Treyfa—Homburg—Ziegenhain. L berg, feiert am 21. August f
gczeiat, daß die Stadt aus den größten Teil
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die Erde und brach ad. Tie Beschädigung ist leicht aus- zubessern.
veranlaßt mich, tnc Rückgabe meines Beitrage- z
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verlangen, sobald der Gras bezüglich der Verwendung der Spende unter Aufsicht gestellt werden ioll. Wcr solche- beabsichtigt, besitzt mrut Vertrauen in die Redlichkeit ferner Absichten nicht!
Vefleurriog der Zeppelin Spenden?
In einer Zuschrift an die „Franlf. Ztg." war die Frage tiad) der Steuerpflicht der dem Grafen 3cppclm zuslicßen den Spenden aufgeworfen worden. Tic Antwort darau kann nur in heiterem erstaunen bestehen und frc wird ja sicherlich keine praktische Bedeulurrg gewinnen. Immerhin ist die Frage der Steuerpflicht „an sich nicht ohne Interesse. Der „jkreuzztg." wird darüber geschrieben:
Iie Gr Hebung einer Steuer von der Liebe-- und Huldigung-- gäbe de- deutschen Volke- würde urnw mehr al- ungerechrrertigte Bereicherung de- Fr-ku- empfunden werden, al- der RcrchSnsluS ohnehin durch dreie fttienlli.b’n Goden großen: it von .en Anf- WtnbUMtil entlastet wird, dre er anderenfalls tue dre weucre
Bon anderen Luftschiffen.
Auf dem Tegeler Schießplatz bei Berlin wurden am Donnerstag abend mit den beiden Luftkreuzern Deutsches Militär-Luftschiss Nr. l und dem für das Heer bestimmten Parseval-Luftschisf Probefahrten unternommen. Um 7y< Uhr abends wurden beide Luftkrcuzer durch Mannschaften deS Luftschisser-Bataillons aus ihren Hallen nach dem Tegeler Schießplatz geführt und stiegen dort zu gleicher Zeit gegen den Wind aus. TaS Militär-Luftschiff, das von Major Sperling und einem Chauffeur bedient wurde und in dessen Gondel noch drei Personen Platz genommen hatten, steuerte zunächst nach dem Tegeler See, beschrieb dann in einer Hohe von 300 Meter mehrere Hlirocn und landete nach 20 Minuten in der voracschriebenen Spirale an der Aufgangsftellc. Das Schiff hatte vorzüglich funttioniert. TaS Parseval-Luftschisf, in dem sich Hauptmann v. rtehler, Major von ^Parseval, Hauptmann Krogh sowie zwei Chauffeure befanden, fuhr direkt nach düorden und stieg nach mehreren Exerzitien höher. Ebenso wte das Militär-Luft- schiff steuerte es eine große Strecke gegen den Wind. Auch hierbei wurde eine zufriedenstellende Schnelligkeit erreicht. Nach einer Fahrt von etwa 30 Minuten wurde glatt gelandet. Ta alle Lrgane gut funktionierten, steht den großen Probefahrten des neuen „Par- scval' nichts mehr entgegen. Tic Hebungen werden fortgesetzt.
^tigj)t flog am Donnerstag in Le Mans acht Minuten 13 Sekunden und landete leicht. Bei dem zweiten Versuch stand d^r Motor ui 25 Meter Hohe still. Wright versuchte in Kurven herabzulommcn. infolge eines sal- sck-en Handgriffs bcrühne der linke F-lügcl oes Apparates
Förderung der Luitschissahrt übernehmen müßte. Mu Recht geht die „Frank' Ztg." davon an-, daß e- sich luriönd) um sdxn- fumen handelt. Grade auch nach der von uns vertretenen «ur- »ai unr soll die Svende dem Grafen Zeppelin zur un-ma- chrankten freien Verfügung und nubt für beuunmte ükgenkutungen ge» währt werden. Schenkungen unterliegen nach t oo des meiws- erb'chaftssteuergcetze- vom 3 Juni 1906 benelben ^teyer, rote der Erwerb von Todes wegen, und zwar find auck die durch ueber- vabc ohne gerichtlichen oder notariellen Vertrag ^?"zvgenen Schenkungen anmeldungs- und steuerpflichtig bb, 3b dec setzes. T-er Einsender der „Frankf Ztg ' berechnet, aber, wie uns cheint, ir.e Steuer viel zu hoch Er legt den Geiamtbetrag der Svende zugrunde und bringt demnach die hohen progrenwen saye de- 5 1" iur Anwendung: er kommtwzu nn\T,fj5^T 250000 Ml. für 1 Million Svende, schenket tm Rechtsiinne und aber die einzelnen Spender, nicht die Sammez- stellen, Zeitungen, Komitees, bce nichts aus eigenem Vermögen geben, sondern nur die empfangenen Summen weit er befördern.
i?ie Steuer wäre daher für jede einzelne Schenkung besonders u beredmen, ebenso, rote wenn jemand gleubicthg mehrere ero- schäften macht, der Bert einzeln berechnet und nicht etwa .ulammen- gczogen wird 3 dxm hingen bis zu 5uO Mk. sind geietzlich neun tret, die große Mehrheit der Betrüge wird also überhaupt der Steuer nicht unterliegen. .
Wir stno der festen Heberzcuguna, daß fid) bxc steuer- bchörde nicht mit dieser Angelegenheit beschäftiget wird, ganz davon abgesehen, daß sie ein Heer von Beamten brauchte, wenn ne alle Eingänge kontrollieren wollte.
Eia Rundschreiben Zeppelin».
Gras Zeppelin versendet cui Rundschreiben, welches vor allem die Stellungnahme des Grasen zu den vielen Erörterungen der Berliner Vorschläge erkennen läßt.
Nach TankeSworten versichert der Gras, daß neben leinem eigenen teilen Glauben an d,e Richtigkeit feiner Ideen mchts so sehr imstande war, ihn nach dem Unglück wieder auszu- richten und zu schleuniger Biederausnahme leiner rlrbetten zu bewegen, als der Gedanke, daß das ganze deutsche Volk sich hinter ihn stellte und mit beispielloser Segci ft e r u n g und Opferfteudigkeit ihn mit den Mitteln ausgerunet habe, um das vierte Luftschiff durch ein neues auf Grund der letzten Erfahrungen weiter ausgebautes Fahrzeug zu ersetzen. __
Don tiefstem Herzen spreche teb dem ganzen deutschen Volke meinen innigsten Dank aus und betrachte eS als meine heilige Ehrenpflicht, mich dem Vertrauen, das man mir entgegenbringt, würdig zu zeigen. Tie herrliche nationale Kundgebung laße ich al-3 den Auftrag meines Vaterlandes auf, in der bisherigen Weise weiterzuarbeiten. Ich bin mir dessen bewußt, daß ich damit eine schwere Verantwortlichkeit auf mich nehme, aber der Wille des deutschen Volkes, Luftschiffe meines Systems als auser- ivählte Streiter in der Kampf zur Eroberung der Luit zu lenden, wird mir Mut und Kraft verleihen, auf dem cmgeicmagenen Wege fortzufchreiten. Graf Zeppelin.
versuch unternahm.
Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der Vertreter d.s RciäFtagswahlkreiies Treysa - Homburg—Ziegenhain, Liebermann von sonn en- berg, feiert am 21. August seinen 60. Geburlotag. — In Rödelheim wurde ui einem Abteil des Frankfurt—Homburger Zuges der Iuwelenhändler M. >Vo lind fo aus iZ-ranksurt a- M., saildweg, tot ausgesunden. Einem Sck-lagansall war er erlegen — Tic 22jährige Tackst er eines ehemaligen Offiziers aus Wiesbaden ivurde auf der Heimreise von Bad Salzungen im Zuge kurz vor der Station Bebra von einem Herzschlag betroffen und starb sofort ■ In Erbenheim führten gestern, am 18. ds. MtS, nachmittags, ein Unteroffizier und ein Gefreiter eine Abteilung Soldaten von der Arbeiterabteilung vom Fort Biehler nach dem Fort LDeisenmi. Bei dieser Gelegenheit entflohen drei Bis jetzt hat man noch keine Spur von d:n Ausreißern. — Ter Bildhauer Vlasdcck ui Mombach bei Mainz erhielt bei der Vergebung der Bildhauerarbeiten am neuen Hvsschauipiclhaus in Cassel unter 100 Bewerbern den ersten Preis unb den Zuschlag für die gesamten bedeutenden Arbeiten. B- hat an dem neuen Bahnl)of Wiesbaden auch die Bildhaucrarbeit ausgesührt.
j- Darmstadt, 13. Aug. Ter Großherzog über- nahm das Protektorat über die deutsche Abteilung der internationalen kunstgewerblichen Ausstellung m Petersburg, die am 21. August eröffnet wird.
= Marburg, 13. Aug. Von der Universität. Ter außerordentliche Professor in der philosophisch?n Fakultät der hiesigen Universität Dr. Schaum ist wegen llebcmobme einer außerordentlichen Proseyur an der Universität Leipzig auS dem preußischen Staatsdienst entlassen worden.
Marburg, 13. Aug Ten ordentlichen Professoren ftonfiftorialräten Tr Acheli 5 und Tr. Budde wurde oer Titel Geheimer zlonsistorialrat verliehen.
\ Don der oberen Schwalm, 13. Aug. Ter August gehört in der Regel zu benienigen Monaten, in denen der Landwirt am eifrigsten feine Hände regen muß. Und das tut dieser trog manchem Schweißtropfen mit Freuden, denn e3 gilt, den reichen Segen der Getreidefelder einzu- bringen. In diesem Jahre ist eS anders. Ter Roggen wurde schon Ende Juli geschnitten und ist längst unter Dach und Jach. Aber Weizen und Sommergetreide machen bei dem zurzeit herrschenden Erntewetter kainn nennenswerte Fortschritte in der Reife. Schon seit dem Unglückstage von Echterdingen ist die Temperatur außerordentlich niedrig und eiskalte Regenschauer, oft mit leichtem Hagelschlag gemischt, sind alltägliche Erscheinungen. Hafer und Gerste, bic bei dem nassen Frühjahrswetter erst Ende Mai zur Aussaat gelangen konnten, bedürfen noch reichlichen Sonnenschein. Vielleicht meintfl der September bester. Tann wird der Bauersmann in ihm doppelte Arbeit finden.
X. Hanau, 13. Aug. Am 10. d. M. konnte die 29et- terautscheGesellschaftfürdiegesamteNatur- künde in Hanau auf ein hundertjähriges Bestehen zurückblicken. AuS verschiedenen Gründen hat der Vorstand eine würdige Fkier dieses seltenen Ereignisies .auf Sonntag den 11. Oktober verschoben. Dann soll ein Festakt mit Festrede und Begrüßung im Stadtschloßsaale und ein Festmahl ftattfinben. Inbilaumsschristen sind im Erscheinen begriffen. — Steckbrieflich verfolgt wird von der Hanauer Staatsanwaltschaft der etwa 24 Jahre alle Korbmacher Ebender aus Usenborn, der am 20. Juli d. I. gegen einen Bauern in Hintersteinau (Kreis Schlüchtern- einen Mord-
Zeppelins Schadenersatz an Echterdingeo.
Graf Zeppelin hat an das Schultheißenamt in Echter- dingen ein Schreiben gerichtet, in dem er seinen aufrichtigen Dank für die geleistete große Hilfe ausspricht und sich anbietet, für den großen Flurschaden 3000 Mk. zu zahlen.
Das Stuttgarter „Neue Tageblatt" hält es für an- geneigt, daß die Stadt Stuttgart, deren Bevölkerung weitaus den größten Teil des abend verursacht hat, zwei Drittel und die beteiligten Markungsgemeinden je ein
Original-Drahtnieldunsen.
Marienbad, 14. Aug. König Eduard hat sofort nach feinem Eintreffen sowohl an Kaiser Wilhelm als auch an Kaiser Franz Josef Depeschen gerichtet, in denen er nochmals für den ihm zuteil gewordenen herzlichen Entp fang dankt.
Paris, 14. Aug. Petit Parisien meldet auS Dijon: Ein lenkbares Luftschiff unbekannter Nativ« nalität wurde gestern über Tijon beobachtet. Der Ballon hatte eine einförmige Gestalt und rote Farbe. Er machte verschiedene Bewegungen oberhalb der Stadt und verschwand dann in der Richtung auf Lyon.
London, 14. Aug. Tailt) News meldet auS Sdessa: Ein Komitee beftdjenb aus Mitgliedern verschiedener Parteien der Reformisten hat sich aebrldet, um als zung-russischel Komitee nach türkischem Muster zu arbeiten. Der zu ver« folgende Zweck des Komitees geht dahin, eine eifrige geheime Propaganda in der Armee zu organisieren.
London, 14. Aug. Der Stapellauf be* neuer Unterseebootes C 17, der gestern stattgefunden bat. wc: geheim gehalten worden. Zugegen waren nur Mitglieder der Admiralität. Ter Stapellaui ging glücklich von statten. Tu Arbeiter, tue bei dem Bau beickränigt waren, harten schwörer müssen, über ixe Konstruktion des Unterseebootes Niemandem etiod mitzuteilen
London, 14. Aug. Der deutsche Dampfer „Wat' küre" ist m der Nähe von Barry, während er Güter an Lor) nahm, gesunken. Es gelang nur mit großer Mühe, die <1 Bord befindlichen Arbeiter zu retten.
Lissabon, 14. Aug. In der Stadt machen sich erneu! revolutionäre Organisationen bemerkbar Verschiedene Hausiuchungen wurden abgehalten, wobei zahlreiche Gewehre beschlag nahmt wurden.
•(eine TageSchrontk.
In den Vororten Äroß-OtterSleden und Lemsdort von M a q d e- bürg erkrankten infolge GenusseSverdordenenFleifche» 30 Personen.
Tie Frau deS Scknthmachermeisters Clemens in Berlin ist wegen Verbrechen- gegen 8 21 8 deS Str.-G.-B. in Unter- uchungshast genommen worden. ClemcnS hat sich das betört zu Herzen genommen, daß er beschloß, die bevorstehende Gerichts-Verhandlung gewaltsam zu stören, kl* gelang ihm, verschiedene zur Fabrikation von Sprengmitteln notwendige Materialien zu beschaffen und et versuckrte in seiner Wohnung Sprengstoffe zu fabrizieren, wa- ibm aber nicht gelang. Die Polizei erhielt MYnntnig baoon und nahm ibn fest. Gleichzeitig räumte sie sein Laboratorium auS und beseitigte die Gefährdung der 5?ausbewohner. Clemens wird einem Irren Hanse überwiesen werden.
In B a h r e n f e s d erkrankte eine au4 vier Personen bestehendr Familie durch den Geniiß giftiger Pilze. Ein 18|ähriger Knabe ,st gestorben.
Bon den bei der Explosion auf dem französischen Artillerie» schu'.jchiff „Couronne" Berlehlen ist einer im Lazarett zu Loulag gestorben; zwei andere liegen int Sterben. f
Zeppelin.
Die Niederlage des „Kuratoriums".
Gcgett bcn Vorschlag des (vehcimrats R a t h e n a u in Berlin, ein Älirntorium zil bilden, das die Vorwcnduna der eingegangenen Spenden kontrollieren soll, macht sich fast überall in deutschen Landen eine heftige Abneigung geltend, die den Vorschlag als einen Bertrauens- mangel und somit als eine Beleidigung des (Grafen ansieht. Fast cutnriUig wendet sich die Presse und mit ihr das deutsche Volk gegen das tomitorium und manches scharfe Wort fällt auch gegen das Reichskomitee, das nun wohl vald einsehen wird, daß es nicht freitbig begrüßt wird und sich in feinem Verständnis für das Voltsempfindcn gründlich verrechnet hat. Es wird wohl auch merken, daß in Deutschland recht wohl noch große Volks taten ge- fchehen können ohne allen offiziellen Anstrich. Und war denn nicht auch gerade das von der Presse geleitete Volk die treibende straft und kam daS Offiziösentum nicht erst hinten nach? Einer ganzen Anzahl von Sammelstellen gehen nur unter der Bedingung Spenden zu, daß sie nicht an das Reichs komitee abgeliefert würden. Das spricht beredt genug und konnte leben zur Einsicht bringen.
Der Skais er hat nicht einen Augenblick auch nur entfernt daran gedacht, auf die unbesonnenen Ratschlage RathcnauS einzuaehen. Auch im Reichsamt des Innern und in der Reichskanzlei, den beideit zunächst berufenen Stellen, weist man den Gedanken einer sachlichen Ztvntrolle und eines technischen Beirats völlig von der Hand.
In Darmstadt bewilligten die Stadtverordneten 5000 Mk. nur unter der Bedingung, daß die Summe direkt an die Stuttgarter Rentenanstalt überwiesen würde.
In Dresden besckstoß eine aus hervorragenden Männern aller Berufe zufammengefctzte Versammluna, daS Sammelwerk für Zeppelin kräftig zu fördern. Tic Gelder sollen jedoch nicht nach Berlin, sondern an die Stuttgarter Rentenanstalt gesandt werden. Und zwar soll dem Grafen das Geld ohne jede Bedingung zur Verfügung gestellt werden. Als selbstversländllch wird es betrachtet, daß dem Grafen ke ine Ä. o n t r o l l i n st a n z gesetzt werde und daß auch Fürst Bulow eS ablehne, fick) etwa an die Spitze einer solchen Instanz zu stellen.
Ein Leser und Spender |d)reibt dein Stuttgarter „Neuen lagMatt":
TU ZntungSmittcilungen darüber, daß im Geheimen eine GefeUikhou im Werk fei, bie dem Grafen Zeppelin die freie Verfügung über die NattonaUpendc nehmen ober fchmälern woll.
Die Sammlungen für Donaueschingen.
Die Sammlung des Gießener Anzeigers:
Bi-der auirnert Ak. 870. T. B. 1. Dmaelbem 10, E R. 10, (ä. R. 25, Rontmer$ienrai Heichelheim 100, Tr. Schliephoke 5, zusammen SXf. 421.
Arbeiterbewegung.
Stettin, 13 Aug. Tie Direktion de» Stettiner „Vulkan gibt heute durck, einen neuen Maueranichlag an den §xabri!Kbäubfn belannt, daß morgen, Freitag, frflb 6 Uhr der .trieb veriucdsn'nie für iamilube Aieter roteter geöffnet werden soll. Tie erste Bekanntmachung von heute Trüb, nach der nur rin Drittel der Arbeiterschaft vorläuft-i wieder eingestellt werde» ollte, hätte zur Annadm teführt. daß hiervon be'onders die Bieter betroffen werden sollten — eS sich also um eine versteckte Maßregelung bandele. Darüber herrschte anfangs in Bieter- kreisen starke Erbitterung, die sich erft legte, als der irocite An- schwg bekannt wurde. In einer gestern nachmittag abgehaltene, Versammlung der Nieter deS Vulkan war es zu einem Tumult gekommen, wobei die VersammcUen die Tribüne zu stürmen verachten. Bei der Abstimmung erklärten sich alle Anwesende» gegen die Diederaufnahme der Arbeit.
Paris, 13. Aug. In Besancon erneuerten 'ich geiler» bie Streikunruhen Ein Polizist, der Arbeitswillige begleitete, wurde durch Steinwürfe verletzt. Der Attentäter wurde oerhastet. Degen Vergehens gegen die ArbeitSfreiheü wurde» drei Verhaftungen vorgenommen. ..
Le Mans, 13. Aug. Tie Wärter be^ bieftgei ZpitalS sind in den Ausstand getreten, infolge eines Lon- sliktes mit dem Svitalaus schuß. T<r Ausschuß be- schloß hieraus die Entlassung der Streikenden.
Marseille, 13. Aug Die Arbeiter der Zuckerraffinerie Mediterannae, die feit über zwei Monate» ausständig sind, beschlossen gestern die Wiederaufnahme der Arbeit, nack>dem die Direktwn versprorhen hatte, die Forderungen der Ausständigen genau zu prüfen.
Konstantinopel, 13. Aug 0erüdjövexfe verlautet, baß die Schiffsverlaber von Smyrna in den AuSstand getreten sind.
Konstantinopel, 13. Aug Zu dem AuSstand ba Hafenarbeiter sind noch zwei neue Streiks hlnzugekommen. Die bereits gestern befürchtet wurde, haben heute die Angestellten der Äraßenbahn die Arbeit eingestellt. Sie verlange» vor allem Auszahlung der kontraktmäßigen Gehälter und Ab setzung des verhaßten Direktors Perdicaris.
Drittel des Schadens auf sich nehmen.
Zeppelin und England.
Tie Kontinental-Eompalne in Hannover, von der Zeppelin seither seine Ballonhüllen bezogen hat, hat auf ihre telegraphische Anfrage vom Grafen die Mitteilung erhalten, daß die Meldung der „Morning Post", er habe in England neue Ballonhüllen bestellt, vollständig erfunden sei. (Wir bezweifelten ja gleich diese Meldung. D. Red.)
Die Spenden.
Die Sammlung des Gießener Anzeigers:
Bisher quittiert Mk. 1568.05, E. L. 10, H. I. und H. M. 6, Baurat Becker 10, SL A. und 91. 3, G. R. 25, Kommerzienrat Heichelheim 200, Fabrikant Adolf Noll 20, Tr. Schliephake 15, zusammen Mk. 1847.05.
In Magdeburg bewilligten die Stadtverordneten einst i in »i i g 10 000 Mk. Tie Sammlung der „Magbeb. Ztg." beträgt bereits über 50 000 Mk.
In Hagen i. 23. bewilligten die Stadtverordneten 4000 Mk. für Zcpvelin und 1000 Mk. *ür Tonaneschingeii. Die Sozialdemokraten stimmten gegen die Zeppelinspende, da die Erfindung nur militärischen Bedürfnissen diene (?). Tie Städte Altena und Plettenberg bereinigten 1500 Mk. bezre. 500 Mk.
Osnabrück bereidigte 2000 Mk., deSgl. St. Johann, Rorder- iiey 1637, Wilhelmshaven 1656, Aurich, Emden, Veer, Wittmund, Esens 1400 und Borkum 1010 Mk. Wetter sammelten: Fürth loOO Mk., Gotha 500, Siegburg 500, Posen 3000. Tic polytcch- nische Gesellschast 1000, Naffel 4000. Der Zeppelin-Abend im Frankfurter Schuhmanntheater ergab 500 Mk. Remqereinn.
In B e r n b u r g ergaben die von dem »Anh. (Sour/ und der .Bernd. Ztg." eingeleuete Sammluiig bis jetzt runb 10000 Alk.
In Leipzig sitid seither annähernd 70000 Mk. einacgangen.
Das Deutsche Offiziersblatt veröffentlicht einen Ausruf zur Sammlung einer Spende von Angehörigen der gesamten deutschen Wehrmacht.
DaS ReichSkomitee teilt mit. daß cs die Spenden der Rentenanstalt zuführen wird. (Wozu also der Umweg über Berlin?)
DaS zechlastige Bremen
sandte, angeregt durch eine anonyme Postkarte aus Berlin, dem Grafen Zeppelin eine Spende in Form edler Rathausweine.
hnndel.
— Don der Berliner Börse. Tie heutige Börse rear bei Eröffnung recht fest. Vorzugsweise auch auf lokale Raufe. Anregend wirkten weiter amerikanische Baumwoll-En,tederichte und die Befferiing am Londoner Minenmarkt. Bankaktien ivaren bevorzugt. Sie sind plötzlich in Mode gekommen. Dresdener Bank, Nationalbank und Schaaffhausen waren stark in die Höhe getrieben. Auch die ainerikamschen Bahniverle, besonder- Baltimore, hatten respektable Ruröerhöhmigen aufzureeisen. Bon TranSporiaktien waren Lombarden ,veiler gebeficit, Laurahülte gewonnen 1 Pror, Harpener notierten bis 262 Proz., Edison waren höher, Reich»- anleihe auf den Berkans der Stucke belebt. PrioatdiSkont 2'/. Pro^
— Zur i n d uft riellen Lage. Tie Nachricht, daß bei der Erusauer Kupfer- und Messingfabrlk die FadrikattonSguote verdoppelt sei, »st nicht richtig. Tie Verwaltung steht dieser Mitteilung vollständig fern. — Tie BuderuS'schen Eisenwerke etrocueni ihre Gaskraftzeiitrale auf Anlage Sophienhütte um zwei weitere mit Hochofengas zu betreibende Groß-vfaSmaschinen von 2200 PS Gesamtleistung, welche der Aiaschineniabrik Augsburg in Austroß gegeben sind.
_______"■■■ - - _____ ■ ..--MB •icicitct ‘tJcttcrbicnit.
VoranSsichiltche Witterung für Hesieu am SarnSlag ben 15. Angiist: Wechselnde Bewöltimg, Regenschauer. Temperatur rote heute. Westliche Wmde.


