Ausgabe 
1.10.1908 Drittes Blatt
 
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M 'i-i unfexe

frage fei mi vorliegenden Fall recht schwer. Eine Lepotuiiter-

vom Gerichtshof abgelehnt.

Ein zweiter Junge angekommen.

Giessen, 30. September 1908.

08049

Ächtung

Ächtung

leuenPrinzip ie

5 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust, gegen Acker auf 6 Monate Gefängnis. Letzterer nimmt ine Strafe sofort an. Die beantragte Haftentlassung Rothschilds wurde

Lehrer Kling und Frau

Elisabeth geb. Senssfelder.

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lüfte bei seinen^ großen Spettilationen auszugleichen

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!rnsPrecher seither 5qq

hast' i Uhr 'M die lauimännifche aumbinöcr, Geomelrr, miler.Mler, Lackierer,

ittagö 5 Ubr üiimerkute, Lnchdecker, MBbinber. liücnbrebcr, ie, Techniker.

ittags 5 Ubr macher, Sattler, Tape-

littags 4 Ubr iigen Schüler der Nach" iort zurüÄehren, aber ile angemeldet worben

WichulgescheS, wonach enVcärlmgen, Dienern ungäfäule nötige Zeil n haben, eriuchen wir Vormünder uiw., den junn reÄlzeiügSeM- nuche der SM an-

vom trilcn Schultage

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Kaufe Samstag morgen den 3. Oktober 1908 in Gießen auf dem Marktplatz jedes Quantum gepflückter Zwetschen, sowie bessere Sorten Aepfel zum angemessenen ^Preise an. 5816 Klein, OLst-tirossbandluüg in Köln.

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>o/ eine . u i/o elektnscb, ;oratire Wirkung, an Billig61* 5 io fache, ngskosten malen bezahlt, dicht ne anzubringen- fordere w«i« , die den W affli

In llcn l CltiHC U i u ujuiuh v* v v. - - "

ver- hofft, daß der starke Regen, der seit gestern fallt, das Feuer

Rechtslehrer lÖfchen wird. ------------- ---

Greginal-Drahtmeldungen.

R.B. Darmstadt, 1. Okt. Die Eröffnung der Olbrich- Gedächtnis-Aus st ellnng fand heute vor­mittag 11 Uhr durch den Großherzog statt. Zum Emp^ fang waren außer der Witwe Minister Braun, Geh. Ober- regierungsrat Dr. Wagner, Oberbürgermeister Morneweg, Geh. Kabinettsrat Römheld u. a. anwesend. Der Groß­herzog besichtigte in Begleitung der Frau des verstorbnen Künstlers, der obengenannten Herren und des Architekten Krug, eines Schülers Olbrichs, der das Arrangement ge­leitet hatte, die 100 Rcummern umfassende Ausstellung und sprach sich sehr befriedigt darüber aus. Im Atelier Olbrichs war das große Bild des Künstlers mit Lorbeer geschmückt.

Paris, 1. Okt. DerEclair" meldet aus Tangers Unter den Eingeborenen von Tafilot herrscht große Er­regung. Die Eingeborenen wünschen, die Niederlage der Harka bei Bu Tenib zu rächen. Verschiedene Kaids durch­ziehen das Gebiet, um für den heiligen Krieg Pro­paganda zu machen. Die französischen Behörden treffen Maßnahmen, um für alle Eventualitäten gerüstet zu fein. Muley Hafid aber mache keinerlei Anstrengungen, dreiem Treiben ein Ende zu bereiten. ,

Konstantinopel, 1. Okt. Die Zeitungen melden, daß der Großwesir Kiamil Pascha, der Minister des Innern, L>akki, und der Minister des Aeußern, Tewfik, unmittelbar nach der Eröffnung des Parlaments ihre Entlassung nehmen werden. Der Zeremonienmeister des Sultans hat gestern seine Demission eingereicht. Die Pforte soll ihm einen Vor­wurf daraus gemacht haben, daß der bulgarische Vertreter Geschow jüngst noch an einer Kollektiv-Audienz der fremden Diplomaten beteiligt war.

London, 1. Okt. Daily Telegraph meldet ans dem fraacu Der gestrige Ministerrat beschäftigte sich mit der Wei­gerung des Präsidenten Castro, ein zweites hollän­disches Memorandum durch Vermittelung des utfchen Ver­treters entgegen zu nehmeir Es 'heißt, der deut,ehe Geschäfts- kväger werde trotzdem fortfahren, die Interessen Hollands ui Venezuela wahrzunehmen.

Märkte.

nimburg a. d. 2ahn, 30. Sept. Fruchtmarkt. Durch- schnillspreis pro Platter. Roter Weizen (guter ''asiamfcher) 17,00 i'lf., weißer Weizen (angebaute ^remdsorten) 15,80 Mk., Storni 13,00 Mk., Gerste 9,00 Alk., Hafer, neuer, 6.650.00 Mk., alter 9.000.00 Mt., Erbsen 0,00 Mk., Kartoffeln 5-6,00 Mk. Alles je nach Qualität. , ....

le. Frankfurt a. M., 1. Okt. (Telege. Orig. - Bericht des. Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viebmarkt- p reife. Rum Verkaufe standen. 14 Ochsen, 000 aus Oesterreich 3 Bullen, 0 aus Oesterreich, 116 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 957 Kälber, 302 Schafe und Hammel, 946 Schweine, 13 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 13 Schaflämnier. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 8083 Alk., 2. Qualität 73-75 Mk., 3. Qualität 60-6o Mk.; Bullen: 1. Qual. 66-68, 2. Qual. 62-64; Kühe 1. Qualität 74-76 Mk., 2. Qual. 6667 Alk., 3. Qual. 5456 Mk., 4. Qual. 0000 Mk., 5* Qual 0000 Alk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlacht­gewicht: Kälber 1. Qualität 92 bis 95 Pfg., Lebendgewicht 5556 Psg., 2. Qualität 78-86 Pfg., Lebendgewicht 46-51 Psg., Schlachlgetv. 68-70Psg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 80 bis 00 Pig.,' 2. Qual. 6570 Psg. Schweme: 1. Qual. 7071 Pf., Lebendgetvichl 55,5-00 Pf., 2. Qual. 68-69 Pf., Lebendgewicht. 55 0-00 Pfg., 3. Qu al. 62-67 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gedrückt, Ueberstand mittelmäßig; bei Klein­vieh out, kein Ueberl'tnnb.

Der Angeklagte beantragt, ein von ihm über feinen körper­lichen Zustand verfaßtes Schriftstück zur Verlesung bringen, da es ihm unmöglich sei, dessen Inhalt vorzutragen. ^,ie Schr f cntha^" eine Auskunft, wonach er feit einem Jahre |o leidend sei daß er unter allgemeiner Willensloftgkett leide. -

' Der Vorsitzeüde erklärt, daß nach dem Gesetz die gewünschte Verlesung von Schriftsätzen nicht zulässig sei.

Medizinolrat D». Saiertorn bemerkt ba6 er mrt R°t> schilo über dessen Straftaten niemals gesprochen hat, ut hat ihn als Arzt behandelt und sich über seinen Zustand oster Mit. ihm unterhalten. Dabei hat der Sachverständige nie einen geistigen Defett an ihm wahrgenonrmen. Er musfe nn Gegenteil sagen, Rothschild sei ein geistig gut veranlagter uuc.hgentcr Mensch. Dies gehe aus der Llrt nud Weise hervor, wie er bu Machen- sckwften vorgcnommcn hat, ohne daß jemand davon ctiuay mertic. Damit ist die Beweisaufnahme erschöpft.

Tie Fragestellung an die Geschworenen lautet bahiu: 1 ob Rothschild einen betrügerischen Bankerott begangen, 2. ob er eine Devotunterschlagung iin Sinne des d 11 des

Gesetzes vom Juli 1906 betr. der Pfl ich en der Käufteute bei Aufbewahrung ftemder Wertpapiere begangen und ob endlich im Fall der Bejahung der Fragen 1 und 2 mil­dernde Umstände vorliegen,

3 ob Acker schuldig der Beihilfe dcS Verbrechens der ^.epot- unterschlagung und ob im Falle der Beiahung dieser Frage mildernde Umstände vorliegen.

Oberstaatsanwalt Theobald erklärt einleitend, der kranke Mann könne überzeugt sein, daß es für ihn wie für die Ge­schworenen und den Gerichtshof keine angenehme Aufgabe sei, über ibn Recht zu sprechen. Wenn man sich auch emes gewissen Mitgefühls mit dem leidenden Menschen nicht versagen könne, so müsse man doch seine Pflicht tun. Dabei sei es gleichgültig, ob Rothschild die Strafe zu verbüßen in der Lage sei, es durst dies kernen Einfluß auf das Urteil haben. Ausfallend könne es erscheinen, daß man die Straftaten des Mannes in zwei perlen zur Aburteilung gebracht habe. Plcui hätte zweifellos einen grund- lickieren Ueberblick über die Sache erhalten, wenn dessen ganzem Gebahren vor dem Schwurgericht eingehend aufgerollt worden sei Man hätte auch der Verhandlung eine breitere Grundlage geben können. Aber dieses sei imtecbltben in ^cksicht aiif den fEklagten Rothschild, den inan nicht für fähig gehalten habe, 'eimw mehrtägigen Vei^ndlung vor den Geschworenen folgen zu können. Tie Sache müsse zu Ende geführt we^en . unS beni Rechtsäefühl der Bevölkerung so bald als möglich eine Sühne aewäbrt werden Ter Vertreter der Anklage geht dann auf den betrügerischen Bankerott Rothschilds naher ein. R. habe zugestanden, daß er bei seiner Flucht 1400 Mk. mitgenommen, dihm Betrag also den Gläubigern entzogen hat Die aufnahme habe dargetan, daß Rothschild E 2v Fwbruar 18 000 Mk. von Kaufmann bekam, wovon er l.>000 -'lF. *i|r Deckung

verfügt worden war. . .

Viele englische Textil-Industrielle haben ben Garnspinnereien in Gent (Niederlande) bedeutende Auftrage erteilt, da sie in f o l g e d es Au s standes der englischen Garnspinner dort nicht mehr ausgeführt werden können.

Auf verschiedenen Stationen in O st r u m e 11 e n sollen b u l - aansche Soldaten die Beamttnsamiliender Lrientbahnen vertrieben und die Wohnungen z e r st ö r t haben. Ein Beamter der Bahn wurde wegen Widerstandes verhaftet.

Tie E h o l e r a st a l i st i k verzeichnet in Peters b u r g bis gestern mittag 223 neue Erkrankungen und 93 Todesfälle, üne Zahl der Kranken beträgt 1836. a

Die Waldbründe in Ottawa dauern fort. Das peuer er­reichte die Ortschaften Lake Ai ej an tu und 21 g ne 5. Man

Seemannsmijfion iu Grohbritannkn.

Man schreibt uns : Eine Sache, die das große Interesse, das ihr in weiten Kreisen entgegengebracht wird, vollauf verdient, ist die deutsche evangelische S e ern anns m i s siv n in Großbritannien. Sic leistet nicht nur eine recht schätzens­werte Arbeit in der Pastorierung unserer seefahrenden Lands­leute, die in großer Zahl, man sclKtzt sic auf ca. 40 000, in Iden britischen Häfen jährlich verkehren, auch die hohe wirtschaftliche, nationale und sittliche Bedeutung, die ihr unstreitig zukommt, ist wohl zu beachten. In den Seemannsheimen der Mission finden unsere Seeleute freundliche Aufnahme, gute und billige Wohnimg, während ihres Landaufenthalts und die Les^immer bieten, den kürzere Zeit im Hafen Weilenden einen gemütlichen Aufenthalt und Gelegenheit zum Brieftchveiben. Ohne diese Einrichtungen wäre der Seeinann, zumal im fremden Lande, meist auf die mehr oder weniger zweifelhaften Wirtshäuser und Spelunken angewiesen, wo ihm der größte Teil und nicht selten der letzte Pfennig, seines in Sturm und Wetter sauer verdienten Geldes auf die eine oder andere Weise aus der Tasche genommen würde. Im letzten Jahre allein sind der deutschen Seemannsmission in Groß­britannien 180 000 Mark Lohnersparnisse anvertraut worden, von

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und her 1901 hP' ***>£ 1 billigen wir zur hule btknabcnichulbaus au ^entlich zweimal abge- ^en verpflichtet, welche Mule entlassen roor Jiealgpmnaiten, Ober- Miajulcn, welche nach ie mindestens ein Jahr

denen 56 000 Mark in die Heimat an Frau und Kind oder sonKg«! Anverwmidten gesandt werden konnten.. Ter Rest wurde für die Seeleute in der Sparkasse angelegt. Vielen heruntergetommeneir LandSlentm, die auf den Straßen der cngl. Städte ganzlra^ zu verkommen in größter Estfahr standen, konnte durch die Seo-, mannSmission zu einer Stelle und einem geordnetem Leben ver-. holfcii werden. Auch so inanrix, die seit Jahren, in englpchetch Diensten stehend, sich um die Heimat und ihre Angehörigen nicht gekümmert, konnten den Ihrigen wieder zugesichrt und dem Vater­land erhalten werden. Die deutsche evangelische Semiannsmifiiost in Großbritannieii verdient in der Tat unsere höchste Auftnerk- samkeit.

Kleine Tagcschronik.

Im Rheinhafen in Mannheim brach gestern abend ®1 B^i t>erC allgemeinen Rentenanstalt in Stuttgart sind für die ri e p v e l i n - S p e n d e fünf Millionen eingegangen. ~

Der Minister ordnete die sofortige Wiedererösimmg des Nur n- berger Biehmarktes an, dessen Schließung wegen Aus­bruches der Maul- und Illauenseuche in einem Gehöft bei Ansbach

GerichtsdacrL.

Berlin, 30. Sept. In dem Schöneberger Frauen- m o r d - P r o z c s s e ist der Angeklagte Wagner, der beschuldigt wurde, im Dezember 1907 die Prostituierte Emma Zlauma er­mordet und den Leichnam zerstückelt zu haben, der Zlanuia Zu- hälterdiensl geleistet und mehrere der Zlanina gehörige fachen rechtswidrig sich ungeeignet zu haben, wegen Totschlags, Zuhalterei und Unterschlagung zu IO'/j Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust verurteilt worden.

Magdeburg, 1. Okt. Während der Verhandlung vor dem Schwurgericht, vor dem sich der Bankier Siebert ivegen ttonkursvergehens zu verantworteii Halle, niachte dieser einen Selbstmordversuch. Die Verhandlung mußte msolgedesfen vertagt werden.

rnrd Spiel.

Die heutige 16. Partie im S ch a ch w e t Hk a m p f Lasker- Tarrasch enbete mit dem Siege Dr. Laskers. Damit ist der Wett­kampf zu Gunsten von Lasker beendet, der 8 Siege verzeichnet, während Tarrasch dreimal geivann und fünf Partien remis wurden. In der heutigen Partie setzte Tarrasch in guter, viel­leicht befferer Stellung eine Figur ein nn 26. Zuge und gab bann sofort auf.

verdient, toot.cn jeher der Teilhaber 7000 TOT. erhielt. 1^2/93, von Wechseln »«to nbet I»

wurde unsenügenh^verdient, weS^-lb d/s ^mEdttar . dies ioaenannte Reitwechsel, es

Geschäft austrat. Tas Vernwaer..Roth, chrlds betrug^damals 10 000 M-ckst-dt sug^-n, e, nnc. ^tgläubigeu Tritten.

Mark. Tw Herauszichung dcr E'nlage von ^>>006 MI aus dem Jnm 24 Februar für 18 000 Mk. solck>cr

w<» ^aufiMitn zu Geld machen lassen, ein Beweis,

trauen bei und fremde» Geld ms Geschäft bekam. 1834 Mie d ujm bcn mit Vermögenswerten zu tun hatte.

Firma Verluste m 5)ohe von wp 'aebilrf't lSOö/OG der Depotuntarschlagung in allen 7 unter Aw­

lust auszugleichen, eine Einlage von 30 000 « gebüßt 1^9o/9b fteSXt Fällen hat Rothschild begangen, dies, hat die hatte die Firma nach der Bilanz einen Verlust von 52oo Jet. Lsl croebtn Es müssen die Gesckpvorenen die L-chuld-

wurde nun das Betriebskapital durch un Mital'Konto - sollen Sinne der Anklage bejahen, da die Zurechnungs-

willkürlich um 60000 Mk. höher 0^3^ . 1896^wurde die I Begehung der Tat nach dem Urteil

Lebensversicherung als Vermogensobfekt m ^r ^rftcherten Hohe I v^ackverstchidigeu gegeben sei. Ter Oberstaatsanwalt erklärt, von 15 000 Mk. unzulässig m die Bilanz eingestellt und ebenso des, ^^gLage, für die Zubilligung mildernder Umftänjx

der Wert des Hauses unverhaltwurde^' Der zu Plädieren. Weite Kreise der Provinz seren durck) die Schuld durch eine Ueberschulduna von 20 000 '^. verdeckt wurde Rothschilds in Müleidenschaft gezogen worden rind zahlreiche arme

Sachverständige teilt mit, W MW 'iMtä tft»in Ä temiin eingebüßt. Für Rothschild könne

ftellung sein Vermögen aus 103 000 Mk. angegeben habe, wahrend Milde finden, deirn er habe burd) eigene <-chuld, durch

er tatsächlich mit lV 000 Mk. Überschuldet war. ,1902 betrug I moNo Spekulation 2 Mülionen Mark leichtfertig verloren. Durch die Ueberschüldung 28 000 Mk. Seü dieser: Zeit M Bilanz, System durch Lug und Trug habe er es fertig

dagegen beginnt hier ein fingiertes Conto A. -^Aer, das al^ | das Vertrauen anderer zu tauschen. Aus diesen Gründen

Spettilationskonto Aufschtuf; gibt, wie die Überschuldung de^ 9 . j>em Hauptschuldigen in der Sack>e mildernde Um-

lstothschild von Jahr zu Jahr zunahm. Dief^ Konto Meyer schließt l b D -agen_ Der Angeklagte Acker sei schuldig der Bei- init einer Kette von Verlusten ab ^^^^^OOO^M^k 1906 Hilfe der Depotunterscylaguug, nicht in .Ken Fällen Auch tritt

LAW K=n3»°1350 0Ö0m dnfur ein, drr,E mrllnrn^ Umstande fe-

Dieses Konw Meyer ist von Acker, gefüh-l worden er wußte -S^V^eidiger RotMilds, Reck^m^alt Raab, führte den also ganz genau, rote die Dinge bei Rothich ld stan^n Acker Geschworenen alle Gründe vor, die die ^at Rvthschildv in Nick- meift daraus Hill, daß er das Hauptbuch geführt hat, also au(ö I j1PTrnt erscheinen lassen.

bas Konto Meyer habe führen müssen. Der Vorsitzende bemerkt Verteidiger der Angeklagten Acker Rechtsanwalt Men-

hierzu, Acker habe doch genau gewußt, was es nut dem ÄDitto , . , . daß das allerbedauernswerteste Opfer des

Meyer auf sich hatte. Der Sachverständige erklär wette , daß f ^thschild fein Klient sei. Die Prüfung der RechtS-

1906 von Rothschild eine Lermogensaussrellung erwlgt sei, wod ^ 9 vorliegenden Fall recht schwer. Eine Lepotunter-

nach das Vermögen 178 000 Mk. betragen habe. WM in8/ wie sie das Gesetz wollte, liege überhaupt nicht vor. ftellung habe Acker die Unterlagen geliefert, die tatsächlich falsch sjtebe g^^nden Papiere seien sämtlich verpsandet toorben,

waren, denn bas SpekularioiiSionto Meyer war daoei ausgelancl.. später von ben Banken, denen sie verpfändet waren,

Auch sonst sind bei diesem Vermögensnachweis die Zahlen1H raerben mu^ten/ fei gleichgültig. Namhafte Siechts. .

kürlich erhöht und wissentlich falsch angLgeben. Mangelnd^ Ka- ^1 Olshausen seien der Ansicht, wenn der Verpfänder

pttal hat Rothschild veranlaßt, Geschäfte zu Niachen,dieei üi fct/ cr tonne das Pfand demnächst imeber einlösen, reelles, solides Bankhaus nicht machen darf. Es sei uvzweifelyaft, , . ^ine Aneignung vor und es könne eine Unterschlagung bann daß jemand, der über kein eigenes Kapital verfuge, ®betulation»' begangen sein Ob Rothschild in der Lage war, die ver- geichäfte, bei denen die Differenz Ultimo ui aussugleichen sei, ^nbete^ sjflpierc einzulösen, sei gleichgültig. Der Angeklagte

überbau# nicht habe machen dürfen. Der ^vchverstand.ge ve- ' erklärt, er sei der Ansicht und es hatte Rothschild

merkudaß Siothschttd alle diese Machenschaften vPr'einemP^sonal ^ud)1) ^nnen, die wenigen Tausend Mark zu bekommen, um mit einem großen Geheimnis umgab, Ganze Stoße.Briefe habe P^s^re wieder einzulösen. Es standen der Firma Wechsel cr aufgefunden, nach denen der Ehes 'cui Personal ub^ gcroilK Ober-Mockstadt in Hülle und Fülle zu Gebot. In erster Händel nicht klug werden lassen woll c. Bis 1903 sei aNsUneymen, bat bcr Verteidiger um Freisprechung seines Klienten, icden-

daß Acker in gutem Glauben gerne,en fei, a&er nata habe .er Qbcr ll)ürbcn die Geschworenen ihn nicht ms Zuchthauv

wissen müssen, wo hinaus sein Chef fteuen Auf ^eftagen gibt ^^n wollen und deshalb die mildernden Umstande beiahen Bücherrevisor Zubrod an, daß un Sabre 1907 die Kchft in Ober ^ach erfolgter Rechtsbelcbrung ziehen sich die Geschworenen MiZstadt 705 000 ^eWd©eröftt^tuij«en «egen;| Beratung zurück, die 1 Stunde 25 Minuten dauert. Der

Über eingegangen sei. Weiter sei richtig, daß bie ^Ebanttieleir |)bmann P^scssor Fro m m c (Gießen) verkündet den Wahrspruch. stelle Gelnbausen am .25 ,Februar,' also ^nen Tag vor dm ^^et aus schuldig unter Versagung mildernder Umstande für Flucht Rothschilds, persönlich 10000 Mk- zur. Mchse deckuns Schild und aus schuldig unter Beiahung mildernder Umstände Frankfurt erhalten hat. Am 22. Februar seien 5000 Mt. auf einen

Wechsel Schaarmann in Gelnhau,en bezahlt worden. Die Spe- Oberstaatsanwalt Theobald beantragt, gegen ben Haupt- kulationsgeschäfte auf dem Konto Meyer beliefen sich 1907 aU| I 5 Qa()re Zuchthaus und Verlust der bürgerlichen Ehren-

22 Millionen Mark und 1908 auf 16 Mill. Mk. I ite auf 10 Jahre und gegen Acker 8 Aconate Gefängiiis aus-

Acker bemerkt hierzu, es seien alle Monate ein und dieselben Aste auf Ankläger erklärt, es sei nicht möglich, die Strafen, Poften gewesen, deren .Differenzen ausgeglichen wurden und die ©traframmer bereits ausgesprochen habe, heute hier heran-

bann erneuert worden seien. . , &nntn Rnrck zuzichen, um eine Gesamtstrafe zu bilden, da das Straftammer-

Der Sachverständige Ft nach denr Befund bcs^nto Bur« nidfc rechtskräftig ist. Es müsse dies spater m einem

Ansicht, datz dessen Einlage^nicht^ hmgereicht^hat, die ^>er sonderen Verfcchren geschehen. .

lunc uei icuulu tiLUD^u ^ohhpti» Die beiden Verteidiger beantragen, eine geringe Strafe aus-

Oberarzt Dr. Kr amer bon ber Lan^s-^Eiianftalt Deppen . Der Verttcter Rothschttds beantragt, biesen wegen

beim bemerkt, daß Rothschild bei Abschluß ber unter ln^ 5 w jeibenben Zustandes ans der Hast zu entlassen.

İb°- S Ä Es ergebt Urtri! gegen d°n Angek-agten R-thschNd auf 'frt seines Handelns sei erwiesen, daß er sich klar bewußt war, 5 Jahre Zuchthaus und 10 ^ahre Ehrverl

«irchliche Nachrichte«.

J§rae!itizche Heiigionsgemeinbe.

Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage), Samstag den 3. Oktober 1908:

Vorabend 5.45 Uhr.

Morgens 8.30 Uhr.

Nachmittags 4.00 Uhr.

Sabbatausgang 6.45 Uhr.

"voraussichtliche Witterung für Hesse» am Freitag ben

2. Oktober: Fortbauernb heitere und trocken. Temperatur unver­ändert. Meist windstill.