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ilatt für ben Kreis Giehen ^Dienstag und Freitag); |rt>emiai monntl Land »Mfch«Nitchr Seilfragen Fernfprech - Anschlüsse: Mi btt Redaktion 112, vertag u. Expeditton 51 Bbiefie für Deoelchen;
Vv-etger Bietzen.
VMatzvi« von 2ln$cigen füi btt TageSnummer bsS vormittags 10 Uhr.
Erstes Blatt
138. Jahrgang
Montag LO. Januar 1908
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Die heutige Nummer umfaßt 10 Leiten.
LLimmungMl- aus dem Ueichstage.
Berlin, 18. Jan.
Die KnaPPschaftsrnterpellaLione».
Am dritten Tage erst ging heute die Verhandlung der Interpellationen über das Knappschastsmesen und die bekannten neueren Vorgänge im Ruhrrevier zu Ende. Die Gründlichkeit der Erörterung dieser Frage entsprecht allerdings der Bedeutung der aus dem Spiele stehenden Interessen. Auch der Rückgang der wirtschaftlichen Konjunktur hat seine gute Seite: er bewahrt das deutsche Wirtschaftsleben vor einem Riesenstreik der Bergarbeiterschaft an der Stuhr, der auch nach der polittschen Seite die verhängnisvollsten Folgen haben müßte. Man darf den Vertreter,! der beteiligten Arbetterorganisationen, d'e die Anfragen im Reichstage eingebracht haben, ohne weiteres glauben, ivenn sie einer nach dem anderen die Versicherung gaben, daß an einen Streik nicht gedacht werde und daß er int jetzigen Augenblick eine nicht zu verantwortende Dummheit wäre. Man wird den Führern der Bergacbeiter- jchaft auch die Anerlentrung nicht versagen dürfen, daß jie diesmal besser als vor drei Jahren verstanden h^ben, die Massen in der Hand zu behalten.
Es war natürlich, daß sich die Begründung der drei Interpellationen in der Hauptsache zu einer Kritik der. '.letzten preußischen Knappschastsnovelle ausgestaltete, und 2aß ihre parlamentarische Vorgeschichte und Entwicklung «ine scharfe Beleuchtung fand. Der Ausfall der letzten Lceichstagswahlen hat es mit sich gebracht, daß diese Kritik eine einseitige blieb, denn die sachverständigen Vertreter Les Grubenbesitzes, besonders die Herren Hilbck und Dr. Beumer, sitzen nicht mehr aus den nationatliberalen Bänken Les Reichstages. An ihrer Stelle führte Dr. Osann ßiir seine Fraktion das Wort und der Inhalt und noch mrehr der Ton seiner Rede ließen deutlich erkennen, daß bei den Nationalliberalen im Reichstage auch in wirt- schaftlichen Dingen der Einfluß des linken Flügels eine erhebliche Verstärkung erfahren hat. Die Behauptung, daß die nationalliberale Fraktion in der Frage der reichs- ^fetztichen Regelung des Bergrechts eine Schwenkung ge- rnacht hat, konnte der Parteiführer Vassermann am Schluß der Aussprache freilich als unberechtigt dartun.
Auch sonst hat sich der Standpunkt der Parteien nicht bWsentlich geändert, wenigstens nicht soweit, daß es bereits einen programmatischen Ausdruck gefunden hätte. Der Kertreter der Reichspartei beschränkte sich auf wenige ver- sivhnliche Worte und ließ nicht verkennen, wie sich seine Fraktion zur Frage des Reichs- oder Landesrechts stelle. Die Konservativen sprachen wie stets ihre Gegnerschaft gegen eine Aenderung der bisherigen Zuständigkeitsver- Lältnisse aus. Aber die Tatsache, daß sie sich nicht mehr auf eine kurz abweisende formale Erklärung beschränkten, rund ebenso die Haltung der Reichsregierung, die ihrer auf der historischen Entwicklung fußenden Auffassung von titec Nichtzuständigkeit des Reiches durch den Mund des Staatssekretärs v. Bethmann-Hollweg doch auch sachliche Gründe hinzufügte, gibt immerhin der begründeten Vermutung Raum, daß, nne auf anderen Gebieten der Gesetzgebung, auch hier das ständige Drängen einer starken Zeichstagsmehrheit die Gesetzgebung int Sinne der in tien Interpellationen bezeichneten Richtung in Fluß bringen wird. Besonders eingehend wurde diese Frage von den beiden freisinnigen Rednern Dr. M u g d a n und G o L h e i n behandelt, die zugleich auch für sich in Anspruch nehmen üvnnten, im Namen der durch einen Gewerkschaftsführer um Reichstage nicht verbratenen Hirsch-DunLerschen Richtung W sprechen. Einen getyissen Ersatz dafür boten die berg- niännischen Erfahrungen des Herrn Gothein, der früher Ols königlicher Bergrat in Oberschlesien Vertreter des fiskalischen Bergwerksbesitzes und zugleich der staatlichen Aufsichtsbehörde gewesen ist; und dem Sachverständnis Dr. Mugdans in den bei den Knappschaftsvereinen die i Hauptrolle spielenden Fragen der Kranken-, Unfall- und Invalidenversicherung bot sich auch hier ein Feld der Be- üitigung. Eine lebhafte Färbung gab der Debatte der Wettbewerb der Führer der sozialdemokratischen und der christlichen Organisation um die Gefolgschaft der Bergarbeiter; und aus der Vorgeschichte der zur Verhandlung stehenden Frage folgerte von selbst die Kritik des preußischen Lreiklassenwahlrechts auf der einen Seite, seine Vertei- t-igung von der anderen, wie ja überhaupt die politischen Lebatten der nächsten Zeit von diesem ceterum censeo b-cherrscht sein werden.
Stimmungsbild aus Sem Mich. Äbgesrdueieichause.
Berlin, 18. Jan.
Die EttteigttUttgsvorlage.
Kaum jemals ist int preußischen Unterhause eine Vorlage von . solcher Tragweite so schnell, so kampflos verabschiedet worden, Ivie die E n t e i g n n n g s v o r l a g e. Knappe zwei Stunden dauerte die dritte Lesung, und sie verlies so friedlich, als handle es sich um irgend ein gleichgültiges Dutzendgejetz und nicht um eine Vorlage, in der eine große Minderheit einen Änrch der Verfasiung erblickt! Zu einem Teile mag das Auto- mobiltcmpo der Erledigung des EnteignungSgesetzes dem Nm- sande ^umschreiben sein, daß die Polen, wie in der zweiten, so auch in der dritten Lesung aus die Teilnahme an der De- Ltr.te verzichteten. Aber es war wohl auch die allgemeine Ueber- ieitgung, daß das Gesetz ja doch eine sichere Mehrheit hätte,
was die Parteien bewog, es an den prinzipiellen Darlegungen der ersten Lesung genug sein zu lassen. Neues war ja auch kaum mehr zu sagen, und die Redner beschränkten sich auf mehr oder minder kurze Rekapitulationen der Gründe, die die Haltung ihrer Fraktionen bestimmten. Temperamentvoll und eindringlich begründete namentlich der Abg. Müller- Sagan von der Volkspartei noch einmal die Steltungnabme der Liberalen, und er legte besonderen Wert daraus, die deutsche Gesinnung der Linken zu betonen. Nur weil die Vorlage der Verfassung Eintrag tue, und weil sie den erhofften Ziveck nicht erreichen werde, lehnt der Freisinn den Entwurf ab. In dieselbe Kerbe wie Dr. Müller hieb auch der Redner der Vereinigung. Wolff- Lissa. Die Sprecher der dritten an der Debatte teilnehmenden Minderheitspartei, Graf Spee und .Herr Marx vom Zentrum, waren bei aller Schärfe ihrer Kritik an dem Entirurf, bei allen Vorhaltungen, die sie vornehmlich der Rechten machten, durchaus keine Berserker. Noch einen schüchternen Versuch machte das Zentrum, das Gesetz noch in zwölfter Stunde aufzuhalten: .Herr Marx zog aus der Anschauung, daß es sich btt der Vorlage um eine Aenderung der Verfassung handle, die ge- schästsordnungsmäßige Konsequenz, die zwttmalige Abstimmung zu beantragen. Ueber Verfassungsänderungen nuö bekanntlich zweimal, das zweite Mal 21 Ta^e nach der ersten Abstimmung, votiert werden. Aber auch dieser Versuch war kaum ernstgemeint: Die Ablehnung des Antrags war vorauszusehen, und sie erfolgte denn auch prompt. Die Abstimmung begann: Debattelos wurden auch die grundlegenden Paragraphen des Gesetzes genehmigt, und nur nebcnsäch- liche Punkte gaben noch ein paar Rednern Veranlassung zum Meinungsaustausch. Wer von der Verkündung des Abstimmungsergebnisses eine Beifallskundgebung der Mehrheit, eine Proteft- kundgebung der Minderheit erwartet hatte, sah sich getäuscht: Ein vereinzelter P s u i - R u s aus den Reihen der Polen, das war die einzige Aeußerung aus dem Hause, und sie wurde von Jordan v. Kröcher mit unwilligen Worten gerügt. Der Autor dieser zornigen Kritik, für den der Präsident einen Ordnungsruf in petto hatte, meldete sich nicht, und die Polenvorlage war endgültig von der Zweiten Kammer verabschiedet. In der ersten wird sie nicht scheitern. Scharentveise verließen die Volksvertreter den Saal, und nur wenige an der Landwirtschaft interessierte Abgeordnete hielten aus, um an der nun beginnenden zweiten Lesung des Etats teilzunehmen, die beim Ressort deS Herrn v. Arnim-Criewen einsetzte. Die Debatte drehte sich vornehmlich um das Koalitionsrecht der Landarbeiter, das die Regierung indes ebensowenig zu gewähren bereit ist, wie die Rechte, eine Haltung, die Abg. G h ß l i n g einer energischen Kritik unterzog. Der freisinnige Redner betonte ausdrücklich, daß auch der Liberalismus die Landwirtschaft für eine der festesten, Säulen des Staates halte, und daß er sie zu fördern bereit sei Nur die von der Re- giliung und der Rechten geforderten Maßnahmen könne er nicht gutheißen. Die Debatte verlief sich dann in Einzelheiten, die teilweise nur landwirtschaftlich-technisches Interesse hatten.
Detttfehes Reich.
Berlin, 19. Jan. Die „N. A. Z." schreibt: In der „Nationalztg." wird unter der ileberschrift „Ein neues Fiasko der preußischen Finanzverwaltung" ausgeführt, der angebliche Mißerfolg der Anleihe bestehe darin, daß nach der Erklärung des Finanzministers 300 Millionen fälliger Schatzanweisungen aus der Anleihe hätten gedeckt werden sollen und daß nicht einmal dieser augenblickliche Geldbedarf des preußischen Staates auch nur annähernd gedeckt worden wäre. Demgegenüber ist festzusteklen, daß der Finanzminister in der Rede am 8. Januar d. I. erklärt hat, e§ sollen ans den Mitteln der Anleihe zunächst die Schatzscheine eingelöst werden, die bei der Seehandlung beruhen, und daß er niemals den Betrag dieser Schatzscheine auf 300 Millionen angegeben hat. Der Ertrag der Anleihe hat tatsächlich die Summe der fälligen Schatzscheine nicht nur erreicht, sondern annähernd um das Doppelte überstiegen.
Die heute in Berlin abgehaltene Sitzung des Ge- mmt-Vorstandes der freisinnigen Vereinigung hatte der Liberalen Korrespondenz zufolge eine eingehende Besprechung über die Stellungnahme der Partei zu der vom Reichskanzler vertretenen Politik im Reichstage mit Rücksicht auf die schroffe Haltung des Fürsten Bülow im preußischen Abgeordnetenhause gegenüber dem freisitmigen Wahlrechtsantrage. Der Vorstand einigte sich über einen Beschluß, dessen Veröffentlichung aber verschoben wurde, bis die Fraktions-Gemeinschaft davon Kenntnis erhalten hat.
Kassel, 18. Jam In einer stark besuchten Versammlung des Wahlvereins der Liberalen wurde nach einem Vortrage von Redakteur Nuschke-Marburg einstim- mil folgende Resolution gefaßt: Die Versammlung des Wahlvereins der Liberalen erachtet die Erklärung des Fürsten Bülow zur preußischen Wahlrechtsfrage als eine schroffe Beleidigung der erdrückenden Mehrheit des preußischen Volkes. Sämtliche Parteien, die auf dem Boden des Reichstagswahlrechts stehen, werden ausgefordert, alle gesetzlichen Mittel für die Durchführung dieses Wahlrechts in Preußen anzuwenden, unbekümmert um den Bülowblock oder das Schicksal seines Urhebers, des Reichskanzlers.
Oldenburg, 18. Jan. Der Konflikt zwischen dem Großherzog und den Züchtern ist dadurch beigelegt, daß der Großherzog einwilligte, daß der Oberstallmeister v. Wettckstern sein Amt und das des Vorsitzenden der K'örungskommission beibehält.
München, 18. Jan. Die bayrische Kammer des Reichsrats ging in ihrer heutigen Sitzung über einen Antrag aiQ Entschädigung der Geschworenen und Schöffen zur Tagesordnung über mit der Begründung, daß diese Angelegenheit in nächster 3cV den Bundesrat beschäftigen werde.
G.otha, 19. Jan. Die Erzherzogin von Sachsen-
Coburg-Gotha wurde gestern abcd auf Schloß Frieden,-' stein von einer Prinzessin entbunden.
Karlsruhe, 19. Jam In der gestrigen Verhandlung des badischen Landtages wurden bei Beratung des Justizetats von )eiten der Regierung die Preßangriffe wegen des Falles Hau als unbegründet zurückgewiesem Der Fall habe die Oesfentlichkeit mehr beschäftigt als 5-au verdiene, der weder eine psychologische noch psychopathische Persönlichkeit sei, sondern aus Egoismus und Genußsucht zum Verbrechen kam.
Dresden, 19. Jan. Eine stark besuchte Versammlung des Liberalen Vereins für Dresden und Umgegend nahm gestern eine Resolution an, in der erklärt wird, das Verbleiben der Linksliberalen im Block sei mit der politischen Ehre der Liberalen unvereinbar. Es sei notwendig, eine großzügige Wahlrechtsbewegung mit entschiedenem Kampf gegen Bülow, die Konservativen und alle reaktionären Elemente einzuleitem
ALLKZKttH.
Rom, 20. Jan. Im Klub der Genueser Schiffs- Ingenieure referierte Ingenieur rwrenzo Dadda über seine Erfindung, die Eisenplatten der Panzerschiffe dura; einen Zementbelag zu ersetzen. Dadda, der den russisch-japanischen Krieg mitmachie, weift darauf hin, daß auch die Japaner Zement fü“ Erdkonsrruktionen gegen Granaten mit größtem Erfolg verwandten. Weder oas Volum noch das Gewicht der Schiffe toerbe darunter leiden. Dagegen würde der Preis sich weit billiger stellen, als bei Anwendung der Kruppschen Panzerplatten. Der Marineminister ordnete an, daß mit der Erfindung Daddas Versuche anzustellen seien.
C h r i ft i a n i a, 19. Jan. Das Slorthing hat gestern abend einstimmig den Jntegritätslrattat genehmigt.
Paris, 19. Jan. Der NewyorL Herald veröffentlicht folgendes Telegramm seines Petersburger Korrespondenten: Der Besuch des'Präsidenten Falliöres in Petersburg ist endgültig auf den Monat Juli festgesetzt.
— In Montelimar ist ein Teil der Polizeimannschaft gestern in den Ausftand getreten. Der Polizei- oienft wird oorläufig von Gendarmen versehen. Die Ursache dieses Ausstandes ist nicht betännt.
Petersburg, 19. Jan. Tie Meldung einiger Blätter von dem bevorstehenden Rücktritt des russischen Botschafters in Berlin, Grafen von der Osten-Sacken, ist vollkommen grundlos.
— Da man revolutionäre Anschlägebefürch- tet, wurde die diesjährige Feier der Wasserweihe vor dem Winter-Palais, welcher bekanntlich die ganze Zaren- Familie beiwohnt, abgesagt. Die Feier soll auf einem Leiche des Schloß partes von Zarskoje Selo abgehalten werden.
— Die „Nowoje Wremja" versichert, daß die amerikanische L^egierung den russischen Kommandanten D i a ch k o lv ermächtigt hat, als amtlicher Vertreter der russischen Marino an Bord der amerikanischen Flotte, die nach dem Stillen LXeon unterwegs ist, die Fahrt mitzumachen. Es heißt, Diachkow habe das amerikanische Geschwader bereits bi§ Rio de Janeiro begleitet.
ALLS V<LS0S ÜLSSS
Gießen, 30. Jan. 1908.
Invalidenversicherung.
Die Nachweisung der Rechnungsergebnisse der Jn- valideuversichLrungsanstalten für 1906 enthätt u. a. die Mitteilung, daß in diesem Jahre in 153 224 Fällen die Hälfte der geleisteten Beiträge an weibliche Versicherte, die sich verheiratet haben, zurückerstattet worden ist. Angesichts dieser Tatsache dürfte es wohl von besonderem Wert sein, die weiblichen Versicherten, die sich verheiraten wollen, darauf hinzuweisen, daß ihnen durch die Rückerstattung der Hülste der Bettrüge ungeheure Vorteile verloren gehen, die sie sich nur sichern können, wenn sie bei der Verheiratung auf die Rückerstattung verzichten und fieiwillig weiterkleben.
Wenn auch die Rückerstattung der Hälfte der gezahlten Beitrüge besonders den Minderbemittelten bei der Verheiratung sehr zu statten kommt, so darf man nicht verfehlen, sich darüber klar zu werden, welche Vorteile de/ jungen J-rau durch die Rückerstattung verloren gehen, denn es erlöschen mit der letzteren sämtliche Ansprüche. Besonders in Arbeiter- und Handwerkerkreisen ist es durchweg der Fall, daß die Frau einige Jahre nach der Verheiratung entweder durch allzu anstrengende Arbeit oder durch die Sorge um die mehr oder minder groß/ Familie oder durch schlechte Ernährung krank oder erwerbsunfähig wird; wie schön ist eS in einem solchen Falle, die Wohltaten der Invalidenversicherung, sei es durch Bezug einer Rente oder durch Behandlung in einer Heilanstalt ober dergleichen zu genießen. Diese herrlichen Vorteile kann sich die junge Frau aher nur sichern, wenn sie freiwillig wetterklebt. Die Aufwendungen für die Weiterversicherung sind im Verhältnis zu den Vorteilen äußerst gering; es ist, vorausgesetzt, daß die vorgeschriebene Wartezeit zurückgelegt ist, nur notwendig, daß innerhalb zweier Jahre nach dem auf der Quittungskarte ersichtlichen Ausstellungstage 20 Wochenbeiträge der niedrigsten Klasse geklebt werden, das ergibt eine Beitragsleistung von 10x14 Pfg. --- 1.40 Mr. pro Jahr. Verzichtet also die junge Frau beim Eintritt in die Ehe auf die


