Nr. 139
Zweites Blatt
158. Jahrgang
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
General-Anzeiger fit Vberheffen
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e^5L Redaktion:«-^ II». Tel.-Adr^'AnzeigerDießen.
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts «■ Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Die „flHtßtnci §amilienb!2tter- werden dem EAnzetger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreteblott für drn Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit« fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Dienstag 1K. Juni 1908
Gießener Anzeiger
4)oSitLsche L^ges-chari.
lieber eine angebliche Rede des Kaisers, die nach der Besichtigung der Garde-Kavallerie auf dein Döberitzer Truppenübungsplätze in der vorigen Woche gehalten sein soll, machte der Berliner Korrespondent der ,Dortmunder Zeitung" seinem Blatte Meldung. Danach habe der Kaiser laut und anscheinend zur besonderen Beachtung für die fremden Militärattaches geäußert:
»Nun, eS sieht ja ganz so aus, als ob man uns ein- kreisen und stellen wollte. DaS werden wir zu ertragen wissen. Der Germane hat nie besser gefochten, als wenn er sich nach allen Seiten hin wehren mußte. Sie sollen uns nur kommen. Wir sind bereit."
Dem „Berl. Tagebl." wird von angeblich unterrichteter Seite mitgeteilt, daß der Wortlaut der Ansprache, wie ihn die „Dortm. Ztg." veröffentlicht hat, nicht authentisch sei, doch habe sich der Kaiser tatsächlich in ähnlichem Sinne geäußert. Diese Aeußerungen seien im Anschluß an eine Erörterung über militärtechnische Fragen gefallen.
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Friede im Flottcnverein.
Der Friede im Flottenverein ist in Danzig besiegelt worden. Ein Friede, der Dauer verheißt, weil er auf einem Ausgleich auf Entgegenkommen von hüben und drüben beruht. Dem General Keim ist der billige DankeSzoll nicht geweigert worden; man hat ihm ein überaus herzliches Telegramm gesandt; man wird ihn vermutlich demnächst auch zum Ehrenmitgliede ernennen. Aber man hat auch davon abgesehen, durch seine demonstrative Wiederwahl die AnderSmeinenden zu reizen.. Der Fürst zu Salm - Horstmar wurde zwar wiedergewählt; aber man rechnete schon im Moment der Wahl mit der Ablehnung und loste für ihn gleich den Ersatzmann auS. In einein Stück unterlagen dann auch die Bayern. Gegen ihr Votum wurde eine Resolution angenommen, in der ausdrücklich der Flottenverein ein national-politischer Verein genannt wird. Aber mit Bedacht wurde hinzugefügt: das solle nur soviel heißen, daß der Flottcnverein ein vaterländischer Verein sei, der über den Gegensätzen der Parteien und Konfessionen stände und keine Parteipolitik treibe. Man versteht eigentlich nicht recht, warum die Bayern dieser Entschließung nicht zustimmen mochten: für unser Gefühl wird dadurch ja gerade alles ausgeschlossen, woran jene bisher Anstoß nahmen. Immerhin scheint das keine Verstimmung in die Versammlung getragen zu haben. Denn nahezu im selben Athemzug ward beschlossen: die nächste Jahrestagung solle auf bayerischem Boden in Nürnberg stattsinden. Wir freuen uns des ge- rechten Ausgleichs von ganzem Herzen. In ihm ist jeder billige Anspruch zu seinem Recht gekommen; nur die Ultras sind mit dem ihren unterlegen. Das möchten wir geradezu als einen Segen ansprechen. Irgendwo lasen wir in einer Vorbetrachtung zur Danziger Tagung: Die Bayern hätten sich zu fügen. Ging's dann nicht mit den Bayern, so müßte cS schon halt ohne sie gehen. Für eine solche Trotzkopspolitik bedauern wir, nicht das Verständnis aufbringen zu können. So stehen die Dinge überhaupt nicht im Reich, daß wir uns so gleichmütig den Sport leisten könnten, den einen oder andern Stamm zu verärgern, ihm die Freude am gemeinen Wesen dauernd zu vergällen. An centripetalen Kräften ist doch wahrhaftig bei unS kein Mangel. Streben wir aus ganzer Seele, den Zusammenhalt zu stärken. Nur so arbeiten wir in Wahrheit fürs Vaterland.
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Zur Landtagswahl.
Da? Zentralbureau der Freisinnigen Volkspartei veröffentlicht folgende Mitteilung: „Wir bitten unsere Parteifreunde überall da, wo Nationalliberale in der Stichwahl stehen, mit allen Kräften für sie einzutreten. Die gleiche Unterstützung wird den Freisinnigen von feiten der nationalliberalen Partei für die Stichwahlkandidaten der Freisinnigen Volkspartei zugesichert."
Die zukünftigen Steuerpläne.
Die „Norddeutsche Allg. Ztg." schreibt: Am Freitag und Sonntag fanden im preußischen Staatsministerium vertrauliche Besprechungen über die Reichsfincmzreforni statt. Den Beratungen werden weitere mit den anderen Bundesregierungen folgen. Der Reformplan und die dem Bundesrat und dem Reichstag zu machenden Vorlagen stehen also noch nicht fest. Gegenüber zahlreichen Meldungen, die in mehr oder weniger bestimmter Form von den Absichten der Reichsregierung zu berichten wissen, kann nur betont werden, daß man es hier mit Kombinationen zu tun hat, denen es im gegenwärtigen Stadium der amtlichen Beratungen noch an ausreichenden Unterlagen fehlt. So war kürzlich das von der „Köln. Volksztg." der Oeffentlichkeit dargebotene Steuerbukett fast durchweg aus P h a n t a s i e b l u m e n gewunden. Falsch sind ebenfalls, wie wir bei diesem Anlaß fcststellen wollen, die Angaben des genannten Blattes über eine angeblich am Donnerstag erfolgte Besprechung der Blockführer mit dem Reichskanzler. Eine derartige Konferenz fand überhaupt nicht statt.
iö? Deibaiiöstag öes veutzchen TechmiecverdaMs.
lieber Schulwesen und fachwissenschaftlich« Angelegenheiten sprechen Verbandsvorfitzende Kraecker-BerliN und Richln-Aachen, die beide dem Landesverband als Berpäte angeboren, wiederholt hat der Verbandsvvrstand gegen minderwertige nicht staatliche technische Lehranstalten mit Erfolg Front genrachchebenio ftch energuch gegen geplante Neugründungen technischen Fachschulen gewendet und in entsprechend begründeten Eingaben auf bre Verbesterung des gewerblichen Schulwesens hinzuwirken gesucht.
Bei der Besprechung der geplanten Neuorganisation der Bau- Lewerkschulen wurde von dem Verbandstag beichloiftn, Qit maß
gebender Stelle dahin zu wirken, daß an den staatlichen und staatlich anerkannten Bauschulen Deutsch als Hauptfach in den Lehrplan ausgenommen wird, oder daß die Aufnahme der Schüler von dem Bestehen einer Vorprüfung in Deutsch abhängig gemacht werden soll.
Ebenso tourbe deo Verbandsvorstand beauftragt, mit allen Mitteln dahin zu wirken, daß den Absolventen der technischen Mittelschulen dieBerechtigungzumeinjährigenDienst gegeben wird.
Auch zur Reform des Patentgeseßes und des Rechtes der Angestellten an Erfindungen wurden verschiedene Vorschläge gemacht.
Bei der Verkündigung der Preisträger aus der letzten Verbandskonkurrenz wurde beschlossen, Preisausschreiben in Zukunft nur noch auf Grund von Aufträgen anderer zu veranstalten und wenn nötig, die ausgesetzten Preise aus Verbandsmitteln auf eine angemessene Höhe zu bringen.
In bezug aus die W o h l f a h r t s e i n r i ch t u n g e n desVer- bandes wurde eine Zentralisierung und Resorm des Stellenvcr- mittelungswesens und ein zweckentsprechender Ausbau der Aus- lunftei.über Firmen und Ortsverhältnisse in Aussicht genommen. Die hierzu eingebrachten Anträge wurden dein Verbandsvorstande als Material überwiesen.
Der dritte und letzte Verhandlungstag brachte sehr stürmische Debatten. Insbesondere handelte cs sich dabei um Angriffe gegen den gescl-ästsführenden Vorstand, die auf der Vertreterkonserenz der Bezirisverwaltungen in Magdeburg vorbereitet waren und wegen eines Defizits in der letzten Jahresrechnung entstanden waren, das durch Die Preisgabe des Reservefonds gedeckt werden mußte. In der Hauptsache ist dieses rund 14 000 Mark betragende Defizit auf die Unrentabilität der Verbandszeitung ^UDückzuführen. Die gesamten unliebsamen Vorgänge auf dem Veroandslag sind eigentlich nur durch mehr oder weniger versteckte Wühlereien des „Bundes der technischen industriellen Beamten" entstanden, wie seitens der Redner des gesck-äftsführenden Vorstandes mit aller Schärfe betont wurde. Dieser Bund tritt bei jeder Gelegenlzeit als entschiedener Gegner des Deutschen Technikerverbandes auf und bewies das auch jetzt wieder in Kknigs- berg, wo er in wenig zarter Weise am Eingang zum Verhandlungssaal seine Propagandaschristen verteilen ließ und auch an den Litfaßsäulen für sich Reklame machte. Wohl hatte der geschäftsführende Vorstand trotz aller möglichen Klagen und Beschwerden schließlich doch die Mehrheit der Delegierten auf seiner Seite, aber der Fortgang der Verhandlungen wurde doch durch den immer wieder hereingetragenen , Zündstoff" ganz ungemein aufgehalten und gestört. Die Zeitungsangelegenheit, die den Verband in den letzten Jahren wirtschaftlich sehr stark belastet hat, wurde ebenfalls zu einem gewissen Abschluß gebracht. Auf Vorschlag einer mit der Regelung dieser Frage beauftragten Kommission beschloß der Veroandstag, die jetzt noch bestehenden Verträge zu kündigen, den Druck und den Inseratenteil einer anderen Firma zu üercragen und unter den neuen Verhältnissen den sachwissenschaftlichen Teil der Zeitung beizubehalten, den sozialpolitischen Teil aber weiter auszubauen. Nach dem Rechenschaftsbericht d^s Verbandsdirektors Tr. Feldgen betrugen im letzten Jahre die Einnahmen des Verbandes (einschließlich Reservefonds) 350 784,16 Mark, die Ausgaben 355 822,82 Mark. Dazu treten 29 810 Mark Außenstände. Die Zahl der Mitglieder beträgt 25 052. Auf Antrag stahnt-L'chzfg wurde beschlossen, die gesamte Rechnungslegung durch zwei vereidigte Bücherrevisoren auf Verbandslosten prüfen zu lassen. Vorbehaltlich dieser Nachprüfung iüurüe dann der Rechenschaftsbericht richtig gesprochen. Dank der Rührigkeit Der Zweigvereine hat Der Verband in Der letzten Zeit wieder eine ganz außerordentliche Entwickelung aufzuweisen gehabt.
Ein Antrag der Bezirlsverwaltung Leipzig, die selbstöndlgen Mitglieder sollten nicht mehr in Den Verbandsvorstand und die Vorstände der Bezir'sverwaltungen gewählt werden dürfen, was einem Aufgeben des bisher gewahrten paritätischen Prinzips gleich- geiommen wäre, wurde nach sehr erregten Debatten mit überwiegender Mehrheit ab gelehnt. Beschlossen wurde dagegen, daß in Zukunft Lezirksverwaltungen nicht mehr als 500 Mitgliedern einen, und je zwei Bezirlüverwaltringen mit weniger als 500 Mitglieder zusammen auch einen Vertreter in den Gesamt- Vorstand zu wählen haben. Auch den drei Sondergruppen der Gemeindetechniker, der Maschinen- und Elektrotechniker und der sächsischen Eisenbahntechniker würbe es freigestült, auf Kvsten des Verbandes in den Gesamtvorstand je einen Vertreter mit beratender Stimme zu entsenden, um ihre besonderen wirtschaftlichen Interessen dort ivahrzunehmen. Gleichzeitig wurde den Bezirksverwaltungen abgegeben, ihre Vertreter zum Gesamtvorstande bis zum 1. August d. I. dem geschäftsfichrenden Vorstände namhaft zu machen. Die bisherigen Mitglieder des erweiterten Vorstandes bleiben bis dahin im Amt. .
Zu Agitationszwecken wurde die Anstellung von drei Oberbeamten als Agitationsredner mit einem Gehalr von je 4000 Mk. beschlossen und dazu Kaufmann-Würzburg, Schubert-Leipzig und Gramm-Ml in Aussicht genommen.
Der Verb andsv o r sitzende wird in Zukunft auch besoldeter Beamter des Verbandes sein. Er wird zwar den Vorsitz elbst ehrenamtlich versehen, daneben aber als Chefredakteur der „Deutschen Technikerzeitung" ein Gehalt von 6000 Mark beziehen.
Zum Verbandsvorsitzenden-wuide Ingenieur K r a e ck e r - Berlin mit großer Mehrheit wiedergewählt. Im übrigen wurde die von der Vezirksverwaltung Brandenburg vorgelegte Vorschlagsliste für den geschästsfühvenden Verbandsvorstand in Berlin gc» wählt. Die gewählten Vorstandsmitglieder wurden sofort durch Architekt Höhne-Leipzig verpflichtet. .
Die Kosten für die Vertreterkonferenz der Bezirksverwaltungen in Magdeburg ivurden nach recht hitziger Debatte mit 14000 gegen 10 000 Stimmen in namentlicher Abstimmung auf den Verband übernommen. . , ..
Die vom Gesamtvorstand vvrgeichlagenen und als tm Interesse Der Sache notwendig begründete Abänderung der Satzungen uer Verbandssterbekasse wurden einstimmig genehmigt., .
Der nächste ordentlick-e Verbandstag wird Litern 1910 in Stuttgart zusammentreten. ,
Inzwischen wird, da Der Deutsche ^ecqrukerverband im Jaiyre 1909 sein 25 jähriges Bestehen feiert, voraussichtlich noch em Jubiläumsverbandstag stattfinden.
Naclchem schließlich von einer beantragten Erhöhung der Beiträge Abstand genommen war, wurde der 19. Verbandstach um 2 Uhr nachts mit einem Hoch auf Den Deutschen Technlkerveroand geschlossen. __ ____
Ans StadL nnd Land.
Gießen, 16. Juni 1908.
•• Lehrerpersonalien. Uebcrtragen wurde dem Lehrer Friede. Dietz in Breungeshain, eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hillesheim. — Entlassen wurde Die Lehrerin an dec höheren Mädchenschule zu Offenbach Elisabeth Schaub auf ihr Nachsuchen. Erledigt sind: Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober-Olm, und zwei mit fall). Lehrern zu besetzende Lehrerstellen an der Gemeindeschule zu Vlernhenn.
" Erledigt ist eine mit einem kath. Lehrer zu be*i setzende Lehrerstelle an der Geineindeschule 311 Hainstadv (Kr. Offenbach).
"Obsternte-Aussichten! Die Obstbaumblüte ist! nun allenthalben vorüber und der Fruchtansatz läßt in unseres Gegend im allgemeinen eine gute Ernte erwarten. Reich' behangen sind die Kirsch bäume mit schön entwickelten! Früchten, hier und da schon leicht von der Sonne gerötet. Zwetschgen und Birnen gibt es nur mäßig viele. Ihres Blütezeit siel in eine Regenperiode, welche Die BefruchtungS- organe zerstörte, bevor Die Befruchtung stattsinden konnte.! Aehnliche ungünstige Witterungsverhältnisse in der Blütezeit erklären den schwachen Fruchtansatz der Beerensträucher. Gartenerdbeeren scheinen eine Aiisnahme zu niachcn. Unser edelster Obstbauin, dec Apfelbaum, verspricht Diesmal einen guten Ertrag im Gegensatz zu Den beiden Vorjahren.' Damit eröffnen sich auch herrliche Aiissichten für Den Aepfel- weinkenner. Sie werben Dann im nächsten Jahre nicht fortwährend Die ja leider eben oft berechtigte Klage zu erheben! braiichen über ein „Gewächs, sieht aus wie Wein, ist's aber nicht."
** Oberhessische Eisenbahn fragen. Man') schreibt uns: Wie ich aus einem Bericht in Ihrer Zeitung! vom 10. Juni aus Ulrichstein ersehe, so ist die Frage der Erbauung einer Bahn nach Ulrich stein wieder angeschnitten worden, jedoch mit dem Zweifel, ob eine Ab- zweigung nach Groß-Felda gebaut werden wird. Meiner Ansicht nach ist es absolut nicht notwendig, die Bahn von der Station Mücke nach Ulrichstein zu führen. Ich, der ich: im Feldatal geboren bin, kenne im Umkreis von vier Stunden, die ganze Gegend und zwar so genau, daß ich jedem Situa- lionspläne machen könnte. Es ist mir deshalb nicht ganz! klar, wie man von technischen Schwierigkeiten sprechen kann. Hat denn der Marktflecken Groß-Felda mit seinen industriellen Anlagen, seiner ausgedehnten Landwirtschaft und seinem lebhaften Handel, sowie die Orte des Feldatales' Schellnhausen, Ermenrod, Klein-Felda, Zeilbach, Kestrich, Windhausen, Köddingen und Stumpertenrod weniger Berechtigung auf Erbauung einer Bahn, als Das Ohmtal? Ich glaube, wenn man eine Bahn baut, so baut man eine' solche nicht von heut auf morgen, sondern für. immer, und da kommt in erster Linie Die Rentabilitätsfrage in! Betracht, auch wenn, was ich immer noch bezweifele, sich! einige Bauschwierigteiten zeigen sollten. Das F-eldatal mir seinen fleißigen, rührigen Bewohnern ist eine unbedingte. Bürgschaft für die Rentabilität Der Bahn in erster Linie,, in zweiter Linie in ungeheuren Holzlieferungen'aus den! ausgedehnten Waldungen, Denn die LebenäbeDingungen einer. Bahn beruhen nicht auf Der Persvnern, pnütm auf dep Güterbeförderung. Meiner Ansicht nach könnte die Bahn von Ehringshausen abgeleitet werden und zwar vorerst auf dem Bahnkörper der Oberhessischen Bahn bis an den Wald,. an der Waldseite entlang links der Felda der Quellrichtungj bis auf Den Rottberg, Lunberg, an dem Backofenkeller (ein! Stück Räuberromantik, angeblich eine Höhle aus Schinder-) Hannes Zeiten-, sowie an Schellhausen vorbei^ oberhalb!! der Au an dem Schellhäuser Wald vorbei, mit einer lieber-, brückung nächst der ersten Mühle über die Felda, an Groß-^ Felda vorbei, dis an die Chaussee Klein-Felda—Zeilbach, wo auch der Bahnhof im Interesse dec anderweitig beteiligten Orte Kestrich, Klein-Felda und Zeilbach, sowie der zu errichtenden Anfchlnß-Gleise hinkommen könnte. Tie Weiterführung könnte im Tale der Felda bis Stümperten-^ rod geschehen und von da südöstlich dis Ulrichstein. Wäre eine Weiterführung dis Schotten geplant, so könnte eine solche auf der südöstlichen Seite weiter erfolgen, wenn aber, was leichter ausführbar wäre, Ulrichstein mit Lauterbach verbunden werden sollte, so käme eine Weiterführung nur; auf der nördlichen Seite in Betracht. Im Interesse des gesamten Feldatales, aber auch seiner Amtsgerichtsstaoft Ulrichstein, wäre es zu wünschen, wenn das Projekt so! ausgearbeitet würde, wie eS beiden Teilen am meiste^ Nutzen bringen würde.
— Wieseck, 14. Juni. Dec N 0 rdbezirk Des! Gaues 9 Des deutschen Nadfahrerbundes hält am! 12. Juli hier sein Bezirkssportsfest ab und hat Dafür eine Vereinsdauerfahrt. Wanderfahrt für Einzel- und Kraftfahrer, Wettbewerbe im Kunst- und Neigenfahren, Radball- und NaD^ polospiel ausgeschrieben.
-r. Büdingen, 13. Juni. Für Den vom 4.^-6. Juli/ dieses Jahres hier ftattfiiiDeiiDen nationalen Gesangs--, to e 11 ft r ei t steht nunmehr endgültig das Programm fest. Eröffnet wird das J-esl am Samstag, 4. Juli, mit großem! Kommers in Der Festhalle. Es kommen als Hauptpunkt niederländische Voltsüeder sowie andere ausgcwählte Chörck durch den festgebenden Verein und den Brodt schen Männer-i chor von Hanau unter Mitwirkung Der gesamten Hanauer, Ulanenkapelle zum Vortrag. Sonntag, 5. Juli, findet das! Wettsingen in drei Sälen statt. Nachmittags 3 Uhr! wird sich Der Festzug, unter Teilnahme der wettstreitendech Vereine, der Gastvereine sowie Der hiesigen sonstigen Vereine; durch die Stadt nach den: Festplatze bewegen, woselbst nach der Festrede und Abfingen des Begrüßungschors Die Preise Verteilung stattfindet. Hieran schließt sich Konzert und, Tanz. Für Montag, 6. Juli, ist 10 Uhr vormittags cuti Ausflug mit Musik über den „Wiloenstein" nach der „Klippe" vorgesehen, woselbst Frühschoppen mit Konzert stattfmdet. Am Nachmittag sinder großes Volksfest auf Dem F-estplatze statt. AbenDs werden die beiDeu hiesigen Turnvereine durch Aufführung von Gruppen milwirten, auch findet abends das Abbrennen eines Brillantfeuerwerks statt. Der F-eft- platz, in nächster Nähe der Stadt gelegen, bietet Mit der großen Festhalte sowie Nebenzelten für etwa 2000 Personen Unterkunft. Festteilneymer, die auf Wohnungen für die Dauer des Festes reflektieren, erhalten solche durch den Wohnungsausschuß (Lehrer Weidmann) nachgewiesen. Extrazüge werden abends für die Heinibeförderung der Fest-i teilnehmer bereit gestellt werden können. Außer einer größeren Anzahl Hoyer Gaste wird mit Bestimmtheit S. K. tz. der Großherzog, der einen tvertvollen goldenen Pokal als, Ehrenpreis gestiftet hak, erwartet. Es steht, alles in allem,; ein. schönes. Fest zu erwarten, umsomehr, als. die gesamtA


