Ausgabe 
3.7.1908 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

.Tönocmcnmicn Rewtsgrundlän* unserer ©cnofi nschaff Gesetzgebung Jcrjäfjrt / Bericht c r stc> ttc r: Berbandödireklor Äechtsmwalt Bangrap Landau.>. Tic Rcoisionspflicht der Verbände, ihre gesetzliche Grundlage und praktische Turch- ftchruno. Lerichterttatier: Berbandsdirektor Landesökono- n'i"r'it ~ r Havenstein-Bonn. C. Zu den Angelegenheiten der Kreditgenossenschaften 6. Welche Lehren können wir aus Der Gestaltung des Geldmarktes im adge- I au jenen Jahre für die Geschäftstätigkeit unserer genosscn- schajtlichen Kreditoraanisa!'onen in der Zukunft ziehen? Berichter^aticr: Berbandsdirerwr Letenomierat Tr Rabe- Halle a. S. D. Zu den Angelegenheiten der Bezugs-und A b s a tz g e n o s s e n sch a f t c n. 7. Maßnahmen zur wei­teren Förderung bei- genossenschaftlichen Bezuges und Ab­satzes landwirtschaftlicher Bedarfsartikel. Berichterstatter- Berbandsvirekwr Landrat z. T. von Brockhausen^Ztettin E. Zn den Angelegenheiten der Molkereigenossen­schaften. 8. Tie genossenschaftliche Arbeit im Tienftc oer Milchversorgung der Staate und Jnd* striebezirke. Be­richterstatter ; Berbandsdireklor Landesökonomierat Jo- ha mißen-Hannover. F. Zu den Angelcgenhci.en der son­stigen Genossenschaften. 9. Durch rvelche Maßnah men genossenschaftlicher Art kann dem Arbeitermangel auf; dem Lande entgegengearbeitet werden? Berichterstatter - Landrat von Eisenhard-Rothe-Bublitz. Ten Abschluß der Veranstaltungen wird eine Fahrt mit Sonderdampscr von Mainz nach St. Goar und zurück, verbunden mit einem besuch des Niederwald-Denkmals, bilden

DaS gestrige dritte Abonnements-Konzert ::i SteinS Garten hatte sich eine» besonders guten Besuches zu erfreuen. Musikdirektor Strauße hat den tüchtigen Leistungen feiner Kapelle noch eine besondere Anziehungskraft hinzu- gefügt. Erna Finke, eine noch sehr jugendliche Piston- oirtuosin, war als Gast für den Konzertabend von ihm gewonnen worden. Bot die niedliche Kleine inmitten unserer strammen 116er an sich schon em eigenartiges, anmutiges Bild, noch mehr verstärkte sie diesen guten Eindruck durch die tadellose Handhabung ihres Instrumentes. Die Künstlerin verfügt über einen verhältnismäßig vollen Ton von großer Weichheit. Die Einsätze gelingen ihr einwandfrei und die Auffassung der gebotenen Konzertstücke zeugt von ihrer reichen musikalischen Begabung. Dem entsprechend war denn auch der Beifall der Zuhörer, für welchen die nette Kleine durch einige Zugaben dankte.

* Aus dem Bureau des Stadttheaters. Tie nächste Lperette.iaujführuiig am Dienstag, 7. Juli, bringt Sidney Jones beliebte CpcretteGeish a", für die von der Direktion eine aparte stilgerechte Auchtattung be­schafft worden ist. Die Hauptpartie beiMünosa" liegt in den bewährten Händen von Frl. Franzi "iroßkopf. In größeren Aufgaben sind anfterdem tätig die Herren Bauer, yiilbcbra ibt, Frl. Klerwin, sowie ein großer Teil des Scfjaib- fpielpccsonalv, darunter die Herren Bakof, Schlegel, Roden, Weingartner und die Tarnen Höcker, Gerald, Maifarth, Ber- nav u. a m. Der Vorverkauf beginnt wie gewöhnlich am Samstag und findet täglich von 111 Uhr im Theater- buredu statt. Vorbestellungen bittet man an die Theater» Faffe Ku richten.

** S chÄ l era usflüg c. In diesen Tagen unternehmen Sd'iUer bj Ncalgi'imui!uims und der Realschule die gewohnten oomn erausiluge. Tie beiden Oberprimen l-aben eine dreitägige Tt'ur ootgeschen. D> Nealghmnaiiaslen fmb in den Thüringer ,iknb Ui7d die Realschäler an den Rhein gefahren. Die unteren klassen gel-n am heutigen Freitag an die Lahn, den Vogelsberg, Ta'.nus n. '' i. Tie oberen Klassen haben zwei Tage zu ihrer Reise gemäht».

Annerod, 2. Juli. Am Sonntag den 26. Juli wird hier das M i s s i o n s f e st d e s D e k a n a t s Gießen abgehalten, bet gutem Setter unter den schattigen Blumen der Platte, bei Regen in der geräumigen jtirebe. Nach der Predigt, die Pfarrer Glück von Leuchelheim halten wird, folgt eine Ansprache von Missionar Müller aus Hersfeld, der von 1891 bis 1903 in Ehina im Dienste der Baseler Mission tätig war. Den Bericht über ben Stand des Missionsinteresses in den Gemeinden des Dekanats gibt Pfarrer Gu ßmann aus Kirchberg. Voraussichtlich wirken auch ein Posaunenchoi aus der Nachbarschaft unb der unter Leitung von Lehrer Euler stehende einheimische K'»rchenchor mit

Bad-Nauheim, 3. Juli. Se. Exz. Wirkt. Geh. Medizinalrat Prof. Dr. von Leyden ist zur Konsultation e ned Patient"n im ParkhauS abgefhegen.

O Lanbach, 2. Juli. Gestern begaben sich die 4 Mitglieder deS Komil^s zur Erbauung eines mit dem hiesigen Gymnasium zu verbindenden Alumnats, Graf Wilhelm, d- Herren Kammerrat Aröckelmann, Gymnasialdirektor Dr. 'Hüller unb Pfarrer Nebel auf eine 2 tägige Reise, um ähn­liche Anstalten in Hersfeld unb Höxter zu besichtigen. Als Matz für baS hiesige Alumnat ist ein solcher in Nähe bes Joh. FriedrichstlstS, hinter bcni Schloßganen, ein dem gräf­lichen Hause zuslehenber Garten in Aussicht genommen.

sM Gebern, 1. Juli. Im sogenannten Scc, einem viele Nl'orgen groß n F-ischteich an her Staaldftraf>e Gedern-Srt)0tten, badete gester abend ein 32 iihriger lediger Mann, Fecdinand >? öH, mit eia i.ien anderen Personen aus Gedern, vöhl war .n guter Sdnuinimer und Turner. Er it'vllle den See, der 3 Viv I Meter tief unb ca. 70- SO Meter breit ist, quer durch- ]C! ; inrnien. 'Jtad) einigen Augenblirtcn sank der Mann ohne Sd;rci unter, die übrigen tonnten ilm nicht retten, yeui; schivai im Lehrer Weber-Steinberg, der 'ich am Absuck^n beteiligt.', an die Ungsi'cksstelle und iah i>en Toten schief im Wasser stehend. Mit einer Leine mnschtang Weder ben Stopf und brachte den tfrtrunfencn and Ufer, len Bruder Verlebten rief man aus Offenbach telegraphisch hierher. Die Beerdigung findet morgen statt.

RüsselShei m, 30. Juni. Gestern Vormittag stattete der Groß Herzog mit Gefolge den Opel werken einen Besuch ab. Er laut wie immer im Automobil, einem erst vor einigen Wochen gelieferten 60 PS Opel, über dessen ruhigen Gang sich bei Großherzog äußerst lobend auSsprach. Unter Herrn Wilhelm OpelS Führting unternahm er einen Rund gang durch die ganze Fabrik, längere Zett in ben Werk» Hätten für Automobilbau verweilend, bie von jeher fein be- ionbereS Interesse erweckten. Der Großherzog ist infolge seiner vielen Besuche in ben Rüsselsheimer Werken mit der Ent- flebung eines '.'lutoniobils bis ms kleinste Detail so vertraut, oatz er semen Begle tern überall die nötigen Erklärungen selbst geben konnte. Auch die seit deS Großherzogs letztem Besuche nn Herbst vorigen Jahres neu entstandenen Bauten unb maschinellen Einrichtungen wurden in Augenschein genommen. Nachdem der Großherzog noch einen neuen 60 PS Opelwagen mit Karosserie nach eigenen Angaben in Bestellung gegeben 3 .tte, lehrte er per Auto wieder nach Schloß WolfSgartcn zurück.

Dille!: b> i. ff» ' '»7 Uhr stieß ein Leer-

1 a eichen Pcrsvucn-

zug in die Flankc. Z.vei Wagen des Per'ruenzugcs wurden um', -jrx'tn und sechs Vrn'a^icrc x>rtlxtr- Das Giris Gießen ?töin ist gesperrt, wird ab r dis l1 Uhr wieder betririssähiq. Das Gleis .".ach Nikolausstollen ist unbral/rcr bis erroa 1 Ubr noch- rn'.tlags. Der Leerwagenzug wurde abzestaßen, ohne oeß eine Bremse besetzt war. Sa- ,st ber Grund des Unfallrs T-er Materialschaden ist nicht er? ?bluf Frkf. Ztg.

** kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Jn Dver-Mörlcn Tüt ein kleines jirri« jähriges 5ti n t>, ber Famu e Jul. Den hör ?, in ben Müblgraben der Ufa und ertrank. i-nn blutig c r Kampf fand zwischen Gendarmen und Drei Raufvotoen in Beverungen bei Kassel statt, i'nn Gendarmeriewachtmeister erhielt einen leben sgefähr- luchen So: durch o;* Brust, einem Schutzmann wurde der Arm durchschossen.

Mericvtrsaat.

R.-B. Tarmstaot, 3 Juti. 1 Tel.) In dem Sukze'sionS- streit zwischen dem Grafen Eg. Aibrecbi zu Erbach-Erbach und feinem Sohne ErasmuS gegen die . uaten cc= kürzlich ver­dorbenen Graien Albrecht fand gestern vor dem Diesigen rtanb- gerichi ein neuer Termin statt, in dem auf . ntrag des Vertreters occ Nachkommen des Grasen Arthur, Irtstizral Hall wachs, be­schlossen wurde, das Verfahren wegen der m'olge des Ablebens des biraien Albrecht oeränbenen Sachla'e cmftroeden au Zusehen.

L-B Tarmstabl, 2 Juli. Ter 20 Jahre alle Bernhard Kn aaf aus Bübingen hielt sich kürzlich hieraus unb hakle sich eines Vergehens gegen § 173,6 des Ltr.-G.-B. schuldig gemacht, wofür er von der Strarfami; er zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Ter Angeklagte ist schon cinmc. wegen gleichen vergehens zu 8 Monaten und im Jahre 190 > zu l'>, Jahren (Gefängnis oev- mteilt worden Von letzter Strafe wurden ihm einige Monate im Gnadenwege erlassen unter der Bedingung eines einwandfreien Lebenswandels. Diese erlassene Strafe wird er nun noch außer ber obigen Strafe zu verbüßen Haden.

Stettin, 2. Jnlt. Ter Hilfslehrer Aböls Accularius von ber Rettungsgesellschaft Tramburg, der sich nach § 176 an einem 15jährigen Zögling vergangen balle, wurde vom Land­gericht Stargard zu IV, Jahren Zuchthaus verurteilt.

ParlS, 2. Jul,. In dem Prc- Hum ben gegen ber. .Malm' wurde heute das Urteil gefallt. Ter Leiter bes .fDlatm* wurde zu 3000 Franks Geldstrafe, 50 0uu Franks Schadenersatz und zur, i:cröfjentlid)ung des Urteiles in 201 französischen unb aus­ländischen Zeitungen vernrteilt, unter denen sich berMalin* be­finden muß.

Sport.

D. Regatta deSSiibbeurschen Rn der verbandeS. Die kommenden Sonntag, 5. Juli, nachmittags 3 Uhr, hier unter der Leitung des hiesigen 3tuderklubs ^Hassia' statisindende 8. 'Jlcgatia des Süddeutschen Ruberverbandes umfaßt 10 Rennen, worin ein zum Schluß ber Regatta zur Ans- fe.ljrt kommender Drostoierer einbegriffen ist. .demelbet sinb 29 Boote mit 161 Ruderern. Es beteiligen sich der Offenbacher Ruderklub »(»ermania* in 7, der Gießener Ruderklubfbajüa" in 6, die Frankfurter Rudergesellscha'l ^Borussia", der Mainzer Ruder­klubFortuna" unb bet Frankfurter RuderklubAlemannia" je in 4. ber Frankfurter RudersportvereinAmieitia" in 3 und der 'Mainzer Ruderklub 1903 in 1 Rennen. Tas Programm itinsaßl 6 Vierer-, 2 Achler- unb 1 Einser-Rennen. Ta nur 3 Boote ans einmal starten können, so sind für 4 Kennen vormittags Lor- rennen. Ter Festplatz ist auf der Schnrz'schen Bleiche, woselbst am Samstag abend Begrüßungsfeier nut Konzert ftattfinbet. Nach der Regatta ist venetianische Auffahrt und Stellung von Pyramiden durch den hiesigen Turnverein. Am Montag nachmittag ivitb ein Volksfest mit Wasserspielen gegen abend abgel,alten. Tie Preise sür die Regatta des ytubetlhibS ,Hassta" sind in dem Schaufenster des Herrn A. Krctzschmar, Alarktplatz 22, ausgestellt.

£«ttfd?iffai;rten.

Graf Zeppelin i.m' - u.ir tieitern nach seiner großen Dauer- unb Rekorösahrt ;ur Sch.oci fiutcn Vochstieg mit feinem Ballon. T '.gegen wird .. ule eine mn Versuchsiahirt -untenromin -n, die sich allcrb ug» bloß aus einen 'lu*flieg über ^en Jod''niec, vcrid:icbene Manöverversnü c, Sch:ocnkung-. ,r unb Steukrmanönrr beschränken biirsle. Dein l-euligen Ausstieg werden der .'röntg und die Königin von Alürliembcvg beiwohucn. Gestern feierte Graf Zeppelin mir seinen Ärocitern und Ingenieuren d n vor> geftrigen Jlug. Am Abeno begab sich ber Graf mit seinem Motorboot nach Mainau, wo zu feinen Ehren eine festliche Jll'- mination stattsanb.

DieSchweizer Reise" des Grafen wird in Paris mit großer Ausinerksamkeit verzeichtwl C C- geht aus den Tarstell- ui'.gcn der boragen Z ilitngen hervrr, baß die llebcrlegenbeit des Zepvckinschen Luftschiffes gegenüber den französischen Mo­dellen erwiesen ist.

Der Kaiser sandte dem Grasen ein herzliches Glückwunsch­telegramm, in dem er die gelungene Dauerfahrt als den Beginn einer neuen nationalen Tai begrüßt.

Der Stab trat von Luzcrn sandle an den Grafen Zeppelin ein Telegramm, in welchem» er feine Freude über dessen Besuch mtitel» Lustschisses ausdruckt.

Das im Grünewald gestrandete deutsche M i l t tär 1 u ft- schiff ist inzwischen volifiandig geborgen und nach Remicken- dort gebracht worbrn. Es bat nur ganz geringe Beschädigungen erlitten.

Tie französische Miluaroelwrde übernahm den Senfbaiton Mpuoliaue^, an dessen Bert) iich bei dem gestrigen V* fhinbigen öiuge ?Rajor Vo»)er befand.

Kirche und Schule.

Gotha, S. Juli. In der Hauptversammlung deS Allgemeinen deutschen R ca lf chul müuiieroer ei ne- wurden liach dein Vortrag des Geh. Rats Dr. S tembait folgende Leitsätze einstimmig angenommen. Ter Verein fährt fort m feinen Bemühtuigeti, die preußische Schul­reform in ganz Deutschland zur Durchführung zu bringen. Nament­lich hält er für erstrebenswert, daß die Freigabe des Studium, oct neueren Sprachen an bie Cbetiealicbulei: in Bayern und AZürttemberg etioige Hinsichtlich der Fortführung der Schulreform in Preußen und den iwrigen Bundesstaaten, die |id) der pieutzüchen Schulreform im luejcntlidien angeid)lofien haben, stellt die Dele- qiertenöcrianunlung als Forderung hin : 1. Auch das Theologie studiurn ist entiprcdjenb ben Beschlüssen der Jun'konferenz ben 'Jleolanftalten freizugeben, unb für dieses Studium t|t fein wcuetei 9iachweis latemijchet. ixemunifie von den Realgymnasia^-At iturieiiten zu verlangen. 2. Schon vor der Erfüllung dieser Forderung ist sogleich die Prüfung der Realgymnasial-Abiturienlen im Salem aus ben Bestimmungen vom 22. November 1902 über bie alt­sprachliche Sonbetpiiifung zu streichen. Ter fog. Eriatzunterridit ist an allen isolierten staatlichen Gymnasieii cmy.ifübren unb bei genügender Schülerzähl in realgymuasialen RealNasjen sorlzusetzen.

Unipcr jität»*Uacbru*t)tcn.

de. T a r in st a d t. Tie Tiplom-Jngenieure Anton 9 r a m berg aus Tanztg, Hermann I o ch h e i m aus Tarmsiadl, Ernst P r c u 6 aus Polsbom unb Karl Spitz aus Wiesbaben haben sich an ber Technischen Hochschule der mimblidjen Toktor-Jngemeur- Prüfung mit Erfolg unterzogen.

Prof. C S I a r Liebreich, der bcbcutmbc Vertreter der mediztnifclren Ehemie an der Universitär in Be r l i n , Ul in Berlin gestorben. Li'vvcich ist 69 Jahre alt geworden. Er war in KönigSvevg r. Pr. geboren. In W.esoaden bei Fresenius) unb ' riin studürte er Ghcmte unb unternahm dann enc zroeijährige Rei,c nach Afrika. Tvnatö verlegte er sich auifl medizinische Studium. I. Berlrn i)ajilitiente er sich le68 für Hcilmittel- lehre und urrbizinyche Ehen . und waro 1872 Professor oer ycifmittdlthr? und Direktor des Bbarmakologischcn Instituts. Licoruär^wtes dos Protagon als die wesentlichste vik'dpbor» halage Substanz des Gehirnes nach. Er entoedtt auch Oie V igcnidjaft destoten Raum 's" bei chemischen Reaktioitoi und gab iux enc lln.terjuchung des Lupus euu phauLroskopisiche

Beleuchnmg^ netlwde an. Er entdeckte die schlafbringend: imb i'ckrner stiUcwo: Eiget.fchaft d.s Cboraluydrats unb "ährte d-'.S Butvl chloral und Aetbvlck lcrid als anästhetische Mittel, das Quecksilocr ormanid als Mittel gegen SMülis, ferner das Lanolin mb als Tittle gegen Tuberfulo e das fantharibin» fault Kalt em. er bat eine Anzabl mebizinischer Schri'ten ver­laßt unb gab seit 188i bie ..Theraveutsichen dltonotShtste" heraus

An den 21 Universitäten be? Reiches bennoen sich diesen Scirmer 47 79^ Sl.idierende, fcanmter 3^7 weiblichen Deschl.chts; einschließlich vsn 422U Gastzuhörern (2453 mänultdien und 1767 !.eib.»chen) beträgt bie Zahi Oer zum Besuch von UniversuätSoor- lefungen Berechtigten in diesem 4?albiGbr 52 018 gegen 52 124 un letzten Winter und 5V899 :m Sommfifein<Üer 1907 L>ie im 'Ji uuer steht bie Universität Berlin an ber Epiue mit 6Ö27 Stu- bierenbtn gegen 6496 int Voriahr, dann folgen München mit 6276 (6009), 2cir-iq nut 4100 (4148), Bonn mit 3447 (3348), sirewurg mit 2608 (2472 Halle nut 223j -2192), Breslau mit 2052 (2075), Heidelberg mu 2036 (1933), Göllingen mit 2014 ^2004), Marburg mit 1924 1863), Tübingen um 1763 (1727), Straßburg 17U2 (1622 Münster mit 1694 (1552), Jena mit 162*2 ( 501), Hiel mit 1426 (1278 , Dstrzburg nnt 132*2 (1408). Gießen mit 1213 (1192), Königsberg nut 1135 (1684), Qi langen mu 1072 (1065), Greife,lot» mit 8v6 (970 und zuletzt Rostock mu 730 696 . Ganz erhebt,«, sind bie Mediziner unb Zahm rzte in d.e Volt gegangen, tr'ieie fliegen von 7454 auf 8262, letztere von 86t> aut 979; bie Philo­sophen, Philologen und Histortter weisen ebeivadS eine weitere Zu- na. me au', ihre Zahl beträgt 12 277 gegen 11713 int Vorjahr; Oie Mathematiker und Raiurwissen'chanler vermehrten edemalls ihre Zahl, die jegi 6710 gegen 6312 vor einem Jahr beträgt. Ten relati j ftätfiten 2llickgang weisen bie Pharmazeuteit au», die 1503 gegenüber 1679 zahlen; bei den Juristen ist der SuUfianb nun eurem Rückgang gewichen, ihre Za.l ging von 12 177 im Vorjahr auf 11 76v jutüd; auch die kaiholr'chen ibevlogen rrhUen eine Einbuße, sie zahlen 17v5 gegen 1866 un Borjahre; evangelifche Thc.-Iogie inibiercn 2321 gegen2319, ^orfln1 ;i)cn>d)ait 109 fltgin 14'1.

* Schwere Folgen ein. :,t a u s ch e S In Druck ist ein schwer betrunlcncr 18jähriger Ba u er n b ur sc!)e durch eigene Unachlsamkeit nackts " dem Licht im Bett verbrannt und mit ihm der ganze stattliche Bauernhof. In der eisernen Bettstelle liegeno, wurde das verkohlte t'^erippe des Burschen mit über der Brust gekreuzten Armen nach bem Brande aufgesunden

kleine TageSchrouik.

In der Kieler Sandesv-lruLS a 11 är e wurden drei weitere Beamte oes Minend.voto m Diurict)shof verhaf­tet, von denen bet eine jedoch bald wieder auf freien Fuß gefetzt wuroe. Der qpKtc, ein Magazinausieher, dem die Verwaltung von Sprengstafjen oblag, ge|ian?. mit Dietrich in Verbindung gestanden zu haben. Äescr soll gestanden haben, ber Veterfcn, bie ihn in ihre Netze zu verstricken v rstand, gcwi'se Geheimnisse über Minen und Sprengstoffe anverkraut zu haben.

Tas grobe Los der Brüs ( eler 2luSstellungS- lotterte in Hone von 100OOü Ficks, ist von einem Arbeiter der wallonischen Zernentfabrrt geivonnen worben.

Der Schwimmer Holbein hat in der T h e m s e 80 km 450 m in 13 Stunden 45 iL'lm. ziirückgelegt.

Die poin. Manuiallurstodt E; e r k o :n ist durch Feuer tcilwife zerstört wwrden. 200 Häuser und 2 Kirihen smb mebergtbtannt. 6 Personen tarnen um.

Eine Erdbebenkatastrophe von erschütternder Art wird auS dem Kaukasus gemeldet. Gcgc.t Abend bcS 30. Juni vcripurten die EiMvvhner o s Dvrns Tirbjan eine heilige kiu - cria?ftttCT.inj. .Rach einer halben Stunde jiheit sie, wie sich ein ft rat er öffnete, imb das ijonjc Do r f mit seinen 210 .Häusern versank in bie Erde. 'Jhtr wenige Erdbewohner konnten iich rechtzeitig retten; ber größte Teil wurde von ber Erde oerichlngen.

Em deutscher 2lrzt nameuS Wilsoi in Ehicago starb ivenige Thnuteii uadjbem er eine kleine Probeflaschc Bier, da» mu (£n an falt vergiftet war, getarnten haue. ES handelt sich wohl um einen Racheakt. Ter Gatte einer Tarne, die bei Wilson m Pflege war unb in der Behanblmig starb, soll bem Arzte ba< Bier zugesandt haben.

In Santiago be EHile wurde eine ® o in b c n f a b r t f ent­deckt. Es yanoelt sich um Anarchisten, meist Italiener. Man vermutet, daß ein Anschlag gegen den Präsidenten M o tt 11 geplant war.

Gießener Wetterdienst.

VoranSfichtliche Wilterung für Hesicu am Samf-tag <a.i 4. Juli: Heiler unb trocken. Temperatur wie heute. Sedhafte nördliche Winde.

Müllcr'fche Badeanstalt.

a i f e i iu ä r m e ber Satin 20 °K

Original Drahtmelduttgen.

Berlin, . 3uü. Heute vormittag e.i stand im Dach­stuhl über ber Tachtönstr'utaon bes Konzertsial > Kgl. Opernhaus Feuer Auf die M.löung, daß Gros,feuer ausgebiochen sei, rückten vor sämtlichen Berliner Feiiei - wachen Löschzüge an bte Brandstelle, an der auch der Ehcs des Militartaöinetts von Hülsen-Haeseler und ber Minister des Innern v. Moltl'e cmtrafeii. Aus vielen Rohrlrttungen wurden Schlauchangriffe auf den Tachstock gerichtet, aus dem dichter Rauch auffteigt Zu den Bergungsarbenen sind mehrere Kompagnien deS 2. Garde?Reqts zu Fuß komman­diert worden. Das Feuer soll durch jticmpiterarbeilen ent- standen sein.

Schleswig, 3. Juli. Tas Automobil des Arztes Hickig au8 Hamburg rannte gegen einen Eliauficedaurn. Tie 21/,jährige Tochter sowie bic Schwägerin be: 2lczteS ei litten Verletzungen, benen sie erlagen. Tie übrigen Insassen würben leichter verletzt.

Wien 3. Juli. Rach hier vorliegenden Tr. 'rsburger Piwal- metoungen soll dtc Z u s a m m e n ku n ' i ocs Z a re n mit Laiser Wilhelm in ben oIIceiukI stcn Tagen bei .tz a v f a l ftatmnbcn. (? Hier tritt ferner das Gerücht auf, daß Kaiser Wilhelm ben Manövern vom 13. bis 18. Suternber mUngorn beiwohnrn iverbe.

Brest, 3. Juli. 70 M a r , n t f o l b a t e n des Panzerschiffes ,1'eon Wambetta', das heute zur 8oO-Jaln'eier ber Stabt Cucbecf dorihm abgehen toll, wurden auf Befehl des Adnurals wegen UnbotmäBiglcit f e fl q e n o m m e n unb au Laub gebracht. Man hatte sie nut durch sieuerjpriheu zuvor zu bändigen vermocht.

Paris, 2. Juli. Im Senat jagte bet MacuuMinister Thomjon, die franz. Marine sei von alten Marinen die­jenige, für welche seit zehn Jahren die wenigsten Aus­gaben gemacht worden seien. Es fei natütliih, daß man mehr Mittel auf die Armee verwendete Darauf rechtfertigte der Minister den Bau von Kreuzern. Thomson behauptete, daß Frankreich zu wenig sür die Marine getan halw. Bis 1911 werde Frankreich ein Durchgang ^stadium dt>rch- zumachen haben, aber nachher werde der Abstand zwischen ihm und feinen Rivalen groß fein Ter Senat nahm eine Tagesordnung an, in der der ^Legierung Vertrauen auf die Durcufübrung ihrer Reformen au ^.'prodjen und in der vorgeschlagen wurde, eine Maximalgrenze für die durch das Land aufzubringenden Mittel ftstzujetzen und für Frankreich eine Kriegsmarine sicherzustellen von der stärke, wie feine Sicherheit fic erfordert

Barcelona, 3. Juli. Ter llnterfudjtmgbndüei hat ber GerichtSbehorbc das iUftcnmalenal über eine umfangreiche Unter­schlagung rmb Fälschung von 4 800D0 Telegraphen- ir. arten im -3cira,ie von 5 Milltoucu Franks überreicht. Wegen dieser Angelegenheit wurden zwei Telegraphenbirektoren v'rhasie..