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2.4.1908 Erstes Blatt
 
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Nr. 79 Erstes Blatt 158. Jahrgang Donnerstag 2. April 1908

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Lr»mWio Uh" rrot^oii-druS un» Verlag dervriihl'schen «Nlv.-Vuch. und Slelndrnüerel. R. Lauge. Utdattlvn, Wedltian UN» Druckerei- Schulstraß; 7.

Die heutige Nummer umsatzt 12 Seiten.

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KotttLsche SagesJdjmu

eine Auszeistnung des Staatssekretärs v. Tirpitz.

Ter Kaiser hat auS Otranto folgendes Telegrainm an den Staatssekretär v. Tirpitz-Berlin gerichtet: ^Jhre Lieldung über die Annahme des Marineetats hat mich hoch erfreut. Ist doch hiermit ein sehr wichtiger Abschnitt im Aufbau der Marine erreicht worden. Das Bewußtsein des errungenen Erfolges im Dienste des Vaterlandes wird Ihnen und Ihren Mitarbeitern der beste Lohn für alles Mühen und Sorgen fein. CS ist mir aber ein persönliches Bedürfnis, meiner dankbaren Anerkennung Ihrer Verdienste sichtbaren Ausdruck zu geben. Ich habe deshalb beschlossen, Sie auS besonderem Vertrauen in das preußische Herrenhaus zu be­rufen. Indem ich Ihnen dies mitteile, ersuche ich Sie, mir Vorschläge zu Auszeichnungen für Ihre Mitarbeiter einzu- reichen. gez. Wilhelm I. R/

LaudLagr-LLimmiiligrbSkd.

Berlin, 1. April.

Je gründlicher das Herrenhaus den Etat kritisiert, um so rascher arbeitete das Abgeordnetenhaus an der Sekundärbahnvorlage. In kaum zloei Stunden war die Vorlage endgültig verabschiedet, aber nicht in der Ge­stalt, in der die Regierung sie Dem Haufe unterbreitet hatte, mn Antrag des Konservativen v. Arnim, von den zur Beschaffung von Betriebsmitteln geforderten 220 Millionen bl) Mill, zu streichen, sand in der zweiten Lesung die Mehr­heit, und in der dritten wurde ein Antrag, Diesen Be­schluß zu annullieren, mit einer knappen Mehrheit ab­gelehnt. Statt der 502 Mill, werden also voraussichtlich nur 452 Mill, für Eisenbahnzwecke aus Anleihe beschafft iverden. Es bleibe dahingestellt, ob die Begründung dieses Abstrichs mit der allgemeinen Finanzlage, die jetzt eine möglichst geringe Inanspruchnahme des Marktes zur Pflicht mache, wirklich triftig ist: die Gegner des Antrags Arnim iverden wohl recht behalten, wenn sie annehmen, daß die jetzt gestrichenen 50 Mill., die ohnehin erst 1909 den An­leihemarkt beschwert hätten, in diesem Jahre im Extraordi- narium des Etats wieder erscheinen werden. Es ist am Ende gleichgültig, ob jncm diese 50 Mill, im Jahre 1909 aus Anleihemitteln beschatt, oder ob man sie ins Etztra- ordinarium einstellt. Aus etatstechnischen Gründen "war her erste Modus zweifellos vorzuziehen, und angesichts her Tatsache, daß die Eifenbahnverwallung sich bei der Bemessung iyrer Forderungen eine sehr vorsichtige Reserve lluferlegc hat, war der Abstrich wirklich mcht am Platze. Natürlich brachte nicht nur die zweite, sondern auch Die dritte Lesung der Äerundärbahnvorlage wieder eine Reihe frommer Wünsche, die vor der .Hand doch nur schützbares Material für die Regierung bedeuten können. Herr von Locher schien mit einer ausführlicheren Eisenbahndebatte gerechnet zu haben, und so i,atie er denn außer der Seknn- bärbahnvorlage nichts weiter aus die Tagesordnung gesetzt, vo wird man erst am Doilnerstag in ore zweifellos recht ausgiebige Debatte über das Polizeikostengesetz hineinsteigen. Ru«, man hat jetzt ja Zeit, da das Herrenhaus noch immer m dem harten Etatsknochen he rum knabbert.

Eine Schuldebatte, die nicht sowohl großen Stil als bedeutende Länge aufwies, beschäftigte am ersten Tage des neuen etatslosen Etatsjahres das Preußische Herren­haus. Die Sache begann ziemlich harmlos: der Posener Oberbürgermeister Wilms verlangte stärkere Berüctsich- ügung der Provinzialmuseen, ein Wunsch, der bei Herrn Holle nur eine ziemlich .platonische Woylwollenserklarung mtage förderte, und Graf Häse ler trat aus militärischen örünben für eine Heraufsetzung des Beginns und Endes der oolksschulpflicht auf das 7. bezw. 5 Lebensjahr ein. Hier lcar Herr Holle entgegenkommender, freilich, verpflichten vollte er sich auch hier zu nichts. Run aber ging es los. Der Kieler Professor Reinke hielt eine große Rede pro domo; er verteidigte sich mehr weitschweifig als uber- Mgeud gegen den Vorwurf, daß er Äaats- und Polizei- lemait gegen die unbequemen M o n i st e n mobil zu machen »ersucht hebe. Aber er benutzte die Gelegenheit, wieder ein­mal von denJenenser Irrlehren" zu sprechen und die Woniften der Unwissenscbaftlichkeit, der Unwahrhaftigkeit >lnd Tenbenzmache zu zeiyen. Wenn er damit seine Forde- an den höheren Lehranstalten, aber auch an den ^yrerbildungsanstalten den biologischen Unterricht obliga- ^nich zu machen, begründete, so hieß das, eine an sich Ä . chge Forderung unverständig motivieren. Tie Ob- ptibiiät, deren sich Herr Reinke rühmte, kennzeichnet nichts ^uetl, als die Geschmacklosigkeit, den Monismus, dessen ifuyrer doch immerhin Männer von wissenschaftlichem Welt- Häckel sind, als eineKulttirgefahr" zu bezeichnen. 7-? ^einte uahm für sich in Anspruch, daß er einenob- >tnfen und tendenziösen" biologischen Unterricht fordere, --un, wenn Schüler des Herrn Reinke diesen Unterricht er» uien, wird er alles andere als objektiv und tendenzlos i ^i"en Fortschritt, eher einen Rückschritt bedeuten. &n r r Imogen wir die Bereitwilligkeit des Herrn tL1.6, dieser Forderung zu entsprechen, nur mit einem li) sn?6"1 der Besorgnis zu quittieren. Er hat am eine Anweisung für Die Gestaltung des biolo- v u)en Unterrichts, der Demnächst auf Mmsch der Direk- r.-fen u^b der Lehrerkollegien ein geführt werden soll, er- !ien. teg wäre recht interessant, diese Anweisung kennen Ppi-fit lCt ^.ec Minister hofft, und einBravo" der begleitete diese Hoffnung daß der biologische hirtüm vermöge diesermaßgebenden" Anweisung so ü c' man es von ihm erwarte". Das be- 'azrrfie^-f111 ?cr äZermuU.'.ig, daß es sich hier um ein Danaer- bealnft « ^ber '/jarten wir's ao! Die weitaus ge- * 4 W war öiq des. Breslauer Oberbürgermeisters

Bender, der mit Gründen, die den Nagel auf den Kopf trafen, gegen die burea akratische S t a a t § a u f f i d) t Über die Volksschulen zu Felde zog und vom Minister mehr Respekt vor der Freiheit der Selbstverwaltung auf dem Gebiet der Schule verlangte. Mit vollem Neckt Dürfte Herrn Bender das Wort von ^berHypertrophie der AufsichtsfÜhrung des Staates" über die Schulen prägen; die Beispiele, die er dafür anführte, erwiesen aufs schlagenste die Berechtigung seiner Vorwürfe. Herrn Hol­les Verteidigung ging über eine lahme, alles Wesentliche außer acht lassende Wortklauberei nicht hinaus. Die beste Kritik seiner Stellungnahme war, daß ihm Graf Mir­bach ostentativ den Beifall der Rechten zu Füßen legte. Graf Häseler, der stets militärische Interessen im Auge hat, dabei aber nicht über die Schnur zu hauen pflegt, wies auf die auch von anderen Leuten anerkannte Notwendigkeit einer Verbesserung des ländlichen Turnunterrichts hin; eine Reihe mehr oder weniger interessanter Wünsche schlossen sich an. Dann kam noch eine große Debatte über die Vereinfachung des Geschäftsganges der P r v- vinzialbehörben, die ein Antrag des Fürsten Hatz­feld, selbst eines Verwaltungsveancten, forderte. " Der sehr verstänbigeil Begründung des Antrags durch den ehe- rnackgen schlesischen Lberpräsckenten wußte Herr v. Mollke nicht viel mehr als die in Preußen neuerbing» immer be­liebter werdende Parole des Krähwinkler Lanosturmö gegen- überzustecken:Immer langsam voran!" Der Antrag fand fand schließlich in einer etwas allgemeineren Fassung An­nahme. Das ist fein großer Erfolg, aber es ist immerhin, wenn man bedenkt, daß ihn das Herrenhaus zum Be­schluß erhob, ein Erfolg. Schließlich müssen ja oie Not­wendigkeiten modernen Staatsiebens auch über das Ersetz der Trägheit preußischen SÄrreaukratengeiftes den Sieg da- vontragen. So endete der Schlußlag Der EtatSberatuna im Herrenhause, und die elatslose, Die schreckliche Zeit hört der Vergangenheit an.

Emden, 1. Aprii. A-tchstagSni^wahi. Fegier (frei­sinnige Verein gnng) erhielt 12 687 Stimmen und Gtocneveld (öeutlchsozial) 9015 Stimmen. Fcgtcr ist somit gewählt.

Die W a h l p r ü i u n g s k o »i ,u i s i io l, des Reichs­tages erklärte heule die Wahleii der Abgg. Schrvartz (Sozial- bemofiat, Lüveck) und Tr. Gorck OKitioiinUibeial, Lirhilmrschen- Stelnburg) iür gallig.

Die v erst arkle Just izko>,lmiisioll de» Ab- g e o r d ii e t e u h a u s e s stellte heule iu zweiter Ilestuig des Ge­setzentwurfes betr. die H a s l p f l i ch l bea Staates und der ftom in u iiflluerbanbe für ihre Beamten im wesentlichen die Regierunge Vorlage iviebcv her. TaS ganze Gesetz wuvöe ange­nommen. Der Jnst-.zlnlnisler und die Vertreter des Finarlz- und des Kultusministeriums erklärten, im nachstjätzrigell Elal werde em Fonds erscheinen, aus dem kleinere und iveniger leistungs- iävige Gemeiiiden bei der Haltung für ihre Lehrer unterstützt wer­den sollen.

Hamburg, 1. April. Die Bürgerschaft genehinigte in der heutigen Sitzung gemäg dem Anträge des Senates die Errich­tung eines St o i o n i a 11 ii n 11 u t s in Hamburg im An­schluß an die wisjenfchaiilichen Anuallcn und das Borlejungswejen nach dem Abkommen des Senates mit dem Reichslolonialanit rind bewilligte die criorderlichen einmaligen lanienden Mittel. Tas Institut soll ziw Ausbildiulg von jährlich zwanzig Stolonialbeamleii dienen.

Deutsches Nerch.

Berlin, 1. Apru. An der Produktenbörse herrschte heute große Erregung über das Kompromiß zum Börsengesetz, das die Interessen dcc Produktenbörse vollständig opfert. In zahlreichen Gruppen wurde erivogen, ob man nicht nach Erledigung der laufenden Geschäfte, das heißt im Herbst, die Produktenbörse schließen solle. Eine ähnliche Maßregel tüiicbe bekanntlich schon bei dem Inkrafttreten dcS jetzigen Börsengesetzes ergriffen.

TerReichscmz." veröffentlicht die Uedereinkunft zwischen dem Deutschen Reiche und Argentinien, Ocsterreich-Ungarn, Belgien, Brasilien, Chile, China, Costarica, Kuba, Tänelnark, Ecuador, Spanien, den Bereinigten Staaten von Amerika, den bereinigten Staaten von Mexiko, Aethiopien, Fraiikreich, Großbritannien, Griechenland, Gtiateniala, Italien, Japan, Liixemdurg, Riontenegro, Shcaragna, 9loriucgen, Paragilay, Niederlanden, Peru, Persien, Portugal, Rumänien, Rußland, Salvador, Serbien, Schweden, Schweiz, der Türkei, Bulgarien, Llegypten und Uruguay über die Errichtung des internationalen landwirtschaftlichen In­stituts in 9!oin.

Aus StaSt und Laud.

G t e i»e n, 2. April 1908.

* Tageskalender für Donnerstag. Gastwirts­gewerbe- und KochkunstaussteUung in der Turnhalle (den ganzen Tag geöffnet).

** Parlamentarisches. Der Gesetzgebungs- aus sch u ß der ersten Kammer lcar am Dienstag nachmittag zu einer Beratung über den I a g d g e s e tz e n t w u r s zu­sammen. Es fand indes nur eine vorläufige allgemeine Aussprache über die hauprsüchlichften Bestimmungen des Gesetzeniwurses statt. Die nähere Entscheidung wird erst in einer werteren, Demnächst ftattfinbenben Sitzung getroffen werden. Der Finanzausschuß der ztoeiten Kammer wird Mitte dieses Monats wieder zu einer Beratung zu­sammentreten, um in erster Linie das ^.n r s o r g e g e s e tz für die Hinterbliebenen der Gemeindeoeamten. fertig zu stellen. Die Kammer hegt die bestimmte Absicht, diesen Ge- setzeirtwnrf auf jeden Falk noch in Der gegenwärtigen agung zu verabschieden. Auch die neue N e b e n b a h n v o l a g e und eine ^eihe anderer Gesetzentwürfe gedenkt der Ausschuß noch bis zu der PleMrtagung der zweiten Kammer im Mai fertig M MlleL,

** Psarrpersonalien. Se. Kgl. Hol), der Groß- Herzog haben den evang. Parrer Wilh. R. Möller zu Rendel auf sein Nachsuchen zwecks Uebernahme einer Pfarc- slelle nm Hessischen Diakomssenhaus zu Kassel auS dem Dienst der hessischen evang. Landeskirche entlassen.

** Le hra m tsperso n a lie n. S. K. Jq. der Groß­herzog haben dem Oberlelsrer an dem Wolfgang Ernsl-Gynr- nasium zu Büdingen Dr. Hch. Wittekind und dein Obev- lehrer an dem Neuen Gymnasium zu Darmstadt Dr. Karl L>attemer den Charakter als Pcofessor verliefen, den O.er-i teurer an der höheren Bürgerschule zu Dieburg Prof. Ernst Seeger zum Oberlehrer an bem Realgymnasium zu Darm­stadt, den Oberlehrer an bem Lehrerseminar zu Bensheim jDr. Hch.. Made zum Oberlehrer an dem Realgymnasium zu Ätainz, und die nachstehend aufgeführten Lehramtsassessoren zu Oberlehrern an ben beigesiigten Lehranstalten vom 1. April 1908 ab ernannt: D. Dr. Theodor Friedrich an dem Oslergym­nasium zu Mainz, Rich. Vogel an dem Gymnasium zu Osfen- bach, Sublo., Diehl an dem Realgymnasium zu Darmstadt, Dr. Will). Gundel an dem Landgrai-Ludwigs-Gymnasium zu Gießen, Hans Will an der Realschule zu Alsfeld, Dr. Wilh. Schmidt an dem Ludwig-Georgs-Gymnasium zu Darnistadt, Ludiv. Barth an dem Realgymnasium und der Obcrrealschule

zu Gießen, Herin. Wämser an der höh. Bürgerschule zu

Lauterbach, Friedr. Fe icke r t an der höh. Bürgerschule zu

Reichelsheim, Jak. Müller an der höh. Bürgerschule zu

Laugen, Hugo Hahn an der höh. Bürgerschule zu Pfung­stadt, Lr. Cito Keller an dec Realschule zu Oppenheim, Gerh. Beisinger an der Oberrealschule zu Worms. S. K. H. der Großherzog haben den Oberlehrer an der höheren Burgersd/iile zu Dieburg Karl Rouge zum Oberlehrer an der Nealich.ne^ zu Michelstadt, den Ovtriehrer an der Realschule zu Äirchelstadt Jak. Mals y zum Ooerührer an der höheren Bürgerschule zu Dieburg, ben Oberlehrer an der Realschule zu Wimpsen Awsessor Jak. Sieben zum Oberlehrer an dem Realgymnasium zu Mainz, den Oberlehrer an der Realschule und dem Progymnasium zu Alzey Dr. Hch. Masst ng zum Oberlehrer an dem Realgyninasium z,u Darmstadt, den Ober­lehrer an dem Realgyninasium und der Oberrcalschule zu Gießen Professor Ludm. Dietrich zum Oberlehrer an dem Neuen Gymnasium zu Davurstadt, den Oberlehrer an der Real­schule und Dein Pwgymnasium zu Alzey Dr. Herrn. Lotz zum Oberlehrer an der Realschule zu Heppenheim, den Oberlehrer an dem Realgymnasium und der Oberrcalschule zu Gießen Dr. Ferd. Werner zum Oberlehrer an der Oberrealschule zu Worms, den Oberlehrer an der lchheren Bürgerschule zu Alzey Otto Weißgerber zum Oberlehrer an der höheren Bürger- (SckMer--Su)ule zu Friedberg, den ersten Lehrer und Rektor an der höheren. Bürger-'' -si >. 'Schul,. H.H. Bal

se r zum eriien Lehrer und Retwr an der lMcren Bütgerschule zu Alzey und ben LehramtsasfLsfor Dr. Otto Münch zu Gießen zum Oberlehrer an der höh. und etro. Mädchenschule zu Gießen ernannt. Durch Entschließung des Großh. Ministeriums des Innern wurden die Lebramtsreferendarc Gg. Appel zu Bü­dingen, Tr. Adolf Beck zu Mainz, Hch Becker zu Isfeld, Ludw. Colin zu Darmstadt, Adam Dorr zu Neu-Jfenburg, Karl D ö r s a m zu Oisenbach, Jos. Friedrich uno Gustav Grimm zu Mainz, Dr. Gg. Heußcl und Hans Hinrichs zu Darmstadt, Wilh. Jaeob zu Alzey, Dr. Eugen Mann­heimer zu Mainz, Matthäus Mühleisen zu Neu-Isen­burg, Fritz M u l ch zu Offenbach, Wendel Pfeifer zu Becrfewen, Jak. R o d r i a u zu Mainz, Hans Schlosser zu Gießen, Wilh. Schmidt zu Belgrano, Dr. Franz Stroh zu Groß-Biebcrau, Aüx. Weide zu Gros--Gerau und G§. Zimmermann zu Gießen zu Lehramtsaisessoren ernannt.

** Bauaufseher. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben die Bauaufseheraspiranten Friedr. Marx aus Gießen, Heinr. Schlapp aus Staufenberg, Gg. Kolb aus Trebur, Aug. Knapp auS Dieburg und Emil Walther aus Langd zu Hochbauaufsehern ernannt.

* Le hrerzus am men fünfte. Auch in diesem Jahre werden wieder zahcreiche Zusammenkünfte von Lehrern, die geinemfüm das Seminar besucht haben, stattfinDen. So treffen sich die Friedberger 1868 er am 21. April in Mainz, während die Aizeyer von 1883, die Bensheimer von 1888 und 1893 und die Friedberger von 1898 sich über Ort und Zeit noch nicht schlüssig geworden sind.

** Aus dem Bureau des StadttheaterK. Es sei auch an dieser Stecke auf die letzte Schulervorstellung der Spielzeit am nächsten Samstag nachmittag hingewiesen. Es gelangt HebbelsGyges und sein Ring" zur Auf- sührunb bei Volkspreisen. Tie Abonnenten, die noch Gutscheine besitzen, seien aufmerksam gemacht, daß die Gut­scheine an den beiden letzten Sonntagaöendvorstellungen (Flotte Weiber" undMaria Smart" mit Frl. Grete Höcker vorn Mainzer Stadttheatcr als Gast) Gül- tißkeit haben. Auch sei daraus hingewiesen, daß Lilien- semsGroßer Tag" nur noch im Freckagabonnement undKrieg i m F r i e d e n" nur im» Dienstagabonnement zur Aufführung gelangen.

** Eine neue Touristenvereinigung ist hier im Entstehen begriffen. Durch die kürzliche Anwesenheit der Sektion Frankfurt des Vogelsberger Höhenklubs Hal die in hiesigen Wanderkreisen schon längere Zeit erwogene Absicht, auch hier eine Sektion des SUitbS auf möglichst breiter Grund­lage ins Leben zu rufen, feste Gestalt gewonnen. Die Verwirk­lichung dieses Planes soll in einer morgen abend statlsindenden Zusammenkunft erfolgen (s. Inserat). Die neue Sektion stellt sich die Aufgabe, die der Touristik bis jetzt noch fernstehenden Kreise für sie zu interessieren und hofft, nut ihren Bestrebungen in der Bürgerschaft Anklang zu sinden.

lp Hirzenhain, 31. März. DasEisenwerk Hugo Buderus" und dieBuderus sch en Holz- und Bw- saltwerke M a r ga r e t et a I" sind beide dieser Tage in eine Aktiengesellschaft mir beschränkter Haftpflicht umge­wandelt worden.

0 Aus dem Vogelsberg, 1. April. Mit einem Frühlingsgewitter hat sich aestern der März ver­abschiedet. Um die Mittagsstunde erfolgte ein mehrmaliges intensives Blitzen, das starker Donner begleitete. Dem ersten Gewitter reihten sich noä) andere an. Nicht aber sind den Gewittern warme Tage gefolgt; die Arrieregarden M Whnters treten .wieder aufs Im VogelMerg waren noch