Ausgabe 
18.1.1908 Viertes Blatt
 
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mb bic Beleuchtung

Billige Woche in Kleiderstoffen,

Von Sonntag ab:

Weisswaren, Leinen, Baumwollwaren, Damenkonfektion

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J. Pfeffer am Marktplatz.

Mein

Ausverkav

bringt in allen

Abteilungen Grosse Preisermässigtmgen

1907

1906

15 000 Tonnen.

ch'Mtz, S'clc-

Weiter haben bic Bittsteller keinen Gefallen

18 931

16 836

6 794

daraufhin wurde i Äeamic, Lehrer instimmig gcneh' diiscken Standen rb baldigst er-

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18 820

7 352

eines einmaligen scher Seite wurde c sich aus die Ge- lädlischen Arbeiter erweisen. Stadtv. : i ein, die Wstiim » nen und den Ar- . !gc zu gewahren. m(en fallen und v es Antrags, die auf die Gehälter

2 895

1984

558

1906 hervorgetretenL

Hnherfifäts^a^ridtteit*

In Königsberg wird mit dem Neubau einer Uni- o ? rs i t ä 1 s - I rr cn k l i n i k demnächst begonnen. Sie soll RO Betten erhalten und ca. 1 Mill. Mk, foften.

Der Tabakfabrikant Mills in B r i st o l versprach 100 000 3|tr. zur Dotierung einer neu zu begründenden engl. Ihn i v e r s i1 ä t unter der Bedingung, daß der Freibrief binnen jnci Jahren ausgewirkt werde.

Die neue Technische Hochschule i n B r e s l a u sooll im Herbst 1909 eröffnet werden. Damit die innere Einrichtung dnr größeren Institute fachgemäß ausgeiührt und rechtzeitig ierlig- g«stellt >vird, ist es notwendig, daß die künftigen Leiter derselben hier­bei nütivirken und zii dem Zwecke sckwn gum 1. Januar 1909 berufen werden. In Betracht fommcit acht Prozessoren, und zwar die Ber- tnrter der anorgamscheli (£!)emie, der orgainscheii Chemie, der xttysikallschen Cheiilie, der lechnischcn Chemie, der Eisenhüttenkunde, ine sonstigen Mclallhntlenkuiide, der Elektrotechnik, sowie der Leiter biS Maschinenlaboratoriums.

Aufträge zur Besetzung von Stellen . . . Beiverber.....

GögrgejanKL»

(F-ür Forin und Inhalt aller umet dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Entgegnung auf die Steinbacher Eingabe an hohe Behörde über Berlegung des Bahnhofs Garbenteich^

Tic Bittsteller machen etliche Schwierigkeiten in dem Ge­such vom 9. Januar, das int Gießener Anzeiger abgedruckt wurde, um Garbenteich den geplanten Bahnhof zunichte zu machen. Sie führten. an, es müsse ein Weg chausstert iverben,; der 40 000 Mk. koste und es müßte ein Wegstück gelaust wer­den, das bei der Bereinigung von Garbenteich kassiert wurde. Der Bürgermeister gab m der Kommission seine Einwilligung, daß das Stück in der Richtung von Sreiirbach nach Grüningenk

Vermischtes.

* Die Chicagoer Großschlächtereien haben ein natürliches Interesse daran, den Eindruck der bekannten gräß­lichen Sinclairschen Enthüllungen nach Möglichkeit aufzuhebcn. So wird jetzt berichtet: Dr. Adolf Jacobsen, der Chef für die Nahrungsmittelkontrolle in Christiania, hat die Großschlächtercien in Chicago, gegen die Sinclair in seinem BuchTer Sumps" die furchtbaren Anklagen erhoben hatte, besucht und untersucht und fällt nun folgendes Urteil:Der Stock-Jar (Vichhof) mit seinen Einfriedigungen dürfte in sanitärer Beziehung besser sein, gab aber seinerzeit keine berechtigte Veranlassung zur Klage. Die Schlächtereilokale waren in den meisten Fällen wenig modern oder zeitgemäß eingerichtet, durchschnittlich war bic Sauber­keit jeboch gut. An der Behandlung des Fleisches während des Schlachtens war nichts auszusetzen. Tic Konti/rollc des Fleisches, besorrders des Schweinefleisches, war gut. An der Kleidung usw. des Personals war nichts zu bemängeln. In allen Abteilungen waren Wasserklosetts, Waschräumc usw. vor­handen. Die Mhlhallen und bic Räume, wo das Fleisch gepackt wurde, waren alle sauber und gut ventiliert, wenn sic auch, was die meisten betrifft, alt und unmodern waren."

Kleine Tageschronik.

Im Schillergarten zu Jena soll demnächst eine Sternwarte errichtet werden. Gegen diesen Plan, der Jenas liebste Erinnerungen an die klassische Seit zerstören wurde, iulTD dort lebhaft protestiert.

In Berlin hat sich ans Furcht vor der Fürsorgeerziehung der 14 Jahre alte G e in e i n d e s ch ü l e r Erich Adermann vergiftet und erhängt. Der Junge Halle einen unaus­löschlichen Hang zum Umherti eiben. Am 14. d. Alts, spät abends griff ihn ein Schutzmann am Zirkus Busch aus. Tie Ellern holten ihn wieder ab. Dabei stellten sie ihm in Aussicht, daß sie ihn m Fürsorgeerziehung bringen würden, wenn er sich nicht bessere. Eine 'Abwesenheit seiner Eltern beiiutzle der Junge, um Lysol zu trinken und sich am Betlpsoslen zu erhängen. Als seine Muller znruck- kehrte, ivar er tot. M , .

Bei einer Treibjagd in WalmerSdorf (Prov. Brandenburg) entlud sich durch Versehen das Gewehr des Bauern Klookc^ Die Ladung drang dem neben ihm sichenden 16jährigen Treiber Fischer ui die Seile und zerriß die Lunge. Ter Verletzte starb nach einer Slunde. Klooke richtete auS Verzweiflung die Waste gegen sich selbst und erschoß sich. ,

In D r e s d e n erschoß der 30sahrige Blcrausgeber «zelix Ho'mann seine beiden Kinder, em vieijährlges Mädchen und einen eiiijährigen Knaben, und richtete dann die Waste gegen sich selbst. Tie Mutter der Kinder betrat wenige Augenblicke später öie Wohnung. Sie kann sich das Motiv der Tal nicht ertlaren.

Slellen-Besetzunqen

Die bereits auf Grund der Ergebnisse von

Erscheinung, daß die Zahl der Aufträge größer war als bic der Bewerber ist in iwrf) verstärktem Maße auch im abgelaufenen Jahre zu beobachten gewesen. Von dem Nachlassen der Hoch­konjunktur ist der kaufmännische Arbcitsmarkt anscheinend noch nicht beeinflußt morden. Tie vorstehenden, für die kaufmännischen Angestellten außergewöhnlich günstigen Zahlen erfahren eine be­sondere Bedeutung durch die Tatsache, daß beim 58 er Verein noch Mitte 1905 etwa 4000 angemeldeten Bewerbern nur etwas über ' 1000 schwebende Auftrage gegenüber standen. Im letzten Jahre gingen dem 58 er Verein täglich über 70 neue Auftrage zu: die Zahl der an jedem Arbeitstage besetzten Stellen belief sich auf rund 25. Ter Verein, der in diesem Jahre sein 50 jädr. Bestehen feiern wird, hat am 30. Dezember v. Js. bic 128 000, Stelle seit seiner Gründung vermittelt.

Otavt -- Minen und Eisenbahn-Gesellschaft. Aus dem Berichle der Direktion über das Geschäftsjahr 1906/07 dürfte einiges von allgemeinem Jntercsie fein: Tas abgelanfene Geschäftsjahr, heißt es in dem Bericht, ist für die Entwicklung unseres Unternehmens insofern von beionberer Bedeutung gewesen, als es uns während desselbeii gelungen ist, den Bau der Olavi- Bahn zu vollenden und diese in ihrem vollen Umfange in Betrieb äh nehmen. Wahrend des laufenden Geschäftsjahres hat sich der Verkehr der Bahn bereits erheblich gehoben. Für die Zeit vom 16. Tezember 1906 bis 31. März 1907 betrug die Gesamtemnahme aus dem Eisenbahnbetrieb 479 672 Mk., die Gesamtausgabe 450 812 Mk. Von ben Bergbauarbeiten wird ausführlich berichtet und es geht daraus hervor, daß die Arbeiten kräftig gefördert werden und der Abbau selbst nachhaltig betrieben worden ist. Die Aisischlleßungsarbeiten nach der Tiefe haben erwiesen, daß das Erz des Oslfeldes wesentlich reicher ist, als bisher angenommen wurde. Die Gesamtförderuiig an Erzen betrug bis Ende November 1907

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ausfallen könnte. ------- - - .

am Güterverkehr, denn sie haben geschrieben, es wäre icm- Bedarf für Steinbach für eine Waggonladung, es wäre dorten zu geringfügig. Orientiert haben sich die Bittsteller bei den Nachbarorten Watzenborir-Steinberg, Grüningen und Tors-Güll schlecht Diese sind anderer Meinung wie die Bittsteller, sie bedürfen Waggonladungen. Daß die Straße nach dem kleinen Grüningen von Garbeuteich so schwierig zu bauen sei, meint der Kreis nicht, beim er Hai schon von Garbenteich die zwei Drittel der Strecke in Grenzsteine liegen. Daß bei Ver­legung des Bahnhofs die Einwohner Garbenteichs auf Geld rechnen für ihre Liegenschaften ist ausgeschlossen, das Land ist m Garbenteich wertvoll und bestens kultiviert. Daß cm Gesckäfts- mann am Bahnhofs-Bau auf Arbeit reflektiere ist auSge- I schlossen, das Stück Arbeit weisen di echtes ig en G cs ch ä f lZ l c utc zurück.

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Lieferung dieser Lokomotiven soll tftrrtt 1. April bis 31. Oky tob er ds. Js. erfolgen.

Der kaufmännische Arbcitsmarkt im ^ahre 190 7. Zur Beurteilung der Lage des kaufmännischen Arbeits- Marktes im abgelausenen Jahre sind die soeben veröffentlichten: Ergebnisse der Stellenvermittelung des Vereins für Handlungs-- Kommis von 1858 (Kaufmännischer Verein» in Hamburg, die bedeutendste kausmännischc Stellenvermittelung der Welt, von be­sonderem Wert. Ter Verein hatte zu verzeichnen:

1907 1906 mehr gegen 1906

Reichsgerichtsbrief.

Nachdruck verboten.

I. S. Leipzig, Januar 1908.

Schadensersatz pflicht bei vergessener Treppenbeleuchtung.

In einem solchen Rechtsstreit setzt das Reichsgericht die achweispflicht der Schuldwsigkeit des Hauseigentümers für t n Fall eines Unfallereignisscs fest. Ein Fräulein I. war am 16 November 1904 .abends gegen 8 Uhr in einem Hause deS dlaus- nAmis G. in Frankfurt a. M. tätig gewesen, uni emc Be- faegung zu machen und auf der Treppe, des zweiten Stockes m- |c[ge mangelhafter Beleuchtung wie sie behauptet gest..rzt. infolge der durch den Unfall erlittenen Verletzungen erhob sic c gen den Eigentümer G. Ansprüche auf Schadloshaltung. Xgö lHiiterbleibcn der Beleuchtung halte seinen Grund darin, daß der Eigentümer, der nicht int Hause wohnte, d.e Bcleuchtungspflicht seinen Mietern vertraglich auferlegt hatte und die eine Wohnung d zweiten Stockes zurzeit des Unfalles leer stand, ^er andere WohnungsInhaber des zweiten Stockwerkes hatte also nur immer in der Woche für die Beleuchtung gesorgt, in welcher erdran

Landgericht und Oberlandesgericht Frankfurt a. M. er- k annten die Schchdensersatzpflicht des Beklagten dem Grunde mich zu vier Fünftel als -gerechtfertigt an. xas Obcr- llmd es gerietst macht allerdings sein Urteil von einer Eidesleistung beir Klägerin dahin abhängig, daß sie auf der '-treppe gefallen f.d. weil sie deren Anfang nicht gesehen l>abe.

Gegen dieses Urteil hatte der Beklagte Revision beim Mcichsgcricht eingelegt und sich besonders darauf berufen, datz c- für bas b..treffende Grundstück einen tauglichen Hausver- irralter bestellt hatte. Der 6. Zivilsenat des Reichsgerichts cr- i^nnte jedoch auf Zurückweisung der Revision, indem er aus- , chrt, daß bei der wechselseitigen Treppenbeleuchtung, bic außer- bs:m von dm Mietern häufig aus Vergeßlichkeit oder wenn sie jjirägmgen, unterlasscri worden war, ber Beklagte hätte n ach- rr eisen müssen, daß er ohne Verschulden war wenn es liege hier ein fortgesetzter Verstoß gegen die Polizeiverordnung sti Frankfurt und gegen die allgem. Beleuchtungspflicht des Hausci- Mntümcrs vor. Der Unschuldbeweis des Beklagten hätte sich darauf 'u erstrecken gehabt, daß der Mieter der einen Wohnungsyalttc «iich dann, wenn die andere Hälfte unbewohnt war, zur Belcuch- Mng der Treppe angehalten gewesen sei, sowie, daß der vaus- Lerwalter mit der Herbeiführung der Beleuchtung beauftragt war irutb daß Beklagter selbst sich durch gelegentliches Nachsehen von 3lcr Tusiührung einer ordnungsmäßigen Beleuchtung überzeugte. /Aesen Beweis aber habe der Beklagte in keiner Weste erbracht. =£enn nicht einmal der Hausverwalter habe Anweisung wegen i'er Beleuchtung gehabt und sich deshalb auch um die Beleuchtung f'es 2 nick» 3. Stockwerls gar nicht gekümmert. Jedenfalls liege « ine Verletzung der gebotenen Sorgfalt darin, daß der Beklagte 'einen Hausverwalter nicht mit Weisungen für den Fall ver- ben habe, daß eine Wohnung aus einem Stockwcrte leer stand

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Deutsche Reichsbank. Nach den bis zum 11. d. Mts. vorliegenden Ziffern hat sich bei der Reichsbank der Metall- bcstand um rund 30 Mill. Mk. vergrößert. Er geht damit über die vorjährige Ziffer um 38 Mill. Mk. hinaus, -tic .Intage» rechnungen, also Wechsel, Beleihungen und Wertpapiere habensich um 144 Mill. Mk. vermindert und Giroeililagen find um 28 JJiill. Mark gestiegen Die Reichsbank war mit einem Noteubetrage von 213 Mill. Mk. (i. V. 143 Mill. Mk.) in der Steuerpflicht Ter ^tand hat sich also seit dem 7. d. M. um 173 Mill. Mk. (189 Mill. Mk ) gebessert. Somit ist die Besserung nicht im gleichen Maße fort­geschritten.

Preußen-Anleihe. Wie aus Berlin gemeldet wird hat die Subskription auf diese Anleihe ein ganz unerwartet günstiges Resultat ergeben; es lassen sich zwar keine Schatzungen über die Zeichnungen angeben, da die Eingänge, namentlich am gestrigen Tage, noch nicht bewältigt werden konnten, jedenfalls Tanbcn außerordentliche Eingänge von allen Seiten statt, xen Schluß machten bic Banken mit ganz bedeutenden Anmeldungen.

Fiskalische Bergwerks-Anleihe. Zur Aus­schließung des fiskalischen Lergwcrkseigentums m Westfalen hat der preußische Finanzminister eine neue Anleihevorlage ange­kündigt. Es handelt sich um eine Anleihe im Betrage von 55 Mill. Mk. Neben den bereits im Betriebe befindlichen, bezw. in Förderung tretenden Werken sollen noch drei cochacht- anlageit errichtet werden. Tie ,,-vägl. Rundich.' nietnt b,e£' ju: Hoffentlich wird es dem Fiskus balo gelingen, sich uuab- l ingiger vom Köhlensyndikat machen zu können aS es bisher der Fall war. Geld ist diesem Zweck schon genug geopfert^wor­den: leider hat der Fiskus aber hierbei nicht das nüttge Rcatz von Einsicht und Weitblick bekundet.

Neue 4prozentigc Hamburgische amortif ab le Staats anl ei he. Diese Anleihe wird nun am 20. d. Mts. jur Zeichnung aufgelegt. Es haiidelt sich um einen Bcstrag von 65 Mill Mk. 4 Proz. Anleihe. Gesamtkündigung fruhestenV 1. Aprn 1918 zulässig. Der Zeichner ist verpflichtet, je ein Viertel der zugeteilten Stücke am 31. Januar, dann bis fpäteftens 26. tfebr., 26 März und' schließlich 27. April d. Js. abzunehmen. Die Tilgung der Anleihe erfolgt mit jährlich Vs Proz. des Anleihe- bctragS unter Zuwachs der ersparten Zinsen, beginnend vom Jahre 191L Tic Tilgung findet zum Nennwert entweder durch Aus­losung . oder durch'freihändigen Ankauf statt.

Tornowschc Terrain-Akt. -Ges. Frankfurt am Main. Unter dieser Firma wurde eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von drei Millionen Mk. voll bezahlten Aktien £it. A. und 1 Vs Mill. Mk. mit 25 Prozent eingezahltcn, auf 'den Namen lautenden Aktien Lit. V. errichtet. Die Ge- fellschast bat einen größeren Teil der Grundstücke deS verftor- bcneit Engen Tornoiv von den Erben übernommen.

__Lieferung von Lokomotive n für bic Preu ß. Staatsbahnen.' Das Kgl. Eisenbahnzentralamt in Berlin ist beauftragt ivorden, wegen Uebernahme der Siefcrung von 151 Lokomotiven verschiedener Gattung für die bestehenden 5ba> . nen und die im Etatsjahr zu eröffnenden neuen Bahnlinien mit , den Werken, die zurzeit für die preußisch-hessische ^laalSelfen- t. ...........iiuh in Sin nna ?.u treten. DiC

ALrrche und SchuSe.

** D e r Z C n t r a l a u s s ch u ß d C s T e u t s ch C n B e r C i n s für Armenpflege und Wohltätigteit hat bei der gelegentlich feiner neulichen Tagung in Berlin vollzogenen Ergänzungswahl den wichtigen Schritt getan, auch Tarnen zu seinen Mitgliedern zu berufen, und erstmalig Frl. Rösing (Lübeck), Frl. Dr. Alice Salomon (Berlin>, Frau Amtsgerichtsrat Neuhaus (Dortmund) gewählt. Der Kongreß wird in diesem ,Jahrc^ in Hannover tagen. Zur Verhandlung werden sehr bedeutsame -vhe- matas kommen: 1. Mutterschutz und Muttcrschastsversickferuikg, 2. Fürsorge für die schulentlassene Jiigend, 3. Behandlung erwerbs­unfähiger und erwerbsbeschränkter Wanderarmer.

Spie plan des Weuen Kiißcner SLadlthealers.

Sonntag, den 19. Jannar, nachmittags 31 /, Uhr, bei kleinen Preisen:Husarensicbcr." Eiide gegen 6 Uhr. Abends 7H, Uhr, bei gewöhnlichen Preisen, unter Asittvirkung der Kapelle des Jnf.» Reg'lments: Ter böse GeistL n m p a ei v ag a b u n d u s" oder Tas lnderliche Kleeblatt." Zanberposse mit Gesang von Nestroy. Ende gegen 10l/2 Uhr. Dienstag, abends 8 Uhr: 13. Dlenstag- ^lbonneinents-Vorstellnng:Z w e i W a p p c n." Schwank in vier Akteii von Blumenthal und Kadelburg. Ende gegen 10V, Uhr. Mittwoch, abends'7 Uhr: 13. Mittwoch-Abonnemenls-Dorstellnng: Rosen" von Sudermaiin. Ende nach 91/, Uhr. Freitag, abeiids 8 Uhr: Gesamtgastspicl der Tarmstädter Hofoper: ^Fra Tiavolo. Komische Oper in 3 Aufzügen von 'Huber.

Räumcii mijertt Treiben. Lchv» stanz den nieten Eastwirlevermi sich viele Eäsll und seine Neben« efüllt 2er M iiüte bic W* der-Nodheim'» irIcDcrbanbe-5 fer* , r und ein W« hin ßs würde zn m allen Teilen zu cn mehrere junge «uchdi-i»«' cn 9örcW iiold-li-i

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R. L. Da r m ft a b t, 16. Jan. Wegen Kreditschwindels tuurbe heute der 34 Jahre alle uerijeiraictc Kaufmann Jakob Mauen von Offenbach zu 1 Jahr 6 Monaten Gefäng - nil s , abz. 2 Alonalen Untersuchungshaft verurteilt. Rauen, der dur em kleines Kolonial Warengeschäft betrieb, hatte im Januar bis ?Lpril v.- I. in Darmstadt em möbliertes Zimmer gemietet und jagte einen ausgedehnten Kreditschwindel unter Vorspiegelung eines ^.uttergefd)äft5 en g-ros in Szene, wodurch er Waren im Gesamt­wert von etwa 3000 Alk. erlangte und diese alsbald an den penibler Motta in Offenbach abicQte. Von letzterem vereinnahmte c-: insgesamt 1800 Mk. Die betr. föiolteieieu hatten das 9iach- jschen, denn Rauen, der den Offenbarungseid gclciflct und nichts :U piänden hat, hat ferne einzige bezahlt mit Ausnahme von in) Mk., die er einmal, da hier der betr. Lieferant mit Strafantrag c >:ohte, an diesen entrichtete. Die Adressen hatte er sich ans der H'ildesheimer Aivlkereizeitung besorgt und sich an möglichst fern von liier liegende Molkereien gewandt. .....

Berlin, 16. Jan. Der Herausgeber der Militariwlllischen Korrespondenz, Otto von Lob berg, ivar vor den unlerjuchungs. .st lehrenden Kriegsgerichtsrat der 1. Garde-Division als Zeug cm - a ch e H o h e na u - Lynar vorgeladen worden. Er jo Ute über qz.wissc Mitteilungen aussagen, die ihm von höheren Offizieren ijiber die homosexuellen Verfehlungen der beiden Grafen gemacht morden waren. Unter Berufung auf das Redak11ons- ) q eheimniS lehnte von Loßbcrg cs ab, die Namen seiner Gc- mährsmänner zn nennen, die ihrerseits anscheinend Wert daran' c.üegt haben, im Hintergründe zu bleiben. Auf mehrfache Aust iarberung des Kriegsgerichts beharrte von Loßbcrg bei seiner : Weigerung. Taraiif ivurden die Akten an das zuständige Amts- e.rncht abgegeben und durch Beschluß dieses Gerichts wurde von Loßbcrg ivcgeit Z c u g n i S v c r w c i g c r it n g in eine Geldstrafe wsn 3 0 Ai a r f, cuent. 6 Tage Haft genommen.

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