war von Kriegsminister v. Einem gestellt worden.
Regt, in Wiesbaden. J , w Oberstleutnant und etatsmäßigen Stabsoffizier im 1. Bad. Leib-Grenadier Regt, in Karlsruhe. Am 27. Januar 1900 sindct man ihu mit seiner Beförderung zum Oberst und Kommandeur des Inf. RetS. v. Gcrsdors Nr. 80 wieder in Wiesbaden.. Durch Berufung des Großherzogs wurde v. W. nach dem Tode v. Grancys mit Wahrnehmung der Geschäfte des Gcncraladjutanten beauftragt und bald darauf unter
Arbeiterbewegung
In M almö wurde eine bedeutende Ätenge Dynamit gestohlen. Der Diebstahl wurde gleich in Verbindung mit dem sich zuspitzenden Arbeits-Konflikt gebracht. Diese Vermutung scheint sich zu bewahrheiten. Tie Firma Scholander L Co. hatte trotz der Drohungen der Streikenden englische Arbeiter zur Löschung der Kohlenschiffe verwendet und die Arbeiter auf einem alten, im Hafen isoliert liegenden Segelschiff untergebracht. Sonntag nacht ruderte eine Person zu dem Schiff hinaus, steckte eine Dynamitpatrone mit Zündleitung in eine offen stehende Schiffsluke und zündete sie an, worauf er schleunigst davon ruderte. Es erfolgte eine Explosion. Von den englischen Arbeitern wurde einer getötet und 7 schwer verwundet. In Malmö herrscht wegen dieses Attentats-große Erregung.
Beförderung zum Generalnmjor definitiv ernannt. Er machte bann die I n d i e n r c i s e des Großherzogs mit und wurde 1906 zum Generalleutnant befördert. Er war Ritter vieler hoher Orden, u. a. des eisernen Kreuzes 2. Klasse, v. W. wurde im September v. Z. durch eine Influenza- ersraniung bettlägerig, bekam später Lungen- und Rippen- fellentzündung und hat sich nicht mehr erholen können. Er wird allen, die mit ihm Umgang batten, als streng recht- licher und gütiger Charakter in gutem Andenken bleiben. Die Beisetzung findet voraussichtlich am Dienstag vormittag 10 Uhr statt.
** Dic Radfahrerabteilung des 18. Armeekorps macht _ gegenwärtig eine dreitägige U eb uii gsfahrt. Sie fuhr heute vormittag vier Uhr von Mainz über Frankfurt und Friedberg hierher. Morgen geht die Fahrt nach Eoblenz weiter und am Mittwoch wird wieder nach Mainz gefahren.
•• Eine sehr aufregende Szene spielte sich am verflossenen Freitag abend in der Wilhelinstraße ab. Ter zn Frankfurt a. M. geborene, hier wohnhafte und mehrfach vorbestrafte Arbeiter G. beschäftigte in letzter Zeit wieder- holt die Kriminalpolizei. Am Freitag früh hatte em Kriminalbeamter auf richterliche Anordnung hin eine Durchsuchung in der Wohnung deS G. oorgenornmen und eine Uhr beschlagnahmt. Am Abend gegen 9 Uhr erklärte G. seiner Frau, daß er jetzt in die Wohnung deS Beamten gehen und diesen erschießen iverde. Ec verließ mit scharfgeladenem 9-Mm.- Rcvolver die Wohnung, seine Frau folgte ihm, ließ den Beamten warnen und G. begab sich direkt nach der Wohnung
vermisstes.
• Deutsche Lultschifferei. Tie große Fahrt des Zeppelin' scheu Lenkballous ist bei Fortdauer der günstigen Witterung aus heilte (Dionlag) Minag ui Aussicht genommen. Tie Zwischenlandung aus dein Exerzierplatz in Konstanz wird bei der Rückfahrt am Mittwoch Nachmittag staktfinden. Für den am 15. d. Ai m Straßburg zu erwartenden Besuch des Zeppelm- schen LustschisfeS hat der Kaiser angeorduet, daß die dortige Artillerie den Grasen mit Salutschüssen zu begrüßen hat. — Ter Serzog von Altenburg hat dein Grasen daS Großkreuz deS rncslinischen HausordenS verliehen. — Zur Turchsührung einer direkten Lustschiss-Berbindung Brüssel -Wien unb Brüssel-Rom hat sich eine zweite deutscheLustschiss- Äesetlschalt gebildet. Sie will sich alS mitteleuropäische Ex- prcß-Lustschiff-Geselljcha't zunächst mit Erwerb von Patenten be- sassen. Als Hauptbcteiligte werden süddeutsche und belgische Kapi- l tollsten genannt.
* Einunglückseliger Blumenkorso in P r xg. Bei einem Wiener Blumenkorso am 11. b. M., dem 5Ü0QU 1 Menschen beiwohnten, würben infolge des Applauses der
deS Beamten. Vorher hatte er schon in der Wilhelm'iraße einen Schuß abgegeben, dessen Geschoß durch eine Fenster- scheibe in daS zweite Stockwerk. eines Hauses flog. Tie Wohnung deS Beamten fand G. verschloßen, cS wurde ihm auf sein Klingeln 'nicht geöffnet, er beschimpfte den Beamten und drohte, wenn er ihn jetzt nicht erreiche, werde er ihn morgen erschießen, und hatte dabei den Revolver schußbereit in der Hand. G. erlitt dann kurz darauf einen epileptischen Anfall, weshalb vorerst von seiner Festnahme Abstand ge- nommen wurde. Gestern früh erfolgte nun seine Festnahme und er äußerte dabei, wenn ihm diesmal sein Vorhaben nicht gelungen sei, so werde er eS ausjühren, wenn er wieder frei sei G. pflegt sich bei AuSführiing seiner Straftaten aus seinen epileptischen Zustand zu stützen, hoffentlich aber wird wohl dem gemeingefährlichen Menschen gründlich daS Hand-
Menge vier vor das Break der Witwe des Finanzministers £airi gespannte Pferde s ch e u. Frau Kaizl würbe vom Bock geschleudert, verletzte sich aber nur leicht an der Huste. Ihr Bräutigam. Ebler von Gecergy, ioidic Baron Radherny stürzten ebenfalls aus dem Wagen und wurden ziemlich schwerverletzt. Ein Pferd konnte sich losreitzen, wurde aber bald wieder eingefangen. Tie drei anderen l^rcröe rauen mit dem Wagen in die Menschenmenge, che furchtbar chrie. Im Gedränge wurde die tschechische Schauspielerin Slavinsky niedergest o ßen und totgetreten. 18 Schwerverletzte wurden in den Kosthallen auf bem Ausstellungsplatz verbunben. Außerdem gab cs 30 Leichlverwuiibete. Tie Schwer verwundet en mußten^ ins Krankenhaus gebracht werden. Erzherzog Karl <jranj ovsef beteiligte sich an den Hilfeleistungen.
Kleine Tagcschronit.
Tie Mörderin G r e te Beier .de bekanntlich ihren Bräutigam in cm beücres Jenseits besorg.rt hat. ivurde |tU» samerweise vom König von Sack-len zu lebenslängliche m Zuck-1 ha u s „begnadigt". , 4 _ .
(Sin schweres t*l u!o m o b 11 u n ft l u cf hak sich am vonntag Lorniittag m der Rahe von Beelitz, etwa 15 Kilometer südlich von Potsdam, ereignet, bei dem durch Umstürzen des Wagens der Regie rungs rat Serlo den Tod gesunden hat midder Rechtsanwalt Tr. Lcchclhäiiser einen Schadeldruch erlitt Reklor veymauu, dem das Automobil gehörte, kam mit einem Rcrveuchoc und der Chauffeur mit leichten paut- abschur'itugen davon.
Tie auswäitlge Blattemicldimg vom iobe des Humorisleri R « utter ist unrichtig. Es handelt sich bei dem m §rage stehenden löitichen Unfall ui Müncheii mchl nm den Humoristen Reutier, fonbevn um einen Maschinisten Reuter.
3n Friedrichshafen würbe in Gegemvart hes Königs und ber Königin von Württemberg, der Vertreter der deutschen Bundcsüaaren, ber Schwerz und Hollands die neue Drachen- fta t io n eingewelht, ivorauf Drachen- und Ballonau'Mcge folgten.
In Kiel hat sich der Eeelcutnant Richter erschossen. TaS Motiv der Tat ist unbekannt.
Arn Samstag nachmitiag vt die irn Bau besindliche Militär- balloiihalle bei FreScaty (Loth.) infolge Sturmes e i n g e st u r z t. Fünf Personen wurden verletzt.
Tie Arztwitwe ErnmyKrelschy wurde in einem Walde bei Innsbruck ermorrbet ausgefunden. Don dem Taler fehlt jede Spur. «
Ans Engelberg im Kanton Unterwalden wird gemeldet, daß dort am Samstag der Hauptmann Becker aus Berlin vom Hanenengelberg abgestürzt ist. Er erlitt so schwere Verletzungen, daß er alsbald verstarb.
Beim Ausücktspunkte Plena den. oberhalb Veveys in der französischen Ldwciz, ist der Engländer Wahle aus Shrewsbury, Vater dreier Kinder, aus Unvorncl uakeu über eine bete Felswand abgestürzt und als schrecklich zerschmetterte Leiche ausgehoben worden. iYl , . ,,
Jnsolge einer Polemik wurde in Paris ein P i st o l e n d u e l l zwischen Den Schriftstellern Ftehr und K i st e m a ckers aus- gefochten. Es ocnic! nach zweimaligem Kugelwechsel resultatloS. — Aus Lorie n l wird bcrid tet: Schwere Gew > t ter, welche gestern int Departement Morbihan niedergingen, verursachten den Tod von 10 Personen, w.chrend 20 verletzt wurden, zer Blitz zündete an mehr als 20 Stellen Feuer. Ter Schaden ist sehr bedeutend. , „ , ., ..
In Trival (Frankr.) überrannte an Automobil cuie Frau, die ihr Kind auf Dem Arme trug. Das Kind und die Frau wurden toblid- t'vrlcy.t.
werk gelegt werden.
♦♦ Unangenehme Witterung hatte der gestrig. Sonntag namentlich für die Ausflügler gebracht. Agdibem am Tage über drückende Hitze geherrscht hatte, brach gegen 6 Uhr ein kurzes aber sehr heftiges Gewitter aus. Es war von einem tüchtigen Sturm begleitet, der an manchen Lrten and) erheblichen Schaden an richtete. <so wurden B. in Wseseck die großen Winschättszelte, die anläßlich des dortigen Radfahrsestes errietet waren, ar^ öerzaust und ihre Bedachung teilweise abgerissen und zer>iört. Auch zahlreiche Gläser gingen in Scherben. Etwa um 11 Uhr zog dann ein zweites hestiges Unwetter über unsere Gegend, das wiederum von einem heftigen Gewitter begleitet war.
»* Hofrat Rothschild wurde am Samstag vormittag von 2 Gesangenwärlern nad) Heppenheim verbracht, wo er in der Landesirrenanftalt 6 Wochen lang auf seinen Geisteszustand beobachtet werben soll. . l
△ Büdingen, 12. Juli. Tie hiesige Glasfabrik, die mit einer Produktion von jährlich 10 Million Flaschen arbeitet, ist durch Kauf m den Besitz der großen Akttenge- sellschaft für Glasfabrikation zu Gerresheim (Rheinland) übergegangen. Vor 15 Jahren hier gegründet, war die Hütte zuerst Eigentum der Firma Sigwart, Gellrich & Co.; dann
Märkte.
ic. Frankfurt a. M., 13. Juli. (Oria.-Telegr. des „Gieß. Am/) Amtliche Stotierungen der heuligeu Fruchliuarktpreife. Weizen Alk. 20.75—21.00, Kurhefsischer Alk. 20.75—21.00, La Plata Alk. 23.80—24.25, Kansas Alk. 23.00—23.50, Roggen (hiesiger) Alk 18.75—19.00 Gerste (Wettei-aner) Alk. 20.75—21.7b, Fronkcn- fclber Mk. 21.00—22.50, Hafer 16.75—17.50, Ala iS Alk. 15.90—16.00. ""eiz«uiehl Alk. 30.00—30.50, 00—00, 2. Qualität Mk. 29.00 bis Mk. 29.50, 3. Qualität Alk. 27.00—28.00, Roygemueht o
Mk 29 75—30.00,1.Qualität Mk. 28.75—29.00, Weizeickleie Alk. 11.50 bis Mk. 11.75, Roggeukleie Mk. 12.25—12.50. Ataiskeiine Mk. 10.90 bis Mk. 13.10, Fraukeu, Pfälzer, Ried Alk.00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. v
le. Frauksurt a. M., 13. Juli. (Telegr. Qrig.-Bertchl de« „Gieß. Auz.".) Amtliche Notieruugen der heutigen Viebmarkt- p r e i f e. Zum Verkaufe staudeu: 572 Ochsen, 125 auS Oesterreich 91 Bullen, 0 aus Oesterreich, 1175 Kühe, Fersen, Stiere und Rmder, 342 Kälber, 212 Schale und Hammel, 2698 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 0 Echaftämmer. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochfeu: 1 Qualität 76—79 Alk., 2 Qualität 70—74 Alk., 3. Qualität 58—62 Mk.: Bullen: 1. Qual. 65—67, 2. Qual. 60—62; Kühe 1. Qualität 70—73 Alk, 2. Qual. 61—63 Alk., 3. Qual. 44—46 Mk., 4. Qual. 00—00 Alk^ b. Qual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für das Pjund Schlachtgewicht: Kälber 1. Qualität 93 bis 95 Pfg., Lebendgewicht 55—56 Pfg., 2. Qualität 85-95 Pfg., Lebendgewicht 50-54 Pfg., Schlachtgew. 72-76Pfg.; Schafe: 1. Qual. Lchlachtgew. 82 bis 00 Pfg., 2. Qual. 74—76 Pfg. Schweiue: 1. Qual. 64—00 Ps., Lebeudqewichl 50,5-00 Pf., 2. Qual. 62-63 Pt., Lebendgewicht 49-50 Psg., 3. Qual. 53—56 Pfg., Lebendgewicht 00 -00 Psg. Gefchäft bet Hornvieh gedrückt, Ueberstand mäßia; bei Kleinvieh, Kälbern und Schafen gut, kein Ueberstand; bei Schweinen gedruckt, Ueberstaud bedenlend.
Wie bekannt, werden die diesjährigen Herbslübungen bc§ 18. Armeekorps sich bis nach Westfalen ausdehnen, während die KorpSrnanöver, die den Schluß bilden, sich mehr in^der Richtung nach Marburg zu abspielen werden. TaS Brigadeexerzieren hält die 41. Jnfanterlebrigade auf dem Truppenübungsplätze bei Darmstadt ab, die 42. Infanterie- .... _.u. w -
btigabc bei Büßfelb, bie 4 9. Infanteriebrigabe bei ging sie in ben Besitz beS Herrn Karl Block über, ber von Frohnhausen, bie 50. Jnfanteriebrigabe bei Achenbach. Anfang an ber Hauptbeteiligte gewesen war. Von ihm er- Darauf folgen bie Brigabemanöver, wobei bie 41. Infanterie- warb sie bie bekannte Firma Siemens & Go., bereu Ge- brigabe bei Iserlohn, bie 42. Jnfanteriebrigabe bei Meschebe, schäftsführer Dr. Rosenthal sie später aus eigne Rechnnng bie 4 9. Jnfanteriebrigabe bei Bieben köpf unb übernahm. Nun hat sie zum viertemnal ben Besitzer ge- Hallenberg, bie 50. Jnfanteriebrigabe bei Dillenburg unb wechselt. Der Kaufpreis ist noch nicht bekannt geworben; Biebeukopf übt. Der 41. unb 42. Jnfanteriebrigabe sinb bei- man fchätzt ihn auf 1—1 Va Million Mark.
aeaeben bie 21. Felbartilleriebrigabe unb bie 21. Kavallerie- h Ciienbad), 11. Juli. In ber vergangenen Nacht zwischen ß . . 4n L x nn crnfnnfpriphrmnhf» hip 25 TVelb-12 unb 4 Uhr kam es auf bem Weg vorn ^chutzeuplatz uach der
brigabe, ber 49. unb oO. ^nranteciebcigabe bie 25. Fel \~labv ..vischeu dem Kaufmann Braß und dem Schutz- artlllerie- unb 25. Kavalleriebrigabe. Das Dlvlfions - I muuk zu einem Wortwechsel, weil Schmunk eine ui
manöver hält bie 25. Großh. Hessische Division in bem ^r Begleitung des Braß besindliche Dame belästigt hatte, schmunk Gelände bei Biedenkopf-Marburg, bie 21. Division zog ben Säbel und verletzte den Braß au der Hand schwer, ferner b.l M-Ichcd° unb SUtcna ab In zwei Kr,°gs.ag°marlch-n Ro?f.Ohr
hat bie 21. Division sich nach Beenbigung ihres Dlvijions- tzurchgehaueu. Die Verletzten würben auf ber nächsten Samtats- manövers nach bem Gelänbe bes Korpsmanöoers zu be-1 |öQC^e verbunben. Orff. Zig)
geben. Tie KorpSrnanöver fmben am 21., 22. unb 23. ©ept. Worms, 12. Juli. Gestern nacht bemerkten aus in bem Gelänbe zwischen Biebcnkops unb Marburg statt, ihrem Patrouillengang zwei Schutzleute in der Gaustraße Bei ben Jnsanterie-Negimentern Nr. 166 (Hanau) unb einen Mann mit einem zweiräderigen Handkarren stehen. 9lr. 168 (Offenbach-Blitzbach) werben füc bie Manöorierzeit Als ber Mann die Schutzleute gewahrte, fuhr er die Gaudritte Bataillone gebildet. straße entlang nad) der Körner- und Johanniterstraße zu;
* in letzterer Straße wurde er von den Schutzleuten ange-
* * G e n e r a l a d j u t a n t v o n W a ch t e r f. Wie schon halten und befragt, was er in seinem Starren habe, worauf
in einem Teil der Samstagsauflagc mitgeteilt wurde, ist erwiderte, er habe Sand und suche einen Mann namens 'Ä’Äb’ÄÄE? de» weiteren Nachforschungen ergab essichdabder
Er ist am 18. Sept. 1851 in Darmstadt als Sohn des 186b bei Mann, em öcrgeant ber j. Kompagnie, namens £emtt)cbcr, lLaufad) gefallenen Hauptmanns v. W achter geboren und der als Sdsießunteroffizier kommandiert ist, die Patronen trat am ersten Oktober 1867 beim 2. Hessischen Jäger- — etwa 8000 Stück — aus den Beständen, zu denen er bataillon als Fähnrich ein. In diesem Bataillon machte wohl Zutritt hatte, gestohlen hatte und sie an den „Heiler als Leutnant den Feldzug 1870/71 mit und wurde in xstnstler" Hermann Eduard Appclhaus in der Gaustraße ab- der Schlacht bei Graoelotte durch einen Schuß ui den Hals , -n wollte. Eine Durchsuchung in der Wohnung des Ichwer verwundet. Die Kugel ging bis zum Rucken, blieb förderte noch zwei Kisten mit scharfen Patronen
untet bie LI * D-r Serges wurde der MiLrwache Ege-
in dem, dem Jägerbataillon nmsormierten 3. Bat. des Inf - liefert, während Appelhaus vorläufig festgenommen, heute Regts. Nr. 117 Bataillonsadjiltant, dann Regiments- und mittag dem Amtsgerichte zugefuhrt, dort aber aus freien 1881 Brigade-Adjutant der 31. Jns. Brigade. Im Jahre Fuß gesetzt worden ist. — Heute wurde er wieder verhaftet. 1877 hat fick) v. W. mit Äug. Hill aus Offenbach verheiratet. Insgesamt sollen nach der „Worms. Ztg." 42 700 Patronen 1882 wurde v. Wachter unter Belassung in seinem Kom- gestohlen sein.
mnnbo ä la suite bcs MaLbeb. Ins. Regt. Nr. 57 "-"1"^ I_______
1882 avancierte er zum Hauptmann unb würbe noch in <ßcrid?t5faaL
bemselben Jahre Kvmpagniechef im 3 Garbe-Regiment Kö- Berlin, 11. Juli. Der Redakteur ber .Trilbüne', Tr. Rub. iiigin Elisabeth in p.inönu mit» am 4. L Hobt, r lockt) .Idiu-1 n^vtenbad), wurde von der Slrastammer wegen Beleidigung taut beim Generallommando des 6. Armee-Korps in Breslau. preußischen Oiiizi erkorps, die in einem Artikel der 1891 wurde er Major und 1893 Bat. Kommandeur im Füs.- .Tribüne" mit der Ueberschrüt „Ein Haiiptmann als Mörder" im 1897 erfolgte fein Avancement zumlAnschluß an die Allensteiner Tragödle gesunden wird, zu 600 Mk.
' 1 (55 c l i> |‘t v a f e , eventuell zu 60 Tagen Gefängnis verurteilt. Ter
Staatsanwalt beantragte ein Jahr Gefängnis. Ter Strafantrag
bei 30 über 2000 Kilogramm, bei 35 weniger, xer Settgcbalt betrug durck'chnittlich 4 Prozent, wobei zu benirfiidntgen nt. Daß keines der Tiers ain Milckvroduktion gewittert wurde.
Im ÄTCiic Wevlar waren 1024 Kühe und 34a stiere im Herdbuch eingetragen, von denen ;u>'ammen zur Znr lebend vorhanden find. Au- dem Kreise Marburg wird nur oerichiet. I daß bon eine Körkommission gebildet werden wird, l^ndrat Tr. Sartorius erklärt, daß tr bie Beitimmungen per -vieden- kopfer .Hörortmung, die deines Wls;ens m Lderben n schon langst sich bemal,rc haben, auch der Körkommiüion Weylar zur Annahme Vorschlägen werde, wobei allerdings eine Karenzzeit ois IckII gewäfrr werden müsse. Tcr Vornyende v. _wimburg teilt mit, daß dm Verbandsoorstand in seiner letzten Sitzung wlgende Frage längere 3eit beschäftigt hat: Cb Tiere mit längerer Ahnenreihe, beim Vorhandensein eines ki.ineren roer,:n 6utenled5 ms] Herdbuch ausgenommen werden Dürfen. Man l-abe behauptet, । baß dieser weiße Fleck ein Naturspiel sei, bas man pameren lasten; könne. Bon anderer Seite sei erklärt worc^n, der kleine westze Fleck, der früher schon vorgekommm sei, sei in jüngster Zeit immer kleiner in dec Erscheinung getreten und wenn dem w ,ei, dann handle es sich nicht um ein Naturspiel, souo.rn um einen gehler in bet Züchtung, den man ausmerzen müsse. Es iei dann der Vorschlag gemacht worden, solche Tiere bedingt in das verdbuch cinzultagen und abzuwarten, woS für dcachkommenstyast nch zeige. Halte diese denselben Fehler, dann solle die Mutter wieder im Herdbuch gestrichen werden. Im Streue Biedenkopf habe man sich energisch gegen diesen Vorschlag gewehrt und^ ha^ darauf bestanden, daß das Lieh ctnfarjig rot sein müsse. Die 'Versammlung nimmt in Dieser Frage denselben Standpunkt ein, wie dte Biedenkopfer Züchter ihn ctnnehmen. ,
Den Crt der nad sstahrigen Generalveriammlung zu bestimmen, wird dem BerbanoSvorstand überlasten, da bisher noch nicht feststeht, wo eine Tierschau abgehalten wird.
Aus Statt und Land.
Gießen, 13. Juli 1908.
Vom Manöver des 18. Armeekorps.
Liornusjiwtllche Witterung für Hcsteu am Tie.iStag den 14. Juli: Meist trüb. Regenialle. Etwas kühler. Westliche Winde.
W a f f e r w ä r in e der Lahn 180 R.
Griginal.Drahtniel-ungen.
Mannheim, 13. Juli. Tie hiesige Sektion des oberrheinischen Luftschiffervcreins erhielt aus Friedrichshafen die 9!achricht, daß die große Probefahrt des Grafen Zeppelin bei günstiger Witterung morgen bestimmt vor sich gehen wird.
München, 13. Juli Ein schweres Automobilunglück ereignete sich gestern bei Haucrbach zwischen hier und Tegernsee. Ein mit vier Hotelgästen besetztes Auw des Automobilbesitzers Gäbel wollte infolge eines Pneumatikbruchs rasch bremsen und stürzte um. Ter Chauffeur Göbel wurde getötet und die übrigen Insassen schwer verletzt.
London, 13. Juli. Die „Times" veröffentlicht heute einen längeren Artikel über die L u f t s ch i s f a h r t. Der Schreiber des Artikels bedauert, daß England sich von den übrigen Mächten so weit in der Luftschissahrt habe überflügeln lassen. Sobald man sich Rechenschaft ablegt über die Gesahr der Lage, wird nicht nur eine große Entrüstung daS Ergebnis sein, sondern es ist leicht möglich, daß die Unruhe eine Panik herbeiführen wird. Bedeutende Geldsummen, meint der Artikclschrcibcr, müßten aufge- wendct werden, sowohl um lenkbare Lustschifse zu bauen, als Offiziere und Soldaten heranzubilden. — Ter Erfinder Maxim l)at in einem Interview die Vorzüge der „schwerer als die Luft"-Schifse hervorgehoben. Für ihn sind Luftschisse nach dem System Zeppelin für Transporte bei ruhigem Wetter die praktischsten, aber unbrauchbar bei ungünstiger Witterung. Er glaubt, daß dieses System nicht von langer Dauer sein und bald aufaegeben werden dürfte.
Rabat, 13. Juli. Abdul Afis. ist gestern nach M a r a k e s ch abgegangen.


