Ausgabe 
14.11.1908 Erstes Blatt
 
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sender vielleicht zu unteren Leiern zählen, als unbestellbar: Post- nnroeifimg über 1 Mk. 50 fßfg. vom 14. II. 07 aus Büdingen (Oberheffen) nach Gießen; Empkänger unbekannt. Einschreibbrief, Inhalt 50 Mk., vom 26. 3. 08 aus Gießen 2 an Frau Elsa Kramer in Montrenr. 6sem. Paket vom 20. 12. 07 aus Friedberg (Hessen) an Joh. Winkler in Köln. Die zur Empfangnahme der Gegen­stände Berechtigten müssen sich binnen vier Wochen bei der Ober- Postdirektion melden, widrigensalls die Postanweisungsbeträge und die in den Sendungen enthaltenen oder durch Versteigerung des Inhalts erlösten Geldbeträge der Postunterstützungskasse überwiesen, die Briese aber vernichtet werden.

Die Hessen - Nassauische Baugewerks-- Berussgenossenschaft beabsichtigt, zu Frankfurt a.M. in der Weißsrauenstraße ein neues V e r w a l t u n g § g e b ä ude zu errichten und hat zur Erlangung geeigneter Entwürfe vor einiger Zeit ein Preisausschreiben erlassen, dessen Er­gebnis jetzt vorliegt. Die vom Preisgericht prämiierten Ent­würfe entsprechen durchweg den ästhetischen und praktischen Anforderungen, die in diesem Falle gestellt werden mußten. Den Architekten S enf u. Musch ist für den EntwurfLaterne" ein erster, für den EntwurfLokal" ein zweiter Preis zu­erkannt worden; ebenfalls einen zweiten Preis erhielt Architekt Karl Blattner für den EntwurfGeschlossener Hof".

** Der Verein König!. Preuß. Lotterie-Ein­nehmer im Großherzogtmn Hessen hielt kürzlich in Frank­furt o. M. seine Generalversammlung ab. Nach Vortrag des Jahresberichts durch den Vorsitzenden I. B. Heim jr. in Mainz, erstattete der Kassierer Ph. I. Schmidt in Darmstadt den Kassen­bericht, der gutgeheißen wurde. Gemäß Antrag des Vorstands wurde der § 5 der Satzungen dahin abgeändert, daß der Vor­stand, der seither aus 5 Kollegen bestand, nur noch aus 4 Herren bestehen soll, und daß diese 4 Kollegen auf 1 Jahr erwählt und nach Ablauf sich einer Wiederwahl unterziehen müssen. Ter Präsident muß von der Versammlung direkt erwählt werden, wahrend die 3 anderen Herren die Acmter unter sich verteilen. Der langjährige 1. Vorsitzende, I. B. Heim jr.,_ wurde wieder erwählt, ebenso die seitherigen Mi!gliÄ>er des Vorstandes Dinkel­mann in Worms, Klang in Offenbach und Schmidt in Darmstadt. Oskar Petrenz in Darmstadt, der dem Vorstand als 2. Vor­sitzender mehre Jahrelang angehörte, war geschäftlicher Abhal­tung wegen bereits zu Anfang des Jahres freiwillig zurück­getreten. Hierauf erfolgte eine interessante Aussprache über ver- idjaebenc wichtige geschäftliche Angelegenheiten, welche für die Oeffentlichkeit kein Interesse haben. An den Debatten beteiligten sich besonders die Herren Heim (MainzZ Petrenz, Schmidt und Oynacker (Darmstadt), Seiffert (Eisenach), Klang (Offenbach), Haas (Bensheim ) u. a. m. Ter Vorsitzende hob in seinem Vor­trag des Jahresberichts das kollegiale Einvernehmen der Ein­nehmer unter sich selbst hervor und konnte nicht umhin, ganz besonders aber das jederzeitige Entgegenkommen der Direktion, Abteilung Darmstadt, sowie den liebenswürdig angenehmen Verkehr mit Direktor Gramms und Sekretär Pons in Darmstadt, lobend anzuerkennen. Es sand diese Mitteilung die lebhafteste Zustim­mung aller Anwesenden, der durch ein (Srljcbcn von den Sitzen auch einen äußerlichen Ausdruck verliehen wurde.

** Der Lebenserhalter, ober: W i e man er fo l g- 'rcichund unabhängig werden kann. Man schreibt uns: Unter diesem Titel erhielt ich dieser Tage einen gedruckten, langen Schreibebries mit bei Anrede: Lieber Freund woraus ein langes Geschmust darüber folgt, wie man meine Adresse erfahren habe und welch' vortreffliches Anerbieten man mir zu machen gedenke. Ter Brief kam aus Washington N. A. und ist unter­zeichnet von einem Dr. Winter. Es hanbtit sich darin uni die Verbreitung desL e b c n s e r h a l t e r s" oder wie es an einer anderen Stelle heisst, um denN a t ü r l i che n Gesundheits- Hersteller". Dieser ist ein einfaches Hausmittel, heißt es weiter und entspricht dem Bedarf nach einem solchen. Er wird aus Wurzeln, Kräutern unb Rinden hergestellt und in der Form von mit SckiolÄlade und Zucker überzogenen Pastillen versandt u. s. w. Diese Pastillen wirken natürlich Wunder. Hauptsache aber ist: Die Pastillen müssen verbreitet werden. Geistliche, Lehrer, Landwirte, Männer und Frauen, Damen, Studenten wir­ken mit und erzielen große Erfolge. Alle verdienen ein schönes Stück Geld. Probepaketc stehen gegen Einsendung von 5 Cents in Briefmarken zur Verfügung. Die Pastillen wirken Wunder gegen Muskel Rheumatismus, Nieren- und Leberleiden, Kopf­schmerzen, nervöse Anfälle, Kinderkrankheiten und hundert andere Dinge. Daß es sich um einen riesigen Schwindel handelt, der nach amerikanischer Art im Großen betrieben wird, versteht sieh von selbst. Ich habe deshalb dem genialen Tr. folgender­maßen geantwortet' Lieber Freund! Ich begrüße Sie als Netter der leidenden Menschheit und habe sofort eine Liste in Umlauf gesetzt, zur Zeichnung von Beiträgen sür Errichtung eines Denk­mals -a»u5 Evz oder Murmor: Ihnen zur Ehre. Es leben jetzt 60 Millionen Menschen im lieben deutschen Vaterlande: tvenn jede Seeb' nur einen Pfennig stiftet, kriegen wir 600 000 Mark heraus und das ist auch etwas, wenn auch noch lange nicht genug für Sie. Ferner bin ich bereit, Ihre glück- und gesund- heillringenden Pastillen im ..Gieß. Anz." gebührend zu empfehlen. 'Tas i'vati wird von 13000 Abonnenten gehalten und noch viel mehr Personen lesen es. Sic wollen etwa 2000 bis 3000 Schach­teln von Ihren Pastillen bestellt'haben: das ist ja ßar nicht der Rede wert. Ich warte, bis einige Millionen beilammen sind, bis dorthin leben Sic wohl und lassen Sie sichs gut gehen.

O Lich, 12. Nov. -stiftspfarrev D. K. Weber ist im Alter von 68 Jahren gestorben. .Heute sand unter überaus zahlreicher Beteiligung seine Beerdigung statt. Der

hohes C. Ein Irrtum könne ihm nicht passieren, da er das absolute Gehör besitze. Weißt Du, musikalischer Laie, was das ist? Es ist die'Kunst, einen erklingenden Ton aus den Kopf beim Namen zu nennen, es ist das köstlichste Requisit eines Musikreferenten, da er dann jede Mogelei (Trans­ponieren in anderen Tonarten genannt) sofort herausmerkt. Trotzdem bin ich dem Publikum einen Zeugen schuldig. Er ist g e f u n d e tt. Nach qualvollen Stunden des Harrens schreibt Herr Pauli, das; er am fraglichen Tage Vormittag in der Probe zum Postillion schon soviel hohe Cs ver­pulvert habe, daß er sie während des Troubadours für den nächsten dlbend (Postillion) hätte trocken halten müssen und sich mit Bs begnügt habe. Herrn Paulis Ehrenschild ist unter solchen Umständen blank wie vordem. In die Stadt Köln kehrt die alte Ruhe wieder zurück. Und wie steht letzt mein Vertreter da'.

16 Millionen f ü r d ieL ustige Witwe". Aus Newyork wird berichtet: Der Siegeslaus der Lustigen Witwe in Amerika nähert sich seinem Ende und es wird möglich, zu übersehen, welche Summen die Amerikaner für die Leharsche Operette angelegt haben. Seit dem 21. Oft 1907 ist allein in Newyork im Neu Llmsterdamer-Theater das Werk 421 mal gegeben worden, die Kasse verzeichnet eine Einnahme von 3 248 000 Mark und über 700OOu Newnorker haben die Vorstellungen besucht. Die wirklich für die Billette bezahlten Summen sind jedoch viel größer, da der Billett­zwischenhandel mit der Lustigen^ Witwe glänzende Okeschäste machte und die Billette ohne Schwierigkeit für das Drei- und Vierfache des Theaterpreises absetzte. Für rund 800 000 Mark Noten wurden in dieser Zeit vom Publikum gekauft. Der Manager der Newporter Bühne Henry Savage,'hat int Laufe eines Jahres 520 000 Mart Tantiemen nach Europa geschickt. Zwei große Operetteugesellschafren reisen iwch heute in den Bereinigten Staaten umher : man nimmt an, daß nach Abschluj

einnahmen für die Lustige Witwe ui den Vereinigten Staaten 16 Millionen überschreiten werden.

Verstorbene war lange Jahre im nahen Münster^ tätig, bis er vor etwa zehn Jahren als Pfarrer in unsere Stabt über => siedelte. Hier hatte er sich die Liebe und Anhänglichkeit einer (Gemeinde in hohem Maße erworben.

+ Hungen, 12. Nov. Die Erbauung eines neuen Bürgerschul- und Volksschulgebäudes wird im nächsten Frühjahr begonnen. Bis jetzt hat sich die Ge­meinde noch nicht über die Platzfrage einigen können. Der Gemeinderat hat im Einverständnis mit dem Kreisgesund- jeitsamt einen Platz hinter dem alten Brauhaus in Aussicht genommen. Viele Bürger haben dagegen eine Petition an das Kreisamt eingereicht. Sie verlangen, daß der stattliche Neubau im neuen Bahnhofsviertel errichtet wird. Das Schulhaus wird etwa 8 Schulsäle, Zeichen- und Singsaal und zwei Wohnungen für Schulverwalter enthalten. Die Baukosten betragen etwa 100000 Mk.

Atzenhain, 12. Nov. Der Storch kehrte hier >ei einer Zigeunerfrau auf offener Straße ein. Die Wöchnerin wurde in das Gemeinde-Backhaus verbracht.

-d. Höchst a. M., 12. Nov. Einem umfangreichen Zollschmuggel ist die hiesige Polizeiverwaltung heute auf die Spur gekommen. In der Wohnung eines Arbeiters namenL Kübler rourbe eine ganze Wagenladung von Zigarren, Tabak, Tee, Schokolade usw. beschlagnahmt. Kübler gestand ein, daß diese Waren von den Matrosen de? Dampfers Egan P und ,IP aus Holland eingeschmuggelt und ihm jum Weiterverkauf übergeben worden seien. Es scheinen auch mehrere Geschäftsinhaber von hier und der Umgegend in die Affäre verwickelt zu sein. Kübler will das Geschäft chon lange betrieben haben. Die ganze Rhein- und Main­gegend sei mit solchen Schmuggelwaren versehen worden.

* Eine französische Ahnfrau de? deutschen Kaisers. Man weiß bereits, daß der deutsche Kaiser den Ad­miral Eoligny unter seine Ahnen zählt. Weniger bekannt ist es, daß er auch eine stcnizösifche Ahnsrau hat, deren Namen neben Eoligny den Einschlag des französischen Blutes in die Adern der Hohenzosiern vertritt. In seiner Doktordffsertation überDie Ehen in der alten französischen Gesellschaft" tveist sie der Historiker Berlin folgendermaßen nach: Elonore Desmiers war die Tochter des protestantischen Edelmannes Alexander Desmiers, Herrn v. Olbrense, aus Postou. Sie folgte ihrem Vater nach Tcntschland und hei­ratete hier den von ihrer Schönheit unb Klugheit eingenommenen Herzog von Eelle, Brnder des Kurfürsten von Hannover. Ihre Tochter vermählte sich nach dem Tode ihres ersten Gatten Angust Friedrich von Wolfenbüttel 1682 in ziveiter Ehe mit ihrem Vetter Georg Ludwig, dem ältesten Sohiie des Kurfürsten Ernst Angnst von Hannover, ber 16'8 seinem Vater folgte und 1714 als Georg I. den Thron England? bestieg. Ihre Tochter war Sophie Dorothea von Hannover, des zweiteii Königs von Prenßen Friedrich Wil­helms I., und Mutter Friedrichs II. und des Prinzen August Wil­helm, des Vaters König Friedrich Wilhelms II. Von hier aus ist der genealogische Stammbaum jedem bekannt.

* D i e Insassen des BallonsHergesell", die Lentnanls Humn,el und Foertsch, die bekairntlich am 12. Oktober als Teilnehmer an der Ballon-Taueriahrt in Schmargendorf auf- ttegen, werden jetzt auch von ihren Angehörigen als tot betranert. Tie Familie des Lentnanls Hninmel erläßt nach einer Mittellnng desSag* folgende Todesanzeige:Wad) Wochen heißen Sehnens und bangster Sorge um Rettung unseres innigst geliebten Sohnes and BrnderS Kurl Hummel, Leutnants im 2. Rheinischen Husaren- Regimcnt Nr. 9, von seinem am 12. Oktober unternommenen Ballonaufstieg sind wir am Ende unseres Hoffens ans ein Wieder- . sehen mit ihm im irdischen Leben und betrauern schmerzlich feinen- frühen Heimgang."

' 2x2 = 5. Gustav Wied, der dänische Satyr, beioeift in seiner hübschen Komödie, die znr Zeit auf dem Repertoire des K. Hoskheaters steht, mit Geist nnd Grazie höchst unmathcmatisch, daß in dieser Welt dec gesellschaftlichen Kompromisse um des guten Auskommens willen mit seinen lieben Nächsten und um der täg­lichen Notdurft und Nahrung willen man klug tut, 2x2 = 5 gelten zu laßen. Nun kommt, wie dasStuttgarter Neue Tagebl." schreibt, ein Stuttgarter Mathematikus und beweist uns nach Adam Rieses ewigen algebraisck)en Gesetzen, daß in der Tat 2x2 = 5 ist! Und zwar j o: Es schreibt uns Herr Oberreallehrer K.:

16 36 = 20 25 45 = - 20 16 - 36 = 25 - 45 16 - 36 + ^ = 25 45 + ^.

4 4

r 9 /9V 2 9 /9\ 2

4 - 2 4 - v + (r-| =5 -2 5 -+ (-)

2 \2 / 2 \2/

(9 \ f / 9\2

4--)

9 9

4 = 5, woraus

4 = 5 oder 2 - 2 = 5.

Ter kleine, taschenspielerische Kunstgriff, den man sich natürlich bei diesemBeweise" erlaubt hat, liegt in dem Ausziehen der Quadrat- wurzeln aus den Ausdrücken

(9V / 9V

4I =151 2/ \ 2/

Denn während die Qnadrate selbst stets positiv sind, kann die Quadratwurzel entweder positw oder negativ sein, und ein bißchen aufmerksames Anfck;auen genügt, um zu erkennen, daß

x f / 9 V / 9 \

V v-t) =-(*-?)

sein muß._______________________________________________________

Die nach- A ahrIa sind Sonntag, 15. Novbr., nur von stehenden Ja v 1 tu 1 v 12 Uhr mittags bis 12 Lhr nachts für dringende Fälle sicher anzutreffen: [D14/n

Br. Kipper, Wilhelmstr. 2. Dr. Meyerhoff, Süd-Anlage 7.

Sonntag, 15. Novbr., von nachm. 4 Uhr bis 9 Uhr abends nur geöffnet: Giessen, den 14. Nov. 1908.

Grossh. Polizeiamt

Auszug o. d. Standesanttrregistern der Stadt Sietzeu.

Aufgebote.

Nov. 4. Richard Grünewald, Kaufmann, mit Luise Pfeil, beide in Gießen. 7. Martin Wagner, Taglöhner, mit Elisabethe Schäfer, beide in Gießen. Heinrich Henß, Sergeant in Darm­stadt, mit Wilhelmine Pfeil in Gießen. Ludwig Wilhelm Her­mann Adolph, Pizefeldwebel in Gießen, mit Anna Tina Sultane Klumner in Dornholzhausen. 9. Bernhard Leutheuser, Schreiner, mit Katharina Schmidt, beide in Gießen. - 10. Karl Schwab, Pizefeldwebel in Gießen, mit Anrora Lnsche in Utzberg. 11. Lud­wig Müller, Fabrikarbeiter, mit Alwme Weil, beide in Hörns­heim. Eduard Otto, - Oberdesinfektor, mit Anna Meißner, beide in Gießen. 12. Karl Schreiner, Schlaffer in Gießen, mit Elisa­bethe Becker m Londorf. - 13. Joseph Hauffmann, Brauer, mit Anna Schainn, beide in Gießen.

Eheschließungen.

9tov. i. Gottfried Hartmann, Gendarmerie - Wachtmeister in Gießen, mit .yrieda Storck in Darmstadt. Johann Preiß, Oeko- nom. Mit Margarete Hermann, beide in Gießen. Karl Waden­pfuhl, Schlotzer, mit Maria Bott, beide in Gießen. Enni Hof- mann, Lokomotivheizer, mit Sophia Keller, beide in Gießeii.

Geborene.

Okt. 31. Dem Lackierer Georg Heinrich Dürr eine Tochter, Frieda Nlarie Elise Mathilde. Nov. 2. Dem Lehrer Hans

Engelapotheke

. Reinhart. B/i

Krug eine Tochter. Dem Kaufmann Karl 3d)und eine Tochter. 3. Dem Postschaffner Karl Behm eine Tochter, Emma Katha­rina. 6. Dem Kaufmann Fritz Krömmelbein eine Tochter, Liese Lotte. Dem Pserdebnrschen Friedrich Wilhelm Sommeriad eine Tochter. 7. Dem Metzger Lndwig Schenk ein Cohn. Dem Hilfsheizer Emil Thoma? eine Tochter. Dem Gastwirt Adam Hovfeld eine Tochter, Frieda Elisabeth. 8. Dem Spengler und Jnstallatenr Ehristian Otto Klein ein Sohn, Ferdinand Emil Hem­rick) Lndwig. Dem Weißbindermeister Philipp Horn eine Tochter. 10. Dem Wirt Wilhelm Schmid ein Sohn, Ernst Johannes.

Gestorbene.

Nov. 7. Margarete Hauth, Dienstmädchen, 25 Jahre alt, Wil­helmstr. 16. Katharina Kranskopf, geb. Hill, 43 Jahre alt, Schützenstr. 18. 8. Schenk, ohne Vornamen, 2 Stunden alt, Sicher Straße 19. Margarete Köhler, geb. Hinkel, 68 Jahre alt, Ebelstr. 12. 9. Martin Nagel, Schnhinachermeister, 66 Jahre alt, Westanlage 58. Marie Schneider, 3 Monat altz Große Mühl- gaffe 21. Friedrich Tührkop, Sdineiderineister, 50 Jahre alt, Weserstr. 19. 11. Ottilie Bernhard, geb. Heinzerling, 63 Jahre alt, Lndwigstr. 41. Luise Scheibe, 3 Jahre alt, Asterweg 46.

Märkte.

Gießen, 14. November. Marktberich t. Aus heutigem Wocben- mairte kostete: Butter vr. Pfd. 0.951.00 Mk., Hühnereier 1 St. 89 Psg., Käse pr. St. 68 Ps., Kasematte 2 St. 56 Psg., Erbsen p. Pfd. 1824 Pfg., Linsen v. Psd. 2540 Psg., Tauben pr. Pr. 0,80-1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,001,60 Mk., Hähne vr. Stück 0,801,80 Mk., Gänse vr. Pid. 60-70 Pf., Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Alk., Ochsenfleisch vr. Pid. 7886 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 7476 Psg., Schweinefleisch vr. Psnnd 6880 Pfg., Sdnveinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 84 Pfg., Kalbfleisch vr. Psd. 7080 Pfg., Hammelfleisch vr. Pfd. 6080 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.005.50 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,008,00 Alk., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per 2tück 1015 Pfg., per Zentner Mk. 2.503.00. Aepiel per Ztr. 58 Mk., Biriien per Ztr. 510 Mk. Nüsse 100 Stück 4000 Psg., per Ztr. 000 Mk. Marktzeit von 82 NHr.

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

November

1908

Barometer auf 0° reduziert

Temperatur der Lust

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Windrichtung

Windstärke

Wetter

13. 2

749,7

4- 6,2

i

7.0

9»

s

2

Nebel

13. 9'°

748,1

4- 6,4

7,1

99

Still

Bed. Himmel

14. 72i

751,3

4- 3,4

5,6

97

Nebel

Höchs

c Temperatur

am

2.-15

. Nov.

= 4-

6,8 6 C.

Niedrigste

V

, 12.K

L Nov.

- 4

1.3 0 C.

Telefonische Kursberichte

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Hande) nnd Industrie. Giessen.

Frankfurter Börse, 3^°/0 Reichsanleihe . . 94.40 3% do. . . 84.90 3li/o Konsols .... 94.50 3% do 84.70 3^°/ Hessen 92.60 3^®/6 Oberhessen . . . 92.00 4% Oesterr Goldrente. . 98.25 4*/8 % Oesterr. Silberrente 99 25 4-6 Ungar Goldrente . . 93.00 4% Italien. Rente . . .. 3 56 Portugiesen Serie I 57 50 396 Portugiesen III 58.50 4>5°/e russ.Staatsanl. 1905 97 25 4^°/0 japan. Staatsanleihe 91.40 496 Conv. Türken von 1903 9210 Türkenlose ..... 143 50 496 Griech. Monopol-Anl. . 49 20 496 äussere Argentinier . 86.20 3% Mexikaner . . . 63.50 4>i °/0 Chinesen .... 97.40

Aktien:

Bochum Guss 218.00 Buderus E. W 111.50 Tendenz: fest.

Berliner Börse, 14.

Canada E. B. . ... 178.70

Darmstädter Bank . . . 128 40 Deutsche Bank .... 240.60 Dortmunder-Union C. . . 60.00 Dresdner Bank ..... Tendenz: fest.

14. November, 1.15 Uhr.

Elektriz. Lahmeyer . . . 116.25 Elektriz. Schnckert . . . 119.00 Eschweiler Bergwerk . . 189.50 Gelsenkirchen Bergwerk . 188.40 Hamburg-Amerik. Paket!. 113.20 Harpen er Borgwerk. . . 195.00 Lanrahütte 195.00 Mordd. Lloyd .... 90.60 Obeischles. Eisen-Industrie 98 50 Berliner Haudelsges. . . 168.20 Darmstädter Bank . . . 128.6V Deutsche Bank .... 241.00 Deutsch-Asiat Bank . . 138 00 Diskonto-Kommaudit . . 180.60 Dresdner Bank .... 147.öO Kreditaktien 20000 Baltimore- und Ohio-

Eisenlahn 107.40 Gottbardbahn. Lombard. Eisenbahn . . 22.60 Oesterr. Staatsbahn . . . 147 00 Prince-Henri-Eisenbahu . 124.00

November. Anfangskuwe.

Harpener Bergwerk. . . 194.40 Lanrahütte Lombarden E. B. ... 22.20 Nordd. Lloyd 90.50 Türkenlose

Bekam schmerzlos 10 Zähne."

Väter und Mütter, welche die schlimme Zahuzeit mit ihren Kindern durchgemacht haben, dürften mit Nutzen den folgenden Brief lesen:

Wollcndorf b. Jahr i. Rhld., den 23. Oktober 1907.

Ich kann Ihnen zu meiner großen Freude mitteilen, daß ich Jhreni vorzüglicl)en Präparat, Scotts Emulsion, geradezu zu Dank verpflichtet bin. Mein kleiner Heinrich, jetzt 14 Monate alt, dem ich Scotts Emnlsion regelmäßig cingab, hat sich dadurch nicht allein ungemein kräftig entwickelt, sondern er hat anch 10 Zähnchen schmerzlos bekommen, was bei keinem seiner AlterSgeiwssen von hier der Fall war. Das Kind ist dick und schwer geworden und < nimmt die Emnlsion immer sehr gern."

(gez.) Ludwig Biehl.

Bitte, beachten Sie, daß selbst ganz kleine Siinber Scotts Emulsion ohne Blühe und halb sogar sehr gern nehmen. Scotts Emulsion ist nur aus den besten und reinsten Nohmaterialien hergestellt, und diese sind in dem erprobten Scottschen Herstellungsverfahren in allerkleinsle Teilchen verarbeitet daher die leichte 93er» daulichkeit des Präparats. Scotts Emulsion (?prallt» belebt und erhält die Eßlust nicht nur ber schmBrriahrmLt Kmdern, sondern auch der Großen.

ScollS Emulsion wird von uns auSschUehliib im großen vertäust und »war nie lose nach Gewicht oder Matz, sondern nur in berfiigclten Originalflalchen tn ; Karton mit unterer Schutzmarke (Fischer mit dem Dorsch). Scott u. Lownc, G. m. b. H., Frankfurt a. M-

Bestandteile: Feinster Medi»lnas-?edertran 150,0, prima Dlyzetto 60.0, unterpboSvborigsaurcr Kalk 4^. unterphoSpfjorig'aurtS Natron 2X>, pulv Tragant 3,0, feinster arad. Gummi pulv. 2X), destill. Wasser 129X). Älkokiol 11,0 Hierzu nrcmatilchc (STniitiion mit Rimt», Mandel- unb '«anltfieriaül le 2 Tropfen.

'Hl Heute WD wie vor 20 Jahren unerreicht in Feinheit, Würze- kraft, Biligkeit ist einzig MAGGIs Würze.

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Emil Fischbach, Seltersweg 24.