Vorstande des Flottenvereins verbleibe.
Ausland
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gemacht habe. — Der Vorsitzende des Gesamtverbandes evangel. IArbeitervereine, Liz. Weber, erklärt, daß er vorläufig im Vertrauen auf die Persönlichkeit des Großadmirals von Koester im
Aleines Feuilleton.
— Das Interesse für die Hessische'LandeS
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Der bayr. Ministerpräsident Frhr. v. Podewils zur Lage.
Wir haben gestern bcLcu5 1’111*5 Mitteilung gemacht von Ausführungen ziveier bayr. Minister zur bevorstehenden 'Reichs-Finanzreform. Heute wird uns aus Mün- d)eit geschrieben:
Tie bayerische Sozialdemokratie hatte im Landtag die Staatsregierung in einem Antrag aufgcfordcrt, gegen die geplante Ele k- :rizitätssteuer Stellung zu nehmen.
Abgeordneter Müller-München begründete den Antrag md kam auch zu sprechen auf den diploma- .i schc n Au s schu st, der er für die D ö ber itze r Kaiser- rede mobil machen nollic. Wie er denn auch im weiteren Ber- 5lauf seines Vertrages diese kaiserliche Ansprache behandelte, weil ‘feine Fraktion auf ihrem jüngsten Landesparteitag gerüffelt wor-
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Kommunale Vodensragen.
Von Professor 2r. M. .Biermer.
In der letzten Sitzung der Gießener Stadtverordnetenversammlung ist auf meinen Antrag beschlossen worden, neben der wichtigen und vielbeschäftigten Baudeputation eine Sonderkommission für kommunale Boden- fragen einzusetzen und ihr einen Antrag Winn i;nb Genossen, wonach ein großzügiger Stadtbauplan ausgearbeitet und offengelegt werden soll, zur Begutachtung zu überweisen. Es wäre verfehlt, den verantwortungsvollen und schwierigen Arbeiten der neuen Kommission vorgreifen zu wollen. Aber als ihr Urheber darf ich vielleicht einiges über ihren Aufgabenkrei§, so wie ich ihn mir denke, sagen. In der Stadtverordnetensitzung selbst habe ich die These vertreten, man habe eine zu übertriebene Angst vor der Bodenspekulation, und fügte die etwas paradox klingende Bemerkung hinzu, wir litten nicht unter einem Uebermaß von Bodenspekulation, sondern wir hätten zu wenig davon, und die vorhandene sei nicht rationell genug. Ich fühle mich schuldig, diese etwas gewagten Sätze begründen zu müssen.
Das Land in der Stadtumgebung, auf das sich mehr und mehr der städtische Anbau ausdehnt, ist in einer natürlichen und beständigen Wertsteigerung begriffen, denn die landwirtschaftliche Rente wandelt sich dort mit der Zeit in die höhere Wohnrente um. Ein Grundstück, das keine Aussicht hat, baulich ausgenutzt zu werden, bemißt sich in seinem Preise normaler Weise nach dem landwirtschaftlichen Werte. Bei einem bebauten Grundstück ist dagegen die Wohnrente, d. h. der Ueberschuß der Mietseinnahme über die Verzinsung und Tilgung des Baukapitals, zuzüglich der Unterhaltungs- kostew und der öffentlichen Abgaben, ausschlaggebend. Zwischen der kapitalisierten landwirtschaftlichen Rente und der kapitalisierten Wvhnrente liegt die Mindest- und Höchstgrenze der möglichen, Wertsteigerung. Wer ihre Chancen auf Grund von Wahrscheinlichkeitsberechnungen geschäftlich ausnützen will, muß spekulieren. Der Spekulation int städt. Gelände fällt also, wie überhaupt, der Spekulation im Wirt- schaftsleben, die Aufgabe zu, die Bestände auszugleichen, die fehlenden Angebote heranzuziehen, den Ueberflutz aufzunehmen und den Mangel zu ergänzen. Damit aber die Rechnung auch stimmt, muß der Spekulant Geschick und Glück haben; denn „Ohne Glück und Gunst ist alle Kunst umsunft". Es wäre national-ökonomisch verkehrt, die Spekulation als solche verwerfen zu wollen. Man mag das Spekulantentum ethisch bewerten, wie man will, aber man soll in solchen Dingen die Ethek und moralisierende Sentiments nicht allein sprechen lassen. Der Moralist ist ein schlechter Sozial- und Kommunalpolitiker. Er wird verführt, mit den Auswüchsen die ganze Spekulation, die doch niemals aus der Welt geschafft werden kann, zu verwünschen. Natürlich muß man die Auswüchse bekämpfen, und zwar rücksichtslos. An Mitteln hierzu fehlt es glücklicherweise nicht. Einmal kann die Kommune m ihrem Erweiterungsgebiete selbst Terrains erwerben, parzellieren und zur Bebauung bringen. Dazu gehört aber großes Kapital, das längere Zeit zinslos fest- gelegt werden kann, und ferner ist erforderlich kaufmännisches Talent, verbunden mit intimer Kenntnis der Verhältnisse des Jmmobilienmarktes. Weitere Mittel, Mißbräuche der Bodenspekulation zu bekämpfen, bietet uns die Steuerpolitik. Das, Wichtigste aber von allem sind der Stadtbauplan, seine Feststellung und Ausführung, die Enteignung, Umlegung, Zusammenlegung und endlich die städtische Bauordnung.
Dar Sydowsche 5teuerbukett.
An amtlichen Stellen Berlins, von der höchsten bis rtr untersten, wird der Oefientlichkeit gegenüber eine Ge- eimniskrämerei geübt, welche dem profanen Volke gegenüber den Nimbus des Unfehlbaren erwecken soll, die aber in Wirklichkeit eines denkenden Volkes unwürdig ist und oft genug, anstatt nützlich zu sein, Schaden mit sich gebracht hat. Ja man mußte sogar mehr wie einmal das beschämende Schauspiel erleben, daß selbst die höchsten Stellen im Reiche, die sich sonst hermetisch verschlossen zeigten, Berichterstattern ihr Herz ausschütteten, sobald diese vom Auslände kamen! Nun mag es ja zuweilen zweckmäßig sein, wenn über Absichten der Regierung nichts vorzeitig in die Oeffentlichkeit dringt; speziell gilt dies von Vorlagen, welche unsere Wehrkraft zu Wasser und Lande betreffen. Nicht selten aber durchbricht die Reichsregierung selbst die gewohnte Geheimhaltung, indem sie Gesetzentwürfe vor ihrer definitiven Gestaltung der öffentlichen Kritik durch Publikation unterbreitet. Eine solche Taktik hat noch nie gejchadet, int Gegenteil wurden bei solchen Gelegenheiten beherzigenswerte Winke gegeben, die dem ganzen Projekt dann wesentlich zugute kamen, zumal durch Kritik von interessierter Seite Schädigungen vermieden werden konnten, wie sie sonst Tekretierung vom grünen Tisch aus sehr oft zur Folge hat. Es wäre daher dringend zu wünschen, daß man diesen Modus in einer so schwerwiegenden Frage wie der Reichsfinanzreform auch einschlagen würde, daß man sich nicht scheute, der Oeffentlichkeit mitzuteilen, daß die Regierung die und die Pläne habe; man würde dann bald die Stimmung des Volkes und namentlich der in Frage kommenden Kreise genau kennen lernen; und wenn es auch begreiflich wäre, daß die Regierung bei fast allen Vorschlägen auf neue Steuern keine große Gegenliebe finden würde, so würde doch zweifellos mancher Ausweg gezeigt werden, den die Regierung sehr wohl beschreiten könnte, um den leeren Staatssäckel zu füllen. Bei einer solchen Praxis würden auch die schweren Fehler vermieden werden, die bei der letzten sog. „Reform" begangen worden sind, und die Enttäuschungen für die Verwaltung gebracht haben, ganz abgesehen von der Schädigung, die sie für weite Teile der Nation zur Folge hatten.
Das jetzige Schweigsystem läßt allerlei Projekte auf» tauchen, ohne daß man recht weiß, ob die Regierung sie wirklich beabsichtigt oder nicht, und die dadurch entstehende Ungewißheit ist naturgemäß mit großen Unzuträglichkeiten verknüpft. Hierunter haben zahlreiche Erwerbszwetge zu leiden, da sie nicht wissen, wohin der Kurs geht, während sie sich andernfalls beizeiten auf die Neuordnung der Dinge einrichten könnten. Es wird u. a. kolportiert, daß eine Reform der Branntwein st euer mit aller Bestimmtheit in Aussicht genommen sei. Viel neues bietet diese Ankündigung gerade nicht. Tatsache ist ja, daß man einer solchen auf der Linken nicht ungern entgegensehen würde, und im Hinblick hierauf hofft man auch in Regierungskreisen, daß bei Einführung einer solchen die Linke für indirekte Steuern zu haben sein werde; aber es kommt doch immerhin darauf an, in welchen Grenzen die Reform sich bewegen wird.
Jedenfalls kann die Nation mit Recht verlangen, daß, sobald sich die Pläne der Regierung nach irgend einer Seite hin verdichtet haben, offen Farbe bekannt wird.
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Falliöres ist wie folgt festgesetzt: Am 18. Juli reist der Präsident ab: am 20. Juck erfolgt die Ankunft in Kopentzag en. Am 22. .Juli findet Frühstück in Frederiksborg statt. Am 24. Juli trifft Falliöres in Stvckhol m, am 27. Juli auf der Reede von Reval ein. Am 28. Juli nimmt ter Zar das Frühstück an Bord des Panzers „Berits" ein; am 31. Juli erfolgt die Ankunft in Chriftiania. Am 2. August nachmittags erfolgt die Abreise des Präsidenten nach Frankreich.
Ein römisches Blatt erhält aus Saloniki Aussehen erregende Meldungen über Einzelheiten der Militär-Revolte inMazedonien. Danach wären bisher sämtliche gegen den Rebellenführer Enver Bey entsandten Truppen, dämmer ein ganzes Jäger- Regiment, zu Enver übergegangen. Tie Ausständigen seien mit Waffen, Munition, und Lebensmitteln wohl versehen und verbreiteten überall Aufrufe zu Gunsten der Einführung der Kvn- ftihition und ter bürgerlichen Freiheit. In Saloniki wurden viele Offiziere verhaftet. Die Verwickelungen in Mazedonien dürften in den nächsten Tagen größere Dimensionen annehmen. Nach einer anderen Meldung aus Saloniki wurde dort ein Regiments-Geistlicher von einem jungtürkischen Offizier auf offener Straße erschösse n. Ferner wurde aus dem sranzös. Dampfer „Sidon" während der Fahrt von Saloniki nach Konstantinopel der General Fazil-Pascha von einem türkischen Offizier verwundet. Die Pforte wird die Auslieferung des Mörders verlang em
Ein Uebereinkommen, das 10 000 Stahlarbeiterin Penn- sylvanien und im mittleren Westen betrifft und das am 30. Juul 1909 endigende Jahr umsaßt, wgrde am Samstag in Detroit festgestellt. Es sieht Lohnkürzungen von 2—8 Prozent vor.
Aus T a e b r i s meldet vom 13. Juli die Petersburger Telegr.- Agentur: Eine Schar Revolutionäre hißte heute morgen auf dem Gebäude des ehemaligen En Schumens die rote FaHne. Mittags zog Rakhim Khan mit tausend Reitern in die Stadt ein; es durchquerte das feindliche Stadtvürtel Hiaban, ohne bei dessen Einwohnern, die ihre Waffen und ein Geschütz auslieferten, auf Widerstand zu stoßen; Rakhim Khan stellte sich mit seinen Truppen in dem tem Schah gehörigen Garten Bazischaman auf. Mau erwartet die Belagerung d.s Stadtviertels Umirakhis, der noch im Widerstand beharrt und wo seit heute früh geschossen wird. Der Schah gab telegraphisch Befehl, keinerlei Maßregeln zu scheuen, um den Aufstand schleunigst zu unterdrücken.
von unserem dortigen Redakteur geschrieben — im ganzen Lande von Tag zu Tag. So statteten ihr am Sonntag vormittag über 2000 fast sämtlich von auswärts Herbeigekommene einen Besuch ab. Wir erwähnen nur Arbeiter-, Desang- und andere Vereine aus WormS, Mainz, Offen- Lach, Alsbach, Wixhausen, die Freie Studentenschaft zu Heidelberg rc. 2c. Den Vereinen wurde durch OberregierungS- int Dr. Wagner, Handwerkskammersyndikus Engelbach u. a. ssachgemäße Führung zuteil. Erfreulicherweise steigt auch die Zahl der Verkäufe von Kunstwerken und kunstgewerblichen Stücken in rascher Folge, so daß der Wert der verkauften Gegenstände bereits auf ca. 40 000 Mk. angewachsen ist. Aerkauft wurden in den letzten Tagen Oelgemälde von Lbbelohde aus Goßfelden bei Marburg, Karl Küstner-Gunters- blum (Dorfbach), Heinrich Deuchert (Birkhahnbalz), Ph. Otto Schäfer-München (Nereus), ferner die.Farbenzeichnung „Flirt" con Emil PraetoriuS-München und zwei Broncen „Dachshunde" von N. Papst. Die Bronce „Meerweib" von H. Jobst- Larmstadt wurde vom Landesgewerbemuseum zu Stuttgart eiworben. AuS dem Haus des Pros. Suttor wurde die Speisezimmer-Einrichtung nach der Schweiz verkauft.
— Der Kongreß des deutschen Werkbundes tagt L Z. in M ü n d) e n unter dein Vorsitz des jetzt an die Münchener Technische Hochschule berufenen Architekten Professor Theodor Fischer. Teilnehmer sind u. n. die Professoren Peter Behrens (Äerlin), sowie Scharvogel und Bosselt (Darmstadt). Pro-
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fessor Theodor Fischer sprach über die Relativität von Kunst und Kultur. Was unserer Zeit not tut, ist, daß über die Maschinenarbeit die Herrschaft gewonnen wird. Nicht darauf kommt es an, daß mit der Industrie Millionen verdient werden, fondern darauf, was die solide, gute und schöne, im wahren Sinne des Wortes zweckmäßige Arbeit in den Verkehr bringt. — Direktor Gerecke von der Delmenhorster Linoleumfabrik sprach über mdustrielle Probleme. Das Ziel des Bundes ist die Veredelung der gewerblichen Arbeit. In der sich anschlteßenden Diskussion führte Professor Riemerschmidt aus: Auch unter den Schreinern und unter den Fabrikbesitzern können Künstler sitzen. (Das zeigt z. Z. die Darmstädter Ausstellung zur Genüge. D. Red.) Und das ist der fpringenbe Punkt, daß sich alle diese wirklichen Künstler zusammenschließen.
— Ein Beethoven-Denkmal in Paris. Wie uns aus Paris berichtet wird, ist dort die Au Stellung eines Beethoven-Denkmals von Charmoy gesichert. Es hat bereits seine Geschichte. Vor zwei Jahren sollte es bereits auf- gestellt werden und alles war zur Feier bereit. Plötzlich aber wurde an der geplanten Stelle ein Musikkiosk errichtet und später erfuhr man, daß dies zurückging auf eine Petition der Bewohner des Arrondissements. Der Künstler hat Beethoven in liegender Stellung auf einem großen Steinblock dargeftellt, aufgestützt auf die Ellbogen und umgeben von vier Genien.
— KleineKunstchronik. Oskar Strausens Operette „E i n Wal, erträum" erlebte am Montag das Jubiläum der 100. Aufführung in München. Der Komponist war von der Direktion eingeladen worden, die Festoorstellung am Montag selbst zu dirigieren. — „Fesche Geister" spukten im Münchener Gärtnerplatz-Theater erstmalig über die Bühne. Die vorwiegend im Marschtempo geschriebene phantasttsch-komische Wiener Operette von Ziehrer erwies sich als eine flüchtige Sommererscheinung.
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den war, daß sie die Döberitzer Rede damals noch nicht zum . , _ . .
Inhalte einer Interpellation gemacht hatte. Der Tadler auf s Arbeitervereine, Li;. Weber, erklärt, daß er vorläufij dem Parteitage war Kurt Eisner, ter in Nürnberg Redakteur ift und in München in bürgerlichem Frack und bürgerlicher weißer Krawatte zum Rout beim Ministerpräsidenten zu erscheinen nicht verschmäht.
Interessanter und bedeutsamer als die sozialdemokratische Rede war die Antwort des Ministerpräsidenten: Vorlagen zur Reichsfinanzreforrn existieren noch nicht. Eine
Nr. 163 Erstes Blatt 158. Jahrgang Dienstag 14. Juli 1808
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Acußcrung über verttaulichen Meinungsaustausch wird abgclehnt. Allein durch die Worte des Herrn v. Podewils klang es durch, daß in ter Tat die Besteuerung der Elektrizität in eryfter Erörternng steht, und daß Bayern sich diesem Plane widersetzt. Klar und mit Ironie bekämpfte der Ministerpräsident sozialisttjche Nörgelkritik: ihre Art erschwere ober vereitle sogar ten Erfolg einer Opposition von feiten ter bayerischen Staatsregierung: auch sei es untvahr, daß von feiten des Reick)es oder Preußens in die wirtschaftliche Entwicklung Bayerns je ein» gegriffen worden sei, ober daß solche Pläne teftünten. In Döberitz hat nach der Erklärung des Ministerpräsidenten ter Kviser überhaupt keine Rede gehalten, keinesfalls die ihm in den Mund gelegten Worte gesprochen. Lediglich im engen Kreise ter Offiziere betonte er die Notwendigkeit der militärischen Disziplin, ter steten Llrmeebereftschaft, ter Pflege des militärischen Geistes. Was den diplomatischen Ausschuß des Bundesrats anbelange, so schweben gerate jetzt Unterhandlungen über seine Umgestaltung und seine regelmäßigere Tätigkeit. Tie auswärtige Politik sei in letzter Zeit der Gegenstand besonders eingehender Erörterung zwischen München und Berlin-gewesen. Nicht nur auf metallogra- phicrle Exposees, so interessant und eingehend sie gewesen seien, lxrbe man sie beschränkt. Vielmehr hätten ter Reichskanzler und der bayerisä-e Nlinisterpräsitent sich eingehend in Wien und in München über die europäische'Konstellation besprochen. Die Pointierung dieses Teils ter Rede verriet, daß es sich bei den Pourparlers um mehr als gewöhnliche Tiplomatengefbrache hantelte.
Es war nicht notwendig, daß Freiherr v. Podewils sich übet die auswäruge Lage äußerte. Daß er es trotztem tat, ist ein Zeichen dafür, wiegeladendiepolitischeLuftmitElek- t r i § i t ä t ift
Die bayr. Kammer hat am Montag den Antrag Müllers gegen die NeichSelektrizitätssteuer angenommen, und ebenso einen Antrag auf Elektrisierung der bayr. Staatsb'ahnen.
Deutsches Reich.
Von der Zeitungslektüredes Kaisers wird heute im Gegensatz zu srüherer Meldung behauptet, daß ter Kaiser feit geraumer Zeit feiner bestimmten Zeitung ein Monopol eingeräumt hat, vielmehr nach seinem Gutdünken unter ten bei Hofe gehaltenen Zeitungen wählt. Natürlich hat das System, tem Kaiser an Hand von Ausschnitten über die Meinungen der Blätter des Reiches Orientierung zu verschaffen, dadurch keine Einbuße gelitten. Der Kaiser liebt es augenblicklich mehr denn je. Zeitungen unbeschnitten zu lesen. Für die Nord- land-Reise wurde ein ziemlicher Zeitungspark bestellt, da der Kaiser gerade bei Reisen in das Ausland sich mit Zeitungslektüre in weit höherem Maße als im Reiche selbst befaßt. Ueberdies heißt es, daß der Monarch sich des öfteren nicht mit einem ihm übergebenen Ausschnitt begnügt, sondern daß er sich die den Ausschnitt enthaltende Zeitung nochmals unzerschnttten vorlegen läßt.
Wie beftimmt verlautet, wird sich der russische Minister des Aeußern v. Iswolsky nach den Besprechungen mit tem öfterr. Minister Freih. v. Aehrenthal von Wien nach Berlin begeben, um mit tem Fürsten Bülow über die mazedonische Frage und andere aktuelle politische Angelegenheiten zu konferieren. In maßgebenden Kreisen wird die Ansicht vertreten, daß die englisch-russischen Vereinbarungen hinsichtlich der mazedonischen Reformation kaum zu ernsten Meinungsverschietenheiten unter den Kabinetten ter Mächte führen würden. — Wie in. Wiener diplomatischen Kreisen verlautet, wird Herr von JÄvolsky während seiner Anwesenheft in Wien (ritte September auch vom Kaiser Franz Joseph empfangen werten, um ihm ein Handschreiben des Zaren zu überreichen.
Der Vorsitzende des Landesverbandes des deutschen Flotten- Vereins für die Rheinprovinz erllärte in der gestrigen Verbandsversammlung zu Köln, daß er fein Amt niederlege. Die Versammlung nahm eine Resolution an, in ter das Ausscheiden des Vorsitzenden bedauert wird. In einer weiteren Resolution erklärt der Verein, daß er rückhaltlos den Beschlüssen der Danziger Tagung zustimme und an dem alten Kurs unbedingt fest halten wolle, der ten Flotten-Verein groß


