2ujt geflogen. Menschen wurden nicht verlebt.
ueqdjafft, um den Lehrer lot zu schieben.
x Lollar, 15. Nov. Die Bewohner im oberen Teile unseres -Ortes wnrden heute, am Sonntag M-vrgen in früher Morgenstunde mehreremals in höchst unliebsamer Weise aus dem Sei)läse geweckt durch Johlen, Brüllen, Schlagen mit Blechgeschirr usw. Wie man hört, sollen diese Störungen durch junge, von einer Tanzbelustigung heimkehrende Burschen verursacht worden sein. Der Jugend wird gerne ein Vergnügen gegönnt, es muß aber auch verlangt werden, oaß die Nachtruhe der Bewohner nicht durch Uebermut gehört wird. Gutem Vernehmen nach soll in einer für die .nächsten Tage einberufenen Versammlung eine Besprechung der in hiesiger Gemeinde bestehenden Mißstände und die zu unternehmenden Schritte zu deren Abstellung erfolgen; oabei dürste auch wohl der obenerlvahnte Falt nicht unerörtert bleiben.
Die Sammlung des Gießener Anzeigers:
F. 10.—, I. Boeck 3.—, Sammlung des Männer-Turnvereini 21.—, Bücking 100.—, Chr. Inderlhal 10.—, Kommerzienrat Heichel- beim 50.-, Freimaurer-Loge „Ludivlg zur Treue 112.45, Spohr, Oberst a. D. 20.— Alk. Zlgammen Mk. 320.45.
Das Dynamitlager an der Jungfrau bahn mit 30000 Kilogramm Sprengstoff ist durch Explosion in big
eigener Friedhof angelegt.
Die Zeche Radbod macht bekannt, daß die Belegschaft verringert werden müsse und daß die Zechen Wendel und Werner bereit seien, sofort 300 Mann anzunehmen. — Ferner stellte die Verwaltung fest, daß sich unter den Verunglückten eine große; Anzahl Italiener und Oesterreicher befinde.
Der Reichskanzler hat an den Generaldirektor. Janssen- Damm nachstehendes Telegramm gerichtet: „Tief erschüttert durch die Nachricht von der furchtbaren Katastrophe auf der Zeche „Radbod", der soviele brave Bergleute zum Opfer fielen, bitte ich Sic, den Angehörigen der Verunglückten den Ausdruck Meiner herzlichen Teilnahme zu übermitteln. Reicbs-
gewicht vollziehen.
Kleine TagcZchroutt.
— Die Pension des Präsidenten. Aus New-Pock wird uns berichtet: Allem Anschein nach wird Präsident Roosevelt der letzte Präsident der Vereinigten Staaten sein, der nach abge- lauleuer Amtszeit das Weiße Haus verläßt, ohne vo>n Staat ein Ruhegehalt zir empiangen. Tie öffentliche Meinung Amerikas bc- schä'tlgt sich jetzt ledhait mit der Frage einer gesetzlich geregelten Präsidenlenyension, und alle Politiker sind sich darüber einig, daß es sich nut dem Ansehen eines großen Staates nicht verträgt, wenn der Präsident später eine Anstellung annimmt, um sich zu ernähren, womöglich gar in Kreisen, die er während seiner Amtszeit bekäinp'en mußte. Wenn auch bei Rooicvcll das nicht gerade der Fall ist, so glaubt man doch solchen Alöglichkenen voibeugen zu sollen, und man erinnert an den Fall des Präsidenten Clcvc- laud, der seiiierzeit genötigt war, von seinen politischen Feinden eine Stellung anzuuehmen. Die Zeitungen verlangen die Aussetzung eines Ruhegehaltes von mindestens 100 000 Mk, während andere dainr plädieren, gewesene Präsidenten zu außerordenllichcn Alitgliedern des Senals zu ernennen. Insbesondere von Noojeveli hätte man einen günstigen Einfluß oui den Senai erwartet, den er als Präsident so o't bekämpil hat, und in dem viele Amerikaner nur ein Werkzeug der großen Finanzkorporallonen sehen. Als Senator von Rciv-Pork würde er ein behalt von 30 000 Alark im Jahre beziehen. Wenn der Staat nicht emgrclst, ist es nicht aus
geschlossen, daß eine Anzahl reicher Amerltaner sich ju.ammeii- schließt und einen Fonds aisibrmgt, aus dem künitig allen gewesenen Präsidenten em Ruhegehalt ausgezahlt werden soll.
— S e l b st e n t s ch n l d i g n n g eines Schülers. Die folgende, in ihrer kindlichen Sorge rührende Entschuldigung hat cm Schüler kürzlich seinem Lehrer gesandt: «Geherter Herr Lehrer l Ich entschuldige das meine Alnucr gestern erkrankt worden ist. Atem Vater ist in der Arbeit und kann nicht zuhause bleiben. Ich habe einen kleinen Jungen, der ist drei Jahre alt. Und ich bitte Ihnen ob sie könnten so gut sein und mich auf em paar Tage ent- schuidigen. Ich verspreche Ihnen meinen besten Tank/
hervor. Kommerzienrat Rautenstrauch aus Trier erklärte auf eine Anfrage, daß alle Beamten davon überzeugt seien, daß sckwn am Donnerstag keiner der Verunglückten mehr am Leben gewesen sei. Die, die nicht der Explosion erlegen seien, wären durch die giftigen Schwaden erstickt oder in den Flammen umgelommen. Den s Entschluß, den Schacht abzudämmen, habe man gefaßt, um des Feuers Herr zu werden, das sich sonst immer mehr auSgebreitet haben würde. Die Unterwassersetzung ist der einzige Weg, um die giftigen Gase aus dem Sclfachtc zu entfernen. Sie wird voraussichtlich 14 Tage dauern. Die Beerdigung der Verunglückten erfolgte heute 10y2 Uhr vom Zechenplatz ans nach dem Fried- Hof der Gemeinde Hövel. Für die Verunglückten wird ein
In der Nähe von Dresden wurden in der Richtung bott Freiberg mehrere Erdstöße wahrgeiwmmen. Aus Böhmen werden cbensalls mehrere Erdstöße gemeldet.
Die Ortschaft R i z z a l a g o bei Äaselga im Pin ci d e t* t a le wurde durch eine Feuersbrunst gänzlich zerstört.
* Luftschiffahrt. In Dödkjaersbro (Jütland) landete gestern ein Ballon mit drei Insassen, die am Morgen von Berlin ausgestiegen roarciL Die Fahrt ging über die Ostsee und die Insel Fünen nach Jütland. — Der deutsche Ballon „Berlin", der kürzlich von Berlin nach Frankreich slog, ist unter Führung von Reserendar Sticker aus seinem Rückflug aus Frankreich gestern an der Südspitze deS Z u i d e r s e e s in Holland glatt gelandet. Der Wiird hatte den Ballon anfangs östlich, schließlich aber nordwärts getrieben, so daß die Absicht, tm Ballon nach Berlin zurückzukehren, ausgegeben werden mußte. — Wilbur Wright wird sich heute, morgen und übermorgen um den Preis deS s r a n z ö s i s ch e n Aeroklubs bewerben. Er wird seinen Ausstieg ohne Gleitbahn und ohne Gegen-
Earuler Fürst Bülow."
Der französische Botschafter C a m b o n drückte dem stellvertretenden Staatssekretär des Auswärtigen v. Kiderlen-Wäch- t e r im Namen seiner Regierung das Beckeid zu dem Grubenunglück aus. — Jin Namen des sclfweizerischen Bundesrats ließ Bundespräsident Brenner der dcutsdrcn Regierung durch
** Genossenschaftliche Vteyv erwerrnng. Die Kornhaus-Genosfenschaft Alsfeld, von der man anerkennen muß, daß sie mit großem Geschick unb streng solid geleitet wird, befaßt sich seit neuerer Zeit cmch mit der genossenschaftlichen Verwertung von Vieh, besonders fetter Schweine. Bisher sind größere Posten dieser Tiere an Metzger nach Fulda, Gießen usw. zur Zufriedenheit der Abnehmer geliefert worden. Der ViehverwertungS-Ge- nossenschaft sollen bisher ca. 100 Landwirte angehören. Ob der Versuch dazu führen wird, den Zwischenhandel aus- zuschallen, bleibt abzuwarten. Jedenfalls erklären die Metzger, daß sie zu gewissen Zellen ihrer Aufgabe, die Städte mit Fleisch zu versorgen, ohne einen kräftigen, b. h. leistungsfähigen Zwischenhandel nicht gewachsen sind. Interessant ist, oaß die Alsfelder Vereinigung nach Lebendgewicht ver kauft, während bei Händler fette Ware nur nach Schlacht- gewicht abläßt.
** Der Turnverein feierte am Samstag abend Lei lebhafter Beteiligung von Mitgliedern unb Angehörigen fein Winterfest, bas bei bem sorgfältig zusammengestellten hübschen Programm einen sehr besriebegenben Verlaus nahm. Vor allem verdienen die turnerischen Vorführungen Er wähnung, die den lebhaftesten Beifall fanden. Acht Mitglieder der Männcrabteilung — lauter Vorstandsmitglieder — führten die Freiübungen vom Frankfurter Turnfest tioi und zeigten damit die Hervorraaende Schönheit dieser Hebungen und den von Erfolg belohnten Eifer, mit dem neuerdings die älteren Turner des Turnvereins die turnerische Arbeit wieder zu fördern suchen. Die Tamenabteilung bot einen sehr gefälligen unb tabellos vorgesührlen Stabreigen, während die erste Riege der aktiven Turner am Reck eine Reihe hervorragender Hebungen vorführte. Auch der Sängerchor beteiligte sich unter Herrn Kastens tüchtiger Leitung durch den Vortrag einiger Chöre an den Darbietungen des Abeubs und zeigte trotz der augenblicklichen Kleinheit des Chores tüchtige Schulung unb gutes Stimm material. Herr Straub erntete für seine gelungenen heiteren G^angsvorträge lebhaften Beifall und bewie-. ferner durch die ergreisenben „Bilder aus dem Großstabkleben", baß er auch ernsten Aufgaben mit Erfolg gereckn wirb. Ein flott ge.pielles Thearersrückchen bilbete ben Ab schluß bes Unterhaltungsprogramms, bas im übrigen aiu Konzert bestand. Ein sich anschließender fwtter Ball, an dem sich etwa 100 Paare beteiligten, hielt die Turnerslemc bis zum frühen Morgen zusammen. Eine gut besucht!. Nachfeier am Sonntag nachmittag im Phllv.ophenwall bildete den Abschluß des schön verlaufenen Festes.
*• Der Männer-Turnverein feierte am Samstag abend aus Anlaß feines 23jährigen Bestehens eine Stiftungs- fe st kneipe im »Darmstädter Haus", die zahlreich von al. und jung besucht war. Der 1. Sprecher, Rechtscmwcili Kaufmann, gab in kurzen Zügen die Geschichte des Männer- TurnveremS von feiner Gründung ab wieder und forderte alle Männerturner auf, treu zur Fahne zu halten und wackei für die gute deutsche Turnsache weiterzuarbeiten. Das am den Jubilarverein ausgebrachte Gut Heil fand bei allen Anwesenden begeisterten Wiederhall. Geineinsanle Gesänge, Musik- und Gesangsoorträge einzelner Turner würzten in würdiger Weise die Feier. Der 1. Schriftführer Carl Lang gedachte in beredten Worten der Opfer, die das schrecklichi Bergwerksunglück in Rabod gefordert hat, und regte eine Tellersammlung zu Gunsten dec Hinterbliebenen der verunglückten Bergleute an. Diese Anregung fiel auf fruchtbaren Boden. Die sofort veranstaltete Sammlung ergab den schönen Betrag von 21 Mk., die an die Sannnelslelle des (Siebene. Anzeigers abgeführt werden. Turner Georg Kling feierte in humorvoller Rede die alten Männerturner und unter diesen insbesondere die Gründer. Aber auch die jungen müssen lodend erwähnt werden. Sie hielten ivacker aus, unb es |oü sehr früh gewesen fein, als die unermüdlichen die heimatlichen Penaten aufsuchten. BiS Samstag in 8 Tagen findet das große Stiftungsfest in Steins Garten in Gestalt emcS Winterfestes mit Ball statt.
•• Stadttheater. Die Dienstags - Abonnenten seien darauf hingewlefen, daß m o r g e n £ e t n e 21 b o n n c m e n 15 =» Vorstellung stattfindet, sondern »Jungfrau von Orleans" als Voltsoorstellung unb zwar zum letzten Riale aufgeführt wird. — Ain Mittwoch, dem preußischen Buß- unb Beilage finden zwei Vorstellungen heiteren Charakters statt; nachmittags die bekannte Posse „Der Schwiegervater" oder
Q Sinnen, 15. Nov. Heute wurde in feierlicher Weise unsere au5 dem 13. Jahrhundert stammende Kirche, die unter der bewährten Leitung des Ärchllellen Daubcr aus Marburg ihrem althistorischen Charakter entsprechend, wieder wie neu hergestellt ist, eingeweiht. Die Gfemeinbcmit- glicder von Winnen, 4rvrbeck und Wermertshausen, die das _uc ÜUU
jurdjipicl bilden, halten sich hierzu zahlreich eingefnnden. Familien sind och.e Obdach. Anjprachen hlltten Generalsuperrntenbent Werner-Cassel,' ~ ~
SiiperIntendant .Happick-Marburg imb Pfarrer Berdux- Winnen. ' *
= Staufenberg, 15. Nov. Dem ehemaligen Hntcr- offizier bei Kaiierl. Schutztruppe für Sübwestasrika Wilh. Stephan wurde von C. L 5). bem Groß Herzog von _____________________________________
Hessen das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Auf- den sckfweizerischen Gesandten bas Beileid der Eidgenossenschaft »chrift „Für TaPierSeir" am Kriegsbande verliehen. Es übermitteln. m .
muröe ihm bei ocr Kontra llverjammlung von. bem Herrn Der Präsident bes Grubcnarbeiterverbaudes von P a s - de - BellrkSonllier übemidt Calais. AaSln, sandte an den Reichstagsabgcordneten
^e§il.l»O| UDcrcvid^L. Sachse folgendes Telegramm: Die Grubenarbeiter von Pas-dc-
--- G r ü n b e r g, lo. Rcov. Beb nutende E rw e ite» Calais sind über das schreckliche Grubenunglück bei Hamm rungen erführt gcgenivartig uitfer Bahnhof Ocstllch vom Schmcrz erfüllt und senden den deutschen Brüdern unb den Stationsgebäude werken die Gleisaiilagen betrachtllch erwellert Angehörigen der Opfer des Hnglücks den Ausdruck inniger 2üt- durch mehrere Rangiergleiie, die an die Strecke Grunberg—Lrm- ^cknalMe
darf—Lollar an schließen. D^stelliiugcn eines Perionentunnels Pariser Blätter erörtern in sympathischen Worten die
nach dem. Alsfelder und Londorfer Dalmste.ia wurde am.Frellag w bcm Präsidenten Falliöres unb Kaiser Wilhelm in Angriff genommen Ec foll bis 1. April vvlünde. serm Die I ^Eclten Depeschen. Die „Action" schreibt: Die Telegramme Ävbeilcu. am B a^hnho f. der G tun b er g £ie r Bahn werden in beiden Ländern einen gleich guten Eindruck hei> werden feu acht ^.agcn eifrig betrieben, ^.allehallekoi mt \ WVrufen. Bilden sie nicht einen greifbaren Beweis dafür, daß Mnchen. das ^ftgeoaube und dm Staatsbahnhof. Dre neue j ^ijckirn den beiden Völkern von ehrlicher und friedlicher Cour- Strecke fall am 1. Aprck eröffnet werden. I toific erfüllte Beziehungen bestehen und sich immer mehr und
= Billertshausen, 15. Rcov. Hnser neues Schul- besestigcn können? — Die „Pctite Republique" sagt: Mit Haus, das als das Darmstädter AuSstcllungs-Schulhaus bcEannt ycfL-icbigung vermerken wir die aufrichtige Herzlichkeit ist, wurde l-eute im Beisein des Krciscats und Kreisschmlms^kchrS Antwort Kaiser Wilhelms.
von Alsfeld eingeweilst. Pfarrer Bermingcr hielt di.cWeche- ^tx Aufsichtsrat der Gewerkschaft Trier bewilligte rede. < • I 60 000 Mk. für die Hinterbliebenen, der B i s cho f v o n M ü n st er
R. D. Darmstadt, 15. Nov. Hier fand gestern mittag 2000 Mk.
bic Gründung eines hessischen Landesverbandes Der Kaiser hat 25000 Mk. gestiftet, die Kaiserin 1000 Mk.
oes Deutscljen L u f t s l o t t e n o e r c i n s statt. Den Vorsitz.führte Von Berliner Banken habeii die Deutsche Bank, die Dis-
Stadtkommandant Generalmajor v. E cke n b r e che r , ivährcnd konko-Gefellschast, die Dresdener Bank, die D a r m st ä d t e r Bank, C-cncrallcutnant z. D. v. N i e b e r--Mannheim den cinlcitcnbcn bic Berliner Handelsgesellschaft und Mendelfohn u. Co. je 5000 Vortrag über die Gründung von Luftflollenvercinen hielt und Mark gespendet. ... _
babei besonders bet Verdienste Zeppelins gebadyte. Man könne Der Magistrat von Dresden erließ einen Auftuf zu einet erst dann von bcm Vorl>andcufein eines mir nid} brauchbaren lenk- Sammlung.
baren Luftschiffs sprechen, wenn es gelinge, 20 Meter Geschwindigkeit in der Minute herzu stell en. Es sei eine Lufftckmfcrfchulc in Friedrichshafen in Vorbereitung, ebenso sei bic Errichtung eines LuftsMfserhosenS geplant, der eine Million Mark erfordern werde. Der Vorfitzcudc teilte darauf mit, daß auch StaatLministcr Ewald j unb die beiden anderen Äeinister ihr Einverständnis zu der Gründung der hessis. r:n Abteilung erklärt hätten. An der Debatte beteiligten fiJi Obcrbürgcrmcister Dr. Göttelmann-Mainz, Oberbürgermeister Köhler- Worms u. a. Wie mitgeteilt wurde, hat fick) auch in Worms eine Ortsgruppe mit 44 Mitgliedern gebildet. Es wurde darauf zur Gründung eines vorläufigen gejü'äftSführeirdeu AuSjchusfcs geidjritten und zum ersten Vorsitzenden Generalmajor von Eckenbreckfer, zum zweiten Vorsitzenden Regievungsrat Frhr. von Stark, zum Sck>ristführer Overleutimnt a. D. von Winsloe, zum Kassenwart Stadtver- erbneter Stemmer gewählt. Als Beisitzer wurden gewählt Oberbürgermeister Göttelmanii-Mainz, Oberbürgermeister Köhler- Ävr»aS, Stadlveroronetcr Theodor Böhm--Offcnbach. Der Vor- sitzeiidc der demnächst in Gießen zu gründenden Ortsgruppe foll ebenfalls zum Mitglied des LlusschufieL gewählt werden. — 3u Mitgliedern der Handelskammer mürben gestern ivcitcr von der Erwerbsgruppe Großhandel die Herren Direktor Paraus, Eugen Trier und Berthold Bodenhetmer geioahlt.
für Wissenschasi bem Erfinder bev drahtlofcn Telegraphie Marconl zuzuerkelinen. Alarconi ist der ersle Italiener, der den Nobelpreis für ivisseiifchaftliche Eriolge erhält.
— E i n neues WienerBurgtheater? Tie Errichtung eines drillen Hoilheaiers für Wien, von dem schon oil die Rede war, ist, wie ans Wien gefck)rieben wird, nenerdingS so ernslhaii in Erwägung gezogen worden, daß man in cingewcihlcn Kreiicn schon ziemlich fest mit dieser Talfache rechnet. ES handelt sich darum, dem Biirglheater oui dem Franzensrnig, dem Hatise, das allen intimen Wirkungen so abhold ist und nEufnid) zu den ver- sehltesten Theotcrii gehört, em zivettes Kleines B u r g t h e a t e r ein die Seite zu stellen und dort alle die Stücke auizninhren, die einen kleineren Rahmen und emc intimere Wirkung ücrlangcn.
Ncans, eilt der Regifieur des Eoventgaroernycarers uoec ö«ri On)C
Bühne mit den Worten »Vorhang Herunter, es kann nicht wurde tm großen schuppen des pauptbahnhofs der weiter gespielt werden.« Ter diensttuende Feuerwehrmann lomatioputzer G. Hartmann von den Pustern zweier Ma- hielt den betreffenden Paragraphen seiner Instruktion für er- schmen tot geb rückt. — ^-er unter dem: Verdach der Be- füllt unb ließ sofort den eisernen Vorhang fallen und hätte leiligung an dem Kaiserslautercr Gutcrkaffen-^ ebitahl ^er- dem 5. Akt des Lustspiels vorenthalten, wenn er nicht über hastete Werkzeugmacher Bill ut wieder auf freien ö'UB seinen Jrrtuin aufgeflärt worden wäre. Der Vorfall erregte gesetzt worden, da er sein ^rbi nachweifen konnte.
in i.nllrri^teten Kreisen araße Heiterkeit. Hanau, 15. Nov. Heinrich Nickel, von 1884 bis
** Kolosseum. Nackü>2n das so beifällig aufgenommenc 1887 Landtagsabgeordneter, von 1887 bis 1890 freisinniger
.rflc Novemberprogramm gestern sich verabschiedete, hat Direktor Reichstagsabgeordneter, Ehrenbürger der Stadt Hanau, i|t
.Rappmann für oie zweite .HÄsce des Monats noch besseres engagiert. Li p ft o r 1) e n.
LL a. tritt der menschliche A f f e A u g u st, eine vorzügliche IG. Höchst a.M, 15 Nov. In bei chemischen Fabrik
z«f)ur to" M«r Oncton mit n in «. M. h-b-n mnfangreiefe Ar be ite>
urkomischen Repertoire auf. tfür Dienstag und MitMwch entlassungen in der letzten Zeit itattgcfuubcm. Auch haben -tto Re utter gewonnen worden,^zu eine Anzahl Ärbeller ihre Entlassung genommen unb sind in ihre
Forvcrkaus bereits crosfuct wurde, -vre Nachfrage ist fchou fetzt Heimat z. B. in ben ökveis Gießen, nad) Utphe, Inheiden, «ehr groß. Am Mittwoch, bcm preu^si^n Bußtage, tickt bu surücrg.fci>rt unt roie ftuhcr in den dortigen laiid.virtsck>aft- jehcohft: aller Hiunv r ist en auch am RaaMcktag auf. An dem I ,.,xn $nctx(CüCn Arbeit zu nehmen. Es bleibe ihnen zur Zell gleichen Tuge findet aua) y-rubid)oppenuorft?nung statt. Autzcr- bmi J^Orikslohn nichts übrig insolge der hohen Lebens- ocm konzertiert die Damcni.apclle rote Sonntags. Mittelpreise unb der Hausmietcn, sagen sie.
Vortrag über Indien. Freitag, 20. d. Mts., .. n — -------------1 - - '
wird Herr Missionsiuspettor Fr o hnmeyer aus Basel in der Dll5 GlllbeNUNgM bei hllMM.
leuen Aula des Unioersitätsgebäudcs einen Vortrag übet Zur Aufrechterhaltung der Ruhe trafen am Samstag früh Wohin steuert Indien?" hallen. Lec Redner ist lange etwa 90 Gciidarmen unb Polizisten ein. Der ZcckfCiiplav rourdc 3abre in 3nbi.cn tätig hat sich durch - U e
Schrift als cm wisienschastlich gebildeter unb gründlicher I f an unb betrat viele Häuser, um den HiiiterbUcbencu Kenner der indischen Geschichte, Kicktur und Religion ausge- ^ine Teilnahme auszusprechen. In der Kolonie sind allein 13 9 wiesen und ist ein ausgezeichneter Redner. Bei dem großen Citroen vorhanden. Eine Frau verlor ihren Mann und vier Interesie, mit heM° d,° Entmick°iung »on. 3nb«rin«.. »jtox Srib« riSfTffiK&ug? 'S
oersolgt wird, darf dieser Votliag wohl auf Beachtung ? h Arbcitcrschutz ! Gegen 11 Vs langte dec Prinz auf aller Kreise auch unserer Stabt rechnen. Näheres i|t aus ß^c Zeche an unb besichtigte bic gesamte Zechenanlage. Zum Dem Inserat zu ersehen. Schluß würbe ber Pcmz in bas Mafchinenhaus geführt, wo die
- . . , , • v. (ro- I Särge der Verunglückten aufgcbahrt waren.
Jnblanergcschlchten. Wie sehr das ^.efen vo g^cngc grüßte den teilnahmsvollen Prinzen, der sich
Fndianergcschichlen noch unter der Schuljugend verbreitet I ^sch beliebt gemacht hatte, lebhaft. Um 3 Uhr reifte der Prinz i|t, geht daraus hervor, daß der Hauptlehrer der erweiterten wieder ab, ebenso die behördlichen Vertreter.
.xiiabeiischule (Äiitlelschulc) zu O is e n bach bei zwei Schülern I Die Nachricht,^ daß die U n t c r w a s sersetzung des -Item 162 »iefn Hchchrn fonflSiicrcn mußte. Dem Uebel I A^^gm-mmen^d^rrtt gE Er^gun^
kann nur gesteuert werden, wenn die Eltern und die Oestcnt- ichkeit immer wieder borauf aufmerksam gemacht werden, ivas wir hiermit getan haben möchten. Wenn die Jugend sich an diesen Geschichten oder ähnlicher Literatur ergötzt, ist cs schließlich fein Wunder, wenn der eme oder andere Schüler einmal auf die Wanderschaft geht oder sich einen Revolver
»Die beiden Reichemnuller-, abends (im Avonnemenk) ,Ma-I FC. Frankfurt a. M 15. ^ojmber. Der 27 jahnge dame Sans Gene- Schlosser Karl Hardt au? Gießen und der 18 Jahre
•• Ein heiterer Vorfall, der von der Promptheit alte Buchbinder Ludwig Vußmannn aus Munster t. W. unserer Feuerwehr im Stadttheater zeugt, ereignete sich wurden verhaftet wegen D'ebltahls elnes KosterS nut bei der sonntäglichen Keanaufführunq. Im 4. Akte, bei dem Kleidern un Werte von 530 Dlark, der im Hausflur be_ Theater im Theater, nach der bekannten Wahnsinnsszene Hauses Scharnhorltraße 20 gesianden hatte.
Kcans, eilt der Regiffenr des Coventgardenthcaters über bie| Frankfurt, 15. Nov. Heute früh gegen 6 ,2


