Ausgabe 
12.10.1908 Erstes Blatt
 
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Nr. 240 Erstes Blatt

158. Jahrgang

Montag 12. Oktober 1908

Die heutige Nummer umsaht 10 Seiten.

unbeteiligt war.Servet" sagt, es sei ein Akt, der die 'S schönen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei

neralprobe

scheu Regierung aus.

Die Stimmung in Serbien

ift noch immer als kriegslustig zu bezeichnen. Vor dem

schiedener Dramen, ist von dem Herzog von Ko bürg und Gotha zum Hosrat ernannt worden. SudermannsStein unter

Steinen", f*'**-*-------

Kleine Chronik aus Kun st und Wissenschaft. Professor Dr. Alexander Supan in Gotha, nahm einen Rus als Ordinarius an die Universität Brest art als Nachfolger von Professor Passarge an. Professor Dr. Anton Ohorn, der Autor des Dramas,Die Brüder von St. Bernhard" und oer­

bet sie sanft verklärte und adelte, was besonders heroorzu- cheben ist. Flott und schneidig war Rudolf Goll (Siedler), der mit seinem wohlabgewogenen, vornehmen Spiel einen äußerst günstigen Eindruck machte. Bedauerlicherweise ist unser Raum heute arg beschränkt und so können wir die übrigen Mitwirkenden nur noch flüchtig erwähnen. An erster Stelle ist Clemens Roden als Sulzheimer und Oberleutnant zu nennen, der sowohl als schüchterner Liebhaber wie auch als vorwitzig-scheuer Schwerenöter durchaus zufriedenstellend spielte. Claire Albrecht als fesche Malerin und Anni Röber als liebendes, lispelndes Clärchen fügten sich mit bestem Erfolg in das Gesamtspiel ein, dessen Regie von Max Kronert mit Fleiß und Umsicht geleitet war, sodaß der Abend mit einer durchweg guten, auSgereiften Aufführung verlief und einen erfreulichen Eindruck hinterließ.

Karl Neurath.

als Giesecke war es gewissermaßen eine Feuerprobe, die er überraschend gut bestanden hat. Hier war der Künstler ganz im heimischen Fahrwasser und gab der urwüchsigen, derben Gestalt deS Berliner Fabrikanten eine scharfe und liebens­würdige Behandlung, der auch die bedächtige Ausarbeitung nicht fehlte, was zu dem glücklichen Verlauf des Abends nicht unwesentlich beitrug. Durchaus selbständig in der Auffassung, gewandt in der Wiedergabe der an sich ja recht dankbaren Rolle, verlieh er ihr einen angenehmen Zug von Gemütlich­keit und Gutmütigkeit, die seine Leistung zu einem schönen, wohlgelungenen Abschluß brachte. Auch Paul Ko hl mann wußte in seiner Rolle als Ärandmayer zu fesseln und gab den liebesehnenden Zählkellner mit gleichem Schneid wie den eifersüchtigen, zärtlichen Gatten, ohne glücklicherweise in das possen'mäßig karrikierte zu verfallen, zu der diese Rolle geradezu herausfordert. Eine frische, lebendigbewegte Erscheinung war Dorle Maifarth als muntere Ottilie, die auch als junges, liebevolles Frauchen im leichten Widerstreit zwischen Gatten- und Kindesliebe ein anziehendes, seelenvolles Bild schuf, das von der herben Süßigkeit der jungen Frauenseele erfüllt war. Lore Scholz verdient, wie fast sämtliche Mitwirkende, ein volles Lob für ihre mutwillig-reizende Wirtin, die vielleicht nur etwas zu ,chik" war. Ihr fröhliches Geplauder und die natv - sinnliche Durchwärmung des lebenssprudelnden BauernweibchenS, das m seiner prikelnden Beweglichkeit mit Schaumwein zu vergleichen ist, gelang ihr sehr gut. Rolf Zieler zeigte sich als Hinzelmann von einer neuen und bisher auch seiner besten Seite. Er traf in Haltung und Sprache einen feinen Ton für den alten, bescheidenen Gelehrten, der sich ein eigenes selbstgenügsames Glück zu­rechtgemacht hat und trotz seiner offenbaren Verschrobenheit einen gesunden Sinn für die Jugend und jür die Natur be­wahrt hat. Er gab dieser, vom Hauch der Wehmut ge­streiften, sonderlichen Seele, einen innigen herzlichen Schein,

Konstantinopel, 10. Olt. Die Deutsche Bank gewährte heute der türkischen Regierung einen Vorschuß von zweihunderttausend türkischen Pfund auf Grund sicherer Unterlagen. ___________

Universität das Denkmal enthüllt, das der Verein für Psychiatrie und Neurologie Richard Freiherrn von Krafft- Ebing gewidmet hat, der von 1889 bis 1892 an der Wiener Klinik für Psychiatrie als Lehrer und Arzt wirkte. Der Gras von Turin begab sich nach London, um die Vorbereitungen für seine Durchquerung Afrikas von der Sambesiküste bis zum Kongo zu treffen. Die Reise ist auf zwei Jahre berechnet. Pro­fessor Dr. Schnitzer ist am Samstag von seiner Reise nach - Japan, China und Indien nach M ü n ch e n zurückgekehrt.

Gieszener Stcrdttheatcr.

Maria Stuart von Schiller.

Als erste NachmittagSvorstellllng gelangte gestern Maria Stilart zur Aufführung. Im Mittelpunkt der Darstellung slmd Helene Achterberg als Maria, die in der Garten- j>ene, nach anfänglichem Zurückhalten, durch die treffende stolze Sprache beleidigter Menschenwürde sicher und groß­zügig wirkte, während sie im letzten Akte durch ihre ver- [Lirte Gottergebenheit ergriff. Ihr gegenüber führte Grete Höcker die Rolle der kalten, nur dem Scheine lebenden Elisabeth mit gutem Gelingen durch; Ida Pauly als Kennedey waltete nut wohltuender Wärme und Mäßigung ihres Trösteramtes. Hermann Bakof gab dem alten, wohlmeinenden Talbot eine künstlerisch ausgerundete 23er- firperung und Clemens Roden traf als SDiortimer zum Teil recht gut den Ton des leidenschaftlichen Schwärmers. 3ll§ kluger, redegewaltiger Staatsmann Burleigh hatte Rolf Ziegler manche guten Momente, ebenso Eri ch Wein- !gärtner als glatter Höfling Leicester, den wir uns zwar etwas beweglicher, nervöser, vorstellen. Die rauhe Ehrlich­keit Paulets gelang Edgar Pauly nicht ganz restlos. Die übrigen Rollen wurden mit mehr oder minder gutem ©e= (lugen zur Darstellung gebracht.

Die Streichung der letzten Szenen deS 5. Aktes und den Abschluß des Trauerspiels mit dem Monolog Leicesters können mir nicht billigen. H. H.

Im weißen Röß'l, hierauf: Als ich wiederkam, beide von O. Blumenthal und G. Kadelbnrg.

Seit zehn Jahren ist das weiße Röß'l samt seiner schwächeren Fortsetzungunsterblich" und fand auch bei seiner gestrigen Aufführung lebhaften Beifall. Für Max Kronert

geht sogar noch weiter. Zum Schluß sprach Fürst Ferdi- u-anb von Bulgarien seine Freude über die ihm aus Frank- reidi von zahlreichen Privatpersonen zugekommenen Sym- ptthiekundgebungen, sowie über die Haltung der französi-

zu kräftigen geeignet sei.

Wie in Belgrad, so hat die deutsche Regierung nun übrigens auch in Sofia darauf hinzutvirken ver­sucht, daß

die Bulgaren

nicht durch eine schroffe Haltung bte Türkei reizen und die }£age noch weiter verschärfen. England bat inzwischen in

Lofia erklären lassen, daß es von der Selbständigkeitsertlä- rung nicht Alt nehmen könne, da sie als eine einseitige Verletzung des Berliner Vertrag s die Zustimmung aller Nächte erfordere. Fürst Ferdinand von Bulgarien äußerte einem Spezialberichterstatter deSTemps" sein Erstaunen, daß die englische Presse über die Unabhängigkeitserklärung B-ulgariens so aufgebracht fei. Tie Sache wäre ganz ein­fach und unvermeidlich gewesen und man müßte sich über ben Lärm wundern, den sie hervorgerufen. Wv blieben denn die Ueberlieferungen des Glasgowschen Liberalismus, »hat Bulgarien nicht seit 22 Jahren die Hoffnungen des libe- raten Europas verwirklicht? Was die Türkei betrifft, so »erinnere ich daran, daß ich dem Sultan gesagt habe, er ntöge auch für Bulgarien ein wohlwollender Vater sein, cs wird sie dafür belohnen. Meine Beziehungen waren bis jetzt von Treue erfüllt, sie werden nunmehr von auf- rrchtrger Freundschaft gekennzeichnet sein, meine Hoffnung

In der nördlichen Wetterau, ein Kilometer direkt östlich von dem Filialdorf Inheiden gelegen, hart an der Bahn­linie Gießen-Gelnhausen, umflossen von der Horloff und durchschnitten von dem Riedgraben, breitet sich das hundert Morgen fassende Quellengebiet an her idyllisch ge­legenen Riedmühle für das geplante großzügige Wasser­werk der Provinz Oberhessen aus, das wie das Elektrizitätswerk Lißberg, der Umsicht und Tatkraft des Provinzialdirektors Geheimerat Dr. Breidert-Gwßen ent­sprungen, und dessen Zustandekommen trotz mancher Wenn und Aber gesichert ist. So folgt in Oberhessen ein volks- wirtschaftlicher Fortschritt dem andern, denn die Herrschaft des Geistes über die materielle Welt schreitet mit einer stets beschleunigten Kraft vorwärts.

Daß das Gebiet sich so recht für ein solches Werk eignet, das haben die Vorarbeiten bewiesen, oie man vor zwei Jahren begann. In dieser Zeit sind 28 Quellen aus dem Basaltfelsen erbohrt worden, die in einer Tiefe von 7 bis 35 Meter liegen; nie ist der Felsen durchschlagen, da in ihm selbst sich außerordentlich große Wassermengen gefunden haben, die unter starkem Druck nach oben strömen, o daß sie zwischen 2y2 bis 4 Meter über die Erdoberfläche hervorspringen. Tie meisten dieser Brunnen sind schon vor Jahresfrist erbohrt. Es fließen aus ihnen große Master- massen ab, ohne daß die E r g ie b ig k ei t der dicht dabei befindlichen Quellen, die ihre Wasser in die Horloff und den Riedgraben senden, irgend­wie nachgelassen hätten. Tie in den letzten sieben Wochen vorgenommenen Bohrungen und die Ausgrabung eines großen Brunnens haben ein glänzendes Ergebnis zutage ge­fördert. Die neuen Bohrungen haben bis jetzt insgesamt über 6000 Köm. Wasser täglich mehr zutage gefördert, als die früheren, ohne daß die alten Bohrungen ober die Quellen des Riedgrabens irgendwie ein Nachlassen gezeigt haben; eher ist das Gegenteil der Fall. Mit Sicherheit kann daher gesagt werden, daß sich in dem Felsen des Quellengebietes nicht allein noch große Wässer befinden, sondern auch diese weder mit den Zuflüssen der Horloff, noch mit den Riedgrabenquellen in irgendeinem Zu­sammenhänge stehen. Der Wasscritand der Horloff hat, seitdem die erbohrt en Quellen fließen, sich vermehrt, die Bedenken, die der Kreistag des Kreises Friedberg in seiner Sitzung am 12. April d. I. dem Wasser­werke enkgegengebrachr hat, haben sich nicht als zutreffend dargetan. Die Wasserentnahme aus dem Quellengebiet bei Inheiden wird weder der Bodenfeuchtigkeit der südlichen Wetterau noch dem Wasserstande der Horloff und Nidda, weder dem Landwirt nodj Müller Schaden bereiten. Um aber allen, auch den geringsten Einwendungen in dieser Be­ziehung zu begegnen und sich einer Prävarikation nicht sd;uldig zu machen, ljabeit die leitenden Stellen die An- sammlung großer Wassermengen im oberen Horlossthale durd) Anlage von Stauweihern ins Auge gefaßt. Eine Ansammlung von 2y3 Millionen Kubikmeter Wasser im oberen Laus der Horloff wird genügen, allen Widrigkeiten aus dem Wege zu gehen, so daß weder ein Wetterauer; Müller, noch ein dortiger Wiesenbesitzer auch nur den ge­ringsten Schaden zu befürchten hat. Im Gegenteil, in trockenen Zeitläufen steht jenen das Wasser der Stauweiher zu Gebote, die den Landwirt wie dem Müller aus manchen Mißhelligkeiten zu ziehen imstande sind. Der obere Lauf der Horloff bietet vorzüglichen Platz für die Anlage derartiger Weiher. Tie vorgenommenen Untersuchungen haben tech­nische Schwierigkeiten nicht ergeben. Somit ist anzuney- men, daß die Anlage dieser Weiher nicht mit unverhältnis­mäßig hohen Kosten verbunden ist. Die Behauptung, daß der Ableitung des Wassers aus dem Quellengebiet forst-

überjetzt von Remon und Valentin, erzielte bei der Ge- : im Odeon in Paris unter Antoines Regie, großen völlig imbcftrüteiien Erfolg. Am 8. Oft. wurde in der Wiener

Die Kriegsanssichteu

haben sich auch sonst, wie es scheint, verringert. In eng­lischen amtlichen Kreisen herrscht die Ansicht vor, daß kein ernster Konflikt in der jetzigen Lage zu befürchten ist. Nachrichten aus Stelgrab deuten daraus hin, daß die ser­bische Regierung den Ratschlägen der Mächte Gehör schenkt und alles tut, um die Bevölkerung zu beruhigen. Auch der bekannte englische Parlamentarier Sir Charles Titte fabelt derWorld": Ein Balkantrieg ist unwahrscheinlich. Oesterreich handelte offenbar nid)t ohne vorherige Ab­machung mit Italien. Oesterreichs Vorgehen änderte nichts wesentliches. Von verläßlicher Seite wird gemeldet' Eng­land wird in kürzester Zeit die A n g l i e d e r u n g Aegyp­tens an das Britenreich auf die Tagesordnung stellen. Indessen gleich wie Oesterreich-Ungarn den Sandfchacc Nvvi- bazar räumt, ist England bereit, die Insel Cypern den Türken zurückzugeben.

Die Konferenz.

Wie verlautet, haben sich nunmehr die Mächte des Ber­liner Vertrages auf Brüssel als Ort für die Abhaltung der internationalen Konferenz geeinigt. Prag und Paris sind nacheinander als Ort der Zusammenkunft ausgeschaltet worden. Aus Petersburg wird hingegen gemeldet, daß die Konferenz zur Revision des Berliner Vertrages für den 28. Oktober nach Paris einberufen werden soll und daß als Delegierte Rußlands der Botschafter Nelidow und Ge­heimrat Martens fungieren sollen. Ter Gehilfe Iswolskis, Tscharikvw, wurde vom Zaren berufen, um ihm Bericht über die Vorgänge auf däm Balkan zu erstatten.

Die Ktifis im Grient.

Tas ungebührlich lange Schweigen unserer Regierung zu den Vorgängen im Orient hatte schon den unglaublichsten Früchten Tür und Tor geöffnet und der deutschfeindlid)en Agitation den günstigsten Boden bereitet. Die deutsche Re­gierung läßt nun erklären, daß sie von der

Annexion Bosniens

kaineskvegs schon vorher bau Oesterreich unterrichtet worden sei. Tie türkischen Blätter veröffentlichen jetzt eine Erklä- ung, die der deutsche Bolschafter Freiherr Marschall von Bieberstein dem Großwefir gemacht hat:Ick) bin namens 6t. Majestät beauftragt, mit größtem Nachdruck gegen die S Opposition zu protestieren, daß die letzten Vorfälle auf dem Liolkan auf eine Entente Deutschlands mit Oesterreich-Ungarn oder einer anderen Macht basieren. Sie erfolgten, ohne die Ansicht Deutschlands einzuholen."Jtdam" sagt, die von dem Kaiser ausgehende Erklärung bedeutet die Beachtung der bestehenden Verträge und einen Akt der Gerechtigkeit gegen­über dem türkischen Reiche. Sie wird zweifellos mit Ge- juhlen warmen Dankes seitens des türkischen Volkes ausge­nommen werden.Sabah" bemerkt, die Erklärung ist ein 'beweis der Freundschaft, den man von einer io friedens- licbenden und hoch zivilisierten Regierung, wie die deutsche, erwarten konnte. Für uns ist sie ein ganz besonders wert­voller Beweis der Freundschaft, für den wir Herzlid) danken. Jem Gazetta" sagt, nachdein sie von einer bisherigen sZlsclM Auffassung gesprochen hatte:Die von dem beutfdjen IMtschafter dem Großwesir gegebene mündliche Erklärung höbe diese Auffassung berichtige und bewiesen, daß Deutsch­land seine Zustimmung nicht gegeben habe. Diese Erklärung, die mit Rücksicht auf die zwischen Deutschland und der Türkei bestehenden Beziehungen erwartet werden mußte, zeigt, daß die deutsche Regierung an den jüngsten Vorgängen . foct foi PITT hpl* hlP

königlichen Palais finben fortwährend Kundgebungen statt.! DoiU KuItUrWCrf 3llheideN iN GbekhesseN. Nach einer amtlichen Mitteilung sprach per serbische Kron- nueltenaebiet bei Inheiden, 9. Oft 1908.

prinz gelegentlich einer Kundgebung, bei der die oster- 6 x -

reichische Fahne verbrannt wurde, den Manifestanten für die Huldigung seinen Dank aus, wobei er erklärt:Er hoffe, daß Ihr, wenn es notwendig sein wird, gleich mir für den König und das Vaterland sterben werdet." Von derselben Quelle wird erklärt, daß die Nachricht von einer allgemeinen Mobilisierung der serbischen Armee auf eine irrige Auffassung der Verordnung vom 23./9. a. St. zurück­zuführen sei, durch die das erste Aufgebot der Reserve ein­berufen wurde. Weitere Reserven werden nicht einberufen, und der Umstand, daß in Serbien gegenwärtig nur 40000 Ntann unter den Fahnen, beweist, daß Serbien nicht mobil macht. Gestern nachmittag wiederholten sick) die Kund­gebungen aus den Straßen Belgrads in verstärktem Maße. Der ^Ironprinz dankte wieder für die ihm dargebrachten Ovationen und sagte, er sei stolz, Soldat zu sein und wenn notwendig, Führer der Freiwilligen eines Voltes, das für seine Nationalität und Ehre zu sterben bereit sei. Der Politika" zufolge hat sick) ein aus den angesehensten Bürgerkreisen, Politikern, Generalen, Universitätsprofessoren und Journalisten bestehendes Komitee für die nationale Verteidigung fonftitiiiert Das Komitee hat sich die Auf­gabe gestellt, die ganze Bewegung gegenüber der Annexion Bosniens und der Herzegowina zu leiten. DemMali Journal" zufolge hat sich and) ein revolutionäres Komitee zur Leitung einer Banden-Aktion gebildet. Der Minister des Aeußern begibt sich in den nächsten Tagen nach Paris und London, um die französische und englische Regierung über die Lage zu informieren. Bezeichnend ist es, daß die Skupschtina sich mit 93 gegen 66 Stimmen gegen den Krieg ausgesprochen hat.

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