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14/07/1908 Zweites Blatt
 
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mehryert entfaltet toar, fanb am 29. April Stichwahl zwischen den beiden fröchstbesttmmten Konrad PH. Tiehl und Kon­rad Tänron II. statt, aus der der letztere mit einer Mehr­heit von 7 Stimmen als gewählt hervorging. Während der Offenlegung der Wahlakten erhob fr. Diehl VIII. Einwen­dungen gegen die Gültigkeit der Wahl, indem er behauptete, daß Wahlbecinflussungen insofern erfolgt seien, als ver­schiedenen Mihlern die unentgeltliche Leistung von Fuhren von Holz usw. versprochen worden sei. Vom Kreisamt Friedberg wurden darauf kommissarisch eine Anzahl Zeugen vernommen, auf Grund deren Aussagen der Kreisausschuß die behaupteten Beeinflussungen als erwiesen ansah, die Reklamation für begründet und demgemäß die Wahl für ungültig erklärte unter Belastung der Gemeinde frochweisel mit den Kosten des Verfahrens. Gegen die Entscheidung des Kreisausschusses rekurrierte zunächst die Bürgermeisterei Hochweisel, indem sie beantragte, die Kosten nicht der Ge­meinde, sondern der unterliegenden Partei aufzuerlegen, da die Gemeinde nicht die Reklamation veranlaßt habe. Weiter erhob der Anwalt des gewählter! Konrad Dämon II. Rekurs. Er beantragte in erster Linie das Kreisausschuß­urteil wegen formeller Mängel des Pcrsahrcns aufzuheben, weil der Gewählte über die ihm zur Last gelegten Handlungen nicht gehört worden sei. In zweiter Linie wurden die erhobenen Beschuldigungen zu widerlegen versucht. Ter Anwalt des Reklamanten stellte Antrag auf Verwerfung des Rekurses, indem er noch geltend machte, daß von dem Gewählten auch Freibier bei der Wahl gespendet worden fei. Nach eingehender Zeugenvernehmung entschied der Pro- vinzial-Ausschuß, daß dem Rekurs stattzugeben, die Wahl für gültig zu erklären und die Reklamation zu ver­werfen sei.

Heinrich Berg zu Weickartshain ist um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft eingekommen, welches Gesuch vom Gcmcinderat befürwortet, vom Kreisausschuß des Kreises Gießen aber mangels Bedürfnisses ablehnend beschieden wurde. Ter gegen das Erkenntnis des Kreis ausschusses von dem Anwalt des Gesuchstellers verfolgte Rekurs war erfolglos, denn auch der Provinzial-Ausschuß vermochte sich von dem Vorhandensein eines Bedürf­nisses nicht zu überzeugen und erkannte demgemäß.

Das gleiche Schicksal hatte das Gesuch des Adam Karle zu Ehringshausen um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft. Auch hier hatte der Genieinderat das Gesuch befürwortet, der Kreisausschuß des Kreises Alsfeld cs aber mangels Bedürfnisses abgewiesen. Ter letzteren Auffassung schloß sich auch der Provinzial Ausschuß an, indem er den gegen das Kreisausschuß-Urtcil eingelegten Rekurs kystensällig verwarf.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 14. Juli 1908.

Dom Großh. Hof. Prinz Alexander von Battenberg verließ, nach der Darmstädter Zeitung, am Sonntag mit seinem Begleiter, dem Großbritannischen Leut­nant Cuthbertson, Jagdschloß Wolfsgarten und reiste nach England ab.

Ordensverleihung. S. K. H. der Großherzog haben dem Generalleutnant z. D. v. Nieder, seither Komman­deur der 25. Feld-Artillerie-Brigade (Großh. Hess.), das Komturkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.

In Audienz empfangen wurden von S. K. H. dem Großherzog die Oberlehrer Wämser von Lauterbach und Will von Alsfeld, sowie den Bibliothekar an der Uni­versitätsbibliothek Dr. phil. Koch von Gießen.

"Zulassungen zur Rechtsanwaltschaft. Zu­gelassen wurden der Rechtsanwalt Dr. Val. Lotz zu WormS am Landgericht der Provinz Rheinhessen, der Referendar Dr. Sally Maas zu Mainz am Landgericht der Provinz Rhein­hessen, der Referendar Wilh. Schiff zu Offenbach bei der Kammer für Handelssachen zu Offenbach und dein Amtsgericht Offen­bach, der Referendar Otto Winkler zu Mainz am Land­gericht der Provinz Rheinhcffcn.

Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu be­setzende Lehrerstelle zu Angersbach.

Tegernseer in Gießen. Im Kolosseum werden vom 16. Juli ab Ge bhardts Tegernseer auf- trcten, denen nach uns vorliegenden Berichten auswärtiger Blätter ein sehr guter Ruf vorausgeht. So schreibt z. B. der .Schwäbische Merkur" über ihr Auftreten in Stuttgart:

Einen guten Erfolg erzielte im Stadtgarten Gebhardts Tegernfeer-Ensernble mit seinem reichhalligen Programm. Tie irischen kräftigen Chor- und Sologesänge, die guten Mnsitvorträgc und die anmutigen Nationaltänze gestalteten den Abend zu einem unterhaltungsrcichen und interessanten. Reicher Beifall brachte den gut durchgelührten Darbietungen die verdiente Anerkennung. Die ttruppc verfügt über em guteü Stimm-Material. Die schmucke Tirolertracht und die sinngemäße Bühnendekoration trugen z»im Erfolg bei. Besonderen BeuaH ernteten der Busserltanz, der vom Teffregger Annerl und Franz Hesp mit Anmut und Geivandtheit vorgesuhrt wurde und so recht ein Stückchen frisches Gebirgöleben zeigte-, ferner das treffliche Baritonsolo von Richard Gebhardt und das frische Mezzosopransolo einer der Tanren, die das Korntcssen- lied und w9lod) sind bte Tagc^ der Rosen" sehr gut zur Geltung brachte. Auch der nach dem Schlußstiick ,Em Abend am Tegern- fee" folgende lebhafte Beifall zeigte, daß das Ensemble sich die An­erkennung und die Sympathiell der Zuhörer erworben hatte.

** Stenographen-Feier. Ter Stenographen- VereinStolze Sch r c y" an dem Realgymnasium unb der Oderrcalschule zu Gießen beabsichtigt nächsten Sams tag nachmittag eine Stenographenfeier zu veranstalten. In dem Programm sind außer einem Vortrag des 1. Vorsitzen den Gustav Schmidt überDie Stenographie im Kultur leben" und einer weiteren Ansprack-e des Bezirksleiters ftud. phil. Kreiling überTie Stenographie in der Gegenwart und Zukunft' noch musikalische Darbietungen, Tt-carer und deklamatorische Vorträge vorgesehen.

Die Ludwig- und Alice-St istung, Sterbe­kaffe für hessische Polksschullehrcc und Unterslützungskaffe für Lehrer-Witwen und -Waisen, zählte am Ende des verflossenen GeschästosahreL 2576 Mitglieder, die an Jahresbeitrag 35907 Mk. an die Kaffe entrichteten. Das versicherte Sterbe­geld betrug 1513 800 Mk. Ter Gesamtbetrag, der an Hinter- blicbencn verstorbener Mitglieder ausbezahlt wurde, stellte sich aus 18 200 Mk. An Unterstützungen wurden 4210 Mk. verroiUigi.

** Das 2. Schüler -Prüfungs-Konzert ber 51 ruse'schc n Mu s ikschule hatte am Sonntag nachmittag Steins Saalbau bis auf den letzten Platz gefüllt. Alle Gc sellschaftskreise waren unter den Hörern vertreten. Schon die Einleitung des Konzerts, der historisckje friedlündische Reitermarsch aus dein 30jährioen Kriege, bewies, daß Herr Chr. ftruje bte jugendliche Schar (einer Schüler aU Dtn

gent seines 30 Mann starken Streichorchesters vorzüglich in der Gewalt hat, aber ebenso anerkennenswert ist die Unterordnung der Knaben und Mädchen im Alter von 713 Jahren, aus denen die Schülerkapelle besteht. Von Nummer zu Nummer merkte man, daß die Ausübenden mit Lust und Liebe ihrem Meister folgen, und die hell­strahlenden Gesichter der Kinder zeigten am besten, wie sehr sie auf den wohlverdienten Beifall, der bei jeder Nummer gesvendet wurde, stolz waren. Am Schluß des Konzerts begeisterte Konzertmeister Willy Kruse vom Kgl. Hostheater in Kassel, der seine Ferien hier bei seinem Vater verbringt, die Konzertbesucher durch zwei vollendet vorgetragene Konzertstücke, die erkennen ließen, daß wir es mit einem begnadeten Künstler zu tun haben, der über gewandte Technik und über großen Ton verfügt. Wie wir mitteilen können, wird Herr Konzertmeister Kruse in einem für wohltätige Zwecke geplanten Konzert demnächst in Gießen mitwirken.

An? dem Gießener Geschäftsleben. Tas Kaufhaus I. Heilbronner nimmt das Grundstück Ritter- gaffe 8, daS an sein Gebäude Marktstraße 17 grenzt, zur Vergrößerung seiner VerkaufSloka l itäter. hinzu. DaS bisherige Geschäftshaus soll teilweise einem Umbau unterworfen werden, um die einzelnen Abteilungen zu ver­größern.

R. Ulrichstein, 12. Juli. Ein hiesiger Milch, fuhrmann fuhr heute von der Molkerei Groß-Eichen zurück. Etwa 100 Schritte von hier kam ihm ein Rad­fahrer mit voller Wucht entgegen. Ta an diesem Platze der Weg furchtbar steil ist und der Radfahrer vermutlich ohne Bremse fuhr, silhr letzterer direkt auf daS Gefährt los, dabei stürzte ein Pferd zusammen und blieb auf der Stelle t o t. Ein gerichtliches Nachspiel wird die Folge sein.

Krofdorf, 12. Juli. Lehrer Hoffmann II. von hier wurde zu dem am Montag in Trier beginnenden funfwöchentlichen Z e i ch e n k u r s u S für gewerbliche Fort­bildungslehrer einberufen. Tank dem Bemühen des Handwerkervereins ist für die Bürgermeisterei Krofdorf die längst ersehnte gewerbliche Fortbildungsschule zustande ge­kommen. Für den anderen Teil der Bürgermeisterei ist eine solche in Atzbach geplant. Letzterer sind Dutenhofen, Kinzen­bach, Dorlar unb Atzbach zugeteilt.

X Kinzenb ach, 12. Juli. Gestern abend nach 10 Uhr hörte man aus den Lüften den Rus:Wie heißt der Ort?" Ein großer Luftballon bewegte sich von Südost Nach Norv- ivest aus der Gegend von Klein-Linden kommend über unser Tors. Man konnte seine Insassen nicht beobachten, da es dafür sclwn zu dunkel tvac. Trott der Herrselenden Stille müssen die kühnen Luftschiffer die von hier sofort erfolgte Antwort nicht sogleich verstandim falben, b?tm sie wiederholten mehrmals ihre Anfrage. Nach einem nochmals kräftigen Ruf von hier unten, gab es ein freundlichesSchön dank" aus der Gondel und das Fahrezug verschwand über dem Kinzenbachcr Wald, in der Rich­tung westlich vom Tünsberg.

h. Frankfurt a. M., 11 Juli, freute mittag ereignete sich am Opernplatz ein s ch w e r c r Trambahn-Unfall. Ein Anhängewagen sprang in einer Kurve aus dem Gleis und rannte mit einem entgegenfommenben Wagen zusammen. Ter Anprall war sehr heftig, so daß beide Wagen f(frver beschädigt wurden. Zwei Personen wurden dabei sckpver, &n>ei weitere leichter ver­letzt.

(ScricbtsfaoL

ke. Wetzlar, 10. Juli. Die Strafkammer verurteilte einen A r b c i t e r von hier, der, als Zeuge vor das Schöffen­gericht geladen, eine Tlarf Zeugengebühr erhielt, später wieder erschien und weitere 25 Psg. liquidierte mit dem Bemerken, am selben Nachmittage keine Arbeit mehr erhalten zu haben, wegen Betrugs zu drei Monaten G e f ä n g n i s , da es sich heraus­gestellt, daß seine Eingabe, er habe am Nachmittage keine Arbeit finden tonnen, unwahr gewesen.

Elberfeld, 12. Juli. Am 15. Noo. v. Js. nachts wurde der Landwirt H a m in von Fladersbach von zwei Personen im Bett überiallen und erstochen. Ter Täter war nicht zu ermitteln. Gestern wurde nun nach achttägiger Verhandlung die Witwe des Ermordeten wegen Bechülse zum Mord vom hiesigen Schwurgericht zu 14 Jahren Zuchthaus verurteilt.

Würzburg, 11. Juli. Tas Schwurgericht verurteilte den Schweinfurter Bankier Lehnftädt wegen betrügerischen .Bankerotts, Urkundenfälschung unb Betruges zu 4*2 Jahren Ge­fängnis.

Kiel, 12. Juli. Tas Schwurgericht verurteilte die Frau Petersen wegen Abtreibung zu sechs Jahren Zucht­haus, Fran Heinrich zu einem Jahr Gefängnis, eine Lehrerin zu sechseinhalb Monaten, drei Mädchen zu je sechs OJlonaten und eine Verkäuferin zu sieben Wochen Gefängnis. Zwei Frauen wurden freigesprochen. Das Schwurgericht beschloß bei den letzten fünf Verurteilten den Straiauischub zu beiürworten.

Vermischte».

"Die Studien des Kronprinzen. Der Kronprinz wird nach Abschluß der vorgesehenen Unterweisungen im inneren Verwaltungsdienst sich noch weiter auf diesem Gebiete informieren. Besonders über wichtige T a g e s s r a g e n wird er fernerhin im Ministerium unterrichtet werden. Ter Kronprinz wird bis zum 1. Oktober weiter im Ministerium des Innern tätig sein. Die bisherigen Studien des Kronprinzen haben häufige Unterbrechungen erfahren.

* Naturwunder. Ein Herr Wilhelm Kaul in Deulsch- Neukirch berichtet über ein Naturwunder in seinem Entenstall: Unter acht jungen Enten, die in meiner Laudwirtjchaft das Licht der Welt erblickten, besindet sich eine mit vier voll­st ä n d i g ausgebildeten Füßen. Die vorderen Füße haben zwei, die am Hinterteil seitwärts des Schwanzes befindlichen Füße einen gemeinsamen Oberschenkel. Tas Tierchen, das ebenso schnell beweglich ist wie seine normalen Geschwister, schleift im Gehen die hinteren Füße nach, während es sie beim Ruhen oder Stehen als Stützen benutzt. Em noch merkwürdigeres Wesen ist im Kreise Westhavelland geboren worben. Auf dem Rittergute Ohnewiy, etwa sieben Kilometer von Rhinow entfernt, wurde em Kalb mit 3 w et vollständigen Köpfen, zwei Schwänzen und sechs Beinen geboren. Die Teilung beginnt am Vorder- blatt. Jeder Kopf hat zwei Augen, zwei Ohren. Auf dem Wider­rist ist das dritte Bempaar angewachsen. Dieses ist bedeutend schwächer als die beiden linieren Beinpaare. Tie Beine des dritten Paares haben die Stärke von Rehläufen. Tas frmterteil des Kalbes besitzt zwei Schwänze. Das Geschöpf war ganz normal ausgewachsen, starb aber bald nach der Geburt.

Kleine TagcSchrontk.

In Schwarzach (Bayrrv wurde ein acht Monate altes Kind von Ratten a n g c f c e f j e n. Als das Gewimmer von der Mutter gebärt wurde, war das Jhnb bereits entsetzlich «gerichtet.

Im Zuge Bielefeld-Paderborn schoß ein entwichener, m Halberstadt ergriffener 18 lahriger Fürsorgesträfling aus dem Rücktransport auf einen Transporteur; dann tötete er sich selbst durch einen Schuß in die Brust.

In Mülhausen i. Eli ist das Spod^ionSgeschift fron bart Eo. mit großem Warenlager nieder geb rannt. 2 er Pförtner wie ein Kind finZ> in den Flammen umgekommen,

6 Pjeyde iutO verbrannt.

Ter Wiener Primarius Mairingen teilte dem Landesfanitäts-^ rat in (Sjernoroitj mit, daß sich das Bennden des Proscktorr Luki'ch, der an Rotz erkrankt ist, verschlimmert habe. An dem erkrankten Manne wurde eine Operation der Geschwüre vorge­nommen. Sein Befinden ist andauernd schlecht. (

Ein Grubenarbeiter in Turham irngL , der in großer Armut lebte, ist wahnsinnig geworden, als er erfuhr, daß ihm jün Verwandter ein Vermögen von 2 1 _ Millionen zurück- gelassen bat

In Sleenham Engl.' sind 5 Personen infolge Genusses einer gebratenen Ente gestorben oder liegen im Sterben.

In P e t e r s bu r g wurde in dem Palais des Großfürsten Michael 'Jäfolaieroind) ein großer Diebstahl e.I.Octh. Kost­bare Waffen, Schmuck und An lig ui täten von u n ersetz! ick)em Werte sind abhanden gekommen. Als der Tat verdächtig wurde ein Diener verhaftet, der ein Geständnis abgelegt hat.

Handel und verkehr, volkswirtschast.

Notensteuer der Reichs bank. Tie Steuergrrnze ist im ersten fralbjahr 1908 achtmal überschritten worden mit einem Betrage von insgesamt 1392,2 Millionen Mark. d. h. eben so oft wie im vergangenen Jahre und mit einem nahezu ebenso hohen Betrage damals 1424,1 Mill. M' . frieraus ergibt sich für das erste fralbjahr 1908 eine Notensteuer von 1 451 000 Mk., die von der Rerck^bank an das Reick- zu zahlen find gegenüber 1 488000 Mark für die gleiche Zeit des Voriahres. Tie für das ganze Jahr 1907 entrichtete Steuer hatte »ich auf 5,60 Mill. Mk. be­laufen.

Angebliche Angstfusionen Frankfurter Brauereien. Es find in einem Frankfurier Blatte Gerüchte in Umlauf gesetzt worden, wonach angeblich zum Zwecke der Ab- wehr der drohenden Konkurrenz der neuen Genosienschasisbrauerei Fusionen zwischen den Brauereien Bind'ng und frenninger einer­seits und Jung unb frennrich andereri us geplant feien: «ä wird von den angeblich beteiligten Brauereien erklärt, daß ihnen nicht das geringste von berarugen Projekten bekannt sei und daß die Ge­rüchte jeder Grundlage entbehren.

® (ef tri*i t6t8»8ltt»6ef. d o r m. W. £ a h m c n e r Frankfurt a. M. In der Generalversammlung wurde mit­geteilt, daß die russische Abteilung mit einem Verlust von 14 125 Rubel abschloß, der allein die Fellcn-Duilleaume-Lahmeyer- werke treffe. Bezüglich der Aussichten für bad laufende Jahr wurde auf den Geschäftsbericht verwiesen.

Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater.

Schauspielhaus.

Mittwoch den 15. Inti*): »Der Dieb/ Donnerstag den 16. Juli, abends halb 8 Uhr:Mein Leopold/ Freitag den 17. Juli: »Torquato Taffo.' SamStag den 18. Juli: .Paria." Hierauf: .Ter Schrittmacher.' Sonntag den 19. Juli, abends 8 Uhr: F e st v o r st e 11 u n g. Zum ersten Male: .Turn­vater Jahn/ Vaterländisches Festspiel in 5 Aufzügen von Wilh. Hcnzeu. Montag den 20. Juli, abends 8 Uhr: Festvoriiellung. Zum zweiten Male: .Turnvater Jahn/ DieiiStag den 21. Juli, abends 8 Uhr: Festvorstellung. Zum dritten Male: .Turnvater Jahn/ Mittwoch den 22. Juli: .Alt-Heidelberg.' Donnerstag den 23. Juli: Abonnements-Vorstellung für den am 21. Tezbr. 1907 auvqc'allcnen Tieustag: .Hamlet.* Freitag den 24. Juli, abends 8 Uhr: Festvorstellimg. Zum vierten 'Male: .Turnvater Jahn.- Samstag den 25. Juli, abeudS 8 Uhr (letzte Vorstellung vor den Schaufpielserien): Festoorstellung. Zum fünften Male: .Turnvater Jahn."

*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.

Fariirlieti-Nachriebten.

Geborene: Herrn Dr. Krombach und Frau in Friedberg eine Tochter.

Gestorben: Herr Friedrich Vetter in Grund-Schwalheim. Herr Heinrich Völpel in Wetzlar. Herr Theodor Henkel in Wetzlar. Herr Prof. Dr. Ludwig Eleinhäufer, Großh. Gvmnasial- lehrer i. P., in Darmstadt. Frau Maria Christine Hauset, geb. Geisel, in Ober-Breidenbach. Herr Christoph Hofmann, Gcrichts- schreibergehilfe, in Wisselsheim. Frau Henriette Rosenthal, geb. Süskind, in Philippsteiu. Herr Karl Lack in Bad-Nauheun. Frau Wilhelmine Christiane Wolf, geb. Hefsemer, in Düdelsheim. ,3rau Marie von Hesse, geb. Freiin von Senarclens-Grancy, in Auerbach. Frau Sabine Bücking, geb. Guudrum, in Alsfeld. Frau Marie Müller, geb. Appel, m Schotten. Herr Heinrich Koch in Büdingen.

Für Politik in Vertretung verantwortlich: P. Witt ko.

Telefonisch^ Kursberichte

des Giessener Anzeigers, mitge und Indubtr

Frankfurter Kör 3)4e/e Beichsanleihe . . 92.10 do. . . 82.85 3>6e/e Konsols .... 92.00 3-6 do. .... 82.85 3M°/# Hessen.....90.50

3)6°/, Oberhessen . . . 90.00 4?6 Uesterr Guldrente. 98 95

4l/s % Gestern Silbeneute 99.00 4 ?6 Lngar Goldrente . . 93.45 4-6 Italien. Rente . . .. 396 Portugiesen Serie I 62.50 356 Portugiesen III 63 20 4>6 0/e russ.Staatsanl. 1905 H6 00 4>6°ye Japan. Staatsauleibe 89.50 4% Conv.Türken von 19U3 95.60 Türkenlose......148.60

4% Griecb. Monopol-Anl. . 51.00 äussere Argentinier . 86.20 3°/0 Mexikaner . . . 65.90 4H7o Chinesen .... 97.15

Aktien:

Bochum Guss.....216.25

Buderus E. W.....108.50

Tendenz: ruhig.

Berliner Börne,

Canada E. B. . ... 161 40

Darmstädter Bank . . . 122 80 Deutsche Bank .... 229.70 Dortmunder-Union C. . . 54.80 Dresdner Bank . . . 136.50

Tendenz: fest.

teilt von der Bank für Bandel le, Giessen.

e, 14. Juli, Lin Uhr.

Klektriz. Lahmeyer . . . 117.00 Elektrix. Schuckert . . . 104.70 Escbweiler Bergwerk . . 192.75 Gelsenkirchen Bergwerk . 19000 Hamburg -Amerik PaketL 107.60 llarpener Bergwerk. . . 198.20 Luurahütte......20C.75

Nordd Llojd . ... 92.30

Oberschles. Eisen-Industrie 98.50 Berliner Hondelages. . . 160.00 Darmstädter Bank . . . 122 50 Deutsche Bank .... 230 10 Deutsch-Asiat Bank . . 134.60 Diskonto-Komuiandit . . 171.10 Dresdner Bank .... 136.50 Kreditaktien.....194.50

Baltimore- und Ohio-

Eisenbahn.....88.40

Gotthard bahn.....

Lombard. Eisenbahn . . 22 70 Uesterr. Staats bahn . . . 149.80 Pnnce-Henh-Eisenbahu . 121.00

4. Juli. Anfangsktirse.

llarpener Bergwerk. . .. Luurahütte ..... 206.60

Lombarden E. B. .... Nordd. Lloyd.....92.10

Türkenlose ...... 149.20