Ausgabe 
15.2.1908 Zweites Blatt
 
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Artikeln einem

grossem Ausverkauf.

Ernst Bloedner

Ecke Plockstrasse

Plüsch, Tapestry und Linoleum bedeutend unter Einkauf.

Seltersweg

Ein Posten Reste in Teppiche

Linoleum, Läufern, Gardinen, Vitragen, Wachstuch sowie zurückgesetzte

Es bietet sich hierdurch eine selten günstige Gelegenheit zum Einkäufe in Teppichen Gardinen, Linoleum, Länfersioffen, Tisch- und Reisedecken, Möbelstoffen Biegen- und Angoratellen. -o- Moderne Zimmerdekoratlonen

Seltene Kaufgelegenheit!

Wegen tiescliäfisüteergabe unterstelle ich mein reich ansgestattetes Lager in sämtlichen

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dem Dutomobik des Prinzen Titel ^rteb rtd) Snrde in der Nähe des Charlottenburger Knies der Aroncer Karl Schröter überfahren und nicht unerheblich der letzt. _ ^er Prinv stieg sofort aus und sorgte dafür,, daß der Jbjutant den Verletzten zur Unfallstation brachte. H^r wurden mehrere Verlegungen an Arm und Kopf festgestellt. Auch ichernt Schroter eine Gehirnerschütterung erlitten zu haben.

* Die Anklamer Zig arettenkirche. Ein erbitterter Kampf war zwischen einem Tabakhändler des PEmeijchen Land- städtchens Anklam und dem dortigen Steuerftskus entbrannt wegen eines mit Zigaretten beklebten Pappkirchleins, das jener zur Schausensterdekoration benutzt hatte.Lo,e Zigaretten dürfen nicht feilgeboten werden", entschieden die Anklamer Zöllner, unb ,,td) zahle n'chts, die Zigaretten sind unbrauchbar und unverkäuflich , meinte der Jünger Merkurs. Unb er behiett recht. Die angerufene Steuerobcrbehörde in (Stettin, der dieser schwierige Fall aus Grund genauer Zählungen und Zeichnungen vorgetragen mürbe, entschied zu seinen Gunsten, vielleicht nach Anhörung des Kon­sistoriums, denn dem Kirchlein wird nichts zu Leide gescljehen.

C.K. Wie der Cu llina n-Diamant geschliffen wird. Könzg Eduards berühmter Edelstein, der Cullinan-Tia- mant, ist am Sonntag in Amsterdam von Joseph Äffchen, dem Chef der großen Tiamantschleifevei I. I. Ässcher, glücklich ge­spalten worben. Wochen waren bereits in Studien und Proben dahingegangeu, ehe man den entscheitenden Schritt unternahm. Es galt den Stein so zu beschneiden, daß die fehlerhaften Teile entfernt würben, ohne den Kern selbst zu beschädigen. Ter Inhaber d.r Schleiferei wollte die riskante Äroeit persönlich ausführen, unb mit Feuereifer machte er sich an die Vorarbeiten. Zunächst wurde eine genaue Nachbildung des kostbaren Steines in Hatter Tonmasse hergc stellt und an diesem Modelle erprobte man zu­nächst die Aicrhode, die an dem Stein angewandt werden sollte. Ein besonderer Tisch mußte konstruiert werden und auch eine neue groMre Schneidonchse würbe hergestellt, denn die Dimensionen, d s Cullinan-Diamanten überschritten bei weitem das Maß, auf das die Schneidbüchsen eingcriajtet sind. Besondere Kitt stocke mürben angesertigt und nach zahlreichen Versuchen entnahm man am Sams^g das Juivel dem Stahlschrank, in dem es seit Wochen verborgen lag. Ter Stein wurde, üt einer Kittlage gebettet, an d.r Spitze eines Stockes befestigt, der in seiner Form dem Schläger einer großen Trommel ähnelt. Mit der linken Hand hielt Joseph Aucher den Stein über die Schneidbüchse, während er in der rechten Hand einen ähnlichen Kittstock hielt, in dem ein kleiner scharfer Schneidediamant eingelassen war. Tor 'Schneideprozeß nahm natürlich geraume Zeit in Anspruch, denn bei der Arbeit wurde die größte Vorsicht gewahrt. Dann be­festigte man den Stock mit dem Cullinan-Diamanten in einem großen viereckigen Bieistück, schob in den ausgeschlissenen Schnitt eine eigens zu diesem Zweck aus feinstem Stahl instruierte Klinge, ein Hieb mit einer dicken (stahlstange und der Stein sprang auseinander. Tie übrigen Spaltungen wurden in der gleick-en Weise vörgenrrnmen unb gelangen vollkommen. Um die Arbeitstische waren dicke weiche Teppiche gelegt für den Fall, daß der Sttiu den Händen des Schleifers entglitte. Das Juwel wwd nunmehr Henri Koe, der auch ben berühmten Exelsior- Diainanten. poliert hat, übergeben werden. In einem besonderen Räume wird der Polierer mit drei Gehilfen dem kostbaren Juwel seine endgültige Form geben. Für dse Arbeit ist ein Zeitraum von einem Jahr in Aussicht genommen, in dem täglich von morgens sieben Uhr bis zum Abend gegen neun Uhr an dem Diamanten gearbeitet wird. Tem Nnndieren eines Tiamanten folgt gewöhnlich ein Schleisprozeß, in dem mit einem zweiten Diamanten der erste abgeixeben wird; in diesem Falle aber soll hiervon abgesehen werden unb sofort mit der Politur der Fassetten begonnen werden. Ter CullmawDiamant ist Joseph As scher in Londop gegen eine cinsack-e Quittung in Anwesenheit mehrerer Würdenträger ausgeljändigt worden; er wurde bann ins­geheim nach Amsterdam geschafft. Man schätzt ben Wett des Juwels auf 10 Millionen Mark, aber andere, die die historische Bedeutung des Burenge,chenkes mit in Rechnung setzen, bewerten ihn gar auf 20 Millionen Matt. In seinem gegenwärtigen Zustande, nach dem Rundicren, wiegt er noch gegen anderthalb Pfund: nach vollendeter Politur wird er voraussichtlich etwa ein Pfund wiegen. Der Schliss besteht aus 58 Fassetten und die Behandlung hat gezeigt, daß man cs in der Tat mit einem auß-vordentlich schönen Exemplar zu tun hat, dessen herrliches gläsernes Weiß die Fachleute entzückte.

* Journalist enlos. In einem wundervollen Nach­ruf, den Hugo Wtttmann in decNeuen Freien Presse" seinem Freunde Eduard Bacher, dem vor kurzem verstor­benen Chefredakteur dieses bedeutendsten österr. Blattes, widmet, finden wir eine Stelle über das Journalistenlos, die auch losgelöst von dem Manne, dem sie gilt, ihre Wahr­heit und ihren Wert hat. Mittmann sagt: Das ist ja Journa- ttstenlos und das macht diesen Stand zu einer nicht genug ge­würdigten Schule der Entsagung. Ein eitler Tropf kommt hier selten auf seine Rechnung. Wer es liebt, seinen Rainen von Mund zu Mund schallen zu hören, wähle ein anderes Handwerk. Bom geringsten Komödianten ist die Welt gierig, zu wissen, wie er heißt, und die Figur i-es schweigsami-Ln Abgeordneten, des ödesten Ministerkandi- daten, des alltäglichsten Marktschreiers gilt ihr als sehens­wertes Schauspiel. Für den Journalisten interessiert sie sich ganz und gar nicht, am wenigsten für seine Person. Der

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Diphtherie Lungenentzündung Lnngenerwcilerung Schlaqfluff Tarmlakarrh Herzleiden Krebs Froslgangrän

(Brand) Verunglückung

Märkte.

Gießen, 15. Febr. Marktbericht. Auf heutigem Wochen- maitte tüftele: Butter vr. Pfd. 1.001.10 Mk., Hühnereier 1 St. 89 Pfg., Käse pr. St. 68 Pf., Kasematte 2 St. 56 Pfg., Erbsen p. Pid. 1824 Pfg., Linsen p. Pfd. 2540 Pfg., Tauben vr. Pr. 0,80 1,00 Alk., Hühner pr. St. 1,001,60 Pik., Hähne pr. Stück 0,801,80 Pik., Gänse vr. Pfd. 6070, Emen pr. Sluck 1,80 bis 2,20 Mk., Ochsenfleisch pr. Pfd. 8088 Psg., Kuh- und Rindfleisch pr. Psimd 8082 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 6680 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 84 Psg., Kalbfleisch pr. Pfd. 7080 Pfg., Hammelfleisch pr. PW. 6!84 Psg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.506.00 Pik., Zwiebeln pr. Ztr. 5,006,00 Pik., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per Stück 0-00 Psg., per Zentner Bit. 0.000.00.. Aepfel per Ztr. 1025 Mk., Birnen per Ztr. 1025 Mk. Nüsse 100 Stück 4000 Psg., per Ztr. 000 Mk. Matttzen von 82 Uhr.

Summa: 11(3) 8(2) 1 2(1)

Aum.: Tie m Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

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soll schreiben, gut schreiben, ausgezeichnet schreiben, aber mit dem letzten Satz verschwinden. Der lournalsittsche Brauch duldet keinerlei sttckennungszeichen unter den Leit- artikeln. Geschrieben hat sie der gewisse Herr Niemand, her allabendlich sein Tagewerk beginnt und durch die ganze Nacht sich abquält, damit am folgenden Nöorgen Publikum, der große Nimmersatt, neben dem leiblichen sein geistiges Frühstück bereit finde. Ja, das ist Journalistenlos, und der Journalist verlangt kein besseres. Es ist gut, daß es we­nigstens einen Stand gebe, der ohne Ruhm zu leben ver­steht und daß dies gerade jener Stand sei, der den Ruhm auszuteilen pflegt. Blatt auf Blatt läßt der Publizist durch die Welt fliegen, und auf keinem sieht sein persönlicher Wert verzeichnet. Sein Ruhm bleibt anonym, ein Ruhm ohne Adresse, eine Stimme ohne Namen, ein Lorbeer ohne gn* schrist. ... -

Mchentl. Uedersicht der Todesfälle i. d. Stadt Stehen.

3. Woche. Bom 12.18. Januar 1008.

(Einwohnerzahl: angenommen zu 30 000 (ihfl. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeitsziffer: 19,06 °/00,

nach Abzug von 3 Ortsfremden: 13,86 Voo.

Kinder

Es starben an: Zusammen: Erwachsene: int vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr

toirb Bei Einführung einer Besteuerung auf Getränke (Akzise) mit einem Reinertrag von 154000 Mk. gerechnet, es entstände damit ein Einnahmeausfall von rund 350000 Mk., worauf die städtische Finanzwirtschaft vorbereitet werden müsse. Der Ge- samtanteil der werbenden Betriebe der Stadt hat sich innerhalb der letzten sechs Jahre von 10.47 Proz. auf 17.92 Proz. gehoben, so daß eine wesentliche Erleichterung der Steuerlast emtreten konnte.

Frankenbach, 13. Febr. Nachdem es gelungen ift das neue Schulhaus noch bis Winter unter Dach unb Fach zu bringen, kann jetzt an dessen inneren Ausbau gedacht werden. Außerhalb des Dorfes, an der Gießener Straße, steht die große Schule ganz so erbaut wie die int benachbarten Fellingshausen.

** Kleine 3J£ i 11 e i 1 n n a e n aus Hessen unb den Nachbarstaaten. Die erste öffentliche Versammlung des neu. a eg rund et en H e s s is ch - Nas s a u i s ch e n Z w e i g v e r e i n S s u r Soziale Reform findet am Sonntag nachmittag 5 Uhr nn Saale des Technischen Vereins zu Frankfurt, Goelheplatz 5, 1. Stock, statt. Hlersür ist nachstehende Tagesordnung vorgeiegen: 1. Ansprache von Stacttsminister a. D. Dr, v. Berlepsch. 2. Vor­trag desPrioatdozenlen Dr. Zimmermann, Redakteur derSozialen Praxis" in Berlin überTarifverträge". Die Turniahrt des Turngaues Wetterau findet am 24. Akai nach Burggrafen- rode statt. In Wiesbaden starb an ben Folgen einer Lysolpergistung die 22jährige Schauspielerin Wally Gerold Dom Walhalla-Theater. Die junge Künstlerin hat die -tat wahr­scheinlich ans Schwermut begangen. In denFrankfurter Nachr." tritt em Stadtgärmer für Hennatjchutz und Landes- Verschönerung ein und erklärt,daff jedem, der noch Liebe zur Heimat besitzt und deren Schutz anstrebt, die Forderung de? Keingartenbaues schon aus biejem Grunde am Herzen liegen muff". Leider haben Großstädter diesem Grundsatz schon eiirig nachgestrebt. Gerade em Gärtner aber müßte doch, jo meint derUlk", der Förderung gattenkoser Bauten scharf entgegen­wirken. ___________________

' Berlin, 13. Febr. Ucbcr das Vermögen des flüchtigen Bankiers Siegmund Friedberg ist gestern nachmittag das Konkursverfahren eröffnet worden. Unter dem Verdacht der Erpressung und Beihilfe zum betrügerischen Bankerott sind eine Geliebte Friedbergs, die noch minderjährige Isabella Schey- -bel und bereu Mutter verhaftet wurden. Tie beiden flüchtigen Bankerotteure haben sich nämlich feit Jahren in ben Händen von weiblichen Erpressern befunden, durch deren Vorgehen der Zusammenbruch der Unternehmungen Fried­bergs in erster Linie herbeigesührt wurde. Isabella Scheybel hatte offenbar Kenntnis von Unregelmäßigkeiten, die Friedberg und Bohn begangen hatten. Sie lebte mit ihrer Mutter auf großem Fuße auf Bohns Kosten. Eines Tages befand sich eine dritte Person bei den Scheybels zu Besuch. Mutter unb Tochter erklärten im Lause des Gesprächs, daß sie im Verlause einer Stunde in den Besitz von 2000 Mk. kommen würden. Ter Besuch bezweifelte das. Aber auf Grund eines telephonischen Anrufs, der von der Mutter in befehleirdem Ton an den Direktor dos Bankhauses Friedberg erging, erschien ein Bote der Bank, der 2000 Mk. in Hundertmarkscheinen auf den Tisch des Hauses legte. Lächelitd erklärte die Tochter, daß dies nur eine kleine Kraftprobe fei; sie werde sich in der nächsten Zeit ein süßes Geschäft" einrichten lassen. F. und B. richteten tastächlich kurz daraus der Sch. ein .Wnfitürengeschäft ein, an das sich eine kleine Wohnung schloß. Beide Frauen haben von F. eine große Menge Geld erhalten. Außerdem wurde gestern nacht in Steglitz ein Ehepaar verhaftet, das diesen beiden Beihilfe geleistet hat, als sie die Friedbergschen. Schmucksachen zu Geld machen wollten. Nach au.f-- gefangenen Briesen und Tepejchen ift festgestelll, baff sich Frudderg ohne alle Geldmittel in London befindet. Er bittet in einem Tele­gramm und in Briefen dringend um Geld. Die 35 000 Alk., dte sich Friedberg in der Neichsbank geben ließ, sind zum großen Teil in Berlin geblieben und er ift Hals über Kopf nach London gereift, um seine Person in Sicherheit zu bringen. Heute nachmittag waren im Friedbergschen Bankhause zahlreiche Personen ver­sammelt, darunter ein Fräulein Emmerich, die Schwester der ^Geliebten Bobns. Das Resultat des Verhörs war, daß festgestellt wurde, daß Lohn und feine Geliebte sich seit einigen Tagen in Köln a. Rh. oushalten. Tas Schicksal der Angestellten des Hames Friedberger ist noch immer ungewiß. Bisher haben, sie !ni ch t einen Pfennig erhalten Einer von ben An­gestellten, ein 16jähriger Lehrling, ist haute verhaftet worben. Ein rätselhaftes Familiendrama spielte sich im Hause Linien­straße 6 a ab. Dort wohnten die 86jähr. Kausmannswickve Flora Westphal mit ihrem 67jähr. Sohne, der früher Handlungsgehilfe war, in einer Stube mit Küche. Beide waren Sonderlinge und unter­hielten kemen Verkehr mit den Hausgenossen. Tie noa) sehr rüstige Greisin besuchte ihre Tochter tn Rixdori häufig, blteb aber plötzlich aus. Bei näherem Nachsehen faub die Tochter zweimal feinen Einlaß, bis sie gestern die Wohnung durch einen Schlosser öffnen ließ. Die Blutter lag entseelt im Bett, der Sohn auf dem Fuß­boden. Aus dem Tische stand eine Flasche mit einem Rest von Lysol, von dem beide getrunken haben. Die Tat ist nach einem ärztlichen Gutachten schon vor zwei Tagen geschehen. Neber die Ursache zu dem gemeinschaftlichen Selbstmord kann niemand etwas Bestimmtes angeben. Tie Leichen, wurden beschlagnahmt. Von

Voraussichtliche Witterung für Hesse» am Sonntag den 16. Februar 1908: Meist trüb. Geringer Regen. Mild. Aus- frischende westliche Winde.

OrigittaL-DrahtttreLSringen.

Berlin, 15. Febr. Nach langem Leiden ist der Senats- Präsident des Oberverwaltungsgerichts, Wirkt. Geh. Oberreg ic- rungsrat Fuisting (Ehrendoktor der Universität Gießen) gestorben.

Berlin, 15. Febr. Von dem flüchtigen Bankier Bohn erfahrt man aus Stibin, daß er dort aller Geldmittel entblößt unb in furchtbarer Erregung ist. Er beutete an, daß er sich unb seine Geliebte erschießen werde, sobald her lotste Pfennig verzehrt sei. Infolgedessen erließ Kriminalkommissar Müller fol­gendes Telegramm an Bohn:Ueberlegen Sie sich, ob Sie in Ihrer Verzweiflung das Leben eines Mädchens mit vernichten! wollen. Die Kölner Kriminalpolizei ist unterrichtet." Indessen war es bis jetzt nicht möglich, das Absteigequartier Bohns unb feiner Geliebten ausfindig zu machen. Für heute stehen neue Ver­haftungen ui. der Angelegenheit bevor.

München-Gladbach, 15. Febr. Ter Beschluß des Ge- meinderats auf Erhöhnng des Grundgehalts der Leh­rer 11 mi 100 Mk. ist von der Regierung nicht genehmigt worden.

Karlsruhe, 15. Febr. Tie sozialdemokratische Fraktion des badischen Landtages hat es abgelehnt, die Einladung des Münsters von Marschall zum parlamentarischen Abend am 20. Februar anzunehmen. Vor zwei Jahren nahm sie offiziell daran teil.

Madrid, 15. Febr.00 Spanier unter Führung des Generals Marinas landeten gestern in Marchica bei Melilla und besetzten es nach einem kurzen Feuergefecht.

Lissabon, 15. Febr. Tas BlattDiorio" veröffentlicht einen Erlaß, welcher die durch Franeo abgesetzten Ge­nerale und Gemeinderäte wieder in ihre Aemter ein* setzt. Mehrere hervorragende Freunde und Anhänger Francos drücken ihre endgültige Absicht aus, sich ganz von der Politil zurückzuziehen.

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