Ausgabe 
13.11.1908 Erstes Blatt
 
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fretotert und zwar 100 Sfiick zu 60 MI., während bet Ueberstayme x . <_ _ Af.. rt « 1 AA 4-t» J T-x A Ql) W Ja

ortf Tage ist, Sinh daß die vorgeschriebene Wasser-Rieselung stets mangelhaft fei, weshalb durch den trockenen Kohlenstaub leicht

Dormittags um M Uhr: Heil. Messe »sit Predigt.^

Nachmittags um <7 trin-: Christenlehre; darauf Sakra,nentalische

Giessen, Ludwigstrasse 41, den 12. November 1908.

Die Beerdigung findet am Sonntag, den 15. November 1908, vorm. 12 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt., Kondolenzbesuche dankend verbeten. D °n

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51) Psg., an Sonn- und ,yeie,tagcn 20 Pfg.

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Die Kameraden, welche sich an dem am Samstag, den

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Das Kommando

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Gottesdienst.

Burkhardsfelden, am 12 November 1908.

Grossh. Bürgermeisterei Burkhardsfelden Hoffmann.

GLehen, den 10. November 1908.

Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießest. M ec u m.

OriginaL-Draytmeldunsen.

Düsseldorf, 13. Nov. Die liberale Vereini­gung hat für die auf der ZecheRadbod" Verunglück­ten 2000 Mark gezeichnet.

Wien, 13. Nov. Zm Stande der Kabinettsbil­dung ist noch keine Besserung zu verzeichnen. Freih. v. Bie- nerth wird heute einen letzten Versuch unternehmen, um eine Annäherung der uerfchiedencn weitauseinandergehenden Forde­rungen herbeizuiühren. Gelingt dies nicht, dann wird ein Ba- amtcnministerium ernannt und mit § 14 regiert werden.

Rom, 13. Nov. Der König von Griechenland trifft am 23. d. Mts. hier ein, um dem König Viktor Emairuel einen Besuch abzustatten und ihm für seine Untersürtzung in der Kreta* rage zu danken.

Paris, 13. Nov. Hier trägt man sich mit dem Ge­danken einer 5Millionen-Lotterie um einen Fonds für eine nationale Luftschifferflotte zu legen.

Paris, 13. Nov.Petit Parisien" veröffentlicht einen Beileid sartikelfürdiewe st fälischcnGruben-Ar­beiter, die von einer neuen Katastrophe heimgesucht worden sind. Das Blatt erinnert an die Mitwirkung westfälischer Gruben­arbeiter bei der Katastrophe von Courrieres und erklärt, Frank­reich werde dies nie vergessen.

London, 13. Nov.Daily News" berichtet, daß ein be­waffneter Aufruhr in Epirus organisiert worden war. Der griechische Konsul in Janina hätte diese Aktion zugunsten des Anschlusses an Griechenland eingeleitet. Jung­türken entdeckten das Komplott und beschlagnahmten zahlreiche kompromittierende Dokumente. Die Hauptbeteckigten wurden ver­haftet. _________________

14. Nov. staitfindenden 30 jährigen Stiftungsfest der Fre,w. Feuerwehr Heuchelheim beteiligen, werden hierdurch benach­richtigt, dab die Abfahrt um 7/2 Uhr mit der Bieberthal, bahn stattfindet.

V* das neue

/ f auf

elektrischem

Wege hergestellte Eisenpräparat,ein von ärztlichen Autoritäten glänzend begutachtetes

sollen. Die Fmanzdeputatton beantragte die 210nähme von luu Stück, um sie bei Kongressen usw. den Teilnehmern zu geben.

Stadtv. Helm teilt mit, dass der Verkehrsverein seinerzeit 200 Stück übernommen habe, von denen jetzt 50 Stück an wegen ev. Zuzugs Anfragenden abgegeben hat. Auf Vorschlag des Beig. Georgi wird des'halb von einem Ankauf abgesehen, da ev. vom Verkehrsverein Exemplare übernommen werden sollen.

Dem Frickhofsauffeher Sier wird wie dem anderen Fried­hofsaufseher an jedem dritten Sonntag ein dienstfreier Nachmittag eingeräumt.

Zu der vom Staate gegründeten Medizinalkasse für staatliche und kommunale Beamte haben sich 38 städtische Beamte gemeldet, wofür ev. ein Zuschuß aus der Stadtkasse zu leisten ist, der sich für jedes Mttglied auf höchstens 34 Mk. jährlich stellt. Die Versammlung ist damit einverstanden.

Stadtv. Winn rügt, daß in der Adoltlestraße das Pflaster an der Brücke kurz nach der Herstellung wieder aufgerissen wurde.

2er Vorsitzende teilt mit, daß das Tiefbauamt geglaubt habe, die alte Asphaltierung zunächst durch Ausbesserung noch erholten zu Eonnen. Es sei nur für einen Anschluss ein Aus­bruch erfolgt, der 10 Mk. gekostet Hal e. Es werde dafür Sorge getragen, dass solche Dingo nicht borLimen.

Bei Bleichsucht Blutarmut Appetitlosigkeit Nervosität gebrauche man

der a Kren Beschiß ® 'oll 15 Haltung ivA y Ulehnen. Mm nlagen verlausen.

für die An. irogliche Gelände :tn lhre Erholunz

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BckannLMachung.

Der Bebauungsplan für die Erschliessung des Hamm ist sestgestelll und kann von Jedermann ans unserem ^.iefbauamte ein- Qcfcuci^ujexben^ Bebauungsplan ist folgende Ortsbausatzung er­lassen worden.

(Sieben, den 10. November 1908. .

Grossherzogliche Bürgermeisterei Giessen.

Mecum.

Bekauntmachttttg.

Der Voranschlag der Gemeinde Burkhardsfelden für 1909 liegt vom 14. November 1908 ab acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf hiesiger Bürgermeisterei offen.

Statt besonderer Anzeige.

Es hat Gott gefallen, meine innigstgeliebte Frau, unsere treue, unvergessliche Mutter

Betntttttttmchrmg.

Die Lieferung der an den hiesigen Volksschulen bei Verab­reichung des warmen Frühstücks und in den Horten benötigten Tcigicher sost vom 1. Dezember 1908 ab neu vergeben werden.

Angcbotssormulare und Lieferungsbedingungen sind aut unserem Sekreiarial Zimmer 15 erhältlich.

Tie Angebote sind mit der AusschristAngebote auf Vrödchen- liefcrung" zu versehen und btö Mittwoch den 18. dS. Mts., nach­mittags 4 Ubr bei uns cinzurcichcn.

Giessen, den 11. "November 1908. (Bu/n

Grossherzogliche Bürgermeisterei Giessen.

9)2 e c u m.

Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dab unser liebes Töchterchen und Enkelchen

Louise Scheibe

im Alter von 3V, Jahren saust entschlafen ist. (09444 Familie Scheibe Familie Heck.

Giessen (Asterweg 46), den 12. Nov. 1908.

in ihrem 64. Lebensjahre heute nachmittag 41/., Uhr durch einen sanften Tod zu sich abzurufen.

Friedrich Emil Bernhard, Rechnungsrat Laura Bernhard Robert Bernhard.

Samstag den 14. November:

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.

Sonntag den 15. Nov., 27. Sonntag nach Pfingsten:

Vormittags von 6/ Uhr an: Gelegenheit zur Ijeil. Beicht.

um 7 Uhr: Tie erste heil. Messe.

v um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

Weiterung der w? irben, von den »- kauisangebote »nis liegt betragen » 745 £uabrannac 177,18« 1112 und 4o6 nben wird ton» ;u lassen.

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mitgeteilt, daß von 380 Eingefahrenen bisher 36 Leichen und 35 SÄververlctzte zu Tage gefördert worden sind. Die Aus- ickst aus Rettung einer nennenslverten Zahl ist ausgeschloffen. Der Kaiser richtete an den Bürgermeister Krämer ein Telegramm, in dem er seine Teilnahme an dem schweren Unglück ausspricht.

Die Zentrumsfraktion des Reichstags bat folgende Interpellation eingebrackst: Ist der Reichskanzler in der Lage und bereit, über die Ursachen des Grubenunglücks auf der Zeche Radbod in Westfalen in der Nacht vom 11. zum 12. November 1908 Auskunft zu geben ? Süid insbesondere auf Grund der Erfahrungen bei den Grubenunglücksfällen in den letzten Jahren genügenbe Vorsichtsmaßregeln zur Verhütung von Schlagwettern und Kohlenstauberplosionen in Bergwerken getroffen? Welche Maßnahmen sind beabsichtigt, um in Zukunft solche Katastrophen zu verhüten?

Ortsbausatzung.

Aus Grund der Artikel 2 und 20 des Gesetzes vom 30. Avril 1881, die allgemeine Bauordnung betreffend und der 57, 8 u. 9 üer Verordnung vom 1. Februar 1882, die Ausführung der allge­meinen Bauordnung betrefsend, wird auf Beschluss der Stadiver- ordneten-Versamiiilüng unter Zustimmung des-streisausschusseS und mit Genehmigung Grossherzoglichen Min.sieriums des Innern vom 4. September 1908 zu Nr. M. d. F. 14925 zu Cent Bebauungsplan für die Erschliessung des Haumt folgende Ortsbausatzung crlaiien.

§ 1.

Abweichend von den Vorfchristen in den §§ 7 u. 8 des Orts­baustatuts wird bestimmt, bay an öcu bei B und C in südwestlicher Rwnung abzweigenden Strassen nur die Eckgrundstücke bebaut weroeil dunen. Art. 20 A. B. O.

§ 2.

Die Bebauung dieser Eckgrundstücke ist nur auf eine Tiefe von 20 von der Slrassenstuchtttnie der Strasse AC aus gerechnet, gestattet.

8 o.

Auf diesen Eckgrundstücken dürfen Gebäude, die ihren Aus­gang nach den bet B und C abzweigenden ^Strassen haben, nicht eher errichtet werden, als bis biete für den öffentlichen Verkehr und den Anbau fertig hergeitellt und eröffnet sind.

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Lin furchtbares Grubenunglück.

Wie bereits telegraphisch gemeldet, hat sich gestern Nacht auf der Zeche Radbod, eine Stunde von Hamm in Westfalen ent­fernt, eine furchtbare Explosion ereignet, und zwar auf der dritten Sohle des Schachtes. Von den 355 Mann, die zurzeit des Un­glückes in der Grube waren, haben sich nur wenige retten können.

Nach den neuesten Mitteilungen sind 40 Tote und 35 schwer Verletzte geborgen worden. Von den letzteren sind drei gestorben. Die Leichen sind alle schwarz und gräßlich verbrannt. Aus allen Gegenden des Industriegebietes treffen Nettungsmannsckfaften ein, stehen aber untätig am Schachteingang, da sie wegen des Feuers nickst einfahren können. Die Spitzen der Behörden sowie die Tirek- toren der benachbarten Sckfäckste sind am Orte der Katastrophe versammelt, die von Tausenden von Menschen umlagert wird. Aus Dortmund traf Berghauptmann von Liebrecht sowie der Re- vier-Bergbeamte Krämer ein. Die Katastrophe ist die schwerste, die jemals das Industriegebiet heim- gesucht hat. Während das letzte Unglück hundert Mensckstn forderte, ist diesmal die Anzahl der Opfer sicher auf mindestens 20 0 anzunehmen. Nach Ansicht der Berg- Verwaltung wird Niemand mehr lebend geborgen wer­den können. Man ist zurzeit eifrig bemüht, die Brände zu lösckien. Auf die Belvohner bat das Unglück einen niederschmettern­den Eindrua gemacht. Fast jedes Haus der gesamten Gebäude der Zeche bat einen ober mehrere Tote zu beklagen. Zn den einzelnen Gemeinden wurde das Unglück erst um die Mittagftnnde bekannt, als die Leute nickst von der Zeche heimkehrten. Tausende von Aienschen, huirderte von Fuhrwerken, Automobilen und Rad­fahrern befinden sich auf dem Wege von und zur Zeche. Bor dem Zechentor und dem Zechenplatz drängt sich die Menschenmenge und verlangt Auskunft über das Schicksal der Anverwandten. Es ist unmöglich, weiter in die Grube zu gelangen, bevor das Feuer gelöscht ift Der ganze Süden steht in Flammen. Es sind viele Brandherde vorhanden. Man versucht nun, von Nor­den in die Grube einzudringen, um das Feuer durch Abmauern zu ersticken. Die Rettungsarbeiten wären anfangs wahrscheinlich erfolgreicher gewesen, wenn nicht durch die Katasttophc eine Be­schädigung der Wasserleitung eingetreten wäre.

Zu der Katastrophe auf der Grube Radbod wird^uns noch von anderer Seite gemeldet: In der zweiten Sohle des Schachtes 1, wo die Schlagwetter-Explosion erfolgte, befindet sich ein ^ynamtt- (agcr, und man befürchtet, daß dieses im Laufe der Nacht explo­dierte. 3m Krankenhause sind im Lause des gestrigen Wends drei weitere Schwerverletzte gestorben. Bon Bergleuten wird er­zähl!, daß in der Nachtschicht die Konttolle nickst so groß nne

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Tic' Gcmälde-Ausstcllnnq im Turmhaus am Brand ist täglich, mit Ausnahme Samstag, von 11 dis 1 Uhr, Mitt­wochs auch nachmittags von 3 bis 5 Uhr geöffnet. An Sonntagen ununterbrochen von 11 bis 3 Uhr nachmittags. Eintritt für 'N.chtmiiglieder des Kunstvereins an Werktagen

Vermischtes.

Ter Militär ball an ift gegen 1 Uhr nachts beiW 0 llin über dem Soaff erschienen und auf dem Wasser nieder- gegangen, wo er etwa 2 Stunden trieb. Nach 3 Uhr er­reichte er das Ufer und nmrbe sogleich entleert Er liegt letzt auf dem Roof das sind sumpfige Wasser, wenige Minuten von Wollin entfernt. Die dritte Kompagnie des Luftschiffer- ataillonbs ift zur Hilfeleistung abgegangen.

* Das Grab Andrees. Zu der gestrigen Nachricht von dem Funde eines Grabes, das die Leiche des kühnen Forschers Andree enthalten soll, wird uns aus Kopenhagen gemelkt, dass Kitzaus Bureau von dem Kapitän Storn des Sckwoners Inga", gegenwärtig in Valencia, ein Telegramm erhalten habe, daß die Meldung im wesentlichen bestätigt. Storn teilt mit, daß Kapitän Chalker den Fmnd ttordwestttch von Kap Mugfvrd auf Labrador gemacht habe. Wie die Wormser Zeitung erfährt, lebte die Leiche Andrees noch, beim das Blatt verbreitet die Meldung von bem Funde unter der ver­heißungsvollen und höchst erfreulichen Ueberschrift:Ein Le­benszeichen von Andree?"!! Lebende Leichen sind jedenfalls eine ganz neue Erfindung der Wormser Zeitung, die sie schleunigst zum Patent anmelden sollte.

Kleine Tageschrontk.

Der Werkzeugmacher Kart Bill in Frankfurt wurde unter dein Verdachte, in Kaiserslautern 22 000 Mark aus dem Geldschranl der Güterabfertigung gestohlen zu Haven, gestern verhaftet. Seiir Schwager wurde ebenfalls in U n t e r f u d) u n g 5 (j a f t genommen.

Seit Mittwoch find im Vogt lande wieder neue Erd­beben verspürt worden.

Geftam brach zu Neppe lw an,l an der bayerisch-öster­reichischen Grenze ein bedeutender Waldbrand aus. 1000 Tagwerk sttt-en in Flammen.

Tie über den Ausbruch einer E p i d e m 1 c des gelben Fiebers auf Martinique in Paris umlaufenden Ge­rüchte werden dementiert.

Bialtermeldungen nu§ Detroit (Vereinigte Staaten) ztifolge gründete O r v i 1 l e Wright eine Gesellschaft zum Bat, von Aeroplalieu.

Airchliche Nachrichten.

Kräftigungsmittel

Orlglnalflaschen: Mk. 1,75 u Mk. 3, in den Apotheken erhältlich.

General-Depot für Deutschland:

Dr. Wasserzug, Frankfurt a.'M., Thcaterplatz I.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 13. Nov. Heu- und Strohmarkt. Angefahreii waren 14 Wagen Heu und 3 Wagen Kornlangstroh. Bezahlt wurde für Heu Mk. 3.303.60, für Stroh Mk. 2.50 - 2.60, Maschinensiroh 2 Mk. Tendenz fest.

ivoransfichtliche Witterung für Hessen am SamSlag den 14. November: Temperatur wieder sinkend. Trüb und nebelig. Keine erheblichen Winde. Nördliche Winde.

Buttenvertatts.

Die Gemeinde Grossen-Lmden hat einen Vogelsberger und einen Simmentaler Bullen, je 3 Jahre alt, zum Schlach­ten zu verkaufen. L .

Getrennte Angebote pro Zentner Lebendgewicht werden bis zum 16. ds. Ntts., nachmittags 4 Uhr, hier entgegen* genommen.

Grosscn-Linden, am 10. Noveurber 1908.

Grouh. Bürgermeisterei Grossen-Lmden.

Leun. [6580

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