Ausgabe 
3.7.1908 Erstes Blatt
 
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unb besserer Bekanntmachung eines sehr empfehlenswerten und bequemen Zuganges zum HohcrodSkopf. Ter Weg führt über Rudingshain, dann der Markierung, gelber, folgend, am Pflanzgarten im HundSbornSwald vorüber durch herrl-chen Forst in kaum mehr als 2 V* Stunden zum Klub­haus. Damit auch deS WegcS unkundige auswärtige Klub­genossen und Freunde deS VogelSbergS sich der Tour an- schließen können, ist der Abmarsch auf Vs 11 Uhr von der Turnhalle auS, festgesetzt.

AuS dem Kreis Schotten, 2. Juli. Herr Hch. Steul in Schotten wurde zum Rechner dec Kreiskasse deS Kreises Schotten ernanut, verpflichtet und in seinen Dienst eingewiesen. Zum Rechner der Stadtkasse Schotten wurde Herr Karl Glock II. ernannt.

X Laubach, 2. Juli. Der Vortrag, den Obstbau- technikec Wiesner in Friedberg am nächsten Sonntag hier über die Karbolineumfrage unter Vorführung der Baum­spritzenanwendung halten wollte, ist um acht Tage verschoben worden. Er findet also am 12. Juli statt.

Frankenbach, 1. Juli. .Mehr Luft und Lichts war auch hier der leitende Grundsatz, der zur Vollendung der neuen Schule maßgebend gewesen ist. Tie Gemeinde Frankenbach kann stolz sein auf daS stattliche Gebäude. Welcher Gegensatz im Vergleich zu dem alten beengten Schul- gehöft inmitten deS Dorfes, dessen eine Giebelwand noch dazu von dem Brandweiher umspült wird. Dumpf und feucht mußten ja da der Wohn- und Schulraum bleiben. Bis zu den Hcrbstferien kann die neue Schule bezogen werden. Mit ihrer Eröffnung stellt die Gemeinde eine zweite Lehrkraft an. In der Giebelwand der Zigarrensabrik von Mylius hat sich schon mehrere Jahre ein Bienenschwarm wohnlich eingerichtet, der schon manche? Pfund süßen Honig einbrachte, auch war die Ueberwinterung stets gut. Falls Schwärme nicht eingefangen werden, so suchen sie bekanntlich in hohlen Bäumen, Mauerspalten u. s. w. einen Schlupfwinkel. Ja, in einer Rachbargemeindc ist 'es vorgekommen, daß ein aus- ziehender Bienenschwarm in einem Milchtopf auf der Töpfebank eines Bauernhofes Wohnung genommen hat.

b Frankfurt a. M., 2. Juli. Wie die Blätter mel­den, hat sich gestern hier eine Ortsgruppe der demo­kratischen Vereinigung (Richtlmg Barth) konstituiert und einen provisorischen Vorstand gewählt. Der sechs­jährige Hans Liebing, der Sohn eines Metallarbeiters in der Kellerhofstcafe erlitt vorgestern so schwere Brand­wunden, daß ec im Krankenhause gestorben ist. Wie das Kind seinen Angehörigen erzählte, war ihm von einem Te­legraphenarbeiter auf der Mainzer Landstraße ein brennendes Holzscheit aus dem Kaffeefeuer in die Schürze gelegt worden. Dabei habe der Betreffende gesagt: ,Da, daS bringe deiner Mutter I* Das brennende Holz fetzte die Kleider des Knaben in Brand, sodaß er so schwere Brandivundeu erlitt, daß er an deren Folgen starb. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Sektion der Leiche an.

<ßcrid?tsfaal.

Erfurt, 1. Juli. Das S ch m u r g e r i ch t verurteilte de»l Schutzmann W > l j e n a ck wegen wissciitlicheii Meineids zu einjährige m Zuchthaus und fünijährigem Ehrverlust.

Der Culenburg-prozeh.

IV.

Beilincr Blättern zufolge machte die gestrige Verhandlung die Ladung von 23 weitere ii Ze ii gen durch die StaatSauwalt- schait notwendig. Infolgedessen wird der Prozeß m i n d e st e n s einen Al o n a l bauern. Der Münchener Privatdozent für Psy­chiatrie, Tr. Wilhelm Speck, rourbc nach Berlin berufen; es han­delt sich um die Zurechnungsfähigkeit einer Zeugin.

Frau Farolimek, die T o ch t c r d e s F ü r st e n E u l e n b u.r g , die den Privalsekretär ihres Vaters geheiratet hat, ist gestern tn Eutigliano von einem Knaben entbunden worden.

vermischter.

Gin fürchterliches Grubenunglück wird nui? dem ruf). Städtchen Iusowka vom2. Juli ge­meldet : Gestern nacht luurben infolge einer Gasexplosion

Aleiner Feuilleton.

Die Rehabilitierung des S l r o h d a ch^s. lieber einen gmu, eigenartigen Versuch, das alte bäuerliche Strohdach, as die Baupolizei als feuergefährlich in Achl unb Bann tun will, zu retten, ichrcibt dieKöln. Ztg.": Alle Freunde land- idxüUicbcx Schönheit bedauern das Verschwinden des ulten B a n e r n ha u s e ö, denn der Ersatz ist viel reizloser. Ader es kommt hinzu, daß der Bauer rein praktisch mit dem Sirohdacl) viel besser gefahren ist: es hält im Sommer die Wärme, int Wincer die Kälte ab. In nieversächsischen Vereinen, die für die (rrlxiltuitg der volkstümlichen Art und auch der alten Baustile ciutreten, hat man das Verschwinden des Strohdaches sehr beklagt. Von Bremen aus wird sehr eifrig für die Er­haltung niedersächsischer Eigenart gearbeitet In Worpswede find es natürlich in erster Linie die bort ansässigen Kunstmaler, die fick der Sach.' annehmen. Für das Strohdach besonders aber kämpft der bekannte Maler Hans am Ende. Tiefer und auf feine Anregung der Verschönerungsverein Worpswede i'inb tatkräftig i urgenongeiL Was sie erreicht haben, wird tu der ganzen Gegend als eine Rettung des ©ttofobacbed betrachtet Sie ließen am Sonntag einen Schuppen von zehn Meier Länge abbrennen, der teils mit Stroh in der alten Weite, teils mit Dachpappe, Zement- platten, roten Pfannen und teils mit imprägnierten Strohplatten eiugebedi war. Die Sachverständigcnkommi,fion stellte fest, daß die AuSfül rung des Daches in der landesüblichen Weise ordnungs­gemäß und handwerkSgerecht erfolgt war. Bald brannte der mit. Brennstoff enge füllte Schuppen lichterloh. Das Stwhdach nach altem Muster rutschte nach zwei Minuten brennend weg, so daß in einem damit gedeckten Hause die Rettung von Mcnick)en und Vieh wohl schwer gewesen war . Das imprägnierte Strohdach stürzte erst zusammen, als nach 15 Minuten alle Dachsparren burdwebrnnm waren. Das gejclmh ohne Flugfeuer, aud), tvar das Stroh nicht cigentüd) in Brand geraten, die einzelnen stroh- platten nmceit nur angekohlt und idyiuclten am :Kaitbe. Man hofft, daß ixrs imprägnierte Strohdach, das äußerlid) dem alten gleicht, von der Baupolizei unb den Versicl>erungsgesellsck)aften freigegebert werben und so der Landschaft eine sozusagen zu ilyr fleboccnbc und für den Bauer große Vorteile bietende Bamveisc erhalten bleiben nrirb.

E i n kaiserlicher Kalauer.' In derFrankfurter Musikzeunng" lesen wir: Fn Wiesbaden würbe bekanntlich eine F-estanfführung twn GlucksArmibe" in (^egenroart bes Muiiii Vkiuiiftalict, bei weid,er Gelegenlvit Doskapellmeister Scknac Gegenstand mannigsachec Auszeichnungen war. Hierbei soll der Mauci dem Intendanten v. Mutzettved er ans die Sdmlter geklopft und mit einem Hinweis auf den neben ihm stehenden Gluck- btngenlcn bemerkt haben:Ja, Gluck muß der Mensch haben!"

KlaaS Morl, der Mörde r", von Btar Treuer ein httmoristifcher Roman von der Waterkant, beginnt int Juli- heft von kSellKiflen u. Mlaiiiig» Monatsheften vu erscheinen Tas tcitiid» and hutltlmid) wteber sehr reich auSgesMttete Heft bringt außerdem an belletristischen Beitragen:Frau Bvritmüller, ein

in einem Schacht bei Larhamnengc ellschaft 20V Arbeiter getötet; 73 wurden lebend geborgen, von denen aber noch zehn starben.

"EineganzcHammelherdegestohlen. Reiche Beute haben Diebe in dem unweit von Paris gelegenen Torfe Charentouneau gemacht. Vor mehreren Monaten hatte sich dort bei dem Gutsbesitzer, ein bereits siebzig Jahre alter Deutscher, mit Namen Fritz Jung gemeldet und um die Stelle eines Hirten beworben. Man gab dem Alten, der stets als treu und zuverlässig befunden wurde, die aus fünf­hundert Tieren bestehende Hammelherde zur Obhut und Aufsicht. Vor einigen Tagen fanden mehrere Arbeiter am frühen Morgen den Hirten tot auf dem Felde liegen. Wie die sofort angestellte Untersuchung ergab, hatten Diebe Jung erwürgt und dann die 500 Hammel gestohlen. Tie Herde reprä'entiert einen 25er: von 2OCO3 bis 30000 Frank.

* Eine bewegliche Mahnung an seine Leser richtet der im Fränkischen erscheinendeNordhalbener Gcenzbotc" an seine Abonnenten. , Wir möchten unsere Leser wieder einmal aufmuntern, doch auch ein wenig redaktionell amGrenz­boten" mitzuarbeiten. Von unseren 1300 Lesern hat seit einem Monat nicht ein einziger eine einzige Zeile geschrieben. Tiefe Schweigsamkeit nötigt, wenns so weiter geht, denGrenz­boten", zur Schere zu greifen. Was tun in dieser Hinsicht unsere schwarzen und roten Gegner vieles! Heißt cs doch in derBibel schon:Wohlzutun und mit zu teilen vergesset nicht!" sHebr. 13, 16.; Dieser Aufforderung scheint ein eifriger Leser alsbald nachgekommen zu sein, ohne die Genauigkeit seiner redaktionellen Mitarbeit weiter zu prüfen, denn schon unter bem 22. Juni mußte derGrenzbote" folgende Strafpredigt erlassen:Am Frei­tag ging es hier zu, als ob Katholikentag wäre. Nicht weniger als fünf Priester waren hierorts; außer dem hiesigen Herrn Pfarrvikar sanden sich ein die Herren Pfarrer von Steinwiesen, Kuratus v. Neuengrün unb Kaplan v. Wallenfels. Ter Abend­zug brachte auch noch den Aba. Herrn PfarrerGrandinger. Unter Hinweis auf seine helle uno klare Stimme ersuchte uns ber Steinwiesener Psarrherr um Aufnahme der Tatsache, daß er nicht geraunzt habe ob einer zersprungenen Glocke, dieweilen dorten keine Glocke zersprungen sei, sondern lediglich eine Beschädigung des Glockenstranges (2030 Mk. Reparaturkosten) staltgefunden habe. Wir bestätigen gern coram publica legendo die totale Raunz­unfähigkeit des jovialen Psarrherm von Steinwiesen. Unserem Gewährsmann aber stellen wir, wenn er uns öfters mit solchen Ungenai'igkeiten bedient, ein paar hinter die Löffel in Aussicht."

Kleine Tagcschronik.

In Gera ereignete sich aus dem Bahnhofa ein schrecklicher Unglücksfall. Als ein Transporteur mit einem Gefangenen einen Zug besteigen wollte, sprang der Gegangene direkt vor der Maschine des Zuges über die Schienen. Tie Maschine des Zuges erfaßte ihn und fahr über ihn hinweg Dasselbe Schicksal ereilte aber auch den Transporteur, welcher dem Flüchtigen nachsetzte. Auch er wurde zermalmt.

Aus Berchtesgaden wird gemeldet, daß der dortige Postadjunkt Magerer, der eine Bergto u r am Hohen Göll unter­nommen halte, seit einigen Tagen vermißt wird.

In Augsburg hat sich der Taglöhner SinSker der Polizei gestellt mit der Selbstbezichtiguug, daß er s e inen Brud er, einen Trambahukondukteur, erschlagen imb i n s Wasser ge­worfen habe. Als die Leiche aus dem Stadtbach gezogen wurde, nahm man einen Unfall an.

Lrngeianvt.

Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übermir.mt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei

Verantwortung.) Nord-Ost.

0 st tncuisses, philosophus mansisses! Ach wenn du geschwiegen hattest, hätte man dich noch für einen Denker halten können! So aber ist dein Ruhm dahin! Der Herr Gegner von der Südwcst- alias: Speckseite entwickelt sich immer mehr zum enfant terriblc jener Minderheit von Neibhämmcln unter den hiesigen Kvmmunal- polilikern, die ihren gleichiercckstigten Mitbürgern die selbst krampf- haft sestgehaltenen Verkehrsvorteile der Bahnhossanlage nn- gercchterweise vorenthalten wollen. Daß er dabei in die Sack­gasse gerät, die dem Goetheschen Zauberlehrling den Ruf aus­preßte:Herr die Not ist groß, die ich rief die Geister, werd ich nun nicht los" ist seine eigene Schuld. Obwohl er nun längst das sachliche Gebiet verlassen und feine Zuflucht zu persönlicher Ver­dächtigung der Reinheit unserer Motive genommen hat, so folgen wir ihm lächelnd auch auf diesen Angstsprüngen und treten mit Befriedigung zum neuen Wasfengange an.

Also der Ton unserer Eingesandts gefällt ihm gar nicht. Das glauben wir ihm gerne, denn es ist die Sprache des verletzten Rechtes uni) des Unmutes über jahrzehntelange ungerechte Zurück­setzung. Er selbst bescheinigt es uns, daß wir schonviele Jahr c" an dem von ihm so verächtlich gemachtenschwarzen Lach", d. i. Erdend, gestanden und bescheidentlichst um Gewährung

Idyll aus der Sommerfrische", von Jhannes Schlaf und ,Der heilige Sebastian, die Geschichte einer Ehe," von Hanns von Zabeltitz. Illustrierte Auflätze des Julil-estes behandeln die mo­derne Tierplastik und das Reich der Gaukler und Artisten. Dr. Earl Busse veröfsentlicht Erinnerungen an Prinz Emil von Schoenaich-Carolath; Dr. Wilhelm Kleefeld gibt ein ftiinftler- uud Lebensbild des Wiener üompvnisten Hugo Wolf. An wissen- schaftlick-eu Beiträgen enthält das Julihest:Das Problem der iDctblid)cii Bildung in der Gegenwart" von Prof. Dr. Rudols Eucken undDie Sonne von Austerlitz" von Generalleutnant z. D. v. Alten. Außer der Büchersd)au von Dr. Earl Busse und der Illustrierten Rundschau über die Münchener Ausstellung 1908 unb die Große Dresdener Künstausstellung bringt das Heft Ge­diehet von Hermann Hesse, Manrice v. Stern u. a. In dtünstbci- lagcn und Einschaltbildern find in vorzüglicher Reproduktion u. a. vertreten: Karl Spitzweg, Hans Holbein, Prof. August Gaul, Prof. Hans Loosck/cn und Prof. Gotthard Küehl.

Im Iuliheft derN e u c n Rundschau" (S. Fischer, Verlag, Berlin' werden die unveröffentlichten Briefe von Richard Wagner an die verschiedensten Ad­ressaten aus scck-s Jahrzehnten zum Schluß gefeiert Robert Hessen sprickst unter dem TitelSinkt oder steigt die deutsche Rasse" über die Entivickelung unseres Volkstunts unb die neueren hygienischen Maßnahmen zur Krästigung der Ra,se. Henri) van De Velde schreibt einen geistvollen Essay über die Entwickelung und die Äefrhetik der Lime, Annette dlvlb eine Plauderei über Traum und Hellsehen. Ferdinand Tönnies be­handel l das aktuelle Thema der Kompromisse nach seiner psycho­logischen Seite. 9Zorbert Jacques schreibt einen kulturhistorischen Essay über seine Heimat Luxemburg. Hermann Bang beginnt einen neuen SlontanDas graue Haus". Georg Hirschseld gibt ein kleines DramaD a s i o te 2c bcn" und Hermann vesse seine neueste NovelleZacbiuni Vitae". Theo­dor Barch liefert die politische Chronik, und verschie­dene kleine EisayS breiten sich über aktuelle politische und literariidje Themata aus.

Kleine Kunstchronik. AuS Nürnberg wird be­richtet : Zu der Ueberschreitung deS Koslenvoranscdlages für den Stadttheaterneubau mit rund 650 000 Mark stellte der PrusiingsauSfchuß die alleinige Schuld des ausführenden Architekten Seeling (Berlin) fest, der nicht genügende Erfahrungen gehabt linb den Ban nicht geiiügend perfönlich überwacht habe. Tic Ersatz» frage wird noch behandelt. Tie Direktoren der N e w - P o r k e r M e t r o p ol i t a n - O v e r Dippel und Easazza ivollen die nächste Saifon mit »'11100* eröffnen, m bet Erniiiy Testinn bebüncrcn ivitd. Weitere Engagements wurden u. a. mit Fritz Fcinhals- München, mit Walther Sommer - Leipzig und der Großh. Hess. Mammetfängcrin Frau Kafchowska abgefchlosten. Die

unseres guten Rea.:s petiiwnierr häucn, bevor wir cs mit lustigen und humorgewürzten Eingesandts^' ver- uchten. Nun feine eigenen Ausführungen können wir weder als l u st i g" noch alsHumorgewürz t" bezeichnen, cs sei denn, daß wir in dieser Hinsicht die unfreiwillige Komik gelten ließen.

Den Vergleich mit demgrimmen Hagcn", jenem typischen Urbild der Tapferkeit und germaniftfr:r Mannesrreue, gegenüber der angestammten Pflicht, wollen wir dabei noch zulanen. trotz unserer angeborenen Bescheidenbcit. Um auch ihm eine Rolle aus der alten Heldengeschichre .uzuteilcn, lassen wir ihm gern die Wahl ziwschen dem Gerber K l e r n in Athen und dem Schwätzer Thersites aus der Odyssee.

Auch bezüglich der beiderseitigen Zitate brauchen wir nicht zu erröten unb überlassen deren Zensunerung dem Geschmacke der Leser.

Ferner fühlt sich derA l l e r w e r t e st e" dadurch schmerüich getroffen, daß wir immer per w i r reden. Ja! Ja! Meür Lieber! Ta passiert Ihnen wieder einmal ein menschliches Miß­verständnis Nickt dervluralis majestatis" ist es, den wir bean- spruchen, sondern wir haben ein Recht aus das:w i r", da wir eben für eine Mehrzahl gerecht und änständig denkender Burger reden, mährenb Sie als der Wortführer einer offenbar recht kleinen Minderheit von Ncid.ru sich wohl oder übel etwas mehr Zurück­haltung auserlegen müssen. Das ist bitter!

Um nun das von £em Herrn Cinicnder nur mit der Behauptung unseres ungerechten Wertzun-a es Hungers NB. auf Wertzuwachs hat seiner Meinung nach jedenfalls nur der Südwcfl.n ein Redn kur; gestreifte Gebiet der Tatfachen zu betreten, so erlauben wir uns die Anfrage, ob er auch von den beiden Hotelszum Ein­horn" undzum Rappen", welche früher die ersten Häuser ihrer Art in Gießen waren, eineErhöhung deS Immo­bilienwertes" behauptet?

Wie sieht es damit aus, trotz der verdoppelten Einwohnerzahl Gießens?

Mit Dutzenden solcher Einzelheiten, die auszuführen unS nur der Raum verbietet, wollen wir ihm gerne dienen.

Was bedeutet solchen Tatsachen gegenüber b*r bescheidene Wunsch, nicht etwa das Verkehrs mono pol b.s Südwestens nach der Mitte zu verlegen, sondern von dem Ueberschuß der sechs Bahn- lienien durch Errichtung einer Haltestelle für Personenzüge an nur einer dieser Linien auch dem anderen Stadtteil ein Quentchen Ver­kehr abzulassen?

Mir wollen den sehen, ber die Slim hat, diesem Wunsche m i t offenem Visier entgegenzutreten. Der Nordost-Sturrn wirb ihn Hinwegsegen!

Daß Sic dieGewohnheit haben, s i ch dabei nut etwas Kirchweihmäßiges z u denken," das haben Sic allerdings erschöpfend bewiesen. Es ist aber auch der einzige ge­lungene Beweis. Hagen.

lWir schließen hiermit die T skussion. Red. d. Ä- A.)

Für Politik in Vertretung verantwortlich: P. Witt ko.

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3Beichsanleihe . . 91.40 3% do. . . 82.45 3J4e/, Konsols . . . . 91 40 6% do 82.50 8j<o/o Hessen 90.50 3*^°/e Oberbessen . . . 90 00 4?6 Oesterr Goldrente. 98 40 41/, 96 Oesterr. Silberrente 99 90 4% Ungar Goldrcnte . . 93.40 4% Italien. Reute . . .. 3?6 Portugiesen Serie I 63.10 3% Portugiesen III 63 50 4)4®/. russ.Staatsanl. 1905 95 55 4M°/0 japan. Staatsanleihe 89.45 4 % Conv. Türken von 1903 95.50 Tiirkenlose 146.90 4% Griech. Monopol-Anl..

1% äussere Argentinier . 86.70 3°/9 Mexikaner . . . 65.80 4 ^f°/e Chinesen .... 96.50

Aktien:

Bochum Guss 208.00 Buderus E. W 109.00

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e, 3. Juli, 1.15 Uhr.

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Laurahütte 201.00 Nordd Lloyd . ... 90.90

Obci schles Eisen-Industrie 95 50 Berliner Handelsges. . . 159.25 Darmstädter Bank . . . 12210 Deutsche Bank .... 229 60 Deutsch-Asiat Bank . . 131.00 Diskouto-Kommandit . . 170.70 Dresdner Bank .... 136.50 Kreditaktieu 194 50 Baltimore- und Ohio-

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