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ton und .Verniisihtes" P. Wittko; tüt »Stadt u. Land- und „Gerichts« 7 saal": E. Hetz: für den Anzeigenteil: H. Beck.
Was die Handhabung des ReichSvercinsgesetzüs in den MÄgen Bundesstaaten anlangt, so erläßt das bayerische WtaatZministev-iunr des Innern soeben im Amts- Katt eine Bekanntmachung, deren wichtigste Bestimmung M 12 lautet: In den im § 6 Absatz 3 deS Gesetzes be- Mncten Versammlungen ist der Gebrauch einer nichtdeutsch en Sprache zulässig. In den andern Deutlichen Versammlungen ist neben den im § 12 Abs. 2
Gesetzes bezeichneten Fällen der Mitgebrauch einer ^deutschen Sprache gestattet.
aller Stände der Bevölkerungskreise, einheimische und altdeutsche. Wappenhcrold Peschel trug einen schwungvollen, von dem Elsässer Fritz Lienhard gedichteten Prolog vor. Nachdem dec Zug in die Burg eingetreten war, betrat der Kaiser den ersten Burghof, wo Staatssekretär v. B e t h m an n-H o ll w e g mit der folgenden Ansprache d.u Schlüssel der Burg überreichte:
I An Macht und Glanz alten deutschen Kaisertums, an deutsche Ritterschaft, an Krieg und Verwüstung deutschen Landes, aber auch an neues Erstarken aus Schwäche und Zwist gemahnen
, In Württemberg versicherte Minister v. Pischek rn der Zweiten Kammer, daß die Uebertvachung politischer Versammlungen auch künftighin eine seltene Ausnahme sein und daß die Parteien gleich behandelt werden sollten, hielt aber daran fest, daß für die Anmeldung von Versammlungen eine 24 stündige Frist notwendig sei. In der Abstimmung wurde der Antrag des Zentrums auf Vorlegung eines Gesetzentwurfes, betreffend die lau des gesetzliche Rege- lung der Sprachen frage noch im Laufe dieser Tagung, mit 3/ gegen 36 Stimmen angenommen.
In Sachsen muß die öffentliche Bekanntmachung in deutscher Sprache durch die Zeitung oder durch Plakat erfolgen, die deutliche Ueberschrift tragen: „Oeffentliche politische Versammlung" und Zeit und Ort der Versammlung, sowie den Namen, Wohnort und die Wohnung des Veranstalters enthalten. Die Bekanntmachung muß 24 Stunden vorher erfolgen. Die betreffende Zeitung muß von der zuständigen Polizeibehörde ausdrücklich zugelassen worden sein. Ueber die Zulassung der nichtdeutschen Sprache hat die Kreishauptmannschast von Fall zu Fall zu entscheiden.
In Baden bedarf es einer Anzeige nach § 5 des Gesetzes nicht, wenn die Abhaltung der Versammlung mindestens 24 Stunden vor dem Versammlungsbeginn unter Angabe von Ort und Zeit der Versammlung sowie unter Benennung des Veranstalters öffentlich bekanntgegeben worden ist. Oeffentliche Versammlungen unter freiem Himmel, die nicht auf öffentlichen Straßen und Plätzen stattfinden, bedürfen einer Genehmigung nicht, wenn sie wenigstens 24 Stunden vor Beginn der Versammlung dem Bezirksamte unter Angabe von Ort und Zeit und unter Benennung des Veranstalters angezeigt werden. Der Gebrauch einer nichtdeutschen Sprache ist in den in § 6 Absatz 3 des Gesetzes bezeichneten öffentlichen Versammlungen zulässig. In anderen öffentlichen Versammlungen ist neben den in § 12 Absatz 2 des Gesetzes bezeichneten Fällen einzelnen Rednern der Gebrauch einer nichtdeutschen Sprache gestattet. Weitere Ausnahmen kann das .Bezirksamt zu-
Jn diesen bisher bekannt gewordenen Ausführungsbestimmungen des neuen Deutschen Reichsvereinsgesetzes tritt uns eine große Verschiedenheit entgegen. Ein einheitliches Reichsvereinsgesetz haben wir nun, aber seine Handhabung ist so verschieden, daß es beinahe auf dasselbe hin- ausläust, als wenn, wie bisher, jeder Bundesstaat sein eigenes Mveinsgesetz hätte.
Die Einwechung der yohMigrburg.
Tcr Kaiser und die Kaiserin trafen mit kn Prinzen August Wilhelm, Oskar und Waldemar von Preußen nebst Gefolge gestern mittag 12 Uhr unter Kanonendonner und Slockengeläute auf der Hohkönigsburg ein, wo sie von dem Statthalter Grafen von Medel und dem reichslündischen Ministerium empfangen wurden. Nach Abschreiten der Front der Ehrenkompagnie, die das achte rheinische Jägerbataillon stellte, begab sich das Kaiserpaar unter dem Zuruf der auf der Zuschauertribüne befindlichen Personen in das Kaiserzelt. Hierauf begann der Festzug des Vereins Hohlöitigsburg, der den Einzug der Gebrüder Sickingen im Jahre 1533 darstellte. Teilnehmer waren Herren und Damen
Der Kaiser sprach hierauf folgendes:
_ , ,.Als ich im Jahre 1899 zum ersten'Male bte Ruine der Vohwingsburg mit ihren gewaltigen Bauresten bewunderte und von der landschaftlich wie historisch so reizvollen Stätte aus meinen Blick über die Rheinebene und die Berge des Schwarzwaldes, bis hin zu der in der Ferne schimmernden Alpeu-- kette ichweifeu ließ, ivav es mir eine angenehme Ueberraschuria und hohe Freude, daß die Stadt Schlettstadt mir dieses herrliche Stückchen EstäNer Land zum Eigentum darürachle. Meinen Tank glaube ich mcht besser betätigen zu fihtnen, als durch den Entschluß, die alte Vogesenfeste ivieder in einstiger Schönheit erstehen zu lassen und damit einem in weiten Kreisen des Reichs- landes gehegten Wunsche zur Erfüllung zu verhelfen. Keine leichte Ausgabe ist es gewesen, das gesteckte Ziel zu erreichen, eo manche Schwierigkeit galt eS zu überwinden und es bedurfte des verständnisvollen Zusammenwirkens und der treuen Mitarbeit vieler Kräfte. In hochherziger Weise lsaben die gesetzgebenden Faktoren des Reiches und des Reichslandes für die Bereitstellung der nicht unbeträchtlichen Baukosten Sorge getragen und dadurch die Turchführung des Planes in seiner großartigen Gestaltung ermöglicht. Weinen wärmsten Tank dafür an dieser Stelle auSzusprechen, ist mir ein Herzensbedürfnis. Ich gedenlo dankbar, Herr Minister, Ihres Herrn Vorgängers, welcher mich durch Leitung der schwierigen Bauausführung tatkräftig unterstützt frit und danke Ihnen, daß Sie 'das Weck fortgesetzt haben. Ich danke ferner dem genialen Architekten, der nach reiflichem Studium des Quellen- und Urkundenmaterials das Werk vorbereitete nith in strenger Anlehnung an die Vorbilder alter Zeit vollendet hat, sowie den übrigen Künstlern, Meistern und Handwerkern für ihre treue Mitarbeit. Ich danke endlich den beteiligten Behörden und Archiv-Verwaltungen, dem Hohkönigsburgverein, dem Vereine für lothringische Geschichte und Altertumskunde, der Bereinigung zur Erhaltung deutscher Burgen, der Direktion des Berliner Museums, wie jedem Einzelnen, insbesondere Herrn von Geymüller, der sein Interesse an dem Werke durch Herbeischaffen von Bansteineil betätigt oder au dem Gelingen des heutigen schönen Festes beigetragen hat. Berechtigter Stolz und freudige Genugtuung erfüllt uns alle angesichts des vollendeten Baues. Auf den Trümmern und Fundamenten vergangener Jahrhunderte errichtet, bietet die Hoh- königsburg in ihrer jetzigen Gestalt — soweit menschliches Können cs vermochte — ein getreues Bild der Vergangenheit, wie sie um das Jahr 1500 hier in Wirklichkeit gewesen fein wird. Tie neu geschaffenen Räume bilden eine würdige Stätte ür eine Sammlung von kulturhistorischen elsässischen Erinnerungen aller Art und für ein Archiv von Urkunden und
die Zinnen dieser Burg. Ein Netz von Festen spannte Kaiser Rotbarts Vater, Friedrich der Einäugige von Schwaben, über das Elsaß aus und waltete auch von dieser Stelle machtvoll über den Landen. Königsberg Hnnnte man den Berg und Hoh- königsburg die Burg, als fein Haus zur Kaiserwürde gelangte. Und wie Staufische Kaisermacht unter Friedrich II. bis weit in den <püben hinein in "ben Kastellen Kalabriens und Apuliens eine fqte Wehr suchte, so war ihr auch diese Burg ein Wahrzeichen.
Staufergeschlecht sank dahin,, tvechselnde Burgherren zogen bln.und aus, bis Jahrhunderte später Habsburgs Haus unter Kay er Maximilian II. Berg und Burg ans dem Nachlasse der Tbiersteiner erwarb. Mit dem Gefüge der alten Reichsver- fasfimg fiel im dreißigjährigen Kriege der stolze Ban in Rauch und Trümmer, und ivas der Zerstörungswut schwedischen Kriegsvolkes Stand gehalten, wurde vom Sturme der französischen Revolution weggefegt. Aber wie dem Deutschen Reiche, so sollte aitch dieser Burg eine neue Stunde schlagen. Als Geschenk der Stadt Schlettstadt ward sie dem Hausgute des neuen KNiscr- tum3 cinDcrleiöt, und auf altem Griiiid ließen Kaiser, Reich und Reichsland Wall und Turm neu erstehen. Hoheiistauseii, Habsburg, Hohenzollern! Was diese Namen in sich schließen, iua3 sie uns sind au sreudigem Stolz, aber auch an ernster Mahnung, das weht uns in dieser Stunde von dieses Berges Haupt entgegen, das grüßt Euer Majestät als den neuen Burgherrn. Und wenn sich jetzt auf sein Geheiß diesem Schlüssel das ^or öfsnen wird, bann geben deutscher Tank, deutsche Zuverycht und deutsche Treue dem Hohenzollecnkaiser Geleit.
Die^ heutige Nummer umfaßt 10 Seiten.
rlusführungrbestimmungen zum Reichrvereimgesetz. r , Am 1?' .Mai, morgen, tritt das neue Reichsvereinsgesetz bekanntlich m Kraft, und die einzelnen deutschen Bundesstaaten haben sich nun beeilt, die Ausführungsbestimmungen bekannt zu fleben. Es ist nun nicht ganz uninteressant zu ichcn, wie das neue Vereinsgesetz fortan in den einzelnen Staaten gehandhabt werden wird und inwiefern die von terschtedenen Seiten geäußerten Bedenken über die Auslegung des Gesetzes wohl berechtigt gewesen sind.
Einer der wichtigsten Paragraphen des neuen Reichs- berctnsgesetzes, § 6, handelt von der Bekanntmachung der öffentlichen politischen Versammlungen. Die Form dieser Lekanntmachung ist nun für Hessen so geregelt worden, daß Ort, Zeit und Name des Veranstalters der Versammlung in einer Zeitung des betreffenden Kreises oder durch Umschläge in der Gemeinde des Versammlungsortes be- tat gegeben werden müssen, und zwar spätestens 24 Stunden vor Beginn der Versammlung. Für Hessen liegt in dieser Ausführungsbestimmung kaum etwas Drückendes, »denn in der Praxis hat sich die Bekanntmachung einer Versammlung doch im allgemeinen schon längst so gestaltet.
Nicht ganz so freiheitlich wie in Hessen ist die Hand- zhnbung des § 6 in Preußen. Auch in Preußen ist die Zekanntmachung durch Zeitung oder Anschlag zulässig, aber astens muß die Bekanntmachung in deutscher Sprache er- lKgen, zweitens muß sie in einer der von der Verwaltungs- lchörde bestimmten Zeitungen der betreffenden Gemeinde ^scheinen. Die Bekanntmachung durch Anschlag erfolgt nur in solchen Gemeinden, wo öffentliche Einrichtungen für den .Uschlag von Plakaten vorhanden sind. Die Bekanntmach- . nitfi muß natürlich in deutscher Sprache abgefaßt fein.
In Hamburg müssen Ort und Zeit der Versammlungen mindestens 24 Stunden vorher in zwei im ham- lurgischen Staatsgebiete erscheinenden und von der zn- sendigen Polizeibehörde näher zu bestimmenden Zeitungen n deutscher Sprache bekannt gegeben werden. BeIannt- ulHungen durch Anschlag, wie in Hessen und Preußen, icrtügen also in Hamburg nicht.
Eine weitere wichtige Bestimmung des neuen Reichs- :?reiusgesetzes bezieht sich auf die Sprache. In Hessen it der Gebrauch nichtdeutscher Sprachen bei Versamm- Iirgen, die unter § 6 Abs. 3 fallen, zulässig, in anderen Deutlichen Versammlungen ist einzelnen Rednern der brand) der nichtdeutschen Sprache gestattet. Während M also in Hessen in dieser Beziehung recht weitherzig ist, ht Hamburg die Bestimmung bekommen, daß Vcrhand- lmg in nichtdeutscher Sprache nur durck) die zuständige Polizeibehörde unter Festsetzung der im Einzelfalle zu er- liltenbcn Bedingungen zugelasscn werden kann. In P reust m ist der Gebrauch der litauischen, masurischen, wen- Mschen, wallonischen und französischen Sprache freigegeben korben, der Gebrauch der dänischen Sprache in einigen AFirken des Kreises Tondern.
Elftes Blatt 158. Jahrgang Donnerstag 14. Mai 1908
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Man schreibt uns:
Wie die Leser des „G. A." aus dem Anzeigenteil er- fffcrt haben werden, findet die 3. Kammermusik des 117. i«reinsjahres 1907/08 am 17. d. Mts. vormittags
HI)r statt. Zum erstenmal ist es, daß der Verein sein widert alS sog. Matinv veranstaltet, woraus auch an dieser ^Ile noch besonders hingcwicsen werden mag. Es be- mjinet wohl dem allgemeinen Interesse aller Musikfreunde lti« Gießen und Umgegend, zu hören, was die Veranlassung :Ri diesem Versuck) gegeben hat.
Seit vielen Jahrzehnten ist cs bei uns Braud), die • ®iii:crte an Sonnta.gen und zwar nachmittags um WWr zu veranstalten. Es ist auf diese Weise allein mög- gewesen, diese Konzerte der großen Zahl unserer Freunde 'E Abonnenten in Lich, Laubach, Hungen, Nidda, Bü- jmtge«, Alsfeld, Grünbcrg, Wetzlar, Weilburg, Dillenburg :c. jMnglich zu machen. Nur bei den großen Chorwerken, in der Stadtkirche zur Aufführung kamen, war es 'Eolid) nicht möglich, die Aufführung an Sonntagen zu nftaltcn; um sie aber gleichwohl den auswärtigen Be- n^ufjecn zugänglich zu machen, mußterr sie and) an Wochen- Jftea so zeitig stattfinden, daß zur Rückfahrt nach Hause voi Äbendzüge benutzt werden konnten. Wir sind eben ßßif b c n Besuch von auswärts angewiesen und B;*in neu diese Einnahmen an Adonncments-
e Tageskarten nicht missen.
Mit der Zeit aber haben sick) andererscits die Klagen oiocübcr gemehrt, daß eine Reihe von Sonn tags nächst lagen durck) diese Konzerte belegt sind und für mand)c i|.° den einzigen Nachmittag, an dem er seiner Familie uifen und einen größeren Spaziergailg unternehmen kann, Piecen geht. Wir haben versucht, diesem Uebelstand ab- ü^clfen und haben uns im vorigen Winter wiederholt lensere auswärtigen Abonnenten und Besucher gewandt ihnen die Frage vorgclegt, ob sie auch in der Woche MV Abends in der Lage seien, unsere Konzerte zu bc-
Dabei mußten wir darauf hinlocisen, daß loir diese »:rte daun frühestens um V28 Uhr beginnen lassen Wnten, wollten wir nicht Gefahr laufen, daß vrelen ^ eier hiesigen Freunde der Besuch uumöglick) wurde. Die
Antworten, welche in beträchtlicher Zahl eingingen, lauteten weit überwiegend dahin, daß damit der auswärtige Besuck) geradezu unmöglich werden würde, teils weil man in der Woche nicht so zeitig abkommen könne, um hierher zu fahren, teils weil man nicht zeitig genug zurückkehren könne, vielfach werde übernachten müssen usw. Wer unser Budget kennt, muß sich daher sagen, daß wir zurzeit nicht daran denken können, die Konzerte vom Sonntag auf einen Wochentag zu verlegen, ganz abgesehen davon, daß auch die Auswahl des passenden Werktages schwierig werden würde. Es ist bekannt, daß in unserer Universitätsstadt, nachdem die Abende Dienstag, Mittwoch und Freitag vom Theater belegt sind, nur der Donnerstag als günstiger Tag bleibt und die Erfahrungen des letzten Winters haben gezeigt, daß auf diesen Abend sich zahlreiche Veranstaltungen, öffentliche Vorträge, wissenschaftliche Vereinssitzungen re. re. zusammcngedrängt haben. Erst wenn darauf gerechnet werden könnte, daß das einheimische Gießener Publikum unsere Konzerte an Wo ck) en tagen ausreichend besuchen würde, erst dann könnten wir ohne Bedenken einer allgemeinen Verlegung auf den Werktag das Wort reden. Darauf kann aber zurzeit nicht gerechnet werden, und so haben wir uns entschlossen, an den Sonntagen im allgemeinen festzuhalten, aber einen Teil der Konzerte, etwa drei bis vier Kammermusikkonzerte, als sog. Matinä zu veranstalten. Dadurch werden vier Sonntabnachmittage frei und doch hoffen wir, daß unsere auswärUgen Besucher und Abonnenten in der Lage bleiben, wie seither unsere Konzerte zu befudjen. Da im allgemeinen die beiden Chorabende in der Woche statt- finden roerden, so bleiben nur noch vier Sonntagnachmittage durch Konzerte besetzt. Wir bitten, unfern Versuch zu unterstützen, damit wir beurteilen können, ob wir im nächsten Vereinsjahr diese Einrichtung bedenkenfrei treffen können.
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P.A. Hessische Landesausstellung Darmstadt 1908. Ain Samstag vormittag haben die Juroren für Malerei und Plastik ihre verautwortunasschmere Arbeit begonnen. Professor Dr. Back, Darmstadt, Wilhelm Bader, Darmstadt, Professor Dr. Bantzer, Dresden-Strehlen, Adolf Beyer, Darmstadt, Professor Bracht, Trcsdeit, Otto H. Engel, Berlin, Professor Gaul, Grunewald-Berlin,
Professor Llldwig von Hofmann, Weimar, Professor Hölscher, Dar in- stadt, Bildhatier Jobst, Tarmstadt, Professor Kautzsch, Darinstadt, Karl Kästner, Guntersbliim, ivurden vom Minister deS Innern Brail ll in seiner Eigeiischasc als Vorsitzeilder des Arbeitsausschusses der Landesausstellung begrüßt. Ihre tlangvolle Namen seien eine Gewähr für das gute Gelingen des Unternehmens. Der leiteiide Gedanke: „Vom Guten das Beste" zu bringen, setze zivar eine sorg- sältige Sichtrmg voraiis; daß dabei aber ond) dem aufstrebenden jüngeren Talent Gelegenheit gegeben iverde, uon den bewährten 'Meistern in ihre Reihen mlfgcuonimen zu werden, kann und zu besonderer Freude gereichen. Der Wunsch des GroßhcrzogS, die Preisrichter, die alle mit dem Hessenlande im engeren oder weiteren Sinne zu aemeinsanrer Klilturarbeit verblinden sind, bei sich als Gäste zu sehen, sei diirck; den Llusenthalt der Großb. Familie in Rußland für heule nicht erfüllbar. Voraussichtlich iverden bic Herren bei einer späteren Gelegenheit Gäste sein. Zum Vorsitzenden wählte die Jury Geh. Reglerlmgsrat Professor Eugen Brach', Dresden.
— Frankfurter Teiltsches Turnfest. Während des Deutschen Turnfestes findet vom 11. bis 23. Juli in den Rätimlich- keiten der dem Festplatz angeschlossenen Varrenlrappschule eine Ausstellung von literarischem und verwandtem Material statt — als da sind: Berichte, Briefe, Urkunden, Eriiinerungszeicheu, Abbildungen, die sich auf das Turnwesen bezieheii. Tie Frankfurter Turnvereine, sowie mehrere Freunde und Förderer dcs Tril>:- wesens haben bereits Die in ihrem Besitz befindlichen Gegenstände zur Verfügung gestellt oder ihre Unterslützimg zugesagt, '(vs'iunxc erfreulich, weiteres geeignetes Dtalerial aus Privatbesitz zu erhalten ■ handelt es sich doch besonders darun», den von überall her zusammenströmenden Turnern ein Bild von der Entrvicklung des ^.urnwesens zu geben. Um eine rechtzeitige Drucklegung des Katalogs zu ernivglichen, lueibcn daher Besitzer genannter Gegenstände höflichst gebeten, solche bis spätestens 30. Mai bei Dr. P. Hohen- emser, Frankfurt a. 9JL, Rossertstraße 9, anzumelden. Hiermit verbunden ist eine AusiteUung von Turn-, Fechl-, Schwiini» und Spielgeraten, sowie Turnbekleidungsgegenstanden. Anmeldungs- sormulare hierzu sind von Direktor Dr. Busck), Frankfurt, Nene Krame b, zu beziehen.
. „ — Siebestt eö er i m d euts ch en V0lks g es an g bringt das soeben im Verlage von Ullstern u. Co., Berlin und Wien erscheinende neueste Heft der populären Notenbibliothek Munk iiir All-"- das uon be. Sieberi“rt mS
m den verschiedendsten Varianten vorgeführt; in einzelne Gruppen emgeteilt, foenen wir die Entwickelung vom alten Alinnesaiia bis zu unseren modernsten Schöpsungen im Volkston Verfolgern


