eines
Pfarrers
— Friedberg, 7. April.
Die Großh. Obstbau-
a.
|iarb
Aller von 78 Jahren
Irene
er die Zwecke und Ziele des Hous besichtigt, dessen schöne ungeteilte Bewunderung fand, daß man ernstlich bestrebt ge-
der christlichen Hospize cnt-
Gesellschast hielt, und in der Hospizes darlegte, wurde das und zweckmäßige Einrichtung Vor allem wurde anerkannt, wesen war, den Grundsätzen
n 'llt annhci ni als
sprechend den Angestellten für ausreichende und behagliche Räume zu sorgen. Ein gemütliches Frühstück, bei dein Pfarrer D. Schlosser aus das Großherzogliche Paar, Kon- sistorialrat Jäger aus Wiesbaden auf den Vorstand und Oberstaatsanwalt Theobald aus das Gedeihen der Stadt Nauheim tasteten, schloß die schöne Feier.
um das Weltreich Alexanders bringt kaum ein Lauch in diese stille, nur mit sich, mit Erwerben, Lieben und Genießen beschäftigte Philistörgesellschaft. . . Und doch enthält Me- nanders Komödie fast alles, was in Athen seinerzeit noch echt und lebendig war. Aus der großen Politik war der kleine Stadtstaat so gut wie ausge,chieocm; aber als Erbe einer unvergleichlich reichen Kul.ui waren Feinheit der Lebensformen, Anmut des Genießens, Zartheit der Empfindung noch immer in Achen vor adern heimisch. Menander )d)iLbert die Gesellschaft, in der er lebe, md peinlicher Treue; und doch steht er immer über ihr und weist in das bunte Spiel Gebauten über Götter und Menschenlos, über Schuld 'und Verantwortung zu verweben, die damals nicht die Kopse der Turchschnit.sachener, aber die der großen Philosophen bcfcyäsitgten, die Athen ihre geizige Heimat nannten."
Winters schuld ist? — Die landwirtschaftlichen Arbeiten ruhen noch vollständig; im vorigen Jahre hatte man um diese Zeit bereits die Frühkartoffeln gesteckt und den Hafer gesät. Allerdings glänzen von den Waldeshöhen des oberen Vogelsberges noch die weißen Ränder der Schneelager, und das Zimmerfeuer konnte noch nicht eingestellt werden. „Ach, was war das für ein Lenze — neunzehnhundcrt Jahr und acht! Eisgezapf statt Blütenkränze — Regen — keine Sonne lacht!"
'Elpenrod, 7. April. Unsere beiden letzten großen Holz- ver st eigerungen, wovon die eine gestern stattfand, aus den ausgedehnten Tomanialwaldungen der Umgegend ergaben durchaus keine Verteuerung des Brennholzes. Dasselbe muß mit Ausnahme von Buchenreisig, lvonach eine starke Nachfrage herrschte, als billig bezeichnet werden. Vier Raummeter Buchenscheit kosteten von 25—26 Mk., desgleichen Buchenprügel 18 Mk., vier Eichenprügel 12 bis 14 Mk., Buchenreisig kam das Raummeter bis auf 2 Mk. zu stehen. — Zwei bedeutende, kulturelle Fortschritte gewinnen in den Ortschaften unserer Provinz immer mehr an Ausbreitung, es sind dies die Wasserleitungswerke und die Feldbereinigungen. Dem großen Wasserwerke zu Lauter folgen immer mehr Anschlüsse. Ein anderes Wasserwerk wurde int Lumdatal eröffnet. In neuester Zeit baut man die Wasserleitungen B.rus.eld, Atzenheirn, Beltershain, Helpershain, Schwarz, Ober-Breidenbach, Babenhausen II, Rainrod, Altenburg. Diesen Orten folgen weitere, die ebenfalls die Erbauung von Wasserleitungen geplant. Eine gleiche Ausdehnung nimmt in den Gemeinden die Feldbereinigung.
R. B. Darmstadt, 8. April. Eine große Anzahl von Kongressen unb Jahresversammlungen wirb im Lause der nächsten Monate in Darmstabt stattfinden, bie teilweise im Hinblick aus bie bevorstehende hessische Ausstellung für freie unb angetoanbte Kunst hierher gelegt worben sinb. Zunächst hält am 2. Mai bie Vereinigung für gerichtliche Psychologie unb Psychiatrie in Hessen hier ihre Frühjahrstaguirg ab, in der u. a. Amtsgerichtsrat Allmenröder aus Frankfurt a. M., der Vorsitzende des dortigen Jugendgerichtshoss, über bas aktuelle Thema „Wünsche und Erfahrungen bei der Ausführung des Fürsorge-Erzieyungsgesetzes" unb bessen Beziehungen zum Jugendgericht sprechen wirb. Der Versammlung geht eine Besichtigung der Zwangerziehungsanstalt Aumuhle in Grafenhausen voraus. — Ter Landeslehrerverein für Hessen hat sich gleichfalls entschlossen, seine Hauptversammlung in Darmstabt abzuhalten, damit bie aus allen Gegenben des Landes daran teilnehmenden Lehrer gleichzeitig Gelegenheit zur Besichtigung der Ausstellung erhalten. Der Verband der Erwerbs- unb Wirtschaf t s g e n o s s e n s ch a f t e n der Provinzen Starkenburg unb Oberyesfen hält am 2. unb 3. Mai hier seinen Vervanbstag ab, an bem auch Genossenschaftsanwalt Dr. Er tiger teilnimmt. — Sehr interessant und arbeitsreich wird sich bann bie 9. Jahresversammlung bes Deutschen Vereins für S ch u l g e s u n d h e i t s p f l e g e gestalten, die vom 9. bis 11. Juni hier abgehalten wird. Es steht dabei eine Anzahl höchst beachtenswerter Vorträge über verschiedene hygienisch-pädagogische Themata ans der Tagesordnung und daneben werden zahlreiche Besichtigungen zweckmäßig unb mustergültig eingerichteter Institute, Ausflüge in die Umgebung und ein von der Stabt Darmstadt zu arrangierenbes Wald,est im Oberwaldhaus für die nötige Abwechslung sorgen. -- Die Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung hält dann vom 3. bis 5. Oktober hier ihre Hauptversammlung ab. Als Haupt- gegenstände der Beratung wurden festgesetzt: 1. „Tie Erziehung zur Arbeit durch die Arbeit in der Schule", und 2. „Tie Ausgaben der VolksbildungSvereine in der Gegenwart." Für beide Beratungsgegenstänbe sinb bereits hervorragende Rebner gewonnen worden. Die Gesellschaft hat gerade in jüngster Zeit eine außerordentliche Vermehrung ihrer Mitgliederzahl erfahren; so traten auch im ersten Quartal d. I. wieder mehr als 600 neue Mitglieder ein.
RB. Darmstabt, 7. April. Eine schwere Bluttat ereignete sich heute mittag im Stadtteil Bessungen. Ter Schreiner Friedrich Steinwand hatte eine längere Freiheitsstrafe verbüßt unb suchte nun seine während dieser Zeit zu ihren Eltern nach der Sandbergstraße übergesiedelte Frau auf, um sie wieder zum Bezug einer besonderen Wohnung zu veranlassen. Die Frau scheint sich indessen dagegen ablehnend verhalten zu haben, denn der Mann zog plötzlich einen Revolver und schoß der Frau eine Schrotladung in den Kopf. Die schwerverletzte Frau wurde sofort ins städtische Krankenhaus geschafft und der Ehemann verhaftet.
otHeilungen geben joll. — In der HvNapelliuelster Kart Reiß un war Nachjolger von Spohr in Staffel
GerichtsjaaL.
N. B. T a.r m stadt; 8. April. Eine Gerichtsverhandlung mit politischem Hintergrund fand heute vor der otraitammcr ftatt. In Urberach (Kreis Dieburg) fand am 5. Okt. v. I. G e m e i n d e r a t s >v a h l statt, bei welcher nicht, wie seither, die drei Zentrunrskanbioaten, sondern nur zwei unb ein Sozialdemo trat gewählt würben. Die Schuld daran soll vor allem ber Stationsbeamlc Adam Wagner Mictoft getragen haben, ber dem dritten Zentruinsiandidaten feindlich gesinnt ist, und deshalb insgeheim für den Sozialdemokraten gewirkt haben soll; er wurde deshalb auch au5 dem katholischen Männervcrein ausgeschlossen. Als nun Wagner eines Tages in einer nur von Zentrnmsanhängern besuchte Wirtschaft kam, machte ihm der Zen- trumssühver Joseph Euler über fein Wirken für die Sozial- demolrat^e Vorwürfe unb sagte ihm, er gehöre hier nicht her, er solle nur in die Soziaidsmokratlfche Wirtschaft gehen. Wagner suhlte ,ich als Beamter unb früheres Mitglied der Zentrumspartei über diesen Vorhalt beleidigt unc> stellte Strafantrag. Da das Schöfsengcricht den von cuier für seine Behauptung angcbotenen Wahrleitsbeweis als nicht für erbracht erachtete, wurde Euler d.r Beleidigung Wagners für schuldig erachtet und zu 20 Mark Geldstrafe öcrurteili. <jur heutigen Berufungsverhanolung waren ca. Zeugen geladen, bereit Auslagen jedoch >ehr vcrfchiedcn- artcg lauteten. Der ;ozialdemolratt,che Parteisekretär und Ge- memöerat Ringer erklärte, daß er und Wagner keinerlei politische Verhanolttugcn geführt haben, während andere Zeugenaussagen die Begünstigung des Sozialdemokraten durch Wagner als wahr- idNinliaj ijuiflciicu. Ter iperichtSyos fällte nach längerer Beratung sein Urteil dahin, daß das Urteil des Schöffengerichts aufzuheben und der Angeklagte Euler von Strafe und Kosten frei» zusprecheu, bie letzteren vielmehr dem Kläger aufzubürden seien. Tas Gericht habe an den Aeußerungen Eulers objektiv le»te Beleidigung, sondern nur eine berechtigte Kritik des un= klaren re,p. zweideutigen verhaltens des Klagers erblicken tonnen. — Tie Beisetzung der 92jährigen Pfarrersiottive, Frau Mathilde ^tahl, o.r Großmutter unferes Staatssekretärs Dernburg, land heute nachmittag 3 Uhr in schlichter Weise auf dem hiesigen Friedhof stall. Unter den lewtragenden Verwandten bemerkte man Staatssekretär Dernburg mit Gemahlin, fowie dessen Vater, den grellen ^christilelter Friedrich Dernburg aus Berlin. Die em- wTe GedächtNtSr. öe aus o.e Verewigte wurde in der Friedhoss- i’apeLc von ^,..rrer Vette gehalten. Kränze und Btumenspenden waren von d^r Familie der Verstorbenen Der beten worden.
-m F r i e b b e r g, 7. April. In der vielbesprocheuen Dieb- ii a l) l s aj iure des Johannes v. o. Lehr, geb. am 12. Septbr. 187‘J zu Sianunheun (Kreis Friedberg) war heute vor dein Schöffen- gerichc Termin. v. d. Lehr war m den Jahren 1906-1907 in 4.icu|icn bei Firma David Grödel Söhne, und hatte sich in dieser Zeit alle ei deutlichen Warengegenstände rechtswidrig angecignet. • ■ Berl: ,l der deilohtenen Firma ist, konnte nicht fcjiac*
lteilt werden. Im Latue der Unteijtichuug ergab sich, daß v. d. L. auch nach icmem Dienflaustritt bis kurz vor seiner erfolgten Ber-
*• OeH entliehe Lesehalle. Im März wurden 2 4 51 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1141, Zeitschriften 445, Jugendschristeu 210, Bers- dichtnugeu 112, Literaturgeschichte 12, Länder- und Völkerkunde 92, Kulturgeschichte 41, Geschichte uud Biographteu 152, Kunst- geschichke 26, Nalurwisseuschast und Techuoloaie 120, Heer- unb Seewesen 19, Haus- und Landwirtschaft 12, Gesnndheitslehre 13, Religion und Philosophie 3.’, Staatswissenschast 4, Sprachwissenschaft 10, Fremdsprachliches 10 Bände. Nach auswärts kamen 89 Bände. — Tie Ansleihestunben sind jetzt wieder, wie jeden Sommer, Montag und Al i t t m o ch von 7—9 Uhr, Freilag nnd Samstag wie seither.
*'Vom Bübinger Bankkrach. Hoftat Rothschild hat kürzlich von Zürich aus einen Brief an eine nach Basel verheiratete Bübinger Dame gerichtet. Er beklagt sich darin bitter über bie Beköstigung und Behandlung im Kantonsspital. Er liege mit fünf anderen Inhaftierten in einem Zimmer, bie ihn öfters verhöhnten uud ihm Zeitungsartikel vorläsen, in denen von ihm bie Rebe sei. Er möge ja wohl gefehlt haben, allein so schutbig, wie man glaube, sei er nicht. Schließlich bittet er um Geld, Chokolcide, Rot- und Heibelbeerwein. — Die Verpflegung in dem Kantonsspital, bas mit ber Universitätsklinik oerbunben ist, ist sicherlich aus- reichenb; wer freilich jahrelang von Kraftbrühen, Geflügel unb Delikatessen gelebt hat, wirb sich so leicht nicht baran gewöhnen. Ob übrigens die Adressatin ben Wunsch bes Bittstellers erfüllt hat, konnten wir nicht in Erfahrung bringen.
-r. 53ab Nauheim, 8. April. Heute vollzog sich mit einer schlichten Feier in Anwesenheit der Behörden des Kreises, der Kurbirektion und ber Stadt Nauheim, einer größeren Anzahl vrn Aerzten, der Vertreter der Südwestdeutschen Konferenz und des Oberhessischen Vereins für innere Mission unb vieler Freunde der Sache bie Einweihung bes Eleonoren-Hospizes. Hoch erfreut würben bie Versammelten burch einen hulbvolleu telegraphischen Glückwunsch I. Kgl. Hob. ber Großherzogin. Nach einer Begrüßungsrebe, bie Pfarrer D. Schloss er von Gießen im Namen ber
schule in Friedberg i. H. hat, um ben Liebhabern beS Obstbaues, wozu besonbers die Pfarrer unb Lehrer gehören, bie von jeher als bie Pioniere bes Obstbaues bezeichnet werben unb auch Landwirte und Angehörigen aller Stände zu rechnen sind, bie in ber Pflege bes Obstbaues eine nützliche Beschäftigung erblicken, eine praktische unb theoretische Ausbildung in möglichst beschränkter Zeit zu bieten, auch in diesem Jahr wieder einen Liebhaberobstbau kurs eingerichtet. Die Dauer beträgt 14 Tage. Der erste Teil beginnt am 4. Mai unb behnt sich bis zum 9. Mm aus. Ter zweite Teil finbet nach Uebereinhmft mit ben Teilnehmern im Sommer statt. In bem Kursus werben alle Gebiete bes Obstbaues, bie ben Liebhaber interessieren, eingehend theoretisch und praktisch behandelt. 'Einzelne Abschnitte seien nur erwähnt: Das Pflanzen, Pflegen, Schneiden, Düngen ber jungen unb alten Obstbäume, ferner Spalierzucht, Beereuobst- bau, Obsternte unb -Verwertung, Obstbaumkrankheiten 2c. re. Aus diesen kurzen Ausführungen wirb der Liebhaber wohl ersehen, baß er gilt tut, einen solchen Obstbaukur. fus zu besuchen. Anmeldungen nimmt die Direktion der Großh. Obst-- bauschule in Friedberg jederzeit entgegen. Tas Honorar beträgt für Hessen 10 Mk„ für Nichthessen 15 Mk., hessische Lehrer bezahlen nichts.
8 Vo in v ordereu Vogclsber g, 8. April. Jetzt blühen ote eilten Veilchen, zugleich aber auch noch die Schneeglöckchen. Veilchen und Sch n e cglöckcheu z u einer Zeit — eine Seltenheit. Der Frühling verspätet sich außergewöhnlich. Auch der Frühlingsgesang unserer heimischen Sänger erklingt nur vereinzelt und selten. Ja. oeu Gesang der Lerchen im Felde hört man fast gar nicht. Ueberhciupk erscheinen unsere Frühlingsboten aus der gepederten Welt in ausfallender Minderzahl. Kaurn erblickt man ein Bachstelzchen, das doch sonst um diese Zeit ganz allgemein au;trat., Rmwstvänzchen sieht man überhaupt noch nicht. Ob an btqcr Erscheinung die ungewöhnlich lange Herrschaft des
— Kleine Ch ronik aus Kunst und Wissenschaft Dte deutsche Landesgruppe ber Julernat. Kriminalist. Verewigung hält ihre 12. Laudesveriauimlung in ber Psingstwoche 10. bis 13. Juni in Posen ab. Verhandlungsgegeilstände stud: 1. Reform bes «trmprozcffes; Referent Landgerichlsölretwr a. D. Tr. Aschrou- Berlin. 2. 'cieüuug und Auigave der Polizei ui; SlrawermUren' yicieient <siaaivmuvaii Tr. Wulffeu»Dresdeu. 3. Das Verial-ren gegen Jugendliche; Reierenten Amisgerichtsrat Tr. Köhne-Berlm und Tverlaudesgerichlsrat Tr. Klop-Hamm. Ferner stndel em ostentllcher Vortrag des österr. Siaaismlnisters a.T. Dr. Baerureilyer über Jugeudgerichtsyöie statt. — lieber die nächste Zutunn des Jl e i n i n g c r H o fthealers hat der Herzog von Äteirnuoen nunmehr bestimrnl, dap nach dem Anerbielen des Herzogs von Kovuig-Eoiha das üJlcauiujer Honheater vom 15. Ollover vis
F/Sewber uu Hoahcater ou E o i lj a und vom lö. Januar 19u9 dis 15. April 1. 09 ui Kob u r g Frankfurt
unb m den ack-lziger Jahren Kapellmeister in Wlesbadeu —
4. r t c j ci) ist avi <. v.‘ Alts, im Hosthealcr
Christine w Schnitzlers „Liebelei" und als das delännle Luerainr- weib m i)cv]clbeii Richters witzigem Ematter, am 6. "April ais
9loia aulgctreteii. ■ v
hnrrunq Diebstähle begangen hat und zwar unter erfebroerenh^ Umständen, v. d. L. hatte vermittels seines Nechlsbeistandcs mff der bcstoblenen Firma sich auf eine Abfindung auf 300 Mk einigt. Auch ein ^Sachverständiger" in Betreff der geiuiqcn Fähigkeiten des Angeklagteii, war als Eutlastungszeuge in Gestalt eines früheren Brotherrn geladen. Ter Antrag des Aiiilsanwal,-' lautete auf 1 Monat Gefängnis, welches Urteil das Gericht auch auSsprach.
Bayreuth, 7. April. DaS Schwurgericht hat den V o l k s s ch u 11 e b r e r Deuerling ans Hollfeld von dcr Anklage des Verbrechens der Körperverletzung mit nachfolgendem Tode f r eig e f pr o ch en. Der Lehrer hatte während deS Unterrichts einer 9jährigen Schülerin mit ber Hanb einen Schlag auf den Koui versetzt. Wenige Augenblicke darauf ivar das Kind zu Boden gestürzt. Die Gutachten der 4 Sachverständigen yber die Todes- Ursache, sowie bie Zeugenaussagen ber vernommenen 25 Schulkinder widersprachen sich vollstäiibig.
Leipzig, 7. April. "Das Schwurgericht verurteilte den Konservatoristen Niankoff wegen Totschlages zu 7 Jahren Zuchthaus unb 5 Jahren Ehrverlust. Niankosi hatte seine Geliebte in einem Wutanialle mit einem eisernen Topfe erschlagen Außerbem hatte er ihr eine Schere in ben Hals gestochen. a
Mrchttche Nachrichten.
3sraeiitifd)e ..„.^.riTgememoe.
Gottesdienst in der 7'. .agoge (Subanlage).
Samstag ben 11. April 1903:
Vorabenb 7.00 Uhr.
Morgens 9.00 Uhr.
Nachmittags 3.30 Uhr.
Sabbatausgang 8.00 Uhr.
Israelitische —s">n§gesellschast.
Gotterdienst.
Sabbatfeier am 11. April 1908:
Freitag abenb 6.45 Uhr.
Samstag vormittag 8.30 Uhr. Predigt.
Nachmittags 3.30 Uhr.
Sabbat-Ausgang 8.00 Uhr.
Wochengottesdienst: morgens 6.45 Uhr, abends 8.00 Uhr.
wöchentl. Uedersicht der Todesfälle i. d. Stadt Stehen.
13. Woche. Vom 22. bis 28. März 1908.
Einwohnerzahl: angenommen zu 30 400 Unkt. 1600 Alaun Militär.) L-terblichkeits,zisfer: 35,91%,, nach Abzug von 16 Ortsfremden 8,88 Vco.
Kinder
Summa: 21 (16) 12(9) 4(3) o t4»
Es starben an: Zusammen:
Erwachsene
1.
: im Lebensjahr:
voin
2.—15. Jahr
Scharlach
1
—
—
1
Tuberkulose
3(3)
2(2)
VW*
KD
Lungenentzündung
1 (1)
—
1(1)
Influenza
1 (1)
Kl)
—
Brustfell-Ent-
zündung
KD
1 (1)
—
—
Herzleiden
2(1)
2(1)
—
—
Gallenstein
1(1)
1(1)
—
—
Krebs
2(1)
2(D
—
—
anderen Göeschwulsten
1 (1)
Kl)
—
—
Tarmverschtuß
1 (1)
—
1(1)
LebeuSjchwäche
3(3)
—
3 (3)
9ltropl)in
1
—
1
—
Huffchtag
KD
1(1)
—
—
Verbrennung
1(1)
—
—
1(1)
Gehirukrankheit
1
1
—
Sinin.: Tie tu Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Meteorologische Beovachtungen
der Station Gießen.
April
1908
Börometei auf 0° reduziert
Temperatur der Luft
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Wiudrichluug
Windstärke
Wetter
8. ,
956
747,2 i 10,9 i 4,3
44 :
NE ,
6
Sonnenschein
8. !
9"
747,4 1 5,5 ! 4,7 .
70 i ENE i
4
1 Klarer Huiuncl
9.
7Si
746,9; 3,5 4,4 ,
75 |
N '
2
| Soimenidjein
.höchste Temperatur'am 7. bis 8. April — 4-11,0 ° C.
Niedrigste , o 7. „ 8. „ — 4- o,2 " C.
Handel
des
91.25 I Llektriz. Lahmeyer
93.60
3-6 Portugiesen Serie I .
3% Portugiesen
111
83.20
. 95.00
Berliner Börse, 9
Tendenz: abgeechwäcbt.
Ungar. Goldreute Italien. Heute .
3h
1-6 äussere Argentinier o% Aiexikauer . . 4>i% Llunesen . . .
Canada K B. . . . Darmstadter Bank . Deutsche Bank . , Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .
81.90
91.30
81.90
90.i ö
91.90
% Oberhessen . . 1% Gesten. Goldrente. . 4% % Gesten. Silbeneute
. . 217.50
. . 112.20
. 2400
. 146.6D
. 121.80
. 152.30
. 127.50
. 234.50
. 62.10
140.90
Aktien:
Bochum Guss . . .
Butterns E. W. . .
lendens: fester.
120.50 106.00 2U9.25 195.90 111.90 199 75 217.50
97.9c
99 50
162.80 127.90 234 90 140.00 177.00 14080
200.50
Eeichsanleihe do.
Konsols . . do. . .
Hessen . . .
Berliner Handelsges. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat Bank Diskonto-Kommaudit . Dresdner Bank . . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio-
Eisenlahn . . . . Gottbardbahn . . . . Lomuard. Eisenbahn . Gesten. Staatsbann . . 1‘nnce-Henn-Euienbahu
. 199.75 . 216.90
24.20 ' 97 6U . 149.75
4-6
4%
Elektnz. Schuckert . . . Esch weil er Bergwerk . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. PaketL Harpener Bergwerk. . . Laurabütte......
)»ordd. Lloyd.....
Gbeischles. Eisen-Industrie
4°/, russ.Staatsanl. 190a 4h°)0 Japan. Staatsanleihe 1 % Conv. Thrken von 19U3 lihkeuluse......
4-6 Griech. Monopol-Anl. .
April. Anlangskurse. Harpener Bergwerk. . Laurabütte . . . • ..uinbarden E. B. . . Nordd. Lloyd . , . . i ilrkenlose.....
61.30
61.65
94 95
87.80
95.40
149.60
49.lv
85.80
67.00
Telefonssche Kursberichte
Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen.
Frankfurter 16ör*e, 9. April, 1.15 Uhr.
schwache ist in Apotheken, Drogerien ustv. Lu erüaltUcu, welches für zirka 14 Tage ausreicht.
meine stindir wcitir gebrauche», vom actstungsvolstAudiie ,;e»,Piarrer. Unter irtiriir bcalaubigt Frankfurt a.
11. Septeniber 190/ EvangetlfchesPiari' amt u. St. yiicolßi Wohtfartü. 45 01011 öaobcuc unb biUigin für Kranke »m das Paket zu drei Ml- bo li
von drei Monaten beurlauben Umen mutzte. Gch verluchte es nun nut Bw,on und habe durch den Gebrauch dieies Präparates elncn vorzüglichen Appetit vetommeu, sowie eine entschiedene Hebung niemer Kruste verspürt. La^ her werde ich stets empfehlend von dem
Frankfurt a. O., 3. Juli 1907. Den ganzen Winter über war ich sehr nervös und blutarm, so da» ich mich wr die Tarn Bioson reden mi es and) für mich unc


