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Arrs Stadt und Land.
Gießen, 18. Febr. 1908.
Tageskalender für
ten|tag, 18. Fcbr.
Stadt-
Straßburg, 17. Febr.
Professor Dr. Ehr
Warnen nennen. (Beifall.) Dann darf er sich nicht 1)611:01 teilt in der „Straßburger Post" den französischen i* herumbewegen sagen, er habe niemanden Person- ^ext seiner Erklärung Mit, den er dem Bischof von StraK- ur?p£te-to0Sn*rr lAbg. Singer ruft: Wir wenden uns bürg in loyaler Beantwortung seiner Fraaen überaeben Kt JeP„ * Di°serist inhaltlich bereit® Ennt*ÄÄ
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das Versprechen gegeben habe, ohne vorheriges Einver-- nehmen mit den bischöflichen Behörden nichts mehr zu veröffentlichen, erklärt Professor Ehrhardt für unwahr. Damit falle auch die Behauptung in sich zusammen, daß er ein gegebenes Versprechen gebrochen habe.
Die «Lietzener ZamtltenblStter" werden dem „ftngetfler* viermal wöchentlich beigelegt, das «Sntiöiati für Oen Ktets Lietzen" zweimal «SchenUich. Die „Landwirtschaftlichen Seif- -ra-etr" erscheinen monatlich zweimal.
eater: Husaren sie der. Anfang 8 Uhr. *
** D t e G e s e tz g ebn n g Saus sch üsse der beiden Kammern werden am nächiten Samstag nachmittag gemein* schafAich über die Wahlrechtsvorlage beraten.
*" Der pädagogische Verein der Lehrerinnen >n Hessen und die Ortsgruppe Darmstadt des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins hatten am Samstag zu einer all- gemeinen Beratung in Fragen der Frauenbildung und der Reform der höheren Mädchenschule in Hessen nach Darm- Iladt eingeladen. Der Versammlung wurden zunächst zwei Eingaben an die Regierung vorgelegt, in denen um Eröffnung der Landesuniversität und der Technischen Hochschule zu Darmstadt für die Frauen gebeten wird, sowie um Beseitigung der noch für viele Anstalten bc» stehenden Hindernisse bei Zulassung der Mädchen zum Unterricht der höheren Knabenschulen. Die gemeinsame Erziehung wurde keineswegs als das anzustcebende Ideal, wohl aber als das einzige vorläufige Hilfsmittel zur Erlangung der Reifeprüfung für Mädchen gemanscht und angesehen. Fräulein Marie Müller-Darmstadt gab sodann ein Referat über die Reform der höheren Mädchenschule. Die Rednerin verstand es, dieses noch so verworrene Gebiet zu einem klaren Bilde zusammenzufassen; eö wurden dabei alle bis jetzt ge- machten Vorschläge bedeutender Frauen und Männer besprochen. In der Diskussion wurde festgestellt, daß man sich in Hessen nicht an die für Preußen gemachten Reform- Vorschläge zu binden braucht. In der Forderung eines vermehrten und vertieften Unterrichts in Naturwissenschaften und Mathematik herrschte Uebereinstimmung, auch wurde die Notwendigkeit eines drei- bis vierjährigen Ausbaues, der zu den verschiedenen Zielen für die Mädchenbildung führen soll, anerkannt. Die Frage der näheren Gestaltung des Oberbaues soll in späteren Zusammenkünften eingehend behandelt werden.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- strahe 7. Expedition und Verlag: 6L
Redaktion: ^^112. Tel.-Ad ru AnzeigerGreßen.
** Vom Gcoßh. Hof. II. K'K. HH. der Herzog und die Großherzogin, sowie I. Prinzessin Dorothea zu Solrns-Lich begaben sich am Sonntag mit Gefolge im Auto nach Frankfurt a. M. und nahmen n. d. Darmst. Ztg. das Mittagessen bei Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen ein. Um 3 Uhr besuchten die Herrschaften das Reiterfest im Hippodrom und kehrten um 7 Uhr 50 Min. nach Darmstadt zurück.
1 ** In Audienz empfangen wurden am Samstag von S. K. H. dem Gr o ß h e r z o g u. a. Landgerichtsdirektor! Bücking von Gießen, Geh. Medizinalrat Dr. Wecker- ling von Friedberg und Prof. Dr. Schott von Bad- Nauheim. ,
Die bayerischen Bischöfe beabsichtigen, gegen die Sympathiekundgebung der Ortsgruppe München der deutschen Hochschullehrer für Professor Schnitzer eine Gcgenkundgebung zu richten, zu der sämtliche Professoren der katholischen Fakultäten in Bayern aufgefordert werden sollen. Die von verschiedenen Seiten bezweifelte Vkitteilung, daß Dr. Schnitzer nicht freiwillig in Urlaub gegangen ist, wird nun auch von Zentrumsblättern der Provinz bestätigt.
— Der „Augsb. Abendztg." wird aus Berlin gemeldet: Der Verein deutscher Studenten und der Cöfener S. C.-Ver- band bereiten geschlossene Sympathiekundgebungen der deutschen Hochschüler (mit Ausnahme der konfessionellen Verbindungen) für Prof. Dr. Schnitzer vor. Auch der allgemeine Deputiertenkonvent der Burschenschaftler (A. D. C.) beabsichtigt eine Kundgebung der Burschenschaften für die un Fäll Schnitzer bedrohte Freiheit der Forschung.
(®» W) Hier geht das Gerücht JrtÄÄSI
** Steuerpersonalien. S. K. H. der Groß- Herzog haben den Steuerkommissär des Steuerkommissariats Friedberg Otto Müller zu Friedberg in gleicher Diensteigenschaft in das Steuerlommtssariat Mainz I ver- cht, sowie den Regierungsassessor Aug. Berg aus Klein-. Winternheim und den Rendanten bei dem Salzsteueramt Wimpfen Johs. Fernges zu Wimpfen zu Steuerkontrolleuren ernannt. Erledigt sind: die Steuerkommissärstelle des Steuerkommissariats Friedberg und die Stelle des Steueramtsrendanten bei dem Steueramt Wimpfen.
** Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Otto Zipp aus Sulzbach (Preußen) die zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Grüningen.
-0$ habe die Ausführungen des Abg. Singer über angebliche! 7 t tle u n g d es Briefgeheimnisses als l c i ch t - lcrtigc Verdächtigungen bezeichnet. Durch die Erklä- ™.n9 des Abg. Eichhorn ist meine Ansicht nicht geändert worden, s 7!" Tasiachen cmzuführen, hat er sich nur in Allgemeinheiten
. ®r hat sich auf frühere Fälle berufen, die aber auch in oa-, Gebiet der leichtfertigen Verdächtigungen fallen. Der Staats- icrcctar verweist auf die Verhandlungen im Jahre 1904, als der 4°^Ln ■I1^otrati^e Haase ähnliche Beschuldigungen erhob, aber trotz wiederholter Aufforderung der Verwaltung den Beweis dafür schuldig blieb. Es ist die s ch w e r st e Beleidigung für die m bCan<ro toenit gesagt wird, daß sie das Briefgeheimnis ver- ~ x mcim iemcmb eine solche Verdächtigung erhebt, dann muß
ungevechte Verteilung der Lasten i mutieren, und sprach die Hoffnung aus, daß die Verwaltung einer Ermäßigung der Portosätze nicht dauernd ablehnend gegenüberstehen werde. Tie Einführung von Em-Kilo-Postpakcten würde nur den großkapitalistischen Unternehmern zu Gute Eommen.
DorLeycyev Acichstag.
Sitzung vom 17. Februar 1908.
' . ---r Abg. Wicdcvcrg (Zentr.)'
befürwortet den Neunstundentag für Telegraphenarbeiker, höhere' Entlohnung der gelernten Arbeiter, besiere Bezahlung der Sonntagsarbeit und wünscht eine Denkschrift über die Erfahrungen mit den A r b e i t e r a u s s ch ü s s e n. Er spricht gegen die deutsche Einheitsmarle, da die Bayern ein Recht auf ihre Marke hätten, und rechtfertigt die Haltung des Zentrums im Falle Sch eile n b e r g gegenüber dem ihm zum Vergleich entgegengehaltenen Falle Gran dinge r. Grandinger ist ein Geistlicher, mit dessen Pflichten die Unterstützung von Bestrebungen unvereinbar ist, die auf Verdrängung der Kirche aus der Schule hinauslaufen. Würde ich es mir als Gewerkschaftsvorstand gefallen lassen, wenn einer meiner Gewerkschaftsbeamten gegen einen Mehrheitsbeschluß arbeiten wollte? Schellenberg aber ist kein Beamter. Und im übrigen haben die Konservativen im zweiten Berliner Reichstagswahlkreise 1882 beschlossen, durch ihre Stimmabgabe Virchow zugunsten des Sozialdemokraten zu verdrängen. Was hat tenn Lchellenberg anderes getan? ' r" "v
Abg. Eichhorn (Soz.y
macht einige entschuldigende Bemerkungen in Sachen der von Singer behaupteten Verletzung des Briefgeheimnisses. Einen allgemeinen Vorwurf habe Singer nicht erheben und die Beamten nicht beleidigen wollen. Aber früher seien doch Fälle dorgekommen, z. B. im Kulturkampf gegen Le- dochowski und Schorlemer-Alst. Abg. Eichhorn spricht zum Fall Schellenberg und erklärt die Bemerkung des Staatssekretärs, er könne, nicht jedem Beamten sagen, daß Dr. Schellenberg kein Sozialdemokrat, daß also kein Makel an ihm sei, für eine Unverschämtheit. (Unruhe. Der Redner erhält einen Ordnungsruf.) Hüten Sie sich, Ihre terroristische Po- lirik weiter zu treiben; der Spieß könnte einmal umgedreht werden. Wenn wir einmal an der Macht sind, konnten wir einmal mit der Hungerveitschc gegen Andersdenkende kommen. Bei so rückständigen Auffassungen, wie sie der Staatssekretär hier vertritt, kann man sich nicht wundern, wenn die postalischen Einrichtungen nicht auf der Höhe sind. Abg. Eichhorn wendet sich gegen das akademische Studium. Dieses bedeutet eine Zurücksetzung der jetzigen höheren Beamten, und soll für die Söhne der Bourgeoisie nur neue hoch dotierte und angesehene Stellen mit akademischer Bildung schaffen. In der Besoldungsfrage sind wir viel früher aufgestanden als Sie. Schon lange vor der Zeit, wo die bürgerlichen Parteien die Wichtigkeit der Beamten-' stimmen bei den Vlockwahlen erkannten, ist die Sozialdemo- lratic dafür eingetreten. Sie schreiben nur unsere Forderungen ab. (Dr. Wagner (kons.) ruft: Wie überall!) Jawohl, und verwässern sie. Eichhorn spricht dann über die Verhältnisse der unteren Beamten. Soviel Sachverständnis, Herr Staatssekretär, wie damals der Po st general von seinem Husarenregiment und ans seinen Skatabenden mitgebracht hat, haben wir Abgeord- nete immer noch. Durch die Einführung der gehobenen Stellen wird nur eine Günstlingswirtschaft herbeigeführt und das Strebertum begünstigt. Der Staatssekretär bat angedroht, daß er zwar selten, aber strenge strafen werde. Gegen solche diktatorischen paschamäßige n Redewendungen müssen wir uns verwahren. Er kann mit seiner Verwaltung nicht renommieren, denn er treibt den Beamten und Arbeitern gegenüber eine Ansbcu -i tungspolit i k. Sie werden durch die schlechte Bezahlung d e m| Verbrechen in d i e Arme getrieben. Ein elend bezahlter! Postbeamter hatte Briefe geöffnet, weil er hoffte, Geld darin zu finden. Tas Gericht billigte ihm mildernde Umstände zu und erklärte, die schlechte Bezahlung habe ihn indirekt zu dem Verbrechen angr-!ft. (lebhaftes Hört, hört!) An diesem Verbrechen ist also mc Postverwaltung mit schuldig. Wir bedauern die Mißstände in wt Pojtverwaltung, wir bedauern auch die Aeußerungen des S.aatssekretärs, die von Kurzsichtigkeit und Partei- gehässjgkeit zeugen. (Unruhe. Der Redner erhält einen, zweiten Ordnungsruf.)
Staatssekretär Kraetke:
. , Wien, 17. Febr. An der hiesigen theologischen Fakultät streiken die Hörer des Profes- sor Cornmer, weil dieser in einer Vorlesung über Dogma nc einen Ausfall gegen Professor Schnitzer-München machte. Commer sprach über Modernismus und sagte, Schnitzer sei ein Deutscher, also ein Barbar. Daraufhin verließen die Hörer den Saal und kamen nicht mehr zurück. Der akademische Senat legte sich ins Mittel, Commer seine Aeußerung widerrufen
Paris, 17. Febr. Prinz Adalbert von Preußen ift heute abend über Paris nach Vigo abgereist, um seinen Dienst an Bord des dort ankernden Kriegsschiffes „Tan- grg" Mieder aufzunehmen. Er hatte seinen Dienst infolge erner Erkrankung kürzlich unterbrechen müssen. Der deutsche Botschafter hatte sich mit den Herren der Botschaft zur Verabschiedung auf dem Bahnsteige eingefunden.
o, *o°Lan?wirtlcha.ftlicher Vortrags kurs. Vom 25.-28 Februar veranstaltet die Landwirtschaftskammer zu Darmstadt einen Vortrags lurs für Landwirte. Tas Bemüben der Landwirtschastskammer, die hessischen Landwirte durch den mit den neuesten Erfahrungen auf dem Gebiete ter £anbmirt|d)aft bekannt zu machen, war erfolgreich. Tie Ero snung furdet am Dienstag den 25. Februar, vormittags 10 Uhr, statt. Anschließend daran wird Geh. fcofrat Professor Dr- Wagner . Über die Stickswffdüngung bet en
Aunterer Berücksichtigung der neuen, aus dem Stickstoff mL Luft gewonnenen Düngemittel referieren.
W? viertelstündiger Pause wird Professor Dr. Gisevins- Ä Lu N Uhr 40 Min. bix 1 Uhr über das Aubauver-
Lehmann-Wiesbaden (Sozd.) verurteilt das Auftreten des Staatssekretärs um Falle Schellenberg auf das schärfste. Auch wenn es sich um einen Beamten hantelte, hätte ter Staatssekretär dieses Verfahren nicht einschlageu dürfen
Sodann wird der Titel „Gehalt des Staatssekretärs" gegen die Stimmen ter Sozialdemokraten bewilligt.
Tie Abstimmung über sämtliche Resolutionen wird auf Vor- Mlag tes Präsidenten bis zur dritten Lesung zurückgesteklt. Erne Reihe Titel wird angenommen.
Bei ten Ausgaben für die Betriebsverwaltung stellte
Erzberger (Ztr.) fest, daß seitens ter Poswerwaltung auf die AussulTrungeu Hammachers nicht eingegangen worden sei Utr. der Audienz ter PostLirektorcn könne der Vonvurs ter Illoyalität, weil fic gleichzeitig ten Abgeordneten ihr Material zugaugig machten, nicht aufrecht erhalten werten. Anstelle des akateimschen Studiums sollte man ten Besuch von Postschulen, die auszubauen seien, vvrseheir.
. Staatssekretär Krätke erklärte, von einem Mißtrauen wegen tes Resultates ter Audienz sei keine Rede. Er habe die Bost- terektoren stets als tüchtige Leute gelobt mid das Ergebuch ter Audienz sei ohne Ernwirlüng auf il-rc Schätzung gewesen. Er halte ihr Vorgehen auch jetzt noch als falsch. Was die neue Warnerc antetxefre, • fo fei die Aeuterung die Folge ter größeren Ansprüche, die an die Beamten gestellt werden müssen. Es handle sich mcht allein um die Telegraphie, sondern auch um die Ausgabe ter sozialen Gesetzgebung, bei denen die Post mitzu- wivien habe. Es handle sich durchaus nicht um einen Assesoris- Nchs. Die Beamten wuwen ün praktischen Dienst beschäftigt und Lmren bann m das Studium. Tie Befürck-lung, daß eine Bc- sck-rankung für weniger Bemittelte eintrete, sei nicht zutreffend.
Gröber (Ztr.) glaubt, tem Plane des akademischen Studiums nicht entgegenzutreten zu sollen, zumal iLxujDenb des Studiums die Gehälter loeitcrgingen.
die Weiterberatung auf morgen 1 Uhr vertagt. Schluß 63/4 Uhr.
Deutsches Reich.
Berlin, 17. Febr. Reichskanzler Fürst Bülow ist von feiner Jnfluenzaerkrankung wieder hergestellt und hat die Geschäfte in vollem Umfange wieder aufgenommen.
Posten, 17. Febr. Der Theologieprofessor Prälat Chatkowski in Krakau gibt demnächst die M e m o ir en des Erzbischofs Stablewski heraus, die sich besonders auf politische Vorgänge beziehen.
München, 17. Febr. Die liberale Fraktion des bayerischen Landtages hat an den Erz- brschof von Bamberg wegen feines Schreibens an den Pfarrer Grandinger, worin dessen Beteiligung an der liberalen Fraktionspolitik und in Sonderheit der Schulpolitik als schweres Aergernis bezeichnet wird, eine förmliche Verwahrung gerichtet.
und MrAvT «? s. c ’ir ,aöe“' cs waren Vriestrager angehalten selbst^war« ich ja auch ein Spitzel, denn ich fraqt ft” cincn Vrieftrager angehalten und ihn ge-
AndersdenkcÄ16, foE[en unduldsam sein gegen stammt bm einem Führer Ihrer Partei
wrNch s pariert, der fliegt! 2Benn ein rich-
hält st ^^Erkung über die schlechte Bezahlung ent-
nicht betiS;*^ emJf^r. le'chtes Urteil und würde die Tatsachen "ähren jungen Leute haben keine Familie zu er-
ftützt We?ten ^^ -N Not, dann tmssen sie, daß sie von uns unter- miterb^ bm stolz darauf, daß die große Zahl von Post-
amten sich zu solchen Akten nicht verleiten läßt. i
• ibe (W-) .führte aus, ter Abgeordnete Singer
• itifcf) ^altemokratffche Korrespondenz systv-
anjS lDcrbe- (Zuruf Singers: Jawohl!) Tann müsse ■'ne mü?!nen' Das )et feine Denunziatwn, sondern fot und Schuldigkeit.. Sozialdemokraten dürf-
Nmafraten Hosttetmeb deschatttgt werten. (Zuruf von ten Sozial- wftrt o nn ^rußten Sie uns alle hrnauswerfen!) Gamp i-llte «heleider nicht. (Sck-allente Heiterkeit.) Man
übe die Kolonien zur Verfügung stellen, wo sis
versuck-en konnten.
^schnitten das Petttiousrecht der Beamten solle nicht
Beamten dürften aber nicht vergessen, u rt" ?cn Vorgesetzten gegenüter haben.
^rebrs ^ut für baldige Einfügung tes Postscheck-
rmischen eme Veröesserung der Postverbindungen
WPafeteJ an*” ^lidteutschland bezüglich tes Versandtes der biv Auflös?,^ ^§8.) erklärte die Bestimmung über
cre sollten ^deiteraussckMsse als bedenklich und zu scharf, leiteten aufgelöst werten, wenn sie ihre Befugnisse
G lla n.^Ueberstunten, außer denen von 10 Uhr abends bis i^ten Jr°E?1631 kr cinem Zuschlag von 20% entgolten R-'ttt' ..^^plwndicnst am Sonntag nachmittag sei 'zum :oa'iZ__i der Schalterdienst <mu Sonntag
v “.£) e Gegenden Deutschlands entbehrlich
lar ßer um Berücksichtigung ter Petttio-1
ULtaramvarter uns Anrechnung chrer Militärd^nstzeit. |
— In Tours griff gestern ein Anarchist ohne jede Veranlassung einen gutgekleideten Passanten tätlich an und versetzte ihm einen lebensgefährlichen Messerstich, indem er den Ruf ausstteß: „Es lebe die Anarchie!" Der Mörder wurde sofort verhaftet und erklärte beim Verhör, er sei Anarchrst und habe einzig und allein den Angriff ver- ubt, wett der betceffenbe Passant vornehm gekleidet ge- . ........ — x wyx «v« ua9 emvauuer-
iuefen sei. Er versuchte mehrfach Selbstmord zu verüben. ^u??^üchte und die Fruchtfolge vor tragen. Nacl>i
^blleordneten Kopsch ! von einem Attentate auf den K öNig von Spanien. A«611 F-rnspreck-gebuhren nne > Nähere Meldungen liegen nicht vor.
Barcelona, 17. Febr. Infolge der Explosion von zwei Bomben wurden hier heute mehrere Personen verletzt und getötet. — Nach einer weiteren Meldung wurden durch die Explosion der ersten Bombe eine Frau und ein kleines Mädchen getötet, während durch die zweite Explosion eine Frau ihr Leben einbüßte.
Petersburg, 18. Febr. Die Petersburger Draht- meldung eines auswärtigen Blattes, wonach leitende Kreise sich zur Frage eines eventuellen Krieges keineswegs ablehnend verhalten und sogar den Krieg als Ausweg aus der schwierigen inneren Lage betrachten, ist vollständig unbegründet
— In hiesigen diplomatischen Kreisen zirkuliert das Gerücht, bemnäajft werde ein Dokument publiziert werden, wonach unter den Mächten eine neue Gruppierung wegen der Fragen im nahen Osten stattfindet. Danach wollen R u ß l a n d u n d E n g l a n d gemeinsam verhandeln, unterstützt von Frankreich. Ter Zweck der neuen Gruppie- mng soll die Isolierung Deutschlands und Oester- reich-Ungams auf dem Sktlfan fein.
London, 18. Febr. Centrat-News meldet aus Odessa: Ein kürzlich aus Bawrn eingetroffener Stabsoffizier teilte mit, daß mit der vorläufigen Mobilmachung eines Teiles der Kaukasus-Armee in aller Stille bereits vor etwa 14 Tagen begonnen worden fei. Die Heeresstraße von Batum zur lürkischen Grenze sei gesperrt und nur den Reisenden offen, deren Paß einen besonderen Vermerk des Kommandanten von Batum trägt.
Nr.4L Zweites Blatt 158. Jahrgang Dienstag 18. Februar 1908
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