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Mlcruiaun, Bleiche
tnd. phil.Ä SchrifÜ. Angeb. U.M - iiehener Anzeiger etb.
über einzelne Positionen des Etats als auch den zuletzt gcinnchten I ^' •U\L°C 5°1 ‘° bi ' i "u^.nwkiamK?
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Kummer beharrte aus der ^,ung des Antrags Glas,mg, so ^artn bat bier den ^Endl ng n bevoircduete Siclluno der bau eine weitere BermrUelnng im Berctch: des ^nrtratwantrages Wen -^m« «pl^etberatung die Haupts.niu bilde,
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genügt haben, eine ent-
ICUincs ScuiUsSon,
— Der 100. Todestag der Frau Rat iourbe in Frankfurt durch eine Reihe pietätvoller Veranstaltungen begangen. Jin freien deutschen Hochstift schilderte der ve- annte Goetheforscher, Gymnasiardirettor Biese (Neuwied) »ie Beziehungen von Fran. Aja zu ihrem Sohn. Der Verband Frankfurter Frauenvererne veranaltete^ eine für die 'Schuljugeitd bestimmte Feier, bei der die Schriftstellerin Leonie Meyerhofs-Hildeck ein Lebensbild dec Gefeierten entwarf. Die Schülerinnen der städtischen obligatorischen Ford- 7iildungsschulen begingen den Tag ebenfalls dura) eine Gedenkfeier. Tie Gesellschaft für ästhetische Kultur verunstaltete gestern im Palmengarten eine Ausführung von Goethes Schaferspiel „Tie Laune des Verliebten und von ‘feinem Singspiel „Die Fischerin" mit der Originalmusri von Corona Schröter. Tie wohlgelungenett Vorführungen wurden von einem zahlreichen Publikum mit vielem Beifall ««usgenommen.
— Heimatschutz. Tast es mit dem gestern ver- lisfentlichten Erlaß der preußischen Ministerien über Heimat- -jchuh allein nicht getan ist. beweist folgende Einsendung nn die „Franks. Ztg.": „Mehr Heimatschutz für den :3 esterwald wird von allen beteiligten Kreisen gefordert, ijumat die stark zunehmende industrielle Erschließung selbst 7Äe Orte nicht mehr schont, die eine Fülle geschichtlicher ksx» nncrungen in sich bergen. So ist bereits der Bla-msberg Vci Fricthafen, dessen Kuppe die uralte weit ins Land iügende Basilika der Blasiusiapetle krönt, durch Anlage ^inev .Steinbruchs verunziert. Die benachbarte, sagen- 2erühmte Tornburg, die Fundstätte des „ewigen Eises", xerfällt dem gleichen Schicksal. Der dritte im Bunde ist
für ein „blinkerlitzchen" erklärt._ ,,___< -
Redner schließt bei dieser catbfafle nut der .yoniumn, baß die Einführung dcs direkten Wahlrechts, an dessen Zuslandc- konnnen man seither in Hessen stets gezweifelt l-abe, doch noch möglich sein werde, wenn in sachlicher Wene die L-ayrheir über drcsc Angelegenheit in alle Volssir.i>c getragen werde und eine objektive, nicht von der Parteischablone beherrschte Beurteilung gefordert wird.
I c de ns a l lS fcrcs P s l ich 1 c inc s 1 cb c n reu ndes des direkien Wahlrechtes, an de ff em Zustandekommen in ehrlicher Weise mitiuarbeitcn.
tätssteuer Protest einzulegen.
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Die französisch-spanische Note über die Aucrkennung Maley-Hafids ist gestern im Auswärtigen Amte zu Berlin überreicht worden. Sie stellt zunächst die Forderung aus, daß die Frage der Anerkennung von Muley Hafid nach denjenigen Grundsätzen gelöst lverden soll, nach denen das Einvernehmen der Mächte in der marokkanischen Frage seit Algeciras sich gebildet hat und aufrecht erhalten worden ist. Frankreich und Spanien l>ibcn in Betracht gezogen, daß ihre besonderen Interessen in Marokko sie dazu bc.nmnten, den anderen Regierungen Vorschläge zu machen. Bei oer For« mulierung dieser Vorschläge haben sie es jich zur Richtschnur genommen, daß die Anerkennung des neuen Machsen einzig und allein von der Erlangung von Garantien abhängig gemacht werden müsse, die gemeinsam für alle fremden Interessen gegeben würden. Tiefe Garantien sollten sein: Bestätigung der Algeciras-Alte, Billigung der zu ihrer Anwendung getroffenen Exelutivmaßrcgeln, insbesondere der Rechte, die Frankreich und Spanien zur lieber« wachung der Einfuhr von Waffen zur See übertragen sind; ferner Bestätigung aller anderen Verträge und Verpflich« tungen des Machsen gegenüber den fremden Regierungen, des diplomatischen Korps, sowie gegenüber Privatpersonen-, drittens Uebernahme der Lerantwortlichleit für die Schuld den des Machsen, während die Schutdsorderungen von Privatpersonen später geprüft werden sollen. Ferner Be- stätigutlg der Vollmachten der Entschädigungstommission in Casablanca, sowie Uebernahme der Verantwortlichkeit fiii die Bezahlung der Entschädigungen durch den neuen Sultan. Amtlicher und ausdrücklicher Widerruf des Heiligen Krieges durch einen scherifischen Brief an die Städte und Stämme und sofortige Inangriffnahme der notwendigen Maßregeln zur Herstellung der Sicherheit in der Umgebung der Häfen und auf den in das Innere führenden ^Hauptstraßen. Falls diese Garantien gegeben sind, lönnte Mulan yafib als Sultan amtlich anerkanilt werden, wobei die Mächte jich das Recht Vorbehalten, unmittelbar von dem neuen Sultan die Regelung derjenigen Fragen zu fordern, die ihre eigenen In- -creffen berühren, im beioaderen, was Frankreich und Spanien betrifft, die Wiedererstattung ihr.r militärischen Ausgaben und die Bezahlung von Entschädigungen für die Ermordung Angehöriger ihrer Nationen. Ferner heißt es in der Note, daß es angemessen sein würde, wenn der neue Sultan für einen standesgemäßen Unterhalt von Wdul Asis Sorge trage. Schließlich empfiehlt sie den Beamten von Abdul Asls dem Billigleitsgefähl Mulay Hafids. Bekanntlich hatte die deutsche Regierung bedingungslose Anerkennung. Muley Hafids vorgcschlagen.
bcr Giften jianrmct und bcr Formulierung der Regierungsvorlage nicht möglich erschien. 2er nunmehr seitens des Ausschüsse? der ferflen Kammer gemachte Vorschlag oetrifft daher nicht die Budget- beruhtng, Lei welcher der Zweiten ZGmnicr ihre bevorrechtete Stellung gejichcul ist, sond-.ru den Artikel 75 der Verfassung, indem er iür die Amvendung dieser Vcrsassungsbcstimmung Zwci- drittei-klMajorität verlangt. Jene Vorichrist handelt von.dem Zu- stanbekommen eines Gesetzes, über welches eine Uebcrcinirimmung jwifdien den Kammern mdjt zu erzielen war. Der jetzt beliebende Artikel 75 der Verfassung sieht vor, daß die Regierung einmal emen drrart-g avgelehnlen Gcsellesvorschlag -urücknehmcn, aber auch die Stimmen zusanrnenzählen kann, neelche fuv und wider die A.mai-me in beiden Kummern abgegeben wurden. Tie Regierung kamt sich bann, wie cd in der Verfassung heißt, „nach der sici) bann ergebend-m Stimmenmehrheit für und gegen bic Annal/me entfck-ciden." Die Erste Kamme.- empfanb es als einen Gewaltakt, das; diese Bestimmung der hessischen Verfassung, welche im übrigen in feiner der deutschen Versafsnngsurkundcn enthalten ist, gegen sie angeivender tverben könne, da schon jetzt die Zweite Kammer den Mitgliedsland der Ersten Kammer bedeutend überwiegt. Die Regierung batte daher vorgeschlagen, daß bei dem wichtigen Falle der Durchstimmung eines solchen Gesetze? nicht eine Zufalls.najorilät, sondern eine b-efonbere Mehrzahl, nach ihrer Vorlage z.vei Drittel cntfdjciben sollen.
öivcucn atumiiici uu im ....... - - ■ ...
Der Führer der sreistnnigen Partei hat sogar bet bcr -Ö-. raünir in der letzten Sitzung dieses Landtages bic Frage, ob -ti.nunutci- ober Zweidrittcl-Maioritüt bei Artikel 75 zur 'Jlnroenbiutg komme,
Ta diese Bestimmung der Verfassung, wie aus den Verhandlungen des Jahres 1820 hervorgeht, als ein Mittel gegen bic Zweite Kammer geplant ist unb bis jetzt nur in einem einzigen Falle gelegentlich der Strafprozsßorbnung gegen die Ztveite MammiT im Fahre 1865 angeivcnbct wurde, darf cs wohl fraglich erscheinen, ob diese Versassungöbestimmung immer ein Schutzmittel für bic Zweite Kammer bar stellen kann. D i e V o r s ch r i s t ist zunächst nicht c in Vollsrecht, sondern lediglich e i n R e ch t b c r 3i c g i e r u n g , b e u n d i e R e g i e r u n g hat die Anregung desAbg. Glässing, beiden Kammern das Recht -u z u s pre ch en, o ic Durchstimmung z u verlangen, a u s b r ü ct l i ch s ü r u n a n n e h m b a r erklärt und nach :me vor das Recht für sich in Anspruch genommen, über die Anwendung dieser Vorschrift allein zu entscheiden. Die sämtlichen Redner der Zweiten Kammer, insbesondere auch, der Abg. Sa)mitt von Mainz, haben ausdrücklich anerkannt, daß bcr Artikel 75 der Verfassung der Regierung bas Recht gibt, un.er einigermaßen günstigen Umstünden eine starke Mehrheit der anderen Kammer zu vergewaltigen und diese Vergewaltigung bangt drohend ebenso wohl über dem Haupt der Zwesten Ivie über dem der Ersten Stammer. Hiernach ist durchaus die Ansicht derer verstLndlich, daß diese VerfassungLbestimmung im Falle einer energischen vsaktischan >e7idung direkt illiberal erscheint und verdiene, beseitigt zu werden. In der Tat kennen, insbesondere auch die süddeutsche Versassungsurkunde feine ber- arstge Vorschrift. Ter Ausl'chuß der Zwesten Kammer schloß sich i^tad) dem rlntrag des Abg. Glässing an, tvonach anstelle der Zweiorittel-Majorität eine solche von Dreifünstcl-Majorität vorgeschlagen wird. Die Erste Kammer bestand auf dem Vorschlag bcr Regierung, also ans der Ausnahme der Zweidrittcl-Majorttät. Da ein Volksreclst nicht in Frage steht unc> der Artikel Ta der Verfassung sei. Bestehen desielben nur ein einziges Mal gegen die Zweite wummer angciocnbct wurde, hat bcr Ausschuß der Z,veilen Klammer fick) nunmehr für verpstichtet gehalten, bic[e seitens des Ausschusses ber Zweiten Kammer angenommene Grundlage dem Plenum der Zwesten Kammer vorzulegen. Ter Ausschuß der Zweiten Kämmer glaubte die Verantwortung ablehnen zu sollen, da mit einem Wbriiche ber Verhandlungen die Einführung des direkten Wahlrechts für absehbare Zeiten gescheitert ist. Die Zweite Kammer hatte bereits durch das Gesetz vom Jahre 1872 erreicht, dal, die sechs, seitens des Adels zu wählenden Ad- gcorbneten der Zweiten Kammer beseitigt wurden. Mit ber Einführung des uiu'ucn Wahlrechts wird ein berechtigter Wunsch des Volkes erfüllt nno die Bevormundung durch die Wahlmänner beseitigt. Da nach der Regierungsvorlage bic städtischen Mandate vermehrt werden sollen, jauch str der Ersten fttamrer den 17 Standes- herren 23 berufene Afttglieder gegciuibcrtrcten, sollte ber Ernst bei Situation in dem gegenwärtigen Augenblick wohl eingeschätzt werden. Dieser Sachlage enispricht auch) bic in bcr letzten Sitzung bcr Stammetn dura) den sozialbemokraliich-fteifin'nigcn Antrag her- beigefübrle Erörterung. Der Antrag Glässing wurde als ein Fortschritt bezeichnet, auch seitens des 2. L?ort- führerS des Zentrums, des Abg. Schmitt zu Mainz. Auch bcr Vertreter des Bauernbunocs crfLirtc: Wenn nnr in dieser Frage etwa- erreichen wollen, so müssen wir politisch fing handeln! — ES ist daher nicht verstäitdlich, aus welchen Gründen die
Glässing über die hessische Vahlrechtsvorlage.
In Darinstadt hat Da Glässiitg aus bcr Versammlung der hessischen Vlationalliberai-.n Landcspartei sehr eingehend bic hessische AahlrechNSvvrlagc beleuchtet Er führte aus: Nachdem bic erste Wahlreä-tsvorlage an bcr Wahllieiseinteilung gescheitert war und überhaupt, nicht mcljr an die Erste Kammer gelangte, sei zu bcr westen Vorlage bcr bekannte Initiativantrag von 21 Mitgliedern idämmer gestellt woroen, rooitaa, im wescnll.chcii ein. -ltnchstcllnng beider iüantmem bei ber Budgctbetatung unter Ausschluß ber Durchstimmung verlangt ivurbe. Ter Artikel 110 ■)cb Lerfassimgsnrkunde sollte ben ivlgcnben Zusatz erhalten:
„Auch (.esetze über bstekte und indirekte Staatsst.mcrn, sowie Gesetze ilKr o-cmeinbcst-mern sollen nie anders als mit Eni ivilligung bcr fc.ioen Mummern beschlossen werden." Auch bas Ministerium üiotl-e stabe bei dieser Sau>lagc int Jahr 1905 er klart, eine neue Vorlage könne nur cingcbradjt iverben, wenn l-enluäck-st die OninMaga: zu einer Verstäirdigung geiunben würben Die neue WahlrechtSvorlage vom 29. April 1907 habe eine t'lcn i-xamng ber hessischen Verfassung als Voraussetzung für das direkte Wahlrecht vorgcschlagen, welche bic Zweite Kammer, insbesondere auck) der Führer ber nationa lli beraten Partei, Herr Tr. Osann, als n n a n n e b m b a r bezeichneten. Dem Jnstiatioanlrag .»er Dtitglieder bcr Ersten Kammer würbe in ber neuen Vorige insofern teiüveise entsprochen, als bic Regierung den Vor- ichlag oicseö bubgetrechtlichm Antrages annahm, der bei Meinungs- icrschicoenh i!en über bic Höhe ocs c.uzustcllenbcn Wckrages ge- nacht uxre. Im übrigen hatte bic Regierung bei Art. 67 den Vorschlag gemacht, daß sie das Finanzgesetz nebst dem Haupt- wranschlag auch rn bcr Gestalt annehmen könne, wie biese sich eus ben übeveinstimmerrden Beschlüssen der beioen Kammern ergebe. Es sollte ferner ber Regierung bas Recht zugesprochei' -jetben, ber bcr Durchstimmung des Budgets bic Abstimmung aber einzelne Positionen zu verlangen, hinsichtlich beren eine )lernungsoerschicdmhcit iwd) bestehe. Diese Vorschläge bcr Neuerung kamen bett Anträgen ber Ersten rdammer immerhin in -altem erheblichen Platze entgegen, roenn auch m erster Linie licht der Ersten Kammer, sondern der Regierung eine Erweiterung Irrer Rechte hiernach zugebacht war. Tie erste Beratung dieser Erläge in der Kvmm.r betraf bic Frage ber Geschäftsbehand- ’uug, ergab jebod) auch eine Aussprache zur Sache.
Hiernach würbe bic Vorlage als unannehmbar bczcichilct und -igleirf) beschlossen, daß die Ausschüsse beider Kammern fich nach .'brtikel 26 der Geschäftsordnung über die Wuhlrechtsvorlagc bk- aiehmen sollten. Tie nunmehr stattgefunbenen gemeinschaftlichen Sitzungen ergaben, baß, wie bereu» bekannt, verschiedene Herren ■uh ben Initiativantrag oer Ersten Mannner zurückiamen, während owohl dieser wie bic Vermehrung bcr Rechte bcr Regierung ntenS bes Ausschusses ber Zweiten Kammer nach wie vor als nawnehmbar dezeiä/net wurden. Nachdem zunächst bcr Abg. von ■’drcntaiw Vorschläge gemacht hatte, würbe Dr. Glässing seitens 1» Ausschusses mit ber Formulierung neuer Vorschläge betraut, "diese Vorschläge gipfeln in der bedingungslosen Ablehnung des Initiativantrages bcr Ersten Kammer, ixr Vermehrung ber bi echte lei Regiernng unb in bcr Erhaltung der bevorrechteten Stellung "er Zweiten Mamnicr bei Beratung des Budgets. Dagegen war s durch den Umfang des Etats bebingt und Dient zur Geschäfts- Erleichterung beider Kammern, wenn die seither widerspruchslos g ftattctc Hebung anerkannt wurde, daß jede Kanrmer für sich 3bcr die einzelnen Teile des Haupivoranschlagcs beschließt und LaS Eogcbnis ihrer Beschlüsse der anderen miltcilt. Diese Hebung l urbe zunächst in den Vorschlag des Arbg. Glässing.ausgenommen. Bum Vcrst.indnis deS Vorschlages sei bemerkt, daß schon in der cregennurrtigen Verfassung in Artikel 67 bic Zweite und Eic Erste Kammer zu einer vertraulichen Besprechung durch ihre Ausschüsse zusammenzutrelen haben u. cS hier nach gcrabezu als eine »uiurgemäßc Hebung erscheint, wenn auch bas Resultat bcr Be- -hlüssc zu Den einzelnen Positionen des zwei stattliche Lände »mfassenben Budgets von Kammern zu Kammern mUgcteiit wird.
Der Ausschuß der Ersten Kammer lehnte auch diese Vor- 'fhläge zunächst ab und verlangte daS weiter gehende Recht, über ilie einzelnen Positionen abzustimmen. Dies würbe wiederholt non dem Ausschuß bcr Zweiten Kammer abgelehnt. Nach sangcren Verhandlungen wurde schließlich der von dem Abg. Glässing gemachte Vorschlag seitens des AussckmsscS ber Ersten Kammer ific amiehmbar erklärt, wenn biesem Vorschläge iolgenber Zusatz Ueigejiigt wurde: Bei der Beschlußfassung über Erhöhung, der in timt Änlommensteuergesctz und dem Vermögenssteuergesetz gc- acbcneit Eiichcilsskuer itze um 5 Prozent und mehr, sowie bei der Beschlußfassung über Ausnahme von 2ln!el)-n oder über Vcr- üus-erung ober Belastung von Domänen, auch wenn sie in Ber- Imbmig mit ber Besäüußsassung über ben Hauptvoranschlag ersolgt, iebari es bcr Zustimmung beider Kammern. Ter "Ausschuß ber Zweiten Kmnmcr lehnte einmütig sowohl bas Recht dcr Mftimmnng
Zur NeichSfinanzreform.
Rur ganz allmählich sickern die Einzelheiten über bic RcichSfinanzresornl burch und gelangt n fo zn allgemeiner' Kenntnis. So crsührt man jetzt näheres über die geplante Wehrsteuer. Wie jetzt verlautet, soll dem der Wchrsteueu ’ugrunbe liegende Gedanke in Verbindung mit dcr Gestaltung der Erbschaftssteuer in ber Weise Rechnung getragen tucrccn, daß von ben Nachlässen derjenigen männlichen Personen, bic ihrer Militärpflicht nicht genügt haben, eine entsprechend höhere Erbschaftssteuer erhoben wird. In der Lundesratssitzung am nächsten Freitag, in der die Reichs- finanzrcsorm cingedracht werden wird, wird bcr Reichskanzler Fürst Bülow den Vorsitz fuhren. Die Finanzmmistcr der Einzelstaaten durften in der Sitzung gleichfalls anwesend sein. Tic Vorlagen werden zunächst den zuständigen Bundcsr;atsausschüsscn überwiesen werden. 'Nach Dein Beispiele anderer Kommunen haben nun auch die Stadtverordneten von Schöneberg beschlossen, beim Bundesrat und Reichstag gegen die iEinsührung einer Gas- unb Eletlrizi-
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‘5er zwischen Watlmcrobe unb Westerburg belegcnc Bergkegel der Wettersburg. Tie Spitze dieses Basaltkegels bietet die großartigste Rundsicht im Westerwald, die im Süden bis zum Feldberg reicht. Wenn auch die wirtschaftliche Erschließung deS Westerwaldes im Interesse der bisher nur auf den spärlichen Ertrag ihrer kleinen AckernRrtschaften angewiesenen Bevölrerung lebhaft zu begrüßen ist, so sollten doch durch rechtzeitiges Eingreifen berufener Stellen die geschichtlichen und landschaftlichen Denkwürdigkeiten erhalten bleiben."
— Ein neues Bild des Groß Herzogs von Hessen. Im Kunstverlag Hermann nnöckel zu Frankfurt a. M. ist ein Bildnis S. K. H. des Großherzogs erschienen, das eine Falsimilenachbildung der von dem bekannten Kunstmaler Adolf Bcyer-Tarmstadt nach dem Leben gezeichneten Kohlezeichnung ist. Wie wir hören, sand diese F-aN'imilenachbtldung den Beifall S. K. H. in so hehem Maße, daß er sich bereitwillig st entschloß, seinen Namenszug unter das Bild zu setzen und die Herausgabe des Kunstblattes in dieser Form gutzuheißen.
— Kleine Kun st chronik. Nachdem die Bahnpolizei ben Vertrieb sozialdemokratischer Zeitungen aus den badu- schen Bahnhöfen zuläßt, ist nun der „Si mp l izt s s im u s" das einzige vom Bahnhosbuchhandel ausgeschlossene Blatt. — William F. Vilas, der befanntc Politiker hat ein Vermächtnis in Höhe von 120 Millionen der Universität von Mslonsin vermacht. — Professor Edmund Kretschmer, der Komponist der vor Jahren oiel aufgeftchrlen Spern „Die Fottunger" und „Heinrich der Löive", ist im Alter von 76 Jahren in Dresoen gestorben. Außer den beiden erwähnten Bühnenävevken fanden „Schön-Rotraut" und „Der Fuichtting"' beifällige Aufnahme.
Deutsches Reich.
Die Reform ber Arbeiter Versicherung ist; im Entwürfe fertiggestellt. Sie soll bem Reichstage sofort vorgelegt werden und zusammen mit der Witwen- unb Watsenversicherung am 1. Januar 1910 in Kraft treten.
Staatssekretär Dernburg ist von seiner süd-« westafrikanischen Reise gestern nachmittag in Berlin wieder eingetroffen.
Elektrisierung von Staalsbahnen. Tie, bayrische Staatsbahn hat jetzt ein Projekt zur Elektrik sierung aller Staalsbahnen im rechtsrheinischen Bayern auf Grundlage eines Kraftwerkes mit Talsperre am WalchenM see aus gearbeitet. Aehnliche Projekte sind bekanntlich auch in Preußen ausgearbeitet.
Der preußische Landtag soll am 20. Oktober im Weißen Saale d:s königlichen Schlosses zu Berlin durch/ eine Thronrede erösfnet werden._______________
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Tas dänische Parlament soll am 28. d. M. zu* jamm en treten.
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Nr. 217
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Erstes Blatt 158. Jahrgang Dienstag 15. September 1908
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