Ausgabe 
16.3.1908 Erstes Blatt
 
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Wein- und Gemüsebaues, denr Latzungscntwurf derLaudwiitschaftZ- karnmer und Ordnung für Beschickung der Wanderausstellungen der Deutschen Landwirtschafts-Gefellfchaft, bem Satzungsentwurf über die Bildung von Bczirksvercinen im Anschluß an die Bezirks- ausschüsie der Landwirtschastskanuner befassen. Ferner wird auch über die Maßnahmen zur Bekämpfung der Gelbsucht und der Be- Jämpstmg der Rebschadlinge mit Ausnahme der Reblaus, sowie über die Abhaltung der Pserdemusterungen, Koblentariie, Wahl­prüfungen u. a. beraten. Tie Tagung wird sich voraussichtlich auch aus Tienstag den 24. März erstrecken.

X Lich, 15. März. Die heute hier abgehaltene Ver­sammlung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zur Be­gründung der Ortskrankenkasse erfreute sich eines recht zahlreichen Zuspruchs und regen Interesses. Der Statutcn- cntwurs wurde mit einer kleinen Aenderung, die darin bestand, daß die Karenzzeit von drei Tagen aus einen Tag reduziert wurde, angenommen. Ain kommenden Mittwoch, 18. ds. Mts., abends 8 Uhr, wird eine Versammlung der Arbeit­nehmer im Holländischen Hof stattfinden zur Besprechung und vorläusigen Einigung über die Wahl der Generalversamin- lung, die, wenn die Statuten rechtzeitig vom Grobherzoglichen Kreisamt zurückkommen, wohl nächsten Sonntag abgehalten werden kann.

Friedberg, 14. März. An der landwirtschaft­lichen Winterschnle fand heute die öffentliche Schluß- leier statt. Die Feier war von Behörden, Angehörigen der Schuler und Freunden der Anstalt sehr stark besucht, gewiß ein Zeichen, daß die Landwirte der Anstalt lebhaftes Interesse ent­gegenbringen. Unter den Gästen befanden sich u. a. auch Lcurdes- .ökonvMierat Muller-Darmstadt und Abg. Breidenbach-Torheim. Landesökonomicrat Müller hielt eine Ansprache, in der er die hohe Bedeutung einer besseren Vorbildung der Landwirte betonte. Die öffentliche Prüfung erfolgte durch Direktor Dr. von Peter, Tr. Hofmann und Ringshansen. Anklang faitben. besonders auch zwei freie Borträge von Schülern und die Ausstellung der Schülerarbciten, bestehend üt Zeichnungen, Buchführung, Geo­metrie, Feldmessen und Planzeichncn. Die Zahl der Schüler der Oberklasse betrug 29, der Unterklasse 28, also im ganzen 57. Mittags sand im HotelDrei Schwerter" gemeinsames Essen statt, an dem 150 Personen teilnahmen. Landesökonomierat Müller toastete auf den Großherzog. Der Schriftführer des VereinsEhemaliger Ackerbauschüler", Maul-Ossenheim, widmete dem scheidenden Direktor D-r. von Peter warme Worte der Anerkennung, zwanzig Jahre habe er an der Anstalt gewirkt und sie zu der jetzigen Höhe gebracht. Bemerkt sei, daß die Schule vor 20 Jahren nur jährlich 1820 Schüler hatte, heute sind es etwa 60 Schüler. Dr. Hofmann sprach für das Lehrerkollegium und bedauerte das Scheiden des Direktors. Der Vorsitzende des VereinsEhemaliger Friedberger Ackerbau- schlülerä', W. Fenchel-Oberhörgern, wies aus die Ziele des Vereins hin und forderte die abgehenden Schüler zum Bei­tritt auf, was auch sämtliche 29 taten, der Verein zählt jetzt etwa 270 Mitglieder. Aach einigen Tcmkesworren des Direktors Dr. von Peter wurde die Feier geschlossen. Dr. von Peter siedelt am 1. April als Leiter der Landwirtschaftlichen Schule nach Heppenheim über, während der dortige Direktor hierherkommt. Ter jetzige Stand der hiesigen landwirtschaftl. Winterschule zeigt, meld) hohes Interesse die Landwirte einer besseren Ausbildung ihrer Söhne cntgegcnbringen. Mit Freuden ist es zu begrüßen, daß einige Orte, die mit Friedberg gute Bahnverbindung haben, z. B. Lang-Göns, jährlich eine nickst unbedeutende Zahl von Schülern nach Friedberg senden. Auch Echzell stellt fünf Schüler. Nächsten Montag bc=> (Sghtid ein Obstbaukursus und acht Tage später ein Kur­sus für A p f e l w e i n p r o d u z c n t e n.

Gießener Strafkammer.

)( Gießen, 13. März. Unerlaubte Späße.

Der Landwirt K. D. in Reichelsheim war zwei Be­kannten beim Dreschen von Hafer behilflich. Am Schlüsse nahm gr von der Frucht des einen einen Sack voll und brachte ihn in Die Wohnung des andern. Als die Gendarmerie davon hörte, erhob sie Anzeige wegen D i e b st a h l S. D. tonnte kein anderes Motiv für fein Tun angeben, als daß er dem Pferde des andern zu liebe den Hafer dorthin gebracht hat, er habe geglaubt, man sei mit seiner .Handlungsweise zufrieden. Das Schöffengericht stellte fest, daß der Angetlagte schon mehr solcherSpäße", wie er sich auszudrücken beliebte, gemacht hat: einmal mit einer Ta­bakspfeife, die er bei 'einer Holzversteigerung jemand aus der Tasche genommen hat und ein anderes Mal mit einem Taschen­messer, das beim Turnen auf die Erde gefallen war. In beiden Saiten wurde die Sache ohne gerichtliches Nachspiel erledigt.

n diesem Falle hielt das Schöffengericht die Sache, insbesondere das Motiv zur Tat, nicht aufgellärt genug, um Verurteilung er­gehen zu lassen, weshalb es zum Freispruch gelangte. Tie Straf­kammer kam zu anderer Ansicht, zumal Acußerungen des An- gellagten darauf schließen ließen, daß er der Rechtswidrigkeit seines Tuns bewußt war, wenn sich auch das Motiv der Beur­teilung des Gerichts entzog. Es mußte somit auf Strafe er­kannt werden, die mit drei Tagen Gefängnis bemessen wurde.

Zechpreller.

. Der Former Hch. Sch. aus W i e s e ck , dessen Frau wegen seines Lebenswandels mit ihren Kindern zu ihren Eltern nach Gellshausen gezogen ist, kam im letzten Winter eines Morgens um 3 Uhr in die Hofreite seines Schwiegervaters und begehrte Einlaß. Als der Schwiegervater das Fenster öffnete und ihm das Haus verbot, schlug er ihm mit der Faust auf den Mund, daß ihm zwei Zähne ausgingen. Er entfernte sich wieder und verübte mit dem Arbeiter W. W. aus Lichenroth eine Zechprellerei, indem beide, ohne Geld zu haben, sich Wurst und Käse, Bier und Schnaps geben ließen und Zigarren rauchten, unter der Angabe, sie warteten auf einen Möbelwagen, zu dessen Ausladen sie bestellt wären, um dann in einem günstigen Moment zu verschwinden. Unter den nämlichen Umständen machte auch

Submissions-HoZzverkmtf.

Aus dem Domanialwatddisttitt Fähnrichsbuche sollen auf dem Submissionsweg vertäust werden:

2tlö Los l: 100,67 Fm. Eichcuftämmc und zwar 1 Stück 2. Kl. löOa9 cm) - 1,77 Im., 13 Stück 3. Kl. (4049cm) - 16,60 Fm., 43 ^stück 4. Kl. (3039 cm) 34,88 Fm., 86 Stück ä. Ml. (2529 cm) 42,65 tom. unb 60 Stück 6. ML (Unter 25 cm niittl. Durchm.) 13.77 Fm. AlS Los 11: 11,83 Im. Lindcnstämme und zwar 5 Stück 4. Kl -- 2,53 Fm., 6 Stück 5. .Kl. = 2,86 Fm. und 24 Stück 6. Kl. 6,44 Fm.

Das Holz ist ohne Rinde gemessen und lagert in nächster Nahe der chausnerten Verlängerung der Kreisstrage EchzellEch­zeller ^orsthaus, zirka 2 Km. von der Bahnstation Echzell. Die (Suhen eignen sich vorzugsweise zu Bau , Schnitt- und Schwellen

Die an die unterzeichnete Obevsörsterei bis zum 29. d. M. ittcl. mit entsprechender Aufschrift einzureichenden (Gebote bittet man tur icdes Los getrennt abgeben zu wollen- auch tonnen die­selben getrennt tut die einzelnen K lasten eingelegt werden. Tie Gebolseröfniung erwlgt in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter Montag den 30. d Alls., IO30 vormittags, in unserem Dienstzimmer. Bingenheim, den 11. März 190«.

Großherzogllche Obersörslerei Bingenheim.

Vang. fD16/.,

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Restauration zur Llarloruüc, W Marburger Straße. K23

Madinin taeniimhv,,/- b. Heidelberg. Seit 1901: Itt^Eiujützr. 67 f. Prima u. Vbcr 11 re. Pensionat

W. in Klein-Linden allein eine Zeche, ohne zahlen zu können. Sie wurden zu Gesamtstrafen von je sechs Monaten Gefängnis tienrrteilt

München, 15. März. Tas hiesige Kriegsgericht verurteilte den Ins an ter isten Schmitt, der seinem Sergeanten vor versammelter Mannschaft mit dem parlamentarischen Einschreiten seines Vaters, eines sozialdemokratischen Parteisekretärs und Land­tagsabgeordneten, gedroht hatte, wegen Achtnngsverletzung zu drei Wochen strengem Arrest.

Augsburg, 15. März. Tas Schwurgericht verurteilte die Wagenwartcrswitwe Josefa Roas wegen Gattenmordes zum Tode und ihren Sohn Emanuel wegen Beihilfe zu 7 Jahren Gefängnis.

Breslau, 14. März. Heute fand hier die Verhandlung gegen den von Dr. P e t e rs wegen öffentlicher Beleidigung be­klagten Redakteur Wolff statt. Der Beklagte wurde zu 200 Mark Geldstrafe, eventuell 40 Tagen Gefängnis, verurteilt.

Kleine Tageschronik.

Ein unter dem Namen Pey in einem Turiner Hotel ge­meldeter Mann hat einer dort einlogierten Ballerina namens Walpola Schmuck im Werte von einer Viertel Mil­lion entwendet. Die Pariser Polizei hat nun festgestellt, daß dieser angebliche Pey mit dem von mehreren europäischen Be­hörden gesuchten 36jährigen Warschauer Dieb Georg Guttmann identisch ist. Guttmann muß Hehler haben, die die kostbaren Perlenhalsbänder zu hohen Preisen kaufen. Es erscheint nicht ausgeschlossen, daß der Turiner Diebstahl mit dem jüngst in Berlin bei der Gräfin Wartensleben verübten in Zusammen­hang steht.

In Paris fand ein.Zusammenstoß zwischen einem Auto­mobilomnibus 'und"einem elektrischen Straßenbahnwagen statt. Hierbei wurden 40 Fahrgäste verletzt. Der Auto­mobilomnibus ist vollständig zerstört. In Budapest stieß ein Automobil mit einer Droschke so heftig zusammen, daß der Kutscher der Droschke getötet und der Führer des Automobils, der Ingenieur Diones, sehr schwer verwundet wurde.

In Barcelona explodierte auf dem Sankt Josefs- markt aus dem Stande einer alten Frau eine Bombe; mehrere Personen erlitten schwere Verletzungen; auch aus einem benach­barten Stande wurde ein verdächtiger Gegenstand gesunden.

In Davos haben sich ein Herr Leonhard von Beckcrath und Erne Scheibler aus Krefeld erschossen. Das Motiv zu dieser Tat ist unglückliche Liebe.

Gegen den früheren Reichstagsabg. Freih. v. Münch, Mit­glied der Deutschen Volkspartei, war von der Strafkammer in Rottweil wegen Beleidigung und Aufforderung zum Ungehorsam Verbringung in eine Irrenanstalt zur Beobachtung seines Geisteszustandes angeordnet worden. Da Freih. v. Münch der Anordnung nicht nachkam, wurde er von zwei Landjägern in die Heilanstalt Weinsberg übergcführt.

In E u ß a (Sachsen) wurde die Schlächterei des soz.- demokratischer Leitung unterflehenden Produkten- vcrteilungsvercins polizeilich geschlossen. Es wurden un­glaubliche Zustände aufgcdeckl. Im Pökelraum lag verfaultes Pökelfleisch, das einen pestilenzialischen Geruch verbreitete. Die Polizei beschlagnahmte fast den gesamten Fleischvorrat, etwa 15 Zentner, die 1200 Mk. gekostet hatten. (B. T.)

In L a n d s b c r g a. d. Warthe erschlug der frühere Flei­schergeselle und Chinakämpfer Oskar Kröschel in der Trunkenheit seine 72jährige Mutter, weil sie ihm Geld verweigert hatte, und stellte sich dann selbst der Polizei.

und Verkehr, Volkswirtschaft.

Bank f ü r H a n d e l n n d I n d u st r i e (D a r m st ä d t e r B a n f). Ter Aufsichtsrat beschloß, der Generalversammlung für das Jahr 1907 die Verteilung einer Dividende von 6 % vorzu- schlagen. Ter Brutlonntzen beträgt 1907 inkl. Mk. 320358.99 Vor­trag aus 1906 Alk. 17 826 613.67, hiervon ab die Handlungsunkosten, Steuern, Tantiemen an den Vorstand und die Oberbeamten, die Gralisikationen an die Beamten, oie Zuwendung an den Pensions-- fonds und für wohltätige Zwecke Alk. 7 606332.29, Abschreibung aus Immobilien und Mobilien Mk. 419700.92, verbleibt verteil- barer Reingewinn Alk. 9 800580.46. Tas Gewinn- und Verlust- Konto pro 1907 ergibt folgende Ziffern (die entsprechenden Ergeb­nisse des Jahres 1906 sind beigefügt und zivar in Klammern): I. Einnahmen: Zinsen Alk. 7359172.24 (6658180.73), Provisionen Alk. 5 025'>51.01 (5 197 783.82), Gewinn aus Effekten Mk. 1060964.81, (3169687.73), Gewinn aus Finanzoperationen Alk. 1690042.52 (3568444.68), Gewinne aus dauerndenBeleiligungen anBanken u.Bank- geschä'len Mk. 1770 341.83 (1857 475.69), Valuten Alk. 584 777.46 (758 475.83), Diverse Eingänge Alt. 15 304.81 (17 652.34), Vortrag uom Vorjahre Alk. 320358.99 (293339.95). II. Ausgaben: Geschäftsunkosten: a) Handlungs-Unkosten inkl. Tantiemen Alk. 5710926.74 (6098 743.90), b) Steuern Mk. 917 802.56 (712951.96), c) Giaufikalwnen an die Beamten, Ehrengaben an Beamte und Alk. 250 000 (.30000) Zuwendung an den Pcirsionsfonds, sowie Zuwendungen für wohltätige Zivecke Mk. 977602.99 (1178678.34), 2lb|cl)reibung auf Immobilien und Mobilien Mk. 419 700.92 (459107.58), Gewinn-Saldo (inkl. Vortrag ans 1906) Mk. 9 8v0 580.46 (13 071588.99). Tie Bilanz ergibt folgende Ziffern: I. Passiva. Grundlapital Mk. 154000000. (154000000.), Gesetzliche Reserve Mk. 19 000 000. (19 000 000), Besondere Reserve (freie Reserve) Mk. 10 500 000. (10 500 000.-), Tratten Alk. 78 580 046.43 (78 498 271.42), unerhobene Tividendcn von früheren Jahren Mk. 28 474.30 (19 956.58), vorgeschlagene Dividende Alk. 9 240 000. (12 320 000.), Kontokorrent - Kreditoren Mk. 337 672 521.73 (315 765 870.47), Reserve für noch ausstehende Marcknoten der früheren Bank für Süddeiitschland Alk. 120 700. (139 600.), Regulierungs- Konto der Filiale Hannover, fällig 1911 Mk. 3100000. (3250000.). II. Atliva. Disponible Fonds Alk. 222 036 308.24 (229 926 611.55) nämlich: Wechsel Alt. 116 789 587.80, Kasse inkl. Coupons Alk. 31 307 658.79, Guthaben bei Banken und Bankiers Mk. 25 407 505.12, Reports und Lombards Mk. 48 531 556.53, Effekten Mk. 50 103 065.02 (46 816 977.77), Debitoren Mk. 244 579 369.07 (228 076 441.42), hier­von : durch börsengängige Effekten bedeckte Kredite Alk. 114 521 979.09, durch sonstige Sicherheiten bedeckte Kredite Alk. 76 783 457.60, un­bedeckte Kredite Mk. 53 273 932.38, laufende Operationen Mk. 50 200 218.99 (47 168 113.48), dauernde Beteiligung an Banken und Bankgeschäften Alk. 33 818 617.60 (30 356 474.14), Immobilien und Mobilien abzüglich Aniortisatioii Mk. 11 476 398. (10 934 193.10),

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fc. Frankfurt a. M., 16. März. (Orig.-Telegr. desGießen. Anz.") AmtlicheNotierniigen der heutigen Fruchtmartrpreisc Weizen Mk. 21 5000.00, Kur-hessischer Alk. 21.50-00.00, La Plata Mk. 23.2524.00, Kansas Alk. 00.0000.00, Roggen (hiesiger, Mk. 19.7520.00 Gerste (Welterauer) Alk. 20.7521.75, Frauken- selber Mk. 21."522.75, Hafer 17.5018.25, Mais Alk. 15.7516.00 Weizenmehl Alk. 31.0031.50, 0000, 2. Qualität Alk. 30.00 bis Mk. 30.50, 3. Qualität Alk. 28.5028.75, Roggennrehl n

Alk. 31.5032.00,1.Qualität Mk. 30.5031.00, Weizenkleie Alk. 11.50 bis Alk. 11.75, Roggenkleie Mk. 13.2513.50, Alaiskeime Mk. 12.50 bis Mk. 13.00, Franken, Pfälzer, Ried Alk.00.0000.00. Alles Vcr 100 Kg. ab hier.

fc. Frankfurt a. M., 16.März . (Telegr. Orig.-Vericht desGieß Anz."). Amll. Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zuni Verkaufe standen: 466 Ochsen, 104 aus Oesterreich, 43 Bullen, 0aus Oesterreich, 0 aus Dänemark, 832 Kühe, Fersen, Stiere m,ü Rinder, 0 aus Dänemark, 361 Kälber, 325 Schafe und Hänunel, 00 Schafe aus Oesterreich, 00 Ziegen, 1641 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht. Ochscul. Qualität 7476 iRL 2. Qual 7072 Alk., 3. Quäl. 6064Alk.; Bullen 1. Qual. 64 bi- 66 Alk., 2. Qual. 5860 Alk.; Kühe 1. Qual. 6872 Alk., 2.Qual. 6264 Mk., 3. Qual. 46-48 Alk, 4. Qual. 0000 Mk., 5. Qual, 0000Alk. Kalber: 1. Qucrl.9294 Pfg., Lebendgewicht5456 Ps., 2. Qual. 7684 Pfg., Lebendgewicht 4449 Pfg., Schlacht- gewicht 6065 Psg. Schafe: 1. Qual. 8082, 2. Qual. 7275 Psg., 3. Qual. 0000 Pfg.; Schweine 1. Qual. 6000 Pfg., Lebdgeiv, 47,000,0 Pfg., 2. Qu. 59-00,0 Pfg., Lebendgew. 46,000 Pfg., 3. Qual. 4852 Psg. Lebendgew. 00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh langsam, Ueberstand erheblich; bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand.

Spoit

Paris, 15. März. In der Alaschinengallerie auf dem Mars- felde kam es heute abend nach dem Rennen um den Großen Preis der veloz. Bereinigung Frankreichs, bei welchem der Radfahrer Jaquelin erster geworden, jedoch infolge der Be­schwerde eines Alnbewerbers disqualifiziert worden war, zu großen Ruhestörungen. Die Zuschauer beschimpften die Preisrichter, zertrüinnrerten die Schranken und Bänke, warfen brennende Holz st öcke auf dieFahrb ah n und richteten schließlich in der Alaschinengallerie große Verwüstung an. Drei- hundert Schutzleute mußten aufgeboten iverden, um die Ruhe wieder herzustellen. 10 Ruhestörer wurden verhaftet.

Spidplan öes Neuen Gießener Stadttheaters.

Tienstag den 17. März, abends 8 Uhr: 18. Abonnemenls-Vor- stellnng:Gyges und sein Ring." Ende nach IO1/* Uhr. Mitt- woch, abends 8 Uhr (außer Abonnement): Benefiz für Oberregisseur Bakof:Zapfenstrei ch." Ende gegen 10*4 Uhr. Freitag, abends 8 Uhr: 20. Abonnements-Vorstellung: Novität!Pann e/ Schwank von Richard Skowronnek. Ende gegen 10/< Uhr.

Voraussichtliche Witterung für Hessen am Tienstag den 17. März 1908: Teilweise heiler. Trocken. Nachts Frost. Am Tage wärmer. Oestliche Winde. ''ÄW

GrsgittsL-DrahtmelHungen.

sd. Darmstadt, 16. März. Am 25. März sürdet eint Hoffcstlichkcit statt, bei der drei Heine Theaterstücke zur Aus­führung gelangen. Die älteste Einwohnerin Darmstadts, Frau Charlotte Mackeldey, ist im Alter von 98 Jahren gestorben.

Paris, 16. März. Der Papst hat an den Erzbischof von Ronen gc)ch-rieben, er wolle seiner Bitte entsprechend dir Genehmigung geben, daß sich die Unterstützungsvereine der Geist- lidjen aus Gegenseitigkeit beim Gesetz unterwerfen.

Paris, 16. März. General d'Amade teilte, wir offiziös gemelbet wird, den Schaujahstämrnen mit, daß ei ihre Unterwerfung unter folgenden Bedingungen annehme. Waffenauslieferung, Tributzahlung, Sendung von Geiseln nach Casablanca und Abgabe des Versprechens, sich ruhig zu ver­halten. Dem Anerbieten des Gegensultans, sich zu unter­werfen, steht General d'Amade mißtrauisch gegenüber. 6i will erst mit ihm verhandeln, wenn er seine Schelks in da? französische Lager geschickt hat. .

Toulon, 16. März. Hier strandete der Torpedo­boots-ZerstörerEctaire".

Lyon, 16. Aöärz. Heute nacht 2 Uhr brach in einet großen Malkaronisabrik ein Brand aus, der innerhalb einet Stunde sämtliche Fabrikgebäude zerstörte. Zahlreiche Nachbar- gebände gerieten ebenfalls in Brand.

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Wenn Schüler u. Schülerinnen höherer Lehranstalten infolge von Blutarmut, Bleichsucht oder allgemeiner Schwächlichkeit die Anstrengungen der Schule nur schwer ertragen, empfiehlt es sich, als tägliches Morgen­getränk regelmäßig den bekannten Kasseler Hafer- Kakao zu gebrauchen. Viele hervorragende medi­zinische Autoritäten schätzen u. verordnen ihn ständig, da er den geschwächten Körper kräftigt u. wegen seiner nachhaltig sättigendenWirkung während desLnterrichts kein nervöses Hungergefühl aufkommen läßt. Nur echt in blauen Kartons ä 1 Mk., niemals lose.

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