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Donnerstag 1. Oktober 1908
158. Jahrgang
Drittes Blatt
Nr.SÄl
Gietzener Anzeiger
Erscheint tvglich mit Ausnahme deS Sonntag».
Sencral-Anjeiger für Gbrrheften
®te „CkßtncT Famtltenblätter- werden dem tSlnytgei* viermal wöchentlich bergelegl, daS „KreUblati füt den Krcts Stehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen 5cit» kratzen" erscheinen monatlich zweimal.
Rotationsdruck und Verlag der Brühlffchea UniversitätS - Buch- und Stelndruckerel.
R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag,' edä@ 5L Redaktronrs^'rz TLb-AdruAnzeigerGießen.
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Da es aber viele mehr oder wenige minderwertige Nachahmungen gibt, deren Verpackung der echten Scotts Emulsion täuschend ähnlich nachgemacht wird, so achte man beim Einkauf genau auf unsere Fischerschutzmarke und weise alle diese Nachahmungen zurück.
Sie suchen keinen anderen
Kaffee-Ersatz mehr, wenn Sie Kathreiners r^aEzkaffee kennen
Der Fischer mit dem großen Dorsch auf dem Rücken ist das Garantiezeichen für die echte
* Scotts Emulsion, und nur diese ist nach dem Scottschen Verfahren
Meteorologische Beodachtuugeu
der Station Gießen.
Literarisches.
"Von den „Entscheidungen höherer Gerichts-, Höfe in hessischen S t e u e r s a ch e n", gesammelt von Dr. B e ck e r in Darmstadt, ist soeben das 7. Heft erschienen. Solches enthält eine Reihe der wichtigsten Steuerentscheidungen der letzten Jahre und dürste für jeden Kapitalisten, Fabrikanten, Großkaufmann, wie alle Gewerbetreibenden, Rechtsanwälte usw. wissenswertes Material zur Steuererklärung bieten.
innig bewußt war, weshalb er wegen schweren D i e b st a h l s zu vier Monate n Gefängni 5 verurteilt wurde.
Erfolglose Berufung.
Der Landwirt 6. S. hatte mit dem Handelsmann A. Sp. einen Prozeß, weshalb sie sich feindlich gesinnt sind. Als S. an Sp. vorbei ging spuckte er aus, auch soll er „pfui" gerufen haben, worauf Sp. wegen Beleidigung klagte. Tas Schöffengericht hielt zwar nicht für erwiesen, daß der genannte Ausdruck gefallen ist, doch fand es in dem Ausspucken eine beleidigende Kundgebung für den Kläger, weshalb es aus 5 Mark Geldstrafe erkannte. Ter Angeklagte erhob Berufung und behauptete, das Ausspucken ei unwillkürlich erfolgt, weshalb eine Bestrafung nicht eintreten könne. Die Straskammer war aber mit der ersten Instanz einig, daß eine Beleidigung beabsichtigt war und bestätigte das Urteil.
Höchste Temperatur
Niedrigste „
vom Ardeitsmarkt in Hessen und hesjen-ltassLU.
Wenn auch nicht zu leugnen ist, daß der Waren- und Geldmarkt unter dem belebenden Einfluß des Herbstgeschäsles stehen, so ist doch die Lage, der Arbeits- und der gewerbliche Beschäftigungsgrad wenig zufriedenstellend. Tie Bautätigkeit bleibt im laufenden Jahre nicht nur hinter der Jntensivität des Wahres 1906, sondern auch hinter der des Vorjahres erheblich zurück. Im Eisen- und Metallgewerbe war die Tendenz im August nach wie vor flau. Etwas lebhafter war die Nachfrage nach Arbeitskräften in der Konfektionsbranche, namentlich Schneider und Schuhmacher auf Maß wurden stellenweise gesucht. Jin Handelsgewerbe überivog das Angebot erheblich die Nachfrage. Auch im Verkehrsgewerbe war nach den Ergebnissen des öffentlichen Arbeilsrnarktes, soweit solche einen Schluß auf die allgemeine ivirtschastliche Lage zu- lassen, in keiner Weise eine Belebung des öffentlichen Arbeits- rnarktes zu ertennen. Wie ungünstig im einzelnen der Beschäftigungsgrad in den Großstädten war, mögen nachfolgende Zahlen illustrieren. Es kamen auf je 100 offene Stellen in Kassel 131, Darmstadt 153,6, Frankfurt a. M. 168,8, G i c fj e n 169,8, Hanau 237,8, Kreuznach 297,8, Mainz 250,4, Offenbach a. M. 217,7, Wiesbaden 101,6 und Worms 188,2 Arbeitssuchende. Tie Ergebnisse der Krankenkassenstatistik, deren Schwankung in der Mitgliederzahl wohl den besten Vergleich zu der Lage bcS Arbeitsmarktes bildet, stellten sich in den nachfolgend aufgeführten Städten wie folgt: Der Bestand der versicherungspflichtigen Mitglieder betrug am 1. September in Kassel 6599 (gegen 6633 im Vormonat), Darmstadt 13 472 (13 724), Frankfurt a. Di. 96 481 (96 211), Gießen 5911 (5861), Hanau 7105 (7075), Kreuznach 4679 (4789), Mainz 18 730 (19 280), Offenbach a. M. 19 793 (19 710), Wiesbaden 14 088 (14156) und Worms 7410(7337). Betrachtet man die Zahl der männl, und weidl. Dtitglieder getrennt, so ergibt sich bei den angeführten Kassen, bei den ersteren gegen den Vormonat eine Abnahme von insgesamt 346, bei den letzteren eine Zunahme von insgesamt 47. Ans der Bewegung der Mitgliederzahl läßt sich also eine gegen den Vormonat eingetretene Verschlechterung der Arbeitsmarktlage nicht schließen, vielmehr zeigen die Zahlen eine Stabilität des Arbeitsmarktes. Einzeln betrachtet hat besonders Frankfurt a. M. eine verhältnismäßig größere Zunahme von 140 männl, und 130 weidl., Mainz dagegen eine Abnahme von 450 männl, und 150 weidl. Mitgliedern zu verzeichnen. Die Arbeitsgelegenheit, die sich noch verhältnismäßig am besten anließ, war die in der Landwirtschaft. Wenn Angebot und Nachfrage bei den offenll. Arbeitsnachweisen allein ein getreues Bild der Lage au dem landw. Arbeitsmarkt auch nicht geben, so wird dadurch doch wenigstens gekennzeichnet, wie der Rückgang in den geiverblichen Betrieben manche Arbeiter veranlaßt, sich wieder nach ländlicher Beschäftigung umzuseheii.
Aber ans solchen verstärkten Meldungen bet den offentl. Arbeitsnachweisen grundlegende Beschlüße aus eine erhebliche Verminderung des Ärbeitermangels in der Landwirtschaft ziehen zu wollen, dürfte nicht angebracht sein, denn die doch ineistens nur vorüberübergehende Rückkehr einer Anzahl gewerblicher Arbeiter nach dem Lande kann den Arbeitermangel der Landwirtschaft dauernd nicht heben, sondern nur das Aushören der Abwanderung vom Lande in die Stadt, die leider trotz der ungünstigen Konjunktur, besonders nach den Großstädten dauer,id anhalt. Erst wenn hierin Wandel eintritt, wird von einer Besserung der Arbeitsverhältnisse auf dem Lande gesprochen werben können. Vorläufig sind alle Angaben, die als eine erhebliche Besserung des landw. Arbeitsmarktes gedeutet werden könnten, mit Vorsicht aufzunehmen. Wenn auch nicht zm verkennen ist, daß das Angebot landw. Arbeitermaterials in der Minderzahl erstklassig ist, so liegt es doch im eigenen Jntereffe der-Landwirtschaft, sich bet dem Suchen von Arbeitskräften noch mehr ivie bisher der Vermittlungstätigkeit der dem Mitteldeutschen Arbeitsnachweis-Verbände angehörenden öffentlichen Arbeitsnachweisstellen zu bedienen, zumal die Vermittlung vollständig kostenfrei ist und größtmöglichster Wert daraus gelegt wird, den Ansprüchen der Landwirtschaft nach Kräften
9hn ccht mit dieser Marte—demFo^er — dem Garantie» zeichen des Scott» scheu DersahreuL!
Sitte zu gefährden". Darauf schrieb ber „Simplicissimus"-Berlay zurück: „Der Boykott ist auch ein Mittel, das geeignet ist, die bestehende Ordnung und gute Sitte zu gefährden. Es eignet sich deshalb nicht für Staatsbehörden."
* Verschwundene französische Kriegstrophäen. Der französische Kriegsminister, General Piquart, hat an sämtliche Korpskommandanten einen Be- ehl gesandt, in dem denselben aufgetragen wird, unverzüglich nach den im Kriege 1870/71 erbeuteten Trophäen Nachforschungen anstellen zu lassen. Es handelt sich dabei vor allem um die bei Etrepagny erbeutete sächsische Kanone, um die bei Beaume-la-Rolande genommenen preußischen Kanonen und um die zwei bayrischen Kanonen, die den Franzosen am Tage nach der Schlacht von Colombiöre in die Hände gefallen sind. Auch die bei Dijon erbeutete Fahnck des 61. Pommerschen Infanterieregiments wird gesucht. Alle diese Trophäen sind derzeit unauffindbar.
* Wegen des Vor kommens von Diamanten bei Lüde'ritzbucht schweben nach einer offiziösen _ Meldung der „Köln. Ztg." Verhandlungen, die auf ein gemein, chastliches Zusammengehen aller Interessenten unter Gründung einer großen deulfchen Gesellschaft abzülm. Das! Reichskolonialamt sperrte durch Verfügung vom 22. September das für Diamantensunde wichtige Gebiet der Deutschen Kolonialgesellschaft für Südwestafrika für die allgemeine Schürffveih-eit. . _ 3 .
* Wenn zwei dasselbe tun, dann i|t es Nicht dasselbe. Daß junge Damen sich für den bunten Rock und dessen Träger interessieren, ist ihr historisch gewordenes gutes Recht, das sie sich nicht streitig machen lassen; daß sie sich auch um die Manöver kümmern, ist nur eine Folge dieser Vorliebe für zweierlei Tuch. Während alle Schulen Jenas am 22. und 23. d. Mts. frei hatten, damit die Schüler den Truppenübungen auf dem historischen Schlachtfelde beiwohnen könnten, wurde den Schülerinnen der höheren Töchterschule — wie eine Leserin der Tägl. Rundsch. schreibt — bedeutet, daß sie auf Urlaub nicht rechnen sollten, da das Manöver kein genügender Anlaß sei, um den Unterricht einer „höheren Tochter" zu unterbrechen. Da die jungen Damen darüber anderer Ansicht waren, griffen sie zur Selbsthilfe und telegraphierten an den Großherzog um Bewilligung eines freien Manover- tages, frei nach jenem bewährten Muster, das ihnen die Gymnasiasten einer kleinen preußischen Stadt — wir erzählten den Fall — im Kaisermanöver gegeben hatten. Sie sollten aber die Erfahrung machen, daß man im Großherzogtum Sachsen-Wcimar-Eisenach nicht immer mit Preußen übereinstimmt; denn statt des erbetenen Urlaubs kam eine Verfügung des Ministeriums, die Absenderinnen des Telegramms zu ermitteln und ihnen ob ihres eigenmächtigen Vorgehens einen Verweis zu erteilen. Und während draußen die Schlacht tobte, saßen in ihren Klassenzimmern die höheren Töchter Jenas und konnten darüber Betrachtungen anstellen, daß, wenn zwei dasselbe tun, es doch nicht dasselbe ist. t „ _.
* Eine ganze Stadt unter dem Hammer. Eme merkwürdige Auktion wird am 3. Oktober im rnssisck-en Gouvernement Elisabethgrad stattfinden,: die ganze Stadt Beresoska wird auf Betreiben eines Großkan,manns aus Odes,a, dem die Stadt 240 000 Mark schuldet, versteigert. Die Gemeinde ist völlig verschuldet und außer Stande, den Gläubiger auch nur abzu- fniden, so daß jetzt die ganze Stadtverwaltung und der ganze Kommunalbesitz unter den Hammer kommt.
* Eine Nummer des „Simplieissimus" war bekanntlich vor einigen Tagen konfisziert worden,, weil sie ein Bild enthielt, in dem in drastischer Weste die ^astackie behandelt wurde, daß der badische FiSkus Besitzer eines öffentlichen vausts in Heidelberg ist. Man erblickte darin eine Beleidigung des GroßherzogS. Da in einem badischen Blatte jener illustrierte „Simplieifiimus"-Witz als ein Racheakt für das Eiseichahnveroot des Blattes in Baden bezeichnet worden war, gibt der „Loimplicstii- mus" seinen Briefweck-sel mit der badischen Eisenbahn-Generaldirektion bekannt. Diese hatte auf die Anfrage nach den Gründen des Verbots geschrieben, der „Simplieissimus" bringe häufig ^ar- stellnngen, die geeignet seien, „die bestehende Ordnung und gute
gerecht zu werden.
Gietzener Strafkammer.
)( Gießen, 29. September.
Des Galiziers Gastrolle.
Im letzten Winter wurden aus dem Gesindezimmer eines Oeko- nomen zu Dortelweil eine Anzahl Kleidungsstücke gestohlen. Die Ausführung des Diebstahls mußte von einer mit dem Tatorte und den Gepflogenheiten der Knechte vertrauten Person ausgeführt worden fein, weshalb sich bald der Verdacht auf den kurz zuvor entlassenen Pferdeknecht M. K. aus Galizien lenkte, zumal em früher von ihm getragener Hut mit einer aus dem fragt. Diebstahl her- rührenden Hose in einem Strohhaufen im Felde aufgefunden wurde und K. selbst kurz vor dem Diebstahl Dortelweil besucht hatte. Infolge eines Ausschreibens nahm man ihn zu Michelstadt i. O. fest; er leugnete anfänglich, in Dortelweil gewesen zu fein, gab dies aber später zu, doch von dem Diebstahl will er nichts wissen. Die große Anzahl der Indizien ließ feinen anderen Schluß zu, als daß K. der Täter war, weshalb er wegen Diebstahls mittels Em- fchleichens zur Nachtzeit zu einer Gefängnisstrafe von 1 0 Mon. verurteilt wurde. Em Monat Untersuchungshaft soll auf die Strafe angerechnet werden.
Teure Strumpfe.
Gelegentlich des Bettelns in Kirtorf hat der Gärtiiergehilse e* B. aus Marburg einem Handelsmann in einem unbewachten Augenblick ein Paar Strümpfe gestohlen. Wie aus den Vorstraf- erften festgestellt wurde, ist es seine Gewohirheit, beim Betteln Sachen mitgehen zu heißen. Wenn auch das Gestohlene einen sehr ■minimalen Wert hat, so mußte doch angesichts der vielen Vorstrafen auf eine erhebliche Strafe erkannt werden, die das Gericht mit sechs Monaten Gefängnis bemaß. Das Geständnis berücksichtigend, erfolgt die Anrechnung eines Monats Unter- fuchungshaft.
Gestohleues Werkzeug.
In einem Neubau zu Butzba ch hat der Glasergeselle W. S. einem Kollegen den Werkzeugskasten aufgebrochen und daraus verschiedenes Handwerkszeug gestohlen. Er suchte Iich mit der Ausrede zu entschuldigen, er Ijabe geglaubt, das Werkzeug gehöre lemem Meister, und da er solches benötigt habe, sei ihm nichts anderes übrig geblieben, als den Kasten gewaltsam zu öffnen, da er reinen Schlüssel dazu gehabt habe. Früher hatte er behauptet, das Werkzeug gehöre ihm, er habe es schon vor seinem Eintritt bei dem fetzigen Meister gekauft. Ans den verschiedenartigen Angaben mußte geschloffen werden, daß er sich der rechtswidrigen uneig-
Gerichts-««^.
[] Marburg, 29. Sept. Von sechs jungen Burschen aus Gemünden, die zu nächtlicher Stunde einen fremden Mann angefallen und halb totgeschlagen hatten, mürben heute von der Strafkammer vier zu je 6 Monaten und einer zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Emer kam frei. Als Zeugen tarnen 25 Per- onen zur Vernehmung.
Sport.
— Fußball. Am Sonntag veranstaltete der Wetzlarer Fußballklub das voii jetzt an alljährlich stattfindende Pokal- p i e l. Ter Pokal, jetzt noch Wanderpreis, muß von einem Klub zweimal hintereinander gewonnen werden, um in dessen Besitz über- -rwehen. Zu den Spielen hatten sich fünf auswärtige Elubs ge- melöet. Tie Ehre der Eröffnung der Spiele hatten der Sitlenburger Fußballklub und der Gießener F.-E. des Realgymnasiums. Realgymnasium verläßt mit einem Siege von 3:0 Toren den Platz, Dillenburg fcheidet also aus. Im zweiteii Spiel sehen wir Marburg .Germania" gegen den Marburger F.-E. Marburger F.-E. siegt, „Germania" muß auf weiteres Spiel verzichten. Im dritten Spiel messen sich der Gießener F.-C. von 1900 II. und der Wetzlarer F.-E. Wetzlar siegte mit 3 : 0 Toren, Gießen 1900 scheidet ebenfalls aus. Im Endkampf messen sich G. F.-E. Realgymnasium und der SUtarburger F.-E. Nach heißem Ringen und zweimaliger Verlängerung der Spielzeit bleibt Marburg mit 1:0 Sieger, muß sich dagegen im letzten Spiel gegen Wetzlar mit 3:1 beugen und so dem Wetzlarer F.-E. die Siegespalme überlagern —^Der sehr zahlreichen Zuschaiiermenge bot sich ein mannichfaltiges egiel Dar. Doch trotz aller Eigenart in der Spielwelse stimmten die meiften Mannschaften darin überein, daß |ie dem Publikum em rastloses, aber auch technisch minderwertiges Spiel vorsuhrten. Daher berührte es die Zuschauer auch angenehm, als sie die durch- weg sehr jugendliche Aiannschaft des F.-E. Realgymnasium die geringere körperliche Kraft durch um so besseres Zusammenspiel erfolgreich ersetzen sahen. __________
KamUieir-Aachrichten.
Geboren: Herrn Korvettenkapitän Magnus von Levetzow und Frau Margarete, geborene Gräfin von Schlitz genannt von Görtz, in Kiel, eine Tochter. .
Verlobt: Frl. Mathilde Schmidt m Homberg (Niederrhein), mit Herrn Fritz Lenz in Ortenberg «Hessen). — Frau Dorothea Joos, verw. Schäck, in Wetzlar, mit Herrn Eugen Bopp in Stuttgart.
Gestorben: Frau Pfarrer Marie Repp, geb. Tempel, tu Gießen. — Frau Ww. Mathias Moses Karoline, geb. Thalberg, in Wetzlar. — Herr Ludwig Keller, Scharmühle bei Rendel. — Herr Heinrich Wilh. Mehl, Restaurateur, in Loblenz. — Herr Ernst Hofmeister, Kupserschniied unb Spengler, in Büdingen. — Frieda Marie Weitzel in Münch-Leusel. — Frau Elisabethe Lanz, geb. Hofmann, üi Maulbach. - Herr Wilhelm Orth, Tachdeckermeister, in Nidda. - Frau Elise Knoll, geb. Meckel, in Braunfels.
Spielptaii der Neuen Gietzener Ltedttheaterr.
Freitag den 2. Oktober, 8 Uhr: Eröffnung ber ©piel- zeit 1908/09. 1. Freitag-Abonnement-Vorstellung: ,S)ie Jungfrau von Orleans." Von Schiller. Enbe 10’/. Uhr. Sonntag, abends 71/; Uhr, bei kleinen Preisen: „Der Kompagnon. Lustspiel in 4 Akten von Adolph L'Arronge. Ende gegen 10 Uhr. Dienstag, abends 8 Uhr: 1. Dienstag-Abonnement-Vorstellung: Die Jungfrau von CrleanS/ Ende 10“/. Uhr. Mittwoch, abends 7 Uhr: 1. Mittwoch - Abonnement - Vorstellung: „Die Zwillingsschwester." Lustspiel in 4 Auszügen von Ludwig Fulda. Ende qegen 91/, Uhr. Freitag, abends 8 Uhr: 2. Freitag-Abonnements- Vorstellung : „Ein Erfolg." Lustspiel in 4 Akten von Paul Lindau. Ende gegen 11 Uhr. _______ __________
am 29.-30. Septbr. = -t- 20,9 0 C.
, 29.-30. , = + 9,3u C.


