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Dienstag 21. Januar iy08
Erstes Blatt
158. Jahrgang
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jfit bte Redaktion 112, f e A _ für den politischen Teil:
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ui die Tagesinmi.ner RotatfonrdruS und Verlag deryrffhl'schen Uttiv.-Yüch- vnd Stein-nrckerei. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. 8n eigenteü: H. Beck.
NS vormittags 10 Uhr. •
Stimmungsbild aus dem preutz. Abgeorduetenhauje.
Der druische ziottenverein.
Am Sonntag hat, tote bereits gemeldet, die außerordentliche Generalversammlung des deutschen Flottenvereins in Kassel stattgesunden und einen Ausgang genommen, wie man ihn im großen unb ganzen erwartet hatte. Das Präsidium, einschließlich des Generals Keim und des Fürsten zu Salm, Hut sein Amt niedergelegt und neben üblichen Dank überdies noch ein besonderes Vertrauensvotum erhalten. Gerade dieser letzte Punkt ist es, um den sich alles drehte und der schließlich einen vollständigen Aruch mit den Bayern herbeiführte. Die Morgenblätter veröffentlichen nun allerdings folgendes Telegramm aus Kassel: „Die Auffassung, als wenn die Bayern Qus dem Flottenverein ausgeschieden wären, ji.st irrtümlich. Die Bayern gehören ganz wie bisher dem Flottenverein an. Freiherr v. Würzburg." — Bon Onscheinend unterrichteter Seite wird dem Tageblatt versichert, die Bayern wollten nur einstweilen nicht die äußersten Konsequenzen ziehen, vielmehr solle erst in der nächsten Zeit eine außerordentliche Generalversammlung des bayerischen Landesverbandes nach München einberufen werden, die zu der veränderten Lage Stellung nehmen solle.
Die in Kassel herrschende große Erregung war begreiflich, anderseits aber wäre es im Hinblick auf die ganze Situation mnd im Interesse der Sache doch wünschenswert gewesen, mann man trotzdem ruhig Blut bewahrt und einen Ausweg gewählt hätte, der keinen Keil in die Flottenbewegung zu treiben geeignet ist Der Vermittlungsoorschlag des früheren Oberlandesgerichtspräsidenten Hamm, der dem Präsidium für feinen hochherzigen und patriotischen Entschluß, zurückzutreten, (einen Dank ausspricht und demselben für seine Tätigkeit im Dienste deS Vaterlandes warme Anerkennung zollt, ein ausdrückliches Vertrauensvotum aber unterläßt, wäre diirchaus akzeptabel gewesen, aber die Wogen gingen zu hoch, als daß man derartigen Erwägungen Raum gegeben hätte. Es läßt sich nicht leugnen, daß im Kampfe der Geister auf beiden Seiten stark gesündigt worden ist. Daß es ein schwerer taktischer Fehler war, den zweifellos um den Flottenverein hoch- orrbienten General Keim an die Spitze der Geschäfte des
sätze sich endlich mildern werden. Villelcht gelinge es dem neuen Präsidium, später eine neue Brücke nach Bayern hinüber zu schlagen. Während das Hauptorgan der Keimschen Richtung, die Tägliche Rundschau, sich eine Kritik noch vorbehält, schreiben die ihr gleichfalls nahestehenden Berliner Neuesten Nachrichten, es könne von einem Siege der Bayern keine Rede sein. Ihr Ziel, General Keim zu ver- drängen, hätten sie zwar erreicht, aber eine schwere Niederlage habe ihnen die öffentliche Dieinung in der Versammlung doch bereitet. — Die Münchener Neuesten Nachrichten erklären, daS Präsidium sei Schuld an der schlimmen Situation. Es hätte die Leitung der Kasseler Tagung gar nicht mehr übernehmen dürfen und habe dabei weiterhin einen bedauerlichen Mangel an Objektivität bekundet. Die Haltung der bayrischen DeUgirten sei unanfechtbar. Im Uebrtgen ist daran zu erinnern, daß auf der Deligierten-Versammlung vom 29. Dezember die Einberufung einer Hauptversammlung des bayrischen Landesverbandes alsbald nach der Kasseler Tagung ohnehin schon beschlossen worden ist.
Stimmungsbild aus dem Reichstage.
Berlin, 20. Jan.
Die Viehseuchennovelle.
Mehr und mehr nehmen die ersten Lesungen den Charakter von Kommissionsverhandlungen an. Die Wortführer der Parteien halten sich verpflichtet, bei jeder einzelnen Bestimmung eines Gesetzentwurfes ihr Sachverständnis in der gründlichsten Weise leuchten zu lassen, und nehmen dabei auch keine Rücksicht darauf, daß ihre Vorredner schon genau dieselben Gesichtspunkte vorgetragen haben. So unterscheidet sich die Plenarverhandlung von der Erörterung in der Kommission eigentlich nur noch dadurch, daß der Redner im Plenum die Paragraphen der Reihe nach vornimmt, während diese hernach in der Kommission jeder einzeln für sich durchberaten werden. Da nun bei dieser Art der Behandlung die Gründe und Gegengründe mit jeder weiteren Rede immer mehr den Reiz der Neuheit verlieren, kann man es den an den Einzelheiten nicht so interessierten Mitgliedern des hohen Hauses nicht so sehr verdenken, wenn sie ihre Plätze im Sitzungssaale mit einem b?quemeren Sitze in einem der Erholungsräume des Hauses vertauschen oder sich im Lese- oder Schreibzimmer einer nützlichen Beschäftigung hingeben. .Heute passierte es einem solchen Abgeordneten, daß ihm jedesmal, so oft er den Kopf zur Saaltür hineinsteckte, um sich über den derzeitigen Stand der Verhandlung zu unterrichten, von der Rednertribüne das Wort Rindvieh! entgegenklang und er entsetzt die Tür wieder schloß. Vor acht Tagen schon war eine recht umfangreiche Aussprache über die Viehseuchennovelle gewesen und man hätte sie nach den noch ausstehenden Reden der Sozialdemokraten und des Freisinns füglich für erschöpft halten dürfen. Aber der postgewaltige Herr Krätke, der mit seinem Unterstaatssekretär Dr. Sydow um 4 Uhr, des langen Wartens in den Vundesratszimmern müde, seinen Platz auf der Estrade des Bundesrats im Sitzungssaale einnahm, räumte schließlich doch das Feld und muß zur Vertretung seines Telefunkenmonopols morgen noch einmal kommen. In der Beurteilung des Viehseuchengesetzentwurfs waren sich alle Redner in der Hauptsache einig. Nicht einmal der Sozialdemokrat Scheidemann verkannte die Notwendigkeit des von der Vorlage angestrebten Seuchenschutzes, und allen Parteien im Hause ohne Ausnahme gehen die diskretionären Befugnisse der Polizei zu weit. Das Ergebnis der Beratung in der 28gliedrigen Kommission kaim man danach vorauSsehen. Den Beigeschmack eines Polizeigesetzes wird man dem Entwurf nach Möglichkeit nehmen und im übrigen vielleicht die nichtbeamteten Tierärzte zur Ausführung der Seuchcn- kontrolle in weiterem Grade heranziehen. Die Freisinnigen Dr. Mugdan und Gothein benutzten die Gelegenheit zu kritischen Bemerkungen über die Art, wie die Sperrmaßregeln an der Grenze von der preußischen Regierung nach ihrer Meinung über das wirkliche Bedürfnis des Seuchenschutzes gehandhabt werden. Aber dem Gesetzentwurf selbst legten auch sie keine agrarisch-politische Tendenz bei. Nur die Sozialdemokratie weiß aus allen Blumen Honig zu saugen, und so brachte es denn Herr Scheidemann fertig, sich selbst bei den Viehseuchen einen Ordnungsruf zuzuziehen.
Berlin, 20. Januar.
Gähnende Leere im Unterhause: kaum ein Dutzend Abgeordnete sind zur Stelle, als die Spezialdebatie über den Agraretat wieder anhebt. Ein kurzes Intermezzo von einiger politischen Pikanterie: Der nationallwerale Abg. Dippe will bei der namentlichen Abstimmung am letzten Donnerstag mit „Ja" gestimmt haben, der ^^jyjf^Orer hat „Nein" gehört. Beide blieben bet ihrer Ansicht, aber da es sich um keinen welterschütternden Konflikt handelte, war die Saclve mit Rede und Gegenrede abgetan. Einen großen Raum in der Debatte nahm das Kapitel General- kommissionen ein, wie alljährlich. Wieder wurden die oft gehörten Klagen über die Organisationsmangel bet diesen Behörden laut, wieder forderten Redner aller Parteien die schleunige Beseitigung dieser Mängel. Wer auch diesmal blieb die Regierung unnahbar. Eine Neuordnung der Organisation der Generalkommissionen kann nicht eher als bei der geplanten allgemeinen Reorganisation der gesamten Ver-
Vereins zu stellen, darüber dürfte man sich wohl m allen kinsichtigen Kreisen klar sein, beim seine Wahl hatte unbedingt politischen Beigeschmack im Hinblick auf die Vorgänge bei den letzten Reichstagswahlen und die Kölner Generalversammlung des Flottenvereins. Gewiß ist es nicht notwendig, daß ein derartiger Verein sich lediglich nach der Meinung und dem Standpunkte hoher Gönner richtet, ebensowenig soll er lediglich dazu da fein, der Regierung sklavisch Gefolgschaft zu leisten, d ann es soll sich um eine volkstümliche Bewegung handeln. Selber darin liegt noch nicht, daß man wie die Keimsche Richtung eS- tut, in der Agitation für die Flotte d«ie Reichsmarine herabsetzt und vor allem die verantwortlichen Leiter als vollständige Ignoranten hinstellt, weil sie den allzu weit gehenden Wünschen einiger Herren im Flottenverein wicht auf das Bereitwilligste nachkommen, sondern sich im Einblick auf die Finanzlage des Reiches auf das unbedingt t -forderliche beschränken zu müssen glauben. Darin liegt I k'iineswegs eine Preisgabe unserer Verteidigung zur See, doenn unsere Marineverwaltung dürfte fehr wohl wissen, wie- i weit sie mit ihrer Sparsamkeit zu gehen hat, zumal sie sehr wohl weiß, daß eventuell doch trotz aller finanzieller Kala- ; miitäten daS Geld aufgebracht worden wäre, um einen vermarkten und schnelleren Ausbau unserer Flotte herbeizuführen. Lrotzalledem kann eine lebhafte Agitation für den Flotten- ßjidanken in der Bevölkerung nichts schaden, im Gegenteil tonne inan eine sosche nur wünschen, um das Interesse für unsere Marine wach zu halten, unb man wird umso größere Erfolge erzielen, wenn man bie wünschenswerte Lebhaftigkeit mit weiser Mäßigung zu paaren verstehen wirb. Die Krisis im Flottenverein hat fraglos viel Schaden angerichtet, aber n.ian darf hoffen, baß man aus den Erfahrungen der letzten LIochen gelernt haben wirb, um eine neue unb gebeihliche lUera herbeizuführen. Das Resultat ber Kasseler General- m-rsammlung des Flotten-Vereins wirb in den Berliner Wendblättern erklärlicher Weise eifrig kommentiert und dabei nilt Ausnahme der dem Präsidium nahestehenden Blätter die Hoffnung ausgedrückt, daß bie Aera Keim befinltiv vorbei sei. So verlangt die K r e u z z e itu n g, baß General Keim unb seine fanatischen Anhänger aus bem Flotten-Verem ausscheiden, sonst werde er durch innere Stre.- tigkeiten für immer lahm gelegt. Auch die Deutsche Tageszeitung hält den destnitiven Verzicht Keims für erforderlich, Damit der Flotten-Verein nicht wieder in solcher Weise m die tzarteipolitik eingreife. Die Vossische Zeitung bemerkt, voraussichtlich werden sich die Gemüter inzwischen soweit beruhigen, daß inTanzig das Präsidium mit Männern besetzt wird, bie an dem frampf gegen bas System nicht persönlich beteiligt gewesen sioid, aber auch nichts mit Herrn Keim und seinem System nemein haben. Unter diesen Umständen wurden dann wohl circh die Bayern wieder dem Verein beitreten und Prinz Rupprecht wieder daS Protektorat übernehmen. Die Germania gefürchtet eine Wiederwahl Keims und führt weiter ans, die Kluft zwischen Nord und Süd sei m Kassel nicht überbrückt sondern verlieft worben. Es werbe Sache aller Beteiligten lein, zu zeigen, baß bie maßgebenben Faktoren im deutschen Li-A; vch nicht mit bem Flottenverein ibentiftjieren vvi, a . v ,
Zlt 1 en aefährlichen Chauvinismus bes Systems waltung erfolgen, ©a erklärte ber
K-im verwerfen? Die Post hofft, baß die Gegen-1Immerzu will er, sowett es möglich, lnZ dnitn dnrch em
Zwischengesetz bie Hauptmängel, aozuneuen ,uchen. Tie ausgedehnte Erörterung über das ländliche Fortbildungsschul- ivesen, die Fachschulen, Haushaltsschulen und dergleichen brachte den erfreulichen Beweis, wie reges Interesse Regierung und Volksvertretung diesen wichtigen Fragen zuwenden. Allerdings erklärte £err v. Arnim, daß man an die allgemeine Einführung des obligatorifä-en Fortbildungs- schu tunte reich ts iwch nicht gehen könne, weil einmal nicht genug Lehrkräfte vorhanden, zum andern aber auch das Be- biirsnis nicht überall erwiesen sei. Der Rest der Sitzuikg galt der Erörterung einer Reihe unwesentlicherer Minsche, und gegen 4 Uhr vertagte sich das Haus.
geboten sei.
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Deutsches Reich.
Berlin, 20. Jan. Die B u d g e t ko m m iss io n deS Abgeordnetenhauses genehmigte nach kurzer Debatte den ForitverwaltungSetat und sodann debattews die Extraordinarien oes Auswärtigen, der Lottcrieverivaltung, der Staatsarchive, ber Ober-Rechnungslainmer und des Kriegsministeriums.
Berlin, 21. Jan. Gegen biß Neuordnung der Fernsprechgebühren haben der Zentral-Ausschuß Berliner kaufmännischer und gewerblicher Industrieller und der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller in ihrer Plenarversammlung am 20. d. Mts. energisch Stellung genommen und mit allen gegen 5 Stimmen eine entsprechende Resolution bo
Kiel, 21. Jan. Die Handelskammer beschloß, eine Petition an den Reichstag zu richten, er möge von dem Vorschläge des Reichspostamts wegen Älenderung der Fern- sprechgebühren-Ordnung absehen und die bisherige Art der Bezahlung der Pauschalgebührey, sowie Grundgebühren unb Einzelgesprüche beibehalten.
Breslau, 21. Jan. Amtliche deutsche Erhebungen haben die überraschende Feststellung ergeben, daß nach derpol- nischenBoykott-ErklärungeinewesentlicheStei-' gerung der deutschen Warenausfuhr nach Rußland eingetreten ist. ,
Die Morgenblätter melden aus Essen a. d. R.: Einzelne Zechen des Ruhrbezirks nehmen Lohnkürzungen vor. Auf Zeche „Zentrum" und auf Zeche „Eiberg" wurden die Gedinge um ö bis 30 Pfg. herabgesetzt. , f
Weimar, 20. Jan. Der Kaiserliche Generalkomul a. D. Geheimer Rcgicrungsrat Dr. v. Eckhardt, ein geb. Livländer, ist gestorben.
S t u t t g a r t, 20. Jan. Eine stark besuchte Vertrauens» männerversammlung des 9. Württembergischeni Reichstagswahtkreises nahm nach einem Vortrage über die politische Lage folgende Resol.i'tion an: „Die Vertrauensmänner der Äolkspartei des 9. Württembergüchen Reichstags- Wahlkreises bedauern, daß der Reichskanzler seine öflentlicg gemachte Zusage einer Mitberücksichtigung der liberalen Staatsauffassung nunmehr in seiner preußischen Politik öi- fentlichverleugnet und sich nicht einmal gegen diellnsitl- lichkeitenderkontrolliertenStimmenabgabe ausgesprochen hat. Sie erklären, daß angesichts der veräicherten Taktik des Reichskanzlers nunmehr ein verstärktes Mttz- rrauen der Linken gegen die Politik und die P er» son des Reichskanzlers und eine Aenderung der Taktik
Aus K.asr uito fcano.
Gießen, Hl. Jan. 1908.
” Vom Großh. Hofe. II. KK. HH. der Großherzog und die Großherzogin besuchten am Samstag den Liederabend der Darmstädter Mannergesangvereine in der Turnhalle am Woogsplatz, wo sie bis 1115 Uhr nachts blieben.
’• I. K. H. die Großherzogin wohnte am Sonntag mit Prinzessin Dorothea zu Solms-Lich dem Gottesdienste in der Schloßkirche bei. Zum Besuch im Neuen Palais trafen n. d. Darmst. Ztg. am Montag abend ein Prinz und Prinzessin Reinhard zu Solms-Hohensolms-Lich.
** Die Bilder-Ausstellung in der Lesehalle enthält diesen Monat laut Katalog 42 neue Nummern. Es^ seien davon besonders genannt: Dürer „Das Wappen mit dem Toms- kvps", Rembrmtdt „Familieubildnis" und „Jakobs Segen", jianael „Madonna im Grünen", Murillo „Geldzählende Kinder', ^er- [rord) „Das Kvnzert", A. van de Velde „EiSbelustigung", Anüune Pesire „Am Klavier", Fr. Boucher „Venus, Mer^ir und Amor , Adolf Menzet „Tlieatre Gtzmnase zu Paris", Munkascy „Tre Erzählung", Volknmrui „Ter Rhein bei Bingen'', Daur „Beschneite Höhen", F. v. Uhde „Auf dem Heimweg". Ter Stereoscop- Apparat zeigt Ansichten aus Italien. ,,, .
Geflügel-Ausstellung. Der hiestge Gesluged Verein ist mit der Verband sgeflügel-Aus st ellung der vberhes fischen Geflügelzüchter beauftragt worden. Sre wird vom 8.—10. Februar If. Js. mit einer Verlosung m den Lokalitäten des Windhoscs abgchalien. Tie hessisckie Landtvirt- jchaitsiammer hat 10 Ehrenpreise gestiftet, ebenso haben saft lumtliche Geflügeivereine von Oberhessen solche zugesagt. Dreje Ausstellung wird zeigen, wie sehr sich in den letzten Jahren die Geslügelzucht in Oberhessen gehoben hat, denn man wrrd meistens nur erstklaisiae Tiere zu sehen bekommen. Der Meldeschluß ist auf den 25. Januar 1908 festgesetzt. Anmeldeformulare werden noch bei dem ersten Vorsitzenden Wcinhändler Schwan abgegeben. . ,. ,. r .,
Lich, 21. Jan. Dor kurzem wurden hier bie sterbtichen Ueberreste der Frau ixä Groß!). Bürgermeisters formet zu Grabe getragen. Ter für unsere Stadt ganz ungewvhn- lich große Leichrnzug sowie die zahlreichen Kranzspenden waren wohl der beste Beweis dafür, welch große Wertschlitzung bie Verstorbene in weiteren Kreisen genoß. Tem gab auch der amtierende Geiftlick)e Stistsdcchant Klingelhöffer am Grabe in tiefergreisenden Worten Ausdruck.
Lich, 20. Jan. Aus dem Hofgut Conhausen erhielt heute der Linecht Peter aus Birklar, jetzt wohnhaft in Hattenrod, von einem vor kurzer Zeit neu angesck>afsten Pferde einen Schlag vor den Kops, so daß das Hirn verletzt wurde.
r. H u n g e n, 20. Jan. Bei der Hantierung an einem Benzinmotor in einem hiesigen Geschäft entstand eine Explosion, wobei der Inhaber und ein Lehrling im Gesicht verletzt wurden.
I. Geiß-Nidda, 20. Jan. Ein bedauerlicher Unglücks fall ereignete sich am Samstag abend bei der ersten Generalversammlung des neugegründeten Turrwereins. Als in vorgerückter Stunde noch Pyramiden gestellt werden sollten, fielen einige der judcnsalls noch nicht genügend durchgeübten Leute aus schon betn.chuick-er L)öhe herab. Einer bavvn, Otto Scherer, Sohn des Lmidtvirts Konrad Scherer II., brach ein;


