Ausgabe 
12.6.1908 Erstes Blatt
 
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Anthes und Oberpfarrer Bernbeck. Der Zug braucht^ eine Stunde bis nach Aiichelstadt, ebenso lang dauerte die Trauer- zeremonie daselbst.

= Krofdorf, 10. Juni. Gegenwärtig sind hier mehrere größereGemeindeprojekte in Ausführung begriffen: die Zusammenlegung der Feldmark und die An­lage einer Wasserleitung. Während bis zum Herbste die llebergabe der Ländereien bereits erfolgen soll, smd für die Wasserversorgung bis jetzt nur die Schürfungsarbeiten be­endet. Das Quellgeviet liegt in der Nähe der Obermühle,

wo die Straße nach Hohensolms das Biebertal verläßt. Eine Anzahl vorzüglicher Quellen entspringen daselbst. Auch dürste die dortige Höhenlage für Krofdorf genügen. Gewisse Schwierigkeiten bietet aber die Durchführung durch das Biebertal mit den Ortschaften Bieber und Rodheim. Es ist daher nicht ausgeschlossen, daß die Leitung iiber Fellings­hausen und durch den Wald nach Krofdorf geführt wird. Tie Dörfer Gleiberg und Vetzberg sollen an diese Wasser­versorgung angeschlossen werden. Tie Unternehmer Stein­müller-Rodheim und Gerlach-Krofdorf haben die Schür- mngsarbeiten ausgeführt.

X Oberkleen, 11. Juni. Unser im oberen Kleebach­tale gelegenes Dörfchen ist neuerdings wegen seiner Tropf­steinhöhle viel besucht. Als uraltes Bauerndorf erregt eS auch noch in anderer Weise die Aufmerksamkeit. Schöne alte Bauernhäuser sieht man hier noch sehr viel. Fachwerkbauten mit zierlich geschnitztem Balkenwerk und neben jedem Haus das mächtige dachgekrönte Holztor von respektheischendem Alter sind die Wahrzeichen unserer Bauernhäuser. Dazu sind viele mit schönen Sprüchen geziert. Einer mag hier Platz finden:

Des Morgens denk an deinen Gott,

Des Mittags vergnügt dein Brot, Des Abends denk an deinen Tod, Des Nachts verschlafe deine Not.

d. Steinbach im Taunus, 12. Juni. Hier büßte die 20jährige Ehefrau Elise Blum ihr Leben dadurch ein, daß sie auf die Kohlen des Ziegelofens Petroleum goß. Die dadurch herbeigeführte Explosion hatte die Kleider der Frau in Flammen gesetzt.

h. Frankfurt a. M., 11. Juni. Bei einem Ehc- zwiste brachte der Gärtner Dietrich seiner Frau mit einer Eisenstange schwere Verletzungen bei und durchschnitt sich dann mit einem Messer die Pulsader der linken Hand. Der Mann, der in einem plötzlichen Anfall von Säuferivahnsinn handelte, starb an Verblutung. Das Befinden der Frau hat sich gebessert.

Universitäts-NachrZchten.

InBerlin ist soeben die Ernennung eines vierten ordent­lichen Professors für Nationalökonomie in der Person d.s 32jähr. Professors Ludwig B e r n Hard aus Kiel erfolgt. Er ist der Verfasser eines im Spätherbst 1907 erschienenen BuchesTas polnische Gemeinwesen im Deutschen Reich/' Ties Wert' erregte Aussehen. Mit Recht: denn cs brachte eine gründliche «Erforschung und Darstellung der wirtschastlichen Mächte, die die Polen m Ver­deutschen Ostmark aufgcbaut haben. Wie es heißt, hat Bernhard an amtlichen Stellen darauf hingewiesen, daß er einen vorteithasten Ruf nach F-reiburg i. B. bezw. Tübingen erhalten habe; nehme er ihn an, so sei die Fortsetzung seiner Polenstudien unmöglich, da ein Lehramt in Baden oder Württemberg ihn voll in Anspruch

nehmen werde. Daraufhin hat das Ministerium so eilig, daß cs

weder vom Landtag die Mittel forderte, noch die Fakultät befragte, B. einen neuen Lehrstuhl für National­ökonomie in Berlin eingerichtet, um die Fortführung von Unter­suchungen über die polnischen Verhältnisse W sichern. Die Uni­versität hat daraufhin ein Gesuch an den Minister gerichtet, in Zukunft meßt wieder in derselben Weise -u verfahren. Das preuß. Kültusministerium erklärt übrigens, daß es sich gar nicht um eine neue Professur handle, sondern um die etatsmäßige Besetzung eines Extraordinariats. Allerdings ist Professor Bernhard zum per- önlichen Ordinarius ernannt worden, weil er bereits in Kiel Ordinarius war.

Der Eisenacher Burs ch entag, von dem wir gestern schon einige Mitteilungen machen konnten, beschloß, für das Fritz Reuter-Denkmal m Slavenhagen 1000 Mark zu bewilligen. Ferner wurden int Geschäitsjahr 1907/08 für Kolonial-Verein, Alldeutschen Verband, Ostmarken-Verein, Verein für das nördliche Schleswig lind Deutschen Schulverein insgesamt 7230 Mark aufgebracht. Zur Alkoholfrage wurde folgender Beschluß einstimmig ange­nommen:Tie deutsche Blirschenschast erklärt sich gegen jegliche übertriebene Anwendung des Truikzwanges und sieht den in tnefem Sinne von den Alten Herren gegebenen Anregungen fymphansch gegenüber". Ter Kampf der o st e r r e i ch i s ch e n S t u d e n t e n- fchaft für die akad emi sehe Freiheit war Gegenstand einer Symphatiekundgebung des Btirschenlages. Es wurde folgendes Telegranini der Wiener Burjchenschafl Silesia überfaiidl:Die deutsche Burfchellschaü spricht der an der Spitze der freiheitlich ge­filmten Studentenschaft Oesterreichs kämpfenden Burschenschaft der Ostmark ihre wärmste Teiliiahme und Anerkennung aus zu dem Kampfe gegen die klerikalen Angriffe auf die Freiheit der Uni- versitälen und hofft, daß sie diesen Kampf siegreich zn Ende führen wird."

* Ein schweres Eis en bahn Unglück. Ein Personenzug, der am Doniierstag vormittag gegen 12 Uhr Mons (Belgien) verließ, eiitg leiste bei Mafflc. Ter Gepäckwagen stürzte auf die Lokomotive, welche den gaiizen Zug m Brand fetzte. Nach einer amtlichen Mitteilung wurden drei Personen getötet und 15 Per- fönen verletzt. Tie Maschine, ein Gepäckwagen und fünf Personen­wagen sind verbrannt.

* In Bad Reichenhall e r st a ch der Bäcker Behringer den Metzgermeister Petraschka; darauf verletzte er den Sohn Pelraschkas und einen herbeieilenden Kellner schiver. Er wurde verhaftet.

O p f e r d e r B e r g e. In den Appenzeller Bergen ist ein junger Alami an§ Ehemnitz, der in Eonsianz angestellt ivar, im Nebel verirrt und über eine Felswand abgestürzt. Dian fand die Leiche mit zerschmettertem Schädel unterhalb einer Cchncehalde. In den Walliser Alpen ist der erste Elarineltiit des Sau- fanner Orchesters, Arthur Möbcs, ein Deutscher, durch eine Fcls- rmne abgestürzt. Eine Expedition ist 511 seiner Aufsuchung aufge- brochen. Jedoch besteht wenig Hofsnimg, ihn noch am Leben zll finden.

Kleine Tagcschrouik.

In Stuttgart ivuroen in zwc: Posttartcnhandlunge-.i Rc- produtiionen eines GemäldesL c d a mit dem Schwan" be­schlag nahm i. In nicht öfsentlicher Verhandlung wurde im objektiven BcrfalTrcn auf Einziehung und Unbrauchbarmachung der Postkarten erkannt. Ein Strafverfahren gegen die Händler wurde nicht eingeleitet.

In H e i d e l b e r g goß das 15 jährige Kindermädchen Anna Harnnann Spiritus in das Herdfeuer; die Kanne ex­plodierte und das Mädchen stand alsoald in Flammen. Es cr- lut so schwere Brandwunden, daß kurze Zeil darauf der Tod einlrat. , /

Trotz aller Versuche, beit T u r m der Kirche von Santo Stefano zu Venedig zu erhalten, scheint die angewendete Mühe vergebens gewesen zu sein. Der Turm des ehrwürdigen Goltcshanfcs, das viele kostbare Schätze birgt, droht einzustnrzcu und es diirfie keine Möglichkeit mehr vorhanden sein, der Zer­störung Einhalt zu tun.

In TifliS wurde am n. Juni, mittags, tue Kasse beß Zollamtes von zehn Räubern über fallen und aus- gerau bt. Der Verwalters vier Diener, und- noch eine Person wurden getötet. Bei der Verfolgung wurden drei Räuber ge­tötet und einer üemjunhet; zwei Polizeibeamte wurden verwundet. Sechs Räuber mit den geraubten 24 000 Rubeln entkamen.

Die Prinz Heinrich-Zahrt.

1IL

Kiel, 12. Juni. (Tel.) Heute haben die Teilnehmer nach dem gestrigen Ruhetage die 382,8 Kilometer lange Strecke Kiel Hamburg zurückzulegen. Tie Fahrt begann um 5 Uhr. Um 11 Uhr begann die Schnelligkeitsprusung. Gestern nachmittag folgten sie einer Einladung d.'s Protektors 5um Besuch der Hochseeflotte. Einer der Hauptfavoriten, Fritz Erle (Benz-Wagen', ist uni jede Chance gekommen. Er hatte einmal 15 Minuten unfreiwillig Aufenthalt auf der Strecke, um seine zu straff gewordene Kette zu lockern. Es ist bereits eine große Zahl von Protesten, teils wegen unerlaubten Vormhrens, teils wegen anderer Vorkommnisse, eingelegt worden. Gestern trat der Arbeitsausschuß zu einer Sitzung zusammen, um über diese Proteste zu beraten.

Handel.

Köln, 11. Juni. Wie die Köln. Ztg. meldet, steht die Kün­digung des Roheiseusynditales zum ersten Juli dieses Jahres m sicherer Aussicht. Tie Kündigung wird die Folge haben, daß die Hüllen vom 1. Oktober er. ab Verkaufe für die Zeit vom 1. Januar 1900 ab selbständig tätigen können, sofern nicht vorher noch eine Verständigung über em neues Syndikat erzieit wird.

Märkte.

ss Marburg, 11. Juni. Auf dem heutigen Schweine-^ markt standen 640 Ferkel, Läufer und Mastfchweine zum Ver­kauf. Es kostelen Ferkel 34-40 Mk., Läufer 7090 Mk. und Mastschweine 130140 Mk. je nach Größe und Qualität. Der Handel ging flau.

Gießener Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung für Hessen am SamStagldcn 13. Juni: Fortdauernd heiter. Heiß. Für die nächsten Tage besteht Neigung zu lokalen Gewittern.

Grsginal-Vrahttnel-uirgen.

Paris, 12. Juni. Ein Spezialkorrespondent desMatin" hatte eine Unterredung mit dem Minister­präsidenten Stolypin und dem Minister des Aeußern Iswolski. Stolypin erklärte, die Grundlage der auswärtigen Politik bleibe immer die Allianz mit Frankreich. Die Freundschaft Rußlands mit Eng­land stimme vollständig überein mit den friedlichen Zielen, die der Zweibund verfolge. Neben der Freundschaft mit England bleibe die traditionelle Freund schäft Rußlands mit Deutschland bestehen, die auf keine Meise durch das russische Einvernehmen mit England leiden werde oder beeinträchtigt werden könne. Iswolski erklärte, die cnglisch-rujsische Freundschaft habe bereits Kompli­kationen verhindert, die wegen der augenblicklichen Lage in Persien hätten entstehen können.

London, 12. Juni. Nach einer Depesche deSStan­dard" ans Reval verübte eine Lehrerin 2 Tage vor der Ankunft des Kaisers Selbstmord, weil sie die vom terro­ristischen Komitee erhaltenen Befehle in Bezug auf die K a i s e r f a m i l i e nicht a u § f ü h r e n wollte.

Bekanrttmachmrg.

B e tr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Hauken bei Gießen.

Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis.

. Gießen, den 12. Juni 1908.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Mecum-

BetmMtmachmrg.

Betrifft: Feldbereiuiguug in der Gemarkung Oppenrod.

Die nachstehende Bekanntmachung bringen hiermit zur öffent- licheu Kenntnis.

Gießen, den 11. Juni 1908. B A$

G.roßhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen.

M e c u m.

Bekanntmachung.

Betr.: Wie oben. .

Nachdem die Feldbcrein.gung in der Gemar.nitg Hausen bei Gießen endgültig beschlossen and der Beginn der Feldbereinigungs­arbeiten von Graßh. Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe angeordnet worden ist, lade ich hiermit sämtliche beteiligten Grundeigentümer zu der in Gemäßheit des Art. 16 des Feldbereimgungsgesetzes

Samstag, ven 2 <. Juni 1908, vormittags 9 Uhr

im Rathaus zu Hausen stattfindenü>en Versammlung cm. Die Versammlung hat: . , . .

1. darüber zu beschließen, wie die Feldbereiiiigungskosten auf­gebracht werden sollen, ob durch Ausschlag auf den Flächen­gehalt oder den Abschätzuugswert der Grundstücke oder abgesehen von dem in Art. 20 des Feldbereinignngsgc>etzes bezeichneten Fall, durch Bildung und Verkauf vmt Mafi^ grundstücken, sowie ferner, ob die Beiträge nach Bedürfnis erhoben, oder ob die Kosten durch Kapitalaufnahme auf­gebracht werden sollen:

2. die zur Vollzugskommission zu berufenden Sachverständigen und deren Stellvertreter, sowie ein Mitglied des Schieds­gerichts und dessen Stellvertreter (Art. 36 Ges.» zu wählen.

Außerdem können Wünsche und Anträge seitens der Betei­ligten vorgebracht und beraten werden.

In dieser Versammlung hat jeder anwesende, beteiligte Grundeigentümer eine Stimme, auch wenn er wehr fach bevoll­mächtigt ist. Die Beschlüsse erfordern zu ihrer Gültigkeit eine Mehrheit von Zweidritteilen der Anwesenden und sind unter dieser Voraussetzung auch für die nicht erschienenen Beteiligi.en verbindlich. Beteiligter Grundeigentümer im Sinne des pcld- bereinigungsgesetzes ist, wer im Grundbuch als Eigentümer ein­getragen ist. Der Inhaber einer erblichen Leihe wird dem Eigentümer der Grundstücke gleichgestellt. ^Wenn einhiernacl) beteiligter Grundeigentümer oder bekannte Erben derselben Nicht vorhanden sind, der Aufenthalt der Beteiligten unbekannt ist oder diese sich außerhalb des Deutschen Reiches aufhalten, »o ist der Besitzer als Beteiligter zu erachten, mfofern er: sich durch eine entsprechende Bescheinigung des Ortsgerichts al» solcher

Ist unbekannt oder ungewiß wer beteiligt ist, so findet die Vorschrift des § 1913 des Bürgerlichen Gesetzbuches ent­sprechende Anwendung. , , . , . c k

Gehört ein Grundstück zum Gesamtgut, so bedarf der Mann nicht der Zustimmung der Frau. Gehört ein Grundstück hum eingebrachten Gute der Frau, so bedarf diese nicht der Cinwilli-

^Bertret'er von beteiligten Grundeigentümern haben gehörige

Vollmachten vorzulegen. , . r .

Kommen gültige Beschlüsse Nicht zu.stände, so hat-

zu 1. Die Vollzugskommission die erforderlichen Beschlüsse 3u zu 2. Die Landeskommission, die Sachverständigen und Schieds- 8ugieil)tCrfvrcrcnCidj 'die außerhalb H ausen wohnenden beteiligten Grundeigentümer (Ausmärker) auf, öur Wahrung ihrer Interessen einen in Hausen wohnenden ^^ollmachtigten zu bestellen, da eine weitere besondere Zuschrift im Laufe de» Feldbereinigungsverfahrens an fie nicht meÄr erfolgt.,

Friedberg, den 3. Ium 1908.

Ter Großh. Feldbereinigungskommisiar.

gez. S ch n i 11 s pa h n, Kre-.samtmann.,

Bekmmtmachmrg.

Betrifft: Wie oben.

Da der zum Sachverständigen gewählte Landwirt Johannes Brück II. von Oppenrod gestorben V1., so ist die Neuwahl emes Sachverständigen vorzunehmen. ,o , . , . .,

Indem ich dies zur onentlichen Kenntnis bringe, lade ich gleichzeiug säinillche beteiligte Grundeigentümer zur Neuwahl eines zur Vollzugstommifsion zu berufenden Sachverständigen ans

San.'otag, den 27. Juni 1008, vormittags 9'/, Uhr, in den Saal des Wirts Weller zn Oppenrod ein.

In dieser Versammlung hat ieder anwesende beteiligte Grund­eigentümer eine Stimme: die Wahl erfordert zu ihrer Gültigkeit eine Aiehrhen von zwei Dritteilen der Anwesenden und ist unter dieser Voraussetzung auch für die nicht erschienenen Beteiligten verbindlich. , . , , x.. ..

Wird, was zulässig ist, ein Stellvertreter der Sachverständigen zum ordcutlicheti sachverständigen gewählt, so findet alsbald auch die Wahl eines Stellvertreters statt. ,

Koimnt eine gültige Wahl nicht zustande, so hat die LandcS- kommifsion den Sachverständigen zu ernennen.

Friedberg, den 6. Juni 1908.

Der Großherzogliche Feldbereinigungs-Kommissar. gez. Kirn berg er, Krelsamtmann.

Licht- Md Luft-Bad

MeWtn-Vm« Ach! 1116 Unistjrrt Versammlung

Sonntag, den 14. Juni, nachmittags 3 Uhr, bei Mitglied Straft,Zum Tannhäuser", Gießen, Frankfurter Straße 81.

Taaes-Qrdnung: 1. Praktische Hebungen; 363ö

2. Vereinsangelegenhelten.

Buß.

Vergebung non Mer- nnö WHmbeiien.

Die Pflaster- und Chaussirarbeiten für den Ausbau der Bismarckstraße zwischen der Henselstraße und dem Alicering sollen TonnerStag, den 1$. d. Mts., vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. ... . .

Arbeitöbeschreidimg und Bedingungen liegen wahrend der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeit- vuntt verschlossen und mit entsprechender Aufichrnt versehen an uns einzureicheii. Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Gießen, den 10. Juni 1908. B1-/#

Städtisches Tiefbauamt.

Braubach.

Täglich geöffnet von vorm. 68 Uhr abends.

Eiuzelkarte für Erwachsene 30 Pfg.

Kinder 20

Abonnementskarten für Erwachsene. . . 0. ML.

Kinder .... 3.

Studenten . . . 3. sind beim Bademeister Müller zu haben.

Beikarten für die Frauen und Kinder unserer Mitglieder (Mk. 1. bezw. 50 Pfg. pro Jahr) sind bei dem Rechner der Gesellschaft erhältlich. v"/,

Arbeitsvergedung.

Das Lieser« und Verlegen pou Ricmenböden, sowie die Weißbinderarbeit zur Unterhaltung der Gebände der Stadt" mädchenschnle in der Schillerstraße soll

Samstag den 20. Juni d. I., vorm. 11 Uhr, öffentlich vergeben werden.

Die Unterlagen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf vorgeschrlebenem Formular, das daselbst erhältlich, find bis zur genannten Stunde an und abzugcben. Zuschlagsfnst 14 Tage.

Gießen, den 11. Juni 1908. B11/»

Städtisches Hochbauamt.

G. erbel.

Brlauz der

Akticugescllschlift h. VsstAv-Vttti» jii A.-Lindeil c.iu 31. Dezember 1907.

Aktiva. Jft

Ausgeliehene Ka­pitalien u. zwar:

a. Obligationen u.

Schuldscheine 1206599.11

F. Wertpapiere 74565.48

c. Guthaben bei

Banken 1644.50

ä.Konto-Korrcnt-

Verkehr 14630.

Güterkaufschillinge 7025.07

Mobilien 850.

Kassenvorrat 4249.20

Ausstände 62670.98

UnersetzteVorlagen 223.83

1372458.17

Grwrnn- und

Einnahmen. JC

Zinsen von ausge- liehenenKapitalien 55337.50

Verzugszinsen von

Güterkaufgeldern 558.76

Besondere Ein­

nahmen 72.55

Nachlasse von Güter-

kausschillingen 139.85

56108.66

Passiva.

Einzahlung der Aktionäre 12500.

Aufgenommene

Kapitalien 1273510.06

Rücklagefond 15915.16

Rescrvcfond 61727.71

Reingewinn 8805.24

1372458.17 ;

Verlust-Konto.

Ausgaben. JL

Zinsen von aufge­nommenen Kapi­talien 43413.95

Besondere Vergü­tungen 129.04

Gerichtskosten 53.59

Verwaltungskosten 1376.60

Botenlohn und Ver- kündlgungSkosten 102.38

Zeitungsformularien und Buchbinder­kosten 80.99

Steuer-u.Kommunal- abgaben 660.90

Minderwert der

Wertpapiere 1486.97

Reingewinn 8805.24

56108.66

(3645

Großen-Linden, nm 11. Juni 1908.

Der Vorstand.