feuerwehr GM ach einige
rufen werden. Wenn er beweisen kann, daß es noch eines I eine Besprechung mit dem Borstand für^zwcckmamg düse
Otlecren Zeitraumes bedarf. ihn in Stand zu fchen,
sein Patent u> angemest-ner W-.,e zu verwerten ° "eH=k m &trä$ k°mm-nd- Brauern ^Pflicht«, aui An. ihm tue notwendige tynft vom Patentkontrollenr oder, falls ^,ct .u liefern, ohne daß eine Emschädiaung 511 gewahren dieser sie verweigert, gerichtlich zugestanden werden. I jcj Ta durch diese drei Ausnahmefälle nicht ganz dem An-
' suchen der Versammlung vom 9. er. nachgckommcn sei, so wäre
2(11$ Mllö ffonb. I die Folge, bais nunmehr die heutige^ Verfammlung einberusen
Giestei' 9i Qiifi 1908 würde. Ter Vorsitzende ersucht zum Schluß um eine recht aus- r , u Cb: ', , aicbiae aber sachliche Aussprache, denn nur durch btc|e fei cs
** Vom Gr 0 ßherzo g e e mp f^a n g e n wurden am I ^ie Wünsche der Beteiligten in dieser Angelegenheit kennen 18. Juli Oberlehrer Tr. Keller von 1-ppenheim, Profesforl.^ fernen. In der nun folgenden Debaire ergriff zunächst verr Sutter, Oberlehrer Schuchmann von Heppenheim: zum Vor- Braucrcibesitzer Bichl er das Wort und legte den Standpunkt dcs trag: Staatsminister Tr. Ewald, Minister des Innern Tr. Verbandes klar und verteidigte die verlangten drei Ausnahmcfälle Brann und der Vorstand des Kabinetts, Geheirnerat Röm- von denen die zwei ersteren kaum in Betrach: lämcn. Er er^
1 suchte die Versammlung, die vom Brauerewerbande gemachten
9 '** Ernennungen. Durch Entschließung Großh. Mi- Vorschläge anzunehmen. Bemerkenswert ans den. ^us'uhrun^n
nistertums der Justiz ^u^n die .^^erenba^Franz B l ^ ^nd?n^n,l' ein verfelsties war, und da» dieier'.Kund nschutz eine n er in Bensheim, Paul Becker m Worms, -lLUl-elmI gewisse Härte für die Wirte sei, der icdoch im Bezirk Gießen Eonzen in Darmstadt, Georg Hel) dt in Braunsyardt, 1 ^„^.„tlfch int ersten Jahre des Bestehens nur streng bnrdigc Jakob Käge in Bingen, Hans Kreiß in Mainz, Tr. Paul I fei, im zweiten Jahre hätte der Vervand selbst säw.n nach Lanaenbach in Worms, Karl Meifel in Darmstadt, geben zu müssen geglaubt und der K'undenschuß sei tunlichst müde Ernst Schneider in Heuchelheim, Manfred Scriba in gehandhabt worden. An der weiteren Auchprache beteiligten ftch Alsseld Tr Otto W a l l 01 in Darmstadt, Konrad Wolf insbesondere die Vertreter des Butzbacher Vereins, die -xirte
(frni't Zimmermann daselbst zu Ge- Weller und Torfeld-Wtefeck, Bender Leihgestern, Ruth,atz, Berg
in Darmstadt und Ernst Zimmermann oafeio, z (^iVen unb i>cc Borsitzende. Bei allen Wirten war nur der eme richtsafiesioren ernannt. <>0»,! Gedanke vorherrschend: Aufhebung des gänzlichen Kundenfchntzes
** lieber trage 11 wurde am 1t. Juli d. bem .fi • bcr gnci.-e Dies wurde auch durch einstimmig gefaßten Bc- Lehrer Ernst Krug zu Rexfeld, Kreis Lauterbach, eine bestätigt. Hierauf erklärte Herr Braucreibesitzer Bichler Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Klein-<-teinhclm, Namen des Braucreiverbandes. Gießen und Umgegend, sowie Kreis Offenbach. der mit demselben in Konvention stehenden Brauereien, mitAus-
** Pensionierung. Der Großherzog hat am nähme der Frankfurter, die noch nicht zugesagt hätten, deren Zu- ic ouli b K ben Aktuar bei bem Amtsgericht Laubach stimmung aber nach Ansicht deren Syndikus Stoll ltd)cr zu er
lauf fein Wen mit® Äug UoS ma°.en ® bau m.. ... b» «UN» enu » - an, .ch 1. Oktober 1908 an und unter Anerkennung semer lang- ^1 gehoben ^.1^ fc r b fl nbe g c ro cfc 1L Tiefe Er- jährigen treuen Ttenfte in den Ruhe st and verfetzt unb i^m flüryng ^urdc mit allfcitigcm Beifall ausgenommen, unb wir die Krone zum Ritterkreuz 2. Klafie des Verdienstordens si„^ überzeugt, daß das gesamte Publikum von Stadt und Land Philipps des Großmütigen verliehen. sich diesem Beifall anschließr. Herr Bichler ersucht nun noch nach
»• '7-u nfzinnfenni aftüde. Die Fünfziapfenniastücke diesem Entgegenkommen des Verbano.s die Wirte, die heimliche Hunssigpfennlgiiiiiie. ä>iv tfuiii6iapiuu yi Lg^uinbnftrie bczw. die mit derselben in Verbindung stehenden der älteren Gepragesormcn nut der Wertangabe ,50 Pfennig yrauercictt 5U untcrftiif.en und schließt sich diesem Ersuchen der gelten vom 1. Oktober 1908 ab nicht mehr als gc- Vorsitzende an. Um irrigen Berichten zu begegnen, sei noch er- fchlidie ^abliinaSmittel. Es ist von diesen'. Zeitpunkt wähni, daß aus eine diesbezügliche Fr^age des Vorsitzendeii, verr
«b * ben mit bet EinlSfung beauftragten Kaffen 3^
nicmanb verpflichtet, diese Münzen in Zahlung zu nehmen. I gelegentlich ocs diesjährigen Jugendfestes der Wirt-
Sie werden bis zum 30. September 1910 bei den Reichs- schasis-Ausschuß nicht mii den Wirten als direkt Beteiligte, son- >ind ^andeskanen zu ihrem gesetzlichen Werte sowohl in dem mit den Brauereien wegen der Wirtschaften sich in Ve» Z--H-UNS genommen, atS auch gegen Reichsmünzen u.nge- binbun^gefeötKb^^Ter
tauscht. Die Verpflichtung zur Annahme und zum Um» tommcn, 9(nfragc dcs Wirtschaftsausschusses bezw. der Burgertausche findet auf durchlöcherte und anders als durch den ge- meisterei nicht an die Wirte verwiesen ist. Hierauf erwiderte Herr wöhnlichen Umlauf im Gewichte verringerte sowie auf ver- Bichler, daß dies cm Beziehen der Bmuercien sei. daß aber nur -...-v, 9.yi)■■ f cn; . qr,,,„o„Simn lun Drange der letzten aufgeregten Woch.n ersülgt sei und daß
fatschte Niunzstucke keine Anwendung. a5ei. für ^ic Folge Sorge getragen wird, daß sämtlich: diesbezgl.
** Auszeichnungen anläßlich des 24. ^eutsä^cn bon Festausschüssen an die Wirte verwiesen werden,
landwirtschaftlichen G e n o s s e n s ch a f t^s t a g e s. Tein sj;ad)ßem noch von Weller-Wicseck unb vom Vorsitzenden die Wirte Gcneralanwalt Geheimen Regierungsrat Haas-Tarmstadt wurde nnfgefordert wurden, von der Einrichtung der Brauereien, direkte verliehen: Dom Großherzog von Hessen der Charakter als Ge-l^^g^^osisinscheii-Abfüllung halten, ausgiebigen Gebrauch zu heimrat, vom König von Preußen der Rote Adlcrorden 2. Masse, inact)fn unt) Herr Bichler erklärt, daß die Brauereien die m ihren vom Prinz-Regent von Bayern der St. Mrchaelsorden 2 Klasse betrieben abgewogenen Flaschen mit dem Etikett „Brauerei-Ab- mit dem Stern, vom König von Sachsen das Komturkreuz 1. Klasse fgllung" versehen wollen, schließt Jaskowsky mit dem Wunsche, des Albrechtsordens, vom Großherzog von Baden das Korn- die heutigen Beratungen und der Erfolg zum Besten des Ge- mandeurkreuz 1. Klasse des Ordens vom 3abrmger" Storoen; lver(.cd jein mögen und zum Beitritt in den Gastwirte-Vercui dem ersten Direktor der Reickisgeiiossenschastsbank J tzrig-Darm- gefordert, um 7\\ Uhr die Versammlung.
stadt: vom König von Preußen der Rote Adlerorden 4. Klasse, .» -^na endfest. Es wird darauf aufmerksain gemacht, S SÄtTc ^li£e. 1 SS™ ? baü «w M am T°nn°rstag bm 23. -.Mts. statt,
von Hessen das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps findenden Jugendfestes von nachmittags ll/2 Uhr ab der des Großmütigen; dem Bureauvorsteher Venvaltungssekretär Fuhrverkehr nach dem Philosophenwald nur den Mittelweg Schneider- Tarmstadl: vom Großherzog von Dessen das I .. un^ Don da zurück nach der Stadt nur durch die Silberne Kreuz des Berdwnstordens Philipps des ®roB'uu l9en L^gärten, von 6 Uhr nachm. ab aber in umgekehrter Richt-
" 0°ftn>irte »etfammlung. Am Srcitag fanb wie ung zu b°w°rlst-llig°» ist. Tas Publikum w,-d g°b°t°m u.n derilm eine vom hiesigen Gastwirteverein einberufene allgemeine I Störungen des Zuges oder festes zu vermeiden, sich nicht m Gastwirte-Versammlung im Lenz'schen Felsenkeller statt, um ge- " '
maß der Versamiulung vom 9. er. in der bekannten streit trage zwüchen Brauereien unb Wirten, „dem sog. Kundenschutz", endgültig zu beschließen. In den einleitenden Worten des Vorsitzenden Jaskowsly gab dieser einen Rückblick auf die Entstehung Der Unzufriedenheit der Wirte bezüglich des „Kundenschutz" des Brauereiverbandes, auf die am 9. er. stattgefundene Versammlung, des Beschlusses derselben sowie der ihm übertragenen Ausführung. Er brachte zur Kenntnis, daß der Brauereiverband am Montag
politifcbc Tagesscbcru.
Die internationale sojialistische Jugend.
Wie es ein internationales sozialdemokratisches Bureau für 8 «auswärtige Politik gibt, so gibt es auch ein „Internationales ■Bureau der sozialistischen Jugendorganisationen". Sein Sekretär 11: Robert Danneberg, Mitglieder sind Henriette Roland Holst ilt Amsterdam, Gustav Möller in Malmö, Emanuel Skatula m Prag und Leopold Winarsky in Wien. Zweck dieses Bureaus i1t, Daten über die Jugendorganisationen aller Länder zu sam- ir.eln und jeder einzelnen mitzuteilen, was ihre Bruderorgani- ittionen leisten. So will sie größere Einheitlichkeit in die Jugendbewegung bringen unb die Jugend immer mehr zur Empfindung i*-’r Zusammengehörigkeit aller Völker erziehen. Tieses Bureau it von dem Beschlüsse des Hamburger Gewerkschaftskongresses i*r die Bildung besonderer sozialdeniokratischer Jugendorgani- f.ttioncn nicht für erforderlich erklärte, wenig erbaut. Zwischen Hamburg und dem Nürnberger sozialdemokratischen Parteitage, inif dessen Tagesordnung ebenfalls die Jugendorganisation steht, hat nun das Bureau durch Abfassung eines Memorandums die Affentliche Meinung innerhalb der Sozialdemokratie zu beeinflussen gesucht. Tarin wird zugegeben, daß „das Können mit dem Wollen oft nicht gleichen Schritt zu hatten vermochte und die Jugendorganisationen namentlich ihre erzieherische Aufgabe nicht so erfüllt haben, wie sie sollten". Das Bureau zieht f daraus die Schlußfolgerung, daß Partei und Gewerkschaft ihre .vianb nicht ganz von der Jugendbewegung abziehen, sondern sie erst recht — mehr als fetzt — unterstützen müssen. Die canje Stellungnahme des Bureaus ist sehr begreiflich. Es ficht ir sein Leben unb für feinen Brotkorb. Wenn es in keinem Staate mehr felbftänbige Jugenborganisationcn gibt, wirb bas ■ Bedürfnis nach einem „internationalen Bureau ber sozialistisclfen jugenborganisationcn" wohl von niemand mehr empfunden werden.
— Das Freibad der Musen — unter diesem . 2üel hat Alexander Moszkowski im Berlage der I Cuftiaeii Blätter (Tr. Eysler & Co.) einen Band heiterer . Lnrik erscheinen lassen, der sich atS „sprudelnde Verse" charak- S terifiert Moszkoivsti ist ein Meister des verwegenen Reims J und der überraschenden Pointe; aber seiil beweglicher Witz I wird niemals zynisch und geht mit gutem Geschmack ^eder Roheit aus dem Wege; und mitten unter den wunderlichen Läufen und Kulturpflanzen, über die er sich gelegentlich Lustia macht, steht er selbst, als Modell liebenswürdiger Selbstironie. Hinter kecken, prickelnden und verärgerten Zersen ein kluger, gütiger Mensch. Man täte Mosztowsli Unrecht wenn man den Erfinder des „Lattenfritze",, auf Las Berliner Milieu festnageln wollte. Terselde «Potter, Ler den Berliner Schutzmann, die Berliner Mufificuche, da» Berliner Gartenfest und Dutzende anderer Bel.-lmer etoffe Inftia behandelt, findet für allgemein menfchliche Narrheiten, Lie an kein Vaterland und teine Landesfarden gebunden xins derselben Sicherheit den rechten Ton. llnd die m’rfite Pointe! Und dieses erstaunliche Talent zu pointieren, □nacht Moszkowski zu einem Liebling aller guten Vor.efer. Gedichte, wie „die etruskische Va,e", „der Schutzmann ickireibt" ..Weltreise eines Zerstreuten", die „moderne Familie" die'kecke Verulkung der „Salome", der witzige ,.Ro- -i'"mettel" werden Perlen des Humors int Reperiotr der Rezitatoren bleiben. Allen, die noch lachen können und die im echten Junior ein Heilmittel gegen den jammer ißt Welt sehn, wird dies Buch, dem von der gereirnken Anekdote bis zur wuchtigen Satire kein ^on des Humors iehlt fröhliche Stunden fajeitfen. Rudolf Presber.
— ^enas Jubelfeier. 9(u§ Jena wird geschrieben; ^as neue Umversitälsgebäude ist, nachdem an dem ^appenglebet der i^fiirout eine Tatet nut dem Relie'bild des Gründers der Um- oersitäl des Kurfürsten Johann Friedrich des Grofzmnligen ange- dracht wurde, äußerlich vollendet. Auch das Phylogeneufche _lu- ieum Haeckels, das anr Universitätsjubilamn vom Liifter dem Prorektor übergeben wird, steht unmittelbar vor seiner ^ollelwung^ Im ganzen Haus findet man malerische Darstellungen der Kunst


