Ausgabe 
12.10.1908 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

sagen herzlichen Dank.

Familie Haas

W i e s e ck, den 12. Oktober 1908.

Danksagung.

Für die vielen Beweise ausrichtiger Teilnahme bei dem Verluste unseres lieben, unvergeßlichen Gatten und Vaters

Herrn Johannes Haas 118.

i

Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass unsere innigstgeliebte Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Wilhelmine Orbig geb. Frech

Samstag vormittag io1^ Uhr im vollendeten 73. Lebensjahre sanft entschlafen ist.

Um stille Teilnahme bittet

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Carl Orbig

Giessen (Bruchstr. 13a), Bamberg, St. Louis, 12. Oktober 1908.

Die Beerdigung findet Dienstag den 13. Oktober, nachm. 2 Uhr von der Kapelle des alten Friedhofs aus statt. 08530

'S*.

Es

katholischen.

I Lebendgewicht 55,556 Pf-, 55,0-00 Pfg., 3. Qual. 62-

HirfcknApotbcte.

[sF

Meinen

ü Pfund 4550 Ps,

A. Salomon & Go. AM« 4.

.B.

95 Pfg.

1.50 Hk.

15 Pfg.

75 Pfff.

ft um so auffallender, als sie nicht das Ergebnis einer für i b: Konfessionen gleichmäßig verlaufenden Bewegung ist, sondern L's ganz entgegengesetzten, aber gleich ftcrfcii und deshalb in si em Erfolg einander paralysierenden Bewegungen resultiert. L:nn irgendwo zeigt sich in diesem Fall, wie notwendig cs "ji bei aller Masfenbeobachlung die große Zahl wieder in ihre

mit neuer Tlieaterbühne bringe zur Abhaltung von 15757 Festlichkeiten.

Kommersen, Vorträgen, Hochzeiten, Versammlungen etc.

in empfehlende Erinnerung.

3lax Jaskowsky.

in allen Farben . -

Restposten Gürtelbänder, gestreift, japanisch.

Gummi Meter

Zunahme be Herzogtum.

Jahre 18531865 18661870 18711875 18761880 18811885 18861890 18911895 18961900 19011905

Appetitlosigkeit und Blähungen verschwinden bald nach Anwen­dung von Karns U>7o0

Pepsin-Wein

Central-Drogerie, Schalstr,

Tie Wirkung dieser konfessionellen Zersplitterung und Attsch- ttitg zeigt sich deutlich in der Zahl der Mischehen. Diese be­legen 1907 in Rheinhessen 25 Proz. aller Eheschließungen, während sic in Starkenburg nur 16, in dem rein evangelischen Oberhessen gar nur 6 Proz. ausmachten. Am höchsten streg

Kleine Tanesclironir.

Mit etwa 1000 Mark ist die Kassiererin einer Spedittonsprma

OrigrnKL-DrnhrmcLSungen.

Paris, 12. Okt. In hiesigen diplomatischen Kreisen wird die Nachricht verbreitet, Iswolsky werde den Ent­wurf eines von den Großmächten zu unterfertigenden Pro­tokolls nach Paris mitbringen, das den im Schwarzen Meer Kriegsschiffe haltenden Mächten für den Kriegsfall gewiss« Verpflichtungen auferlegt, damit die Türkei nicht ohne ihren Willen in einen Krieg zweier anderer Mächte hinein-, gezogen werde. Der Protokollcntwurf ist durch das Bestreben charakterisiert, gewisse Sicherheiten zu schaffen, da­mit das von Rußland verlangte neue Dardanellen-Ab­kommen auch der Türkei gewisse Vorteile bringe.

London, 12. Okt.Daily Telegraph" meldet aus Konstantinopel: Da Bulgarien die Zahlung des ostrume- lischen Tributes eingestellt hat, unterbreitete der Ver­waltungsrat der Dette pubtique der Pforte ein Memorandum, worin darauf hingewiesen wird, daß der ostrumelische Tribut niemals genau festgcstellt worden war und von 10 250 000 auf 3 750 000 Frs. reduziert worden sei. Von dieser Summe habe Bulgarien noch den vierten Teil zurückgehalten unter dem Vorwande, daß diese Summe wegen der Eisenbahn Rustschuk-Varna geschuldet werde.

Sofia, 12. Okt. Der Verkehrsminister hat Befehl ge­geben, keine Eisenbahnwagen, die den bulgarischen Gesellschaften oder dem Staate gehören, aus Bulgarien heraus zu lassen.

Die Gordon-vermett-wettsahrt.

Eine außerordentlich große Menschenmenge wohnte der gestrigen Ballonwettfahrt, deren Start in Schmargen­dorf bei Berlin stattsand, bei. Die Auffahrt Ku dieser ersten der Internationalen Ballonfahrten begann um 2 Uhr. Von den gemeldeten 25 Ballons sind 23 aufgestiegen. Es war e.ine Zielfahrt, und das Ziel war genau nördlich von Berlin festgelegt. Bei dem Start ist der amert- tanische BallonConqueror", Führer Forbes, ut 200 Meter Höhe nach einer Fahrt von nur wenigen Minuten

I st- jung fett, Haiermast, VWt I saub. gerupft, 7-10 Pfd, t;__. ' 4550 Psg., täßl. frisch geschl. vcrs. geg. Nachn. Les. Aug. Grigall, Gr.SriedrichsdorßOsipr. (6063)

Gießener Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für Hessen am Dienstag den 13. Oktober: Heiter und trocken. Nachts kalt, vielfach Neu. Am Tage kühl. Nördliche Winde. _____ «

Feinsten Medicinai- LehesHrsm wohlschmeckend, lose und in Flaschen.

Ijebertran

Emulsion empfiehlt [5751 Vacto^äa-Öpcgepse

Adolf Bieler, Marktstrasse 5. Marktstrassc 5.

Details aufgulösen.

Rheinhessen ist keineswegs ein regelmäßig konfessionell ge­tischtes Gebiet, wie es die angezogeucn Prozentziffern vermuten lpsen. Vielmehr sind auf diesem Raum eine Menge Hemer iebietc mit verschiedenster konfessioneller Färbung bunt durch- tiianbcr gewürfelt. In jenen Teilen Rheinhessens nun, wo

Protestantismus die Mehrheit bildet, wiederholt sich dieselbe ^scheinuiig ivie in den beiden anderen Provinzen des Groß- ezogtums: eine raschere Zunahme der Katholiken. Aber dort, m>, wie im Kreise Mainz, der KatlwlizismuS überwiegt, zeigt ch das entsprechende Gegenteil: der Anteil der evangelisck-en )M)öITcrung vergrößert sich auf Kosten der katholischen. Es

100 fc'g^ant flirt -t. M, IS. Okt. ffclegr. On-t.. Bericht d°S (Sieh. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkl- preise. Zum Verkaufe standen: 454 Ochsen, 147 aus Oesterreich 54 Bullen, 0 aus Oesterreich, 902 Kühe, Fersen, Stiere und Lunder, 283 Kälber, 434 Schafe und Hammel, 1710 Schweine, 0 Ziege», 0 Ziegenlämmer, 00 SchaUammer. Bezahlt wurden iur 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1* f7 ü,;.

2. Qualität 75-77 Mk., 3. Qualität 6O-60 Mk.: Bullen. 1. Qual. 66-68, 2. Qual. 62-64; Kühe 1. Qualität 74-76 Mk 2 Qual. 6667 Aik., 3. Qual. 5456 Aik., 4. Qual. 0000 Mk., 5 Qual. 0000 Aik. Bezahlt wurden für das Pfund Schlacht- gewicht: Kälber 1. Qualität 92 bis 95 Psg., Lebendgewicht 55-56 Psg., 2. Qualität 78-86 Psg^ Lebendgewicht 46ol P g., Schlachtgew. 68-70 Pfq.: Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. ,8 bis 80 'Pfg, 2. Qual. 64-88 Psg. Schweine: 1. Qual. 71-72 Pi.,

- '' B Pf 2. Qual. 6970 Pf., Lebendgewicht

oo,u-uu VIU., o. 62-68 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Psg. Geschäft bei Hornvieh gut, Ueberstaud unbedeutend, bei Kleinvieh gut, Ueberstand unbedeutend.

Herzogtum vor allem

Freiprotestanten, fast ausschließlich in Rheinhessen, msgcs. 2639

Deutsch-katholische, nreift in Stärkend. 11. Rheinh. 2277

Freireligiöse, " 1050

Altkatholische, 033

Apostolische (Jrvingianer),

Mennontten, meist> öU-

D a r m si adt. 4. r. M e l l e r.

655, das sind 9.1 Proz. aller Eheschließungen

692, 9.3

838, 10.8

892, 13.4

942, 14.3

1073, 146

1209, 14.7

1498, 15.8

1551, 17.1

allgemeinen Konfessionsstatistik nachfolgc'.ide cvan-

niic schwach vertreten ist. , . 1

Es wäre deshalb nötig, was für die Zwecke des pandvuchs , niffit angezeigt erschien, bei einer Konfefsionsstatistik brs auf die |(V cmciitbeu herabzugehen und mit Hilfe der Gemeindestatisttr erst tic Grenzen für konfessionell gleichartig zusammengesetzte Ge- bi,-tte zu bestimmen. Sie würden sich wohl im ganzen noch irtfen mit den ehemaligen Territorialgrenzen. Nur bei den t . mecen Städten, weil hauptsächlich vom Zuzug , und seiner I-.l-usgleichungstendenz beeinflußt, würden sich Abweichungen er- l t',en. Das platte Land hingegen, das ausschlietzlich als ttb- Iu<mdcrungsgebict in Betracht kommt, würde nur ganz unwesent- Ilinc Verschiebungen aufzuweiseu haben. Daher ist allerding-, n bedeuten, daß das platte Land, so sehr es auch bet einer Tttographischen Darstellung der Konfessionsverteilung in» Gewicht 8 !L.lt, doch nur einen immer geringer werdenden Anteil der 1 > samtbevölkerung darstellt, während bei den rasch wachsenden

6 (äbten das gerade Gegenteil der Fall ist.

Bon den fünf größten Städten sind Gießen und Darmstadt bic am meisten evangelischen (87 bezw. 79 Proz.), ^n Worms 2. linb Offenbach bildet der Anteil der Katholiken schon ein Drittel bet Bevölkerung (32 bezw. 36 Proz.). In Akainz überwiegen hie Katholiken (o9 Prozent), jedoch lange nicht mehr- in bem I Me wie zu Anfang des verflossenen Jahrhunderte (1828

i 83 Proz.). Tie B.-rteilnng der zwnfessioneu im übrigen Groß- herjogtum ist in groben Zügen ungefähr folgende: Der größte

? il von Oberhessen und Starkenburg, der Kern der hessischen Ul'tmde, ist noch rein oder doch überwiegend evangelisch. Er * bildet einen Ausläufer des großen evangelischen Gebietes von ck Mf-ori)^ und Mitteldeutschland und stellt die Verbindung mit dem evangelischen schwäbisch-fränkischen Gebiet her. Rein oder uber- W>nirgend katholische Bevölkerung sindet sich in den ehemalig geist- Llichcu Territorien, vor allem in den kur main zischen Ge- W litten, und zwar im Norden der Provinz Rheinhessen, im Süden von Starkenburg in der Rheinebene zwischen Gernsheim, Lorsch,

Zürstadr, .Heppenheim, Bensheim und im Odenwald, ferner im 'iLordasten der Provinz in der Mainebene bei Dieburg und im >c»g Rodgau, in Oberhessen westlich von Friedberg und Bad- Eauheini. Im Süden von Rheinhessen finden sich aufeerbem einige rein katholische Orte des ehemaligen B i s t u m s W or m s, ü 1 Ober Hessen noch solche des Bistums Fulda, sc», das kath. > rbftcin und die Dörfer des sog. Katzenbergs bei Alsfeld, wirklich gemischtes Gebiet, wo in derselben Gemeinde Protestanten und Katholiken annähernd gleich verteilt sind, ist der nordwest­liche Teil von Rheinhessen, ehemals zur Kurvfalz gehörig, deren Bevölkerung lvie feine andere in Deutschland durch Regentenlaune

u nd Kriege mit Bckcnntniswcchseln drangsaliert wurde. Im mitt- icrcn Teil von Rheinhessen liegen meist Orte mit überwiegend e»angelischer Bevölkerung. Doch ist es schwer, in dieser Pro­vinz mit ihrer starken Zersplitterung einheitliche Gebiete scharf u^-juuLin»^. Rein evangelische, rein tatholuche und gemischte Orte sind ost wirr durcheinander gesprengt und bilden so cm <!2bhilb der früheren territorialen Zerrissenheit, wo Kurmainz, .ckurvfalz und reichsritterschaftliche Gebiete nebeneinander zerstreut

in Sm Italien, de- in Begleiluna

mehrerer Generale eine A u t 0 in 0 b i l f a h r t unternonuuen halte, 7r 8"^ der Nähe von Plaisante einen Unfall Ter Wagen st ü r z t e in einen W a f, e r g r a b e n, doch kamen die Z.-.fas,en ..ut bCm Die^Eh'o Uraft atistik verzeichnet in P c t ers b ur g 72 Neuerkrankungen und 87 Todesfälle. Tie Gesamtzahl der Kranken beträgt 1214. Das Gouvernement K 0 wn 0 ist von der stho-era bedroht. Lor kurzem wurde in einem Kurort bei Petersbmg der livländische Baron Ludwig vergiftet. Zetzt ist ferne sjioia verhaftet worden, die früher Dienftmndchen bet dem -wion gewesen war. Die Baron Hai ihren Mann, um den Hausknecht heiraten zu können, vergiftet. , .

Vier amerikanische Unterseeboote gerieten bei New-York in heftigen Sturm und wurden undicht, --.e geretteten Aiannschaften waren erichopfi, elNige ersickt. ^ieMa rme-VerwalUlng sucht die Lache zu vertchchen, doch haben die ei- bitterten Offiziere diese Weisung nicht bewlgl.

SchöBheilsfeMei bxttf) Puder und Schwinte zu verdecken, tfl nicht selten ein Berbrechen an der eigenen Gesundheit. Man benutze die nach dem Senialcn 2.R. P. Nr. 13898S von L Zucker

5 Co-, Berlin, hergestellte, wunderbar milde Zucklw-Uscifc, ärjtl. emvsoblen nnb tausendfach bewährt, Preis 50 »'2- (kleine Gebrauchspackung) und Mk- i.-V (große Gescheukpacknug) in Perbiudung mit Zuck?-Crknie, beut herrlichste» und umiachahmlichsten vau ter Sine, Preis Mk. 2,-, Prabeiube 75 Pfg.

Wunderbare Erfass, zumal bei gleichzeitiger Anwendung der nach dem nämlichen Patent liergestellten, weltberühmten und im Gegensatz zu obiger öustcrst kräftig wirkenden Zucker'S Pntent-Medizinal-Scifc, Preis 50 Psg. (kleine Packung, 15%i-]) und Mk. l.oO (grosre Packung, 35 % ig. von stärkster Wirkung), werden täglich berichtet. Jeder, der bisher vergeblich hoifle. mache einen Ver­such. Für die zarte Haut der Kinder ver­wendet die denkende Muller Bitnmoor- Kindcr-Lcife, 3. N. P., 'Jeicio 5U Psg., und Pitunioor-Kinder-Cröme, Preis 40 Pfg. Dovveldose 70 Psg. das Edelste» Belle und Neinsle für die kindliche Haut. Itcbernn zn staben. Wo nicht, direkter Versand durch i.'. Mucker Co Bertils PotLdamersr- 73.

In Gies-cu echt in ocr Utti- [ :s-Avotbckc,Marktpla

(t e ti I o ti t. Der Ballon siel aus das Dach eInc-3 ^cntie®,' möbel bic yülfc als Fallschirm wirkte. Von den ist niemand verletzt. - Sieger war der Ballon ,Eibir- fcld" des Niederrheinischen Vereins für Lnftlchisfahrt, unter Flwrnnq von Paul Meckel. Er landete nm 4,02 Uljr 302 30 Bieter östlich vom Ziel, ohne die Rcißlcine gezogen zu 'haben. Wenige Meter ivciicv landete der Ballon 3 ch'.ieäL"°.

Märkte.

ic. Frankfurt a. M., 12. Oft. (Orig.-Telegr. desGieß ") Amtliche Notienmgen der heutigen ^rud) tmarttprcii i. Weizen Mk. 20.2521.50, Kurhessischer Alk. 21.2521.50, La Olata Mk 23.75-24.50, Kansas 9)lf. 23.00-23.50, Roggen (l)ie|tger) Tlt" 18.0018.50 Gerste (Wetterauer) Mk. 21.5022.00, Franlen- seld'er All. 21.5022.25, Hafer 16.0017.50, Diais 2)1^16.7017.-0. Weizen,nehl Mk. 31.5032.00, 0000, 2. Qualität A!k. 30.o0 bis ^Mk. 31.00, 3. Qualität All. 29.00-30.25, Roggenmehl 0

All. 27.75-28.00,1.Qualität Alk. 26.75-27.00, Welzenkleie Mk. 10.2o bis All 10.50, Roggenkleie All. 11.50-12.00, Maiskeune All. 12.o0 b s Mk. 12.75, Franken, Pfälzer, Ried A!k. 00.00-00.00. Alles pe,

mit Siaii

>n aus, t

* 8

xKK

***«

-ne« » thturfs ta 5% aJetF.1, feil« k;

#*& w SKA

Die der (gerneinen Könfe,iwusstatiftit nacyiotgc.io. cuaiv- gclische und katholisch Kirchenstatistik, ivelch letztM Zum ersten- mal für Hessen evschemt, gestattet ^nen i^eresianten Einblick in den religiös-kirchlichen Charakter der Mischehen. Man.jollle wohl erwarten, daß in der Mehrzahl der Fälle der wechliche Ehegatte der religiös interessiertere und auch konservattvere ^eil wäre, und daß deshalb desseii 51!oiisesiwn bei der kirchlichen Trau­ung ausschlaggebeiiö sei. Die Statistik indes belehrt uns eiac-> anderen. Viel öfter folgt die Trauung in der Kwche, der der männliche Ehegatte angehört, als umgekehrt. Mr haben es hier mit einer, durch die Gesetzgebung beeinflutzteii, fast allgemein im Großherzvatum verbreiteten Sitte zu tun. Rach der allge­meinen StatiAk sind die Mischehen mit evangelischem Mann ungefähr ebenso häufig, wie die mit kacholischem. Bei den evan­gelischen Trauungen dagegen ersa>einen du.chwegs mehr Misch­ehen mit evangelischem als nut katholilckjem Mann. ^nt Durch­schnitt der Jahre 1900-1907 war daS.Verhältnis 364.294 Gerad umgekehrt und noch etwas schrofter gestaltet sich das Verhältnis in der katholischen Kirchenstatisttk. -ttNi Durchchuitt der Jahre 1898/1907 wurden 339 Paare mit katholischem Mann und nur 255 mit katholischer Frau getraut. Auch für die reli­giöse Kindererziehung ist in der überwiegenden Mehrheit der Fälle die Konfession des Vaters bestimmend Nach der evan­gelischen Mrchenstatistik wurden 19001907 durch,Hiittlich ehr­lich 1328 Kinder nach der Konftssion des Vaters, 946 nach der Konfession der Mutter getauft, nach ^r Statistiker kÄhollschen Kirche folgten im Jahresdurchschnitt 1898190/ 1145 Kinder bei väterlichen und nur 737 der mütterlichen Religion. In einzelnen Gegenden scheint diese Sitte sckstirfer ausgeprägt zu sein als m anderen. So wurden im Dekanat Osthofen im letzten Jahrzehnt 121 Misck>ehen mit katholisck;em Mann und nur 19 Mit katho­lischer Fran katholisch getraut, und ebenso 502 Kinder aus Misch­ehen mit katholischem Vater und nur 28 mit katholischer Mutter katholisch getauft. In anderen Gegenden wiÄxw scheint die Sitte durchbrochen zu sein und die Frau sich wirklich den religiösen Einfluß, wie oben vermutet, gewahrt zu haben. So wurden iw katholischeii Dekanat Mainz-Stadt 18981907 j4Ö Mischehen mit katholischem Mann, aber 683 mit katholischer Frau getraut und 1369 Kinder aus Mischehen mit katholischem gater, aber 1590# mit llttholischer Mutter getauft. Aehnliche Verhältnisse zeigen sich auch im Dekanat Mainz-Land. Die entsprechenden Zahlen sind hier bei den Trauungen 232 gegenüber 2/0, bei den Taufen 790 gegenüber 1124. . ...

Es erübrigt sich, noch kurz auf die anderen Konfessionen m £>encn einzu gehen, in erster Linie auf die jüdische, durfte hat das oben Gesagte über die Vermehrmigstendeiiz der in ,Minder-1 heit befindlichen Konfession natürlich Feme Geltung, weil sie nir­gends in einer Majorität sich befindet, so daß die Wanderbewegung eine gleichmäßigere Verteilung Hervorrufen konnte. Auch ist die natürliche Vermehrung der jüdischen Bevölkerung zu gering, als daß sie in diesem Sinne wirkte. Wir haben es im Gegenteil hier (mit einer stagnierenden Bevölkerung zu tun. Von 1828 aus 1871 hat die Zahl der Silben im Großherzogtum einen kleinen Zuwachs erfahren von 21236 auf 25 373. Seit 1871 aber ist ihre Zahl auf 24 696 zurückgegangen. Relativ ist die Abnahme bereits seit 1828 festzustellen: damals betrug ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung 3,1, 1871: 3,0, 1905 nur noch 2,1°/». Eine labsolute Zunahme haben seit 1871 nur die fünf großen Städte und die Kreise Offenbach und Lauterbach aufzuweisen, eme relative Zunahme dagegen findet sich nirgends/ Besonders auffallend, aber nur auf das rasche Wachstum dieser Städte zurückzurühren, ist die relative Almahme der Juden in Offenbach und Worms. Ihr Anteil tt!it der Bevölkerung betrug

1828 1871 1905

in Offenbach 13,0 5,0 2,9

in Worms 8,1 6,1 3,0

An kleineren christlichen Konfessionen finden sich int Grotz-

So rein wie bei Mainz und Worms kommen die zwei ent- i «engesctzten Bewegungen allerdings nicht in allen Kreisen zur tätung. Es ist dies aber darauf zurückzuführen, daß der Kreis ut eine derartige Untersuchung nicht die Meckmäßige Einheit k Auch in ihm können ebenso wie in der Provinz rein Tholi'che und rein evangelische Gebiete zusammenstoßen, so da« it statistisch das Bild eines konfessionell gemischten Gebietes in gißt, während von einem solchen füglich doch nur da ge- piochen werden darf, wo die Bekenner beider Religionen tn 'Hier Gmie.inde HanS an Öaus, Wand an Wand miteinander Lohnen. Der Unterschied wird bei einer Reihe sozialer Fragen Mi ult ich in die Augen springen. Man denke nur an die Misch- Kbcii, die in ländlichen Gegenden sicher leichter geschloßen werden, Denn die Ehegatten derselben Gemeinde angebären, als wenn v-t eine Teil aus einem Nachbarort geholt werden soll, und in 'ine Gemeinde eintritt, in der seine eigene Konfession nicht oder

ihr Anteil in den Städten Main; unb1 Offenbach (3o und 3( Proz. , wo auch bic konfessionell.' Mischung eine sch: starb m. '-:c mit dieser auch die Zahl dw Mischchen in reicher unb 1t:ter - «riffen ist, zeigt auch die Entwicklung int Gros;

Hier betrugen "bic Mischehen im Durchschnitt der

versüßt Zwctschen Honig, gibt ihm einen würzigen Geschmack unb macht ihn haltbar. [6001 Paket 50 Psg.

Adler-Drogerie, Seltersw.39

Otto Schaaf,

I ul U1H UUl I1UIIUMUU11ÜÜ1 j uwyiuüM.

Bei unserem WohnungSnachweis, Settersweg 26, sind sehr viel Anfragen nach möblierten Simmern eingelauten.

Wir ersuchen deshalb unsere verehrt.. Atttglieder, die wiche abzugebeu Haven, dies bet unserer Geschäftsstelle auaumclbcn.

vix/,ni Per Vorstand.

Hervorragender Gelegenheiiskaui in Bändern.

Heste von l1/® m reinseidenes Band, Tupfen oder la^Ao

Streifen, 12 cm breit ..

Beste von ll/a m reinseidenes Band, Chine oder

Streifen, 12 und 15 cm breit .

Reste von 1'/,. m Atlasband, für Haarschleifen

Ql|§ to

UNg) ßi . §0]. c

>al Oefnh«

L-K en eine ecl>!

Sl"nn IM, bes u llPn"llbn>I«61« ?."!* d!» toinnmn, s°uin!! gen. h«, Wwchm unb gegen etft roiebet fortgefdjt .oeroinmanbierenbc m vbe[ er hervorhob, l«nb aus Mannschaften W der nulitärischen : ~tuVPc' Mft einem

schloß bic An. ^cr ^fbung nicht ein ttajt werben müfun.

GMUm elfen,

kann nicht vor sich )cn unb Aeichgiivicht; mtreten. Das zeigt jit dicberung; fortschreilenk -r ÄolMgialeüsvtthäll. age in der Veränberm; in bie Masse gefonuner. leabnter Ausbehnung se­ien völlig unoiganijitr. )och so klare unb einfach- vollenLanbflucht" uti nge, wenn auch nicht gar, tig gekennzeichnet. St­erling in ländlichen G rohere Zusainmenballun; assen in Großstädten uti jinb in der Tat die wich ;nbeiungen des 19. Zah andere BegleiterscheiiW; r Tragweite, die deöheli isyrnchen bars: es ist b- oorgänge in bem »tu

inander hervorrnfen. i)tung iinb an manche 5(fc; ab? ob in imframi Mi'chen KotMiE> kin auf eine \^W alter rein lvwepioMi ,ltc Majoritäten wndv xqt unb bas mit ® ,ts dieser Erscheinung- - cinstitäten" sprechen einem Gesetz tanu. k einen hMM, aber em n Vorgang W j -enatie Gegenteil g * ' aud) keine iuAit dieser ErfchttM r aber drängen

alte diese WandeE .jv -TQotiDe znrultznch^ feinen Wohnort veckl- nsbedinEF^

|ib5ugrcnAcn.

tat. J',cÖFenin9^ -rte tuiö c HW ungshait eil c

Anteil der Katholiken

1828

1871

1905

in Worms Stadt

28.3

30.8

32.0

in den sonstigen Orten des Kreises

31.0

32.8

34.7

Anteil der Evangelischen

1828

1871

1905

in Mainz Stadt / ..

12.5

28.7

37.1

in den sonstigen Orten des Kreises

11.9

11.8

18.6