Übungen vorzunehmen. Nach der großen Truppenschau der Mainz nimmt doS Schießen seinen Fortgang.
•• Deutscher Kellner-Bund. Anfang Lktober findet hier die Jahresversammlung deS Deutschen Kellner- BundeS für die Rhein-Mam-Lahn-Zone einschl. Süddeutschland statt. Die Veranstaltung wird zwei Tage in Einspruch nehmen; eS werden Delegierte von sämtlichen BezirkSvercmen, besonders auch auS den größeren Städten, hier erwartet.
fc. Laubach, 16. Aug. Infolge Ablebens des Grafen Ernst zu SolmS-Laubach ist in den zu der EtandcLherrschast SolmS-Laubach gehörenden Orten eine achttägige Trauer angeordnet worden.
fc. Schwalheim, 16. Aug. Die hiesige Bürger- Meister-Stichwahl zwischen I.Hensel III. und 0. Hensel I. (der seitherige, vom Verwaltungsgericht abgesetzte Bürgermeister) findet am 21. August statt. Mit Spannung erwartet man allenthalben den AuSgang.
Io. Kaich en, 16. Aug. Eine von unserem Bürger- meister einberufene Versammlung, die auch auS der Umgegend gut besucht war — ReichstagSabgeordnetec Graf Oriola war auch anwesend — sprach sich für die Errichtung einer Güterladestelle an der Haltestelle Erbsiadt-Kaichen auS.
- Büdingen, 14. Äug. Die Vorbereitungen für die LSandcrversammlung des Oberhessf schen Bienenzüchtcrvereins sind nun beendet. Tas Ausstellungslokal — Garten und Gartenhalle des Hotels Fürstenhof — ist für derartige Unternehmungen sehr geeignet. Inmitten der Stadt, am alten Jerusalemer Tor gelegen, ist es für Einl-eimifche und Fremde bequem zu erreichen. Boni Garten aus, einem Teil der alten Stadt- iimwallung, genießt man bei klarem Wetter einen herrlichen Blick auf Büdingen und seine ehemaligen Befestigungsanlagen, sowie auf die nähere Umgebung der Stadt. Ist das Wetter günstig, so wird das unternehmen seine Anziehungskraft nicht verfehlen. Und ein Besuch der Ausstellung dürfte auch niemanden gereuen, denn sie ist sehr reichhaltig beschickt und geschickt angeordnct. VMen den bekannten obcrhcssischen Imterjirmen sind auch mehrere auswärtige, selbst von Eleve an der holländischen Grenze, mit Pavillons, Bienenwohnungen oder Gerätschaften für den Bienenzuchtbelriev vertreten. Daneben stehen im Garten lebende Bienenvölker, und nichr denn luo Bienennähr- pslanzcn veranschaulichen dem Besucher, woher die Biene die kostbare Götterspeise, den Honig, entnimmt. In der Garten Hal le haben Wachs und .Honig Aufstellung gesunden, letzterer teils flüssig, teils kandiert und in den verschiedensten Farben prangend. Eine Tombola gibt dem Besucher Gelegenheit, dem Glücke die Hand zu bieten, und auch der Musikfreund dürste auf seine Rechnung kommen, da während der beiden Ausstellungstage — 16. und 17. August — ein Teil der Hanauer Ulanenkapelle konzertieren wird.
2 Krofdorf, 16. Aug. «Zusammenlegung. Elektrische Bahn.) Die |cn Jahren eifrig betriebene Zii- sammenleguna cxt großen Feldmark Krofdorf-Gleiberg 'st so weit vollendet, das; die lieber gäbe noch im Lause dieses Herbstes er- wlgcn kann. Tie Besitzer hoben sich aber dahin geeinigt, bezüglich der mit Idee bestandenen Grundstücke erst im nächsten Jahr den Austausch vor zu nehmen. Unter dem vielmaschigen Wegenetz hat der Ausbau einer neuen Straße oberhalb der Seemühle die meisten Kosten verursacht. Diese am Fuße des Gleibergs all* mählich ansteigende Teilstrecke bildet die direkte Fortsetzung der neuen Stwßc Gießen-kTosdors, welche in gerader Richtung in die dortige Sdmtzcustraßc einmüntxt. Sie ist für die Anlage einer elektrischen Bohn wie geschaffen und wird >oohl die Stadt Gießen nicht versäumen, auch unseren Ort in ihren Bereich ein* ßafck-l! f;vi!
W Hanau, 15. Aug. Der Verband deutscher Kriegsveteranen fyelt heute hier seinen VerdandStag ab, dem auch Reichstagsabgeordneter Graf Oriola beiwohnte. ES wurde u. a. beschlossen, eine Petition an den Reichstag zu richten, daß die NnterstützungSbedürftigkeit von Veteranen noch bei einem jährlichen Einkomnien von 900 Mark anzuerkennen und von einer ärztlichen Untersuchung gänzlich abzusehen fei. Der nächste VerdandStag soll in Lauban in Schlesien statt- finben.
Kurs über zamilienforjchung und Vererbungslehre.
Bei dem Mur», der vom 3. bi4 6. August in Gießen statt- gefunden hat, vereinigten sich 56 Zalnel/mer auS allen Teilen von Deutschland und zum Teil aus dem Auslande (Holland, Schwei;, '.'Nordamerika, Rußland. Eine beträchtliche Zahl von Aerzten war mit Üki|*tlid>en, Lehrern und Juristen, zum Teile in hervorragenden Stellungen, dabei versammelt. Darunter sah man eine Reihe von Teilnehmern, die im Gebiete der natunvisseu- schasttich-genealogischen Forschung und verwandten Bestrebungen ,chon literarisch und organisatorisch hervorgetreten sind, z. B- Tr. Ploctz aus München, Herausgeber des Archivs für Rassen- und Gesellschaftsbiologie, Tr. 51'a u p auS Berlin von der Zentrale für Bolkswohlfahrt, Rechtsanwalt Tr. Br ey ma nn-Leipzig, Borstand der Zentralstelle für Deutsch.- Personen- und Famrlien- gesckichte, Dr. von den Beiden aus Weimar, bekannt durch seine genealogische Malerei. Auch einige Damen, die Vorsteherin eines Erziehunqsinstitutes und eine amerikanische Lehrerin, nahmen als vollberechtigte Mitglieder an dem Jturfe teil. Beachtens- wert ist die rege Anteilnahme aus dem Großherzogtum Hessen, besonders Gießen und Umgebung, ivobei eine Anzahl bekannter Persönlichkeiten bemerkt tvurde. Als Bortragende nahmen außer dem Veranstalter des Wurfes, Pwsefsor Sommer, die Pro- fessoren Strahl, Hansen und Tannemann, ferner als Genealoge Herr Tr. Kckule von Stradonitz aus Berlin teil.
Schon bei BegrüßungSabend in dem mit Pflanzen geschnrückten Saale des Hotel Schütz war durch das gemeinsame Interesse an bau Gedankenkreise des nurscs sehr belebt. Die weiteren Tage zeitigten vielfache geistige Bestehungen ber den verschiedensten Be- rufen angehörendei» rtursteilnehmer untereinander und zu den Bortragenden.
Herr Tr. Kckule von Stradonitz entwickelte die Grundbegriffe der Genealogie, erläuterte den Unterschied der Stamm- und der Ahnentafel, sowie d,e Art der Bezeichnung einzelner Personen int System der Ahnentafel. Ratunvifsen- (dxiftiid) genügt es nicht, nur die Vorfahren dcs Bakers mit gleichem Rainen zu ermitteln, sondern für die Frage der Vererbung müssen die sämtlichen Mitglieder der Ahnenreihe durch mehrere Gene- rationell scstgestrllt werden. Tcr Vortragende gab eine Reihe von Beispielen, u. a aus jetzigen Herrscheriamilien. Die Grund- begriffe der Genealogie sind die gleichen, mögen sie auf adlige, bürgerliche, Bauern, oder Arbeiterfamilien angeioendet werden. Raturn'nienschaitlic. handelt es sich darum, die körperliche und geistige Befdkmcuhcil tKi Ahnen festzustellen und daraus, ivenn möglich, die Beschaffenheit der Nachkommen »u erklären
Die Vererbung von Eigenschaften .nbezui auf die einzelnen Menschen und die Erscheinung von ähnlichen Anlagen, die uns m Form von stamme»* und VollScigcnschaften entgegentreten, be ruht un Grunde au, der Beschafsendeit und dem Zusammen- Irenen von »cimelcmenten bestimmter An Taher ist bei Betrachtung der Vererbung, «rtenbübun i und Variation die Untersuchung der Keimzellen erforberliä- und deren . ..richtung notwendig.
Tie Darstellung dieses Okbiete» hatte Herr Professor Strahl übernommen und führte biadbe in wi,seu>lHiiul.l^r und Zugleich gemeinverständlicher Form durch, wobei der Ertragende sei»
Ausführungen durch sehe lehrreiche Modell' und nnkrofkopische Prävarate erläuterte. — Nach beoent Einblicke in die mensch- litbe ittimcntnn'felung bot Herr Gehenneral Harnen^me um- 'assende Ueber'icht über b:e Fragen der Verechung, Artenenr- rrrcfelung, Bildung von Loria nonen bet den Bilanzen, wo der er die vcn Mendel entocck'.en Bererbuntsregeln mbe^ug mtt dre Blüteniarbe bestimmter Pflanzenarten durch lehr anichauliche Ueberiick.tSta'cln erläuterte. — Tre Kursteilnehmer ha cn^ gerade auch die Terrsrelluna der genannten Probleme durch die riachoer- treta mit großem Interesse ausgenommen. .
Aus dieser breiten naturwissenschaftlichen mtb genealogiidjen Grundlage erörterte sodann ^rofeior Sommer^die angeborene Anlage des Menschen vom tfr/tc vdu'wlci'tchrn xtunbpunrit. besonders alS Ausgangspunkt aller B^radwungen über die Vererbung von Eigenschaften. Er t>:ban>-lte bte «yrage, wie roeu ,'ich diese Anlage bei genauerer Untersucknmg mit frnnmmten '.'Ji et hoben in gesetzmäßiger ZSeuc »um Ausdrucke bringen läßt, nobet er auf Grund von PJiäbngtn Studien über bin« »yragen eine An^rhl von schlagenden Beispielen gab. Im Zusammenhänge damit fand nne Erläuterung der llntersuchungsmittcl und der Loborawnen der Klinik für r^ochifdre und nervoie Krankheiten statt, in der alle Vorlesungen mit Ausnahme der anawmiichen gehalten wurden. Turch Dergletoynbc Anwendung derselben Methoden auf Normale, Nervöse und Geisteskranke haben sich eine Reihe von Einblicken in bte Besonderheit von angeborenen An- lagen und Die Art ihrer Abweichungen und Störungen ergeben. Bei ber Torstellung per angeborenen Anlage im (hebiae ber M« mal-Psyck/ologie erörterte ber Vortragenbe auch bic erragen ber Erziehbarkeit und der Strafbarkeit.
Tas Thema ber angeborenen Anlage im Gebiete der G e istcs - krankheiten und der Kriminalität wurde,auf Grund bei umiangretdxn Forschungen über erbhdx’ Belastung, unter vielfacher Benutzung von Stammbäumen, Krankengeschichten und (Gutachten durch Herrn Professor Tanncmann erläutert, der tkiran eine Reihe von Betrachtungen u.er die zweckmäßige Be* hanc-lung von hereditär Anomalen knüpfte.
In zwei Schlußoortragen fas'te sodann Professor Sommer bic lahadxn der Degeneration und Oie für die Re- gcucrction in Betraa t kommenoen Mittel zusammen.
Am Mülwvch, dem 5., fand abends m Steins Garten ein von der Mursleitung veranstalteter Vortragsabend über „Bismarck und Go bungSlehre" statt, über den in diesem Blatte schon berich- tet wordcn ist. Tie starke Beteiligung an oicfem öffemUchcn Vortragsabende zeigte, wie weite Kreise nn den tn dem stnqc behandelten Fragen Anteil nehmen und nne die Betrachtung der Ahnenrclhcn, früher Tvmäne der adligen und einzelner burger- haA’r Kreise, in ihrer Bedeutung für Die allgemeine geistige und körperliche Gesundheit des ganzen Volkes immer mehr gewürdigt wirb uno zu einem Gegenwände allgemeinen Interesses geworden ist.
Herr Professor Sommer erläuterte in seinem Schlußvortrag, daß, abgesehen von einer Reihe von anderen Mitteln zur Regeneratwn es 1-auptsächlich darauf ankoinmc, daß ber natürliche A b e l in der Ah neu reihe der einzelnen Menschen möglichst zahlreich vertreten sei, d. h-, daß Die einzelnen Menschen bei der Auswahl ihrer Ehegatten sich von der Rücksicht auf körperliche und geistige Tüchtigkeit leiten lassen sollten.
Am Tounerstag sand im Ansck-lusse an den Kgirs die Be- spreämng über eine weitere Lrganüaiioii der iiaturwlsscnsäxtftlich- genealogischen Arbeit statt, Reihe von anderen daran interessierten Teilnehniern cingefunden hatte. Von der Gründung einer neuen Vereinigung wurde mit allgemeinem Einverständnisse Abstand genommen. Dagegen wtirde als Ziel das richtige Zusammenarbeilen Der schon besteheiideii Ein- rid/tungen dieser Art und deren 2urd)Dringung mit nahimnn'cn» fdxiftlidicii Grundgeoankeir hingestellt. Zu diesem Zwecke wurde ein Ausschuß geivrihlt, der aus den Herren Dr. Breymawn, Tr. Kekule von Stradonitz,^Professor Sommer, Prv- sessor T a n n e nra n n, Dr. Ploe tz", Dr. itaup und Tr. von den Beiden besteht.
Qklegcnllid) der jreien Aussprache machte Herr Tr. von den Beiden Mitteilung über Stammbaum und Ahnentafel des Grafen von Zeppelin, der jetzt im Vordergründe des öffentlichen In- terq'fes stcht. Es handelt sich bei diesem um die Misd>ung norddeutschen Landadels mit Nachkommen von französischen Emigranten und mit sütnvestdeutfchen Volks-Elementen.
9iad;i>cni sdwn am Montag und Dienstag gesellige Ziisammen* fünfte der Kursteilnehmer stattgefundeit hallen, sctüoß der Mur» am Donnerstag abend mit einem noch zahlreich besuchten AuS- vom Mittwoch die Erinnerungen an Goethe ausgefrifd-t louroen, der für Die nalurwisjeiifd-aftliche Genealogie einen Prüfstein für den allnuiljlid,x*n Fortfäiritt dieser BetradstungSart bildet.
Die Lüiederholung eines berartigen Kurses wurde von allen seiten für sehr wünsdxnswert erflärt.
2Cird?c und Schule.
— Naturw issenschaf tlichcr Unterricht an den O e st e r r e i chischc n Mittelschulen. Tie Bestrebungen, dem nattwwissenfd:astlichen Unterrid)te in ber Lehrvenasfung ber höheren Sd-ulen bic ihm gebührenbe Würdigung zu verschassen, machen sich aud) in Oesterreich geltend. Aus einem kürzlich erschienenen Berichte ersehen imr, daß berens zu Beginn dieses Jahres aus Anregung der K. K- zoologisctz-botanifch^-n Gesell- fd)*i!t unter Mitwirkung der geologisdxn und der niiiieralogischcn Gcfellschaft in der Akademie der Wissenschasten in Wim eine Reihe von Tiskussionsabendcn statigesuiidcn hat, an denen iveitaus die Mehrzahl lwr Wiener x?odn"(huIpruieisoren und Fadkehrer des imturwissensdxtstlidxn Unterridsts sich beteiligte. In Der- nüniliger Anknüpfung an bad historisch Genwrdene wurden hier liir die öftere. Mittelschulen entipredx’noe Forderungen ausgestellt, wie sie bei und von der Gesellschaft bcutfd>cr Natur so rfdxr unb Aerzte erhoben ivurDen. Insbesondere wurde betont, daß an allen höheren Lehranstalten neben t*er Physik auch die Chemie, bic Geologie uud die biologischen Fächer eine zeltgemaßc und bessere B. rudjtd■t-.gung finden müssen, alS cS bislxr gefchchm ist.
GerichtssaaL.
Frankfurt a. M, 14. Aug. Bor dem Schösfengerü^ batten ftd> beute 10 Milchhändier nxgen wifseutlieher unb fahrlässiger Nahrungsmittel-F-älschung zu verant- wortm. Tie Angeklagten, Die die Milch teils abgerahmt, teils gewässert unb daun als Vollmilch verkauft hatten, wurden bis auf einen verurteilt und erhielten Geldstrafen von 15 dis 50 Mk. Gin Händler, der gewässerte Butter vertäust Halle, erhielt 10 Mk. Geldftra^e.
ic. öranffurt a- 14. Aug. Ter Diamantschlei- fcr vcinnch Vtahr auS Hanau, ber zuletzt in Höchst a. Main m Arbeit stand, der zmufinann Friedrich Eizcnhöscr unb bessm Ehefrau Marie geborene Schmidt von hier lourDen heute von der hlefigen >-lrastammer wegen Münzvergehm zu ie fünf Äkonaten GeiangNiS verurteilt. Tas Trifolium hatte Ende 19<j7 und zu Beginn tKo wahres 190-s aus Gips Formen zu dem Avers und Revers eines Iweimarkstuckes hergestellt. Ta die Formm zu plump auSgesallen, kam tS zur Verstellung des Gelbe» nicht. T,e milaiigcklagte Eber rau, die jetzt von ihrem Mann getrennt lebt, batte die .'Uchyminen angezeigt.
Ardeiterbewegustg.
Bochum, 11 ,iug Unter lxr Arbeuerichast deS Bochumer Vereins 1 njut infolge d r in den menten Betrieben vorgenom- menfii zehn bi. mn ..vrozentigen Lohnkürzungen E r - regung, besonders wcü Den Lohnhcral.'fekungcn Die Bekannt- gäbe einer 1 »prozenugm Tiorbende voranging In mehreren Vc-rlammlungen wuide g mt das Vorgehen Der Lenvaltung Icb- pau vwuitiert und Re oluiurnen an bi; Direktion be,ch.os'sen.
4.vc vc*)i Jtj.jne.iet au. Sonneberg : Jablr.idx Por- IS“ Ltnclwaren'abrike» r^rzteu inwlge schlechten
Gqch. lattges und l^lkerLportmu :ig crncut btt Arbeits- Ktl. Viele Arbener sind beschafttgunge s-
Konstantinopel, 14. Aug. Dien. Korr.-Dur.^ Die Ausstände der T r a mwa ya ngeste 111 en und der enbertn beiter mit Ausiiadme ber Hai.nauslader sind beendet.
Kopenhagen, II Aug. ie Vertreter br Gnversichaste» nahmen heute abend mit 116 gegen 22 stimmen bei - ctinrrnent» daltungen den Vor,cllag e^s ^.^.n»«t.rs d.. Innern zur Beilegu»^ deS T v pogra phe n ko n fl i kt^S an.
Lille, 11 Aug Aut ^djadtf Nr <• der Grube von Evurrivres ,'ind die Arbeiter wegen Lohnforderungen in deu AuSstond aetr .■ :r Sie rerlangen au® eine Serbrnerung detz rollenden Materials. „
Brünn, 14. Ang Do bie in der Brunner Kamm, garnipinnerci iregm Guttaiiung cinis nathläfiigen Arbeiters in den U. Snaiib getretenen Smnner und .tnoreher trotz der '.luf’orDerung der Organiiatisn der Sd(lin?..!trLellen ihrens bis zum 13. .luguft die Arbeit nicht wieder ausgenommen, be* schloß bie genannte .lrbeitgeberorgairiiation nach deii erfolglos gebliebenen Verdankungen nnt der Arbeitersd^ t oie angedMUr Au-ofpcrrung ,amt»ichcr Arbeiter Dom_ 22. August ab durchzu- fübren; die Aussperrung wird 42 Fabriken umfassen.
S id>iev, 14. Aug- T-e S ! r a ß e n b a b n - A >i g e stell- ten droben, nährend ber Wad Did .»'acks Der amorikan»scheu Flotte in den Ausstand zu treten. Ti. Ursache dieser Aus- ■.Irbeiier, die vor ein ger Zeit entlassen imitocn, wieder einzo- stellen. ' ------ ■- - !--
Rkine Tnarschronik.
In der uon>ergangenen Nacht wurhe der G h a u s f e u r einer '.'tutomobubrt-iu>tc tn 'IX u i: a ; ;t ..aa) nuiaeioDori Dm» giert und dort von seinen Fahrg iten, 511.1 gut gcjleibetcn jungen Männern, plötzlich meudItngs überladen Ter unc warf ihm eine Led.ii^.inge um den HalS, cer aiuere hiev mit nnem Schlagring aus ibn ein. Ter Chauffeur stoppte ao uird^sprang hüierufend vorn Wagen, die Riubcr hinter ihm Drein Sie ver- folgten ben ilicfr-nocn Ghauffeur und hatten es offmbar auf feine Tageseinnahme abgesehen, vot a,s Hilf tarn, ließen bic R ruber von ihrem Cpf'rr av Ter Ehau ;ur irt schwer verletzt, bic Räuber sind entkommen.
In nnciir üctxcu>eieib vei Roßberg Sachsen wurde eine nuinnlitbe Leiche auigviunben. Nach den äntzeren Merkmalen zr schließen, liegt Raubmord vor. Tic Lei®; ist vermutlich die des Jupcliers Rapstein.
Ter Slad.lnaglftrat Schöneberg verbot das Diabolospiel m btn Straßen und Anlagen, da Passanten durch herabfalleiid; Magnctrolleii oiterS Verletzungen erlitten.
Ter aus '.'Jiannbeim gebürtig.' Lim ernt inner Grimm, der die Ivvlyfager Eisenbahn'in Ungarn baut, wurde von Wegelagererri überfallen, die 30 000 Kron.n rauoten. Im kaiupi wurde Grimm leicht, ein rluffenbotc schver verletzt. Mehrere Aröeitn wurden verhaftet.
Einer der verletzten der Katastrophe auf dem franz Schulschiff „Eouronrrc" nt in Toulon -einen Verletzungen erlegt». Damit steigt die 3at)i der Toten auf adtf.
Inwlgc eines Wortwechsels jivnd ;n ltgliedern zweier Musik- gesellsdviten artete ein Blume n kor so im Bad-.orte Vi^lla (Portugal- in ein blutige» Handgemenge aus. Mehren schüsfc wurden abgeieuert, zahlreich Personen verletzt.
Aufsehen erregt cm Vorfall, d.r iid) im Spital der ruu'.anische, Stadt 'Liuzcu ereignet hat. Don wurde eine schwangere fyraa aufgenommen und nad- einigen Stunden, da dem Arzte genietdci morden war, sic fei verschieden, in die Leichenkammer gochant. Als einige Srunden spater bie Autopsie vorgenommen werde» sollte, fand man bic Frau tot, neben ihr tag jedo® cm ncugeborenti Ktnd, cm zweites lag neben dem Seziertische mir jcriibincttertre Sd-adel aus dem Bvdcn. 2ie Frau ivar oisenbar in eine tiefe LHuma d,t gesunken und l>attc in Der Le 1 dzcnha11e geboren Unteriiidnmg wurde eingeleitet.
Handel.
— Aus der heutigen ^..obelinbustrie. GS wat gemeldet, saß die Bergebung Der Mvoellmerungcn |ur da» nrv erbaute ebener ^iathaus bevor frei t Ttcser Auftrag Ditril über 1 '.'711111011 Mark uiniasfen unb bei oer uetniirnben ^uin Mission daher eine große Anzahl erster Firmen aui dem Gebie» bet 'UiöbclmDulttic nd) beteiligen. Der betreuenden Submiifw» resp. toen Grgebnie wird mit großem Intcrrffc entgrgengefehe».
— Bon ber Berliner Börse. Bei Eröffnung war du Tcnbcnz der Börse allgemein schwächer. Die Augultemnahmeii ber ameritanifa.cn Bahnen verstimmten Tw Bruttiw-rlragnifsc wollen eben nod> immer nidx wumch.ms.verterweife in bic voh: gehen. Immerhin zeigte sich ant Luiijen Platz eine gewisse Wtdek» standskrast. Biel Interesse herrfd.w am Eifcnmarkt G» uhc gcmelbct, daß das hwhciseiislvioikat Sd--vierigleiten begegne. Aua gingen Gcrüdckc um, baß D;r Slahlwcrlsvcrbanb eine larmäßlguns ber 5d)iencnprciic bcichlossen habe. Bochumer waren zurrt niebriger am ein Zirkular, wonach Lohwrebultioncn bcabfidMi#: waren. Bankaktien waren wenig Dcranbert. Nanonaloank cimul fester. Der Verkehr m amerikanlsa-on Balmiocrten mai belebt. Du Kurse ließen aber eNvas nach. Baltimore schlossen 95 Prozent Im weiteren Verlaus des Verkehrs regte der ^crid» be« Fror 'JJtongcr an. Xie Tages,vekulatioii nahm Teckungen vor- Ter Privaunskont sdftoß 2?/e Prozent.
Telefonisch© Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitgeteüt von der Dank tUr llnndrl und ludnstrle, Giemen.
Frankfurter Börne 3)je/e Beicbsanleibe . . 82.00 3% do. . . H3.60 3jje/e Kousols .... 88 00 3X do 83.50 8>je/e Hessen 90^0 3^*/, Uberhessen . . . 80.00 4?e Uesterr Goldreuu. . 9m Ob 4*/e ** Oesterr. .'•ilbcneulo 99.45 4?» Ungar Goldronto . . 3 40
4?» Italien, heute ...--
Portugiesen Serie I . 61.50 3K Portugiesen „ III 62.00 4 >j•/, russ Staatsanl. 190o 96 60 V/V., ;apan. sUatsanlnihe b9.30 4?» Conv. Türken tou 1903 93.60 Türkenlose 145 30 4H Gnech. Monopol-Aul. . 5v 6u 4% husaere Argentinier . 85.75 3°/, Mexikaner . . . 65.10 4>tv/e Chinesen .... 87.60
Aktien:
Bochum Guss 223 30 Buderus K W 111.80
, 17. August, 1.15 Uhr.
Elektns. Lahmeyer . . . 11901 Elektnz. Schuckert . . . Iu7.fr. Escbweiler Bergwerk . . 2UU* Gelsenkirchen Bergwerk . 194 tz Hamburg-Amerik. Paket», llu.2- Uarpentr Bergwerk. . . 200.9. Lanrnhütte 212.« .Xurdd. Lloyd . ... 94 4
Obci«cblt« Ei*en-Iudnstrle 108.« Berliner Handelsge* . . 1651- barmsUdler Bank . . . 1Z7A Deutsche Bank .... 236« Deutsch-Asiat. Bank . . 135.* Diekonto-KomuiandiL . . 176.9 Dresdner Bank .... 142.* Kredilaktieu IW 1 Baltimore- und ÜLdo-
hiseulahu 94-
Gotthard bahn —
Lombard. Lisenbahn . . 2171 Uesterr. blaaUbanu . . . 147.'? i’ r ince-11 eun-hiseu bah u . 122 »
Tendenz: fest.
Berliner Böree, 17. August. Anfangakurie.
Cauada E. B 166 00
Darmstädter Bank . . . 127.9
Deutsche Bank .... 235.70
Dortmunder-Union C. . . 57.40
Dresdner Bank . . . 142 9u
Tendenz t fest.
Harpeuer Bergwerk. . LaurabüUe . . . . ..umuarden E. B. . . Nordd. JJoyd . . . . • tirienJose
201.1-
212.0
94 1 144>
Eine interessante Toiletteseife
ift bie auf Bakis der idion im Altertum al» Schönheitsmittel bo* geschatztrn Myrrhe, DargeueUie Mvrrhulinkeiie. Wir emokeole: Daher allen oenienigen, welche auf einen hutüchen Demi, au» Rei» veu und . .arihctt Des Antlitzes unö der Hande Wert legen, »ei laaiiiden iMcbtnucb der Mvr rdol,n«el»e.
Die Sommerhitze bringt große <*kiabr für alle mii Milch er nahnen Lauglmge, und irrten ^.armkronthetten unö Brcchburw'all. in eNchreckendcr Wei-e au». Wer «einen Liebling biefn arosci iHcabr mchl aus fetzen will, beuge uv, unb ucrab-olac Heu, Ninlx eine gleichbleivenbe, Oie Erbauung nictzi itot. nbe Nahrung. Tie dNa Gewahr bicici bicnn das feu ,'mDren altbewahrte Neftle iche HxnbcT me^lr weil dasselbe nur mit Waffer zuberettet werden braucht
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