Ausgabe 
16.5.1908 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfaßt 16 Seiten.

und ft'inber wohnt keine eine lokale

des Neichsgesetzes aufgefülyrteu Versammlungen steht auch Personen, welche bas 18. Lebensjahr iwch nicht vollendet haben, frei.

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politische Tagesschau.

Das Reichsvereinsgeseh in Württemberg.

allen U in ständen niederzubrennen. Nur Wcibec sollen geschont werden. Der ganzen Expedition ernste Bedeutung inne; sie stellt vielinehr mir Aktion dar.

Cm G-mwäl-er Dichter

Von Karl D i c n e n ft e i n.

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Städtische Kurorchester unter Leitung des Städtischen Kur- kapellmeistcrs Afferni; die Orgel spielte Organist Petersen. Es folgten Männerchörc, vorgetragen vom Wiesbadener Mannergesangverein unter Leitung des Königlichen Kapell­meisters Professor Mannstedt und zwarFrühlingszeit", von Karl Wilhelm undDie Königskindcr", Volkslied. Weiter brachte das Programm das Largo von Händel, die Männer­chöreDer sterbende Krieger", von Wolfram undFridericus Rex" von Loewe. Den Schluß machte der Huldigungsmarsch von Richard Strauß. Unter den Hochrufen des Publikums verließen die Majestäten den Konzertsaal und unternahmen noch einen Rnndgang durch das Kurhaus. Um 4.41 Uhr ist der Reichskanzler Fürst Bülow hier eingetroffen in Be­gleitung des Hauptmanns von Schwartzkoppen. Gesandter Frhr. v. Jenisch empfing den Fürsten am Bahnhof und ge­leitete ihn nach dem Königlichen schloß. Beide Majestäten begrüßten den Reichskanzler bei ihrer Rückkunft aus dem Konzert. Später machten der Kaiser und der Reichskanzler eine Ausfahrt im Automobil. Reichskanzler Fürst Bülow wird, wie dasB. T." erfährt, von seiner Reise nach Wies­baden erst am nächsten Mittwoch wieder in Berlin zurück erwartet.

König Leopold speiste abends beim Kaiser.

Von der russisch-persischen Grenze.

DaZBerl. Tgbl.* * meldet aus Petersburg: Der Kom­mandeur der nach der persischen Grenze entsandten russischen Strafexpedition General Snarski meldete dem Kaukasus- Statthalter, daß alle ans russischem Territorium befindlichen Perserdörfer zerstört worden seien. 500 bewaffnete Persier seien ohne Widerstand in das Innere von Persien zurückgegangen. Hierauf erhielt Snarski Befehl, sofort in Persien einzudringen, die Räuberbanden durch Feuer und Schwert zu vernichten und ihre Dörfer unter

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Das WürttembergischeRegierungsblatt" veröffentlicht Verfügung des Ministeriums des Innern -um Vollzug ... Dereinsgesek.es. Der Verfügung sind nachstehende Einzelheiten zu entnehmen: Gewcrffchasiliche Vereine sind, soweit sie sich

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hinein. Wir ziehen mit dem professionellen Heiratsvermittler auf Brautschau, sitzen fröhlich bei der Metzelsuppe, lernen kennen, wie es bei einer Kindtause, bei einer Hochzeit, bei der Flanncrts (Totenmahl) und beim Latwergekochen zugeht. Eine intime Kennt­nis bäuerlichen Lebens, bäuerlicher Arbeit, der Sitten und Ge­bräuche werben da in ganz ungezwungener Weise an den Mann gebracht, denn Buxbaum begnügt sich nicht damit, einfache Kültur- unb Lebensbilder zu geben, sondern er kleidet alles in anmutige Geschichten ein und gibt dadurch den einzelnen Stücken den Charakter kleiner, künstlerisch abgerundeter Novellen.

Der zweite BandWild Hecken" (Preis: Mk. 1,50, geb. Mk. 2,) macht uns mit den Jägern und Wildschützen bekannt. Von harten, leidenschaftlichen Kämpfen wird und hier erzählt, von blutigen Zusammenstößen, aber auch von mehr harmlosem gegeiffeitigem Ueberlisten. Dabei ergibt sich Gelegenheit, die Art, wie das Waidwerk im Odenwalde geübt wird, zu schildern, den Wald in seiner Schönheit vor uns hinzumalen, das Leben und Treiben der Tiere mit kundigem Griffel zu zeichnen und uns die einsamen, waldumrauschten Forfthäuser zu zeigen, aus denen die wetterharten Gestalten von Förstern und Hegern in die gefahr­drohenden Gründe des Hochwalds hineinschreiten und aus deren Fenstern Frauen und Kinder bange nach dem Garden und Vater aussck>auen. Dem Stoff entsprechend sind es meist düstere Ge­schichten, die uns Buxbaum in diesem Bande erzählt, und wenn man darauf den dritten Band.W er k t a g s g e sta l 1 e n" (Preis: Mk. 1,50, geb. Mk. 2,) liest, so ist das ein Gegensatz, wie wenn sich weißer Blütenschnee von schwarzer Wetterwolkenwand abhebt.

In diesem dritten Bande haben nämlich die köstlichen Menschen­originale ihren Platz gefunden, die der Dichter auf seinen Streif­zügen in der Heimat kennen gelernt hat. Mit gutmütigem Humor zeigt er uns, auf welch sonderbare Weise sich das Leben in den Köpfen so mancher Bergbewohner malt, wie sie sich mit dem­selben und ihren Mitmenschen abfinden, wie sie ihrem harten Leben ein bißchen Glanz und Fweude abgewinnen, wie sie sich in Ideen verrennen, Ivie oft der Einfältige den Gescheiten überlistet. In diesen Geschichten wird uns die Volksseele in ganz besonderen Musterungen gezeigt, so daß also dieser Band gewissermaßen eine Ergänzung zu den beiden anderen bildet, die sich mehr mit dem allgemein Gültigen beschäftigen.

Man kann diese drei Bände am besten als Studien bezeichnen. So wie sich ein Vcaler hier einen charakteristischen Kvps skizziert, dort einen Arm, eine Faust, ein Interieur, eine Redute, um sie gelegentlich in einem größeren Bilde zu verwenden, so hat auch Buxbaum alle diese kleinen Sachen, frisch und flott mit wenigen, sicheren Strichen hingezeichnet und manche Figur, manches Motiv treffen wir wieder, wenn auch entsprechend verändert, in seinen größeren Werken.

Von diesen sei an erster Stelle der DorswmanDer Moos­bauer" (Preis: Mk. 2,, geb. Mk. 3,) genannt. Der Titel­held ist ein alter, geiziger und ränkesüchtiger Großbauer, der um eine Schafweibe mit dem ganzen Dorfe prozessiert. Am feind­lichsten ist er dem jungen, geraden und tüchtigen Lehrer Reui- wald gesinnt. Diesen zu vernichten, scheut der Bauer, dessen Haß bis zum Wahnsinn gediehen ist, vor den verwerflichsten Mitteln nicht zurück, ja, er wird beinal-e zum Mrder. Die Entdeckung seiner Schuld aber brichr Haß und Trotz des starren Bauern und ep stirbt an den Folgen eines, von seinem Feinde, dem Lehrer, veredelten Selbstmordes. In'diesem alten Moos-

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Dar Kaiferpaar in Wiesbaden.

Gestern vormittag um 10 Uhr wurde in Anwesenheit des Kaiserpaares das D e n k m a l W i l h e l m s I., P r i n z e u von Oranien, von Professor Walter Schott, feierlich enthüllt, das dem Schlosse gegenüber vor der evangelischen Stadtkirche seine Aufstellung gefunden hat. Das Standbild ist eine Nachbildung des gleichen auf der Schloßterrasse in Berlin. Der Kaiser hielt folgende Ansprache:

Mein verehrter Herr Oberbürgermeister! Ich übergebe meiner getreuen Stadt Wiesbaden dieses von Meisterhand trefflich ausgeführte Standbild meines oranischen Ahn­herrn, des großen Schweigers Wilhelm I., Prinzen von Oranien, Grafen von Nassau. In der Stille des Dillen­burger Schlosses zum Jüngling herangereift, trat er, aus­gerüstet mit großen Geistesgaben, einem lauteren Charakter und heldenmütigem Sinn, ein in die große Welt, in den ss?nnps seines Lebens, den Kampf für seinen Glauben, den ct bis zum Märtyrertode durchgekämpft hat, getreu seinem Möbms: Je maintiendray! Was er, der vom niederländi­schen Volke erwählte Generalkapitän und Statthalter, für oie Befreiung der Niederlande von der Gewaltherrschaft eines Alba und die Begründung der niederländischen Unab- höngigkeit getan, ist mit goldenen Settern in der Geschichte dieses Volkes verzeichnet. Seinem Hause und seinem Lande ljat der Held einen Namen gemacht, der mit den gefeiertsten Namen der Weltgeschichte den Vergleich aushält. Auf den

bauer hat der Dichter eine büstere Charaktergestalt aus dem Bauern­volke mit vollendeter 9?aturtreue vor uns hingestellt. Mmr findet solche Leute in allen Gauen, und es ist ein Beweis von dem nicht alltäglichen Können des Dichters, daß er das Typische an dieser Gestalt herauszuheben wußte, ohne ihr das Individuelle uno ftammhaft Odenwäldlerische zu nehmen.

Die jüngsten beiden Werke handeln wieder von Jägern und Wildschützen. In dem ersten BandeDie Heckenrose" (Preis Mk. 1,50, geb. Mk. 2,) ist historischer Hintergrund. Die Er­zählung spielt in den dreißiger Jahren des abgelaufenen Jahr­hunderts und schildert das Treiben und das Ende einer jener Wilddiebsgesellschaften, die dazumal in Blüte standen. Daneben geht nod) eine Herzensgeschichte einhev und besonders Interesse: erregen jene Stellen, in denen uns der Aberglaube vorgesührt wird, der damals noch die Waldbauern beherrschte.

Der zweite BandDer Goldvogel" (Preis: Mk. 1,50, geb. Mk. 2,) erzählt von einer jener blutigen Rache raten, die so manchem pslichteisrigen Forstmann das Leben kosteten und an denen ganze Familien zu leiben haben.

Wodurch sich alle diese Schäften PH. Buxbaums auszeichnen, das ist vor allem die naturgetreue Charakterzeichnung des Oden­wälder Bergvolkes. Ob er nun die edlen und tiid)tigen Züge im Wesen seiner Menschen schildert, oder ob er sie in ihren Fehlern, Leidenschaften und Torheiten vorsührt, stets haben wir das Gefühl, daß der Dichter mit festen Füßen auf dem Boden der Wirklichkeit steht und daß er nichts niedergeschrieben hat, wofür ihm nicht das Leben die Originale gegeben hat. Selbst der leise idealisierende Zug, der besonders seinen Franengestalten anhaftet, ist nicht imstande, Zweifel an ihrer Echtheit wachzurufen, da er nichts Wesensfremdes in der Schilderung trägt, sondern nur die bestehenden sympathischen Charakterzüge deutlicher unterstreicht und in den Vordergrund treten läßt.

Unterstützt wird die Charakteristik durch den ausgiebigen Ge-- brauch der Odenwäldlerischen Mundart. Diese beherrscht der Dichter vollkommen und nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. Er kennt die tiefe Lebensweisheit, den feinen oder derben Humor, der in manchem Worte, in mancher Redewendung steckt und er weiß sie immer an der rechten Stelle anzuwenden. Richtig hat er auch erkannt, daß die Eigenart einer Mundart nicht so sehr in ihren einzelnen Ausdrücken, sondern vielmehr im Satzbau liegt. So läßt er uns durch die Sprache in die Seele des Volkes blicken und in der Sprache Kultur und Volkssitte erkennen.

Und wie in der Schilderung des Volkes ist Buxbaum auch Meister in der Schilderung des Landes. Der Wald im Gewand der verschiedenen Jahres- und Tageszeiten, die füllen Täler, die traulichen Dörfer, die einsamen Gehöfte und Forsthäuser, das alles stehl wie zum Greifen so klar vor unseren Augen. Der Dichter kennt jede Blume, jeden Strauch, jedes Tier und erzählt davon mit einer Anschaulichkeit und liebevollen Hingebung, die in jeder Zeile den begeisterten Naturfreund erkennen lassen.

Eine innige Heimatsfreude strömt uns aus den Büchern Ph. Buxbaums entgegen. Sie ist es auch, die dem Ächter seinen warmen, seelenvollen Humor gegeben hat, der seine Werke so froh, so stark und gesund macht, daß man sie den besten Erzeug-, nissen unserer DolfStümlidjeu Literatur zu zählen muß, und baß: sie verdienen, einen Ehre.rplatz in unseren Volksbüchereien zu erhalten. Ihr tiefer sittlicher Ernst wird gerade hier großen Segen stiften.

innerhalb des Rahmens des § 152 der Gewerbeordnung halten, als politische Vereine nicht anzusehen. Die öffentliche Bekannt­machung einer öffentlichen, politischen Versammlung muß, um die Anzeige zu ersetzen, in einer die amtlichen Bekanntmachungen des Ortsamts enthaltenden, oder im Oberbezirksamt erscheinen­den, pber in einer sonstigen vom Bezirksrat zu bestimmenden Zeitung erfolgen, sie kann auch durch öffentliche in die SLugen fallende Anschläge in der Gemeinde des Versammlungsortes ge­schehen. Dies muß spätestens 24 Stunden vor Beginn der Versammlung erfolgt sein. Zur Genehmigung von Aufzügen und öffentlichen Versammlungen auf öffentlichen Straßen und Plätzen innerhalb des geschlossenen Wohnbezirks ist das Orts­amt beziehungsweise die Ortspolizeibehörde zuständig. Leffent- liche Versammlungen unter freiem Himmel, die nicht auf öffent­lichen Straßen oder Plätzen des geschlossenen Wohnbezirks er­folgen, bedürfen einer Genehmigung nicht, wenn sie bei der Ortsbehörde angemeldet sind. So lange nicht eine anderweitige gesetzliche Regelung erfolgt, ist in den in § 6 Abs. 3 bezeichneten Versammlungen, auch der Gebrauch einer nichtdeutschen Sprache zulässig. Ebenso ist in anderen öffentlichen Versammlungen einzelnen Rednern der Gebrauch einer nichtdeurschen Sprache ge­stattet. Weitere Ausnahmen können im Einzelfalle von dem Oberbezirksamt zugelassen werden. Die Ortspolizeibehörde hat die Befugnis in die in den §§ 5 bis 9 und § 12 des Reichs- gesetzcs anfgeführten öffentlichen Versammlungen einen Bevoll­mächtigten oder sonstigen Vertreter zn entsenden. Tie Teilnahme an den gewerkschaftlichen Vereinen und an den in § 6 Absatz 3

Tie deutsche Landschaft birgt einen unerschöpflichen Schatz tlc Poesie. Lange Jahre hindurch blieb er ganz unbeachtet, bis in Mich den Dichtern die 2lugen aufgingen. An Namen wie (Remias Gotthelf und Fritz Reuter knüpft sich das Verdienst, tu n erftenmale Land und Leute bestimmter deutscher Stammes- liäirfe zum Gegenstand liebevoller Beobachtung und dichterischer Darstellung gemacht zu haben. Seither ist die deuffche Dorf- nsschichte mächtig emporgevluht und wer etwa Louis Lüfters tuck)- ligeS Buch:Die oeutidje Dorfdickstung von ihren Anfängen -is zur Gegenwart" (Salzungen, L. Sck>einmesser) liest, der wird caabesu staunen, wie groß die Zahl unserer Torfgeschcchtemchrecber und welch hervorragende Namen sich darunter besmden. Es ift die Freude an der deutschen Heimat, die da den Poeten ine lieber geführt hat, und ist auch bei manchem mehr der gute Mle als das dichterisck-e Können anzuerkennen, eines muß man tu Torfgeschichtenliteratur nachrühmen: sie hat sich von den Auswüchsen des modernen Literatentums frei gehalten und hat ich moratiicfc Gesundheit und sittlichen Ernst bewahrt.

Ein Hanptverdienst unserer Dorfgeschichten ilt es aber auch, M j sie die einzelnen deutschen Stämme einander naher gebracht tu , Wenn heute um nur ein Beispiel zu nennen ! eine ^richtige Sympathie den deutschen Steirer mtt den ~cuten an '.nWaterkant" verbindet, so dürfen sich das Verdienst, die,es 3anb geknüpft zu haben, Rosegger und Reuter zuichreiben. Hai liefet uns Alpenbewohneru den kernigen Mechchen>chlag beS deut- d)itn Nordens kennen und lieben gelehrt, so hat stner Verständnis -m herzliche Teilnahme für unser Wesen bei den Norddeutschen -weckt. Mehr als cs dem Politiker gelingen kann, kann der Sät)ter Stamniesvorurteile bekämpfen und gegenseitiges Berstand- iis=, gegenseitige Liebe herbeiführen Helsen, oebe dichterische Er- tteßung deutscher Landschaften ist daher eine nationale -Lat jeder, der nicht nur mit Liebe, sondern auch mit dem ertt- M'chenden Können sich diesem Werke widmet, dars der sreund- iüsten Aufnahme sicher sein. . .

Ein solcher Dichter ist der in Bensheim an der Bergstraße Jirlenbe Seminarlehrer PH. B ux b äum. Die deutM^ ^mnd- J<ft, die uns seine Poesie erichlonetl haü ist der Odmwalch 3on demselben wußten wir bislang sehr wellig. Otto Muller chtieb ein paar Erzählungen, und Georg auch tine

eilige und wissenschaftlich wertvolle Heimatkunde de? -bew- ' -2-des herausgab, vevösfentlichte ^dichte in -.denwal^r Mund- .it Wie letzterer, so wurzelt auch Buxbaum gan» und gar m eiter Odenwälder Heimat und wie in .Riegel malen N ) n den sechs Büchern, die er bisher verottentlicht hat, Land und ^tte zwisck-cn Neckar und Main. . ..

Ter erste Eindruck, den man gewinnt- ">enn 'nun^va

Bäiide,Bilder aus beut Odenwal der ,^sleben,liest^ >l ter, daß alle die kleinen Geschichten und S^en,bcedammen .Malten sind nickt am Schreibtisch ersonnen und erklügelt worden im, sondern daß sie aus dem vollen Leben herausg ^6 Ml en sind.

Dichter war lange Zeit Lehrer irrt^Huwalde undhat ms oLijer reichliche Gelegenheit gehabt, das ^lk in alum seinen Mr ä W

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Flügeln des Liedes ist der Name Nassau durch alle Welt erklungen: seiner nassauischen Heimat und seinem deutschen Aaterlande zu Hellem Ruhme ertönt bis auf den heutigen Tag die alte Weise: Wilhelmus von Nassauen bin ich von deutschem Blut. Saevis tranquillus in undis ruhig im bilden Woaendrang war der Wahlspruch zu dem Sinn- bilbe, das oer große Cramer sich erkoren hatte, dem Eis­vogel, der sich und seilt Nest von der dräuenden Flut tragen läßt. Ihm, dessen Lebensschiff -einst in der Ferne durch uilbe Wogen dahingetrieben ward, dem soll hier an den linden Quellen seiner Heimat zu seinem Gedächtnis dieses Standbild geweiht seilt, das seine nassauischen Landsleute cklzeit in treuer Hut halten mögen!"

Oberbürgermeister v. I b e 11 sprach den Tank der Stadt für das Geschenk des Kaisers aus. Auf die Persönlichkeit Wilhelms I. von Oranien übergehend, sagte der Redner: Er ltoge uns mahnen, Mut und Standhaftigkeit in Zeiten der Aedrängnis zu zeigen, Zwistigkeiten uno Parteihader zurück- itltellen, um einig die großen nationalen Ziele und Auf­gaben erreichen und erfüllen zu können.

Nachmittags um 4 Uhr sand im großen Konzertsaal de-S Kurhauses auf Allerhöchsten Befehl ein Galakonzert i'att Die Majestäten wurden mit Fanfaren empfangen mb nahmen in der Hofloge Platz, von Hochrufen begrüßt. 2«s Konzert begann mit der Festouvertüre für Orchester unb Orgel von Nicolai und wurde ausgeführt durch das

Die deutschen Kaufleute in Marokko.

Während die deutschen Niarokkoenthusiasten darüber klagen, daß die deutschen Kausteute in Casablanka geschädigt würden, beneiden demJournal" zufolge die Franzosen in Casablanka ihre deutschen Konkurrenten. Frankreich habe die Handelsintereffen seiner Landesangehörigen vor den politischen Interessen zurücktreten lassen. Die Deutschen allein hätten durch rasche Auszahlung ihres Entschädigungsanteils große Vorteile erlangt; sie wären sogar die heimlichen Kolninait- ditäre für manche iliilitärische Lieferteng. Reklamationen der Franzosen würden nicht angehört, dagegen erfülle man mit großer Höflichkeit alle internationalen Wünsche und besonders selbst die unverschämtesten Forderungen des Maghsen.

Vie Vebatte über die innere Politik in der Duma.

Man schreibt aus Petersburg:

Die Kritik, die die Vertreter der Opposttion und des ZentrlunS in der Reichsduma am 12. Mai anläßlich der Beratung des Bud­gets des Ministerillms des Innern übten, lieferte ein ziemlich treues Bild von den ic n m ö g l i ch e n Z u st ä n b e n, b i c im Laube herrschen unb bie eigentlich bie offenherzige Aeußerung Kokowzens:Gott sei baut, noch haben w ir kein Par­lament!" in viel höherem Grabe als ben Optimismus Mitju­kows :Gott sei bank, wir haben eine Konstitution!" rechtfertigen. Der erste Redner der Opvosition, Herr Aiaklakow, stellte zwar bie Hypothese auf, nur in der Zentralregierung existiere die Kon­stitution, während in der Provinz überall noch mehr als je das verschlimmerte Regime wüte. Die charakteristischen Tatsachen aus unserer inneren Politik und die Beispiele administrativer Praxis, die der genannte rechtsstehende Kädettensührer und loyalste Parlameiltarier vorbrachte, uiachten einen tiefen Eindruck. Er deckte den krassen Widerspruch auf, der zwischen der von der Zenttalregierung proklannerten neuen Staatsordnung uni) ber ganzen Regierungstätigkeit herrscht.

Dre Regierung, unb vor allem bas Ministerium bes Innern, führt burch ihre Gouverneure unb Generalgouverneure ben schärfsten Kampf eben gegen die K o n st i t u t i o n unb nennt es

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Erstes Blatt 158. J-Hrgmi, Samstag l«. Mai 1808

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