ciukommcns vorgesehen. 2er zulässige Höchstbetrag des penssons- sähigeu Diensteinkommens wird auf 5000 Mark festgesetzt. Württemberg gewährt ebenfalls nach 10 Jahren 40 Prozent und letzt das Maximum auf 6000 Mark fest, Baden gewährt dagegen nur 30 Prozent und nach 42 Jahren den Höchstbcrrag von 70 Prozent.
(Sine erhebliche Schlvierigkeit bot dem Ausschuß die in der Vorlage nicht angeregte Frage, wie sich die reichsversicher- u n g s p f l i ch t i g c n Beamten in Hessen zur Fürsorgevorlage zu stellen haben. (Ls handelt pch hier um eine größere Anzahl dekretmäßig angestcllter Beamten und Bediensteten, die bisher ca. 125 000 Mark Beiträge an die Reichsinvalidenanstalt gezahlt haben. Der Ausschuß hat deshalb in den Entwurf zu Art. 19 mehrere Zusahartikel abgefaßt, durch die erreicht wird, daß die von den Vcriichcrungsvslichtigen geleisteten Beiträge zur Reichsinvalidenversicherung nicht verloren gehen. Es wird eine Ausgleichung des Ruhegehaltes mit der Invaliden- und Altersrente in der Weise vorgesehen, daß solche Kasse:lmitg>ieder die Invaiidcn- und Altersrente nach den Bestimmungen des Jnvalrdenversrcher- ungsgcsetzes und weiter aus der Fürsorgekasse den Betrag des Unterschiedes zwischen der Invaliden und Altersrente und dem Ruhegchalte der Fürsorgekasse erhalten. Ans der anderen Seite sollen dafür die uivaiideilveriicherungsvflichtigen Mitglieder und tue Anstellungsgemcinden und Körper,chasten nicht neben den Beiträgen zur Fürsorgekasse noch besondere Beiträge zur Invalidenversicherung zu leisten haben.
Im dritten Abschnitt des Gesetzes wird bezüglich der Hinter- bliebcnenversorgung festgesetzt, daß das Witwengeld 30 Prozent des Ruhegehaltes und das Waisengeld 15 1 3 des
Witwengeldes betragen soll. Der Ausschuß hält diese ©äto für recht gering, da 5. B. die Witwe eines Beamten mit 10 jähriger Dienstzeit bei 800 Mark Gehalt desselben nur 96 Mark und die Witwe eines Beamten mit 40 jähriger Dienstzeit bei 1000 Mk. Gehalt jährlich 225 Mark erhält. Ter Ausschuß erwartet aber, daß bei einer günstigen Entwickelung der .M,,e gerade hier zu Gunsten der Witwen und Kinder höhere Leistungen vorgesehen werden.
lieber die Aufbringung der Mittel wird im Art. 29 bestimmt, daß dieselben 1) durch Beiträge der Kassenmitglieder, 2) durch einen jährlichen Staatszuschuß bis 80 000 Mark, und 3) dem Zuschuß der Gemeinden bis zur Höhe des Fehlbetrags aufgebracht werden. Die Beiträge der Kassenmitglieder sollen in dem Eintrittsgeld von 10 Prozent der Iahresdienstbezüge und dem Jahresbeitrag von 3 Prozent der Dienstbezüge und des Ruhegehaltes bestehen. Auch hier hat der Ausschuß eine Reihe sehr wesentlicher Verbesserungen angebracht. So sollte namentlich nur ein jährlicher Staalszuschuß von 40 000 Mark festgesetzt werden, der durch die einem Teil der Polizeibeamten zufließenden Stras- anteile gewonnen weiten sollte und zwar gerade den am geringsten besoldeten Beamten. Auf Drängen des Ausschusses verstand. sich aber die Regierung zum Fallen lassen dieser Forderung. Es soll vielmehr m dem noch zu erledigenden Gesetz über die Aushebung der Strafanteile der kreis der entschädigungsberechtigten Personen noch erweitert werden: so soll auch solchen Gemeindebediensteten, die der Fürsorgekasse nicht beitreten können, die aber m den letzten 5 Jahren Belohnungen an Geldstrafanteilen erhielten, eine dem 0 jährigen Turchichnittsvetrag entsprechende Summe aus der staats tu jie gezahlt werden, auch wenn die Summe unter 30 Mark bleibt. Unter düsen Umständen wird sich der Staatszuschuß vis aus 80 000 Mark erhöhen. — Eine außerordentliche Vergünstigung wird noch im Art. 50 bestimmt, wonach solchen Kassenmitgltedern, für die vor dem Inkrafttreten des Gesetzes Jnvalidenversicherungsbeiträge geleistet wurden, die Beitrags- Hälfte auf das Eintrittsgeld mitgerechnet wird. Da, wie schon ermahnt, rund 125 000 Mark Versicherungsbeiträge für solche Personen geleistet wurden, werden sich die Eintrittsgelder der Beteiligten um diesen Betrag verringern, der 1800 Kassenmit- gliedern zu Gute kommt.
Gerichtssaal.
Karlsruhe,16. Mai. Die Kosten des Molitor-Herzog- ProzesfeS werben sich unter Voraussetzling einer 12tägigen Tatter des Prozesses nach einer vom „Volkssteund" wiebergegebcnen Berechnung auf etwa 3 4000 M k. belaufen.
9k en stad t in Westpr., 16. Mai. Der bei dem hiesigen Bezirks- Koinmanbo diensttuende Unteroffizier R ö t h e r vom Infanterie- Regiment 152 wurde vom Kriegsgericht der 36. Division wegen Unterschlagung von Mannfchaflsgeldern zu 2 Monaten Gefängnis und Degradation verurteilt. Der milangeklagte Bezirks-Kommandeur, Oberstleumant Riefe und der Bsszirts-Adjnlanl Leutnant Neumann würben wegen Erstattung einer wissentlich falschen Dienst- melbung und Begünstigung der Unterschlagung des Unteroffiziers mit 3 beziv. 2 Tagen Slnben-Arrest beslrait.
Sport.
Bei bet am Sonntag veranstalteten 5 0 Kilometer- Preistour des Norbbezirks Gau IX bes Deutschen Rabfahrer- Bnnbes beteiligten sich auch einige Mitglieber beS Rabelnbs „Germania" Gießen. Tie festgesetzte Zeit betrug für Junioren Fahrer bis zu 35 Jahren 2 Sib., für Semoren - Fahrer über 35 Jahre 2 Stb. 20 Mm. Es errangen eine silberne Medaille E. Mtihl in 1.46, W. Dietrich m 1.52.", E. Lauer in 1.53.", W. Noll in 1.54. '", H. Kircher und R. Lohten in 1.54.". In Gruppe II (Senioren) E. Löwer in 2 St. 12 Mm. die goldene 9)lebaille. Trotz bes Gegemvuibes finb die gefahrenen Zeiten sehr gute zu nennen.
x Fußball. Vergangenen Sonntag haue der Gießener Fußballklub von 1 9 00 bie erste Mannschaft bes Fußballklubs B 0 r u s s i a - F u l b a zu Gast. Gießeii hakle eine schwache Mannschaft ans Spielern der ersten, zweiten und batten Mannschaft zusammengestellt, trotzdem hielt diese 'Mannschaft dem Gegner gut Stand. Anfangs sah die Sache allerdings böse für bie heimische Mannschaft aus. Fulda war ständig im Angriff und konnte auch bis zur Pause *3 Tore erzielen, während (Ließen leer ausging. Nach der Pause spielte bie heimische Mannschaft überlegen unb konnte ebenfalls 3 Tore erreichen und jomit ansgleichen. Ein 11 Meter - Ball brachte fchließlich Fnlba den Sieg mit 4:3 Toren. Tas Spiel selbst trug einen angenehmen Charakter.
Vermischtes.
• Denkmal für Johann Sebastian Bach. Nach einem Festgottesdienst in der Thomaskirche in Leipzig, wo Superintendent Dr. Jnell - Hamm (Westfalen) die Festrede hielt, fand gestern in Anwesenheit des Fürsten Heinrich von Preußen, des Fürsten und der Fürstin Neuß - Köstritz, des Erbprinzen Neuß-Gera und der Spitzen der staatlichen und städtischen Behörden die Einweihung desJohann Sebastian Bach-Denkmals aus der südlichen Seite des Thomaskirchhofes statt. Geheimrat Tr. Wach hielt die Festrede, worauf Oberbürgermeister Dr. Tröndlin das Denkmal für die Stadt übernahm.
• Münchener Ausstellung. Aus Anlaß der feierlichen Eröffnung der mit einem Kostenaufwand von 14 Mill. Mark von der Stadtgemeinde München erbauten Ausstellung München 19 0 8 waren am Samstag sämtliche Schulen geschlossen. Die Eröffnung vollzog sich Santstag vorinittag 11 Uhr in Anwesenheit des Prmzregenten, sämtlicher Prinzen mit dem Hofdienst, aller Minister, Neichsräte, Abgeordneten, Staats- und slÜdlischen Beamten, sowie des diploinatischen Korps. Der Prinzregent lvurde am Eingänge der Ausstellung unter Geschützsalut und Glockengeläut von feierlichen Fanfarenklängen begrüßt, worauf Oberbürgermeister Dr. v. Borscht als erster Vorsitzender des Ausstellungs- direktoriums und Vertreter der Stadt München die Festrede hielt, die in der Bitte an den Prinzregenten ausklang, die Ausstellung für eröffnet zu erklären. Nach einem Huldigungs- gkt zu Ehren des bayrischen Herrscherhauses wurde durch den
Weizen
<+ 5)
Weizen: Berlin Mai 2,40). Pans Mai
letzten Markttage:
Königsberg Danzig Stettin Posen Breslau Berlin Magdeburg Halte Leipzig Rostock Hamburg Hannover Braunschweig Düsseldorf Köttt
162
170
178
164
162
175
für inländisches Roggen
Getreide am
Hafer 158 (- ) 164 (- 3) 162 (- 1) 158 (- >
Frankfurt a.M. 2i
Mannheim 2!
Straßburg
Stuttgart
München
Weltmarktpreise:
Budapest Okt. 171.00 (+
Derungen für russische Gerste begegneten nur mäßigem Fnttrciie Mais in greifbarer Ware liegt zurzeit nur von der Donau und von Rußland vor und wird gut bezahlt, da andere Provenicn-en gegenwärtig fehlen.
Es stellten sich die Preise
180
177%
195
185
184
2-0.50 (— 1,00), 187.30 (- 2.80) Liverpool Juli 158,20 ( - 6.65). Chicago Mai 153.80 (— 8.20i Roggen: Berlin Mai 196.00 (— 2.50). Hafer: Berlin Mai 164.0-» (— 0.50) Mk.
(-*- 3- (+ 3) (+ 4) (- 1) (- 1) - )
158 (- 2.
178 (- 1)
165 (— i>
160 (- 2)
223
(+
3)
189
(-
47=)
225
l-
2)
192
(-
)
217
(4-
1)
193
(-
)
221
(-
)
186
(-
2)
220
(—
1)
191
(-
6)
221
(4-
3)
196
(-
1)
214
(-
1)
195
(-
2)-
215
(-
)
195
(-
3)
215
(-
3)
199
(-
5)
220
(4-
4)
191
(4-
8)
211
(-
2)
192
(-
1)
216
(—
1)
2?0
(—
)
213
(4-
O)
196
(--
2)
222
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2)
203
(-
)
218
(-
1)
200
(4-
1)
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5)
206
(-
17i)
277,'
(-7
7»)
204
(-
37-»)
230
(+
5)
2027,
(+
27 2)
235
(4-
ä)
—
234
(-
)
204
(-
)
Regenten die Ausstellung für eröffnet erklärt. Eine große Anzahl von Auszeichnungen ist au§ diesem Anlaß an Künstler, Gelehrte, Beamte usw. verliehen worden.
Reichsgerichtsbrief.
(Nachdruck verboten.) .78. Leipzia, im Mai.
W a n n hastet d e r G a st w i r t s ü r S a ch s ch a d e n feiner Gäste?
Die Werbung von Fremden nimmt einen umfangreichen Teil im Gastwirtsgewerbe ein. Bei einer Haftung für Verlust oder Beschädigung von Sachen von den in Gasthäusern verkehrenden Fremden nach § 707 B.-G.-G. ist bie Frage von Bebeuttmg, wann bei einem bloßen Einstellen von Sachen ein Beherbergungsvertrag als abgeschlossen anzusehen Ist. Hierüber hat sich das Reichsgericht jüngst m einem Rechtsstreit der Mannheimer Versicherungs-Gesellschaft gegelt den Hotelbesitzer Hoffelder in Regensburg eingehend ausgesprochen. .
In dem hier mitzuteilenden Fall war der m der Mannheimer Versicherungs-Gesellschast gegen solche Schäden versicherte Reisende Trescher bei seiner Geschäftsreise nach Regensburg bei dem beklagten Gastwirt abgestiegen, hatte seine Musterkoffer dort abgesetzt ohne bestimmt zu sagen, ob er in dem Hotel bleiben wolle. Kurz barauf ist bem Reisenden eine Handtasche im Werte von ca. 3000 Mark verloren gegangen, wofür jetzt bie Mannheimer Versicherungs- Gesellschaft den Hotelbesitzer in Anspruch zu nehmen suchte.
Ihre Klage würbe jedoch vom Landgericht Regensburg sowie vom Oberlandesgericht Nürnberg abgewiesen.
Im selben Sinne entschied auf die Revision der Klägerin der III. Zivilsenat des Reichsgerichts, iubem er unter Zurückweisung der Revision folgendes darlegt: „Der Berufungsrichter stellt in em- gehenber Würdigung ber erhobenen Umstänbe fest: Ter Reisenbe Drescher hatte bet seiner Geschäftsreise nach Regensburg int Febr. 1904 nicht von Anfang an die Absicht dort zu überitachten; er ließ seine brei Koffer in das Hotel des Beklagten schaffen, iveil er bet bem Besuche seiner Kunden seiner Warenmuster beburfte; unb zwar hatte er bei seiner Ankunft auf dem Bahnhöfe dem dort anwesenden Hoteldiener des Beklagten unter llebergabe seiner Handtasche und eines Gepäckscheins nur gesagt, dieser möge die auf den Gepäckschein zu erholenden bret Koffer unb die Handtasche mit tu das Hotel nehmen.
Vor dem zwischen 37« unb 57, ausgeführten, um 57, Uhr ent- beckten Diebstahl ber Handtasche, nämlich eben um 37. Uhr fragte ber Oberkellner beit Drescher beim auch gerabe, ob er ein Zimmer nehme. Dieser aber antwortete: „Jebenfalls, ich sage es ihnen nachher noch bestimmt". Damit hat Drescher eine Erklärung darüber, ob er beherbergt seine wolle, auf später verschoben unb nur als wahrscheinlich bezeichnet, baß er Herberge verlangen werbe. Bis auf weiteres war also Beherbergung noch nicht geforbert unb noch nicht gewährt. Trescher war demnach zur Zeit bes Diebstahls fein zur Beherbergung aufgenonimencr Gast; seine Gepäckstücke waren zu dieser Zeit nicht zum Zwecke der Beherbergung emgebtacht. Mtt Recht hat also ber Bermtrngsrichter eine Haftung des Beklagten aus § 701 B.-G.-B. verneint.
Bäder und Reisen.
— Neue Bergbahnen im Berner Oberland. Die neueste Errungenschaft Interlakens ist eine Bergbahn, die unmittelbar aus dem Kurorte vom Aarauser hinweg am den Harder führt, jenen waldigen Voralpenzug, der sich nördlich vom Kurort dahinzieht. Am 14. Mai fand die Einweihung und am 15. die Eröffnung für das Publikum int allgemeinen statt. Urheber dieser neuen Drahtseilbahn ist Nationalrat Tr. F. Michel in Jnt.rlaken. Dieselbe führt steil in die alpinen Höhen (1325 Meter« hinan. Etwas abseits von der Bergstatton liegt ein der Landschaft angepaßtes, reizendes Restaurationsgebäude mit feinem Ausblick aus die Jungfrauketw, deren Borberge, auf die Jnterlatner Ebene (Rödeli- und feine Seen. Dieser 15. Mai ist ohnehin für das Oberland ein großer Eröffnungstag. Gleichzeitig Mit der Hardenbahn trat nämlich auch der Liebling der Touristen, die We n g e ra l p-B a h n wieder in Funktion. Ti oie auch allen übrigen oberländischen Transportunlernehmi hat das sommerlich heiße Wetter ber letzten Wochen den ,--st so kostspieligen Schiteebruch gratis besorgt. Die Männl tte ist so schneefrei wie sonst nur Mitte Juni.' Im Anschlu ■ genannte Bahn wird der Betrieb nach der beliebten ' .semporq, S ch h n i g e Platte, sowie der der Drahtfeilba^ u Lauter-' brunnen nach Grütscha lp unb dem berühm llpendorf
Mürven am 16. Mai wieder ausgenommen. nposanten
Königslogen des Oberlandes, die Gletscher und nstationen dir Jungsraubahn werden spätestens am 20. Mai r zugänglich. 51 ur,irren dann noch die Z'.ige nach ber auss chen Drei-
länberwarte Brienzer Rothorn -- was ebensall nächst be- oorsteht — so ist das Berner Oberland wieder iw . rt Saisonbetriebe. Fahrplane, Führer usiv. dieser Unternehmungen durch das obrrläud.sche Verlehrsbureau in Interlaken kostenlos.
— Zwei Mittelmeer-Fahrten, für welche die prächtigen Dampfer des Nord). Lloyb und des Oesterr. Llohd benutzt werden, veranftaltri wiederum tut kommenden Sommer das Komitee der „Studteitsahnen nach den klassischen Städten ber Kunst und Geschichte". Bei der ersten Fahrt - Beginn 8. Juli — in das westliche Mitlelmeer wirb Spanten und Marokko, bei ber zweiten — Beginn 8. August — in das östl. Mitlelmeer wirb Griechenland und Korfu unter bewährter Leitung besucht. Die Programme der je 21 Tage dauernden Fahrten sind auch diesmal außerordentlich reichhaltig. Da die Preise, welche sämtliche Ausgaben ein- schlietzen, wieötrum ohne Einschränkung des nötigen Eomforls außergewöhnlich niedrig gehalten sind, so wird gewiß mancher Reiselustige, für den Spanien, bezw. Griechenland das Ziel der Sehnsucht bilden, von dieser selten günstigen Reisegelegenheit Gebrauch machen wollen.
Tie Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 16. Akai 1908.
Höchste Schlachtviehpreise tu Frankl u r t a. SL
Fleischpreise in Gießen
Ochsen
Kalber Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 77—80 Alk.
,2 Kg.Schlachtgew. 98—100131. __> 63-00 „
7, Kg. 76-84 Pfg.
7, , 70-80 , */, „ 60-76 „
Getrcidepreise in M a nnheim
Brotpreise in Gießen
Retzen 100 Kg. 23.25-00.00 'Mk.
Roggen 100 Kg. 20.50-00.00 Alk.
Weißbrot 2 Kg. 62 P,g.
Schivarzbrot 2 Kg. 58 Pfg.
Getreide-Wochenbericht
der Preisberichtstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 12. bis 18. Mai 1908.
Den Preissteigerungen der letzten Wochen folgte diesmal ein mäßiger Rückschlag. Angesichts der fruchtbaren Witterung und günstigerer Saatenstandsberichte aus dem Auslande zeigten sich die Käufer zurückhaltend, unb man glaubt, baß die Warenbesitzer durch die Besserung der Ernteaussichten, vor allem aber durch das Aufgeld, gegenüber neuer Ernte zur schnelleren Entäußerung ihrer Restbestäilde veranlaßt werden dürften. Der Umstand, daß die Weizeriabladungeu von Nord- und Südamerika während der letzten Woche wieder eine kleine Zunahme erfahren haben, trug gleichfalls zur Verstimmung der Märkte bei, trotzdem die Gesamtleistungen wesentlich hinter dem geschätzten Zufuhrbedarf znrück- blieben. Im übrigen hat die allgemeine Gesclstiftslage seit der letzten Woche keine wesentliche Veränderung erfahren. Vom Jn- lande lag kein größeres Angebot vor, während die Anstellungen vom Ailslande fein sonderliches Entgegenkommen erkennen ließen, so daß von Umsätzen nur wenig verlautete. Auch int Hafergeschäft ist es wieder ruhiger geworden, seitdem die Nachfrage für Export zwecke .nachgelassen hat. Der Konsum stellt nach wie vor nur mäßige Ansprüche, wobei für einwandfreie Qualitäten immerhin die letzten Forderungen erzielt werden konnten. Ermäßigte For-
Märkte.
— Kartoffel rn arkl-Be richt vom 18. Mai 1908. Friedberg (Hessen): 9lote Sorte Mk. 2.10—2.30, Magium, bonum 2.60—2.70, weiße runde 2.10—2.30, Gelbfleifchige, weiße, 2.5 1 bis 2.80. Frank' nrt a. 9)1.: Role Sorte Mk. 2.00—0.0(1,, Magnuin bonum 2.60—0.00, weiße runde 2.10 bis 2.20, Gelbsleischigi,, rote, 2.50, weiße . .50. Wiesbaden: 9)lagnum bonum 2.75—O.üti,v weiße runde 2.60, Gelbfleifchige rote 0.00, weiße 3.00. j)l a n n ■ h eiin: Magnurn bonum Mk. 2.80—2.90, Gelbfleifchige, blaue 3.6 bis 3.75, iote 4.20—4.30. Köln: Rote Daber Aik. 0.00—0.00,, andere rote Sorten 2.30, Magnurn bonum 2.70 bis 2.90, weist, runde 2.30—0.00, Gelbfleifchige rote 2.50—2.60, weiße 2.90—0.11., Dortmund: Magnurn bonum Alk. 3.20—0.00, weiße runbe 2.70, Gelbfleifchige, blaue 0.00, rote 3.00, weiße 3.70. Münster: Magnmn bonum 2.60 — 2.75, Gelbfleifchige rote 2.90 bis 3.10,, weiße 3.65—4.00. Hagen: Magnurn bontini. 3.10—3.20, weiß-' riinde 2.80—0.00, Gelbfleifchige weige 3.70. Saarlouis: Molt Sorte 2.50, Magnurn bonum Alk. 0.00, weiße runde Alk. 2.50.. Frankenthal: Rote Sorten 2.30, Magnurn bonum 2.50, weiß - runde 2,40, Gelbfleifchige blaue 3.00, rote 3.00, weiße 3.25. 'S 1111 c । b. Krefeld: Rote Sorte 0.00, Magnurn bonum 2.80—3.00, (Seit- fleischige, rote 2.80 bis 3.00, weiße 2.70—2.90. Kempen ' Alagnum bonum 2.60-0.00, Gelbfleifchige rote 3.10. Saffig-- P l a i ö t: Rote Sorten 2.60, Magnurn bonum 2.80, weiße runOi ■ 0.00. München: Alagnum bonum 2.40, Gelbfleifchige weiß:: 2.00. (Alles per 50 Kilogr.).
Lauvelien-Aachriehteu.
Gestorben: Frau Marie Welker Ww., geb. Becker, in Sauter« bad). — Herr Alexander Neidhardt, Forstmeister 1. P., in Iuge>.- Henn a. d. B. — Frau Henriette Bellmger, geb. Schiinöt, lii Ortenberg. — Herr Gerichjsfekrelär a. D. Friedrich Wilhelnir Boecker in Wetzlar.
wöchentl. Uebersicht derCodessäüc i. ö.Staöt Sietzm
19. ^oaje. Vom 3. bis 9. Mal 1908.
Eimvohnerzahl: angenommen zu 30 400 (infl. 1600 Alaiui Militär.) Sterblichkeitsziffer: 14,lOo;0o, iiach Abzug von 3 Ortsfremden: 8,81 °/oo.
Kinder
Alini.: Tie ut Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie »Ai der Todesfälle m der betreffendeil Krankheit auf von auswärts not? Gießen gebrachte Kranke kommen. ,,
Es starben an: Zusammen: Erwachsene
: int
vom
1.
Lebensjahr:
2.—15.
Unterleibsentzündung 1 —
1
—
Emphysem 1 1
—
—
Lungeueiuzündung 1 —
1
—
Anäiliie 1 (1) —
—
1 (1)
Gehirnerweichung 1 1
—
—
Krebs 1 (1) 1 (1)
——
—
Lebensschwäche 2(1) —
2 (1)
Summe 8 (3) 3 (1 j
4(1)
1(1)
(Anonyme Anfragen bleiben nnbernlksichttgt.)
(Sin iMttel gegen Smchelbecrraupeu? Tas |tci)er|te tel ist, die Ratipen ablcjcn.
Verantw. für Feuilleton u. Vermischtes: I. B.: E. An der so
Teiefoiroiscäi©
des Giessener Anzeigers, mitge und indusli l'ranktitrier £5<»r 3/2°/o Fieichsanleihe . . 91.70i 3% do. . . 82.65 3>3°/o Konsols . . . . 91.80 3-6 do. .... 82.65 3>66/o Hessen 90.75 3>6o/0 Oberhessen . . . 91.50 4^6 Uesterr. Goldreute. . 98 70 476 % Oesterr. Silberrente 99.10 4% Ungar. Goldrenta . . 93.65 4-6 Italien. Heute . . . —.— 3^6 Portugiesen Serie l 62.60 3% Portugiesen „ 111 63 50
4>6°/o russ. Staatsaul. 1905 95 25 4li ",0 japau. btaatsauleihe 89.20 1% Couv. Türken vou 19uo 96.05 Türkenlose 150.70 4% Griech. Monopol-Anl. . 50.60 4% äussere Argeutiuier . 86.35 3u/o Mexikauer . . . 66.50 4>a°/o Chinesen .... 96.40
Aktien:
Bochum Guss 220.00 Buderus E. W 112.00 Tendern.: fest.
Berliner Börse, '
Canada E. B. . , . . . 156.00 Darmstädter Bank . . . 124.30 Deutsche Bank ....—.— Dortmunder-Union C. . . 62.80 Dresdner Bank .... 139.75
Kursberichte teilt vou der Bank für HanM ie, Giessen.
se, 19. Mai, 1.15 Uhr.
I EJektnz. Lamneyer . . • Elektriz. 8chnckerc . . • 1^. Eschweiler Bergwerk . ■ Gelsenkirchen Bergwerk . l»^1 Hamburg-AmeriK. PakelL Ibst'^ Harpener Bergwerk. . • J»'- J Laurahütte iXordd. Lloyd . . . - . • Obeischles. Eisen-Iudustne 1U-.^ Berliner Handelsges. . • 1®- , Darmstädter Bank . . • ** y Deutsche Bauk . . .« • - ‘ „ Deutsch-Asiat Bank . . Diskonto-Kommaudit . • Dresdner Bauk . . . • ..
Kreditaktieu . . . - • Baltimore- und Ohio- fl Eiseulahu.....
Gotthard bahn D.w Lombard. Eiseubahu . .
Oesterr. StaaUbahu . . • ** Pnuce-Heuri-Liseubahn •
). Mai. Ajifaugskurse.
Harpener Bergwerk. . • Laurahütte . . • • • Lombarden E. B. . • • Nurdd. Lloyd l’ürkenlose
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Dr. M. Scbulze-Kahleyss. Nervenarzt. M BUH Sanatorium Hofheim im Taunus.


