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11.4.1908 Erstes Blatt
 
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Samstag I L. April 1808

Nr. 87 Erstes Blatt 158. Jahrgang

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;üi vir Redaktion 112, WfM Verantwortlich

MM General-Anzeiger für Oberhessen DM

8 Bofafionsürtid und Verlag der vrvhl'schen Univ.-Vuch- und Stelndruckerei. R. lang«. Redafti»«, Expedition und vruckerei: Schuistratze 7.

Die heutige Nummer umfatzt 16 Seiten.

Ankunft der Naiserpaarer in Koifu.

Am gestrigen Freitag, um 10 Uhr 45 Min. vormittags, verkündeten Salutschüsse von den Strandbatterien und den griechischen Kriegsschiffen in Korfu das Nahen der deutschen ttaiserjacht Hohenzollern. Auf der Fortezza Vechia stiegen die gelbe Kaiser-Standarte und die griechische Königs-Stan­darte in die Höhe. Nachdem die deutschen Schiffe den Salut erwidert, gingen sie 300 Meter vom Lande vor Anker. Graf Lulenburg, der deutsche Gesandte Graf Arco und der General­konsul Spengeln begaben sich in einer Schaluppe zur Hohen­zollern. Nachdem es noch die ganze Nacht hindurch heftig zeregnet hatte, hatte sich das Wetter im Laufe des Mittags llwas gebessert, indessen wütete noch immer ein heftiger vchirokko. Es herrscht starker Wellengang.

Die griechische Königsfamilie begab sich an Bord der Hohenzollern. Kaiser Wilhelm und König Georg begrüßten sich aufs herzlichste. Der König trug deutsche Admirals-Uniform, der Kronprinz Konstantin die eines preußischen Generals. Der Kaiser erwartete seine Gäste am Fallreep, während die Mannschaften aller Kriegsschiffe in Larade standen und die Kapelle der Hohenzollern die grie- ihische Hymne spielten. Ein Dejeuner auf dem Kaisersckiff vereinigte dann das deutsche Kaiserpaar und die Familie des Hellenen-Königs. Nachdem die Fürstlichkeiten um 2 Uhr mter Begrüßungskundgebungen an Land gestiegen waren, nahm der Kaiser die Willkommens-Ansprache des Bürger­meisters Kollas entgegen, der in griechischer Sprache eine Rede voll poetisch-festlich überschäumender Wendungen hielt. Er sagte, die Majestäten erhöhten durch ihren Ruhm, ihre Macht, ihre Tugenden und ihre Anmut den Glanz und iie Schönheit des Landes. Das VobL sei dankbar und glücklich über die Wahl, durch die der Kaiser, der Hüter Les Weltfriedens, das griechische Vaterland geehrt habe. Jetzt umwinde Seine Majestät seine olympische Stirn' mit dem Kranz der Silberblätter seiner Olivenhaine. Der Siebner erinnerte an den Eroberer Trojas, der hier Gast- sreundschast genossen. Die zukünftige Geschichte werde den 'tarnen Korfu mit jenem. des machtvollen Förderers des Fortschritts verbinden. Der Aufenthalt möge dem Kaiser Äuhe und Erholung bringen. Der Redner endete mit einem boch auf den Kaiser und die kaiserliche Familie. Der Kaiser dankte in griechischer Sprache und mit herzlichen Worten. Darauf besichtigte er die Ehren-Kom- ♦agnie, die von Zöglingen der hiesigen Offiziers-Akademie stellt war. Darauf wurden die Automobile bestiegen und N nicht allzu rascher Fahrt ging es bergan zur Hauptstraße, lerSpicmata"". Diese ist mit riesigen Palmen-Arrange- nents und Fahnenmasten geschmückt, von denen zahlreiche Ihmale Bänder in griechischen und deutschen Farben wehten. Mannschaften vom 10. Infanterie-Regiment bildeten Spa­rer, dahinter drängten sich dichte Volksmassen. Das Kaiser- «aar dankte für die Zurufe, wie auch für die freudige Be­grüßung aus allen Fenstern der palastartigen Häuser. Im schnelleren Tempo ging es dann an der Bucht von Kalichio- pulo entlang nach Gasturi, wo die Frauen in prächtiger Landestracht ausgestellt waren und der Gemeindevorstaud ien Kaiser in kurzen Worten begrüßte. Wenige Minuten jpäter ging aus dem Achilleion, an dessen Tor ebenfalls Äilitär ausgestellt war, die Standarte in die Höhe. Die tlajeftäten machten nach ihrer Ankunft im Achilleion einen ^ang durch das Haus und äußerten sich sehr befriedigt über »ie Einrichtung. Auf dem Schloß wurde die Kaiserstandarte Mhißt. Nachmittags herrschte strömender Regen. Ober- Hofmarschall Graf Eulenburg hat den Dienst übet» lammen. Als Gäste des Kaisers sind hier mit eingetrosfen 7r Fürst zu Fürstenbera und Geheimer Legationsrat Re- tbwski.

Die griechische Presse widmet dem deutschen Kaiserpaare iberaus freundliche Worte der Begrüßung.

Ausland.

Wien, 11. April. Naü>dem das Gastspiel destsche- ?Uchen National-Theaters in Wien vereitelt worden und selbst Bürgermeister Lueger nichts dafür tun wollte, veröffentlichten gestern alle Prager tschechisck)en Blätter die Auf- frrbcrung an die Prager Tschechen, mit allen zweisprachigen Klrmentafeln zu brechen und gegen die geplanten Gast- Mle des Burgthcaters an der Wiener Hofoper bei den Prager Dutjchen Maisestfpielen zu agitieren. Gegen Schluß der gestrigen Atzung des Abgeoronetenhauses entstanden wieder mehrere hes-

2 ä r m f 5 c n e n zwischen Tschechen und Deutschen.

Rom, 10. April. Der Minister des Auswärtigen, Tit- m>ni, erhielt von dem Konsul in Aden ein Telegramm, Lützes besagt, der Sohn des Sultans Zusuf Ali von Oüvia sei u>rt emgelroffcn und habe ihm mitgeteilt, er sei vor 18 Tagen *?lt. Leuten des Mu llch and.r.halb Wegstunden von Oboia Dtiernt zusammengestoßen. Die Derwische feien in das Sultanat eingedrungen und hätten 41 Männer, 88 exauen und 31 Kiirder gelötet und 350tt Stück Vieh geraubt. J Derwische seien 1030 Mann stark und 500 von ihnen B- .Gewehren bewaffnet gewesen. Der Sultan Jusuf Ali von "bla habe ihnen 500 mit Geivel/ven ausgerüstete und 300

Lanzen bewaffnete Leute entgegcngesckstckt. Ber deni nampfc seien 12 Leute des Sultans getötet und verwundet worden. Von den Derwischen seien 90 getötet JO 40 Gewehre, beinahe sämtlich sranzö,ischen Fabrikats, er­btet worden. Auch Vieh habe man ihnen wieder avgeiwmmcu.

3ur Heimarbeit im Grohherzogtum Hessen.

Seimarocitsausstelluug in Berlin 1906 wird nun eine Aue ui Frankfurt a. M. folgen. Und zwar wll die,e nicht nnwche Wiederholung der Berliner Ausstellung werden, Indern wesentlich andere Züge tragen. Tie . erste Ausstellung r- eme bieihe von Augenoiütsbilderu, wie |tc ber Zufall zu- Än9ctra9en hatte, grell genug, um die Auimcrftamkett der festen Kreise auf sick> zu ziehen, aber nicht eingehend genug, d« vielen Fragen, die durch sie aufgeworfen wurden, ei­

nigermaßen zu beantworten. Hier will die Frankfurter Aus­stellung anknüpfen. Sie will versuchen, die einzelnen Gebiete systematisch zu erforschen, Licht und Schatten wahrheitsgetreu zu verteilen und auch Wege ausfindig zu machen, zur Äsung der hier vorhandenen schwierigen Probleme. Notwendig zur Erreichung dieses Zieles ist die freiwillige Beschränkung, und dadurch unterscheidet sie sich abermals von ihrer Vorgängerin. Die Ausstellung in. Frautfurt wird chr Untersuchungsfeld nicht auf ganz Deutschland ausdehnen, sondern vielmehr rein lokalen Charakter tragen, sie will nur die Arbeitsprodukte der weiteren Umgebung Frankfurts, soweit sie auf hausindustriellem Wege her^estellt werden, vor Augen führen. Das macht sie besonders auch für Hessen interessant.

Aus dielem Anlaß wird in den Mitteilungen der Zenttal- stelle für die Landcsstatistik eine Uebersicht über die Heimarbeit in Hessen. veröffentlicht, der wir folgendes entnehmen:

Eine statistische Darstellung leidet immer daran, daß sie nur das Typischste und Allgemeinste veranschaulichen kann. Bon allen Individuellen, von allen Besonderheiten muß sie ab­strahieren: sie kennt nur Gruppen, nur Uebereinstimmung und sieht auck> im Einzigen nur den Einser"". Sie kann also nur eine Voruntersuchung sein, eine Wünschelrute, die den unterirdischen Wasserläufen nachspürt, aber das Graben nach den Quellen nicht erspart. Das Wissenswerte an der Hausindustrie muß sie der ins Detail gehenden Enquete überlassen.

Was die Berufs- und Betriebszählungen von 1882 und 1895 an Allgemeinstem über die Heimaroeit in Hessen zu Tage geiörbert haben, sei in folgender kleiner Uebersicht gegeoen. Die Zahlen beruhen auf den Angaben der selbständigen Hausindustriellen.

Gemerbegruppe

Zahl der Betriebe

1882 1895

Zahl der Personen

1882 1895

Kunst- u. Handelsgärtnerei 3

Industrie d. Steine u. Erden 9

Metallverarbeitung 27

Maschinen, Instrumente, Apparate 10

Chemische Industrie

Forslwirlsch. Nebenprodukte 1

Textilindustrie 603

Papierindustrie 5

Lederindustrie 182

Holz- und Schnitzstoffe 62

Nahrungs- u. Genutzmittel 32

Bekleidung und Reinigung 1077

Baugewerbe 4

Polygraphisches Gewerbe 1

Künstlerische Gewerbe 8

m.

w.

m.

>v.

3

9

32

1

46

3

36

61

68

2

9

13

21

1

-

2

-

1

445

294

297

286

211

35

6

30

94

42

351

318

54

763

97

208

86

19

422

35

13

59

59

43

134

1300

643

699

1597

788

6

13

12

3

1

2

5

19

12

1

44

zusammen 2024 2435 «542 1160 3400 1317

In Nachfolgendem sind noch unter Zugrundelegung ber gleichen Angaben die Zahlen für die Gewerbearten gegeben, in denen hausindustrielle Betriebe häufiger vorkommen.

Zahl der

Gruppe Gewerbeart 1882

2. Steinhauer 1

2. Ziegelei, Tonröhren- iabrik 7

3. Klempner-

3. Grob- Hus-) schmiede 3

3. Zeug-, Sensen- unb Alesjerschmiede 11

4. Stellmacher, Wagner 6

7. Lemenweberei 217

7. Strickerei, Wirkerei 65

7. Häkelei, Stickerei 218

7. Spiyenveriertlgung 3

7. Posamenteniabrckation 29

8. Buchbinderei ) .

8. Kartonnagesabrikation/

9. Gerberei, Verfertig- ung von gefärbtem u. lackiertem Leder 3

9. Riemer u. Sattler 179

10. Verfertigung o. Holz­draht, Holzstnten, Zündholzrulen

10. Tischleret u. Parkett- sabritation 22

10. Böttcher 3

10. Korbmacher u. Korb­flechter 9

10. Sonst. Flechterei u. Weberet von Holz,

Stroh, Bast, Binsen 3

10. Drechslerei 15

10. Kammacher, Bürsten­macher, Veriertigg. voit Ptnseln, Feder- posen 3

11. Tabakiabrikation 28

12. Otäherei 519

12. Schnetderei 266

12. Kleider- und Wäsche- koniektton 3

12. HulmacheretzVersertig- tntfl von Filzwaren 76

12. Schtthmacher 116

12. Wäschereten, Plät- tereien 78

15. Graveure, Stein- schnetder, Ziseleure, Modelleure

Betriebe

Zahl der Personen

1895

1882

1895

m.

w.

m.

w.

4

3

32

3

28

1

13

2

9

23

2

10

6

16

2

28

W__

6

9

8

21

186

223

4

209

16

17

2

59

2

16

123

2

188

1x8

9

2

19

23

4

29

7

29

10

e

48

1

23

D

37

40

9

9

_

15

11

335

315

54

734

86

2

18

13

81

43

2

192

20

4

60

16

4

5

16

15

33

3

20

3

29

19

65

10

1

2

24

3

13

59

59

43

134

304

.'27

377

678

418

38

1172

184

28

2

4

17

66

26

73

35

120

41

182

147

4

272

8

67

76

11

99

13

38

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Die Versetzung des Gberiehrer; Vr. Werner.

Wie unfern Lesern bekannt ist, erhielt der Gießener Realgymnasial-Oberlehrer Dr. Werner vor kurzem ein Ver­setzungsdekret nach Worms. Wir haben von der Versetz­ung, die an sich nichts Auffälliges an sich hatte, in der üblichen Form unfern Lesern Kenntnis gegeben. Von der dieserhalb erfolgten Jnterpcllationsankündigung der deutsch- foztalen Landtagsabgcordneten etwas mitzuteilen lag um jo weniger ein Grund vor, als sie nicht ernst zu nehmen war. Ob die seit über acht Tagen angekündigte parlamentarische Aktton noch erfolgt, wissen wir nicht, jedenfalls will die bauernblindlerische Fraktion des Landtags als solche nichts mit der Sache zu tun haben, wie man aus dem Friedberger Bündlerblatt erfuhr.

Das Blatt rückt überhaupt neuerdings von Dr. Werner und seiner politischen Richtung merklich ab. Man kann dies aus folgender Auslassung über die Jnterpellations- angelegenheit entnehmen:

Tie Fraktion als solche begnügt sich mit der Versicherung des Ministers, daß bei der Versetzung lediglich dienst­liche Gründe in Frage gekommen seien. Diese Gründe sind für die Fraktion maßgebend und sie hat um so we­niger Grund, sich in diese Sache zu mischen, als es sich um einen Mann handelt, der seit Jahr und Tag uner­müdlich bestrebt ist, in die Bauernbewegung in Ober- Hessen an Stelle vernünftiger wirtschaftlicher Bestrebungen wieder reinen Rasseantisemitismus und einseitiges Partei- Interesse zu setzen.""

Angesichts der Tatsache, daß Dr. Werner als tätigstes Mitglied der deutschsozialert Partei (die mit dem ehe­maligen Bauernbund in unserem Wahlkreis sozusagen identisch ist), der hiesigen Parteileitung nahezu unentbehr­lich ist, kann es füglich nicht Wunder nehmen, daß sie alles tut, um ihn an Gießen zu fesseln. Es ist ja auch verständlich, wenn sie aus berechtigtem Parteiegoismus sich seine Kraft im Hauptort des Wahlkreises zu erhalten sucht. Eine andere Frage ist es aber, ob die zur Erhaltung des Oberlehrers Dr. Werner in seinem hiesigen politischen Wirkungskreis unternommenen Schritte durchweg gebilligt werden können. Wohin soll es z. B. führen, wenn wegen einer aus dienst­lichen Gründen erfolgten Verfetzung eines Oberlehrers eine parlamentarische Aktion angekundigt wird, deren Besprech­ung dem Land erhebliche finanzielle Opfer verursachen würde! Auch die Tatsache, daß der Führer der deutsch­sozialen Landtagsabgeordneten beim Minister vorstellig wird, läßt die parteipolitischen Beweggründe der versuchten Rückgängigmachung der Versetzung ohne weiteres erkennen. Daß Dr. Werner selbst beim Ministerium in Dartnstadt die Zurücknahme der Versetzung zu erreichen suchte, ist ver­ständlich. Weniger verständlich ist es für den Uneingeweih­ten aber, daß die Regierung hierbei ein gewisses Entgegen­kommen zeigte. Man erfuhr nämlich aus einem Artikel in der Franks. Ztg., daß Herr Dr. Werner die Zusage erhielt, die Sache werde im Ministerium noch einmal ge­prüft werden. Der offenbar von einem .Eingeweihten her- rührende Artikel in der Franks. Ztg., dessen Inhalt nach unseren Informationen in allem wesentlichen zutrifft, ver­anlaßte übrigens das amtliche Organ der Großh. Regierung, die Darmstädter Zeitung, zu einer Enviderung, die offenbar offiziösen Ursprunges ist. Wenn wir diese Mitteilung nach ihrem tatsächlichen Inhalt durchforschen, so ersehen wir, daß die Tätigkeit des Landtagsabg. Bähr in der Sache zugegeben wird. Neu und wohl überraschend für alle, die Oberlehrer Dr. Werner kennen, ist lediglich die Tatsache, daß er sein Gesuch um Zurücknahme feiner Versetzung mit feinem Ge­sundheitszustand begründet hat. Zeder Unbefangene ist wohl der Anficht, daß ein Mann, der neben der Ausübung seines Berufes eine so anstrengende politische Tätigkeit ent- falten kann wie Dr. Werner (er halt oft an zwei Tagen orci politische Versammlungen ab), sich einer guten Ge­sundheit erfreuen muß, und wenn diese vielleicht in dem anstrengenden und aufregenden letzten Reichstagswcchl- kampfe und seiner ferneren eifrigen politischen Agitations- tätigkeit Not gelitten hat, müßte er es doch geradezu als Wohltat empfinden, durch feine Versetzung nach Worms eine Art dauernder Erholungsschonzeit zu bekommen. A^nn er trotzdem fein Verbleiben in Gießen mit allen möglichen Mitteln durchzusetzen versucht, so beweist dies nach unserer Ansicht, daß die Hervorhebung seines ungünstigen Gesund­heitszustandes lediglich ein Hilfsmittel ist, um feinen, allem Anschein nach, politischen Beweggründen entspringenden Müujchen mehr Nachdruck zu verleihen.

Aus SiaOt uuö Land.

Gießen, 11. April 1908.

* Tageskalender für Sonntag, 12.April. Stadt- tbeater: nachmittags 3x/9 Uhr .Zapfenstreich*, abends 7x/2 Uhr .Maria Stuart* (Gastspiel von Frl. Greta Höcker vom Stadttheater in Mainz.) Ende der Spiel­zeit 1907/08.

Kolosseum: Vormittags 11 Uhr Frühschoppenkonzert, nachmittags 4 Uhr und abends 8 Uhr Vorstellung.

Kinemato^kaphen-Theater: Progcammwechsel.

Ka tserpanoram a: Programmwechsel.

** Aus dem Bureau des Stadttheaters ES sei darauf hingewiesen, daß in der morgigen Nachmittags­vorstellung von .Zapfenstreich* Frl. Toni Syloa, die be- kanntltch ans Hoftheater in Koburg geht, sich verabschiedet. Die Herren, die erste Fächer spielen, bleiben unserer Bühne fast sämtlich nächstes Jahr erhalten, besonders gern wird dies unser Theaterpublikum auch von dem beliebten ersten jugend­lichen Helden Herrn Clemens Roden vernehmen, der am morgigen Sonntag in zwei bedeutenden Ausgaben beschäftigt ist.

K u n st v e r e l n. Die G e m ä l d e - A u s st e l l u n g am Brand ist von morgen, Sonntag, an wieder geöffnet, es hat ein vollständiger Wechsel der Gemälde stattgeslinden und die neue Ausstellung hat wieder viel des Schönen aufzmveisen. Außer einer Kollektion des Münchener Dialers August L ü decke ist die Ausstellung noch unter anderen beschickt von E. Morgenstern-Frankfurt, E. Dargen, L. Loß- Diünchen, M. Loose-Berlin, I. Paulin-Augsburg, R. Rothang-Wien. Auch E. Proch-WorpSweede, der in der vorigen Ausstellung eine Slnzahl Aquarelle ausstellte und hier alle verkaufte, hat die diesmalige Ausstellung wieder nut einigen schönen Aquarellen bedacht. Ferner sind zwei größere Figurenbilder von dem Historienmaler Emil Rumpf. Cronberg, die .Die Kaiserkcörmng des Kaisers Matthias zu Frankfurt a. Di. 1613* und .Die türkische Gesandtschaft an