IWeißdrot 2 Zig. 62 Plg. ^Schwarzbrot 2 Kg. 58 Pig.
1
1
1
1
5(2)
Summa: 8 (2)
man werde
sich
angängig
und
Er-
Eranklurter Biorse, 12. März, 1.15 Ubr.
92.25 | Elektriz. Lahmeyer
3-6 Portugiesen
III
194.711
146.00
237.80
137.20
Bei schwaohen Nervei
bleiben; auch sonst sei für diese Beamten altes ge
schehen.
Mißständen.
^anrilren-Nachrichte«.
ein
du Corps, haben ihr A b - sind Neffen des Grafen Wiler vom Kriegsgericht wegen ihm vorgeworfenen Verfeh- jctzt durch ehrengerichtlichen.
Elektriz. Schlickert . Elchweiler Bergwerk
2(1) 1(D 1
1
1 2(1) KD
1
. 198 20
. 112.50
Diphtherie Lungenentzündung Herzentzündung Krebs Allersschwäche Lebensschwäche
3 « 3% 3ya°u 3% WA 3^°/<
Canada E. B. . . . Darmstädter Bank , Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .
Tendenz: ruhig.
61.25
61.40
94.10
87.50
95.10
150.40
49.40
86.00
65.85
96.10
llarpener Bergwerk. . . Laurabütte .\ordd. Lloyd . . . . . Obeischles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges. . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . . Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Jxommaudit. . . Dresdner Bank . . . . Kreditaktieu Baltimore- und Ohio-
Eisenlabn Gotthardbahn Lombard. Eisenbahn . . Uesterr. 8taalsoahn . . . rnuce-Henh-Eiseubabu .
Llarpener Bergwerk Laurabütte . . uombarden E. B. Nordd. Lloyd . . fürkenlose . . .
2U9.5U 99.50 96.00
158.50
124.20
238.00
137.00
175.60
137.2)
202.20
82.50
92.35
82.50
91.40
92.00
9910
100.10
94.20
82.30 ■
179.7«
26.6-1 143E 116.5«
vom
2.—15. Jahr
und für
4%u(0 russ.Staatsaul. l'JUo 4%°j0 japau. Staatsanleihe 4 % Uouv. Türken von 1UU3 Türkenlose 4% Griech. Monopol-Anl. .
4 % äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . . . 4>»u/0 Chinesen . . . .
Aktien:
Reichsanleihe do.
Konsols . . do.
Hessen . .
Oberhessen
Weizen 1OO Kg. 22.00-00.00 'Ulf.
Roggen 100 Kg. 20.00-20.25 9)lf.
und überall da, wo burdi übermämge-l Verbrauch der Nervcmudstan; lLco- tbin) sich die verschiedensten, ijöunflrcir-i unangenehmen, die Lebensfreude swrem . nervösen Erscheinungen einftellen, c: ■ zielt das
Biason tränkem
Kleine Tagcschronik.
In der Kreuzung der Chaussee Breslau- Nimptsch wurde das von dem Handelsmanne Nowarrc geleitete Fuhrwerk infolge Nichtschließens der Schranke von einem Personenzuge überfahren. Nowarre erlitt eine Kops- und Beckcnquctschung, seine Frau einen Schädelbruch. Beide wurden im Krankenhause zu Nomslau untcr- gebracht. Ter schuldige Schrankenwärter wurde sofort vom Dienste zurückgezogen.
Tie Grafen Albrecht und Wilhelm von Hohenau, Leut-
Tie Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- uud Broipreise
am 9. März 1908. ____________
. 119.00
. 103.50
. 206.20
. 183.80
Bochum Guss ....
Buderus E. W. . . .
'lendens; zieml. fest.
KSeriener Börse, 12. MäJz. Anfangskurse.
Uttiverritäts-Nachriehten.
— Aus Anlaß des 70. Geburtstages und des 50jährigen Toktorjnbiläums des Physikers Viktor von Lang fand am 11. d. Alts, in der Universität zu Wien eine akademische Feier statt. Prof. Tr. König aus Gießen überbrachte die G l ü ck w ü n s ch e bet Gießener Universität, wo Lang promoviert worden ist, owie die Erneuerung des Toktordiploms. Der Jubilar erhielt zahlreiche Gratulationen von Universitäten des In-- und Auslandes.
— Wie verlautet, soll der a. o. Univ.-Pros. Korn in München, der Erfinder der Fernphotographie, auf den Lehrstuhl des ver- torbencn Mathematikers Braunmühl an der dortigen Hochschule berufen werden.
Al ü n ch e n, 9. März. Der Professor an der Technischen Hochschule v. Braun m ü h l ist gestorben.
4% Uesterr. Goldrente. . 4l/6 % Uesterr. Silberrente 4?6 Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Beute . . .
3% Portugiesen Serie I
nants im Regiment der Gardes s ch i c d s g c s u ch eingereicht. Sie Helm von Hohenau, der, nachdem nicht erwiesener Schuld an den hingen freigesprochen worden war.
Aum.: Die m Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Finanzminister Gn a n l h entgegnet, man habe den Beamten der frül-crcn Hess. Ludwigsbahn frcigcstetlt, mit den gleichen Bezügen in den Genreinschaftsdicnst einzutreten oder hessische Beamte zu I'
Handel.
Kleine Fi n an z ch r o n i k. Von den 3 Mill. Mk. geschaffenen 4% Obligationen der Süddeutschen Eijenbahngesellschaft Darmstadt ind 1300 000 Mk. bereits fest plaziert, während' 1 Mill. Mk. zu 96,80% freihändig zum Verkauf gestellt werden. Die Süddeutsche Immobilien-Gesellschaft in Mainz beantragt eine Dividende von 4% (5%) zu verteilen. Die Frankfurter, feit 50 Jahren bestehende Häute- und Fellhandlung Haas & Strauß, sowie die mit ihr liierten Lederwerke Friedrichsdorf haben die Zahlungen eingestellt. Die Warenschulden betragen 600 000 Mk., die Hypothekenschulden außerdem 7—800 000 Mk. Die Aktiven sollen die Passiven angeblich übersteigen, sind aber schwer realisierbar. Mehrere Banken sind beteiligt. In der Generalversammlung der ^Süddeutschen Eijenbahngesellschaft wurde der Vertrag mit der Stadt Mainz wegen Elektrisierung der Masnzer Vorortbahnen emstimnug genehmigt.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
vorhergesehenen Umständen.
Staatsminister Ewald betont im Hinblick auf die Wünsche der Orchestermitglieder, man sei sich über die Notlage derselben überall einig. Tie Kabinettsdirektion erkenne dies in einem Schreiben gleichfalls an, betont aber, daß cs an den Mitteln zu' einer Ausbesserung fehle. Weiter führt der Minister aus, es sei 1903 der Betrag von 12 000 Mk. vom Staat bewilligt worden, der aber 1904 wieder in Wegfall kam, als die Stadt sich zur Zahlung eines Zuschusses von 20000 Mk. bereit erklärte zum Besten der gering besoldeten Theaterangestcllten; aus dieser Summe erhalten die Angestellten Alterszulagen von 250—400 Mk. Wollte man jetzt dem weiteren Wunsche folgen, so waren weitere 25 000 Mk. erforderlich, die weder die Theaterkasse, iroch die Kabinettskasse tragen könnte. Tas Theater erfordere nach dem Umbau schon 59 000 Mk. Mehrausgabe. Tie vielgeschmähte „Lustige Mtwe" habe dagegen 21000 Mk. Kasseneinnahme gebracht, es scheine also der Geschmack des Publikums doch nicht immer mit dem des Abg. Tr. Osann übereinzustimmen. T-ie Zivilliste leistet zurzeit für das Theater 278 000 Mk. Zuschuß, mehr sei nicht angängig und man werde doch wohl mit der Frage besck-ästigen müssen, ob nicht eine Höhung der Zivillifte zu empfehlen wäre.
Abg. Noack bringt verschiedene Theaterwünsche vor beklagt besonders die schwierige Erlangung von Billetts
Wöchentl. Übersicht der Todesfälle L ü. Stadt Eichen.
6. Woche. Vom 2. bis 8. Februar 1908.
(Einwohnerzahl: angenommen zu 30 400 (inkl. 1600 Alaun Militär.) Sterblichkeitszisfer: 13,80%o,
nach Abzug von 2 Ortsfremden: 10,26 u/oo*
Kinder
Geborene: Herrn Adolf Aumüller und Frau in Marburg Sohn.
Gestorbene: Frau Elisabeth Emrich in Aßlar. — Frau Elisabeth Reichel in Atzenhain. — Frau Helene Weidmann in Büdingen. — Herr Konrad Schäfer I. in Zell. — Herr Heinrich Becker in Burg-Gemünden. — Herr Georg Gaubatz in Darmstadt.— Freiherr Georg von Holzhausen in Frankfurt.
26.6i-
99 7;
150.31
anerkanntermaßen die vorzüglichste, vf,ri keinem anderen ähnlichen Präparat . e?" reichte kräftigende und belebende W" tung. Es führt dem Blut in öentDGa . - beper Form alle diejenigen Stone W
welche zur Wiederherstellung der geschwundenen Nervensubital« erforderlich sind. Schon nach einigen Tagen macht sich der kräftigem« wohltuende und erfrischende Einflug des Bwson int ölllgemcu-> befinden bemerkbar und nach wenigen Wochen bei täglich aü—<us ist in den meisten Fallen das Bwjon überflüssig. Es schmeckt um» bekommt gut und kostet die Tasse nur 12 Pfennig. Bwson ilt ungleich billiger als alle ähnlichen Mittel, Fleisch, Eier uiw., obgie!« es die letzteren an Nährkraft übertrifft und wie Prof. v. Novrol- feststellte, selbst in grauen Quantitäten <120 g pro Tags ebemogu wie Fleisch ausgenutzt wird. Erhältlich das '/- Kilo 3 Mark »g Apotheken, Drogerien usiv.b 'L.
Es starben an: Zusammen: Erwachsene: int
1. Lebensjahr:
Abg. v. Brentano kritisiert eine Reihe von Eiscnbahn- ' Ein großer Mißstand liege in den teueren Zu- fckstagskartcn. Redner führt hierfür ein drastisches Tarifkurio--
Bolksvorstellungen.
Abg. Tr. Frenay wendet sich gegen die falsche, Darstellung in mehreren Blättern, als habe sich der Ausschuß einfach gegen das Gesuch ber Hofmusiker ausgesprochen. Tie Beschlußfassung wurde zurückgestellt um die Stadt Darmstadt, die doch das größte Interesse am Hoftheater habe, zu einem Zuschuß zu veranlassen.
Abg. Mo Ith an weist auf die viel größeren Leistungen der Stadt Mainz für ihr Theater hin und empfiehlt ebenfalls stärkere Heranziehung der Stadt Darmstadt.
Abg. Reinhart führt aus, es seien ast die Kräfte des Hoftheaters stets die höchstem Anforderungen gestellt worden. Unser Hoftheater habe früher an der Spitze aller deutschen Theater gestanden, dank der kräftigen Mithilfe des Landesherrn. Ter von der Stadt verlangte Zuschuß von 20000 Mk. stehe mit der Bedeutung des Instituts nicht im Einklang. Die jetzigen Zustände seien unwürdig, das Land wolle das Theater in der Landeshauptstadt auf 1 einer Höhe erhalten wissen. Bezüglich des Spielplans erwähnt Redner, daß in Worms „Teil" als Volksvorstellung !Ü|ngft schon fünfmal ein ausverkauftes Haus gefunden habe. Das wäre bei der „Lustigen Witwe" gewiß nickst der Fall gewesen. (Heiterkeit.)
Abg. Adelung wünscht, daß Darmstadt den Zuschuß zahlen möge.
Abg. Wolf erklärt sich zur teilweisen Teckung der Kredit- überschrettnng bereit und bringt dann Einzclwünsche vor.
Abg. Tr. Dian n hebt noch hervor, daß er selbstverständlich den Finanzminister nicht für das Defizit verantwortlich machen wolle. Ten Vorschlägen auf Heranziehung der Stadt Darmstadt müsse er entgegentreten. Tie Stadt habe schon seit 10 .Jahren 200 000 Mk. und für den Erwerb des^Jnterims- theäters wieder 200 000 Mk. gezalstt, trotzdem die Stadt nicht den geringsten Einfluß - auf das Hoftheater habe.
Damit ist die Besprechung beendet und die Zivilliste, .1 265 000 Ml., wird bewilligt; sür Ordenskosten 5142 Mk. Tie Restkapitel dieses Titels werden ohne Debatte angenommen.
Beim Kapitel Weinbaudomänen spricht Abg. Noack den Wunsch aus, es möchte eine lährlickst Geschäftsbllanz für , die Domänen ausgestellt werden.
Ministerialrat Dr. Becker sagt dies zu. Auch jetzt schon .würden Rentabilitätsberechnungen, ausgeftelll und es stehe nichts dagegen, dieselben auch int Etat mit aufzunchmcn.
Tas Kapitel 8 Bad Nauheim ?c. wird auf Antrag des Abg. Breidenbach bis morgen zurückgestellt, weil bezüglich des Erwerbs des Kohlensäurewcrks fick, letzt die Stadtverwaltung zu einem Zuschuß von 150 000 Mk. bereit erklären will.
Beim Kap. 10 Staatseifenbahnen, Einnahme 15 Mill. Mark, Ausgabe 380000 Mk., wünscht Abg. Noack eine bessere Verbindung zwischen Darmstadt und Ober-Ramstadt, vielleicht durch einen Motorwagen. Dann bespricht Redner kurz die Verhältnisse der ehem. Ludwigsbahnbeamten und erklärt sich für Bewilligung eines Wohnungsgeldzuschusses.
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Seltersweg: 22 I. Etage.
Sonderausstellung Balestrieri’s Originalgemälde „Beethoven“ nebst zahlreichen Koproduktionen.
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sum an, nach welchem ein Beamter aus Offenbach, der mit seiner Familie einen Ausflug nach Mainz machte, nicht weniger als 30 Eisenbahn karten lösen mußte unb eine Reihe von Umständlichkeiten durchzumackien hatte. Redner ersucht die Regierung, doch auch endlich für die freien Fahrkarten der Abgeordneten Sorge zu tragen. Ihm scheine die ganze Änge- legen freit nicht mit der nötigen Energie betrieben zu werden.
Staatsminister Ewald meist den letzteren Vorwurf zurück und betont, der preußische Eiseilbahnminip. r halte trotz wleder- boltcn Crsuckstns an seinem früheren Standpunkl fest. Tie Uebertaffung von Freikarten sür die Abgeordneten würde nur nach Zahlung einer Pauschalsumme von 30000 bei Beschränkung
GerLchrssaaL.
Elberfeld, 10. März. Tas Schwurgericht berurteUte den Stadtsekretär Heckmann aus Lennep roegen Unterschlagung von 12000 Mk. Amtsgeldern zu 18 Neonaten Gefängnis.
Berlin, 9. März. Ter Redakteur, Lackierer, Kurt Neumann, ist vom Landgericht 1 Berlin wegen Beleidigung der politischen Polizei durch einen Artikel in dem Anarchisten- blatt „Ter Revolutionär" zu drei Monaten Gefängnis unter Anrechnung von zwei 9.lh)naten Untersuchungshaft verurteilt worden.
Laibach, 10. März. Tas Geschworenengericht sprach den geständigen M u 11 e r m ö r d e r Bauer M i h e l i, der meuchlings seine Mutter erschossen hatte, weil er den ausbedungenen Unterhalt von 40 Hellern pro Tag nicht zahlen wollte, frei. Tie Geschworenen bejahten einstimmig die Schuldfrage, bejahten aber auch mit neun Stimmen die Sinnesverwirrnng, weshalb Freisprechung erfolgen mußte.
Telefonisch© Btursbericnie
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen.
vom Kaiser bestätigten Spruch zur Entfernung aus bent Offiziersstande verurteilt worden ist.
In M c tz sind zwei Polizeibeamte in Untersuchungshaft genommen worden. Ein Vizewachtmeister wird der Unterschlagung dienstlicher Gelder beschuldigt, während ein Schutzmann unter dem Verdacht der Fundunterschlagung steht. Er soll eine französische Obligation über 12 000 Fr es. gefunden und behalten haben. Bei dem Versuch, die Urkunde an eine Bank zu verkaufen, erfolgte die Entdeckung. Gleichfalls verhaftet wurde ein Leutnant vom vierten bayerischen Infanterieregiment. Tie Festnahme erfolgte auf Ersuchen der Budapester Polizei wegen Betrugs.
In Nürnberg wurde ein zugereistes Paar, in einem Gastyause nach gewaltsamer Oefsnung des Zimmers bewußtlos aufgefunden. Es ergab sich, daß die beiden Schwefelsäure getrunken hatten. Tie Schwerverletzten stammen beide aus Frankfurt-Bocken heim. Es ist der ledige Former Karl Lotter und die ledige Arbeiterin Ebel.
In Florenz wurde der Pater Alois Bianchi als Urheber eines Bilder-Diebstahles in der Minoriten- Kirche verhaftet.
In dem portugiesischen Orte Falsas kamen einige Bewohner auf den seltsamen Einfall, den Lissaboner Königsmord als Pantomime zu reproduzieren. Der Vater stellte den König dar, ein Sohn den Attentäter Bucia und ein anderer die Königin Amalie. Als Waffe diente ein anscheinend patronenloser Revolver. Tie Waffe war aber nicht ganz entladen. Als daher der Wagen durch die Torstftraße fuhr, und der nach- geahmle Königsmörder hinauftprang, gingen zwei scharfe Schüsse los und trafen den Vater und den Bruder. Beide wurden sofort getötet.
In Londoner Spitälern befinden sich zurzeit drei A e r z t i n n e n in Behandlung, die durch T-Strahlen verletzt worden sind.
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Vermischte».
* Ins Irrenhaus zurück gelockt. Der Berliner Rechtsanwalt Tr. E. floh ans dem Jrrenhause, in das er im Verlaufe von Familienstreitigkeiten gebracht war. Tr. E. betrieb eine Klage gegen seinen Schwager, einen anderen Berliner Anwalt, weil er diesen für die ihm widerfahrene Behandlung verantwortlich macht, unb hielt sich in Berlin verborgen. Nun ist er ergriffen und aufs neue interniert worden in dem Augenblick, als er einer Einladung zur Versöhnung folgte. Ter sonderbare Fall verdient von der öffentlichen Aufmerksamkeit verfolgt zu werden.
Nerv, Herzklopten &
„ Kopfschmerzen &
AHgem. scnwäche*
Gelsenkirchen Bergwerk Hamburg-Amerik. PaketL 112.00 196.00
zwischen dem! Wohnsitz des Abgeordneten von 'Turmftadt 1'4 000 Mark gestattet worden. Eine derartige Mehrbelastung, des Budgets könne der Minister nicht befürworten. Er halte es für das beste, abzuwarten, bis dieselbe Angelegenheit auch in Preußen geregelt wc^Abg. Erck bringt verschiedene Eisenbahnklagen vor und ruft pathetisch aus: „Es geht ein letzter Zug von Gießen nach öungen!", was im Hause große Heiterkeit hervorruft.
Abg. Orb wünscht eine bessere Bahnverbindung zwischen Offenbach und Reinheim. m
Abg. Ulrich meint, er wolle du vom Abg. v. Breittano vorgebrachten Klagen noch möglichst untcrftrcidjen, wenn man als Pauschale für die Freikarten der Abgeordneten 30000 Ml. verlange, während die wirklichen Kosten doch kaum 7000 Mk. betrügen, so sei das eine über „den Löffelbarluererm", gegen die man protestieren müsse. Redner bringt dann verschiedene Mißstände vor, wie das Ueberstundensystem, das in den Tarm- tädter Betriebswerkstätten Platz gegriffen hätte.
Finanzminister Gnauth erklärt dagegen, datz die vom Vorredner beklagten Mißstände längst beseittgt feien.
Staatsminister Ewald bemerkt dem Abg. Ulrich, daß das Pauschale von 30000 Mk. die Sluswendungen beider Kämmern ür Freikarten umfasse. Nach weiterer Debatte, an der sich die Abgg. Raab, Frenay, Pennrich, Damm, Breidenbach und Best beteiligen, wird das §läp. Eisenbahnen genehmigt. t
Ab. Damm fragte wegen Verlegung bezw. der Neugestattung des Friedberger Bahnhofs an und erhielt die Antwort, daß der Kammer demnächst eine Vorlage hierüber zugehen werde.
Tie 6. Hauptabteilung Lotterie, 801500 Mk. Einannahme, wird ohne Debatte angenommen.
Beim Kap. DirekteSteuern entspinnt sich eine längere Debatte, wobei die Abgg. Breimer und Frenay die Handhabung der Wandergeiverbesteuer kritisieren.
Ministerialrat Tr. Becker weist die richtige Anwendung der diesbezügl. Bestimmung nach.
Tie Debatte wird daraus um 1/2 2 Uhr abgebrochen, brachste Sitzung morgen früh 9 Uhr.
Hessische Zweite Kammer.
Aist Regicrungstiscl e: Staatsminister Ewa 1 d^ Finanzminister Gnauth, Minister des Innern Braun, Geh. Staatsrat Krug von Nidda, Geh. Rat Wilbrand, von Biegeleben, Ministerialrat S ü f f c r t.
Präsident Ha a s eröffnet die Sitzung um 9 > _• Uhr. aü» Haus setzt die
Spezialdebatte des Etats
fort. Beim Hauptkapitel „D omäiicn des Gr 0 ß h. H g u 1 c s" ersucht Abg. Dr. Osann um nähere Auskunft über die Nachricht, daß der Umbau des Darmstädter Hoftheaters um 221000 Mark überschritten worden sei. Diese Nachricht wurde ja später als eine Mystifikation bezeichnet, aber scheine doch etwas wahres daran zu fein. Redner bespricht die von den iuciL gliedern der Hoskapelle eingereichte Vorstellung um Gehaltser- iwhnng und führt aus, daß die darin erwähnten Gehälter tatslÄUch des Hoftheaters unwürdig seien. Trotz der geringen Gehälter von 1600—1900 Mk. würden die Hoftnusiker in neuerer Zeit viel stärker zum Dienst l-erangezogen. Dasselbe gelte auch für die Choristen und Choristinnen, die jebe freie Stunde ausnützen müßten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Redner kritisiert den Umbau des .Hoftheaters, der nicht auf die Plätze für den Mittelstand gebührende Rücksicht nahm und tadelt auch den Spielplan, die Auswahl der Stücke 2c. Man könne bic „Lustige Witwe" und „Charley's Santo" doch allerhöchstens einmal feiten ^Große Heiterkeit) und man müsse besonders tadeln, daß gegen verdiente ältere Schauspieler in so rigoroser Weise vorgegangen werde. Einer der.Mnstler habe seine plötzliche Entlassung sogar am Weihnachtstage erhallen. Ein derartiges Verhalten entspreche nicht den künstlerischen Interessen und Gesamtleistungen eines Kunstinstituts.
Furanzminister Gnauth führt ans, er habe die Angelegenheit der Kostenüberschreitung beim Theatcrumbau durch das Tementi in der Tarmft. Ztg. für erledigt gehalten. Wie eine solche Mystifikation des amtlichen Blattes mögttch war, sei Sache des Staatsverlags: man möge dem Fälscher den Gefallen nicht tun unb eine scharfe Aussprache über Theaterfragen veranlassen. Festzustellen sei, daß die Kostenanschläge für den Umbau erheblich überschritten wurden. Es waren 768 000 Mark dafür berechnet worden, während im ganzen 942 000 Mark erfordert wurden, also eine Kreditüberschreitung von 174 000 Mk. stattgefunden hat. Sobald die Summe genau fest- gestellt fei, werde bic Regierung nicht verfehlen, die Mithilfe der Sanbftänbe zur Deckung zu erbitten. Der Finanzminister betont, daß diese Kreditüberschreitung die erste unter seiner Amtstätigkeit sei; sie erfolgte bei einem nicht staatlichen Geoäude unter Bauleitung von Privatarchitekten und unter teilweise nickst
Nervosität » * * Neurasthenie111 "i" * Geist. Ermüdung * Schwindel » » ” Angstgetühl « & ~
Höchste Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M.
Fleischpreise in Gießen
Ochsen
Kälber Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 74—76 lUf.
Kg.Schlachtgew. 92—94 Pi.
7, „ v 58-59 „
'/, Kg. 80-88 Pfg.
7» . 70-76 ,
7, „ 66-80 ,
Getreidepreise in M a n n h e i m
Brotpreise in Gießen
März 1908
Baroweter auf 0° reduziert
Tewperatiir der Lust
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
Windstärke
Wetter
11. 226
733,6
5,2
5,8
87
W
4
Bed. Himmel
11. 924
737,4
3,4
5,1
87
N
6
12. 7»
740,9
1,8
4,9
93
W
4
Schnee
Höchst Niedri
Ternp äste
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am 1
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März
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= +
5,9 0 C.
3,2 0 C.


